Befestigung der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Salzburg_Stadtmauer.jpg|thumb|Reste der Stadtmauer von Salzburg zwischen [[Mozartplatz]] und [[Salzach]]]]
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[[Datei:Salzburg_Stadtmauer.jpg|thumb|Reste der Lodronschen Stadtmauer von Salzburg zwischen [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] und [[Salzach]] im Hintergrund.]]
[[Datei:Stadtmauer am Rudolfskai.jpg|thumb|Stadtmauer am [[Rudolfskai]]]]
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[[Datei:Stadtmauer am Rudolfskai.jpg|thumb|Lodronsche Stadtmauer am [[Rudolfskai]].]]
[[Datei:Wappen an der Stadtmauer am Rudolfskai.jpg |thumb|Wappen an der Stadtmauer am Rudolfskai]]
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[[Datei:Befestigung der Stadt Salzburg Rudolfskai.jpg|thumb|Reste der Befestigung auf Höhe des [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatzes]].]]
Die '''Stadtbefestigungen''' rund um die [[Stadt Salzburg]] sicherten über Jahrhunderte die Bürger der Stadt.
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[[Datei:Salzburg Altstadt Hohensalzburg 1900.jpg|thumb|Der Rudolfskai um 1900, gut zu sehen, die Reste der Stadtmauer.]]
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Die '''Befestigung''' der [[Stadt Salzburg]] sicherte über Jahrhunderte die Stadt und ihre Bewohner. Beiderseits der [[Salzach]] führte seit der Zeit der ersten Stadtbefestigung ein geschlossener Ring von Mauern (teilweise auch senkrecht behauene Felsen) um die heutige [[Altstadt]], die auch die [[Festung Hohensalzburg]] mit einschlossen, der erst [[1860]] seine wehrhafte Bedeutung verlor und wenige Jahre später weitgehend abgerissen wurde.
  
Unter Einschluss der [[Festung Hohensalzburg]] führte ein geschlossener Ring von Stadtmauern um die Stadt (d.h. die heutige [[Altstadt]].
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== Die erste Stadtbefestigung (11./12. bis 13. Jahrhundert) ==
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=== Die linksseitige Altstadt ===
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Die erste Stadtmauer der linksseitigen Altstadt führte vom Westertor (später [[Gstättentor]]) nördlich der [[Getreidegasse]], die damals nur auf der linken südlichen Seite mit Häuser bebaut war, entlang über den [[Niederleg-Hof|Niederlegturm]] bis zum ältesten Brückentor (vermutlich im heutigen Raum [[Judengasse]] 3). Von dort führte der Wehrmauerzug im Bereich der heutigen nordöstlichen Häuserzeile an der Judengasse entlang bis zur Webergasse (heute [[Pfeifergasse]]), weiter zum [[Kumpfmühltor]] und von dort zum [[Inneres Nonntaler Tor|Inneren Nonntaler Tor]].
  
==Die Wehrmauern der 1. Stadtbefestigung im 11. - 13. Jahrhundert==
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=== Die rechtsseitige Altstadt ===  
Erhaltene Teile dieser BEfestigung sind
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Die erste Stadtmauer der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] umschloss nur einen kleinen Bereich um den [[Platzl|Brückenkopf]] der [[Staatsbrücke|Hauptbrücke]]. Salzachseitig verlief die Wehrmauer vom [[Lederertor]] bis zum [[Inneres Steintor|Inneren Steintor]]. Der weitere Verlauf führte von der nördlichen Hauszeile der [[Lederergasse]] mit dem [[Sauterbogen]] zur nördlichen Hauszeile des [[Königsgässchen]]s, von dort zum [[Inneres Ostertor|Ostertor]] (später Inneres Ostertor) und von dort auf den westlichen Ausläufer des [[Kapuzinerberg]]es hinauf zum [[Trompeterschlössl]] (heute [[Kapuzinerkloster Salzburg|Kapuzinerkloster]]). Vom Trompeterschlössl führte die Befestigung über steile Felswände zum Inneren Steintor.
* [[Stadtmauerreste bei Umbauarbeiten entdeckt|Stadtmauerreste]] in Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus]]es) oder im Bereich des [[Großgasthof Sternbräu|Großgasthofes Sternbräu]]  
 
* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]) und der [[Lambergturm]] am [[Mönchsberg]] (beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg ([[Richterhöhe]]).
 
* Die Wehrmauern beim [[Benediktinenstift Nonnberg]] und
 
* verschiedene '''[[Salzburger Stadttore|Stadttore]]'''
 
: (siehe ''Hauptartikel: [[Stadttore in Salzburg]])''
 
* Ein Stadtmauernrest in einem Hof der [[Lederergasse]] (Lederergasse 1 und 3)
 
* der gut erhaltene Wehrmauerteil westlich der [[Franziskuspforte]] samt erhaltenen Zinnen (Linzer Gasse 14)  
 
  
==Die Wehrmauern der 2. Stadtbefestigung (etwa [[1465]] - [[1490]])==
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=== Der Mönchsberg ===
DErhaltene Teile der Wehranlagen sind:
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Auf dem [[Nonnberg]] führte die Wehrmauer steil zum [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Klosterbereich]] hinauf und von dort über das [[Äußeres Nonnbergtor|Äußere Nonnbergtor]] weiter zum Hauptschloss (heute [[Festung Hohensalzburg]]). Von der Festung verlief sie dann entlang des steilen Südabbruches des [[Mönchsberg]]es über die [[Mönchsbergscharte]] über ein dort vorhandenes Stadttor und den ''[[Roter Turm|Roten Turm]]'' zu den Türmen der Zwingers im Südwesten des Berges (heute [[Richterhöhe]]) und von dort weiter zum Raum der [[Bürgerwehr]], wo die Befestigung schon damals den Berg in zwei Teile trennte um an den steilen Felsabbrüchen direkt oberhalb des [[Klausentor]]es zu enden.   
* Die [[Bürgerwehr]] auf dem Mönchsberg, ein achttürmiger Stadtmauerteil mit doppeltem Mauerzug samt aufgesetzten Wehrgängen (über [[Sigmundstor]]), [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt
 
* Die Reste des [[Äußeres Nonntaler Tor|Äußeren Nonntaler Tores]] im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14 (Landeskindergarten) , erst verändert und wenig später aufgelassen unter Paris Lodron
 
* Reste der Wehrmauer (Stadtmauer) in der [[Paris-Lodron-Straße]] als straßenseitige Begrenzungsmauer beim [[Loretokloster]]
 
