The-Sound-of-Music-Museum

Das The-Sound-of-Music-Museum ist ein 2026 eröffnetes Museum in Hellbrunn im Süden der Stadt Salzburg, das alles rund um den Film The Sound of Music der Trapp-Familie zeigt.
Geschichte
Erhebungen wollen festgestellt haben, dass von den jährlich sechs Millionen Besucher der Stadt Salzburg 300 000 nur wegen The Sound of Music die Stadt besuchen. Die Debatte 2010/2011 um einen geeigneten Standort für dieses Museum löste bei Rodgers & Hammerstein, den Inhabern der Rechte am Film The Sound of Music Verwunderung aus. Denn bislang (2011) konnte man sich nicht über einen Standort einigen. Zur Debatte standen die Benediktinererzabtei St. Peter (im Gebäude der Bibliothek St. Peter), die Festung Hohensalzburg und das Salzburg Museum. Ein früher ins Spiel gebrachter Standort im Schlosspark Hellbrunn wurde bald aufgrund des Kostenaufwands für die Adaptierung der Räumlichkeiten fallen gelassen. Kritik regte sich auch beim Standort in der Festung, den der für Kultur zuständige LH-Stv. David Brenner (SPÖ) präsentierte. Er schlug vor, ein bis zu 500 Quadratmeter großes Ausstellungsareal im sogenannten Speisehaus auf der Festung Hohensalzburg einzurichten. Kritiker hielten fest, dass einerseits ein zusätzlicher Eintritt für die Festung zu bezahlen gewesen wäre, andererseits meinten Fachleute, dass ein Gros der amerikanischen Touristen ein straff gehaltenes Besichtigungsprogramm für Salzburg habe und daher wohl kaum Zeit für Auffahrt auf die Festung und deren Besichtigung bliebe.
Somit konzentrierten sich Anfang 2011 die Bemühungen um den Standort in St. Peter. Es folgten Ideen für die Benediktinerinnenabtei Nonnberg, Schloss Mirabell, Hellbrunn oder die Frohnburg. Weil dann auch noch private Bemühungen rund um den Ideengeber André Heller für die einst von der Deutschen Bank genutzten Villa Vicina an der Schwarzstraße versandet waren, hatte Chefkurator des Salzburg Museums Peter Husty mit Vorbereitungen für ein Sound of Music Center im Mirabellgarten begonnen. Das seit fünf Jahren ungenutzte Gebäude in dem sich einst das Salzburger Barockmuseum neben der Orangerie befand müsse saniert und für den neuen Zweck umgebaut werden. Dies gab Husty Mitte Jänner 2017 bekannt.
Eine zentrale Frage war jedoch überhaupt noch ungeklärt. Nämlich die der Rechte, um Material aus dem Film zu verwenden. Die Inhaber-Firma Rodgers & Hammerstein will erst verhandeln, wenn man sich in Salzburg einig ist, wo und wie das Museum zustande kommt.
Am 13. April 2018 eröffnete mittlerweile an der Getreidegasse die private Sound of Music World, das aber bereits 2020 wieder schloss.

Am 5. März 2021, wurde entschieden, dass im ehemaligen Gebäude des Salzburger Barockmuseums nun aber das Sattlerpanorama untergebracht wird, teilte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer junior mit. The-Sound-of-Music-Museum hingegen soll in Hellbrunn in Remise, Gärntnerhaus und Jägerhaus am Portal des Weges zum Schloss Hellbrunn seine Heimat finden. Das Sattler-Panorma soll im ersten Halbjahr 2023 in das Gebäude des ehemaligen Barockmuseums übersiedeln (Stand Herbst 2025, aber noch immer nicht erfolgte), das The-Sound-of-Music-Museum"soll ab Ende 2023 oder Anfang 2024 eröffnen. Auch dieser Termin hielt nicht und die geplante Eröffnung in Hellbrunn soll 2026 erfolgen.
Das künftige Sound of Music-Areal soll nach Angaben 2023 von Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museums, den bereits bestehenden Pavillon, Jägerhaus, Tierwärterhaus, die daran anschließende und derzeit vermietete Remise - alle drei mit 680 Quadratmetern - sowie den Platz dazwischen umfassen. Im Jägerhaus sollen Kassa, Shop, Präsentationsmöglichkeiten für andere Sound of Music-Anbieter - Landestheater, Marionettentheater oder Touren - sowie Mitarbeiterräume Platz finden. Tierwärterhaus und Remise werden zum eigentlichen Museum.[1]
2025, anlässlich des 60jährigen Jubiläums des Films wurde bekannt, dass die Salzburger Mäzenin Gertraud Ruckser-Giebisch einen großen Betrag für die Errichtung des Museums sponsert: "Der Wilfried hat mir eine Liste mit 20 Projekten hingelegt und ich hab' sofort gesagt: ,Das mit 'Sound of Music', das mache ich'", erinnert sich die heute 87-Jährige an einen Termin mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer junior: "Ich bin damals zu ihm gegangen und habe gefragt: 'Wo ist es grade schwer, wo kann ich helfen?'" Gesagt, getan: Die Gesamtkosten des neuen Sound of Music-Museums von 5,6 Mio. Euro teilen sich Land und Stadtgemeinde Salzburg 50:50 und fast den gesamten Landesanteil sponsert Ruckser-Giebisch.[2]
Eröffnung 2026
Das The‑Sound‑of‑Music‑Museum in Hellbrunn wurde am 19. September 2026 offiziell eröffnet und öffnete am 20. September 2026 für das Publikum.

