Festung Hohensalzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Kapitelplatz Festung Hohensalzburg Sphaera 2022.jpg|thumb|Die Festung vom [[Kapitelplatz]] (2022).]]
[[Datei:Hohensalzburg-mw 2.jpg|thumb|Herbstimpression der Festung Hohensalzburg, vom Müllnersteg aus gesehen]]
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Die '''Festung Hohensalzburg''' ist das Wahrzeichen der [[Stadt Salzburg]] und befindet sich auf dem [[Festungsberg]] in der historischen [[Altstadt]]. Die gesamte Festung zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg.
[[Datei:Hohensalzburg-mw.jpg|thumb|Die abendliche Festung Hohensalzburg vom Müllnersteg aus gesehen]]
 
[[Datei:Hohensalzburg_Festung_Luftaufnahme.jpg|thumb|Luftbild der Festung Hohensalzburg]]
 
[[Bild:Festung Hohensalzburg.jpg|thumb|Die Festung vom [[Kapitelplatz]] aus]]
 
[[Bild:Festung 2.jpg|thumb|Die Festung vom Kapuzinerberg oberhalb vom [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]], aus nordöstlicher Sicht gesehen]]
 
[[Datei:Hohensalzburg Untersberg.jpg|thumb|Die Festung Hohensalzburg und im Hintergrund der [[Untersberg]] ]]
 
[[Datei:Festung_Hohensalzburg_Kapuzinerberg.jpg|thumb|winterliche Festung vom [[Kapuzinerberg]] aus östlicher Richtung gesehen]]
 
[[Datei:Hohensalzburg_Nebel.jpg|thumb|die Festung im Nebel]]
 
[[Datei:Fürstenzimmer Festung Hohensalzburg 01.jpg|thumb|Blick in die [[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmer]] ]]
 
[[Datei:Festung Hohensalzburg von Osten Trompeterturm und Bürgermeisterturm.jpg|thumb|Blick auf [[Trompeterturm]] und [[Bürgermeisterturm]] ]]
 
[[Datei:Kuchlturm Festung Hohensalzburg Pfisterei 02.jpg|thumb|im [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] ]]
 
[[Datei:Churfuerstensaal.jpg|thumb|die Goldene Stube]]
 
[[Datei:Schlangengang Festung Hohensalzburg 03.jpg|thumb|der [[Schlangengang]]]]
 
[[Datei:Festung Hohensalzburg von Südosten 01.jpg|thumb|Festung Hohensalzburg von Südosten]]
 
Die '''Festung Hohensalzburg''' ist das Wahrzeichen der [[Stadt Salzburg]] und befindet sich oberhalb der [[Altstadt]] am [[Festungsberg]]. Sie ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]].
 
  
== Allgemeines ==
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== Einleitung ==
Die über 900 Jahre alte Festung ist Europas größte Burganlage aus dem [[11. Jahrhundert]] und eine der besterhaltenen Burganlagen Europas. Der Bau der Festung begann während des Investiturstreits zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor im Jahr [[1077]] von Erzbischof [[Gebhard]] mit dem Zweck, [[Erzbistum (Überblick)|Fürsterzbistum]] und Bevölkerung zu schützen. Der [[Erzbischof]] war aber folgerichtig gleichzeitig auch dem Papst verpflichtet. Damals war Salzburg noch ein Teil von [[Bayern]] (bis um 1330/50) und auch Teil des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen Reiches]] (bis 1803).  
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Der [[Reißzug]] ist die älteste betriebene Standseilbahn der Welt und der [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]] ist weltweit das älteste betriebene (Orgel-)Hornwerk. Die Festung ist auch Teil der Dachmarke [[hello salzburg]].
  
Die Burg ist nicht nur wegen ihrer spannenden Geschichte einen Besuch mit Führung wert: auch der Blick über Stadt und [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] machen die Festung Hohensalzburg zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Festung wird alljährlich von rund 900 000 Personen besichtigt. An Spitzentagen im August kommen bis zu 7 000 Personen auf die Festung, womit auch die Kapazitätsgrenze erreicht wird. Mit 996 000 Besuchern hat die Festung Hohensalzburg im Jahr 2012 das beste Ergebnis aller Zeiten verzeichnet.
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[[Datei:Hohensalzburg-mw 2.jpg|thumb|Herbstimpression der Festung vom [[Müllnersteg]].]]
  