* Die Bürgerwehr auf dem Mönchsberg 
 
  
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=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===
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* [[Stadtmauerreste bei Umbauarbeiten entdeckt|Stadtmauerreste]] in verschiedenen Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus der Stadt Salzburg|Rathauses]]) oder im Bereich des [[Großgasthof Sternbräu|Großgasthofes Sternbräu]]
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* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]), der [[Abtturm]]  (auch Lambergturm, beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg (heutige  Richterhöhe).
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* Wehrmauerreste nächst dem [[Benediktinenstift Nonnberg]]
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* Ein Stadtmauernrest im Hof der Häuser [[Lederergasse]] 1 und 3
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* Der Wehrmauerteil westlich der [[Franziskuspforte]] samt erhaltenen Zinnen ([[Linzer Gasse]] 14)
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== Die zweite Stadtbefestigung (1465 bis 1480) ==
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=== Erweiterungen und Verstärkungen der rechten Altstadtseite ===
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Schon im Verlauf des [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]]s waren den beiden wichtigen Stadttoren ([[Inneres Ostertor|Ostertor]] und [[Inneres Steintor|Steintor]]) zur besseren Sicherung der Stadt zusätzliche Stadttore vorgestellt worden. Damals wurde wohl bereits auch ein erstes [[Bergstraßtor]] auf der Straße nach [[Bergheim]] errichtet.     
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Nach 1460 wurde durch eine zweite Stadtmauer der gesamte Raum zwischen der heutigen [[Dreifaltigkeitsgasse]], der [[Paris-Lodron-Straße|Paris-Lodron]]- und der [[Wolf-Dietrich-Straße]] eingeschlossen. Als starke Befestigung nach Nordosten zu wurde als Eckturm der [[Hexenturm (Stadt Salzburg)|Hexenturm]] erbaut, ein ähnlicher, längst abgerissener Turm bestand im Bereich des heutigen Nordtraktes des [[Lodronsche Primogenitur|Lodronschen Primogeniturpalastes]] (heute Sitz der [[Universität Mozarteum]]), der sich als Torturm auch über der damaligen [[Bergstraße]] nach Bergheim hin ausdehnte. Als kleines Tor wurde damals das [[Kotbrückltor]] (wohl im Bereich des [[Bruderhof]]es) angelegt.   
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=== Erweiterungen und Verstärkungen der linken Altstadtseite und des Mönchsberges === 
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Unter [[Fürsterzbischof]] [[Burkhard II. von Weißpriach]] wurde die erste Stadtmauer entlang der ganzen [[Getreidegasse]], die damals nur auf der südlichen Seite mit Häuser bebaut war, bis zu zehn Meter zur Salzach hinaus versetzt und dort eine neue, die zweite Stadtmauer errichtet. Eine kleinräumige Erweiterung der Stadtbefestigung erfolgt auch im Umfeld des damals neu errichteten [[Äußeres Nonntaler Tor|Äußeren Nonntaler Tores]]. Auch die Wehrmauern auf dem Mönchsberg wurden verstärkt.
 
   
 
   
==Die 3. Stadtbefestigung (um [[1620]] - [[1648]] (Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]]==
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Die Bürgerwehr wurde damals mit - [[1487]]/88 nur mit zwei starken Türmen versehen - weitgehend neu errichtet, die nach 1500 zu einer achttürmigen Anlage erweitert wurde. Sie besaß einen tiefen Wehrgraben, einen doppeltem Mauerzug mit jeweils aufgesetzten Wehrgängen. Ein Wehrmauer wurde damals von den beiden Zwingern im Südwesten des Mönchsberges hinunter zum [[Römertor]] in der äußeren [[Riedenburg]] angelegt.
Der weitaus größte Teil der historischen Wehranlagen der Stadt sind nicht erhalten.
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* Der alte Ring aus Bollwerken, bestehend aus dem [[St. Vital Bollwerk]] (heute [[Kurgarten]]), dem [[St. Virgil Bollwerk]], dem [[St. Heinrich Bollwerk]], dem [[St. Rupert Bollwerk]] und  dem "halben" [[St. Sebastian Bollwerk]], wurde [[1866]] und den Folgejahren geschliffen. Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im ringförmigen Verlauf von  [[Franz-Josef-Straße]] und [[Auerspergstraße]] noch nachempfunden werden. Hier lagen früher die mächtigen Bollwerke, die im Westen bis zur Hubert Sattlergasse reichten. Die vorgelagerten Vorwerke, die Ravelins und Hornwerke reichten einst viel weiter nach Nordne und Osten, im Westen reichten sie etwa bis zur heutigen Bahnlinie.
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=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===
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* Die Reste des [[Äußeres Nonntaler Tor|Äußeren Nonntaler Tores]] im Haus [[Schanzlgasse]] 14 (dem heutigen [[Landeskindergarten Schanzlgasse|Landeskindergarten]]), unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] erst verstärkt und wenig später aufgelassen,
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* Reste der Stadtmauer in der [[Paris-Lodron-Straße]], heute die straßenseitige hohe Begrenzungsmauer beim [[Loretokloster]]
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* Die Bürgerwehr auf dem Mönchsberg. Hier fanden [[2005]]/[[2006]] erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt.
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* Der [[Barbaraturm]] auf dem Mönchsberg und vermutlich einzelne weitere Wehrtürme auf dem Berg.
  
* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte]] und [[Monikapforte]] und nächstgelegen dem Klausen-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]). Der vordere Wehrgraben ist heute zugeschüttet und durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt 
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== Die dritte Stadtbefestigung 1620 bis 1648 ==
* durchgehender Wehrmauernzug und skarpierte Felsen des Mönchsbergs
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Während der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron die dritte Stadtbefestigung errichtet und die Stadt Salzburg besonders im Norden mit starken Festungswerken geschützt. Der größte Teil dieser Lodronschen Stadtbefestigung ist heute nicht mehr erhalten. Die militärische Befestigung bezog im Süden den gesamten Festungsberg und den gesamten Mönchsberg mit ein und bestand im Norden vor allem aus [[Bollwerk]]en (Bastionen), mit Wallschilden ([[Begriffe Stadtbefestigungen und Verteidigungsanlagen#Ravelin|Ravelins]]) und aus vorgelagerten [[Begriffe Stadtbefestigungen und Verteidigungsanlagen#Hornwerk|Hornwerken]]. Auch der gesamte Kapuzinerberg wurde in die Befestigung einbezogen.   
* das Torwächterhaus des Zwingers unterhalb der Richterhöhe 
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* Die „Katze“ (in der ersten Anlage aus der Zeit der 2. Stadtbefestigung)
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=== Bollwerke der rechtsseitigen Altstadt ===
* Stadtmauerrest am [[Rudolfskai]], beidseits des ehemaligen [[Michaelstor]]es gelegen, vgl. Wappen mit Jahr [[1620]]
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* [[St. Vital Bollwerk]] (heute als Rest der [[Rosenhügel]] im [[Kurgarten]]),
* Stadtmauerrest in der [[Basteigasse]]
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* [[St. Virgil Bollwerk]], 
* Das nur in Resten erhaltene [[Kajetaner Bollwerk]] (heute oft "Schanzl" genannt) mit dem [[Kajetanertor]] ([[1644]]), auch ''Erentrudistor'' genannt, als Ersatz für das abgebrochene Innere Nonntaler Tor.
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* [[St. Heinrich Bollwerk]],
* Das [[Gstättentor]] ([[1618]], erste Anlage [[1280]])
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* [[St. Rupert Bollwerk]] und
* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
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* das "halbe" [[St. Sebastian Bollwerk]].
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Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im halbkreisförmigen Verlauf von [[Franz-Josef-Straße]] und [[Auerspergstraße]] nachempfunden werden. Die Bollwerke besaßen am Rand des Wehrgrabens eine etwa sechs Meter hohe Wehrmauer (''Niederwall''), hinter dem sich knapp 1,5 m tiefer der ''Rondengang'' befand. Hinter dem durch alle Bollwerke durchlaufenden gut vier Meter breiten ''Rondengang'' schloss der (samt der gut einem Meter hohen Brustwehr auf der Krone des Walles) etwa sieben Meter hohe ''obere Erdwall'' an. Von der Brustwehr-Oberkante bis zum Wehrgraben-Sohle ergibt sich ein Höhenunterschied von gut 12,5 m.
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Der Grundriss der einzelnen Bastionen besaß eine etwa gleichseitig fünfeckige Form. Die einzelnen Bollwerke (Bastion) wurden durch Mauern und dahinter die Wallanlagen die ''Kurtinen'' (Courtinen) miteinander verbunden. An die Kurtinen schlossen an der Basis (''Kehle'') die ''Flanken'' an, die Spitze des Bollwerkes ''Saillant'' genannt, wurden durch die beiden ''Facen'' gebildet. An den drei vorderen Eckpunkten der Bollwerkseiten standen jeweils kleine militärische Aussichtstürmchen (Auslug, Gaffe), wie sie der Salzburger etwa vom Kapuzinerberg oder der Festung Hohensalzburg kennt.
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Der Wehrgraben seinerseits bestand aus einem ebenen Grundfläche, die in der Nähe der inneren Wallmauer einen umlaufenden ein Meter erhöhten ''Betreuungsweg'' besaß. In den breiten Wehrgraben eingelassen war der in der Regel mit Wasser gefüllte, gut ein Meter tiefe und etwa zehn Meter breite ''Wassergraben''.
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Vorgelagert waren zwischen den Bollwerken vier Ravelins (Wallschild):
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* [[St. Vital Ravelin]],  
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* [[St. Virgil Ravelin]],
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* [[St. Heinrich Ravelin]],
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* [[St. Rupert Ravelin]].
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Vor [[1700]] befanden sich zudem vor den Bollwerken noch vier Hornwerke, die weit nach Norden und Osten vorragten. Im Westen reichten sie etwa bis zur heutigen [[Westbahnstrecke|Bahnlinie]]
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* [[St. Vital Hornwerk]],  
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* [[St. Virgil Hornwerk]],
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* [[St. Heinrich Hornwerk]],  
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* [[St. Rupert Hornwerk]].
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====  Historische Ansichten ====
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Wie der Festungswall und die vorgelagerten Verteidigungsanlagen einst ausgesehen haben, zeigen
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* Salzburg Ansicht, anno 1643, von [[Philipp Harpff]]<ref>[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/44/Salzburg_1643.jpg wikimedia.org]</ref>
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* "Salzburg von Norden", anno 1643, Radierung von Philipp Harpff
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* Salzburg von Norden, anno 1644, von [[Matthäus Merian]]<ref>[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/Merian_Salzburg.jpg/512px-Merian_Salzburg.jpg wikimedia.org] und [https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Bavariae:_Saltzburg Wikisource/Topographia_Bavariae/Saltzburg wikimedia.org]</ref>
  
===Die Wehranlagen der Rechten Altstadt===
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=== Der Wehrmauerzug vom Lederertor zum Inneren Steintor ===
Um in Kriegszeiten wie beispielsweise dem Dreißigjährigen Krieg dem [[Schloss Mirabell]] und den neu entstandenen Stadtteilen rechts der [[Salzach]], genannt die rechtsseite Altstadt, ausreichend zu schützen, ließ [[Erzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] im [[17. Jahrhundert]] die ersten Befestigungsanlagen in diesem Gebiet errichten.
+
* Die [[Wasserbastei]] ließ Paris Lodron im Jahr [[1641]] südlich des Bollwerkes St. Vital errichten.  
Dieses ''Lodronsche Verteidigungssystem'' war ein groß angelegtes System von bestückten Bastionen, Wällen, Gräben und Vorwerken. Zur Verteidigung ließ er 4.000 Kanonen, Mörser und Wallbüchsen gießen.
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* Der Mauerzug westlich der [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]] führte bis zu jener Bastei, die seit etwa 1700 als [[Heckentheater|Theatergarten]] genutzt wird.
Er versetzte das Stadttor ("[[Mirabelltor]]"), durch das die Strasse nach [[Bergheim]] führte, in Richtung des heutigen [[Salzburg Congress|Kongresshaus]]/[[Franz-Josef-Straße]]. Auf der Fahrstraße Richtung Linz wurde den (damals als Wehrbauwerk aufgelassenen und abgerissenen [[Inneres Ostertor|Inneren Ostertor]] und dem von Markus Sittikus neu erbauten [[Inneres Linzertor|Inneren Linzertor]] ein [[Äußeres Linzertor]] (sowie unter Ernest Thun ein [[Äußerstes Linzertor]]) in [[Schallmoos]] vorgebaut.  
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* Im Raum des heutigen [[Mozarteum (Gebäude)|Stiftungsgebäudes Mozarteum]] bestand eine weitere nach Nordwesten hin ausgerichtete Bastei.
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* Das Lederertor ragte zur Salzach hin ebenfalls vor, um einen mögliche von Norden kommenden Feind bekämpfen zu können.
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* Hinter dem Wehrmauerzug zwischen Lederertor und [[Staatsbrücke|Hauptbrücke]] wurden schon bald nach der Errichtung niedrige militärisch genutzte Bauten an die Mauer angebaut, sodass der Mauerzug nur wenig in Erscheinung trat.
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* Der Raum zwischen der Hauptbrücke und dem Inneren Steintor war nicht stärker gesichert, hier reichten eine geschlossene Zeile von Bürgerhäusern bis direkt an den Fluss.
  
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=== Kapuzinerberg ===
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* [[Kapuzinerwachestöckl]]
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* [[Hettwer-Bastei]]
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* Mauerzug vom [[Kapuzinerkloster Salzburg|Kapuzinerkloster]] bis zum [[Franziskischlössl]],
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:sowie Mauerzug von Klostergarten zur [[Soldatenstiege]] (nach Norden): Auf dem Kapuzinerberg ließ Fürsterzbischof Paris Lodron im Süden und im Osten des Berges einen über zwei Kilometer langen verwinkelten Mauerzug am Rand des Plateaus errichten. Der Mauerzug im Osten vom [[Franziski-Schlössl]] zum [[Oberer Gnigler Kavalier|Oberen Gnigler Kavalier]] ist nur in kleinsten Resten erhalten.
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* Der [[Großer Linzertor-Kavalier|Große]] und der [[Kleiner Linzertor-Kavalier|Kleine Linzer Kavalier]]:
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:Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen. So wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße und die zugehörigen Wehrbauwerke von oben her überwacht. Der Kleine Kavalier war über eine in den Fels gehauene Soldatenstiege vom [[Linzertor]] aus auf direktem Weg erreichbar. 
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* Der [[Unterer Gnigler Kavalier|Unterer]] und [[Oberer Gnigler Kavalier]]: Zwei weitere Kavaliere wurden im Osten des Berges angelegt um die [[Gnigler Schanze]] in der Talenge zum [[Schloss Neuhaus|Neuhauser]] [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Schlossberg]] hin  und gleichzeitig den Ostabhang des Kapuzinerberges ausreichend schützen zu können. 
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* Die Basteien über der Steingasse und dem [[Platzl]]:
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Die Wehrbauten aus der Zeit der ''dritten Stadtbefestigungen'' bezogen auch den Garten des [[Kapuzinerkloster Salzburg|Kapuzinerkloster]]s in die Befestigungsanlagen ein, die [[Imbergstiege]] wurde aus der [[Steingasse]] (damals noch aus Holz gefertigt), und der [[Prügelweg]] von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.
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* Geschützbastei und doppelter Wehrmauerzug
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mit Ausfalltor, äußerer Wehrmauerzug nicht erhalten, im Osten
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* Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme', eine ''Rossmühle'' und nächst einstigen Soldatenunterkünften drei Ziehbrunnen' mit Regenwasser-Zisternen und  eine Trinkwasserzisterne (Brunnstube).  Als Militärbezirk und als fürsterzbischöfliches Jagdrevier war das Kapuzinerberg-Plateau für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt.
  
