| Zeile 2: |
Zeile 2: |
| | [[Bild:Kapuzinerberg.jpg|thumb|Der Kapuzinerberg, vom [[Mönchsberg]] aus gesehen]] | | [[Bild:Kapuzinerberg.jpg|thumb|Der Kapuzinerberg, vom [[Mönchsberg]] aus gesehen]] |
| | [[Datei:Uebersichtsplan kapuzinerberg1.jpg|thumb|Übersicht Kapuzinerberg]] | | [[Datei:Uebersichtsplan kapuzinerberg1.jpg|thumb|Übersicht Kapuzinerberg]] |
| − | [[Datei:Franziski Schloessl 2010.jpg|thumb|Franziski-Schlössl]] | + | [[Datei:Kapuzinerberg Parsch Äußerer Stein Salzburg November 2021.jpg|thumb|Der Kapuzinerberg von Südosten. Luftaufnahme.]] |
| | + | [[Datei:Franziski Schloessl 2010.jpg|thumb|Das Franziski-Schlössl.]] |
| | Der '''Kapuzinerberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in der [[Stadt Salzburg]], der sich östlich der [[Salzach]] erhebt. Er ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]] und ein Teil-[[Landschaftsraum]] in der [[Salzburger Altstadt]]. | | Der '''Kapuzinerberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in der [[Stadt Salzburg]], der sich östlich der [[Salzach]] erhebt. Er ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]] und ein Teil-[[Landschaftsraum]] in der [[Salzburger Altstadt]]. |
| | | | |
| Zeile 15: |
Zeile 16: |
| | | | |
| | === Fauna und Flora === | | === Fauna und Flora === |
| | + | [[Datei:Gämse Paschingerschlössl Kapuzinerbergl 21 Mai 2018 8.jpg|thumb|[[Gämse]] im Garten des [[Paschingerschlössl]].]] |
| | Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa 10 [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> Rehe leben hier nicht mehr. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung. Es gibt auch Dachse, Marder und Eichhörnchen. Der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen im Süden und Norden. Auch der Uhu brütet zeitweise hier. In den kalten, unzugänglichen Felswänden an der Nordseite wachsen [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]] udn andere Alpenpflanzen. Eine Besonderheit ist auch das Vorkommen des Feuersalamanders. | | Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa 10 [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> Rehe leben hier nicht mehr. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung. Es gibt auch Dachse, Marder und Eichhörnchen. Der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen im Süden und Norden. Auch der Uhu brütet zeitweise hier. In den kalten, unzugänglichen Felswänden an der Nordseite wachsen [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]] udn andere Alpenpflanzen. Eine Besonderheit ist auch das Vorkommen des Feuersalamanders. |
| | | | |
| Zeile 95: |
Zeile 97: |
| | | | |
| | === Wehrmauern und Basteien === | | === Wehrmauern und Basteien === |
| | + | [[Datei:Hettwer-Bastei Kapuzinerberg.JPG|thumb|Die [[Hettwer-Bastei]].]] |
| | [[1623]] wurden unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Wände des damaligen Imberges unersteigbar gemacht. Der obere Rand des Berges wurde in den Jahren [[1629]] bis [[1632]] an der West-, Süd- und Ostseite mit einer starken Wehrmauer versehen, in der bei allen ein und aus springenden Winkeln Wachhäuschen angelegt wurden. An der Nordseite wurden zwei übereinander liegende Kavaliere gebaut und der Berg gegen die Fahrstraße zum Kapuzinerkloster mit einer von Norden nach Süden reichenden hohen Quermauer abgeschlossen, in der sich bei der Fahrstraße ein Tor befand, dessen Wächter nur gegen Erlaubniszertifikat Einlass gewährte. Am Berge selbst baute man drei Pulvertürme, eine Stoßmühle, einen Futterstall und mehrere [[Zisterne bei der Gaffe über Schloss Elsenheim auf dem Kapuzinerberg|Zisternen]]. Diese Objekte haben sich bis auf die Zisterne nicht erhalten.<ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''Zum Dreihundertjährigen Bestande des Franziskischlössls'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290413&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 13. April 1929, Seite 4</ref> | | [[1623]] wurden unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Wände des damaligen Imberges unersteigbar gemacht. Der obere Rand des Berges wurde in den Jahren [[1629]] bis [[1632]] an der West-, Süd- und Ostseite mit einer starken Wehrmauer versehen, in der bei allen ein und aus springenden Winkeln Wachhäuschen angelegt wurden. An der Nordseite wurden zwei übereinander liegende Kavaliere gebaut und der Berg gegen die Fahrstraße zum Kapuzinerkloster mit einer von Norden nach Süden reichenden hohen Quermauer abgeschlossen, in der sich bei der Fahrstraße ein Tor befand, dessen Wächter nur gegen Erlaubniszertifikat Einlass gewährte. Am Berge selbst baute man drei Pulvertürme, eine Stoßmühle, einen Futterstall und mehrere [[Zisterne bei der Gaffe über Schloss Elsenheim auf dem Kapuzinerberg|Zisternen]]. Diese Objekte haben sich bis auf die Zisterne nicht erhalten.<ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''Zum Dreihundertjährigen Bestande des Franziskischlössls'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290413&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 13. April 1929, Seite 4</ref> |
| | | | |