In der Remise wird die Geschichte des Filmklassikers als weltweites Phänomen erzählt: von Maria von Trapps Autobiografie über die deutschen Vorläuferfilme und die Broadway Uraufführung 1959 bis zum Dreh in Salzburg und Hollywood 1964, der Kinopremiere 1965, der Oscar-Verleihung 1966 und der späteren TV-Präsenz.
Den Ausgangspunkt bildet der originale Pavillon im Park von Hellbrunn. Im Inneren der Remise begegnet den Besuchern ein Nachbau als immersiver Erlebnisraum. Zwei ikonische Szenen – Sixteen Going on Seventeen und das interaktive Do-Re-Mi-Sing along – werden mit 360°-Projektion, Surround-Sound und atmosphärischen Effekten inszeniert.
Im Jägerhaus widmet sich das Erdgeschoss der Bühnenkarriere von The Sound of Music – vom Broadway über Salzburg bis zu internationalen Aufführungen. Zudem wird im Erdgeschoss unter dem Titel My Favorite Things die Sammlung des niederländischen Fans und Sammlers Roger Pluijm präsentiert, die einen zentralen Aspekt der Rezeption des Films dokumentiert.
2024 erwarb das Salzburg Museum mehr als 2 500 Objekte aus seiner umfangreichen Sammlung. Im Obergeschoss steht die reale Geschichte der Familie von Trapp im Mittelpunkt: ihre Biografien, ihre Musik, die Emigration, der Neuanfang in den USA und ihr kulturelles Erbe.
Das Tierwärterhaus bildet mit Eingang, Infodesk, Kassa und Museumsshop den Servicebereich des Museums.
Eckdaten zum Bau- und Museumsprojekt

- Bauzeit: 2025-2026
- Bauherr: Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG)
- Projektleitung: Stadt Salzburg, MA 0601 Hochbau
- Betreiber: Salzburg Museum GmbH, GF Direktor Martin Hochleitner
- Gesamterrichtungskosten (bauliche Maßnahmen): 4,6 Mio Euro
- Ausstellungskosten: 1,8 Mio Euro (inkl. Rechteabgeltung)
- Finanzierung: paritätisch Stadt und Land Salzburg (Träger des Salzburg Museum zu je 50 Prozent)
- Generalplaner: Bietergemeinschaft EIDOS.HARO Architektur ZT GmbH / AXIS
- Ingenieursleistungen ZT GmbH, Projektleitung Clemens Standl
- Barrierefreiheit: Vollständig barrierefreier Zugang zu allen und innerhalb aller Gebäude und Ausstellungsebenen
- Kuratoren: Peter Husty (Leitung), Matthias Bergsmann
- Ausstellungsgestaltung: Juliette Israël, scenography + curatorial concepts
- Akustik und Immersive Medien: LiMES – Immersive Solutions GmbH
Bildergalerie
Bild 1: Ausstellungsansicht, Sammlung Roger Pluijm.
Bild 2: Ausstellungsansicht, Familiengeschichte von Trapp.
Bild 3: Eröffnungstag: Nicholas Hammond, Debbie Turner, Kym Karath, Duane Chase (v.l.n.r.) .
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Ausstellungsansicht, Sammlung Roger Pluijm.
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Ausstellungsansicht, Familiengeschichte von Trapp
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Eröffnungstag: Nicholas Hammond, Debbie Turner, Kym Karath, Duane Chase (v.l.n.r.)
Bilder
The-Sound-of-Music-Museum – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblink
- Lage auf openstreetmap.org
Quellen
- www.news.at/articles/..., Link war bei einer Überprüfung am 12. September 2025 nicht mehr abrufbar
- "Salzburger Nachrichten", 2. Februar 2011, 18. Jänner 2017 und 6. März 2021
- stadt-salzburg.at/presseaussendungen, 15. September 2025: Generalsanierung und Adaption von historischem Ensemble
- salzburg.orf.at, Eröffnung September 2026
- salzburgmuseum.at, Beschreibung und Übersichtsplan