Großglockner Hochalpenstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | *** '''Wintersperre | + | *** '''Die Wintersperre wird voraussichtlich bis Ende April 2024 gelten.*** |
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== Einleitung == | == Einleitung == | ||
| − | Seit dem Sommer 2015 zählt die Straße, die von der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] als [[Mautstraße]] betrieben wird, zu den [[Denkmalschutz|denkmalgeschützten]] Objekten in Österreich. Seit 2016 laufen Vorarbeiten zur Anerkennung als UNESCO-[[Weltkulturerbe|Welterbe | + | Diese Hochgebirgspanoramastraße führt durch ein [[Landschaftsschutzgebiet Großglockner-Hochalpenstraße|Landschaftsschutzgebiet]], das an das Kerngebiet des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] grenzt. Die Straße ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]]. |
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| + | Seit dem Sommer 2015 zählt die Straße, die von der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] als [[Mautstraße]] betrieben wird, zu den [[Denkmalschutz|denkmalgeschützten]] Objekten in Österreich. Seit [[2016]] laufen Vorarbeiten zur Anerkennung als UNESCO-[[Weltkulturerbe|Welterbe]]. | ||
== Die Panoramastraße == | == Die Panoramastraße == | ||
:'' Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf]] | :'' Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf]] | ||
| − | Der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses. Bei einer Fahrt entlang der Großglockner Hochalpenstraße werden Größe und Macht der Bergwelt, die Faszination der [[Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern]] und der Urgewalt der Natur erlebbar. Fast eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, der [[ | + | Der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses. Bei einer Fahrt entlang der Großglockner Hochalpenstraße werden Größe und Macht der Bergwelt, die Faszination der [[Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern]] und der Urgewalt der Natur erlebbar. Fast eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, der [[70millionster Besucher auf der Großglockner Hochalpenstraße|70millionster Besucher]] seit der Eröffnung der Straße wurde im Sommer [[2022]] begrüßt. |
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| + | Diese Ausflugsstraße folgt abschnittsweise dem Verlauf einer antiken [[Römerstraße]] und [[mittelalter]]licher [[Saumpfad]]e, die - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als [[Handel (historisch)|Handelswege]] benützt wurden. Auch Teile der Trasse der historischen [[Alte Glocknerhausstraße|Kaiserin-Elisabeth-Straße]] von [[Heiligenblut am Großglockner]] zum [[Glocknerhaus]] wurden vom Planer der Straße [[Hofrat|wirklicher Hofrat]] Dipl.-Ing [[Franz Wallack]] beim Bau [[Gletscherstraße]] berücksichtigt. | ||
| − | + | Die Großglockner Hochalpenstraße ist aber vor allem auch ein Stück österreichischer Identität, wurde sie doch durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise [[Zwischenkriegszeit|zwischen den beiden Weltkriegen]] errichtet, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen für ein paar Jahre während der Sommermonate beschäftigen konnte. | |
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
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: ''Siehe auch [[Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße]] und [[Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße]] | : ''Siehe auch [[Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße]] und [[Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße]] | ||
| − | Erstmals Ende der [[1890er]]-Jahre kam beim Alpenverein Sektion Klagenfurt die Idee auf, im Zuge der Errichtung ihrer geplanten [[Alte Glocknerhausstraße|Glocknerhausstraße]] von Heiligenblut zum [[Glocknerhaus]], eine Straße von [[Guttal]] über das [[Hochtor (Kärnten)|Hochtor]] nach [[Ferleiten]] zu errichten. [[1896]] wurde dieses Projekt aber dann mangels Interesse bei den öffentlichen Stellen und fehlender Finanzierung - vorerst - wieder aufgegeben.<ref> | + | Erstmals Ende der [[1890er]]-Jahre kam beim Alpenverein Sektion Klagenfurt die Idee auf, im Zuge der Errichtung ihrer geplanten [[Alte Glocknerhausstraße|Glocknerhausstraße]] von Heiligenblut zum [[Glocknerhaus]], eine Straße von [[Guttal]] über das [[Hochtor (Kärnten)|Hochtor]] nach [[Ferleiten]] zu errichten. [[1896]] wurde dieses Projekt aber dann mangels Interesse bei den öffentlichen Stellen und fehlender Finanzierung - vorerst - wieder aufgegeben.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18960520&seite=8&zoom=33&query=%22Glocknerhausstra%C3%9Fe%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at] "Dillinger's Reise- und Fremden-Zeitung", Ausgabe 20. Mai 1896, Seite 8</ref> [[1894]] stellte Ingenieur Raimund Pierl bei der Jahreshauptversammlung der Sektion Klagenfurt sein Projekt einer Straße nach Ferleiten vor. Auf seinen Antrag hin beschloss die Sektion, den [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]] dafür zu interessieren, dass er anlässlich des 50jährigen Regierungsjubliäums von Kaiser [[Franz Joseph I.]] einen Straßenbau über die [[Hohen Tauern]] anregen möge. Ing. Th. Schenkel hatte bereits eine Vortrassierung vorgenommen: Von der Glocknerhausstraße abzweigend über das [[Mittertörl]] und [[Fuscher Törl]], zur [[Trauneralm]] und den [[Gasthof Lukashansl (Ferleiten)|Lucashansl]]. Die Trasse hatte eine durchschnittliche Steigung von zehn Prozent und eine Länge von 27,5 Kilometern.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18950801&seite=8&zoom=33&query=%22Glocknerhausstra%C3%9Fe%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at] "Dillinger's Reise- und Fremden-Zeitung", Ausgabe 1. August 1895, Seite 8</ref> |
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| − | Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die Alpentäler dem automobilen [[Fremdenverkehr]] erschließen sollte, gab schließlich [[1929]] der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht. Die Arbeitslosigkeit stieg über die 500 000-Personen-Grenze, das waren 26 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab | + | Als im Jahr [[1922]] eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über das [[Hochtor (Kärnten)|Hochtor]] vorlegte, erntete sie vorwiegend Spott. In einer Zeit, in der es in [[Österreich]], [[Deutschland]] und [[Italien]] zusammen erst 154 000 Pkw, 92 000 Motorräder und knapp 2 000 km asphaltierte Überlandstraßen gab, durchlitt Österreich die wirtschaftlich katastrophalen Folgen der Niederlage im [[Ersten Weltkrieg]]. Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die Alpentäler dem automobilen [[Fremdenverkehr]] erschließen sollte, gab schließlich [[1929]] der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht. Die Arbeitslosigkeit stieg über die 500 000-Personen-Grenze, das waren 26 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab. |
| − | Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Straßenbreite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich | + | Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens bis zu angeblich 3 200<ref>diese Zahl war jedoch zu hoch und aus Gründen der Propaganda von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl verwendet worden; tatsächlich betrug der Höchststand gleichzeitig tätiger Arbeiter 2 357 im Sommer 1931, Quelle [[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]] Seite 258</ref> von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Straßenbreite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich "gewiss 120 000 Besucher" kämen. [[1936]], im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es dann bereits aber schon 146 427 und [[1938]] stieg die Besucherzahl auf 374 465 Personen! |
