Befestigung der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Stadtmauer am Rudolfskai.jpg|thumb|Lodronsche Stadtmauer am [[Rudolfskai]]]]
 
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[[Datei:Wappen von Paris Graf von Lodron an der Stadtmauer am Rudolfskai.jpg|thumb|Wappen von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] an der Stadtmauer am Rudolfskai]]  
 
[[Datei:Wappen von Paris Graf von Lodron an der Stadtmauer am Rudolfskai.jpg|thumb|Wappen von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] an der Stadtmauer am Rudolfskai]]  
Die '''Befestigung''' der [[Stadt Salzburg]] sicherte über Jahrhunderte die Stadt und ihre Bewohner. Beiderseits der Salzach führte seit der Zeit der ersten Stadtbefestigung ein geschlossener Ring von Mauern (teilweise auch senkrecht behauene Felsen) um die heutige [[Altstadt]], die auch die [[Festung Hohensalzburg]] mit einschlossen, der erst 1860 seine wehrhafte Bedeutung verlor und wenige Jahre später weitgehend abgerissen wurde.
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Die '''Befestigung''' der [[Stadt Salzburg]] sicherte über Jahrhunderte die Stadt und ihre Bewohner. Beiderseits der [[Salzach]] führte seit der Zeit der ersten Stadtbefestigung ein geschlossener Ring von Mauern (teilweise auch senkrecht behauene Felsen) um die heutige [[Altstadt]], die auch die [[Festung Hohensalzburg]] mit einschlossen, der erst [[1860]] seine wehrhafte Bedeutung verlor und wenige Jahre später weitgehend abgerissen wurde.
  
 
== Die erste Stadtbefestigung (11./12. bis 13. Jahrhundert) ==
 
== Die erste Stadtbefestigung (11./12. bis 13. Jahrhundert) ==
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=== Die linksseitige Altstadt ===
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Die Befestigung der linksseitigen Altstadt führte vom Westertor (später [[Gstättentor]] oder Schleifertor) und von dort entlang der nördlichen Häuserzeile der [[Getreidegasse]] bis zum ältesten Brückentor (vermutlich im heutigen Raum [[Judengasse]] 3). Von dort führte der Wehrmauerzug im Bereich der heutigen nordöstlichen Häuserzeile an der Webergasse ([[Pfeifergasse]]) zum [[Kumpfmühltor]] und von hier weiter zum [[Inneres Nonntaler Tor|Inneren Nonntaler Tor]].
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=== Die rechtsseitige Altstadt ===  
 
=== Die rechtsseitige Altstadt ===  
Die erste Stadtmauer der rechtsseitigen Altstadt umschloss nur einen kleinen Bereich um den Brückenkopf der Hauptbrücke. Salzachseitig verlief die Wehrmauer vom [[Lederertor]] bis zum Inneren [[Steintor]]. der weiter Verlauf führte von der nördlichen Hauszeile der [[Lederergasse]] über den [[Sauterbogen]] zur nördlichen Hauszeile des [[Königsgässchen]]s und von dort zum [[Inneres Ostertor|Ostertor]] (später Inneres Ostertor) und von dort auf den westlichen Ausläufer des [[Kapuzinerberg]]es bis zum [[Trompeterschloss]] (heute [[Kapuzinerkloster]]) und von dort über steile Felswände zum Inneren [[Steintor]].
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Die erste Stadtmauer der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] umschloss nur einen kleinen Bereich um den Brückenkopf der [[Staatsbrücke|Hauptbrücke]]. Salzachseitig verlief die Wehrmauer vom [[Lederertor]] bis zum [[Inneres Steintor|Inneren Steintor]]. Der weitere Verlauf führte von der nördlichen Hauszeile der [[Lederergasse]] mit dem [[Sauterbogen]] zur nördlichen Hauszeile des [[Königsgässchen]]s, von dort zum [[Inneres Ostertor|Ostertor]] (später Inneres Ostertor) und von dort auf den westlichen Ausläufer des [[Kapuzinerberg]]es hinauf zum [[Trompeterschlössl]] (heute [[Kapuzinerkloster]]). Vom Trompeterschlössl führte die Befestigung über steile Felswände zum Inneren Steintor.
 