== Lage ==
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Die über 900 Jahre alte Festung ist Europas größte Festungsanlage aus dem [[11. Jahrhundert]] und eine der besterhaltenen Festungsanlagen Europas. Der Bau der Festung begann während des Investiturstreits zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor im Jahr [[1077]] von [[Erzbischof]] [[Gebhard]] mit dem Zweck, das die Stadt Salzburg und Bevölkerung zu schützen. Der Erzbischof war aber folgerichtig gleichzeitig auch dem Papst verpflichtet. Damals war Salzburg noch ein Teil des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]] (bis um [[1330]]–[[1350]]) und auch Teil des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen Reiches]] (bis [[1803]]).
Die Festung befindet sich am Festungsberg südwestlich der Salzburger Altstadt auf 540 [[m ü. A.]] (Niveau im Burghof beim Reißzug; der höchste Punkt der Festung liegt bei 568 m ü. A.). Man erreicht sie zu Fuß von der Altstadt aus entweder über die [[Festungsgasse]] oder von der [[Kaigasse]] und die [[Nonnbergstiege]] über den [[Hoher Weg|Hohen Weg]], vom [[Mönchsberg]] (auf den es mehrere Aufgänge gibt), vom Stadtteil [[Nonntal]] entweder von der [[Brunnhausgasse]] über den [[Hans-Sedlmayr-Weg]] und über das [[Bürgermeisterloch]] oder über das [[Erhardgässchen]] bzw. die [[Nonnberggasse]] vorbei am [[Benediktinenstift Nonnberg]] und über den Hohen Weg. Von der Altstadt können Besucher auch von der Festungsgasse aus die [[Festungsbahn]] benützen, die im zehn-Minuten-Takt verkehrt.  
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Die Festung ist nicht nur wegen ihrer spannenden Geschichte einen Besuch mit Führung wert. Auch die Aussicht über die Stadt und das [[Salzburger Becken]] bis hin zu den Randgebirgen ([[Osterhorngruppe]], [[Salzburger Kalkhochalpen]], [[Berchtesgadener Alpen|Berchtesgadener]] und [[Chiemgauer Alpen]]) machen die Festung Hohensalzburg zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Festung wird alljährlich von rund 900 000 Personen besucht. An Spitzentagen im August kommen bis zu 7 000 Personen auf die Festung, womit auch die Kapazitätsgrenze erreicht wird. Mit 996 000 Besuchern hatte die Festung Hohensalzburg im Jahr 2012 das beste Ergebnis aller Zeiten verzeichnet.
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==== Luftaufnahmen ====
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'''Bild 1:''' Morgendlicher Gleitschirmflug von [[Wolfgang Seifert]] im Juni 2025 über der [[Festung Hohensalzburg]]. <br />
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'''Bild 2:''' Luftbild der Festung von Südosten (April 2022).  <br />
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'''Bild 3:''' [[Bilder einer morgendlichen Ballonfahrt im Sommer 2024 über der Stadt Salzburg]]. Die Festung Hohensalzburg und darüber die [[Altstadt]]. <br />
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Datei:Festung Hohensalzburg morgendlicher Gleitschirmflug.png|Morgendlicher Gleitschirmflug von [[Wolfgang Seifert]] im Juni 2025 über der [[Festung Hohensalzburg]].
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Datei:Festung Hohensalzburg Luftbild von Südosten.jpg|Luftbild der Festung von Südosten (April 2022).
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Datei:Ballonfahrt Stadt Salzburg Juli 2024 25.jpg|[[Bilder einer morgendlichen Ballonfahrt im Sommer 2024 über der Stadt Salzburg]]. Die Festung Hohensalzburg und darüber die [[Altstadt]].
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'''Bild 1:''' Luftbild aus dem Jahr 1930. <br />
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'''Bild 2:''' 1936: Am unteren Bildrand ist das [[Arbeitshaus (Festung Hohensalzburg)|Arbeitshaus]] zu sehen, darüber der [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] mit links der [[Pfisterei (Festung Hohensalzburg)|Pfisterei]], darüber der [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohe Stock]]. <br />
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'''Bild 3:''' Luftbild der Festung aus dem Jahr 1956. <br />
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Datei:Festung Hohensalzburg 1930.jpg|Luftbild aus dem Jahr 1930.
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Datei:Festung Hohensalzburg 1934 01.jpg|1936: Am unteren Bildrand ist das [[Arbeitshaus (Festung Hohensalzburg)|Arbeitshaus]] zu sehen, darüber der [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] mit links der [[Pfisterei (Festung Hohensalzburg)|Pfisterei]], darüber der [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohe Stock]].
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Datei:Festung Hohensalzburg Sommer 1956.jpg|Luftbild der Festung aus dem Jahr 1956.
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== Erreichbarkeit ==
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Die Festung befindet sich südwestlich der Salzburger Altstadt am Festungsberg auf 540 [[m ü. A.]] (Niveau im [[Burghof (Festung Hohensalzburg)|Burghof]] beim Reißzug). Der höchste Punkt der Festung ist liegt bei 568 m ü. A. (Niveau der Aussichtsplattform am [[Reckturm (Festung Hohensalzburg)|Reckturm]]).  
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Zur Festung gelangt man über mehrere Wege:
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* zu Fuß
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: a) aus der Altstadt über die [[Festungsgasse]] und einem geschotterten, etwas steilen Weg bis zu [[Keutschachbogen (Festung Hohensalzburg)|Keutschachbogen]], in welchem sich die Kassa befindet; man geht dann weiter bergauf und gelangt über den Aufgang an der Ostseite in das Innere der Festung; Zeitbedarf: ca. 20–30 Minuten vom [[Kapitelplatz]]; Länge: ca. 550 m (Kapitelplatz bis zur Kassa) und ca. 850 m bis in den Burghof; Höhenunterschied: ca. 115 m
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: b) von der [[Kaigasse]] über die [[Nonnbergstiege]], die zur oberen [[Nonnberggasse]] nahe der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] führt,  
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: c) vom [[Mönchsberg]] kommend, zu dem es mehrere Aufgänge gibt,
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: d) von [[Nonntal]]
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:: von der [[Brunnhausgasse]] über den [[Hans-Sedlmayr-Weg]] und über das [[Bürgermeisterloch]] oder  
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:: über das [[Erhardgässchen]] oder die Nonnberggasse zur Benediktinerinnenabtei Nonnberg und weiter die Nonnberggasse bis zur Festungsgasse.
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* mit der [[Festungsbahn]], einer Standseilbahn
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: von der Festungsgasse (Talstation), im zehn-Minuten-Takt verkehrend
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: Fahrtzeit: ca. eine Minute; Länge: 198,5 m; Höhenunterschied: 96,6 m
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[[Datei:Hohensalzburg-mw.jpg|thumb|Abendliche Festung vom Müllnersteg aus.]]
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
=== Palas, Schloss, Burg, Festung ===
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Die meisten Kenntnisse zur Baugeschichte der Festung besitzen wir auf Grund der zahlreich erhaltenen [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] <ref>http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Kategorie:Datei:Wappen_auf_der_Festung_Hohensalzburg</ref> und durch [[Historische Ansichten der Stadt Salzburg|Historische Ansichten]].
''Hohensalzburg'' ist nicht identisch mit der [[Salzpurch]], dem ''Castrum superius'', das [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Herzog]] [[Theodo II.]] von Bayern  [[Rupert von Worms]] geschenkt hat. Diese ''Salzpurch'' befand sich auf dem [[Nonnberg]]. Sie bezog mit ihren Außenanlagen aber die Kuppe des [[Festungsberg]]s mit ein. Die erste Nachricht von einer Burg ''auf'' dem Festungsberg findet sich erst aus der Zeit von Erzbischof [[Gebhard]]. Da Erzbischof Gebhard [[1085]] ins Exil gezwungen wurde, konnte sein Burgvorhaben erst von seinen Nachfolgern fertig gestellt werden.  
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=== Begriffe Burg - Festung ===
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Der Begriff ''Burg'' hat seine Wurzeln in germanischer Zeit und wurde über die Althochdeutsche und die Mittelhochdeutsche Sprache in das Neuhochdeutsche übernommen. Im [[14. Jahrhundert]] verbreitete sich langsam auch die zusätzliche Bezeichnung ''veste'' ("Feste") oder ''vestunge'' ("Festung") für Burgen.<ref>{{wikipedia-de|Burg|Burg}}</ref>. Üblich ist es oft, den Begriff Burg vorrangig für [[mittelalter]]liche Wehranlagen zu verwenden, Festung aber für neuzeitliche. Damit es zu keinen Verwirrungen kommt, wird hier im Artikel für die neuzeitliche Wehranlage auf dem Festungsberg ebenfalls der Begriff ''Festung'' verwendet.
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Das ''Castrum superius'' (vielleicht auch [[Salzpurch]] genannt) war ein Vorgängerbau der Festung Hohensalzburg, von dem sehr wenig bekannt ist.
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=== Anfänge ===
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Die erste Nachricht von einer Wehranlage ''auf'' dem Festungsberg findet sich in der Zeit von Erzbischof [[Gebhard]]. Erzbischof Gebhard wurde [[1085]] ins Exil gezwungen und so konnte sein Burgvorhaben erst von seinen Nachfolgern fertig gestellt werden.
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=== Romanische Burg ===
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Um [[1250]] bestand Hohensalzburg aus einem [[Romanik|romanischen]], gemauerten ''Palas'', dem Wohnturm, einer Kapelle und einem Nebengebäude und einer Ringmauer. Unter Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] (1461–1466) wurde die Ringmauer durch vier Rundtürme - [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]], [[Trompeterturm (Festung Hohensalzburg)|Trompeterturm]], [[Krautturm (Festung Hohensalzburg)|''Krautturm'']] und den [[Schmiedturm (Festung Hohensalzburg)|Schmiedturm]] - verstärkt und die Wehranlage ausgebaut. Sein Nachfolger, Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] (1466–1482), baute zum Schutz vor verschiedenen Feinden und vor aufständischen Salzburgern an der Ost- und an der [[Bernhard-von-Rohr-Bastei (Festung Hohensalzburg)|Südseite]] der Festung zwei Basteien, erhöhte die [[Äußere Ringmauer (Festung Hohensalzburg)|Ringmauer]] (vergleiche: Jahreszahl [[1479]] am [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohen Stock]]) und sicherte den östlichen Aufgang vom Nonnberg durch einen [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Zwinger]] mit einer drei Meter dicken Mauer. [[Johann III. Beckenschlager]], Fürsterzbischof von 1482 bis 1489, erweiterte die Festung um zwei Gebäude: das erste [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughaus]] und den [[Schüttkasten (Festung Hohensalzburg)|Schüttkasten]].
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=== Spätgotische Burg ===
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[[Leonhard von Keutschach]] ([[1495]]–[[1519]]) baute die Burg zum prunkvollen Herrschersitz weiter aus. Er fügte dem Hohen Stock weitere Etagen hinzu und stattete diesen mit den [[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmern]] im Stil der [[Gotik]] kostbar aus. Er legte die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] neu an und erhöhte die bereits bestehenden Rundtürme. Es entstand das Innere Schloss mit den [[Feuertürme (Festung Hohensalzburg)|Feuertürmen]], um das er die [[Schlossbastei (Festung Hohensalzburg)|Schlossbastei]] errichten und einen Burggraben aus dem Fels schlagen ließ. Er legte den [[Reißzug]] als Transportanlage zur Burg an und ließ [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] und Bäckerei bauen. So entstand die 'Burg in der Burg'. Das [[Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach]] steht als sichtbares Symbol dafür, welcher Höhepunkt in Kunst und Bautätigkeit in dieser Zeit erreicht wird. Leonhard von Keutschach "schenkte" den Salzburgern die Orgel im Krautturm, den [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]].
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Das Geld für den Ausbau der Burg stammte zum Teil aus dem [[Bergbau]] der [[Hohen Tauern]] und so regte sich von Seiten der organisierten [[Bergknappen]] Widerstand gegen die Salzburger Fürsterzbischöfe. Infolgedessen belagerten [[Vor und nach den Salzburger Bauernaufständen im 16. Jahrhundert#Der Aufstand der Bauern|Bauern]] und [[Bergknappen]] im Jahre [[1525]] den Salzburger Landesfürsten [[Matthäus Lang von Wellenburg]] 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar.
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[[Datei:Hohensalzburg_Nebel.jpg|thumb|Die Festung im Nebel.]]
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Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]]–[[1612]]), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterblieb damals aber weitgehend. Wolf Dietrich wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–[[1653]]) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.
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Nach Betreten der Festungsanlage erreicht man die [[Rosspforte (Festung Hohensalzburg)|Rosspforte]]. Sie ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können durch die gebogenen Innenwänden die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ist auch hier so gestaltet, dass Schüsse an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der [[Schleuderpforte (Festung Hohensalzburg)|Schleuderpforte]] befindet sich je eine Öffnung (Luke), durch die man Handgranaten herabwerfen konnte.
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In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref>
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=== Festung ===
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Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] ([[1619]]–1653) ließ Salzburg während der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] durch große [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] schützen und schloss auch die Festung Hohensalzburg in seinen Verteidigungsring mit ein. Die stetig zunehmende Feuerkraft der damaligen Mörser, Feldschlangen und ersten Kanonen machte es notwendig, die mittelalterliche Burg zur neuzeitlichen ''Festung'' umzubauen, so dass sie der Artillerie standhalten konnte. In einer Festung sind innerhalb der Bastionen keine schusstoten Winkel mehr vorhanden und der Feind konnte von den verschiedenen Geschützstellungen aus durch die eigene, schlagkräftige Artillerie in alle Richtungen auf Distanz gehalten werden.
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[[Datei:Hohensalzburg Festung vom Gaisberg.jpg|thumb|Festung vom Gaisberg (Dezemberaufnahme).]]
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Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte schon lange vor Leonhard Keutschach das Regenwasser in Zisternen. Leonhard Keutschach erbaute zur Verbesserung der Wasserversorgung zwei Zisternen, die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] und eine weitere im Osten des Hohen Stockes, Matthäus Lang die sehr große [[Matthäus-Lang-Zisterne]].  
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Heute ist die Festung an das Netz der [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] angeschlossen, das hier auf die Festung hinaufgepumpt wird. Für Besucher gibt es einen Trinkwasserbrunnen, den [[Burghof-Brunnen (Festung Hohensalzburg)|Burghof-Brunnen]].
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Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] ([[1668]]–[[1687]]) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.
  
Um [[1250]] bestand Hohensalzburg aus einem [[Romanik|romanischen]], gemauerten ''Palas'', dem Wohnturm, einer Kapelle und einem Nebengebäude und einer Ringmauer. Wesentlich ausgebaut wurde die Burg unter Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] (1461 - 1466), der die Ringmauer durch vier Rundtürme - [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]], [[Trompeterturm]], [[Krautturm]] und den [[Schmiedturm]] - verstärkte. Sein Nachfolger, Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] (1466 - 1482), baute zum Schutz vor verschiedenen Feinden oder aufständischen Salzburgern an der Ostseite der Burg eine Bastei, erhöhte die Ringmauer ( vergleiche: Jahreszahl [[1479]] am [[Hoher Stock|Hohen Stock]] ) und sicherte den östlichen Aufgang zum Nonnberg durch eine drei Meter dicke Mauer. [[Johann III. Beckenschlager]], Fürsterzbischof von 1482 bis 1489, erweiterte die Burg um zwei Gebäude: das erste Zeughaus und den [[Schüttkasten]].
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=== Kaserne ===
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Um [[1800]] hatte die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die [[Franzosenkriege|Franzosen]] übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zum [[Österreich#Kaisertum Österreich|Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne genutzt. Auch nach dem [[Ersten Weltkrieg]] wurden bis [[1938]] Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (''Hohe-Stock-Kaserne'').<ref name="Haslacher">[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013</ref>
  
[[Leonhard von Keutschach]] (1495 - 1519) baute die Burg weiter zum prunkvollen Herrschersitz aus. So fügte der geistliche Regent dem [[Hoher Stock|Hohen Stock]] weitere Etagen hinzu, legt die [[Zisterne (Festung Hohensalzburg)|alte Zisterne]] neu an und erhöhte die bereits bestehenden Türme. Überdies "schenkte" er den Salzburgern die Orgel im Krautturm, den [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]], legte den [[Reißzug]] als Transportanlage für die Burg an und ließ [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] und Bäckerei bauen.  
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[[1861]] hob Kaiser [[Franz Joseph I.]] Hohensalzburg als Festung auf, d. h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rar Wikipedia Ärar]</ref> - ganz im Gegensatz zu anderen [[Stadtbefestigung]]sanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte. Später kam sie in den Besitz der Republik Österreich und anlässlich der Feiern [[200 Jahre Salzburg bei Österreich]] im Jahr [[2016]] übergab die Republik die Festung in das Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].
  