| − | Am [[30. August]] [[1930]], um 11:40 Uhr, drückte die kleine Traude des Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in [[Ferleiten]]. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, Franz Rehrl und der | + | Am [[30. August]] [[1930]], um 11:40 Uhr, drückte die kleine Traude, die Tochter des Salzburger [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]], den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in [[Ferleiten]]. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, Franz Rehrl und der Erbauer der Straße [[Franz Wallack]], eine Sensation. Mit einem adaptierten [[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]-Automobil gelang ihnen auf der noch teilweise in Rohbau befindlichen, holprigen [[Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße|Scheitelstrecke]] die [[Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße|erste Alpenüberquerung in einem Pkw]]. Ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] in Betrieb genommen. |
| − | Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten im Kärntner Mölltal und vom Salzburger [[Salzachtal]] 910 Mio. [[ | + | Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten im Kärntner Mölltal und vom Salzburger [[Salzachtal]] 910 Mio. [[Schilling]] (Geldwert [[1990]], historischer Währungsrechner 1935-2024: 4,1 Milliarden Euro), um sieben Millionen Schilling weniger als der Kostenvoranschlag. |
=== 2015: 80 Jahre sowie Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe === | === 2015: 80 Jahre sowie Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe === | ||
:''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe]] | :''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe]] | ||
:''Siehe auch [[80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße]] - alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr | :''Siehe auch [[80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße]] - alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr | ||
| − | [[2015]] feierte die Panoramastraße ihr 80-jähriges Bestandsjubiläum<ref>siehe dazu auch [https://grossglocknerpanoramastrasse.wordpress.com "2015: 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße]</ref>. Einen zusammenfassenden Überblick über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr bietet der | + | [[2015]] feierte die Panoramastraße ihr 80-jähriges Bestandsjubiläum<ref>siehe dazu auch [https://grossglocknerpanoramastrasse.wordpress.com "2015: 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße]</ref>. Einen zusammenfassenden Überblick über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr bietet der Artikel [[2015: Die Großglockner Hochalpenstraße wurde 80 - ein Rückblick]]. |
| − | === 2020: Das | + | === 2020: Das erste Coronajahr === |
| − | + | Nach einem schwierigen Start und einem Frequenzminus im Mai und Juni von bis zu 80 % hatten sich die Monate Juli, August und September für die Betriebe der [[GROHAG]] sehr gut entwickelt. "An der Großglockner Hochalpenstraße konnten wir in drei Monaten eine halbe Million Gäste begrüßen, der September brachte sogar einen deutlichen Besucherzuwachs. Auch wenn die sieben Glockner-Shops und der Shop der [[WasserWelten Krimml]] aufgrund der (notwendigen) Covid-19-Maßnahmen bzw. der fehlenden internationalen Gästegruppen mit einem Minus von 50 % abschließen werden, sind wir doch positiv gestimmt, denn unsere Erwartungen wurden übertroffen. Andere verbundene Betriebe wie die [[Gerlos Alpenstraße]] oder die WasserWelten Krimml wurden ebenso wie die [[Villacher Alpenstraße]] relativ gut frequentiert; die Kärntner Ausflugsstraßen [[Goldeck Panoramastraße]] und [[Nockalmstraße]] könnten das Vorjahresergebnis sogar übertreffen", so [[Johannes Hörl]], Chef der [[GROHAG]]-Gruppe in einer Aussendung im Oktober 2020. | |
| − | + | == Elektromobilität == | |
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:''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraßen AG und Elektromobilität]] | :''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraßen AG und Elektromobilität]] | ||
| − | Die | + | Die GROHAG ist führend beim Ausbau der Elektroladeinfrastruktur im Umfeld der schönsten Panoramastraßen Österreichs. Bereits seit [[2011]] forciert die GROHAG E-Mobilität als zukunftsweisende Art der Fortbewegung auf ihren alpinen Ausflugsstraßen in Schutzgebieten. Neben kostenfreien oder kostenpflichtigen (''Super-Charger'') E-Tankstellen bietet die GROHAG auch ermäßigte Tickets für E- und H2-KFZ. |
| − | + | == Besucherzahlen == | |
: ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Besucherzahlen]] | : ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Besucherzahlen]] | ||
| − | Mit 120 000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog [[1938]] bereits knapp 375 000 Besucher in 98 000 Fahrzeugen an. Heute besuchen bis zu rund 900 000 Personen jährlich die Straße. Am [[ | + | Mit 120 000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog [[1938]] bereits knapp 375 000 Besucher in 98 000 Fahrzeugen an. Heute besuchen bis zu rund 900 000 Personen jährlich die Straße. Am [[23. September]] [[2022]] wurde der [[70millionster Besucher auf der Großglockner Hochalpenstraße]] begrüßt. |
| − | + | == Öffnungstage == | |
: ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Öffnungstage]] | : ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Öffnungstage]] | ||
| − | 2011 konnte die Straße bereits ab dem Gründonnerstag vor Ostern, den 21. April | + | [[2011]] konnte die Straße bereits ab dem Gründonnerstag vor [[Ostern]], den [[21. April]], eröffnet werden, so früh, wie seit 35 Jahren nicht mehr ([[16. April]] [[1976]]). Trotz eines 20prozentigen Rückgangs der Besucherzahlen im Juli konnte die GROHAG aufgrund eines schönen Spätsommers und Herbst aber dann doch 280 000 Einfahrten verzeichnen. Am [[14. November]], nach 207 Öffnungstagen, begann dann für die Großglockner Hochalpenstraße nach der längsten Saison seit Jahrzehnten die Wintersperre. [[1940]] war mit 80 Öffnungstagen die kürzeste Saison, [[1963]] mit 282 Tagen, war die längste Saison (21. April bis [[30. Jänner]] <u>[[1964]]</u>!) |
| − | + | == Schneeräumung == | |
: ''Hauptartikel [[Schneeräumung Großglockner Hochalpenstraße]] | : ''Hauptartikel [[Schneeräumung Großglockner Hochalpenstraße]] | ||
| − | Eine entscheidende Rolle für die Frequenz spielt auf hochalpinen Straßen die Schneeräumung. In den Jahren [[1936]] und [[1937]] schaufelten 350 Männer in durchschnittlich 70 Tagen 250 000 m³ Schnee, um die Straße zumindest einspurig freizulegen. Dann wurden bereits technische Hilfsmittel eingesetzt. Seit [[1953]] räumen jedes Jahr im April fünf | + | Eine entscheidende Rolle für die Frequenz spielt auf hochalpinen Straßen die Schneeräumung. In den Jahren [[1936]] und [[1937]] schaufelten 350 Männer in durchschnittlich 70 Tagen 250 000 m³ Schnee, um die Straße zumindest einspurig freizulegen. Dann wurden bereits technische Hilfsmittel eingesetzt und die Straße konnte zweispurig geräumt werden. Seit [[1953]] räumen jedes Jahr im April fünf [[Rotationspflug "System Wallack"]] und nur mehr zwölf Arbeiter der GROHAG in zirka 14 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen. |
| − | Der Einsatz der für Rotationspflüge, die oft auch von modernen Fräsmaschinen (zu Testzwecken) unterstützt werden, | + | Der Einsatz der für Rotationspflüge, die oft auch von modernen Fräsmaschinen (zu Testzwecken) unterstützt werden, verlängerte die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es [[1937]] nur 132 Tage, konnte man 1963 sogar an 282 Tage die Glocknerstraße befahren. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Üblicherweise ist die Großglockner Hochalpenstraße von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. |
| − | Erstmals in der Geschichte des Bestehens der Straße hätte sie im April 2020 nicht vom Schnee geräumt werden sollen. | + | ==== 2020: Das Corona-Jahr ==== |