Dieser Teil der Stadtbefestigungen, an der man 26 Jahre baute, wurde etwa zeitgleich zum heute bestehenden [[Salzburger Dom]] errichtet. Innerhalb dieser erweiterten rechtsseitigen Stadt ließ Lodron auch Gebäude für seine Verwandten errichten, die er nach Salzburg holte und ihnen ausgezeichnete Stellungen verschaffte. Eines davon ist dem Namen nach noch erhalten geblieben - der Lodronsche Primogeniturpalast, auch als [[Borromäum|alte Borromäum]] bekaannt, in dessen teilweise neu errichteten Mauern sich heute ein Teil des [[Mozarteum]]s verbirgt.  
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=== Linksseitige Altstadt ===
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Nachdem der Mönchsberg mit seinen durch Paris Lodron zur Verteidigung skarpierten Felsen im Westen der linksseitigen Altstadt einen guten Schutz verlieh, war ein ausreichender Schutz der Altstadt zwischen dem [[Klausentor]] im Norden und dem [[Kajetanertor]] und dem [[St. Erentrudis Bollwerk]] im Süden nur salzachseitig erforderlich. Der gesamte Bereich zur Salzach wurde damals militärisch gesichert.
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Die wesentlichen Teile der Verteitigungsanlagen waren damals:
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* [[Klausentor]] samt zugehöriger Zugbrücke über den dortigen Wehrgraben und mit dem [[Klausenkavalier]] (heute [[Humboldtterrasse]]) über dem Tor
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* Wehrmauerzug vom Klausentor zur Sternbastei
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* [[Sternbastei]] (scherzhaft auch ''Insel Elba'' genannt)
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* [[Alte Thürnitz]] mit dem [[Fleischtor]] (Wassertor) und weiterführender Wehrmauernzug bis zur Hauptbrücke
 +
* Wehrmauerzug von der Hauptbrücke bis zum [[Antretterhaus]]
 +
* Wehrmauerzug um das [[Michaelstor]] mit [[Imhofstöckl]], [[Hofbinderstöckl]] und [[Zeugwartstöckl]] im Norden und der Wehrmauer vor dem Spaur'schen und dem Starhemberg'schen [[Kanonikalhaus]] im Süden
 +
* [[St. Erentrudis Bollwerk]] mit dem [[Kajetanertor]]
  
Aus der Zeit der '''3. Stadtbefestigung''' ([[1621]] - [[1646]], Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]]) stammen:
+
=== Mönchsberg und Festungsberg ===
* Der erhaltene Teil des Wehrmauernzuges auf dem [[Kapuzinerberg]] mit der größtenteils erhaltenen zwei Kilometer langen Wehrmauer (randliche Teile davon gehen auf die Zeit der 2. Befestigung zurück) 
+
Auch auf dem Mönchsberg wurden die alten Wehranlagen neu gestaltet und die Flanken des Berges weiter skarpiert um sei so als Wehrmauern zu gestalten:
* Die [[Felixpforte]] auf dem Kapuzinerberg
+
* Die [[Müllner Schanze]]
* Das [[Franziski-Schlössl]] auf dem Kapuzinerberg
+
: sie wurde im Norden des Berges schrittweise mit seinen drei übereinander liegenden Wehrebenen und den beiden Wehrtoren sowie seinem umlaufenden (heute leider größtenteils verfüllten 4,5 m tiefen und acht Meter breiten) Wehrgraben errichtet, die mit ihren [[Bollwerk|Vorwerk]]en bis unmittelbar an die [[Augustinergasse (Salzburg)|Augustinergasse]] und an die [[Müllner Hauptstraße]] reicht. Die Müllner Schanze reichte im Osten bis zum Klausenkavalier ([[Humboldtterrasse]]) und bis zum [[Johanneskavalier]] unter dem [[Johannes-Schlössl]] im Westen.   
* Die [[Hettwer-Bastei]]
+
* Die Wehrmauer östlich der Bürgerwehr
* Das [[Inneres Steintor|Innere Steintor]]
+
: zum Stadtteil [[Riedenburg]] hin wurde deutlich erhöht, die dortigen Felsen skarpiert und damit der alte Aufgang auf den Berg verschlossen. 
 +
* Die beiden Zwinger im Südwesten des Berges  (heute [[Richterhöhe]])  
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wurden nach Westen (nach [[Bucklreuth]] zu) durch eine vorgesetzte Wehrmauer verstärkt. Der Untere Zwinger wurde durch zusätzlich ein neues Wachhaus ([[Weingartenhaus]]) gesichert.  
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* Die Mönchsbergscharte zwischen Mönchsberg und Festungsberg
 +
: mit seiner bisherigen Zufahrtsstraße von Süden her wurde mit einem breiten Wehrmauerzug verschlossen. An dieser Stelle wurde das äußere und das Inneres [[Schartentor]] errichtet.
 +
* Die [[Katze (Bastei)|Katze]]
 +
: als [[Bollwerk|Vorwerk]] der Festung wurde wesentlich verstärkt und neu gestaltet. 
 +
* Die mittelalterliche Burg wurde durch die Anlage von umgebenden Geschützbasteien (Obere und untere [[Hasengrabenbastei (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenbastei]], :neu gestaltete obere und untere [[Nonnbergbastei (Festung Hohensalzburg)|Nonnbergbastei]], Geschützbastei im Süden) zur neuzeitlichen Festung ausgestaltet und erweitert. Zudem wurde die Burg mit Wehrmauern und Sperrbögen im Raum des  [[Hoher Weg (Festungsberg)|Hohen Weges]] zur Stadt hin deutlich besser gesichert. Das gotische hohe Dach des Hohen Stockes wurde durch ein niedriges [[Grabendach]] ersetzt und damit besser vor Geschützbeschuss gesichert.
 +
* Der Zufahrtsweg vom [[St.-Peter-Bezirk]] auf den Mönchsberg (heute [[Toscaninihof]]) wurde mit einer hohen Mauer geschlossen, anstelle der früheren Straße wurde ein gesicherter Stiegenaufgang ([[Peterswachtpforte]]) auf die [[Peterswacht-Bastei]] errichtet.
  
