Hagenauer: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Verwandtschaft zu diesen Münchner Hagenauern ist durch eine Urkunde aus dem Jahr 1456 gesichert, in der ebenfalls Conrad Hagenauer genannt wird, der (wie oben erwähnt) um 1435 eine Messtiftung für den freisinger Dom bezeugte. Ferner wird in den Münchener Urkunden neben einem Ortlof Hagenauer, der etliche Güter um 1488 für eine Stiftung der Allerseelenbruderschaft gab, auch ein Georg (Jörg) Hagenauer (Kaplan), sein Vater Hans, sein Onkel Jörg (Georg) und dessen Söhne Hans und Conrat Hagenauer genannt. Somit gehören auch diese Münchner, die seit dem 14. Jahrhundert begüterte Münchner Bürger waren und in Münchner Urkunden zu finden sind, zur Sippe der Freien von Hagenau. Bereits 1362 wird ein Konrad Hagenauer in einer Verkaufsurkunde bei Neitpach genannt. | Die Verwandtschaft zu diesen Münchner Hagenauern ist durch eine Urkunde aus dem Jahr 1456 gesichert, in der ebenfalls Conrad Hagenauer genannt wird, der (wie oben erwähnt) um 1435 eine Messtiftung für den freisinger Dom bezeugte. Ferner wird in den Münchener Urkunden neben einem Ortlof Hagenauer, der etliche Güter um 1488 für eine Stiftung der Allerseelenbruderschaft gab, auch ein Georg (Jörg) Hagenauer (Kaplan), sein Vater Hans, sein Onkel Jörg (Georg) und dessen Söhne Hans und Conrat Hagenauer genannt. Somit gehören auch diese Münchner, die seit dem 14. Jahrhundert begüterte Münchner Bürger waren und in Münchner Urkunden zu finden sind, zur Sippe der Freien von Hagenau. Bereits 1362 wird ein Konrad Hagenauer in einer Verkaufsurkunde bei Neitpach genannt. | ||
Besonder häufig wurde ein Herr Georg Hagenauer erwähnt. Er verlieh 1472 zu Oberneuching seinen Hof und 1475 einen weiteren Hof zu Nansheim. 1479 verkaufte Georg Hagenauer 2 Huben zu Harthausen, genannt Weitenberg, dem Abt Heinrich zu St. Ulrich von Augsburg, 1489 erscheint er das letzt Mal in einer Urkunde. Das Gut in Westerndorf besaß der um 1440 geborenen Münchner Bürger Ulrich Hagenauer und danach dessen 1470 geborene Sohn Georg. Georg Hagenauer hatte im Jahr 1503 geheiratet und sein Gut ebenfalls um 1530 aufgegeben. Die | Besonder häufig wurde ein Herr Georg Hagenauer erwähnt. Er verlieh 1472 zu Oberneuching seinen Hof und 1475 einen weiteren Hof zu Nansheim. 1479 verkaufte Georg Hagenauer 2 Huben zu Harthausen, genannt Weitenberg, dem Abt Heinrich zu St. Ulrich von Augsburg, 1489 erscheint er das letzt Mal in einer Urkunde. Das Gut in Westerndorf besaß der um 1440 geborenen Münchner Bürger Ulrich Hagenauer und danach dessen 1470 geborene Sohn Georg. Georg Hagenauer hatte im Jahr 1503 geheiratet und sein Gut ebenfalls um 1530 aufgegeben. Die im Jahr 1588 in der Gegend bei Freising in Urkunden erwähnten Hagenauer scheinen jedoch nicht mehr aus der Sippe der Herren von Hagenau gewesen zu sein. | ||
Somit hatten die Hagenauer bis zum Ende des 15. (bzw. am Anfang des 16.) Jahrhunderts alle ihre Stammsitze und wahrscheinlich auch sämtliche Besitzungen verloren. Diese Güter waren entweder unrechtmäßig eingezogen (OÖ), gestiftet (NÖ und teilweise Bay.) oder verkauft (Bay.) worden. Daraus schloss Wiguleus Hund zu Sulzenmos in seinem Bayrisches Stammbuch 1585, dass die "Hagenauer von und zu Hagenau" Ende des 15. Jahrhunderts in Österreich ausgestorben sein könnten. Tatsächlich war damals bereits die nieder-österreichische und wahrscheinlich auch die oberösterreichische Linie im Mannesstamm erloschen. Jedoch Stephan, Ulrich und Georg Hagenauer bei Allershausen, sowie Sebastian und dessen Sohn Georg Hagenauer bei Ainring (Hagenau bei Salzburg) setzten die bayrische Linie fort. | Somit hatten die Hagenauer bis zum Ende des 15. (bzw. am Anfang des 16.) Jahrhunderts alle ihre Stammsitze und wahrscheinlich auch sämtliche Besitzungen verloren. Diese Güter waren entweder unrechtmäßig eingezogen (OÖ), gestiftet (NÖ und teilweise Bay.) oder verkauft (Bay.) worden. Daraus schloss Wiguleus Hund zu Sulzenmos in seinem Bayrisches Stammbuch 1585, dass die "Hagenauer von und zu Hagenau" Ende des 15. Jahrhunderts in Österreich ausgestorben sein könnten. Tatsächlich war damals bereits die nieder-österreichische und wahrscheinlich auch die oberösterreichische Linie im Mannesstamm erloschen. Jedoch Stephan, Ulrich und Georg Hagenauer bei Allershausen, sowie Sebastian und dessen Sohn Georg Hagenauer bei Ainring (Hagenau bei Salzburg) setzten die bayrische Linie fort. | ||
Version vom 2. August 2010, 18:26 Uhr
Das Geschlecht der Hagenauer wurde urkundlich erstmals im Jahr 993 als nobilis de Hagenau erwähnt. Die Hagenauer stammen ursprünglich aus der Gegend bei Freising in Bayern wo sich ein Weiler Hagenau befand.
Überblick
Im 11./12. Jahrhundert befanden sich die Herren von Hagenau, durch Rodungsarbeiten und Besitz im altbayrischen Stammesgebiet groß geworden, auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie besaßen etliche Lehen im heutigen Bayern, Ober- und Niederösterreich, Salzburg und Tirol, aber auch in Frankreich, Kroatien und Südtirol. Ihre drei Stammburgen befanden sich bei Freising (Bay.), bei Braunau (OÖ.) sowie bei Böheimkirchen (NÖ.). Die Hagenauer waren zwar mit mächtigen Adelsfamilien versippt, jedoch begann im 13. Jahrhundert durch Veränderungen der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und dem Aufkommen der Wittelsbacher ihr Abstieg. Auf Grund massiver Konflikte mit dem bayrischen Herzog Otto II. und dem Passauer Hochstift, der damit verbundenen Isolierung, und schließlich auch durch das Aussterben zweier von drei Linien, waren die Hagenauer bereits im 14. Jahrhundert entmachtet und verarmt. Ende des 15. Jahrhunderts tauchten sie, nachdem sie auch in Bayern sämtliche Güter verloren bzw. verkauft hatten, erneut von Freising kommend im Erzbistum Salzburg auf. Bald darauf ließen sie sich nördlich von Salzburg nieder. Die Hagenauer konnten sich im 16. und 17. Jahrhundert wieder empor arbeiten, ohne jedoch jemals ihre einstige Stellung zu erlangen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Hagenauer durch Gewürzhandel und Nepotismus zu einer sehr einflussreichen Familie in Salzburg. Auch außerhalb von Salzburg pflegten sie freundschaftliche Kontakte zu den Mächtigen, vor allem über die Kunst und die Kirche.