 
=== Die linksseitige Altstadt ===
 
Die Befestigung der linksseitigen Altstadt führte vom Westertor (später [[Gstättentor]] oder Schleifertor) und von dort entlang der nördlichen Häuserzeile der [[Getreidegasse]]  bis zum ältesten Brückentor (vermutlich im heutigen Raum Judengasse 3). Von dort führte der Wehrmauerzug im Bereich der heutigen nordöstlichen Häuserzeile  an der Webergasse ([[Pfeifergasse]]) zum [[Kumpfmühltor]] und von hier weiter zum  [[Inneres Nonntaler Tor|Nonntaltor]].
 
  
 
=== Der Mönchsberg ===
 
=== Der Mönchsberg ===
Auf dem Nonnberg führte die Wehrmauer steil zum Klosterbereich hinauf und von dort über das [[Äußeres Nonnbergtor|Äußere Nonnbergtor]] weiter zum Hauptschloss (heute [[Festung Hohensalzburg]]). Von der Festung führte die Wehrmauer entlang des steilen Südabbruches des Mönchsberges über die Scharte über ein dort vorhandenes Stadttor und den Roten Turm zu den Türmen der Zwingers im Südwesten des Berges (heute [[Richterhöhe]]) und von dort weiter zum Raum der Bürgerwehr, wo die Befestigung schon damals den Berg in zwei Teile trennte um an den steilen Felsabbrüchen direkt oberhalb des Klausentores zu enden.     
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Auf dem [[Nonnberg]] führte die Wehrmauer steil zum Klosterbereich hinauf und von dort über das [[Äußeres Nonnbergtor|Äußere Nonnbergtor]] weiter zum Hauptschloss (heute [[Festung Hohensalzburg]]). Von der Festung verlief sie dann entlang des steilen Südabbruches des [[Mönchsberg]]es über die Scharte über ein dort vorhandenes Stadttor und den ''Roten Turm'' zu den Türmen der Zwingers im Südwesten des Berges (heute [[Richterhöhe]]) und von dort weiter zum Raum der [[Bürgerwehr]], wo die Befestigung schon damals den Berg in zwei Teile trennte um an den steilen Felsabbrüchen direkt oberhalb des [[Klausentor]]es zu enden.     
  
 
=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===  
 
=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===  
* [[Stadtmauerreste bei Umbauarbeiten entdeckt|Stadtmauerreste]] in verschiedenen Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus]]es) oder im Bereich des [[Großgasthof Sternbräu|Großgasthofes Sternbräu]]  
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* [[Stadtmauerreste bei Umbauarbeiten entdeckt|Stadtmauerreste]] in verschiedenen Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus (Stadt Salzburg)|Rathauses]]) oder im Bereich des [[Großgasthof Sternbräu|Großgasthofes Sternbräu]]  
* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]), der [[Abtturm]]  (auch Lambergturm, beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem [[Mönchsberg]] (heutige [[Richterhöhe]]).
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* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]), der [[Abtturm]]  (auch Lambergturm, beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg (heutige [[Richterhöhe]]).
 
* Wehrmauerreste nächst dem [[Benediktinenstift Nonnberg]]  
 
* Wehrmauerreste nächst dem [[Benediktinenstift Nonnberg]]  
 
* Ein Stadtmauernrest im Hof der Häuser [[Lederergasse]] 1 und 3
 
* Ein Stadtmauernrest im Hof der Häuser [[Lederergasse]] 1 und 3
 
* Der Wehrmauerteil westlich der [[Franziskuspforte]] samt erhaltenen Zinnen ([[Linzer Gasse]] 14)
 
* Der Wehrmauerteil westlich der [[Franziskuspforte]] samt erhaltenen Zinnen ([[Linzer Gasse]] 14)
  
== Die zweite Stadtbefestigung ([[1465]] bis [[1480]]) ==
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== Die zweite Stadtbefestigung 1465 bis 1480) ==
 