* Die [[Wasserbastei]] im [[Mirabellgarten]] und die das Heckentheater westlich begrenzende Wehrmauer, die sich - in der Basis ebenfalls stark eingeschüttet hinter dem [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] (Stiftungsgebäude und Großer Saal) fortsetzt.
+
=== Weitere Wehranlagen zur Sicherung der Stadt Salzburg===
 +
* Die Vorstadt [[Mülln]] wurde durch fünf Tore ([[Laufener Tor]], [[Müllegger Tor]], [[Bärengässchentor]], [[Salzachtor]] und [[Wartelsteintor]]) sowie wehrhafte :Mauern nach Westen und nach Norden gesichert. <ref>[http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008994/images/index.html?id=00008994&groesser=150%&fip=193.174.98.30&no=&seite=1 Bracker, Friedrich: Plan der Stadt und Festung Salzburg, 1818]</ref> Die darüber liegende [[Müllner Schanze]] bot Feuerschutz.
  
==Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert==
+
* Die [[Gnigler Schanze]]
Mit dem Anschluss ( des Landes Salzburgs an die Monarchie Österreich (bzw. der größten Teile Salzburgs) mit Jahresbeginn [[1816]] gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden die Statuten der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit ''Allerhöchster Entschließung''<ref>von [[Kaiser Franz Joseph I.]] ...</ref> wurden am [[26. April]] [[1866]] die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzer Tor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] mit dem Kaiserthum Österreich als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). Nun wurden die Festungswerke schrittweise abgerissen. Das Material wurde für die [[Salzachregulierung]] und für die [[Kanalisation (Stadt Salzburg)|Kanalisation]] verwendet.
+
:Diese mit einem hohen wehrhaften Wall und einem vorgelagerten Graben ausgestattete Schanzanlage wurde zwischen dem steilen Ostfuß des Kapuzinerberges ("[[Fürberg (Stadt Salzburg)|Fürberg]]") und dem dem [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] vorgelagerten Schlossberg mit [[Schloss Neuhaus]] errichtet. Gesichert wurde diese Schanze auch von den beiden Gnigler Kavalieren auf dem [[Fürberg (Stadt Salzburg)|Fürberg]] und von Schloss Neuhaus aus. Sie wurde als Wehrbauwerk bereits um 1700 weitgehend aufgelassen. Eingeebnet wurde sie vor allem beim Bau des [[Giselabahn]] und nachfolgend bei der Anlage des [[Rangierbahnhof Gnigl|Rangierbahnhofes]].  
 
Es taucht immer wieder die Meinung auf, der [[Salzburger Gemeinderat]] hätten in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg zu schleifen. Mit dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern  die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der ''Befestigungsanlagen'' der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.  
 
  
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg am Kapuzinerberg 01.jpg| thumb|Stadtbefestigung der Stadt Salzburg auf dem [[Kapuzinerberg]], gesehen von [[Hettwer-Bastei]] unterhalb des [[Kapuzinerkloster]] Ansicht: Nordwest nach Südost]]  
+
* Wehrmauernzug bei [[Schloss Glanegg]]  
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg Kapuzinerberg 02.jpg | thumb| Wachetürmchen auf der [[Hettwer-Bastei]] auf dem [[Kapuzinerberg]] Ansicht: Ost nach West]]
+
: Nachdem das [[Leopoldskroner Moor]] für ein Heer mit Tross und Wagen nicht querbar war, blieb nur ein kleiner Bereich am Fuß des [[Untersberg]]es für einen feindlichen Angriff offen. Dieser Bereich wurde mit dem Schloss Glanegg und einem Mauerzug zum Fuß des Untersberges hin verschlossen.
[[Datei:Hettwerbastei Kapuzinerberg Blick auf Altstadt der Stadt Salzburg 20151105.jpg|thumb|[[Hettwer-Bastei]] auf dem Kapuzinerberg, Blick auf die [[Altstadt]],  Ansicht: Nord nach Süd]]
 
[[Datei:Kapuzinerberg Wehrmauer von Arenbergstraße.jpg|thumb|Kapuzinerberg Wehrmauer von der [[Arenbergstraße]]]]
 
  
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=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===
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'''In der linksseitigen Altstadt'''
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* Stadtmauerrest am [[Rudolfskai]], beidseits des ehemaligen [[Michaelstor]]es gelegen, vgl. Wappen mit Jahr [[1620]]
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* Stadtmauerreste des [[St. Erentrudis Bollwerk]]es: im Süden nächst dem [[Schanzlpark]] und im Raum der [[Basteigasse]]
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* Das von Paris Lodron umgestaltete und später verschlossene [[Inneres Nonntaler Tor|Innere Nonntaler Tor]] im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14
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* Das [[Gstättentor]] ([[1618]], erste Anlage [[1280]])
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* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
  
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'''Auf dem Mönchsberg und dem Festungsberg'''
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* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte (Mönchsberg)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] und nächstgelegen dem Klausenkavalier ([[Humboldtterrasse]]) und dem Kavalier unter dem [[Johannes-Schlössl]]. Der umlaufende tiefe Wehrgraben der Müllner Schanze ist heute zugeschüttet, die Wehranlage wurde auch durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt 
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* Die skarpierten Felsen des Mönchsbergs teilweise mit aufgesetzten Wehrmauernzug: vor allem im Raum östlich der Bürgerwehr, im Raum westlich der heutigen Richterhöhe und im Raum des heutigen Toscaninihofes. 
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* Das Torwächterhaus des unteren Zwingers nächst der Richterhöhe 
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* Die [[Katze (Bastei)|Katze]] (erste Anlage aus der Zeit der zweiten Stadtbefestigung) und weitere [[Bollwerk|Vorwerk]]e der Festung Hohensalzburg
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* Ein Teil der Wehrmauern in der Schanze zwischen Mönchsberg und [[Festungsberg]] mit dem [[Inneres Schartentor|Inneren Schartentor]]
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* Die äußeren Geschützbasteien der  Festung
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* Die Wehrmauern und Torbögen im Vorfeld der Festung     
  
==Auf dem Kapuzinerberg==
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'''Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt'''  
Die Bauten aus der Zeit der ''3. Stadtbefestigungen'' (siehe oben) wurden unter Erzbischof Paris Graf Lodron errichtet. Er bezog auch das [[Kapuzinerkloster]] in die Befestigungsanlagen ein, weshalb die [[Imbergstiege]] aus der [[Steingasse]], damals noch aus Holz, und der [[Prügelweg]] aus der Linzer Gasse mit wehrhaften Torbögen vor dem Kloster versperrbar waren.
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* Das [[Inneres Steintor|Innere Steintor]]
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* Die [[Wasserbastei]] im [[Mirabellgarten]] und die das Heckentheater westlich begrenzende Wehrmauer, die sich - in der Basis ebenfalls eingeschüttet - bis hinter das [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] erstreckt.
  
Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen, die, beiden sogenannte ''Cavalliere''. Damit wurden die von Norden in die Stadt führenden Straßen überwacht. Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme, eine Roßmühle und verschiedene Ziehbrunnen. Das Franziski-Schlössl war von allen militärischen Anlagen die einzige gewesen, die durchgehend besetzt war.
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'''Auf dem Kapuzinerberg'''
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* Ein Großteil des Wehrmauernzuges auf dem Berg. Hinweis: Die Geschützbastei im Osten vor dem Wehrmauerzug im Osten wird baulich seit Jahrzehnten nicht gesichert und verkommt immer mehr. Auch letzte Reste des Wehrmauerzuges im Osten des Berges verkommen ungesichert. 
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* [[Kleiner Linzertor-Kavalier]] samt einem Großteil der alten Soldatenstiege (derzeit nicht begehbar!) und [[Großer Linzertor-Kavalier]] (derzeit durch einen unschönen Zaun versperrt und kaum einsehbar.) 
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* die beiden Gnigler Kavaliere  im Osten des Berges ([[Oberer Gnigler Kavalier]], [[Unterer Gnigler Kavalier]])
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* Die [[Felixpforte]] (nächst der Linzer Gasse beim Aufgang auf den Berg)
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* Das [[Franziski-Schlössl]] 
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* Die [[Hettwer-Bastei]] und umgebende Basteien
  
Als Militärbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt.
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== Die Demolierung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert ==
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Mit dem Anschluss der größten Teile des ehemaligen [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürstentums Salzburg]] an die [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] Österreich mit Jahresbeginn [[1816]] gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden das Statut der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit ''Allerhöchster Entschließung''<ref>von [[Kaiser Franz Joseph I.]] ...</ref> wurden am [[26. April]] [[1866]] die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzertor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von Salzburg mit dem Kaisertum [[Österreich]] als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). In den Jahren [[1867]] bis [[1874]] wurden die Demolierung der Festungswerke (Bastionen I bis V) schrittweise unter der Aufsicht von [[Ferdinand Laschensky]] abgerissen. Die Lage der alten Befestigungen und der neuen Straßen und Gassen hat er in einem Plan verzeichnet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19000117&query=%22sebastian%22+%22Bastion%22&ref=anno-search&seite=6 Salzburger Chronik, 17. Jänner 1900]</ref> Das Material wurde für die [[Salzachregulierung]] und für die [[Kanalisation (Stadt Salzburg)|Kanalisation]] verwendet.
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Verschiedentlich wurde die Meinung vertreten, der [[Salzburger Gemeinderat]] habe in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg selbst schleifen zu lassen. Unter dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der ''Befestigungsanlagen'' der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.  
  
 
== Siehe auch ==
 
== Siehe auch ==
* [[Stadtmauerreste bei Umbauarbeiten entdeckt]]
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* [[Stadtmauerreste bei Umbauarbeiten entdeckt]], Hinweis: Der Wehrmauerzug wurde damals nicht wirklich entdeckt, aber in seiner Lage noch genauer bekannt.
  
==Weblinks==
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== Weblinks ==
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* [https://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/befestigung.htm stadt-salzburg.at/Historischer Atlas/Stadtbefestigungen]
 
* [http://www.salzburg-city.com/history/2tore/stadtmau.html www.salzburg-city.com Stadtbefestigungen]
 
* [http://www.salzburg-city.com/history/2tore/stadtmau.html www.salzburg-city.com Stadtbefestigungen]
  
== Weblinks zu historischen Karten ==
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* Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:
Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:
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: Von Dr. [[Reinhard Medicus]] erstellte weitgehend katasterscharfe Stadtplanserie der Stadt Salzburg (30-Jahr-Abstände) der Jahre 1800-2010
* [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/#OV_48_1 Österreichischer Städteatlas/Salzburg]
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: [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/#OV_48_1 Österreichischer Städteatlas/Salzburg]
* [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_06.ecw/?zoom=2&lat=-3885&lon=5476.5&layers=B Wachstumsphasenkarte mit Legende, von den Anfängen bis 1830]
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: [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_06.ecw/?zoom=2&lat=-3885&lon=5476.5&layers=B Wachstumsphasenkarte mit Legende, von den Anfängen bis 1830]
  
==Fußnoten==
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== Quellen ==
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* Historische Karten der Stadt Salzburg
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* {{Quelle 900 Jahre Festung Hohensalzburg}}
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* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', [[Verlag St. Peter]], [[Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
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* SALZBURGWIKI-Beiträge [[Altstadt]], [[Neustadt]], [[Müllner Schanze]]
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
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* [[Österreichischer Städteatlas Salzburg]], diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu [[Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg|Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg]]
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
<references/>
==Quellen==
 
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
* ''900 Jahre Festung Hohensalzburg'', Landesfest 4. bis 12. Juni 1977, Schriftenreihe des [[Landespressebüro]] Salzburg, 1977
 
* Hauptartikel: [[Neustadt]], [[Müllner Schanze]];
 
* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', Verlag St. Peter, [[Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
 
* Salzburgwiki-Beitrag [[Altstadt]]
 
 
  
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]
 
[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]

Aktuelle Version vom 24. März 2025, 11:49 Uhr

Reste der Lodronschen Stadtmauer von Salzburg zwischen Mozartplatz und Salzach im Hintergrund.
Lodronsche Stadtmauer am Rudolfskai.
Reste der Befestigung auf Höhe des Mozartplatzes.
Der Rudolfskai um 1900, gut zu sehen, die Reste der Stadtmauer.

Die Befestigung der Stadt Salzburg sicherte über Jahrhunderte die Stadt und ihre Bewohner. Beiderseits der Salzach führte seit der Zeit der ersten Stadtbefestigung ein geschlossener Ring von Mauern (teilweise auch senkrecht behauene Felsen) um die heutige Altstadt, die auch die Festung Hohensalzburg mit einschlossen, der erst 1860 seine wehrhafte Bedeutung verlor und wenige Jahre später weitgehend abgerissen wurde.

Die erste Stadtbefestigung (11./12. bis 13. Jahrhundert)

Die linksseitige Altstadt

Die erste Stadtmauer der linksseitigen Altstadt führte vom Westertor (später Gstättentor) nördlich der Getreidegasse, die damals nur auf der linken südlichen Seite mit Häuser bebaut war, entlang über den Niederlegturm bis zum ältesten Brückentor (vermutlich im heutigen Raum Judengasse 3). Von dort führte der Wehrmauerzug im Bereich der heutigen nordöstlichen Häuserzeile an der Judengasse entlang bis zur Webergasse (heute Pfeifergasse), weiter zum Kumpfmühltor und von dort zum Inneren Nonntaler Tor.

Die rechtsseitige Altstadt

Die erste Stadtmauer der rechtsseitigen Altstadt umschloss nur einen kleinen Bereich um den Brückenkopf der Hauptbrücke. Salzachseitig verlief die Wehrmauer vom Lederertor bis zum Inneren Steintor. Der weitere Verlauf führte von der nördlichen Hauszeile der Lederergasse mit dem Sauterbogen zur nördlichen Hauszeile des Königsgässchens, von dort zum Ostertor (später Inneres Ostertor) und von dort auf den westlichen Ausläufer des Kapuzinerberges hinauf zum Trompeterschlössl (heute Kapuzinerkloster). Vom Trompeterschlössl führte die Befestigung über steile Felswände zum Inneren Steintor.

Der Mönchsberg

Auf dem Nonnberg führte die Wehrmauer steil zum Klosterbereich hinauf und von dort über das Äußere Nonnbergtor weiter zum Hauptschloss (heute Festung Hohensalzburg). Von der Festung verlief sie dann entlang des steilen Südabbruches des Mönchsberges über die Mönchsbergscharte über ein dort vorhandenes Stadttor und den Roten Turm zu den Türmen der Zwingers im Südwesten des Berges (heute Richterhöhe) und von dort weiter zum Raum der Bürgerwehr, wo die Befestigung schon damals den Berg in zwei Teile trennte um an den steilen Felsabbrüchen direkt oberhalb des Klausentores zu enden.