Die wohl bekannteste Urkunde (abgesehen von den Mozartbriefen), die in direktem Zusammenhang mit einem Mitglied der Familie Hagenauer steht, ist eine Urkunde von 996, in der Gottschalk von Hagenau als Bischof von Freising eine Schenkung von Gebieten in Österreich durch den römisch-deutschen Kaiser Otto III. erhielt. In dieser Urkunde findet man die älteste schrifliche Erwähnung des Namens Österreichs (Ostarrichi). Bemerkenswert ist auch die Stiftung des Klosters Seitenstetten im Jahr 1112 durch den Mitstifter Reginbertus von Hagenau, sowie die Weihe der Stephanskirche (spätere Stephansdom) in Wien im Jahr 1147 durch den Passauer Bischof Reginbert von Hagenau. In den folgenden Jahrhunderten finden wir Hagenauer als Lehensnehmer, Kreuzritter, Raubritter, Bischöfe, Äbte, Stifter, sowie als Zeugen in vielen Urkunden wieder. Nach dem Mittelalter waren die Hagenauer Guts- und Mühlenbesitzer, Kaufleute, Geistliche, Künstler, Land- und Weingutsbesitzer, Bankiers und Juristen.
Auffallend ist die stets enge Bindung der Familie Hagenauer an die katholische Kirche, sei es als Stifter, Vasallen, Lehensnehmer, Dienstnehmer oder gar als Vertreter der amtlichen Kirche selbst. Viele Hagenauer waren auch Mitglieder in verschiedenen katholischen Bruderschaften beziehungsweise in katholischen Laien-Organisationen. Eine verhältnismäßig große Anzahl der Familie waren Angehörige des Klerus und einer Ordensgemeinschaft.
Heute ist die Familie primär durch ihre Freundschaft zur Familie der Mozarts (Mozarts Geburtshaus, Mozartbriefe) und zu Michael Haydn, sowie durch den Abt Dominikus von St. Peter bekannt. Sie hinterließen auch künstlerische Spuren in Salzburg und Umgebung wie das Siegmundstor, die Mariensäule am Domplatz, oder das Schloss Freudenhain in Passau.
Name
Der Name des Geschlechts der Hagenauer wandelte sich nach dem Regestenforscher und Historiker Abt Willibald Hauthaler von "Herren von Hagenau", in "Hag(e)nowe", "Hag(e)nower" und schließlich in "Hagenauer". Manchmal tauchen in früheren Regesten auch abweichende Schreibweisen wie Hagenovve oder Hagnawe auf. Seit Ende des 14. Jahrhunderts nannten sich einige Hagenauer sowohl "von Hagenau" als auch "Hagenauer". Gleichbedeutend mit dem Vorwort "von" ist die Endsilbe "-er", und diese Namensform ist dort verblieben wo es sich um die Herkunft nicht "von" einem Ort, sondern aus einer Gegend handelte. So ist der Name "von Hagenau" gleichbedeutend mit "Hagenauer", ebenso wie bei anderen alten Familien wo z.B. aus "von Gauel" "Galler" oder aus "von Prein" "Preiner" (Breunner) wurde. Ab dem 15. Jahrhunderts nennen sich alle weiteren Familienmitglieder endgültig nur mehr "Hagenauer".
Hagenau ist aus den Begriffen Hagen und Au zusammengesetzt. Hagen leitet sich von dem althochdeutschen Wort hagan, was soviel wie "Hain, Einhegung" bedeutet, ab. Hag wiederum geht auf den germanischen Begriff haga/ hagaz, auch hagjô, hagjôn "Umzäunung", "Gehege" zurück und umfasst auch den Begriff "Schutz" wie in hegen und behaglich. Unter Hagen verstand man also die Umfriedigung eines Geländes durch gekapptes Buschholz oder als lebende Hecke: Hierzu dienten dornige Sträucher wie Hagedorn (Weißdorn), Hagerose (Hunds-Rose) oder stark verwachsende Pflanzen wie die Hagebuche (Hainbuche),etc..
Der Begriff Au leitet sich von dem mittelhochdeutschen ouwe (von Wasser umflossenes Land) ab, was später zu Au wurde. Unter Au oder Aue versteht man eine fruchtbare und ebene Flusslandschaft, die für eine Niederlassung bei frühen Urbarmachungen und Besiedlungen ideale Voraussetzungen mit sich brachte. In diesem umfriedeten Gelände stand meist ein Hof, ein Gehöft, ein Weiler oder eine Mühle. Später wurde dies in der Grenzlandschaft öfters zu einem Turm oder einer Feste ausgebaut. Somit versteht man unter Hagenau die mit einem „Buschholz begrenzte Landschaft bei einem Fluß“.
Wie aus Urkunden hervorgeht, stimmt die Bedeutung des Namens sowohl mit dem redendem Wappen (der Strauch steht für Hagen und der Hügel für eine Au), als auch mit der historischen Funktion (Hagen) beziehungsweise der Gebiete (Au) der Hagenauer überein. Die Herren von Hagenau waren ursprünglich für die Rodung, Urbarmachung und Pflege, sowie die Christianisierung im Grenzgebiet östlich und südöstlich von Bayern verantwortlich. Dabei waren die Hagenauer stets in (Hagen-)Auen bei Flüssen (Amper, Moosach, Perschling, Traisen, Inn, Saalach, Salzach, Donau) angesiedelt, auch noch Jahrhunderte später.
Herkunft
Die Hagenauer waren ein vielverzweigtes und weitverbreitetes Geschlecht und werden (von Koch-Sternfeld) zur großen Sippe der Huosi (Huosierer) und Andex (Andechser), in näherer Beziehung der von Tauer und Hohenwart, gezählt. Pangraz sieht in den Hagenauern eine Seitenlinie der Grafen von Ottenburg-Grögling (Kreglingen).
Wir finden als ältesten Sitz der Hagenauer einen Weiler und einen Forst Hagenau bei Freising, ein „Dorff sampt eim Vorst oberhalb Schrobenhausen“. Die Herren von Hagenau waren mit der Besiedlung, Rodung und Pflege, sowie der Christianisierung neuer Gebiete groß geworden. Von Freising aus siedelte ein Zweig 150 km weiter östlich bei Neuburg am Inn. Gumpoldus nobilis de Hagenowe (um 1090), der Ahnherr aller nachfolgenden Hagenauer war, besaß dort laut einer alten österreichischen Chronik ein Lehen in der Grafschaft Neuburg am Inn. Von dort aus begab sich ein weiterer Hagenauer entlang der Donau 220 km weiter östlich nach Außerkasten bei Böheimkirchen in Niederösterreich, wo er mehrere Lehen besaß. Die dritte Linie begab sich von Neuburg am Inn entlang des Inns 50 km südlich nach St. Peter am Hart in der Nähe von Braunau, und entlang der Salzach noch weitere 50 km südlich nach Salzburg. Entlang der Siedlungs-Routen, die hauptsächlich an Flüssen lagen, begegnet uns eine massive Anhäufung von Landschaften, Weilern oder Güter die teilweise noch heute Hagenau genannt werden.