Da das Geld für den Ausbau der Burg zum Teil aus dem [[Bergbau]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] stammte, regte sich von Seiten der organisierten Bergknappen Widerstand gegen die Salzburger Erzbischöfe. Infolgedessen belagerten [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauern]] und Bergknappen im Jahre [[1525]] den Salzburger Landesfürsten [[Matthäus Lang von Wellenburg]] 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar.  
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=== Die letzten 150 Jahre ===
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Nach [[1860]] nahm durch den Bau der [[Westbahnstrecke|''Kaiserin-Elisabeth-Bahn'']] in Salzburg die Zahl der [[Fremdenverkehr|Reisenden]] zu und stieg auch die Zahl der Besucher auf der Festung so stark an, weshalb [[1892]] mit dem Bau der [[Festungsbahn]] begonnen wurde.
  
Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587 - 1612), forcierte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stärker als die auf der Burg. Er wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612 - 1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.  
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Vom [[4. Juni|4.]] bis [[12. Juni]] [[1977]] fand ein [[Landesfest "900 Jahre Festung Hohensalzburg"]] statt, das von [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer senior]] initiiert worden war.
  
Fürsterzbischof  [[Paris Graf Lodron]] (1619 - 1653) ließ Salzburg im [[Barock]] mittels großer [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] schützen und schloss auch die Burg Hohensalzburg in seinen Verteidigungsring mit ein. Die stetig zunehmende Feuerkraft der damaligen Mörser, Feldschlangen und ersten Kanonen machten es notwendig, die mittelalterliche Burg zur neuzeitlichen ''Festung'' umzubauen, so dass sie auch der Artillerie standhalten konnte und innerhalb der Bastionen keine schusstoten Winkel mehr vorhanden waren.
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== Die Teile der Festung Hohensalzburg ==
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=== Innere Burg ===
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: ''Hauptartikel [[Inneres Schloss der Festung Hohensalzburg]]
  
Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668 - 1687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei]] an der Nordseite.  
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[[Datei:Festung Hohensalzburg Burghof 02.jpg|thumb|Blick in den [[Burghof (Festung Hohensalzburg)|Burghof]] in Richtung [[Inneres Schloss (Festung Hohensalzburg)|Inneres Schloss]] (rechts hinten), davor rechts sieht man die Außenwand der [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] mit dem [[Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach]]; links steht die [[Matthäus-Lang-Zisterne]]. Aufnahme Sommer 2024.]]
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[[Datei:2024_08_20_Festung_Hohensalzburg_Fürstenzimmer_01.jpg|thumb|[[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Goldener Saal der Fürstenzinmmer]].]]
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[[Datei:2024_08_20_Festung_Hohensalzburg Fürstenzimmer Goldene Stube.jpg|thumb|In der "Goldenen Stube" in den Fürstenzimmern. Im Sommer 2024 wurde die "Goldene Stube" gerade restauriert, daher war einen Gesamtaufnahme nicht möglich.]]
  
Um [[1800]] hat die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zu k.k. [[Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als ''Kaserne'' genutzt.
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Die Festung beherbergt eine [[#Geschichte|'Burg in der Burg']], das [[Inneres Schloss (Festung Hohensalzburg)|Innere Schloss]], bestehend aus
 +
* [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hoher Stock]] und drei [[Feuertürme (Festung Hohensalzburg)|Feuertürmen]], umgeben von innerer Ringmauer, [[Schlossbastei (Festung Hohensalzburg)|Schlossbastei]] und innerem Burggraben.
 +
* [[Stockhaus (Festung Hohensalzburg)|Stockhaus]]
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* [[Wallmeisterstöckl (Festung Hohensalzburg)|Wallmeisterstöckl]]
  
[[1861]] hob Kaiser [[Franz Joseph I.]] Hohensalzburg als ''Festung'' auf, d.h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rar Wikipedia Ärar]</ref> - ganz im Gegensatz zu anderen [[Stadtbefestigung]]sanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte.
+
==== An der Inneren Bastei (Schlossbastei) ====
 +
* [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]]
 +
* [[Scheibelter Turm (Festung Hohensalzburg)|Scheibelter Turm]]
  
Nach [[1860]] nahm durch den Bau der [[Westbahn|''Kaiserin-Elisabeth-Bahn'']] in Salzburg die Zahl der [[Fremdenverkehr|Reisenden]] zu und stieg auch die Zahl der Besucher auf der Festung so stark an, weshalb [[1892]] mit dem Bau der [[Festungsbahn]] begonnen wurde.
+
=== Gebäude der Äußeren Burg===
 +
: innerhalb der [[Äußere Ringmauer (Festung Hohensalzburg)|äußeren Ringmauer]], im großen Burghof, am Inneren Schloss (Ostseite) beginnend, im Uhrzeigersinn, befinden sich:
  
=== Alte Ansichten ===
+
: '''nach Norden'''
<gallery>
+
* [[Beichtvaterstöckl (Festung Hohensalzburg)|Beichtvaterstöckl]] (früher [[Krautturm (Festung Hohensalzburg)|''Krautturm'']])
Datei:Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter 1740 Detail Nr 06 Festung Hohensalzburg.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter]], ca. [[1740]]
+
* [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] mit dem [[Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach]]
Datei:Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 01 Festung Hohensalzburg.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner|Werner, Friedrich Bernhard ; Stadtansicht von 1740, Detail Nr 01 ]]
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* [[Reißzuggebäude (Festung Hohensalzburg)|Reißzuggebäude]] mit dem [[Reißzug]]
Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 01 Festung Hohensalzburg.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich ; Stadtansicht von 1750, Detail Nr 01 ]]
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</gallery>
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: '''nach Osten'''
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* [[Mesner und Schmiedstöckl (Festung Hohensalzburg)]], daneben die
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* [[Höllenpforte (Festung Hohensalzburg)|Höllenpforte]] und der Reiseturm
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* [[Schlosswache (Festung Hohensalzburg)|Schlosswache]]
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* [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Großes Zeughaus]],
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* [[Büchsenmacherstöckl (Festung Hohensalzburg)|Büchsenmacherstöckl]] bei der Schleuderpforte
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* [[Kaplanstöckl (Festung Hohensalzburg)|Kaplanstöckl]] vor dem Inneren Wehrgraben, davor die freistehende [[Matthäus-Lang-Zisterne]]
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: '''nach Süden'''
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* [[Schüttkasten (Festung Hohensalzburg)|Schüttkasten]]
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* [[Arbeitshaus (Festung Hohensalzburg)|Arbeitshaus]], direkt davor die
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* [[Zelt- und Rüstkammer (Festung Hohensalzburg)|Zelt- und Rüstkammer]]
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* [[Speisehaus (Festung Hohensalzburg)|Speisehaus]]
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: '''nach Westen'''
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* [[Stallungen und Salzmagazin (Festung Hohensalzburg)|Stallungen und Salzmagazin]]
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==== Türme ====
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Die Festung besitzt entlang ihrer [[Äußere Ringmauer (Festung Hohensalzburg)|äußeren Ringmauer]] drei Rundtürme (ursprünglich vier) und drei eckige große Wehrtürme, sowie weitere kleinere Türme.
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Die vier Rundtürme - [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]], [[Trompeterturm (Festung Hohensalzburg)|Trompeterturm]], [[Krautturm (Festung Hohensalzburg)|Krautturm]] (er ist nicht erhalten) und den [[Schmiedturm (Festung Hohensalzburg)|Schmiedturm]] - wurden unter Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] (1461–1466) entlang der Ringmauer errichtet.
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Die drei eckigen Türme - [[Reckturm (Festung Hohensalzburg)|Reckturm]], [[Geyerturm (Festung Hohensalzburg)|Geyerturm]] und [[Hasenturm (Festung Hohensalzburg)|Hasenturm]] - wurden von Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] über der alten Ringmauer errichtet.
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==== Von der Altstadt aus gesehen ====
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: von Westen nach Osten
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* [[Reckturm (Festung Hohensalzburg)|Reckturm]]: (von mittelhochdeutsch "recke" = Verbannter, Flüchtling, vgl. "Rächen", andere Quellen <ref>{{Quelle Heimatkunde Hübl}}</ref> erklären das Wort von "recken" = strecken, der Begriff für die Festung stammt aus dem 19. Jh.), nach Nordwesten
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* [[Bleiturm (Festung Hohensalzburg)|Bleitürmchen]]: ein ganz kleines Türmchen zwischen Reck- und Glockenturm
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* [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]]: jeden Freitag um 11 Uhr läutet noch heute die Glocke, früher warnte sie die Bewohner der Stadt bei Feuersgefahr, nach Norden
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* ehemaliger Krautturm mit dem [[Salzburger Stier]], einem Hornwerk
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* [[Trompeterturm (Festung Hohensalzburg)|Trompeterturm]]: hier war ein Wächter, der die Stadt beobachtete und bei Notfällen Alarm gab; später wurde das Trompetensignal durch das Abgeben eines Schusses aus einer Kanone abgelöst
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* [[Bürgermeisterturm (Festung Hohensalzburg)|Bürgermeisterturm]]: ein Rondell nach Norden, dass die auf begehrenden ''Bürger meistern'' sollte
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: dieser runde Geschützturm erhebt sich über und neben Burggraben, Zugbrücke und dem [[Bürgermeistertor (Festung Hohensalzburg)|Bürgermeistertor]].
  
== Innere Burg==
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[[Bild:Festung 2.jpg|thumb|Die Festung vom Kapuzinerberg (oberhalb [[Äußeren Stein]]) aus Nordost.]]
: ''Hauptartikel [[Inneres Schloss der Festung Hohensalzburg]]''
 
  
=== Gebäude und Burghof ===
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==== Von Nonntal aus gesehen ====
: im Uhrzeigersinn rechts herum
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: von Osten nach Westen
: ''Hauptartikel: [[Hoher Stock]]'', mit [[Schlossbastei]] und drei [[Feuertürme]]n
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* [[Schmiedturm (Festung Hohensalzburg)|Schmiedturm]], zwischen dem Großen Zeughaus und dem Schüttkasten stehend
* [[Stockhaus]]
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* [[Geyerturm (Festung Hohensalzburg)|Geyerturm]], nach Süden
* [[Wallmeisterstöckl]]
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* [[Pulverturm (Festung Hohensalzburg)|Pulverturm (Türmchen)]], nach Süden, auf der sogenannten " Unteren Bernhard-von-Rohr-Bastei" (erbaut unter Paris Lodron) stehend
: am Schlossgraben:
+
* [[Hasenturm (Festung Hohensalzburg)|Hasenturm]], nach Westen
* [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]], der Name "''Arrestanten-''" oder "''Krankenturm''" ist viel jünger
+
* [[Schwefelturm (Festung Hohensalzburg)|Schwefelturm (Türmchen)]], nach Westen
* [[Schulhaus]]
 
: im Burghof
 
* [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]]
 
* [[Schlosswache]]
 
* [[Reißzuggebäude]] und [[Reißzug]]  
 
* [[Zisterne im Burghof (Festung Hohensalzburg)|Burghof-Zisterne]]
 
* [[Großes Zeughaus]] und [[Schleuderpforte]]
 
* [[Schüttkasten]] und vis-a-vis freistehend das [[Kaplanstöckl]]
 
* [[Arbeitshaus]]
 
* [[Zelt- und Rüstkammer]]
 
* [[Speisehaus]]
 
* [[Stallungen]] und [[Salzmagazin]]
 
  
== Zwei "älteste-der-Welt"-Einrichtungen ==
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[[Datei:Hohensalzburg Untersberg.jpg|thumb|Die Festung, im Hintergrund der [[Untersbergstock]].]]
Der [[Reißzug]] ist heute die älteste betriebene Standseilbahn der Welt und der [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]] ist weltweit das älteste betriebene (Orgel-)Hornwerk.
 