| + | Erstmals in der Geschichte des Bestehens der Straße hätte sie im April 2020 nicht vom Schnee geräumt werden sollen. Die [[Infektionskrankheit Covid-19]] ließ den üblichen Terminplan der Schneeräumung im April platzen. Am [[5. April]] [[2020]] hieß es noch, dass die Öffnung der Straße nach ihrer Wintersperre ungewiss sei und die alljährliche Schneeräumung samt dem traditionellen Durchstich (Treffen der beiden Schneeräummannschaften) nicht im April stattfinden werde. In diesem Jahr sollte zunächst die Sonne die "Schneeräumung" bewirken. Wie die Sonne die Situation bis zum Beginn der Schneeräumung beeinflusste, wird in im Artikel [[Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung 2020]] an Hand von Vergleichsbildern von der [[Webcams Großglockner Hochalpenstraße|Webcam]] am [[Törlkopf]] dokumentiert. Nachdem sich Anfang Mai 2020 aber die Corona-Situation deutlich entspannt hatte, wurde am [[7. Mai]] bei einer vorgezogenen Generalversammlung der Gesellschafter der Straße - [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]], Land Kärnten und Bund - die Entscheidung zur Öffnung der Straße getroffen und damit auch der Beginn der Schneeräumung mit [[11. Mai]] festgelegt. Am [[27. Mai]] 2020 konnte die Straße für den Verkehr freigegeben werden. | ||
== Straßenverlauf == | == Straßenverlauf == | ||
: ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf]] | : ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf]] | ||
: ''Siehe auch [[Großglockner Hochalpenstraße die Kehren]] | : ''Siehe auch [[Großglockner Hochalpenstraße die Kehren]] | ||
| − | Auf Salzburger Seite beginnt die Straße mit Kilometer Null in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] im [[Pinzgau]]. Die Straße schlängelt sich zunächst durch das | + | Auf Salzburger Seite beginnt die Straße mit Kilometer Null in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] im [[Pinzgau]]. Die Straße schlängelt sich zunächst durch das [[Fuscher Tal]] bis hinauf zur Waldgrenze. Am Beginn des [[Ferleitental]]s, bei der [[Kassenstelle Ferleiten]], beginnt dann die [[Mautstraße|mautpflichtige]] Hochalpenstraße. Die Straße windet sich in mehreren Kehren immer höher in die baumlose Zone durch die [[Hexenküche]] unterhalb der [[Edelweißwand]] zum [[Oberes Nassfeld|Oberen Nassfeld]]. Dann sieht man bereits bis zum [[Fuscher Törl]] und zur [[Edelweißspitze]]. Bei einem Blick zurück ins Tal öffnet sich der Blick auf die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der [[Ostalpen]], die Ostseite des [[Großes Wiesbachhorn|Großen Wiesbachhorns]]. |
| − | Von der Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, auf die die [[Edelweißstraße]] führt, bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender | + | Von der Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, auf die die [[Edelweißstraße]] führt, bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender sowie fast 20 [[Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern|Gletscher]] abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] bildet. Die Straße selbst liegt in einer etwa 60 Meter breite Ausnahmezone und zählt nicht zum Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern. |
| − | Nach dem Fuscher Törl führt die Straße zunächst abwärts | + | Nach dem Fuscher Törl führt die Straße zunächst noch kurz bergwärts um den [[Törlkopf]], dann aber abwärts an der [[Fuscher Lacke]] (2 261 m ü. A.) mit dem ehemaligen Straßenwärterhaus, das die [[Großglockner Hochalpenstraße Ausstellung Bau der Straße|Ausstellung Bau der Straße]] beherbergt und dem Gasthaus [[F.A.T. - Mankei]], dem ehemaligen [[Gasthof Fuscherlacke|Gasthof Fuscherlacke "Mankeiwirt"]], vorbei und durch das [[Mittertörl]], einem kurzen Tunnel, weiter zum [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor Tunnel]] (2 504 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Durchgangsstraße Salzburg-Kärnten. Jenseits des Hochtor Tunnels, das das Bundesland Salzburg mit Kärnten verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die ins Mölltal nach [[Heiligenblut am Großglockner]] führt. |
| − | Vom Hochtor | + | Vom Hochtor Tunnel führt die Straße wieder talwärts, am [[Berggasthof Wallackhaus]] vorbei. Bei [[Guttal]] (1 859 m ü. A.) treffen sich beim wahrscheinlich höchstgelegenen [[Kreisverkehr]] Europas, dem [[Kreisverkehr Guttal]], die Kärntner [[Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße|Südrampe]] der Großglocknerstraße , die [[Gletscherstraße]] zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] und die vom Hochtor kommende [[Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße|Scheitelstrecke]] der Panoramastraße. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus bietet sich ein Blick über den Rest des [[Pasterze|Pasterzen-Gletschers]] hin zum höchsten Berg Österreichs, dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]]. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein großes Parkhaus, das [[Parkhaus Freiwandeck]]. |
=== Parkplätze === | === Parkplätze === | ||
| − | Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es [[Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße| | + | Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es [[Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße|rund 3 000 Parkplätze an rund 230 Rastplätzen]]. |
== Ausstellungen, Naturlehrwege und Aussichtspunkte entlang der Straße == | == Ausstellungen, Naturlehrwege und Aussichtspunkte entlang der Straße == | ||
:'' Hauptartikel [[Ausstellungen an der Großglockner Hochalpenstraße]] | :'' Hauptartikel [[Ausstellungen an der Großglockner Hochalpenstraße]] | ||
| − | Das Mautticket inkludiert den | + | Das Mautticket inkludiert den freien Eintritt zu allen Einrichtungen entlang der Straße, ausgenommen der [[Gletscherbahn Pasterze]] auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Die Ausstellungen sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besichtigungsmöglichkeiten im Verlauf ab Kassenstelle Ferleiten: |
=== Piffkar === | === Piffkar === | ||
: ''Hauptartikel [[Straßenwärterhaus Piffkar]] | : ''Hauptartikel [[Straßenwärterhaus Piffkar]] | ||
| − | Als [[Piffkar]] wird das Gebiet der [[Piff Alm]] auf 1 620 m ü. A. bezeichnet. Neben dem (geschlossenen) [[Gasthof Piffkar]] befindet sich das [[Straßenwärterhaus Piffkar]], ein historischen Straßenwärterhaus, in dem | + | Als [[Piffkar]] wird das Gebiet der [[Piff Alm]] auf 1 620 m ü. A. bezeichnet. Neben dem (geschlossenen) [[Gasthof Piffkar]] befindet sich das [[Straßenwärterhaus Piffkar]], ein historischen Straßenwärterhaus, in dem wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. Z. B. gibt es einen Teil der Ausstellung "[[Die höchsten Salzburger]]" mit der zweitältesten Bergführerfahne [[Österreich]]s, die [[Fuscher Bergführerfahne]], zu sehen. |
=== Hochmais === | === Hochmais === | ||
:''Hauptartikel [[Hochmais (Großglockner Hochalpenstraße)|Hochmais]] | :''Hauptartikel [[Hochmais (Großglockner Hochalpenstraße)|Hochmais]] | ||
| − | In 1 850 m ü. A. befindet sich ein kleiner Parkplatz mit Schautafeln zum Thema "[[Gletscher]], das [[Rotmoos]] und die Höhenstufen der Vegetation". | + | In 1 850 m ü. A. befindet sich ein kleiner Parkplatz mit Schautafeln zum Thema "[[Gletscher]], das [[Rotmoos]] und die Höhenstufen der Vegetation". Vom Parkplatz hat man einen Blick auf mehrere Dreitausender-Berge. |
=== Wilfried-Haslauer-Haus "Alpine Naturschau" === | === Wilfried-Haslauer-Haus "Alpine Naturschau" === | ||
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=== Edelweißstraße === | === Edelweißstraße === | ||
: ''Hauptartikel [[Edelweißstraße]] | : ''Hauptartikel [[Edelweißstraße]] | ||
| − | Im Bereich des Fuscher Törls führt die Edelweißstraße auf die [[Edelweißspitze]] (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es | + | Im Bereich des Fuscher Törls führt die Edelweißstraße auf die [[Edelweißspitze]] (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es einen ''Bikers Point'' für Motorradfahrer mit Informationen über motorsportliche Geschichte der Straße (z. B. über die [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]]). |
=== Fuscher Törl === | === Fuscher Törl === | ||
: ''Hauptartikel [[Fuscher Törl]] | : ''Hauptartikel [[Fuscher Törl]] | ||