"Neben den im 11. Jahrhundert großen, durch Amt, Besitz oder Rodungstätigkeit bedeutenden Adelsfamilien gab es zahlreiche kleinere Geschlechter, Edelfreie, Nebenlinien der großen Häuser oder auch Burgherren, die sich in die Vasallität oder gar Ministerialität des Königs, des Herzogs oder eines mächtigen Grafen begaben. ... Nach ihren Lehensbindungen an größere Dynasten läßt sich eine den Andechsern zugeordnete Gruppe von Edelfreien feststellen, ... eine den Ortenburgern zugehörige Gruppe mit den edelfreien Herrschaften Baumgarten, Haidburg, Rotenberg, Griesbach, Warth-Reisbach, Raiding und Rottau, wobei jedoch die Mehrzahl dieser Herren zugleich eng mit dem Hochstift Passau verbunden war. ... Ebenso hatten die Edelfreien von Hagenau Passauer Hochstiftsgut." (Handbuch der Bayrischen Geschichte)
Die Herren von Hagenau besaßen Lehen des Hochstifts Freising und der Grafen von Vornbach, deren Güter nach dem Aussterben der Vornbacher von den Grafen von Andechs geerbt wurden. Als Nebenlinie der Andechser erhielten die Hagenauer einige Lehen. Nach dem Aussterben der Andechser gingen die Güter in den Besitz des Bistums Passau über und die Hagenauer waren somit auch Passauer Lehensnehmer, was im 13. Jahrhundert noch zu massiven Konflikten zwischen den Hagenauern und dem Hochstift Passau führen sollte.
Im 12. Jahrhundert hatten die Hagenauer gleichzeitig drei Stammsitze inne:
- den Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen mit dem Erbbegräbnis zu Weihenstephan bei Freising in Bayern
- den Stammsitz Hagenau rechts der Perschling (Grenze zum Wienerwald) mit dem Erbbegräbnis ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen in Niederösterreich
- den Stammsitz Hagenau bei Rott am Inn (Braunau) mit dem Erbbegräbnis Kloster Reichersberg in Oberösterreich.
Der Wandel der politischen und sozialen Verhältnisse seit dem Ende des 12. Jahrhunderts isolierte die Hagenauer zunehmend. Im 13. Jahrhundert erscheinen die Hochfreien Hagenauer noch auf der gleichen Stufe mit den Reichsministerialen. Die Entstehung der Wittelsbacher in diesem Raum, als auch der Niedergang des Hochstiftes Freising als Landesherrschaft, trug dazu bei, dass das Geschlecht von seiner einstigen Höhe herabsank.
1146 ernannte Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, seinen jüngeren Bruder Hartwig zum Vogt des Spitals in Vöcklabruck. Er überzeugte seinen kinderlosen Bruder Hartwig ein Testament zu Gunsten des Passauer Erzbistums zu machen, bevor sich dieser auf den Zweiten Kreuzzug (1147 - 1149) begab, in dem er auch tatsächlich ums Leben kam. Ein Streit um das Erbe Hartwigs von Hagenau entbrannte zwischen seiner Witwe, dem Erzbistum Passau und seinem älteren Bruder Werinhart. Eine Entscheidung diesbezüglich fällte Herzog Heinrich auf einem Gerichtstag nach Streitigkeiten zwischen der Witwe Hartwigs und dem Hochstift Passau, da Hartwigs Bruder, der Passauer Bischof Reginbert von Hagenau, ebenfalls im Kreuzzug ums Leben gekommen war. Hartwigs älterer Bruder Werinhart von Hagenau und dessen Söhne wurden, nachdem sie ebenfalls Ansprüche am Lehen angemeldet hatten, vorerst entschädigt, während die Witwe ins Kloster ging. Doch bereits 1152/53 vergab das Passauer Hochstift die Burg Hagenau bei Rott am Inn wieder an die Hagenauer aus der niederösterreichischen Linie (Koch-Sternfeld).
Diese nun zu Ministerialen herabgestiegenen Hagenauer erhielten erneut das Lehen bei Braunau, wurden und werden aber manchmal irrtümlicher Weise als Dienstmannen der Herren von Hagenau bezeichnet. Als Nachweis das sie aus der selben Familie der Hochfreien von Hagenau stammen, kann man neben den Urkunden auch das Stammwappen der Hagenauer heranziehen. Dieses ist auf dem Epitaph des Hochfreien Reginbert von Hagenau (dem Mitstifter von Seitenstetten) 1137 abgebildet, das der Nachkomme Otto von Hagenau 1347 (als der Stammsitz bei Böheimkirchen aufgegeben wurde) aus der Burg seiner Vorväter ausbauen und zusammen mit einem Grabstein seiner Eltern in der Stiftskirche St.Pölten aufstellen ließ. Im 18. Jahrhundert wurde das Epitaph im Kreuzgang des Stiftes Seitenstetten aufgestellt. Das auf dem Epitaph abgebildete Wappen wurde auch weiterhin von allen nachfolgenden Familienmitgliedern verwendet. So zum Beispiel 20 Jahre später im Jahr 1367 im Siegel des Abtes von Melk Seyfried von Hagenau, im Siegel einer Urkunde des Edlen Georg Hagenauer im Jahr 1439, im Wappen der Hagenauer´schen Familiengruft in Salzburg die 1682 Georg Hagenauer errichten ließ, oder im Jahr 1786 im Siegel des Abtes von St. Peter Dominikus Hagenauer.
Der nun letzte Besitzer der Burg Hagenau am Inn aus der Sippe der Hagenauer war der sehr vermögende Edle Ludowicus von Hagenau. Er hatte auf Grund von Besitzunklarheiten (Urbare) massive Konflikte mit dem Hochstift Passau und auch mit dem bayrischen Herzog Otto II.. Nachdem Ludovicus einige Passauer Lehensmänner gefangen genommen und aus dem Hoheitsgebiet des Hochstiftes Passau vertrieben hatte, wurden ihm nach einem Gerichtsurteil Herzog Otto II. eine große Anzahl von Lehen und Besitzungen (in Bayern, Ober- und Niederösterreich) als Entschädigung weggenommen. Diese satisfactio, diese Buße, die Ludwig zu leisten hatte, dürfte für ihn eine schwere Belastung gewesen sein. Er verlor 10 Meierhöfe, 12 Lehen und 1 Mühle. Hinzu kommen noch 32 homines, die Kinder miteingerechnet. Auf Grund von fehlender Unterstützung des Bistums Freising und eines weiteren Konflikts mit dem bayrischen Herzog Otto II. wurden der gesamte Besitz nach Ludovicus Tod 1239 vom bayrischen Herzog unrechtmäßig eingezogen. Ludovicos Söhne waren somit verarmt und scheinen auch nicht mehr in Regesten auf.
Nachdem verschiedene anderen Familien als Lehensnehmer der Burg Hagenau eingesetzt wurden, wurde um 1320 das Lehen an das Geschlecht Aham vergeben, die es bis 1538 besaßen. Da sich diese neuen Besitzer (Aham von Hagenau) ebenfalls nach der Burg nannten, wäre eine Verwechslung mit den Hagenauern leicht möglich. Hier lassen sich jedoch keine direkten verwandtschaftlichen Beziehungen zu dem Geschlecht der Hochfreien von Hagenau nachweisen, obwohl einige Forscher der Meinung sind, das dieses Geschlecht "mit den Bannerherren v. Hagenau einen Ursprung hat". Jedoch verwendeten dieses Ahamer Geschlecht ein anderes Wappen / Siegel. Auch von dieser Burg Hagenau steht heute nichts mehr. Im Jahre 1571 wurde die Veste Hagenau von Feuer und Hochwasser derart zerstört, dass 1636 daneben ein neues Renaissanceschloss gebaut wurde, das ebenfalls den Namen Hagenau trägt. Heute erinnert dort nur mehr der Namen Hagenau an die ursprüngliche Burg und das Geschlecht der Hagenauer.