Erhaltene Teile der Wehranlagen

Die zweite Stadtbefestigung (1465 bis 1480)

Erweiterungen und Verstärkungen der rechten Altstadtseite

Schon im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts waren den beiden wichtigen Stadttoren (Ostertor und Steintor) zur besseren Sicherung der Stadt zusätzliche Stadttore vorgestellt worden. Damals wurde wohl bereits auch ein erstes Bergstraßtor auf der Straße nach Bergheim errichtet.

Nach 1460 wurde durch eine zweite Stadtmauer der gesamte Raum zwischen der heutigen Dreifaltigkeitsgasse, der Paris-Lodron- und der Wolf-Dietrich-Straße eingeschlossen. Als starke Befestigung nach Nordosten zu wurde als Eckturm der Hexenturm erbaut, ein ähnlicher, längst abgerissener Turm bestand im Bereich des heutigen Nordtraktes des Lodronschen Primogeniturpalastes (heute Sitz der Universität Mozarteum), der sich als Torturm auch über der damaligen Bergstraße nach Bergheim hin ausdehnte. Als kleines Tor wurde damals das Kotbrückltor (wohl im Bereich des Bruderhofes) angelegt.

Erweiterungen und Verstärkungen der linken Altstadtseite und des Mönchsberges

Unter Fürsterzbischof Burkhard II. von Weißpriach wurde die erste Stadtmauer entlang der ganzen Getreidegasse, die damals nur auf der südlichen Seite mit Häuser bebaut war, bis zu zehn Meter zur Salzach hinaus versetzt und dort eine neue, die zweite Stadtmauer errichtet. Eine kleinräumige Erweiterung der Stadtbefestigung erfolgt auch im Umfeld des damals neu errichteten Äußeren Nonntaler Tores. Auch die Wehrmauern auf dem Mönchsberg wurden verstärkt.

Die Bürgerwehr wurde damals mit - 1487/88 nur mit zwei starken Türmen versehen - weitgehend neu errichtet, die nach 1500 zu einer achttürmigen Anlage erweitert wurde. Sie besaß einen tiefen Wehrgraben, einen doppeltem Mauerzug mit jeweils aufgesetzten Wehrgängen. Ein Wehrmauer wurde damals von den beiden Zwingern im Südwesten des Mönchsberges hinunter zum Römertor in der äußeren Riedenburg angelegt.

Erhaltene Teile der Wehranlagen

Die dritte Stadtbefestigung 1620 bis 1648

Während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron die dritte Stadtbefestigung errichtet und die Stadt Salzburg besonders im Norden mit starken Festungswerken geschützt. Der größte Teil dieser Lodronschen Stadtbefestigung ist heute nicht mehr erhalten. Die militärische Befestigung bezog im Süden den gesamten Festungsberg und den gesamten Mönchsberg mit ein und bestand im Norden vor allem aus Bollwerken (Bastionen), mit Wallschilden (Ravelins) und aus vorgelagerten Hornwerken. Auch der gesamte Kapuzinerberg wurde in die Befestigung einbezogen.

Bollwerke der rechtsseitigen Altstadt

Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im halbkreisförmigen Verlauf von Franz-Josef-Straße und Auerspergstraße nachempfunden werden. Die Bollwerke besaßen am Rand des Wehrgrabens eine etwa sechs Meter hohe Wehrmauer (Niederwall), hinter dem sich knapp 1,5 m tiefer der Rondengang befand. Hinter dem durch alle Bollwerke durchlaufenden gut vier Meter breiten Rondengang schloss der (samt der gut einem Meter hohen Brustwehr auf der Krone des Walles) etwa sieben Meter hohe obere Erdwall an. Von der Brustwehr-Oberkante bis zum Wehrgraben-Sohle ergibt sich ein Höhenunterschied von gut 12,5 m.

Der Grundriss der einzelnen Bastionen besaß eine etwa gleichseitig fünfeckige Form. Die einzelnen Bollwerke (Bastion) wurden durch Mauern und dahinter die Wallanlagen die Kurtinen (Courtinen) miteinander verbunden. An die Kurtinen schlossen an der Basis (Kehle) die Flanken an, die Spitze des Bollwerkes Saillant genannt, wurden durch die beiden Facen gebildet. An den drei vorderen Eckpunkten der Bollwerkseiten standen jeweils kleine militärische Aussichtstürmchen (Auslug, Gaffe), wie sie der Salzburger etwa vom Kapuzinerberg oder der Festung Hohensalzburg kennt.

Der Wehrgraben seinerseits bestand aus einem ebenen Grundfläche, die in der Nähe der inneren Wallmauer einen umlaufenden ein Meter erhöhten Betreuungsweg besaß. In den breiten Wehrgraben eingelassen war der in der Regel mit Wasser gefüllte, gut ein Meter tiefe und etwa zehn Meter breite Wassergraben.

Vorgelagert waren zwischen den Bollwerken vier Ravelins (Wallschild):

Vor 1700 befanden sich zudem vor den Bollwerken noch vier Hornwerke, die weit nach Norden und Osten vorragten. Im Westen reichten sie etwa bis zur heutigen Bahnlinie

Historische Ansichten

Wie der Festungswall und die vorgelagerten Verteidigungsanlagen einst ausgesehen haben, zeigen

Der Wehrmauerzug vom Lederertor zum Inneren Steintor

  • Die Wasserbastei ließ Paris Lodron im Jahr 1641 südlich des Bollwerkes St. Vital errichten.
  • Der Mauerzug westlich der Schlosses Mirabell führte bis zu jener Bastei, die seit etwa 1700 als Theatergarten genutzt wird.
  • Im Raum des heutigen Stiftungsgebäudes Mozarteum bestand eine weitere nach Nordwesten hin ausgerichtete Bastei.
  • Das Lederertor ragte zur Salzach hin ebenfalls vor, um einen mögliche von Norden kommenden Feind bekämpfen zu können.
  • Hinter dem Wehrmauerzug zwischen Lederertor und Hauptbrücke wurden schon bald nach der Errichtung niedrige militärisch genutzte Bauten an die Mauer angebaut, sodass der Mauerzug nur wenig in Erscheinung trat.
  • Der Raum zwischen der Hauptbrücke und dem Inneren Steintor war nicht stärker gesichert, hier reichten eine geschlossene Zeile von Bürgerhäusern bis direkt an den Fluss.

Kapuzinerberg

sowie Mauerzug von Klostergarten zur Soldatenstiege (nach Norden): Auf dem Kapuzinerberg ließ Fürsterzbischof Paris Lodron im Süden und im Osten des Berges einen über zwei Kilometer langen verwinkelten Mauerzug am Rand des Plateaus errichten. Der Mauerzug im Osten vom Franziski-Schlössl zum Oberen Gnigler Kavalier ist nur in kleinsten Resten erhalten.
Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem Stadtberg besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen. So wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße und die zugehörigen Wehrbauwerke von oben her überwacht. Der Kleine Kavalier war über eine in den Fels gehauene Soldatenstiege vom Linzertor aus auf direktem Weg erreichbar.

Die Wehrbauten aus der Zeit der dritten Stadtbefestigungen bezogen auch den Garten des Kapuzinerklosters in die Befestigungsanlagen ein, die Imbergstiege wurde aus der Steingasse (damals noch aus Holz gefertigt), und der Prügelweg von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.