  
== Türme der Festung==
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=== Basteien der Äußeren Burg bzw. der Festung===
=== von der Altstadt aus gesehen ===
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: im Uhrzeigersinn am Hohen Stock (Ostseite) beginnend
: v.r.n.l.
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* [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] im Norden, auch ''Feuerbastei'' genannt, in der sich zwei Kasematten befinden. Sie wurde unter [[Max Gandolf von Kuenburg]] errichtet
* [[Reckturm]]: (von mittelhochdeutsch "recke" = Verbannter, Flüchtling, vgl. "Rächen", andere Quellen<ref>{{Quelle Heimatkunde Hübl}}</ref> erklären das Wort von "recken" = strecken)
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* [[Kleine Bastei (Festung Hohensalzburg)|Kleine Bastei]] zwischen Bürgermeistertor und Kuenburgbastei
* [[Bleitürmchen]]: ein ganz kleines Türmchen zwischen Reck- und Glockenturm
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* [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Schlangengang]], eine Vorbefestigung, der nach Artillerie-Geschützen, den ''Feldschlangen'' (kleine "wendige" Kanonen) benannt ist
* [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]] : jeden Freitag um 11 Uhr läutet noch heute die Glocke, früher warnte sie die Bewohner der Stadt bei Feuersgefahr
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* [[Nonnbergbastei (Festung Hohensalzburg)|Nonnbergbasteien]]  
* [[Trompeterturm]]: hier war ein Wächter, der die Stadt beobachtete und bei Notfällen Alarm gab; später wurde das Trompetensignal durch das Abgeben eines Schusses aus einer Kanone abgelöst
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** [[Untere Nonnbergbastei (Festung Hohensalzburg)|Untere Nonnbergbastei]], nach Nordosten
* [[Bürgermeisterturm]]: ein Geschützturm-Rondell, dass die auf begehrenden ''Bürger meistern'' sollte
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** [[Obere Nonnbergbastei (Festung Hohensalzburg)|Obere Nonnbergbastei]], nach Osten
: dieser Turm erhebt sich neben Burggraben, Zugbrücke und Fallgittertor (=[[Burgtorbogen]]) nördlich der [[Kuenburgbastei]] und ist auch über den [[Schlangengang]] zugänglich, der nach Artillerie-Geschützen, den ''Feldschlangen'' (kleinere, "wendige" Kanonen) benannt ist
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: Die Nonnbergbasteien wurden im Zug der Zweiten [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtbefestigung]] errichtet, unter Matthäus Lang von Wellenburg verstärkt und im Zug der Dritten Stadtbefestigung unter Paris Lodron zu Geschützstellungen ausgebaut.
  
=== von Nonntal aus gesehen ===
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[[Datei:Festung_Hohensalzburg_Kapuzinerberg.jpg|thumb|Winterliche Festung vom [[Kapuzinerberg]].]]
: v.r.n.l.
 
* [[Schmiedturm]], der zwischen dem Großen Zeughaus und dem Schüttkasten liegt
 
* [[Geyerturm]] - die drei letztgenannten Türme wurden von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach über der alten Ringmauer errichtet
 
* [[Pulverturm]]
 
* [[Hasenturm]]
 
* [[Schwefelturm]]: in einem Teil davon ist heute das [[Restaurant zur Festung Hohensalzburg|Festungsrestaurant]] untergebracht
 
  
== Basteien ==
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* [[Bernhard-von-Rohr-Bastei (Festung Hohensalzburg)|Bernhard-von-Rohr-Bastei]] im Süden; sie wurde unter Bernhard von Rohr errichtet  
: im Uhrzeigersinn rechts herum
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* Bastei neben der Bernhard-von-Rohr-Bastei, unter Paris Lodron erbaut
* [[Kuenburgbastei]] im Norden, auch ''Feuerbastei'' genannt, in der sich zwei Kasematten befinden. Sie wurde unter [[Max Gandolf von Kuenburg]] errichtet  
+
* [[Hasengrabenbastei (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenbasteien]], unter Paris Lodron errichtet, bestehend aus
* [[Kleine Bastei]] Zwischen der Kuenburgbastei und dem Bürgermeistertor. Sie wurde ebenfalls unter Max Gandolf Kuenburg errichtet
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** [[Untere Hasengrabentorbastei (Festung Hohensalzburg)|Untere Hasengrabentorbastei]], auch Untere Georgsbastei, nach Südwesten
* [[Nonnberg-Bastei|Untere Nonnbergbastei]] im Nordosten 
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** [[Obere Hasengrabentorbastei (Festung Hohensalzburg)|Obere Hasengrabentorbastei]] auch Obere Georgsbastei, nach Süden
* [[Nonnberg-Bastei|Obere Nonnbergbastei]] im Osten
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** [[Untere Hasengrabenbastei (Festung Hohensalzburg)|Untere Hasengrabenbastei]], nach Westen
: Die beiden Nonnbergbasteien wurden im Zug der Zweiten [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtbefestigung]] errichtet, unter Matthäus Lang von Wellenburg verstärkt und unter Paris Lodron zu Geschützstellungen ausgebaut.
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:: im [[Hasengrabenzeughaus (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenzeughaus]] befindet sich heute das [[Restaurant zur Festung Hohensalzburg|Festungsrestaurant]].
* [[Bernhard-von-Rohr-Bastei]] im Süden; sie wurde unter Bernhard von Rohr errichtet 
+
:* [[Obere Hasengrabenbastei (Festung Hohensalzburg)|Obere Hasengrabenbastei]], nach Norden und Westen
* [[Untere Hasengrabentorbastei]] im Westen; unter Paris Lodron errichtet 
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:: in diese Bastei wurde für die [[Festungsbahn]] eine Öffnung gebaut, dort befindet sich nächstgelegen die Bergstation.
* [[Obere Hasengrabentorbastei]] im Westen; unter Paris Lodron errichtet
 
* [[Untere Hasengrabenbastei]] auch Untere Georgsbastei im Südwesten - unter Paris Lodron errichtet
 
* [[Obere Hasengrabenbastei]] auch Obere Georgsbastei an der Nordwestseite - unter Paris Lodron errichtet
 
 
* die [[Katze (Bastei)|Katze]] als Außenbastei (Vorbastei) im Nordwesten - unter Paris Lodron errichtet  
 
* die [[Katze (Bastei)|Katze]] als Außenbastei (Vorbastei) im Nordwesten - unter Paris Lodron errichtet  
  
 
Reste einer alten Bastei, nach [[1550]] erbaut, befinden sich vor dem Keutschachbogen.
 
Reste einer alten Bastei, nach [[1550]] erbaut, befinden sich vor dem Keutschachbogen.
  