=== Erweiterungen und Verstärkungen der rechten Altstadtseite ===
 
=== Erweiterungen und Verstärkungen der rechten Altstadtseite ===
Schon im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts waren den beiden wichtigen Stadttoren (Ostertor und Steintor) zur besseren Sicherung der Stadt zusätzliche Stadttore vorgestellt worden. Damals wurde wohl bereits auch ein erstes Bergstraßtor auf der Straße nach Bergheim errichtet.       
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Schon im Verlauf des [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]]s waren den beiden wichtigen Stadttoren ([[Inneres Ostertor|Ostertor]] und [[Inneres Steintor|Steintor]]) zur besseren Sicherung der Stadt zusätzliche Stadttore vorgestellt worden. Damals wurde wohl bereits auch ein erstes [[Bergstraßtor]] auf der Straße nach [[Bergheim]] errichtet.       
Nach 1460 wurde der gesamte Raum zwischen der heutigen Dreifaltgkeitsgasse, der Pasris-Lodron-Straße und der Wolf-Dietrich-Straße in die neue Stadtbefestigung eingeschlossen. Als starke Befestigung nach Nordosten zu wurde als Eckturm der Hexenturm erbaut, ein ähnlicher längst abgerissener Turm bestand im Bereich des heutigen Nordtraktes des Lodronschen Primogeniturpalastes (heute Universität Mozarteum), der sich als Torturm auch über der damaligen Bergstraße nach Bergheim hin ausdehnte. Als kleines Tor wurde damals das Kotbrückltor (wohl im Bereich des Bruderhofes) angelegt.     
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Nach 1460 wurde der gesamte Raum zwischen der heutigen [[Dreifaltigkeitsgasse]], der [[Paris-Lodron-Straße|Paris-Lodron]]- und der [[Wolf-Dietrich-Straße]] in die neue Stadtbefestigung eingeschlossen. Als starke Befestigung nach Nordosten zu wurde als Eckturm der Hexenturm erbaut, ein ähnlicher längst abgerissener Turm bestand im Bereich des heutigen Nordtraktes des [[Lodronsche Primogenitur|Lodronschen Primogeniturpalastes]] (heute Sitz der [[Universität Mozarteum]]), der sich als Torturm auch über der damaligen [[Bergstraße]] nach Bergheim hin ausdehnte. Als kleines Tor wurde damals das [[Kotbrückltor]] (wohl im Bereich des [[Bruderhof]]es) angelegt.     
  
 
=== Erweiterungen und Verstärkungen der linken Altstadtseite und des Mönchsberges ===   
 
=== Erweiterungen und Verstärkungen der linken Altstadtseite und des Mönchsberges ===   
Im Zuge der Zweiten Stadtbefestigung wurde die Stadtmauer im Raum der gesamten Getreidegasse bis etwa 10 zur Salzach hin versetzt neu errichtet. Eine kleinräumige Erweiterung der Stadtbefestigung erfolgt auch im Umfeld des damals neu errichteten Äußeren Nonntaltores. Auch die Wehrmauern auf dem Mönchsberg wurden verstärkt.  
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Im Zuge der zweiten Stadtbefestigung wurde die Stadtmauer im Raum der gesamten [[Getreidegasse]] bis etwa zehn Meter zur Salzach hin versetzt neu errichtet. Eine kleinräumige Erweiterung der Stadtbefestigung erfolgt auch im Umfeld des damals neu errichteten [[Äußeres Nonntaler Tor|Äußeren Nonntaler Tores]]. Auch die Wehrmauern auf dem Mönchsberg wurden verstärkt.
Die Bürgerwehr wurde damals mit - 1487/88 nur mit zwei starken Türmen versehen - weitgehend neu errichtet, die nach 1500 zu einer achttürmigen Anlage erweitert wurde. Sie besaß einen tiefen Wehrgraben, einen doppeltem Mauerzug mit jeweils aufgesetzten Wehrgängen. Ein Wehrmauer wurde damals von den beiden Zwingern im Südwesten des Mönchsberges hinunter zum Römertor in der äußeren Riedenburg angelegt.  
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Die Bürgerwehr wurde damals mit - 1487/88 nur mit zwei starken Türmen versehen - weitgehend neu errichtet, die nach 1500 zu einer achttürmigen Anlage erweitert wurde. Sie besaß einen tiefen Wehrgraben, einen doppeltem Mauerzug mit jeweils aufgesetzten Wehrgängen. Ein Wehrmauer wurde damals von den beiden Zwingern im Südwesten des Mönchsberges hinunter zum [[Römertor]] in der äußeren [[Riedenburg]] angelegt.  
  