| − | + | Vom Fuscher Törl (2 402 m ü. A.) aus hatte der Erbauer der Straße bewusst den südlich gelegenen [[Törlkopf]] umfahren, um so den Besuchern einen perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Beim [[Parkplatz Fuscher Törl II]] befindet sich ein vom Architekten [[Clemens Holzmeister]] errichtete [[Gedenkzeichen Fuscher Törl|Gedenkzeichen]], das an die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter und Ingenieure erinnert. | |
=== Informationsstelle Greifvögel === | === Informationsstelle Greifvögel === | ||
| − | Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke informieren auf 2 320 m ü. A. Schautafeln über die heimischen Greifvögel. | + | Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke informieren auf 2 320 m ü. A. Schautafeln über die heimischen [[Greifvögel]]. |
=== Ausstellung "Bau der Straße" === | === Ausstellung "Bau der Straße" === | ||
[[Datei:Fuscher_Lacke_02.jpg|thumb|die Fuscher Lacke]] | [[Datei:Fuscher_Lacke_02.jpg|thumb|die Fuscher Lacke]] | ||
: ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Ausstellung Bau der Straße|Ausstellung "Bau der Straße"]] | : ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Ausstellung Bau der Straße|Ausstellung "Bau der Straße"]] | ||
| − | Auf 2 262 m ü. A., neben der Fuscher | + | Auf 2 262 m ü. A., neben der Fuscher Lacke, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte des Baues der Großglockner Hochalpenstraße ([[1930]] bis [[1935]]) und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden. |
=== Geologischer Lehrpfad === | === Geologischer Lehrpfad === | ||
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=== Hochtor === | === Hochtor === | ||
: ''Hauptartikel [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor]] | : ''Hauptartikel [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor]] | ||
| − | Am Scheitelpunkt der | + | Am Scheitelpunkt der Durchgangsstraße in 2 504 m ü. A. befindet sich im Hochtor Tunnel die Bundesländergrenze Salzburg und Kärnten. An den Hängen des [[Hochtor (Kärnten)|Hochtor]] wurde ein [[Römer|römisch]]-[[Kelten|keltisches]] Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 [[Kelten|keltische]] und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem [[2. Jahrhundert|2.]] und [[4. Jahrhundert]] nach Christus sowie Münzen aus der Zeit von Königin [[Maria Theresia]]. |
| − | Die Ausstellung "[[Passheiligtum Hochtor]]" | + | Die Ausstellung "[[Passheiligtum Hochtor]]" neben dem Südportal des Hochtors ist eine Zeitreise durch die Jahrtausende, in der der Glocknerübergang die kürzeste [[Handel (historisch)|Handelsroute]] zwischen Nord und Süd darstellte. Sie erzählt auch von der Suche nach dem Rohstoff [[Bergkristall]] und von den [[Goldbergbau|Goldbergwerken]] entlang der Straße. Neben der Ausstellung befinden sich ein Souvenir-Shop und ein Gastrobereich. |
| − | Neben dem Hochtor kann man auf Teilen des "Kelten-, Römer- und [[Samer|Säumerweg]] wandern (ca. 25 Minuten Gehzeit). Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] | + | Neben dem Hochtor kann man auf Teilen des "Kelten-, Römer- und [[Samer|Säumerweg]] wandern (ca. 25 Minuten Gehzeit). Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] Ferleiten kommend hinunter nach Heiligenblut. |
=== Kasereck === | === Kasereck === | ||
| − | An diesem Punkt der Panoramastraße (1 911 m ü. A.) gibt beim [[Parkplatz Kasereck]] | + | An diesem Punkt der Panoramastraße (1 911 m ü. A.) gibt es beim [[Parkplatz Kasereck]] Naturkunde-Informationen sowie ein Rasthaus. |
=== Schöneck === | === Schöneck === | ||
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Die[[Gletscherstraße]] führt zunächst an den obersten Rand eines reinen [[Lärche]]<nowiki>nwaldes</nowiki> bei Schöneck (1 953 m ü. A.) zu einem Lehrweg über die [[Wunderwelt Glocknerwiese|Glocknerwiesen]] samt einer dort eingerichteten Naturschau. | Die[[Gletscherstraße]] führt zunächst an den obersten Rand eines reinen [[Lärche]]<nowiki>nwaldes</nowiki> bei Schöneck (1 953 m ü. A.) zu einem Lehrweg über die [[Wunderwelt Glocknerwiese|Glocknerwiesen]] samt einer dort eingerichteten Naturschau. | ||
| − | Mit bereits Blickkontakt auf den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] fährt man | + | === Glocknernhaus === |
| + | Mit bereits Blickkontakt auf den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] fährt man weiter, vorbei am [[Karl-Volkert-Haus]] zum [[Glocknerhaus]] in 2 131 m ü. A. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des [[Stausee Margaritze|Margaritzen-Stausee]]s der [[Tauernkraftwerke Kaprun|Glockner-Kaprun-Kraftwerke]]. | ||
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| + | Die letzten Kehren vom Glocknerhaus auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe hinauf führen am [[Nassfeld-Speicher]] vorbei, der für den Bau der Straße angelegt wurde. In diesem Bereich hätte, wäre es [[Variantenstreit der Großglockner Hochalpenstraße|nach dem Willen]] des Salzburger Landeshauptmanns Dr. [[Franz Rehrl]] gegangen, die Glocknerstraße von Hochmais durch Tunnels verlaufend auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe geführt werden sollen. | ||
=== Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe === | === Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe === | ||
[[Datei:Kaiser-Franz-Josefs-Hoehe.jpg|thumb|auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] | [[Datei:Kaiser-Franz-Josefs-Hoehe.jpg|thumb|auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] | ||
: ''Hauptartikel [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] | : ''Hauptartikel [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] | ||
| − | Benannt nach dem Besuch des Kaisers [[Franz Joseph I.]], der von Heiligenblut [[1856]] auf die [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe historisch|historische Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] | + | Benannt nach dem Besuch des Kaisers [[Franz Joseph I.]], der von Heiligenblut [[1856]] auf die [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe historisch|historische Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] aufgestiegen war. Kaiserin [[Elisabeth von Österreich]] blieb beim Glocknerhaus auf dem [[Bretterboden]] zurück, den man nach ihrem Besuch dann "Elisabethruhe" nannte. Später wurde dann auch ein Felsen in der Nähe nach ihr benannt, der [[Elisabethfelsen]]. |
| − | Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus sieht man immer noch | + | Von der heutigen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus sieht man immer noch längsten [[Gletscher]] der [[Ostalpen]], die [[Pasterze]] sowie die Bergriesen der [[Großglockner Gipfelregion]], allen voran der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], aber auch den [[Johannisberg]], der sich über dem [[Pasterzenboden|obersten Pasterzenboden]] erhebt. Im [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|Besucherzentrum]] gibt es Dauer- und wechselnde Ausstellungen. Im Glocknerkino beeindrucken faszinierende Impressionen des Großglockners des Universumfilmers Georg Riha und im Glockner-Panorama-Raum. Ergänzt wird das Besucherzentrum noch durch die Sonderschau "WasserLeben" sowie dem Harmonieraum und einen Kraftraum, wo die verschiedenen Energiefelder der Region um den höchsten Berg Österreichs untersucht werden. Seit [[7. Juli]] [[2011]] wird im Besucherzentrum die Dauerausstellung "[[125 Jahre Automobilismus]]" gezeigt. |
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| + | Neben dem Besucherzentrum steht das [[Parkhaus Freiwandeck]], 610 Parkplätze bietet. Davor befindet sich der [[Nationalparkplatz]] mit dem begehbaren Kunstwerk "[[Wellenberg]]" des Salzburger Künstlers [[Johann Weyringer]]. Ebenfalls beim Besucherzentrum beginnt der [[Naturlehrweg Gamsgrube]]. | ||
=== Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte === | === Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte === | ||
[[Datei:Swarovski Warte.jpg|thumb|die Swarovski-Warte]] | [[Datei:Swarovski Warte.jpg|thumb|die Swarovski-Warte]] | ||