== Sperrbogen und Tore ==
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=== Sperrbögen und Tore der Äußeren Burg===
* erster Sperrbogen und (Inneres bzw Äußeres) [[Schartentor]], zusammen mit der "Katze" von Paris Graf Lodron erbaut
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* das Innere und Äußere [[Schartentor]], von Paris Graf Lodron erbaut
* zweiter Sperrbogen, der [[Keutschachbogen]]
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* erster Sperrbogen, der [[Lodronbogen (Festung Hohensalzburg)|Lodronbogen]], von Paris Graf Lodron erbaut
* dritter Sperrbogen, der [[Burgtorbogen]] neben dem Bürgermeisterturm
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* zweiter Sperrbogen, der [[Keutschachbogen (Festung Hohensalzburg)|Keutschachbogen]], von Leonhard von Keutschach erbaut
* Die [[Rosspforte]], die durch das [[Großes Zeughaus]] in den Großen Burghof führt, deren oberer Teil [[Schleuderpforte]] genannt wird
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* dritter Sperrbogen, das [[Bürgermeistertor (Festung Hohensalzburg)|Bürgermeistertor]] neben dem Bürgermeisterturm, mit Fallgatter und Wolfsgrube
* Die [[Höllenpforte]] - ein Stiegenaufgang zum Großen Burghof
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* [[Rosspforte (Festung Hohensalzburg)|Rosspforte]], die durch die äußere Ringmauer und das Große Zeughaus hindurch in den Burghof und das Innere der Festung führt, und die 
* Fünf [[Reißzug]]-Pforten, dessen oberste Pforte früher ein richtiger Turm mit dem Namen "[[Reißturm|Reiseturm]]" war
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* [[Schleuderpforte (Festung Hohensalzburg)|Schleuderpforte]], der obere Teil der Rosspforte
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* [[Höllenpforte (Festung Hohensalzburg)|Höllenpforte]], ein Stiegenaufgang zum Burghof
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* Fünf [[Reißzug]]-Pforten, dessen oberste Pforte ein kleiner Turm mit dem Namen "[[Reißturm|Reisturm]]" ist. Er stand ursprünglich frei und, wurde aber um 1550 durch Ausbauten des Großen Zeughauses und durch Nebenbauten des Trompeterturmes großteils umbaut.
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[[File:Panaoramic view from Reckturm Hohensalzburg south east.jpg|thumb|900px|center|Panoramablick vom [[Reckturm (Festung Hohensalzburg)|Reckturm]] nach Südosten.]]
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== Museen ==
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* [[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmer]], bestehend aus ''Fürstensaal'' oder ''Goldener Saal'' , sowie der ''Goldenen Stube''
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* [[Museum der Geschichte der Rüstungen, Geschütze und Handwaffen]] ab Juni 2019
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* [[Festungsmuseum]]
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* [[Rainer-Regiments-Museum]]
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* [[Marionettenmuseum]]
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[[Datei:Hohensalzburg Festung vom Gaisberg.jpg|thumb|Festung vom Gaisberg (Dezemberaufnahme).]]
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=== Museumsprojekte ===
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Die Festung Hohensalzburg war als - wenig schlüssiger - Standort für das [[The-Sound-of-Music-Museum]] im Gespräch. Kritik regte sich bei diesem Vorschlag, den der für Kultur zuständige [[LH-Stv]]. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) 2010 präsentierte. Er schlug vor, ein bis zu 500 Quadratmeter großes Ausstellungsareal im [[Speisehaus (Festung Hohensalzburg)|Speisehaus]] auf der Festung Hohensalzburg einzurichten. Kritiker hielten fest, dass einerseits ein zusätzlicher Eintritt für die Festung zu bezahlen gewesen wäre, andererseits meinten Fachleute, dass ein Gros der amerikanischen Touristen ein straff gehaltenes Besichtigungsprogramm für Salzburg habe und daher wohl kaum Zeit für Auffahrt auf die Festung und deren Besichtigung bliebe. Untermauert wurden diese Kritiken durch eine Umfrage unter 560 Personen, die 2010 an der Kasse umdrehten. Der Eintrittspreis von 10,50 Euro pro Person, der zwar alle in der Festung möglichen Besichtigungen inkludiert, sei für viele zu teuer. Auch sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 145 Minuten auf 120 Minuten gesunken.
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[[2017]] war die ''Sound-of-Music''-Museums-Idee vom Tisch und man wandte sich der Planung eines seit langem geplanten ''Mittelalter-Museum'' zu. Darin sollen wichtige seit der [[Ars Sacra]]-Ausstellung im Depot verwahrte Schätze des Mittelalters in einer neuen Dauerausstellung präsentiert werden. Dazu werde das Festungsmuseum mit seinen 1&nbsp;270 Quadratmetern bis Ende 2018 Schritt für Schritt umgestaltet. Es sollte dann 2019 zum 500-Jahr-Jubiläum des Amtsantritts von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]] fertiggestellt sein. Dafür werden 750.000 Euro investiert. <ref>{{Quelle SN|18. Jänner 2017}}</ref>
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[[Datei:Festung Hohensalzburg von Südosten.jpg|thumb|Blick von Südosten auf die Festung; zu sehen unter anderem mit dem Tor für den [[Reißzug]] und in der Mitte der [[Trompeterturm (Festung Hohensalzburg)|Trompeterturm]].]]
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== Die Festung als künstlerisches Motiv ==
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[[Datei:Festung Hohensalzburg um 1710.jpg|thumb|''Die in der Ertz-Bischöflichen Residenz Saltzburg gelegene Haupt Vestung Hohen-Saltzburg'', Gabriel Bodenehr: Europens Pracht und Macht in 200 Kupfer-Stücken, um 1710.]]
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[[Datei:Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter 1740 Detail Nr 06 Festung Hohensalzburg.jpg|thumb|Ausschnitt aus dem Kupferstich [[Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter|Salzburg]], ca. 1740, von [[Matthäus Seutter]].]]
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Die Festung Hohensalzburg war stets Anziehungspunkt für Maler und Zeichner, für Holzschneider und in der Folge für für Kupferstecher, die oft gezeichnete Vorlagen verwendeten. Noch häufiger sind Darstellungen der Burg als Teil einer gesamten Stadtansicht. Nachstehend einige Beispiele der Darstellung der Burg (oft Teil einer Stadtansicht):
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* um 1460: älteste erhaltene Ansicht, Salzburg von Mülln (mit der gotischen Burg, gezeichnet von Michael Wolgemut, abgeruckt in der Schedelschen Weltchronik um 1490)
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* 1553: Salzburg vom Kapuzionerberg (mit der gotischen Burg) eines anonymen Zeichners  (Stift St. Peter)
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* 1565: Stadtansicht mit der Burg: Nachzeichnung von [[Georg Pezolt]] 1858. Original wurde nach 1945 wohl von Besatzungssoldaten geraubt
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* 1581: Salzburg vom Kapuzinerberg (mit der Burg) von Franz Hogenberg
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* 1599: Salzburg vom Kapuzinerberg (mit der Burg) von unbekannter Hand
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* 1643: Salzburg von Norden  (mit der Burg) von [[Philipp Harpff]]
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* um 1735: "Die Festung Hohensalzburg von Osten" nach [[Anton Danreiter]], gestochen von Johann August Corvinus
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* 1821: "Die Festung Hohensalzburg von Nonnberg" von Domenico Qualogio
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* 1828: "Nonnthal in Salzburg" mit der Festung von [[Johann Josef Schindler]].
  
[[Datei:Panorama von der Festung Hohensalzburg 20160914.jpg|thumb|600px|Panoramaansicht der Stadt Salzburg vom [[Reckturm]]]]
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Im 19. Jahrhundert war die Festung auch ein wichtiges Motiv zahlreicher anderer Maler, wie [[Ferdinand Olivier]], [[Jakob Alt]], [[Friedrich Loos]], [[Rudolf von Alt]], [[Hubert Sattler]], [[Anton Reiffenstuhl]], [[Anton Hansch]], [[Johann Fischbach]] und [[Georg Pezolt]].  Auf dem berühmten [[Sattler Panorama]] ist die Festung nicht zu sehen, weil dieses Rundgemälde von der Festung aus entworfen und gemalt wurde.
[[Datei:Festung Hohensalzburg Hoher Stock Fürstensaal Panorama 20160914.jpg|thumb|600px|[[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstensaal]] des [[Erzbischof]]s [[Leonhard von Keutschach]] im 3. Obergeschoß vom [[Hoher Stock|Hohen Stock]]]]
 
  
== Brände und Brandschutz ==
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== Verschiedenes ==
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=== Aborte ===
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Die Entsorgung der Fäkalien wurde früher sozusagen auf kurzem Wege erledigt. An den Außenwänden der Festung befinden sich in herauskargenden Erkern mehrere [[Plumpsklo]]s. Der Stuhlgang und Urin fiel an der Außenwand hinunter und wurde im Lauf der Zeit von der Luft getrocknet. Im [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Schlangengang]] befindet so ein stilles Örtchen. Der Abort und die Sitzfläche sind aus Ziegeln gemauert und nach vorne in den Schlangengang offen.<ref name="Haslacher"></ref> Auch der Fürsterzbischof im Hohen Stock hatte in seinem Wohn- und Schlafbereich so einen Abort.
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Die Sanitäranlagen von heute sind als WCs ausgeführt und an die Kanalisation angeschlossen.
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=== Brände und Brandschutz ===
 
:''Hauptartikel: [[Brandschutz auf der Festung Hohensalzburg]]''
 
:''Hauptartikel: [[Brandschutz auf der Festung Hohensalzburg]]''
Das bislang letzte Feuer auf der Festung gab es [[1849]]. Damals brannte ein Holzlager, jedoch konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Wie sieht es im 21. Jahrhundert aus?
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Das bislang letzte Feuer auf der Festung gab es [[1849]]. Damals brannte ein Holzlager, jedoch konnte das Feuer rasch gelöscht werden.  
  
== Mittelalter-Museum ==
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Wie sieht es im [[21. Jahrhundert]] aus?
Die Festung Hohensalzburg war als Standort für das [[The-Sound-of-Music-Museum]] im Gespräch. Kritik regte sich bei diesem Vorschlag, den der für Kultur zuständige [[Landeshauptmann|LH]]-Stv. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) 2010 präsentierte. Er schlug vor, ein bis zu 500 Quadratmeter großes Ausstellungsareal im sogenannten Speisehaus auf der Festung Hohensalzburg einzurichten. Kritiker hielten fest, dass einerseits ein zusätzlicher Eintritt für die Festung zu bezahlen gewesen wäre, andererseits meinten Fachleute, dass ein Gros der amerikanischen Touristen ein straff gehaltenes Besichtigungsprogramm für Salzburg habe und daher wohl kaum Zeit für Auffahrt auf die Festung und deren  Besichtigung bliebe. Untermauert wurden diese Kritiken durch eine Umfrage unter 560 Personen, die 2010 an der Kasse umdrehten. Der Eintrittspreis von 10,50 Euro pro Person, der zwar alle in der Festung möglichen Besichtigungen inkludiert, sei für viele zu teuer. Auch sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 145 Minuten auf 120 Minuten gesunken.
 
  
[[2017]] war die Sound-of-Music-Museums-Idee vom Tisch und man wandte sich der Planung eines seit langem geplanten ''Mittelalter-Museum'' zu. Darin sollen wichtige seit der [[Ars Sacra]]-Ausstellung im Depot verwahrte Schätze des Mittelalters in einer neuen Dauerausstellung präsentiert werden. Dazu werde das Festungsmuseum mit seinen 1&nbsp;270 Quadratmetern bis Ende 2018 Schritt für Schritt umgestaltet. Es sollte dann 2019 zum 500-Jahr-Jubiläum des Amtsantritts von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]] fertiggestellt sein. Dafür werden 750.000 Euro investiert.<ref>{{Quelle SN|18. Jänner 2017}}</ref>
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Die Festung verfügt auf Grund ihre exponierten Lage über eine moderne Blitzschutzanlage. Innerhalb der Festung gibt es mehr als 700 Brandmelder. Die Verfügbarkeit von Löschwasser ist auf Burgen eine große Herausforderung. Früher konnte man das Löschen nur mit Regenwasser aus Zisternen bewerkstelligen. Das Legen einer Schlauchleitung im Brandfall ist auch mit heutiger Logistik und Technik ein aufwändige und schwierige Angelegenheit. Deshalb wurden im Jahr [[2017]] im Burghof zwei unterirdische Löschwassertanks aus Edelstahl mit je 80 Kubikmetern Fassungsvermögen eingegraben. <ref>[http://salzburg.orf.at/news/stories/2861799/ salzburg.orf.at]</ref>
  