 
=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===
 
=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===
* Die Reste des [[Inneres Nonntaler Tor|Inneren Nonntaler Tores]] im Haus [[Schanzlgasse]] 14 ([[Landeskindergarten Schanzlgasse|Landeskindergarten]]), erst verändert und wenig später aufgelassen unter [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]]  
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* Die Reste des [[Inneres Nonntaler Tor|Inneren Nonntaler Tores]] im Haus [[Schanzlgasse]] 14 (im heutigen [[Landeskindergarten Schanzlgasse|Landeskindergarten]]), erst verändert und wenig später aufgelassen unter [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]]  
 
* Reste der Stadtmauer in der [[Paris-Lodron-Straße]], heute die straßenseitige hohe Begrenzungsmauer beim [[Loretokloster]]
 
* Reste der Stadtmauer in der [[Paris-Lodron-Straße]], heute die straßenseitige hohe Begrenzungsmauer beim [[Loretokloster]]
 
* Die [[Bürgerwehr]] auf dem Mönchsberg. Hier fanden [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt.
 
* Die [[Bürgerwehr]] auf dem Mönchsberg. Hier fanden [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt.
* Der Barbaraturm auf dem Mönchsberg und vermutlich einzelne weitere Wehrtürme auf dem Berg.
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* Der [[Barbaraturm]] auf dem Mönchsberg und vermutlich einzelne weitere Wehrtürme auf dem Berg.
  
== Die dritte Stadtbefestigung ([[1620]] bis [[1648]]) ==
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== Die dritte Stadtbefestigung 1620 bis 1648 ==
Während der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde unter Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] die dritte Stadtbefestigung errichtet und die Stadt Salzburg besonders im Norden mit starken Festungswerken geschützt. Der größte Teil dieser Lodronschen Stadtbefestigung ist heute nicht mehr erhalten. Die militärische Befestigung bezog im Süden den gesamten Festungsberg und den gesamten Mönchsberg mit ein und bestand im Norden vor allem aus Bollwerken (Bastionen) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Bastion Wikipedia.de/Bastion]</ref>, mit Wallschilden (Ravelins) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ravelin Wikipedia.de/Ravelin]</ref> und aus vorgelagerten Hornwerken. <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hornwerk Wikipedia.de/Hornwerk]</ref>. Auch der gesamte Kapuzinerberg wurde in die Befestigung einbezogen.     
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Während der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron die dritte Stadtbefestigung errichtet und die Stadt Salzburg besonders im Norden mit starken Festungswerken geschützt. Der größte Teil dieser Lodronschen Stadtbefestigung ist heute nicht mehr erhalten. Die militärische Befestigung bezog im Süden den gesamten [[Festungsberg]] und den gesamten Mönchsberg mit ein und bestand im Norden vor allem aus Bollwerken (Bastionen)<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Bastion Wikipedia.de/Bastion]</ref>, mit Wallschilden (Ravelins)<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ravelin Wikipedia.de/Ravelin]</ref> und aus vorgelagerten Hornwerken.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hornwerk Wikipedia.de/Hornwerk]</ref>. Auch der gesamte Kapuzinerberg wurde in die Befestigung einbezogen.     
 