Wie bereits erwähnt, standen die Herren von Hagenau im 13. Jahrhundert noch auf der gleichen Stufe mit den Reichsministerialen und gingen im 14. Jahrhundert in der Ministerialität unter. Die Hagenauer siegelten in Urkunden als Stifter oder Zeugen, in denen sie als Verwalter im Range eines Burggrafen, als Ritter, Nobile, Edle oder Herren genannt wurden. Seifridus de Hagenau, der sich bereits Hagenauer nannte, war 1378 als Abt des Stiftes Melk eingesetzt worden, starb aber am 5. August 1382. Karl von Hagenau (ebenfalls Hagenauer genannt) war Pfleger (Vogt) und Richter zu Ereneck (1387-1390). "Stefan der Hagenauer" (ein Bruder des Abtes von Melk) war 1394 Burggraf zu Perchtoldsdorf. Der "ehrbare Ritter Hans Hagenauer" siegelte und bezeugte 1428 einen Vermächtnisbrief Herbot von Auersperg (dieser Name sollte im 18. Jh. bei der Familie wieder eine Rolle spielen) und erhält 1433 eine Wappenbestätigung von Kaiser Sigmund III.. Der "Edle Georg Hagenauer" (1439 melkerische Urkunde), und jener Ritter Hans Hagenauer sind (laut F. Wissgrill) für lange Zeit die letzten in österreichischen Urkunden mit angehängten Siegeln eingetragenen Hagenauer.
Nachdem die Hagenauer ihren Sitz zu Hagenau (bei Schrobenhausen) aufgegeben hatten, finden wir ein solchen in Allershausen, der bereits in früheren Urkunden als Besitz der Herren von Hagenau erwähnt worden war. 1487 wird auf diesem Sitz der Stephan Hagenauer zu Allerhausen genannt (Oberbayrisches Archiv). Im 15. Jahrhundert tauchten viele Hagenauer der bayrischen Linie in Freisinger Urkunden und in Urkunden des Stiftes Indersdorf auf; Georg Hagenauer bestätigte um 1420 die Übergabe einiger seiner Güter und im Jahr 1431 verkaufte Arnold Hagenauer 2 Huben an den Herzog Wilhelm III. von Bayern. In einem Protokoll von 1432 finden wir den in Moosburg geborenen Herren Peter Hagenauer (Canonicus) als Zeugen. Im Jahre 1435 bezeugte Conrad Hagenauer die Stiftung einer Wochenmesse an den Dom von Freising und 1464 tauchte der bereits oben erwähnte "Stephan Hagenauer der Erbar" bei Freising erneut in einer Urkunde auf. Im Jahr 1487 finden wir nocheinmal Stephan Hagenauer zu Allershausen bei Freising, der 1484 sein dortiges Gut verkauft hatte. In unmittelbarer Nähe dieses Gutes von Stephan Hagenauer bei Allershausen befand sich ein weiteres Gut in Westerndorf, das im Besitz von Hagenauern aus München stand.
Die Verwandtschaft zu diesen Münchner Hagenauern ist durch eine Urkunde aus dem Jahr 1456 gesichert, in der ebenfalls Conrad Hagenauer genannt wird, der (wie oben erwähnt) um 1435 eine Messtiftung für den freisinger Dom bezeugte. Ferner wird in den Münchener Urkunden neben einem Ortlof Hagenauer, der etliche Güter um 1488 für eine Stiftung der Allerseelenbruderschaft gab, auch ein Georg (Jörg) Hagenauer (Kaplan), sein Vater Hans, sein Onkel Jörg (Georg) und dessen Söhne Hans und Conrat Hagenauer genannt. Somit gehören auch diese Münchner, die seit dem 14. Jahrhundert begüterte Münchner Bürger waren und in Münchner Urkunden zu finden sind, zur Sippe der Freien von Hagenau. Bereits 1362 wird ein Konrad Hagenauer in einer Verkaufsurkunde bei Neitpach genannt. Besonder häufig wurde ein Herr Georg Hagenauer erwähnt. Er verlieh 1472 zu Oberneuching seinen Hof und 1475 einen weiteren Hof zu Nansheim. 1479 verkaufte Georg Hagenauer 2 Huben zu Harthausen, genannt Weitenberg, dem Abt Heinrich zu St. Ulrich von Augsburg, 1489 erscheint er das letzt Mal in einer Urkunde. Das Gut in Westerndorf besaß der um 1440 geborenen Münchner Bürger Ulrich Hagenauer und danach dessen 1470 geborene Sohn Georg. Georg Hagenauer hatte im Jahr 1503 geheiratet und sein Gut ebenfalls um 1530 aufgegeben. Die im Jahr 1588 in der Gegend bei Freising in Urkunden erwähnten Hagenauer scheinen jedoch nicht mehr aus der Sippe der Herren von Hagenau gewesen zu sein.
Somit hatten die Hagenauer bis zum Ende des 15. (bzw. am Anfang des 16.) Jahrhunderts alle ihre Stammsitze und wahrscheinlich auch sämtliche Besitzungen verloren. Diese Güter waren entweder unrechtmäßig eingezogen (OÖ), gestiftet (NÖ und teilweise Bay.) oder verkauft (Bay.) worden. Daraus schloss Wiguleus Hund zu Sulzenmos in seinem Bayrisches Stammbuch 1585, dass die "Hagenauer von und zu Hagenau" Ende des 15. Jahrhunderts in Österreich ausgestorben sein könnten. Tatsächlich war damals bereits die nieder-österreichische und wahrscheinlich auch die oberösterreichische Linie im Mannesstamm erloschen. Jedoch Stephan, Ulrich und Georg Hagenauer bei Allershausen, sowie Sebastian und dessen Sohn Georg Hagenauer bei Ainring (Hagenau bei Salzburg) setzten die bayrische Linie fort.
Im späten Mittelalter verarmten viele Ritter und konnten ihren Unterhalt nur noch durch Raubüberfälle auf Bürger und Bauern bestreiten. Die ritterliche Kultur ging endgültig zu Ende, als im 15. Jahrhundert die Feuerwaffen aufkamen und die Ritter ihre ursprüngliche Funktion als Krieger verloren. Oft endeten sie in der Knechtschaft um nicht zu verhungern. Wenn sie es geschickt anstellten wurden sie Bauer oder Müller, oder noch besser, wenn es ihnen gelang Bürger einer Stadt zu werden. Manche Familien stiegen auf der sozialen Leiter wieder auf, anderen gelang es nicht mehr. Im 16. Jahrhundert finden wir Hagenauer bei Salzburg, deren Adel zwar verdunkelt war und die Mitglieder alteingesessener Bauern- oder Müllerfamilien des Rupertiwinkels geheiratet hatten (von Apfalt(er), von Altham(er), von Altmutt(er), von Perg(er), von Sur(er) ...), die aber weiterhin das Stammwappen der Herren von Hagenau (einen Hagenstrauch auf einem Hügel) führten.
In Salzburger Urkunden sind die Hagenauer oft mit dem Zusatz de, in, von und zu Hagenau erwähnt. Laut dem Regestenforscher Willibald Hauthaler gaben die "Herren von Hagenau" dem Weiler "Hagenau" bei Ainring seinen Namen. Dieses "Hagenau" bei Ainring wurde bereits im 11./12. Jahrhundert als solche bezeichnet, wie dies auch bei etlichen anderen Landschaften oder Weilern entlang der Siedlungsrouten der Hagenauer geschah. Auch bei dem daneben liegenden Anthering befand sich ein Gut/Lehen der Hagenauer, das bereits vor 1239 existiert haben muß. Dieses Gut Hagenau (Hagenaw) nördlich von Salzburg lag bei Bergheim (Maria Plain) und wurde nach Ludowicus von Hagenauers Tod zusammen mit allen anderen seiner Besitzungen durch den bayrischen Herzog Otto III. unrechtmäßig eingezogen. Noch im 14. Jahrhundert wird "das hofbare Gut der Grundherrschaft des Erzbischofs von Salzburg im Amt Perchheim - officium Anthering unter Nr. 9 der Hof der Hag(e)naw genannt" erwähnt. Es befand sich nur 4,5 km Luftlinie von der Hagenau bei Ainring entfernt. Diese Gegend wird auch noch heute, so wie das Hagenau in dem naheliegenden Ainring, "Hagenau" genannt. Vermutlich waren die "Hagenau" bei Anthering und die bei Ainring ein geschlossener Besitz der Herren von Hagenau.