== Museen ==
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=== Sturmschäden 2018 ===
[[Datei:Burgmuseum Festung Hohensalzburg 01.jpg |thumb| ein mittelalterliches Schlachtengetümmel ...]]
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:'' Hauptartikel [[Sturmschaden 2018 auf der Festung Hohensalzburg]]
* [[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmer]], bestehend aus ''Fürstensaal'' oder ''Goldener Saal'' , sowie der ''Goldenen Stube''
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Abgetragene Schindeln, Holzteile vom Dachstuhl und Ziegelsteine: Ein [[Föhn]]sturm <u></u> in der Nacht von [[29. Oktober|29.]] auf [[30. Oktober]] [[2018]] hinterließ auf der Festung Hohensalzburg im südöstlichen Teil Spuren der Verwüstung hinterlassen. Teile der Dachkonstruktion wurden in den Burghof geweht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis Mai/Juni 2019 an.
* [[Burgmuseum Festung Hohensalzburg]]
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* [[Rainer-Regiments-Museum]]
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=== Wem gehört die Festung? ===
* [[Marionetten-Museum]]
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Die Festung galt von 1816 bis 2016 als 'Staatseigentum'. Als militärische Verteidigungsanlage gehörte sie dem [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Fürsterzbischof bzw. dem Fürsterzbistum]], sie stand auch unter dem Oberbefehl des Fürsten. Als das Fürsterzbistum aufgelöst wurde, wechselte der "Eigentümer" mehrfach. Abgesehen von Kurfürst Ferdinand (und der Zeit der Beschlagnahmung durch die französischen Besatzungsmacht) waren die das Kaiserthum Österreich und der bayrische Staat. Ab 1816 "gehörte" die Festung dem [[Republik Österreich#Kaisertum Österreich bis 1867|Kaiserreich Österreich]] und wurde weiter als eine militärische Anlage genutzt. Als 1918 das Kaiserreich endete und 1920 die Republik Österreich gegründet wurde, verblieb die Festung lange weiter im Eigentum des Bundes. Die Aufteilung des Vermögens zwischen Bund und Ländern wurde kraft Verfassung aufgeschoben. Der Bund war bis auf weiteres Eigentümer.
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Die Festung hatte schon nach 1861 ihre Funktion als Verteidigungsanlage verloren und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Österreich. Seit Gründung der Republik verhandelte das Land Salzburg mit dem Bund über eine Rückgabe oder Übergabe ins Vermögen des Landes Salzburg, jedoch konnte man sich nie einigen, wem die Festung gehören sollte. Macht und Finanzen spielten eine nicht unwesentliche Rolle und so änderte sich bis zum Ende des 20. Jahrhundert an den Eigentumsverhältnissen nichts und der Bund blieb unverändert Besitzer. Die Zeiten vergingen und änderten sich doch. Im Jahr [[2016]] übergab der Bund aus dem Anlass "[[200 Jahre Salzburg bei Österreich]]" die Festung in generalsaniertem Zustand wieder zurück ins Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].<ref>[http://salzburg.orf.at/news/stories/2813136/ salzburg.orf.at/6.12.2016]</ref>
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=== In der Festung zur Welt gekommen ===
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* Dr. [[Albert IV. Nagnzaun]] [[OSB]] (* [[14. November]] [[1777]] in der Festung Hohensalzburg; † [[29. September]] [[1856]] in der [[Stadt Salzburg]]) war Theologe und [[Abt der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]].
  
== Literatur ==
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== Plan der Festung und Infotafel ==
* [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]]
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| [[Datei:Hohensalzburg Festung Plan.jpg|thumb|Plan der Festung Hohensalzburg]]
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| [[Datei:Festung Hohensalzburg Übersicht Infotafel 02.jpg|thumb|400px|Infotafel, Festung Hohensalzburg]]  
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== weitere Bilder ==
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== Bilder ==
 
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{{Commonscat|Festung Hohensalzburg}}
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* {{Commonscat|Festung Hohensalzburg}}
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== Videos ==
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| {{#ev:youtube|Mpqbk4gv78I|280|right|Die Festung Hohensalzburg, Aufnahmen aus der Luft, 45 sek Video}}
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| {{#ev:youtube|aJAfrPRgnEA|280|right|Baugeschichte der Festung Hohensalzburg, 04:40 min. Video-Animation}}
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| {{#ev:youtube|BqvadMzZzm4|280|right|Die Festung Hohensalzburg, 09:31 min. Video}}
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| {{#ev:youtube|v=3_CZOKtby8U|280|right|A Guided Tour through Hohensalzburg Fortress in Salzburg, Austria, 03:55 min. Video}} 
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== Quellen ==
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== Literatur ==
{{homepage|http://www.salzburg-burgen.at/de/hohensalzburg/index.htm}}
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* [[Johann Karl Pillwax|Pillwax, Johann Carl]]: ''Hohen-Salzburg. Seine Geschichte, Baulichkeiten und Ausrüstung'', in: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18770003&zoom=2&seite=00000001 MGSLK 17, 1877, S.&nbsp;1-88]
* [http://www.salzburg-burgen.at/de/hohensalzburg/ Website Salzburger Burgen und Schlösser]
 
 
* [[Richard Schlegel|Schlegel, Richard]]: ''Veste Hohensalzburg'' Geschichte von 1077 bis ins 20. Jhdt, Bildband mit Lichtbildern von [[Alois Schmiedbauer]], [[Otto Müller Verlag]] Salzburg, 224 Seiten, 1952<ref>[http://data.onb.ac.at/rec/AC02668658 Veste Hohensalzburg]</ref>
 
* [[Richard Schlegel|Schlegel, Richard]]: ''Veste Hohensalzburg'' Geschichte von 1077 bis ins 20. Jhdt, Bildband mit Lichtbildern von [[Alois Schmiedbauer]], [[Otto Müller Verlag]] Salzburg, 224 Seiten, 1952<ref>[http://data.onb.ac.at/rec/AC02668658 Veste Hohensalzburg]</ref>
{{Quelle  900 Jahre Festung Hohensalzburg}}
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* [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]]
* [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]]: ''Salzburg - ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', 1952, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]]
 
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
* {{Quelle SN|18. März 2011}}
 
  
 
== Weblinks ==
 
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* [http://www.salzburg-burgen.at/de/hohensalzburg/ Website Salzburger Burgen und Schlösser]
 
* [http://www.salzburg-burgen.at/de/hohensalzburg/ Website Salzburger Burgen und Schlösser]
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Burg/Festung-Hohensalzburg Infos und Fotos zur Festung Hohensalzburg auf dem online Stadtführer cityful.com]
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Burg/Festung-Hohensalzburg Infos und Fotos zur Festung Hohensalzburg auf dem online Stadtführer cityful.com]
 
* [http://www.jedermann.at/wp-content/galleries/festung-hohensalzburg/lageplan_festung-2.jpg Lageplan der Festung Hohensalzburg]
 
* [http://www.jedermann.at/wp-content/galleries/festung-hohensalzburg/lageplan_festung-2.jpg Lageplan der Festung Hohensalzburg]
* [http://members.aon.at/niedermann/ Homepage der Salzburger Festungs-Prangerstutzen-Schützen]
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* [https://books.google.at/books?id=c1dUAgAAQBAJ&pg=PA160&lpg=PA160&dq=Stockhaus+festung+salzburg&source=bl&ots=BDTfDw8fIB&sig=n5Yt7UTACvYRr63D73C4wMdKdhk&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjp5ZHvmqrWAhXHuxQKHWrZCuMQ6AEIWzAL#v=onepage&q=Stockhaus%20festung%20salzburg&f=false Lageplan / Dumont]
==Fußnoten==
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* [http://members.aon.at/niedermann/ Homepage der Salzburger Festungs-Prangerstutzen-Schützen]
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== Quellen ==
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{{homepage|https://www.festung-hohensalzburg.at}}
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* [http://www.salzburg-burgen.at/de/hohensalzburg/ Website Salzburger Burgen und Schlösser]
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* {{Quelle 900 Jahre Festung Hohensalzburg}}
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* Dr. [[Franz Martin]]: ''Salzburg - ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', 1952, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]]
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
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* {{Quelle SN|18. März 2011}}
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* Stefan Haslacher und Michael Günther; Unbekannte Festung Hohensalzburg, Pustet-Verlag, Salzburg, 2013
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== Einzelnachweise ==
 
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Aktuelle Version vom 29. November 2025, 10:19 Uhr

Die Festung vom Kapitelplatz (2022).

Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt Salzburg und befindet sich auf dem Festungsberg in der historischen Altstadt. Die gesamte Festung zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Einleitung

Der Reißzug ist die älteste betriebene Standseilbahn der Welt und der Salzburger Stier ist weltweit das älteste betriebene (Orgel-)Hornwerk. Die Festung ist auch Teil der Dachmarke hello salzburg.

 
Herbstimpression der Festung vom Müllnersteg.

Die über 900 Jahre alte Festung ist Europas größte Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert und eine der besterhaltenen Festungsanlagen Europas. Der Bau der Festung begann während des Investiturstreits zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor im Jahr 1077 von Erzbischof Gebhard mit dem Zweck, das die Stadt Salzburg und Bevölkerung zu schützen. Der Erzbischof war aber folgerichtig gleichzeitig auch dem Papst verpflichtet. Damals war Salzburg noch ein Teil des Herzogtums Bayern (bis um 13301350) und auch Teil des römisch-deutschen Reiches (bis 1803).

Die Festung ist nicht nur wegen ihrer spannenden Geschichte einen Besuch mit Führung wert. Auch die Aussicht über die Stadt und das Salzburger Becken bis hin zu den Randgebirgen (Osterhorngruppe, Salzburger Kalkhochalpen, Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen) machen die Festung Hohensalzburg zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Festung wird alljährlich von rund 900 000 Personen besucht. An Spitzentagen im August kommen bis zu 7 000 Personen auf die Festung, womit auch die Kapazitätsgrenze erreicht wird. Mit 996 000 Besuchern hatte die Festung Hohensalzburg im Jahr 2012 das beste Ergebnis aller Zeiten verzeichnet.

Luftaufnahmen

Bild 1: Morgendlicher Gleitschirmflug von Wolfgang Seifert im Juni 2025 über der Festung Hohensalzburg.
Bild 2: Luftbild der Festung von Südosten (April 2022).
Bild 3: Bilder einer morgendlichen Ballonfahrt im Sommer 2024 über der Stadt Salzburg. Die Festung Hohensalzburg und darüber die Altstadt.



Bild 1: Luftbild aus dem Jahr 1930.
Bild 2: 1936: Am unteren Bildrand ist das Arbeitshaus zu sehen, darüber der Kuchlturm mit links der Pfisterei, darüber der Hohe Stock.
Bild 3: Luftbild der Festung aus dem Jahr 1956.

Erreichbarkeit

Die Festung befindet sich südwestlich der Salzburger Altstadt am Festungsberg auf 540 m ü. A. (Niveau im Burghof beim Reißzug). Der höchste Punkt der Festung ist liegt bei 568 m ü. A. (Niveau der Aussichtsplattform am Reckturm).

Zur Festung gelangt man über mehrere Wege:

  • zu Fuß
a) aus der Altstadt über die Festungsgasse und einem geschotterten, etwas steilen Weg bis zu Keutschachbogen, in welchem sich die Kassa befindet; man geht dann weiter bergauf und gelangt über den Aufgang an der Ostseite in das Innere der Festung; Zeitbedarf: ca. 20–30 Minuten vom Kapitelplatz; Länge: ca. 550 m (Kapitelplatz bis zur Kassa) und ca. 850 m bis in den Burghof; Höhenunterschied: ca. 115 m
b) von der Kaigasse über die Nonnbergstiege, die zur oberen Nonnberggasse nahe der Benediktinerinnenabtei Nonnberg führt,
c) vom Mönchsberg kommend, zu dem es mehrere Aufgänge gibt,
d) von Nonntal
von der Brunnhausgasse über den Hans-Sedlmayr-Weg und über das Bürgermeisterloch oder
über das Erhardgässchen oder die Nonnberggasse zur Benediktinerinnenabtei Nonnberg und weiter die Nonnberggasse bis zur Festungsgasse.
von der Festungsgasse (Talstation), im zehn-Minuten-Takt verkehrend
Fahrtzeit: ca. eine Minute; Länge: 198,5 m; Höhenunterschied: 96,6 m


 
Abendliche Festung vom Müllnersteg aus.