   
 
   
 
=== Bollwerke der rechtsseitigen Altstadt ===
 
=== Bollwerke der rechtsseitigen Altstadt ===
* [[St. Vital Bollwerk]] (heute der Rosenhügel im [[Kurgarten]]),  
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* [[St. Vital Bollwerk]] (heute der [[Rosenhügel]] im [[Kurgarten]]),  
 
* [[St. Virgil Bollwerk]],   
 
* [[St. Virgil Bollwerk]],   
 
* [[St. Heinrich Bollwerk]],  
 
* [[St. Heinrich Bollwerk]],  
 
* [[St. Rupert Bollwerk]] und   
 
* [[St. Rupert Bollwerk]] und   
 
* das "halbe" [[St. Sebastian Bollwerk]].  
 
* das "halbe" [[St. Sebastian Bollwerk]].  
Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im halbkreisförmigen Verlauf von [[Franz-Josef-Straße]] und [[Auerspergstraße]] nachempfunden werden. Die Bollwerke besaßen am Rand des Wehrgrabens eine etwa 6 m hohe Wehrmauer ('''Niederwall'''), hinter dem sich knapp 1,5 m tiefer der Rondengang befand. Hinter dem durch alle Bollwerke durchlaufenden gut 4 m breiten '''Rondengang''' schloss der (samt der gut 1 m hohen Brustwehr auf der Krone des Walles) etwa 7 m hohe '''obere Erdwall''' an. Von der Brustwehr-Oberkante bis zum Wehrgraben-Sohle ergibt sich ein Höhenunterschied von gut 12,5 m.
 
  
Der Grundriss der einzelnen Bastione besaß eine etwa gleichseitig fünfeckige Form. Die einzelnen Bollwerke (Bastione) wurden durch Mauern und dahinter die Wallanlagen die '''Kurtinen''' (Courtinen) miteinander verbunden. An die Kurtinen schlossen an der Basis ('''Kehle''') die '''Flanken''' an, die Spitze des Bollwerkes '''Saillant''' genannt, wurden durch die beiden '''Facen''' gebildet. An den drei vorderen Eckpunkten der Bollwerkseiten standen jeweils kleine militärische Aussichtstürmchen (Auslug, Gaffe), wie sie der Salzburger etwa von Kapuzinerberg oder Festung kennt.
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Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im halbkreisförmigen Verlauf von [[Franz-Josef-Straße]] und [[Auerspergstraße]] nachempfunden werden. Die Bollwerke besaßen am Rand des Wehrgrabens eine etwa sechs Meter hohe Wehrmauer (''Niederwall''), hinter dem sich knapp 1,5 m tiefer der Rondengang befand. Hinter dem durch alle Bollwerke durchlaufenden gut vier Meter breiten ''Rondengang'' schloss der (samt der gut einem Meter hohen Brustwehr auf der Krone des Walles) etwa sieben Meter hohe ''obere Erdwall'' an. Von der Brustwehr-Oberkante bis zum Wehrgraben-Sohle ergibt sich ein Höhenunterschied von gut 12,5 m.
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Der Grundriss der einzelnen Bastionen besaß eine etwa gleichseitig fünfeckige Form. Die einzelnen Bollwerke (Bastion) wurden durch Mauern und dahinter die Wallanlagen die ''Kurtinen'' (Courtinen) miteinander verbunden. An die Kurtinen schlossen an der Basis (''Kehle'') die ''Flanken'' an, die Spitze des Bollwerkes ''Saillant'' genannt, wurden durch die beiden ''Facen'' gebildet. An den drei vorderen Eckpunkten der Bollwerkseiten standen jeweils kleine militärische Aussichtstürmchen (Auslug, Gaffe), wie sie der Salzburger etwa vom Kapuzinerberg oder der [[Festung Hohensalzburg]] kennt.
  