:'' Hauptartikel [[Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte]] | :'' Hauptartikel [[Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte]] | ||
| − | Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am | + | Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am [[Panoramaweg Kaiserstein]] gelegen, ist diese [[1998]] errichtete Besucherattraktion zu finden. Der markante Turm aus Glas und Holz symbolisiert einen [[Bergkristall]]. Im Inneren des Gebäudes können mit Hilfe ausgesucht leistungsstarker optischer Geräte Tiere in freier Wildbahn ([[Steinbock|Steinböcke]]), aber auch Bergsteiger bei der [[Großglockner Erstbesteigung|Großglocknerbezwingung]] beobachtet werden. |
== Tunnels == | == Tunnels == | ||
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== Gastronomische Einrichtungen == | == Gastronomische Einrichtungen == | ||
[[Datei:Rehrl_Haus_Grossglockner_Hochalpenstrasse.jpg|thumb|[[Dr.-Franz-Rehrl-Haus]] (Restaurant Fuschertörl)]] | [[Datei:Rehrl_Haus_Grossglockner_Hochalpenstrasse.jpg|thumb|[[Dr.-Franz-Rehrl-Haus]] (Restaurant Fuschertörl)]] | ||
| − | [[Datei:Mankeiwirt, Gasthof Fuscherlacke am Großglockner – 2262m.jpg|thumb|Fuscher Lacke mit Gasthof Fuscherlacke, Mankeiwirt, und altem Straßenwärterhaus]] | + | [[Datei:Mankeiwirt, Gasthof Fuscherlacke am Großglockner – 2262m.jpg|thumb|Fuscher Lacke mit dem ehemaligen Gasthof Fuscherlacke, Mankeiwirt, und altem Straßenwärterhaus]] |
: ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Gastronomie und Übernachtung]]'' | : ''Hauptartikel [[Großglockner Hochalpenstraße Gastronomie und Übernachtung]]'' | ||
Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es eine Reihe von Restaurants, Gasthöfen und Hütten. | Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es eine Reihe von Restaurants, Gasthöfen und Hütten. | ||
| − | == Veranstaltungen (Auswahl) == | + | == Ehemalige und immer noch stattfindende Veranstaltungen (Auswahl) == |
* Etappe der [[Österreich Rundfahrt]] im Radsport, Kür des "[[Glocknerkönig (Österreich Rundfahrt)|Glocknerkönig]]s" | * Etappe der [[Österreich Rundfahrt]] im Radsport, Kür des "[[Glocknerkönig (Österreich Rundfahrt)|Glocknerkönig]]s" | ||
| − | * Etappenziel des [[Giro d'Italia]] (1971 und 2011) | + | * Etappenziel des [[Giro d'Italia]] (1971 und 2011), findet nicht mehr statt |
* [[Glocknerkönig]] für jedermann | * [[Glocknerkönig]] für jedermann | ||
* [[Großglockner Berglauf]] | * [[Großglockner Berglauf]] | ||
* [[Großglockner Bike Challenge]] | * [[Großglockner Bike Challenge]] | ||
| − | * [[Großglockner Trophy]] | + | * [[Großglockner Trophy]], findet nicht mehr statt |
| − | * [[Großglockner Grand Prix]] | + | * [[Großglockner Grand Prix]], findet nicht mehr statt |
* [[Oldtimer Traktor Weltmeisterschaft]] | * [[Oldtimer Traktor Weltmeisterschaft]] | ||
* Glockner-Straßenlauf Ferleiten - Fuschertörl (12,7 km, [[2001]]–[[2003]]) | * Glockner-Straßenlauf Ferleiten - Fuschertörl (12,7 km, [[2001]]–[[2003]]) | ||
* [[Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft]] | * [[Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft]] | ||
| − | * [[Veranstaltungen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] | + | * sowie [[Veranstaltungen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] |
== Straßen-Öffnungszeiten == | == Straßen-Öffnungszeiten == | ||
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::Steigungen bis 14 Prozent | ::Steigungen bis 14 Prozent | ||
:Höhenangaben: | :Höhenangaben: | ||
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::Höhenanstieg: Passstraße bis auf 2 504 m ü. A., Stichstraße "Edelweißspitze" bis auf 2 571 m ü. A. | ::Höhenanstieg: Passstraße bis auf 2 504 m ü. A., Stichstraße "Edelweißspitze" bis auf 2 571 m ü. A. | ||
::Höchster Punkt der Durchzugsstraße: Hochtor (2 504 m ü. A.) | ::Höchster Punkt der Durchzugsstraße: Hochtor (2 504 m ü. A.) | ||
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:[[Großglockner Hochalpenstraße die Kehren|Kehren]]: | :[[Großglockner Hochalpenstraße die Kehren|Kehren]]: | ||
[[Datei:Mittertoerltunnel.jpg|thumb|Osteinfahrt in den Mittertörltunnel]] | [[Datei:Mittertoerltunnel.jpg|thumb|Osteinfahrt in den Mittertörltunnel]] | ||
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:::3 Kehren auf der Gletscherstraße | :::3 Kehren auf der Gletscherstraße | ||
:::6 Kehren auf der Edelweißstraße | :::6 Kehren auf der Edelweißstraße | ||
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:Tunnelhöhen: Mittertörl- und Hochtortunnel: 4,0 m | :Tunnelhöhen: Mittertörl- und Hochtortunnel: 4,0 m | ||
:Schneeräumung: | :Schneeräumung: | ||
| − | ::Dauer: durchschnittlich 14 Tage (Stand | + | ::Dauer: durchschnittlich 14 Tage (Stand 2023) |
::Schneemengen: Bis zu 800 000 m³, entsprechen einem Eisenbahnlastenzug von ca. 250 Kilometer Länge | ::Schneemengen: Bis zu 800 000 m³, entsprechen einem Eisenbahnlastenzug von ca. 250 Kilometer Länge | ||
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== Weblinks == | == Weblinks == | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
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* Presseinformationen der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] | * Presseinformationen der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] | ||
* [[Großglockner Panorama|Großglockner Magazin]], verschiedene Ausgaben | * [[Großglockner Panorama|Großglockner Magazin]], verschiedene Ausgaben | ||
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* sowie alle unter Literatur angeführten Werke | * sowie alle unter Literatur angeführten Werke | ||
| − | + | * Korrespondenz mit GROHAG | |
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
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Version vom 2. Februar 2024, 15:01 Uhr
*** Die Wintersperre wird voraussichtlich bis Ende April 2024 gelten.***
Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Alpenübergang in den Ostalpen in den Hohen Tauern im Bereich der Zentralalpen zwischen dem Land Salzburg und Kärnten. Sie steht seit 2015 unter Denkmalschutz.
Einleitung
Diese Hochgebirgspanoramastraße führt durch ein Landschaftsschutzgebiet, das an das Kerngebiet des Nationalparks Hohe Tauern grenzt. Die Straße ist Mitglied der Dachmarke hello salzburg.
Seit dem Sommer 2015 zählt die Straße, die von der Großglockner Hochalpenstraßen AG als Mautstraße betrieben wird, zu den denkmalgeschützten Objekten in Österreich. Seit 2016 laufen Vorarbeiten zur Anerkennung als UNESCO-Welterbe.
Die Panoramastraße
- Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf
Der Großglockner ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses. Bei einer Fahrt entlang der Großglockner Hochalpenstraße werden Größe und Macht der Bergwelt, die Faszination der Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern und der Urgewalt der Natur erlebbar. Fast eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, der 70millionster Besucher seit der Eröffnung der Straße wurde im Sommer 2022 begrüßt.
Diese Ausflugsstraße folgt abschnittsweise dem Verlauf einer antiken Römerstraße und mittelalterlicher Saumpfade, die - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als Handelswege benützt wurden. Auch Teile der Trasse der historischen Kaiserin-Elisabeth-Straße von Heiligenblut am Großglockner zum Glocknerhaus wurden vom Planer der Straße wirklicher Hofrat Dipl.-Ing Franz Wallack beim Bau Gletscherstraße berücksichtigt.
Die Großglockner Hochalpenstraße ist aber vor allem auch ein Stück österreichischer Identität, wurde sie doch durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen errichtet, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen für ein paar Jahre während der Sommermonate beschäftigen konnte.
Geschichte
- Hauptartikel Chronologie der Großglockner Hochalpenstraße
- Siehe auch Persönlichkeiten im Zusammenhang mit dem Bau der Großglockner Hochalpenstraße
Neben einzelnen Artikeln, die nachstehend angeführt werden, bietet das Salzburgwiki eine Chronologie dieser einzigartigen hochalpinen Panoramastraße mit Daten bis heute.