Geschichte

Die meisten Kenntnisse zur Baugeschichte der Festung besitzen wir auf Grund der zahlreich erhaltenen Wappen [1] und durch Historische Ansichten.

Begriffe Burg - Festung

Der Begriff Burg hat seine Wurzeln in germanischer Zeit und wurde über die Althochdeutsche und die Mittelhochdeutsche Sprache in das Neuhochdeutsche übernommen. Im 14. Jahrhundert verbreitete sich langsam auch die zusätzliche Bezeichnung veste ("Feste") oder vestunge ("Festung") für Burgen.[2]. Üblich ist es oft, den Begriff Burg vorrangig für mittelalterliche Wehranlagen zu verwenden, Festung aber für neuzeitliche. Damit es zu keinen Verwirrungen kommt, wird hier im Artikel für die neuzeitliche Wehranlage auf dem Festungsberg ebenfalls der Begriff Festung verwendet.

Das Castrum superius (vielleicht auch Salzpurch genannt) war ein Vorgängerbau der Festung Hohensalzburg, von dem sehr wenig bekannt ist.

Anfänge

Die erste Nachricht von einer Wehranlage auf dem Festungsberg findet sich in der Zeit von Erzbischof Gebhard. Erzbischof Gebhard wurde 1085 ins Exil gezwungen und so konnte sein Burgvorhaben erst von seinen Nachfolgern fertig gestellt werden.

Romanische Burg

Um 1250 bestand Hohensalzburg aus einem romanischen, gemauerten Palas, dem Wohnturm, einer Kapelle und einem Nebengebäude und einer Ringmauer. Unter Fürsterzbischof Burkhard II. von Weißpriach (1461–1466) wurde die Ringmauer durch vier Rundtürme - Glockenturm, Trompeterturm, Krautturm und den Schmiedturm - verstärkt und die Wehranlage ausgebaut. Sein Nachfolger, Fürsterzbischof Bernhard von Rohr (1466–1482), baute zum Schutz vor verschiedenen Feinden und vor aufständischen Salzburgern an der Ost- und an der Südseite der Festung zwei Basteien, erhöhte die Ringmauer (vergleiche: Jahreszahl 1479 am Hohen Stock) und sicherte den östlichen Aufgang vom Nonnberg durch einen Zwinger mit einer drei Meter dicken Mauer. Johann III. Beckenschlager, Fürsterzbischof von 1482 bis 1489, erweiterte die Festung um zwei Gebäude: das erste Zeughaus und den Schüttkasten.

Spätgotische Burg

Leonhard von Keutschach (14951519) baute die Burg zum prunkvollen Herrschersitz weiter aus. Er fügte dem Hohen Stock weitere Etagen hinzu und stattete diesen mit den Fürstenzimmern im Stil der Gotik kostbar aus. Er legte die Keutschach-Zisterne neu an und erhöhte die bereits bestehenden Rundtürme. Es entstand das Innere Schloss mit den Feuertürmen, um das er die Schlossbastei errichten und einen Burggraben aus dem Fels schlagen ließ. Er legte den Reißzug als Transportanlage zur Burg an und ließ Kuchlturm und Bäckerei bauen. So entstand die 'Burg in der Burg'. Das Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach steht als sichtbares Symbol dafür, welcher Höhepunkt in Kunst und Bautätigkeit in dieser Zeit erreicht wird. Leonhard von Keutschach "schenkte" den Salzburgern die Orgel im Krautturm, den Salzburger Stier.

Das Geld für den Ausbau der Burg stammte zum Teil aus dem Bergbau der Hohen Tauern und so regte sich von Seiten der organisierten Bergknappen Widerstand gegen die Salzburger Fürsterzbischöfe. Infolgedessen belagerten Bauern und Bergknappen im Jahre 1525 den Salzburger Landesfürsten Matthäus Lang von Wellenburg 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar.

 
Die Festung im Nebel.

Der nächste Landesfürst, Wolf Dietrich von Raitenau (15871612), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterblieb damals aber weitgehend. Wolf Dietrich wurde später von seinem Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems (1612–1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.

Nach Betreten der Festungsanlage erreicht man die Rosspforte. Sie ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können durch die gebogenen Innenwänden die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ist auch hier so gestaltet, dass Schüsse an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der Schleuderpforte befindet sich je eine Öffnung (Luke), durch die man Handgranaten herabwerfen konnte.

In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.[3]

Festung

Fürsterzbischof Paris Graf Lodron (1619–1653) ließ Salzburg während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges durch große Wehrbauten schützen und schloss auch die Festung Hohensalzburg in seinen Verteidigungsring mit ein. Die stetig zunehmende Feuerkraft der damaligen Mörser, Feldschlangen und ersten Kanonen machte es notwendig, die mittelalterliche Burg zur neuzeitlichen Festung umzubauen, so dass sie der Artillerie standhalten konnte. In einer Festung sind innerhalb der Bastionen keine schusstoten Winkel mehr vorhanden und der Feind konnte von den verschiedenen Geschützstellungen aus durch die eigene, schlagkräftige Artillerie in alle Richtungen auf Distanz gehalten werden.

 
Festung vom Gaisberg (Dezemberaufnahme).

Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte schon lange vor Leonhard Keutschach das Regenwasser in Zisternen. Leonhard Keutschach erbaute zur Verbesserung der Wasserversorgung zwei Zisternen, die Keutschach-Zisterne und eine weitere im Osten des Hohen Stockes, Matthäus Lang die sehr große Matthäus-Lang-Zisterne.

Heute ist die Festung an das Netz der Wasserversorgung der Stadt Salzburg angeschlossen, das hier auf die Festung hinaufgepumpt wird. Für Besucher gibt es einen Trinkwasserbrunnen, den Burghof-Brunnen.

Im 17. Jahrhundert errichtete Fürsterzbischof Max Gandolf von Kuenburg (16681687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die Kuenburgbastei an der Nordseite.

Kaserne

Um 1800 hatte die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der Schlacht am Walserfeld wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als 1816 das Land Salzburg zum Österreich kam wurde die Festung vor allem als Kaserne genutzt. Auch nach dem Ersten Weltkrieg wurden bis 1938 Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (Hohe-Stock-Kaserne).[3]

1861 hob Kaiser Franz Joseph I. Hohensalzburg als Festung auf, d. h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars[4] - ganz im Gegensatz zu anderen Stadtbefestigungsanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte. Später kam sie in den Besitz der Republik Österreich und anlässlich der Feiern 200 Jahre Salzburg bei Österreich im Jahr 2016 übergab die Republik die Festung in das Eigentum des Landes Salzburg.

Die letzten 150 Jahre

Nach 1860 nahm durch den Bau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn in Salzburg die Zahl der Reisenden zu und stieg auch die Zahl der Besucher auf der Festung so stark an, weshalb 1892 mit dem Bau der Festungsbahn begonnen wurde.

Vom 4. bis 12. Juni 1977 fand ein Landesfest "900 Jahre Festung Hohensalzburg" statt, das von Landeshauptmann Wilfried Haslauer senior initiiert worden war.

Die Teile der Festung Hohensalzburg

Innere Burg

Hauptartikel Inneres Schloss der Festung Hohensalzburg
 
Blick in den Burghof in Richtung Inneres Schloss (rechts hinten), davor rechts sieht man die Außenwand der Georgskirche mit dem Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach; links steht die Matthäus-Lang-Zisterne. Aufnahme Sommer 2024.
 
In der "Goldenen Stube" in den Fürstenzimmern. Im Sommer 2024 wurde die "Goldene Stube" gerade restauriert, daher war einen Gesamtaufnahme nicht möglich.

Die Festung beherbergt eine 'Burg in der Burg', das Innere Schloss, bestehend aus

An der Inneren Bastei (Schlossbastei)

Gebäude der Äußeren Burg

innerhalb der äußeren Ringmauer, im großen Burghof, am Inneren Schloss (Ostseite) beginnend, im Uhrzeigersinn, befinden sich:
nach Norden
nach Osten
nach Süden
nach Westen

Türme

Die Festung besitzt entlang ihrer äußeren Ringmauer drei Rundtürme (ursprünglich vier) und drei eckige große Wehrtürme, sowie weitere kleinere Türme.

Die vier Rundtürme - Glockenturm, Trompeterturm, Krautturm (er ist nicht erhalten) und den Schmiedturm - wurden unter Fürsterzbischof Burkhard II. von Weißpriach (1461–1466) entlang der Ringmauer errichtet.

Die drei eckigen Türme - Reckturm, Geyerturm und Hasenturm - wurden von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach über der alten Ringmauer errichtet.

Von der Altstadt aus gesehen

von Westen nach Osten
  • Reckturm: (von mittelhochdeutsch "recke" = Verbannter, Flüchtling, vgl. "Rächen", andere Quellen [5] erklären das Wort von "recken" = strecken, der Begriff für die Festung stammt aus dem 19. Jh.), nach Nordwesten
  • Bleitürmchen: ein ganz kleines Türmchen zwischen Reck- und Glockenturm
  • Glockenturm: jeden Freitag um 11 Uhr läutet noch heute die Glocke, früher warnte sie die Bewohner der Stadt bei Feuersgefahr, nach Norden
  • ehemaliger Krautturm mit dem Salzburger Stier, einem Hornwerk
  • Trompeterturm: hier war ein Wächter, der die Stadt beobachtete und bei Notfällen Alarm gab; später wurde das Trompetensignal durch das Abgeben eines Schusses aus einer Kanone abgelöst
  • Bürgermeisterturm: ein Rondell nach Norden, dass die auf begehrenden Bürger meistern sollte
dieser runde Geschützturm erhebt sich über und neben Burggraben, Zugbrücke und dem Bürgermeistertor.
 
Die Festung vom Kapuzinerberg (oberhalb Äußeren Stein) aus Nordost.

Von Nonntal aus gesehen

von Osten nach Westen
 
Die Festung, im Hintergrund der Untersbergstock.

Basteien der Äußeren Burg bzw. der Festung

im Uhrzeigersinn am Hohen Stock (Ostseite) beginnend
Die Nonnbergbasteien wurden im Zug der Zweiten Stadtbefestigung errichtet, unter Matthäus Lang von Wellenburg verstärkt und im Zug der Dritten Stadtbefestigung unter Paris Lodron zu Geschützstellungen ausgebaut.
 