Die ersten urkundlich erwähnten "Salzburger" Hagenauer in der Gegend von Ainring wurden als Hagenauer von Hammerau, von Ainring oder als Hagenauer von Piding (also nach dem momentanen Herkunftsort) genannt. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts, als sich die Hagenauer in der Hagenau bei Ainring niederließen, nannten sich Familienmitglieder "Hagenauer von Hagenau", wobei "Hagenauer" mit "von Hagenau" ja gleichbedeutend ist (siehe das Kapitel Namen oben). Interessanter Weise scheinen in manchen Urkunden auch Hagenauer als "Hagenauer von Hagenau" auf, auch wenn sie nicht mehr in der Hagenau wohnten oder dort geboren wurden. Dies widerspricht der damals üblichen örtlichen Herkunftsbezeichnung in Urkunden. Aber vielleicht mochten die Hagenauer im Erzbistum Salzburg als Nachfahren der Herren von Hagenau auf ihre Abstammung hinweisen und damit die Erinnerung an ihre Herkunft aufrecht erhalten. In ähnlicher Art verdeutlichte dies Georg Hagenauer 100 Jahre später mit dem Hagenauer Erbbegräbnis in St. Peter in Salzburg: "damit der Name Hagenauer nit so schnell vergessen werde".
Die Nachfahren des ursprünglich aus dem Raum Freising stammenden und ehemals in Bayern, Ober- und Niederösterreich weit verzweigten Geschlechts der vormals Hoch- und Edelfreien Herren von Hagenau lebte Anfangs des 16. Jahrhunderts im Pflegschaftsgericht Teisendorf - Tittmoning, im Raum Salzburg bzw. Oberbayern, damals ein Teil des Erzbistums Salzburg. Ein Sprössling der beinahe ausgestorbenen Sippe der Hagenauer ließ sich Mitte des 16. Jahrhunderts bei Ainring nieder. Der Stifter dieses nun vorerst dort angesiedelten Geschlechts ist Georg Hagenauer de Hagenau, bei Hammerau. Als genaueren Stammort der Hagenauer Ende des 16. Jahrhunderts kann man den Weiler Hagenau bei Ainring (damals Salzburg heute Oberbayern) bestimmen. Die Hagenauer teilten sich im 17. Jahrhundert in drei Linien und scheinen als Salzburger Bürger auf. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts finden wir sie auch in Triest (Friaul, Italien), Linz und Wien, wobei die Verbindung zu Salzburg immer aufrecht erhalten wurde. Sämtliche Zweige der Hagenauer, bis auf den wiener Zweig und den italienischen Zweig durch Adoption, starben in männlicher Linie im 20. Jahrhundert aus.
Standeserhebung und Wappen des Hauses Hagenauer
- 993 wurden die Herren von Hagenau in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bereits als adeliges Geschlecht (ex stirpe Nobilum de Hagenau) bezeichnet. Man nimmt an, dass die Hagenauer auf germanischen Adel, aus denen die Edelfreien hervorgingen, zurückgehen. Im Wappen führen die Hagenauer einen Hagenstrauch(-baum) auf einem Hügel. Geschlossener Turnierhelm mit zwei Büffelhörnern. Später waren auch Pfaufedern an den Büffelhörnern (F.K. Wißgrill, Schaupl. d. landesansässigen NÖ Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794)
- Am 28. Juni 1378 wurde Seyfried von Hagenau, der bereits Hagenauer genannt wurde, als Abt von Melk eingesetzt. Er verwendete das Familienwappen in seinem Siegel: Im Siegel ein Wappenschild geteilt, silber und braun ? (Tinktur unklar), davor ein Hagenstrauch. Das Wappen ist von Zweigen umkränzt, die Umschrift am Rand des Siegels: " + S • Sigfridi • de • Hagenau".
- Am 31. Oktober 1433 verlieh Kaiser Sigmund III. dem Johann Hagenauer (Hagnower) ein Wappen: Ein Hagenstrauch auf einem Hügel, geschlossener Turnierhelm mit zwei Adlerflügeln. (Basel, Sigmund (Regesta Imperii XI 2) - 9733)
- Am 14. September 1671 verlieh Ferdinand Wilhelm Megger von Meggenburg Comes Palatinus (Palatinat von Kaiser Ferdinand III. it. dat. Wien 14. Mai 1637) in Salzburg den drei Brüdern Paulus, Georg (IV.) und Johann Hagenauer de Hagenau, sowie deren ehelichen Nachkommen ein erweitertes Wappen: Schild durch aufrechte bl. Spitze (Triangel) geteilt, darin auf einem r. Hügel ein "Hagenstrauch", beiderseits in G. ein schw. einköpfiger Adler. Auf dem Turnierhelm schw.-g.-r.-w. gewundener türkischer Bund mit beiderseits abfliegenden Binden in gl. Farben. Helmzier: schw.-g. und r.-w. geteilten Adlerflügel. Decken: schw.-g.-r.-w.. Die Adler wurden im Andenken an die Wappenbestätigung durch Kaiser Sigmund III. in das Wappen aufgenommen (Fellner´sche Chronik 1833, sowie Siebmacher)
- Am 24. August 1686 verlieh Ferdinand Wilhelm Megger von Meggenburg Comes Palatinus in Salzburg Georg Hagenauer, Bürger und Handelsmann in der Haupt- und Residenzstadt Salzburg, und seine ehelichen Erben ein "Adelswappen und Kleinoth" und erhob ihn in den Adelsstand. Wappenbeschreibung: "Schild durch aufrechte s. Spitze (Triangel oder Sporn) geteilt, darin auf gr. Dreiberg ein "Hagenstrauch", beiderseits in G. ein schw. einköpfiger Adler. Auf dem Turnier- oder Stechhelm mit g. Kleinod schw.-g.-r.-w. gewundener türkischer Bund mit beiderseits abfliegenden Binden in gl. Farben und zwischen w. u. schw. Adlersflügeln mit g. Stresse wachsender r. Greif, einen Hagenstrauch haltend. Decken: schw.-g.-r.-w." (MGSLK 1947)
- Am 31. Jänner 1786 wurde Rupert Cajetan Hagenauer zum Abt von St. Peter in Salzburg gewählt. Als Abtwappen verwendete er bekrönt von der Mitra mit Abtstab das Familienwappen mit dem Wappen von St. Peter (2 gekreuzte Petrusschlüssel), beim seinem Amts-Siegel jedoch das Familienwappen geviert. (Kat. d. Ausst. im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter, 1996)
- Am 21. September 1786 verlieh Kardinal Fürstbischof Joseph Franz Anton Graf Auersperg in Passau dem fürstbischöflichen Hofkammerrat und Hofbaudirektor Johann Georg Hagenauer de Hagenau und seinen ehelichen Erben ein erweitertes Wappen und erhob ihn in den Passauischen Adelsstand ("von Hagenauer").