  • Geschützbastei und doppelter Wehrmauerzug

mit Ausfalltor, äußerer Wehrmauerzug nicht erhalten, im Osten

  • Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme', eine Rossmühle und nächst einstigen Soldatenunterkünften drei Ziehbrunnen' mit Regenwasser-Zisternen und eine Trinkwasserzisterne (Brunnstube). Als Militärbezirk und als fürsterzbischöfliches Jagdrevier war das Kapuzinerberg-Plateau für Zivilisten bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gesperrt.

Linksseitige Altstadt

Nachdem der Mönchsberg mit seinen durch Paris Lodron zur Verteidigung skarpierten Felsen im Westen der linksseitigen Altstadt einen guten Schutz verlieh, war ein ausreichender Schutz der Altstadt zwischen dem Klausentor im Norden und dem Kajetanertor und dem St. Erentrudis Bollwerk im Süden nur salzachseitig erforderlich. Der gesamte Bereich zur Salzach wurde damals militärisch gesichert. Die wesentlichen Teile der Verteitigungsanlagen waren damals:

Mönchsberg und Festungsberg

Auch auf dem Mönchsberg wurden die alten Wehranlagen neu gestaltet und die Flanken des Berges weiter skarpiert um sei so als Wehrmauern zu gestalten:

sie wurde im Norden des Berges schrittweise mit seinen drei übereinander liegenden Wehrebenen und den beiden Wehrtoren sowie seinem umlaufenden (heute leider größtenteils verfüllten 4,5 m tiefen und acht Meter breiten) Wehrgraben errichtet, die mit ihren Vorwerken bis unmittelbar an die Augustinergasse und an die Müllner Hauptstraße reicht. Die Müllner Schanze reichte im Osten bis zum Klausenkavalier (Humboldtterrasse) und bis zum Johanneskavalier unter dem Johannes-Schlössl im Westen.
  • Die Wehrmauer östlich der Bürgerwehr
zum Stadtteil Riedenburg hin wurde deutlich erhöht, die dortigen Felsen skarpiert und damit der alte Aufgang auf den Berg verschlossen.
  • Die beiden Zwinger im Südwesten des Berges (heute Richterhöhe)

wurden nach Westen (nach Bucklreuth zu) durch eine vorgesetzte Wehrmauer verstärkt. Der Untere Zwinger wurde durch zusätzlich ein neues Wachhaus (Weingartenhaus) gesichert.

  • Die Mönchsbergscharte zwischen Mönchsberg und Festungsberg
mit seiner bisherigen Zufahrtsstraße von Süden her wurde mit einem breiten Wehrmauerzug verschlossen. An dieser Stelle wurde das äußere und das Inneres Schartentor errichtet.
als Vorwerk der Festung wurde wesentlich verstärkt und neu gestaltet.
  • Die mittelalterliche Burg wurde durch die Anlage von umgebenden Geschützbasteien (Obere und untere Hasengrabenbastei, :neu gestaltete obere und untere Nonnbergbastei, Geschützbastei im Süden) zur neuzeitlichen Festung ausgestaltet und erweitert. Zudem wurde die Burg mit Wehrmauern und Sperrbögen im Raum des Hohen Weges zur Stadt hin deutlich besser gesichert. Das gotische hohe Dach des Hohen Stockes wurde durch ein niedriges Grabendach ersetzt und damit besser vor Geschützbeschuss gesichert.
  • Der Zufahrtsweg vom St.-Peter-Bezirk auf den Mönchsberg (heute Toscaninihof) wurde mit einer hohen Mauer geschlossen, anstelle der früheren Straße wurde ein gesicherter Stiegenaufgang (Peterswachtpforte) auf die Peterswacht-Bastei errichtet.

Weitere Wehranlagen zur Sicherung der Stadt Salzburg

Diese mit einem hohen wehrhaften Wall und einem vorgelagerten Graben ausgestattete Schanzanlage wurde zwischen dem steilen Ostfuß des Kapuzinerberges ("Fürberg") und dem dem Kühberg vorgelagerten Schlossberg mit Schloss Neuhaus errichtet. Gesichert wurde diese Schanze auch von den beiden Gnigler Kavalieren auf dem Fürberg und von Schloss Neuhaus aus. Sie wurde als Wehrbauwerk bereits um 1700 weitgehend aufgelassen. Eingeebnet wurde sie vor allem beim Bau des Giselabahn und nachfolgend bei der Anlage des Rangierbahnhofes.
Nachdem das Leopoldskroner Moor für ein Heer mit Tross und Wagen nicht querbar war, blieb nur ein kleiner Bereich am Fuß des Untersberges für einen feindlichen Angriff offen. Dieser Bereich wurde mit dem Schloss Glanegg und einem Mauerzug zum Fuß des Untersberges hin verschlossen.

Erhaltene Teile der Wehranlagen

In der linksseitigen Altstadt

Auf dem Mönchsberg und dem Festungsberg

  • Müllner Schanze als dreistufige Wehranlage mit Augustinerpforte und Monikapforte und nächstgelegen dem Klausenkavalier (Humboldtterrasse) und dem Kavalier unter dem Johannes-Schlössl. Der umlaufende tiefe Wehrgraben der Müllner Schanze ist heute zugeschüttet, die Wehranlage wurde auch durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt
  • Die skarpierten Felsen des Mönchsbergs teilweise mit aufgesetzten Wehrmauernzug: vor allem im Raum östlich der Bürgerwehr, im Raum westlich der heutigen Richterhöhe und im Raum des heutigen Toscaninihofes.
  • Das Torwächterhaus des unteren Zwingers nächst der Richterhöhe
  • Die Katze (erste Anlage aus der Zeit der zweiten Stadtbefestigung) und weitere Vorwerke der Festung Hohensalzburg
  • Ein Teil der Wehrmauern in der Schanze zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit dem Inneren Schartentor
  • Die äußeren Geschützbasteien der Festung
  • Die Wehrmauern und Torbögen im Vorfeld der Festung

Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt

Auf dem Kapuzinerberg

Die Demolierung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert

Mit dem Anschluss der größten Teile des ehemaligen Fürstentums Salzburg an die Monarchie Österreich mit Jahresbeginn 1816 gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden das Statut der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit Allerhöchster Entschließung[4] wurden am 26. April 1866 die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzertor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von Salzburg mit dem Kaisertum Österreich als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). In den Jahren 1867 bis 1874 wurden die Demolierung der Festungswerke (Bastionen I bis V) schrittweise unter der Aufsicht von Ferdinand Laschensky abgerissen. Die Lage der alten Befestigungen und der neuen Straßen und Gassen hat er in einem Plan verzeichnet.[5] Das Material wurde für die Salzachregulierung und für die Kanalisation verwendet.

Verschiedentlich wurde die Meinung vertreten, der Salzburger Gemeinderat habe in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg selbst schleifen zu lassen. Unter dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der Befestigungsanlagen der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.

Siehe auch

Weblinks

  • Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:
Von Dr. Reinhard Medicus erstellte weitgehend katasterscharfe Stadtplanserie der Stadt Salzburg (30-Jahr-Abstände) der Jahre 1800-2010
Österreichischer Städteatlas/Salzburg
Wachstumsphasenkarte mit Legende, von den Anfängen bis 1830

Quellen

Einzelnachweise