Winterliche Festung vom Kapuzinerberg.
im Hasengrabenzeughaus befindet sich heute das Festungsrestaurant.
in diese Bastei wurde für die Festungsbahn eine Öffnung gebaut, dort befindet sich nächstgelegen die Bergstation.
  • die Katze als Außenbastei (Vorbastei) im Nordwesten - unter Paris Lodron errichtet

Reste einer alten Bastei, nach 1550 erbaut, befinden sich vor dem Keutschachbogen.

Sperrbögen und Tore der Äußeren Burg

  • das Innere und Äußere Schartentor, von Paris Graf Lodron erbaut
  • erster Sperrbogen, der Lodronbogen, von Paris Graf Lodron erbaut
  • zweiter Sperrbogen, der Keutschachbogen, von Leonhard von Keutschach erbaut
  • dritter Sperrbogen, das Bürgermeistertor neben dem Bürgermeisterturm, mit Fallgatter und Wolfsgrube
  • Rosspforte, die durch die äußere Ringmauer und das Große Zeughaus hindurch in den Burghof und das Innere der Festung führt, und die
  • Schleuderpforte, der obere Teil der Rosspforte
  • Höllenpforte, ein Stiegenaufgang zum Burghof
  • Fünf Reißzug-Pforten, dessen oberste Pforte ein kleiner Turm mit dem Namen "Reisturm" ist. Er stand ursprünglich frei und, wurde aber um 1550 durch Ausbauten des Großen Zeughauses und durch Nebenbauten des Trompeterturmes großteils umbaut.
 
Panoramablick vom Reckturm nach Südosten.

Museen

 
Festung vom Gaisberg (Dezemberaufnahme).

Museumsprojekte

Die Festung Hohensalzburg war als - wenig schlüssiger - Standort für das The-Sound-of-Music-Museum im Gespräch. Kritik regte sich bei diesem Vorschlag, den der für Kultur zuständige LH-Stv. David Brenner (SPÖ) 2010 präsentierte. Er schlug vor, ein bis zu 500 Quadratmeter großes Ausstellungsareal im Speisehaus auf der Festung Hohensalzburg einzurichten. Kritiker hielten fest, dass einerseits ein zusätzlicher Eintritt für die Festung zu bezahlen gewesen wäre, andererseits meinten Fachleute, dass ein Gros der amerikanischen Touristen ein straff gehaltenes Besichtigungsprogramm für Salzburg habe und daher wohl kaum Zeit für Auffahrt auf die Festung und deren Besichtigung bliebe. Untermauert wurden diese Kritiken durch eine Umfrage unter 560 Personen, die 2010 an der Kasse umdrehten. Der Eintrittspreis von 10,50 Euro pro Person, der zwar alle in der Festung möglichen Besichtigungen inkludiert, sei für viele zu teuer. Auch sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 145 Minuten auf 120 Minuten gesunken.

2017 war die Sound-of-Music-Museums-Idee vom Tisch und man wandte sich der Planung eines seit langem geplanten Mittelalter-Museum zu. Darin sollen wichtige seit der Ars Sacra-Ausstellung im Depot verwahrte Schätze des Mittelalters in einer neuen Dauerausstellung präsentiert werden. Dazu werde das Festungsmuseum mit seinen 1 270 Quadratmetern bis Ende 2018 Schritt für Schritt umgestaltet. Es sollte dann 2019 zum 500-Jahr-Jubiläum des Amtsantritts von Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg fertiggestellt sein. Dafür werden 750.000 Euro investiert. [6]

 
Blick von Südosten auf die Festung; zu sehen unter anderem mit dem Tor für den Reißzug und in der Mitte der Trompeterturm.

Die Festung als künstlerisches Motiv

 
Die in der Ertz-Bischöflichen Residenz Saltzburg gelegene Haupt Vestung Hohen-Saltzburg, Gabriel Bodenehr: Europens Pracht und Macht in 200 Kupfer-Stücken, um 1710.
 
Ausschnitt aus dem Kupferstich Salzburg, ca. 1740, von Matthäus Seutter.

Die Festung Hohensalzburg war stets Anziehungspunkt für Maler und Zeichner, für Holzschneider und in der Folge für für Kupferstecher, die oft gezeichnete Vorlagen verwendeten. Noch häufiger sind Darstellungen der Burg als Teil einer gesamten Stadtansicht. Nachstehend einige Beispiele der Darstellung der Burg (oft Teil einer Stadtansicht):

  • um 1460: älteste erhaltene Ansicht, Salzburg von Mülln (mit der gotischen Burg, gezeichnet von Michael Wolgemut, abgeruckt in der Schedelschen Weltchronik um 1490)
  • 1553: Salzburg vom Kapuzionerberg (mit der gotischen Burg) eines anonymen Zeichners (Stift St. Peter)
  • 1565: Stadtansicht mit der Burg: Nachzeichnung von Georg Pezolt 1858. Original wurde nach 1945 wohl von Besatzungssoldaten geraubt
  • 1581: Salzburg vom Kapuzinerberg (mit der Burg) von Franz Hogenberg
  • 1599: Salzburg vom Kapuzinerberg (mit der Burg) von unbekannter Hand
  • 1643: Salzburg von Norden (mit der Burg) von Philipp Harpff
  • um 1735: "Die Festung Hohensalzburg von Osten" nach Anton Danreiter, gestochen von Johann August Corvinus
  • 1821: "Die Festung Hohensalzburg von Nonnberg" von Domenico Qualogio
  • 1828: "Nonnthal in Salzburg" mit der Festung von Johann Josef Schindler.

Im 19. Jahrhundert war die Festung auch ein wichtiges Motiv zahlreicher anderer Maler, wie Ferdinand Olivier, Jakob Alt, Friedrich Loos, Rudolf von Alt, Hubert Sattler, Anton Reiffenstuhl, Anton Hansch, Johann Fischbach und Georg Pezolt. Auf dem berühmten Sattler Panorama ist die Festung nicht zu sehen, weil dieses Rundgemälde von der Festung aus entworfen und gemalt wurde.

Verschiedenes

Aborte

Die Entsorgung der Fäkalien wurde früher sozusagen auf kurzem Wege erledigt. An den Außenwänden der Festung befinden sich in herauskargenden Erkern mehrere Plumpsklos. Der Stuhlgang und Urin fiel an der Außenwand hinunter und wurde im Lauf der Zeit von der Luft getrocknet. Im Schlangengang befindet so ein stilles Örtchen. Der Abort und die Sitzfläche sind aus Ziegeln gemauert und nach vorne in den Schlangengang offen.[3] Auch der Fürsterzbischof im Hohen Stock hatte in seinem Wohn- und Schlafbereich so einen Abort.

Die Sanitäranlagen von heute sind als WCs ausgeführt und an die Kanalisation angeschlossen.

Brände und Brandschutz

Hauptartikel: Brandschutz auf der Festung Hohensalzburg

Das bislang letzte Feuer auf der Festung gab es 1849. Damals brannte ein Holzlager, jedoch konnte das Feuer rasch gelöscht werden.

Wie sieht es im 21. Jahrhundert aus?

Die Festung verfügt auf Grund ihre exponierten Lage über eine moderne Blitzschutzanlage. Innerhalb der Festung gibt es mehr als 700 Brandmelder. Die Verfügbarkeit von Löschwasser ist auf Burgen eine große Herausforderung. Früher konnte man das Löschen nur mit Regenwasser aus Zisternen bewerkstelligen. Das Legen einer Schlauchleitung im Brandfall ist auch mit heutiger Logistik und Technik ein aufwändige und schwierige Angelegenheit. Deshalb wurden im Jahr 2017 im Burghof zwei unterirdische Löschwassertanks aus Edelstahl mit je 80 Kubikmetern Fassungsvermögen eingegraben. [7]

Sturmschäden 2018

Hauptartikel Sturmschaden 2018 auf der Festung Hohensalzburg

Abgetragene Schindeln, Holzteile vom Dachstuhl und Ziegelsteine: Ein Föhnsturm in der Nacht von 29. auf 30. Oktober 2018 hinterließ auf der Festung Hohensalzburg im südöstlichen Teil Spuren der Verwüstung hinterlassen. Teile der Dachkonstruktion wurden in den Burghof geweht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis Mai/Juni 2019 an.

Wem gehört die Festung?

Die Festung galt von 1816 bis 2016 als 'Staatseigentum'. Als militärische Verteidigungsanlage gehörte sie dem Fürsterzbischof bzw. dem Fürsterzbistum, sie stand auch unter dem Oberbefehl des Fürsten. Als das Fürsterzbistum aufgelöst wurde, wechselte der "Eigentümer" mehrfach. Abgesehen von Kurfürst Ferdinand (und der Zeit der Beschlagnahmung durch die französischen Besatzungsmacht) waren die das Kaiserthum Österreich und der bayrische Staat. Ab 1816 "gehörte" die Festung dem Kaiserreich Österreich und wurde weiter als eine militärische Anlage genutzt. Als 1918 das Kaiserreich endete und 1920 die Republik Österreich gegründet wurde, verblieb die Festung lange weiter im Eigentum des Bundes. Die Aufteilung des Vermögens zwischen Bund und Ländern wurde kraft Verfassung aufgeschoben. Der Bund war bis auf weiteres Eigentümer.

Die Festung hatte schon nach 1861 ihre Funktion als Verteidigungsanlage verloren und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Österreich. Seit Gründung der Republik verhandelte das Land Salzburg mit dem Bund über eine Rückgabe oder Übergabe ins Vermögen des Landes Salzburg, jedoch konnte man sich nie einigen, wem die Festung gehören sollte. Macht und Finanzen spielten eine nicht unwesentliche Rolle und so änderte sich bis zum Ende des 20. Jahrhundert an den Eigentumsverhältnissen nichts und der Bund blieb unverändert Besitzer. Die Zeiten vergingen und änderten sich doch. Im Jahr 2016 übergab der Bund aus dem Anlass "200 Jahre Salzburg bei Österreich" die Festung in generalsaniertem Zustand wieder zurück ins Eigentum des Landes Salzburg.[8]

In der Festung zur Welt gekommen

Plan der Festung und Infotafel

 
Plan der Festung Hohensalzburg
 
Infotafel, Festung Hohensalzburg

Bilder

  Festung Hohensalzburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
  Festung Hohensalzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Videos

Die Festung Hohensalzburg, Aufnahmen aus der Luft, 45 sek Video
Baugeschichte der Festung Hohensalzburg, 04:40 min. Video-Animation
Die Festung Hohensalzburg, 09:31 min. Video
A Guided Tour through Hohensalzburg Fortress in Salzburg, Austria, 03:55 min. Video

Literatur

Weblinks

Quellen

  • Stefan Haslacher und Michael Günther; Unbekannte Festung Hohensalzburg, Pustet-Verlag, Salzburg, 2013

Einzelnachweise