- Am 10. Juni 1884 verlieh Papst Leo XIII. dem "Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo" (Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà) und seinen ehelichen Nachkommen die römische Baronie (Barones Romani de Hagenauer). Ferner wurde Baron Franz de Hagenauer von Papst Leo XIII. der Pius-Orden (Gran Croce) sowie der Gregorius-Orden für seine Verdienste, "als auch für die Verdienste seiner Vorfahren", um die römisch-katholische Kirche verliehen. Das barönliche Wappen des Hauses Hagenauer: Schild durch aufrechte bl. Spitze (Triangel) geteilt, darin auf r. Hügel ein "Hagenstrauch", beiderseits in G. ein schw. einköpfiger Adler. Offener bekrönter Turnierhelm mit g. Kleinod, zwei schw.-g. und r.-w. geteilten Adlerflügel, Helmdecken schw.-g. u. r.-w. (Genealogisches Handbuch des Adels 2006, S.96).
- Am 26. März 1889 wurde "Barone Simon de Hagenauer" die römische Baronie (schwarzer Adel: dei baroni romani) durch Papst Leo XIII. bestätigt und der Gregorius-Orden verliehen.
- Am 3. Februar 1893 erhält Baron Simon von Hagenauer für sich und seine ehelichen Nachkommen die Anerkennung und Bestätigung des Freiherrenstandes durch das K.u.K. Ministerium des Kaiserlichen Hauses und Aeussern.
- Am 4. Juli 1914 adoptierte George de Locatelli Baron zu Eulenburg und Schönfeld seinen Schwiegersohn Rittmeister Nobilis Pyrrus de Hagenauer aus der italienischen Linie (mit anschließender Adelsbestätigung des Freiherrenstandes), um den Namen Locatelli zu erhalten. Seither trägt der "italienische" Zweig der Familie Hagenauer den Namen Locatelli-Hagenauer. Eigentlich Barone Locatelli von Hagenauer, bzw. Nobilis dei Locatelli de Hagenauer Barone di Eulenburg e Schönfeld als italienische Staatsbürger. (Annuario della nobilta italiana, Nova Ser. 2006; Hrsg. A. Borella 2007).
Besitzungen
- Burg und Lehen bei Neuburg am Inn um 1080/1090
- Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)
- Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)
- Burg Steyregg, (OÖ) um 1147
- Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)
- Gut in Sandelzhausen, Mainburg
- Gut bei Salmading, Freising
- Gut Schroßlach bei Freising
- Gut Pellhausen bei Freising
- Gut bei Piegendorf, Loiching
- Gut bei Puchheim
- Gut bei Elsenbach Dorfen
- Gut bei Seeon
- Gut bei Natz bei Brixen (Italien)
- Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis 1239
- Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei Anthering (Salzburg) bis 1239
- Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen. Bis 1347, (1529 im Türkenkrieg zerstört)
- Burg und Lehen Hagenau bei Schobenhausen bis 1348
- Gut Eggenberg bei Allershausen (bei Freising) bis 1484
- Gut "Kuttenthreuer" in Westerndorf (bei Freising) um 1470 bis 1530
- Hög(g)lgut bei Ainring um 1568
- Seyfried(en)hof in Piding ab 1602
- Mautmühl, Mühl in Hagenau 1614
- Ainringer Hof in Ainring ab 1635
- Messerschmiedhaus zu Straß um 1640
- Amanngut zu Straß ab 1672
- "Hagenauer-Haus" in Salzburg, Mozarts Geburtshaus Getreidegasse Nr. 7, um 1676
- Haus Getreidegasse 9 in Salzburg 1703
- "Hagenauer-Landhaus" im Nonntal Nr. 10 (heute Nonntaler Hauptstraße Nr. 24), ab 1745
- Haus am Kranzlmarkt, das sogenannte "Hasenhaus" in Salzburg
- Hu(e)berhof zu Straß 1720
- Geppingergut in Gepping bei Ainring um 1720
- Habnerguet (Weirerguet) zu Berg ab 1721
- Gurkerhof in Salzburg um 1750
- Seuerlhof in Adelstetten um 1760
- Hallergut in Viehhausen
- Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12) um 1825
- Schloss Mönchstein in Salzburg 1833 - 1887
- Villa (des Königs) Murat in Triest, (damals Österreich) heute Italien ab 1840
- Gut Angoris bei Cormòns, (damals Österreich) heute Friaul, Italien ab 1910
- Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns (damals Österreich) heute Friaul, Italien ab 1910
- Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien
- Villa di Cocombola in Lucca, Toskana, Italien
Erbbegräbnisse
- Weihenstephan bei Freising
- ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen
- Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg
- Erzstift St. Peter in Salzburg bis 1930
Genealogische Übersicht ab den frühesten Kirchenbucheintragungen
Nachkommen der Herren von Hagenau kamen Anfangs des 16. Jahrhunderts, nachdem sie 1530 ihren letzten Sitz beim Freising aufgegeben hatten, über das Pflegschaftsgericht Teisendorf und ließen sich bald darauf weiter südlich unweit der Stadt Salzburg bei Ainring nieder.
In Regesten des 16. und 17. Jahrhunderts finden wir in unmittelbarer Nähe von Ainring mehrere Hagenauer als Mühlen- und Gutsbesitzer. 1554 finden wir einen Wastl (Sebastian) Hagenauer bei Hammerau. Im Jahre 1568 dessen Sohn, den Hofbesitzer Georg Hagenauer I. in Ainring und den Enkelsohn um 1602 den Wolf (Wolfgang I.) Hagenauer, Mayr zu Piding. Dieser "ehrbahre Wolf Hagenauer, Müllner" scheint in einer Urkunde aus dem Jahr 1602 als Besitzer des Seyfriedhofes zu Piding auf: "darauf eine hölzerne Behausung mit Hofzimmern, Stallungen, Getreidekasten und eine Badestube".
Der erste in Ainring urkundlich erwähnte Hagenauer ist Georg Hagenauer (I.) von Ainring (* ~ 1540), der 1568 vom Salzburger Domkapitel die Bewilligung für "etliches Zimmerholz am Högl zu vorhabenden Gepeuen" erhält. Sein Sohn ist Georg Hagenauer II. von Hagenau, (* ~ 1580) Bauer und Müller bei Hammerau, der Bruder des Mayer vom Seyfriedgut in Piding, Wolf Hagenauer (* ~ 1570). Begraben ist Georg II. in Feldkirchen (Pfarre Ainring, heute zu Oberbayern damals zu Salzburg gehörend). Georg II. heiratete am 9. Februar 1614 in Ainring Magdalena Margaretha Eschelberger (Tochter des Wolfgang Eschelberger und uxor). Sie hatten folgende Kinder:
- Wolfgang Hagenauer I. (* 13. Jänner 1613), heiratet am 3. Juni 1640 Eva Surer von Pach, Wolfgang (I.) ist der Begründer des Stammes A (siehe unten)
- Matthäus Hagenauer (* 1643)
- Paulus Hagenauer von Hagenau bei Feldkirchen (1647 - 1728), heiratet am 24. April 1672 Margarethe Reischlin von Hausmoning - Bauer am Messerschmiedhaus und Wirt zu Straß, Begründer der Linie in Strass bei Ainring (siehe unten)
- Georg (IV.) Hagenauer (1649 - 1736) - Ratsherr und Handelsherr zu Salzburg, Begründer der Linie der Kaufleute (siehe unten)
- Johann Hagenauer (ca. 1654 - 1724) - Rats- und Handelsherr in Salzburg, Begründer der Linie der Ratsherren in Salzburg (siehe unten)
- Johannes Hagenauer von Hagenau war Besitzer des Ainringer Hofes, verheiratet 1635 mit Magdalena Nechlin, Tochter des Wolfgang Nechl von Rabling (Rappling)
- Adam Hagenauer von Hagenau, Wirt, 1648 als Besitzer des Ainringer Hofes in Ainring genannt, vermählt mit Barbara Schmid.