Bauliche Meisterleistung
- Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Baugeschichte
- Siehe auch Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße und Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße
Erstmals Ende der 1890er-Jahre kam beim Alpenverein Sektion Klagenfurt die Idee auf, im Zuge der Errichtung ihrer geplanten Glocknerhausstraße von Heiligenblut zum Glocknerhaus, eine Straße von Guttal über das Hochtor nach Ferleiten zu errichten. 1896 wurde dieses Projekt aber dann mangels Interesse bei den öffentlichen Stellen und fehlender Finanzierung - vorerst - wieder aufgegeben.[1] 1894 stellte Ingenieur Raimund Pierl bei der Jahreshauptversammlung der Sektion Klagenfurt sein Projekt einer Straße nach Ferleiten vor. Auf seinen Antrag hin beschloss die Sektion, den Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein dafür zu interessieren, dass er anlässlich des 50jährigen Regierungsjubliäums von Kaiser Franz Joseph I. einen Straßenbau über die Hohen Tauern anregen möge. Ing. Th. Schenkel hatte bereits eine Vortrassierung vorgenommen: Von der Glocknerhausstraße abzweigend über das Mittertörl und Fuscher Törl, zur Trauneralm und den Lucashansl. Die Trasse hatte eine durchschnittliche Steigung von zehn Prozent und eine Länge von 27,5 Kilometern.[2]
Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über das Hochtor vorlegte, erntete sie vorwiegend Spott. In einer Zeit, in der es in Österreich, Deutschland und Italien zusammen erst 154 000 Pkw, 92 000 Motorräder und knapp 2 000 km asphaltierte Überlandstraßen gab, durchlitt Österreich die wirtschaftlich katastrophalen Folgen der Niederlage im Ersten Weltkrieg. Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die Alpentäler dem automobilen Fremdenverkehr erschließen sollte, gab schließlich 1929 der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht. Die Arbeitslosigkeit stieg über die 500 000-Personen-Grenze, das waren 26 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab.
Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens bis zu angeblich 3 200[3] von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Straßenbreite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich "gewiss 120 000 Besucher" kämen. 1936, im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es dann bereits aber schon 146 427 und 1938 stieg die Besucherzahl auf 374 465 Personen!
Am 30. August 1930, um 11:40 Uhr, drückte die kleine Traude, die Tochter des Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, Franz Rehrl und der Erbauer der Straße Franz Wallack, eine Sensation. Mit einem adaptierten Steyr 100-Automobil gelang ihnen auf der noch teilweise in Rohbau befindlichen, holprigen Scheitelstrecke die erste Alpenüberquerung in einem Pkw. Ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am 3. August 1935 eröffnet und tags darauf mit einem internationalen Auto- und Motorradrennen in Betrieb genommen.
Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten im Kärntner Mölltal und vom Salzburger Salzachtal 910 Mio. Schilling (Geldwert 1990, historischer Währungsrechner 1935-2024: 4,1 Milliarden Euro), um sieben Millionen Schilling weniger als der Kostenvoranschlag.
2015: 80 Jahre sowie Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe
- Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe
- Siehe auch 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße - alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr
2015 feierte die Panoramastraße ihr 80-jähriges Bestandsjubiläum[4]. Einen zusammenfassenden Überblick über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr bietet der Artikel 2015: Die Großglockner Hochalpenstraße wurde 80 - ein Rückblick.
2020: Das erste Coronajahr
Nach einem schwierigen Start und einem Frequenzminus im Mai und Juni von bis zu 80 % hatten sich die Monate Juli, August und September für die Betriebe der GROHAG sehr gut entwickelt. "An der Großglockner Hochalpenstraße konnten wir in drei Monaten eine halbe Million Gäste begrüßen, der September brachte sogar einen deutlichen Besucherzuwachs. Auch wenn die sieben Glockner-Shops und der Shop der WasserWelten Krimml aufgrund der (notwendigen) Covid-19-Maßnahmen bzw. der fehlenden internationalen Gästegruppen mit einem Minus von 50 % abschließen werden, sind wir doch positiv gestimmt, denn unsere Erwartungen wurden übertroffen. Andere verbundene Betriebe wie die Gerlos Alpenstraße oder die WasserWelten Krimml wurden ebenso wie die Villacher Alpenstraße relativ gut frequentiert; die Kärntner Ausflugsstraßen Goldeck Panoramastraße und Nockalmstraße könnten das Vorjahresergebnis sogar übertreffen", so Johannes Hörl, Chef der GROHAG-Gruppe in einer Aussendung im Oktober 2020.
Elektromobilität
Die GROHAG ist führend beim Ausbau der Elektroladeinfrastruktur im Umfeld der schönsten Panoramastraßen Österreichs. Bereits seit 2011 forciert die GROHAG E-Mobilität als zukunftsweisende Art der Fortbewegung auf ihren alpinen Ausflugsstraßen in Schutzgebieten. Neben kostenfreien oder kostenpflichtigen (Super-Charger) E-Tankstellen bietet die GROHAG auch ermäßigte Tickets für E- und H2-KFZ.
Besucherzahlen
- Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Besucherzahlen
Mit 120 000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog 1938 bereits knapp 375 000 Besucher in 98 000 Fahrzeugen an. Heute besuchen bis zu rund 900 000 Personen jährlich die Straße. Am 23. September 2022 wurde der 70millionster Besucher auf der Großglockner Hochalpenstraße begrüßt.
Öffnungstage
- Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Öffnungstage
2011 konnte die Straße bereits ab dem Gründonnerstag vor Ostern, den 21. April, eröffnet werden, so früh, wie seit 35 Jahren nicht mehr (16. April 1976). Trotz eines 20prozentigen Rückgangs der Besucherzahlen im Juli konnte die GROHAG aufgrund eines schönen Spätsommers und Herbst aber dann doch 280 000 Einfahrten verzeichnen. Am 14. November, nach 207 Öffnungstagen, begann dann für die Großglockner Hochalpenstraße nach der längsten Saison seit Jahrzehnten die Wintersperre. 1940 war mit 80 Öffnungstagen die kürzeste Saison, 1963 mit 282 Tagen, war die längste Saison (21. April bis 30. Jänner 1964!)
Schneeräumung
- Hauptartikel Schneeräumung Großglockner Hochalpenstraße
Eine entscheidende Rolle für die Frequenz spielt auf hochalpinen Straßen die Schneeräumung. In den Jahren 1936 und 1937 schaufelten 350 Männer in durchschnittlich 70 Tagen 250 000 m³ Schnee, um die Straße zumindest einspurig freizulegen. Dann wurden bereits technische Hilfsmittel eingesetzt und die Straße konnte zweispurig geräumt werden. Seit 1953 räumen jedes Jahr im April fünf Rotationspflug "System Wallack" und nur mehr zwölf Arbeiter der GROHAG in zirka 14 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen.
Der Einsatz der für Rotationspflüge, die oft auch von modernen Fräsmaschinen (zu Testzwecken) unterstützt werden, verlängerte die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es 1937 nur 132 Tage, konnte man 1963 sogar an 282 Tage die Glocknerstraße befahren. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Üblicherweise ist die Großglockner Hochalpenstraße von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet.
2020: Das Corona-Jahr
Erstmals in der Geschichte des Bestehens der Straße hätte sie im April 2020 nicht vom Schnee geräumt werden sollen. Die Infektionskrankheit Covid-19 ließ den üblichen Terminplan der Schneeräumung im April platzen. Am 5. April 2020 hieß es noch, dass die Öffnung der Straße nach ihrer Wintersperre ungewiss sei und die alljährliche Schneeräumung samt dem traditionellen Durchstich (Treffen der beiden Schneeräummannschaften) nicht im April stattfinden werde. In diesem Jahr sollte zunächst die Sonne die "Schneeräumung" bewirken. Wie die Sonne die Situation bis zum Beginn der Schneeräumung beeinflusste, wird in im Artikel Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung 2020 an Hand von Vergleichsbildern von der Webcam am Törlkopf dokumentiert. Nachdem sich Anfang Mai 2020 aber die Corona-Situation deutlich entspannt hatte, wurde am 7. Mai bei einer vorgezogenen Generalversammlung der Gesellschafter der Straße - Land Salzburg, Land Kärnten und Bund - die Entscheidung zur Öffnung der Straße getroffen und damit auch der Beginn der Schneeräumung mit 11. Mai festgelegt. Am 27. Mai 2020 konnte die Straße für den Verkehr freigegeben werden.