- Christina Hagenauer, vermählt am 16. Februar 1642 in Thundorf (Pfarre Ainring) mit Sebastian Apfalter zu Apfaltern
- Georg Hagenauer III. (7. Jänner 1622 - 1671), vermählt am 15. Februar 1654 mit der Wirtstochter Magdalena Prunmayr von Brodhausen, Präfekt der Marienbruderschaft in Feldkirchen, der bereits früher Mitglieder der Hagenauer angehört hatten. Begründer des Stammes B (siehe unten)
- Regina Hagenauer,+ Walserberg 23. April 1694 vermählt ca. 1640 (Pfarre Wals-Siezenheim) mit Leonhard Perger, Bauer vom Gut Berg, Walserberg
Stamm von Wolfgang Hagenauer I.
(Die Begründer der folgenden drei Linien sind seine Söhne)
Linie in Strass bei Ainring
Begründer: Paulus Hagenauer (1647-1728)
Kinder des Paulus Hagenauer:
- Wolfgang Hagenauer II. (* 1670) - Bauer am Messerschmiedhaus zu Straß, vermählt mit Katharina Altmutter vom Gut Geisler in Thundorf
- Barbara Hagenauer (* 1700)
- Wolfgang Hagenauer III. (1706 - 1750) - Bauer am Amanhof zu Straß, 17. September 1725 vermählt mit Maria Viktoria Hasenerl
- Wolfgang Hagenauer IV. (1726 - 1801) - Erzbischöflicher Architekt in Salzburg
- Maria Theresia Hagenauer (1773 - 1826) - im Dienste des Stiftes St. Peter
- Maria Anna Aloisia Hagenauer (1777 - 1847), vermählt mit dem Bergbeamten in Dürrnberg, Anton Seelos
- Johann Wolfgang Hagenauer (1781 - 1850) - k.k. Wasserbaudirektor in Linz
- Franz Hagenauer (1784 - 1792)
- Maria Elisabeth Hagenauer (1790 - 1869)
- Maria Hagenauer (1727 - 1762), vermählt mit Johann Wolfgruber, Bauer am Amangut
- Elisabeth Hagenauer (* 1730)
- Johann Baptist von Hagenauer (1732 - 1811) - Bildhauer in Salzburg, vermählt (I.) am 26. November 1764 im Salzburger Dom mit Maria Rosa Barducci-Hagenauer (1744 - 1786) - Malerin in Salzburg. Vermählt (II.) am 16. Juni 1793 im Wiener Stephansdom mit Elisabeth Weber (1772 - 1839) , Wachsmedailleurin und Offizierstochter.
- Magdalena Hagenauer (1734 - 1812)
- Anna Hagenauer (1737 - 1813) - Elisabethinerin in Linz unter dem Namen "Maria Magdalena"
- Matthias Hagenauer (1739 - 1799) - Eisenhändler, Besitzer des Gurker Hofes in Salzburg, vermählt in Salzburg am 3. Oktober 1787 mit Maria Pauernfeind
- Andreas Hagenauer (1742 - 1815) - Stadtvikar in Hallein, Vikar in Elixhausen
- Johann Georg von Hagenauer (1748 - 1835) - Fürstbischöflicher Baudirektor in Gurk, 1783 Hochfürstlicher Hofkammerrat und Hofbaudirektor mit Adelsstanderhebung in Passau, 1803 kaiserlicher Rat und Baudirektor in Salzburg, verheiratet mit Freiin Karoline de La Marre
- Josefa von Hagenauer (1787 - 1792)
- Franz de Paula I. von Hagenauer (1789-1843) - Registratursdirektor in Linz, vermählt mit der Barbara Edle von Edlenbach (Schloßgängl von Edlenbach).
- Baron Franz d. P. II. von Hagenauer (1824 - 1885) - Direktor der Versicherungsanstalt Assicurazioni Generali in Wien, Erwerber der päpstlichen Baronie; vermählt mit Maria Edle von Spaun (Nachkommen in Oberösterreich und Wien)
- Eugen von Hagenauer (1825 - 1880) - Landesgerichtsrat, † in Leopoldskron-Moos (Nachkommen in Oberösterreich und Wien, die allerdings nichts mehr mit Salzburg zu tun hatten)
- Julius von Hagenauer (* 1826 -) - Kassendirektor in Linz.
- Arnold von Hagenauer (* 1871 - 1918), Schriftsteller, der auch Romane über Salzburg schrieb.
- Helene von Hagenauer (* 1835), vermählt mit dem Major Karl Elßler (Bruder der berühmten Tänzerin Fanny Elßler)
- Johann (Hans) Hagenauer (1675 - 1743), Bauer und Wirt zu Berg, Besitzer des Habnerguet (Weirerguet), war 1721 Zechpropst in Perach zum hl. Andreas, vermählt mit Barbara Hopfergut.
- Maria Hagenauer, * 4. September 1707 vermählt am 16. Februar 1733 mit Andreas Schaffer
- Michael Hagenauer (* 1677) - Bauer und Webermeister am Seidlhäusl in Adelstetten, vermählt am 13. Oktober 1727 mit Katharina Posch
- Adam Hagenauer (1679 - 1742) - Schmied in Straß
- Eva Hagenauer (1680 - 1708)
- Philipp Hagenauer am Huberlehen in Straß (1687 - 1743), vermählt am 11. Februar 1720 mit Sabine Althamer
- Johannes Hagenauer, Bauer am Huberlehen in Straß * 21. Dezember 1722, † 10. September 1795, vermählt am 13. Oktober 1749 mit Anna Hogger
- Johannes Hagenauer, * 19. November 1761
- Andreas Hagenauer, Bauer am Huberlehen in Straß, * 1758, vermählt am 7. November 1795 mit Gertrud Berger
- Helene Hagernauer, * 1799, vermählt I. 1823 mit Georg Aicher in Glanhofen, II. 1840 Josef Stöllner
- Georg Hagenauer, Bauer am Hallergut in Viehhausen, * 1810, † 20. Juli 1858, vermählt am 12. August 1834 mit Theresia Kleßhamer
- Margareta Hagenauer (* 1689), vermählt mit Wolfgang Michael Geißler, Bauer in Apfaltern
- Gertrud Hagenauer (* 1692), vermählt mit Josef Mayr am Hasengut
Linie der Kaufleute (Salzburg)
Begründer: Georg Hagenauer (1649 - 1736)
Kinder des Georg Hagenauer:
- Anna Maria Hagenauer (* 1677)
- Josef Martin Hagenauer (1678 - 1732), Handelsherr, dann Dragoner im Heer von Prinz Eugen. vermählt mit Martha Jäger von Kapell i. Tirol,
- Maria Ursula Hagenauer (* 1711), vermählt mit den Augsburger Kaufmann Peter Passi
- Lorenz Hagenauer (1712 - 1792) - Kaufmann in Salzburg, Vermieter und Freund von Leopold Mozart, vermählt mit Marie Theresia Schuster
- Maria Theresia Hagenauer (1740 - 1820) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg
- Johann Nepomuk Hagenauer (1741 - 1799) - Spezereiwarenhändler in Salzburg
- Maria Theresia Hagenauer (* 1776), vermählt mit Joachim Schmuck, Handelsmann, gebürtig aus Fügen im Zillertal (damals Salzburgisch)
- Anna Elisabeth Hagenauer (1777 - 1804), vermählt mit Josef Sebastian Bolland, Direktor der Hagenauer´schen Handlung
- Josefa Aloisia Hagenauer (* 1778), vermählt mit Johann Gall
- Maria Martha Vinzentia Hagenauer (1781 - 1837), vermählt I. mit Josef Pichler, Direktor der Hagenauer´schen Handlung; II. mit Josef Kaiser, Weißwarenhändler in Salzburg
- Ignaz Josef Hagenauer (1743 - 1780) - Spezereiwarenhändler in Salzburg
- Johann Lorenz Hagenauer (1744 - 1763)
- Kajetan Rupert Hagenauer (1746 - 1811), Abt von St. Peter unter dem Namen "Dominikus Hagenauer"
- Ignaz Joachim Hagenauer (1749 - 1824) - Großhändler in Triest und Begründer der Triester Linie der Hagenauer (Nachkommen in Triest und Cormòns, Friaul, Italien)
- Maria Martha Hagenauer (1751 - 1770)
- Maria Ursula Hagenauer (1753 - 1831) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg
- Petrus Lukas Hagenauer (1753 - 1761)
- Maria Franziska Hagenauer (1755 - 1836) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg, vermählt mit Franz Pichler, Hofrichter des Stiftes Michaelbeuern
- Leopold Hagenauer (1761 - 1828) - Besitzer der Pauernfeindschen Handlung auf dem Kranzlmarkt
- Josef Leopold Hagenauer (1810 - 1850) - Bierbräuer in der Steinbräuerei und Besitzer von Schloss Mönchstein auf dem Mönchsberg
- Maria Anna Hagenauer (* 1713) - vermählt mit dem Kaufmann Ferdinand Metzger
- Markus Anton Hagenauer (1715 - 1721)
- Georg Christoph Hagenauer (1685 - 1741) - Handelsherr, Kornett der Salzburger Bürgerwehr, vermählt mit Maria Salome Wagner von Tittmoning
- Anna Theresia Hagenauer (1718 - 1795), vermählt mit dem Salzburger Handelsmann Johann Christian Reifenstuel
- Maria Rosalia Hagenauer (1687 - 1738), vermählt mit dem Salzburger Eisenhändler Johann Nikolaus Heffter
- Maria Theresia Hagenauer (1689 - 1732), vermählt mit Franz Anton Lechner dem Besitzer der Johann Hagenauer´schen Tuchhandlung am Kranzlmarkt
- Ignaz Dominikus Hagenauer (1694 - 1711)
Linie der Ratsherren in Salzburg
Begründer: Johann Hagenauer (ca.1654-1724) - Rats- und Handelsherr in Salzburg
Kinder des Johann Hagenauer:
- Maria Elisabeth Hagenauer
- Johann Georg Hagenauer
- Georg Franz Hagenauer
- Carolus Franz Hagenauer
- Joseph Cajetan Hagenauer
- Franz Dominikus Hagenauer (1699 - 1760) - als "Pater Dominikus" Benediktiner in Wessobrunn, Pfarrer in Wessobrunn und Forst
- Maria Ursula Hagenauer (1701-1706)
Stamm in der Hagenau
Begründer: Georg Hagenauer III. (1622 - 1671), ein Enkel des Georg (I) Hagenauer von Hagenau (Sohn von Georg II)
Kinder des Georg Hagenauer:
- Franz Hagenauer von Hagenau * 1. April 1655) Müller in der Hagenau, vermählt 6. Oktober 1680 mit Maria Reither
- Michael, * 7. Juni 1681, † 1. März 1682
- Maria, * 7. Juni 1683
- Salome, * 10. April 1685
- Magdalena, * 3. Jänner 1686
- Christina, * 20. November 1688, † 3. Jänner 1689
- Elisabeth, * 17. November 1689
- Johannes Georgius, * 21. April 1694, † 9. Jänner 1765
- Franz, * 6. Juli 1696, † 28. Dezember 1696
- Johann Michael Hagenauer (5. Jänner 1691 - 8. Jänner 1743) - Müller und Maler in der Hagenau, vermählt I. am 20. Jänner 1716 mit Sabine Hödl, vermählt II 20. Oktober 1727 mit Magdalena Kambl
- Johann Hagenauer, * 18. Mai 1717, † 9. Mai 1785 als Einwohner in der Hagenau
- Maria Hagenauer, * 25. Mai 1718, † 30. Jänner 1720
- Jacob Hagenauer, * 21. Juli 1719, † 24. Oktober 1720
- Franz Hagenauer, Müller in der Hagenau * 10. Juli 1721, † 10. Juli 1796, vermählt am 5. Juni 1742 mit Elisabeth Althamer
- Anna Elisabeth Hagenauer, * 21. Juli 1744, † 29. August 1744
- Maria Anna Hagenauer, * 20. März 1746, † 25. Mai 1747
- Maria Elisabeth Hagenauer, * 29. Juli 1749
- Johannes (Wolfgang) Hagenauer, Müller in der Hagenau * ca. 1751 vermählt am 3. April 1787 mit Katharina Harl
- Jacobus Hagenauer, Bauer am Gepingergut, * ca. 1752 vermählt am 20. Juli 1792 mit Elisabeth Obermayr
- Therese Hagenauer, * 4. Oktober 1800 vermählt am 14. April 1828 mit Martin Enzersberger
- Andreas Hagenauer, * 29. November 1725 ?
- Anna Hagenauer, * 18. April 1727, † 25. Mai 1727
- Maria Hagenauer, * 24. August 1728, † 23. Juli 1762 vermählt am 27. Februar 1746 mit Rupert Althamer
- Josef Hagenauer, * 19. März 1730, † 26. Mai 1730
- Magdalena Hagenauer, * 7. Juni 1731, vermählt am 27. November 1758 mit Petrus Thurnhausstatter
- Barbara Hagenauer von Hagenau Ainring * 4. Oktober 1732, † 25. Dezember 1765, vermählt am 27. Juli 1762 mit Johann Michael Erber, Besitzer der Jacklmühle, Steinmühle in Piding
Quellen
- Wiguleus Hund zu Sulzenmos: Bayrisches Stammbuch I. Teil, Ingolstadt 1585
- Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13: Hagenau von und zu Hagenau
- Gerold: Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien, Wien 1784
- Passauer Kirchenbuch, Eintragung 21. September 1786, Passau
- F.K. Wißgrill: Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794
- Franz Xaver Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813
- Fellner: Familiengeschichte Fellner, Salzburg 1833
- Franz Xaver Scheidhardt: Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836
- Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahhunderts, Leipzig 1838
- Andreas Chabert: Chronik Chabert, Linz 1847
- Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld: Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich, in: AÖG 1, H. 4, 1848, S. 121-141
- Joseph Grassinger: Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf & Sohn, München 1866
- E. Tietze - Conrat: Johann Baptist Hagenauer, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920
- Freifrau Marianne Hauser: Hagenauer´sche Familienarchiv, Wien 1943
- Franz Martin: Hundert Salzburger Familien (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Salzburg 1946), S. 192 ff
- I. Wegleiter: Johann Baptist Hagenauer; Diss. Uni Wien, 1952
- Max Wieser: Schloß Staufeneck, Verlag Staufeneck, 1978
- Franz Brunhölzl, Max Spindler: Handbuch d. bayrischen Geschichte, C.H.Beck Verlag, München 1980
- Georg Hunklinger: Das Salzfass, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982
- Max Wieser: Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985, Eigenverlag, Piding 1985
- Gemeinde Ainring (Hrsg.): Ainring, Heimatbuch, Tittmoning 1990.
- Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter, Salzburg 1996
- G. Geromet, R. Alberti: Nobilità della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, Friuli e Slovenia, Editioni della Laguna, 1999
- Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: Salzburger Kulturlexikon, Residenz Verlag, Salzburg 2001
- Martin Hofbauer: Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005
- Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006
- Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit, Salzburg 2006
- Adolf Hahnl: Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)
- A. Borella: Annuario della nobilità italiana, Nova Ser. 2006; Milano 2007
- Rudolph Angermüller: Maria Theresia Hagenauer, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007
- Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009