Straßenverlauf
- Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf
- Siehe auch Großglockner Hochalpenstraße die Kehren
Auf Salzburger Seite beginnt die Straße mit Kilometer Null in Bruck an der Großglocknerstraße im Pinzgau. Die Straße schlängelt sich zunächst durch das Fuscher Tal bis hinauf zur Waldgrenze. Am Beginn des Ferleitentals, bei der Kassenstelle Ferleiten, beginnt dann die mautpflichtige Hochalpenstraße. Die Straße windet sich in mehreren Kehren immer höher in die baumlose Zone durch die Hexenküche unterhalb der Edelweißwand zum Oberen Nassfeld. Dann sieht man bereits bis zum Fuscher Törl und zur Edelweißspitze. Bei einem Blick zurück ins Tal öffnet sich der Blick auf die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der Ostalpen, die Ostseite des Großen Wiesbachhorns.
Von der Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, auf die die Edelweißstraße führt, bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender sowie fast 20 Gletscher abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern bildet. Die Straße selbst liegt in einer etwa 60 Meter breite Ausnahmezone und zählt nicht zum Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern.
Nach dem Fuscher Törl führt die Straße zunächst noch kurz bergwärts um den Törlkopf, dann aber abwärts an der Fuscher Lacke (2 261 m ü. A.) mit dem ehemaligen Straßenwärterhaus, das die Ausstellung Bau der Straße beherbergt und dem Gasthaus F.A.T. - Mankei, dem ehemaligen Gasthof Fuscherlacke "Mankeiwirt", vorbei und durch das Mittertörl, einem kurzen Tunnel, weiter zum Hochtor Tunnel (2 504 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Durchgangsstraße Salzburg-Kärnten. Jenseits des Hochtor Tunnels, das das Bundesland Salzburg mit Kärnten verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die ins Mölltal nach Heiligenblut am Großglockner führt.
Vom Hochtor Tunnel führt die Straße wieder talwärts, am Berggasthof Wallackhaus vorbei. Bei Guttal (1 859 m ü. A.) treffen sich beim wahrscheinlich höchstgelegenen Kreisverkehr Europas, dem Kreisverkehr Guttal, die Kärntner Südrampe der Großglocknerstraße , die Gletscherstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und die vom Hochtor kommende Scheitelstrecke der Panoramastraße. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus bietet sich ein Blick über den Rest des Pasterzen-Gletschers hin zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein großes Parkhaus, das Parkhaus Freiwandeck.
Parkplätze
Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es rund 3 000 Parkplätze an rund 230 Rastplätzen.
Ausstellungen, Naturlehrwege und Aussichtspunkte entlang der Straße
- Hauptartikel Ausstellungen an der Großglockner Hochalpenstraße
Das Mautticket inkludiert den freien Eintritt zu allen Einrichtungen entlang der Straße, ausgenommen der Gletscherbahn Pasterze auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Die Ausstellungen sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besichtigungsmöglichkeiten im Verlauf ab Kassenstelle Ferleiten:
Piffkar
- Hauptartikel Straßenwärterhaus Piffkar
Als Piffkar wird das Gebiet der Piff Alm auf 1 620 m ü. A. bezeichnet. Neben dem (geschlossenen) Gasthof Piffkar befindet sich das Straßenwärterhaus Piffkar, ein historischen Straßenwärterhaus, in dem wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. Z. B. gibt es einen Teil der Ausstellung "Die höchsten Salzburger" mit der zweitältesten Bergführerfahne Österreichs, die Fuscher Bergführerfahne, zu sehen.
Hochmais
- Hauptartikel Hochmais
In 1 850 m ü. A. befindet sich ein kleiner Parkplatz mit Schautafeln zum Thema "Gletscher, das Rotmoos und die Höhenstufen der Vegetation". Vom Parkplatz hat man einen Blick auf mehrere Dreitausender-Berge.
Wilfried-Haslauer-Haus "Alpine Naturschau"
- Hauptartikel Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus
- siehe auch Alpine Naturschau
Im "Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus" im Oberen Nassfeld zeigt die Ausstellung "Alpine Naturschau" die hoch sensible und äußerst vielfältige Bergwelt der Hohen Tauern.
Edelweißstraße
- Hauptartikel Edelweißstraße
Im Bereich des Fuscher Törls führt die Edelweißstraße auf die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es einen Bikers Point für Motorradfahrer mit Informationen über motorsportliche Geschichte der Straße (z. B. über die Großglockner Automobil- und Motorradrennen).
Fuscher Törl
- Hauptartikel Fuscher Törl
Vom Fuscher Törl (2 402 m ü. A.) aus hatte der Erbauer der Straße bewusst den südlich gelegenen Törlkopf umfahren, um so den Besuchern einen perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Beim Parkplatz Fuscher Törl II befindet sich ein vom Architekten Clemens Holzmeister errichtete Gedenkzeichen, das an die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter und Ingenieure erinnert.
Informationsstelle Greifvögel
Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke informieren auf 2 320 m ü. A. Schautafeln über die heimischen Greifvögel.
Ausstellung "Bau der Straße"
- Hauptartikel Ausstellung "Bau der Straße"
Auf 2 262 m ü. A., neben der Fuscher Lacke, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte des Baues der Großglockner Hochalpenstraße (1930 bis 1935) und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden.
Geologischer Lehrpfad
- Hauptartikel Geologischer Lehrpfad
Kurz nach der Fuscher Lacke in Richtung Hochtor kann man sich auf 2 290 m ü. A. über geologische Details der Hohen Tauern an Hand von Schautafeln und Gesteinsbrocken informieren.
Hochtor
- Hauptartikel Hochtor
Am Scheitelpunkt der Durchgangsstraße in 2 504 m ü. A. befindet sich im Hochtor Tunnel die Bundesländergrenze Salzburg und Kärnten. An den Hängen des Hochtor wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 keltische und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus sowie Münzen aus der Zeit von Königin Maria Theresia.
Die Ausstellung "Passheiligtum Hochtor" neben dem Südportal des Hochtors ist eine Zeitreise durch die Jahrtausende, in der der Glocknerübergang die kürzeste Handelsroute zwischen Nord und Süd darstellte. Sie erzählt auch von der Suche nach dem Rohstoff Bergkristall und von den Goldbergwerken entlang der Straße. Neben der Ausstellung befinden sich ein Souvenir-Shop und ein Gastrobereich.
Neben dem Hochtor kann man auf Teilen des "Kelten-, Römer- und Säumerweg wandern (ca. 25 Minuten Gehzeit). Über das Hochtor zieht auch alljährlich die Großglockner Wallfahrt Ferleiten kommend hinunter nach Heiligenblut.
Kasereck
An diesem Punkt der Panoramastraße (1 911 m ü. A.) gibt es beim Parkplatz Kasereck Naturkunde-Informationen sowie ein Rasthaus.
Schöneck
- Hauptartikel Schöneck
DieGletscherstraße führt zunächst an den obersten Rand eines reinen Lärchenwaldes bei Schöneck (1 953 m ü. A.) zu einem Lehrweg über die Glocknerwiesen samt einer dort eingerichteten Naturschau.
Glocknernhaus
Mit bereits Blickkontakt auf den Großglockner fährt man weiter, vorbei am Karl-Volkert-Haus zum Glocknerhaus in 2 131 m ü. A. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des Margaritzen-Stausees der Glockner-Kaprun-Kraftwerke.
Die letzten Kehren vom Glocknerhaus auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe hinauf führen am Nassfeld-Speicher vorbei, der für den Bau der Straße angelegt wurde. In diesem Bereich hätte, wäre es nach dem Willen des Salzburger Landeshauptmanns Dr. Franz Rehrl gegangen, die Glocknerstraße von Hochmais durch Tunnels verlaufend auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe geführt werden sollen.
Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
- Hauptartikel Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Benannt nach dem Besuch des Kaisers Franz Joseph I., der von Heiligenblut 1856 auf die historische Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aufgestiegen war. Kaiserin Elisabeth von Österreich blieb beim Glocknerhaus auf dem Bretterboden zurück, den man nach ihrem Besuch dann "Elisabethruhe" nannte. Später wurde dann auch ein Felsen in der Nähe nach ihr benannt, der Elisabethfelsen.
Von der heutigen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus sieht man immer noch längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze sowie die Bergriesen der Großglockner Gipfelregion, allen voran der Großglockner, aber auch den Johannisberg, der sich über dem obersten Pasterzenboden erhebt. Im Besucherzentrum gibt es Dauer- und wechselnde Ausstellungen. Im Glocknerkino beeindrucken faszinierende Impressionen des Großglockners des Universumfilmers Georg Riha und im Glockner-Panorama-Raum. Ergänzt wird das Besucherzentrum noch durch die Sonderschau "WasserLeben" sowie dem Harmonieraum und einen Kraftraum, wo die verschiedenen Energiefelder der Region um den höchsten Berg Österreichs untersucht werden. Seit 7. Juli 2011 wird im Besucherzentrum die Dauerausstellung "125 Jahre Automobilismus" gezeigt.
Neben dem Besucherzentrum steht das Parkhaus Freiwandeck, 610 Parkplätze bietet. Davor befindet sich der Nationalparkplatz mit dem begehbaren Kunstwerk "Wellenberg" des Salzburger Künstlers Johann Weyringer. Ebenfalls beim Besucherzentrum beginnt der Naturlehrweg Gamsgrube.
Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte
- Hauptartikel Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte
Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am Panoramaweg Kaiserstein gelegen, ist diese 1998 errichtete Besucherattraktion zu finden. Der markante Turm aus Glas und Holz symbolisiert einen Bergkristall. Im Inneren des Gebäudes können mit Hilfe ausgesucht leistungsstarker optischer Geräte Tiere in freier Wildbahn (Steinböcke), aber auch Bergsteiger bei der Großglocknerbezwingung beobachtet werden.
Tunnels
Hochtor
- Hauptartikel Hochtor
In der Mitte des Hochtor-Tunnels befindet sich die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Der 302 lange Tunnel hat an seiner Nordseite eine Höhe von 2 504 m ü. A. und neigt sich im Tunnel einige Meter nach Süden auf 2 500 m ü. A. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten (ebenso wie jene des Mittertörl-Tunnels) mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde.
Mittertörl-Tunnel
- Hauptartikel Mittertörl
Das Mittertörtl befindet sich auf 2 373 m ü. A. zwischen der Fuscher Lacke und dem Hochtor.
Gastronomische Einrichtungen
Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es eine Reihe von Restaurants, Gasthöfen und Hütten.
Ehemalige und immer noch stattfindende Veranstaltungen (Auswahl)
- Etappe der Österreich Rundfahrt im Radsport, Kür des "Glocknerkönigs"
- Etappenziel des Giro d'Italia (1971 und 2011), findet nicht mehr statt
- Glocknerkönig für jedermann
- Großglockner Berglauf
- Großglockner Bike Challenge
- Großglockner Trophy, findet nicht mehr statt
- Großglockner Grand Prix, findet nicht mehr statt
- Oldtimer Traktor Weltmeisterschaft
- Glockner-Straßenlauf Ferleiten - Fuschertörl (12,7 km, 2001–2003)
- Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft
- sowie Veranstaltungen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Straßen-Öffnungszeiten
Die Straße ist von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet (wetterabhängig)
Nachtsperre: 15. Juni bis 15. September jeweils von 22:00 bis 05:00 Uhr
Vor- und Nachsaison von 20:30 bis 06:00 Uhr
Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre.
Akuelle Informationen über kurze wetterbedingte Sperrungen werden auf der Startseite der homepage eingeblendet.
Information
- Großglockner Hochalpenstraßen AG
- Rainerstraße 2
- 5020 Salzburg
- Telefon: (06 62) 87 36 73 - 0
- Telefax: (06 62) 87 36 73 - 13
- E-Mail: info@grossglockner.at
Daten im Überblick
Eine Chronologie der Straße findest du im Artikel Chronologie der Großglockner Hochalpenstraße.
Ein Übersicht über alle Artikel im Salzburgwiki über die Großglockner Hochalpenstraße bietet der Artikel Großglockner Hochalpenstraße Artikelübersicht.
Daten zur Straße
- Länge:
- Gesamtlänge: 48 km
- Durchzugsstraße: 37,7 km
- Edelweißstraße: 1,6 km
- Gletscherstraße: 8,7 km
- Steigungen bis 14 Prozent
- Höhenangaben:
- rund 23 Kilometer liegen über 2 000 m ü. A.: 15,4 Kilometer der Durchzugsstraße, sowie sechs Kilometer von der Gletscherstraße und die Edelweißstraße[5]
- Höhenanstieg: Passstraße bis auf 2 504 m ü. A., Stichstraße "Edelweißspitze" bis auf 2 571 m ü. A.
- Höchster Punkt der Durchzugsstraße: Hochtor (2 504 m ü. A.)
- Höchster befahrerbarer Punkt: Parkplatz Edelweißspitze (2 571 m ü. A.)
- Kehren:
- Kehrenradius: Mindestkehre zwölf Meter
- Kehrenradius im Durchschnitt: 15 m
- Anzahl der Kehren:
- 27 Kehren auf der Durchzugsstraße
- 3 Kehren auf der Gletscherstraße
- 6 Kehren auf der Edelweißstraße
- Parkplätze: insgesamt 230 Rast- und Parkplätze für rund 3 000 Pkw und 70 ausgewiesene Busparkplätze[5]
- Tunnelhöhen: Mittertörl- und Hochtortunnel: 4,0 m
- Schneeräumung:
- Dauer: durchschnittlich 14 Tage (Stand 2023)
- Schneemengen: Bis zu 800 000 m³, entsprechen einem Eisenbahnlastenzug von ca. 250 Kilometer Länge
Bilder
Großglockner Hochalpenstraße – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
rund 300 historische Aufnahme und Ansichtskarten von der Großglockner Hochalpenstraße – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Großglockner Hochalpenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
weitere Bildersammlungen im Internet
- historische Bilder von der Straße aus dem Jahr 1939
- private Internetseite mit Bildern von der Großglockner Hochalpenstraße
Videos
- Großglockner Hochalpenstraße Videos, alle Videos über die Straße, die es bereits im Salzburgwiki zu sehen gibt
- www.youtube.com/grossglocknerstrasse, alle Videos über die Straße in Youtube
Literaturtipps
Weblinks
- der Blog
- im Facebook
- "2015: 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße"
- Großglockner Trophy für historische Rennmotorräder
- dewiki.de/Lexikon
Quellen
- Presseinformationen der Großglockner Hochalpenstraßen AG
- Großglockner Magazin, verschiedene Ausgaben
- Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien
- freytag & berndt Wanderkarte Großglockner, Kaprun, Zell am See, 1:50 000
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- Salzburger Geographisches Informationssystem (SAGIS), im Internet unter www.salzburg.gv.at/sagismobile... abrufbar.
- sowie alle unter Literatur angeführten Werke
- Korrespondenz mit GROHAG
Einzelnachweise
- ↑ anno.onb.ac.at "Dillinger's Reise- und Fremden-Zeitung", Ausgabe 20. Mai 1896, Seite 8
- ↑ anno.onb.ac.at "Dillinger's Reise- und Fremden-Zeitung", Ausgabe 1. August 1895, Seite 8
- ↑ diese Zahl war jedoch zu hoch und aus Gründen der Propaganda von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl verwendet worden; tatsächlich betrug der Höchststand gleichzeitig tätiger Arbeiter 2 357 im Sommer 1931, Quelle Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments Seite 258
- ↑ siehe dazu auch "2015: 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße
- ↑ 5,0 5,1 E-Mail GROHAG Marketing Abteilung am 1. Februar 2024 auf Anfrage von Admin. Peter Krackowizer
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