Der Wehrgraben seinerseits bestand aus einem ebenen Grundfläche, die in der Nähe der inneren Wallmauer einen umlaufenden 1 m erhöhten '''Betreuungsweg''' besaß. In den breiten Wehrgraben eingelassen war der in der Regel mit Wasser gefüllte, gut 1 m tiefe und etwa 10 m breite '''Wassergraben'''.   
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Der Wehrgraben seinerseits bestand aus einem ebenen Grundfläche, die in der Nähe der inneren Wallmauer einen umlaufenden ein Meter erhöhten ''Betreuungsweg'' besaß. In den breiten Wehrgraben eingelassen war der in der Regel mit Wasser gefüllte, gut ein Meter tiefe und etwa zehn Meter breite ''Wassergraben''.   
 
        
 
        
Vorgelagert waren zwischen den Bollwerken vier Ravelin (Wallschild):
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Vorgelagert waren zwischen den Bollwerken vier Ravelins (Wallschild):
 
* [[St. Vital Ravelin]],  
 
* [[St. Vital Ravelin]],  
 
* [[St. Virgil Ravelin]],   
 
* [[St. Virgil Ravelin]],   
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* [[St. Rupert Hornwerk]].
 
* [[St. Rupert Hornwerk]].
  
====  historische Ansichten ====
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====  Historische Ansichten ====
 
Wie der Festungswall und die vorgelagerten Verteidigungsanlagen einst ausgesehen haben, zeigen
 
Wie der Festungswall und die vorgelagerten Verteidigungsanlagen einst ausgesehen haben, zeigen
* [https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/44/Salzburg_1643.jpg Salzburg Ansicht, anno 1643, von Philipp Harpff].
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* Salzburg Ansicht, anno 1643, von [[Philipp Harpff]]<ref>[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/44/Salzburg_1643.jpg wikimedia.org]</ref>
 
* "Salzburg von Norden", anno 1643, Radierung von Philipp Harpff
 
* "Salzburg von Norden", anno 1643, Radierung von Philipp Harpff
* [https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/Merian_Salzburg.jpg/512px-Merian_Salzburg.jpg Salzburg von Norden, anno 1644, von Matthäus Merian]. [https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Bavariae:_Saltzburg Wikisource/Topographia_Bavariae/Saltzburg]
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* Salzburg von Norden, anno 1644, von [[Matthäus Merian]<ref>[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/Merian_Salzburg.jpg/512px-Merian_Salzburg.jpg wikimedia.org] und [https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Bavariae:_Saltzburg Wikisource/Topographia_Bavariae/Saltzburg wikimedia.org]</ref>
  
 
=== Der Wehrmauerzug vom Lederertor zum Inneren Steintor ===
 
=== Der Wehrmauerzug vom Lederertor zum Inneren Steintor ===
* Die [[Wasserbastei]] ließ Paris Lodron im Jahr 1641 südlich des Bollwerkes St. Vital errichten.  
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* Die [[Wasserbastei]] ließ Paris Lodron im Jahr [[1641]] südlich des Bollwerkes St. Vital errichten.  
* Der Mauerzug westlich der Schlosses Mirabell führte bis zu jener Bastei, die seit etwa 1700 als Theatergarten genutzt wird.  
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* Der Mauerzug westlich der [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]] führte bis zu jener Bastei, die seit etwa 1700 als Theatergarten genutzt wird.  
* Im Raum des heutigen Stiftungsgebäudes Mozarteum bestand eine weitere nach Nordwesten hin ausgerichtete Bastei.  
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* Im Raum des heutigen [[Mozarteum (Gebäude)|Stiftungsgebäudes Mozarteum]] bestand eine weitere nach Nordwesten hin ausgerichtete Bastei.  
 
* Das Lederertor ragte zur Salzach hin ebenfalls vor, um einen mögliche von Norden kommenden Feind bekämpfen zu können.
 
* Das Lederertor ragte zur Salzach hin ebenfalls vor, um einen mögliche von Norden kommenden Feind bekämpfen zu können.
 
* Hinter dem Wehrmauerzug zwischen Lederertor und Hauptbrücke wurden schon bald nach der Errichtung niedrige militärisch genutzte Bauten an die Mauer angebaut, sodass der Mauerzug nur wenig in Erscheinung trat.
 
* Hinter dem Wehrmauerzug zwischen Lederertor und Hauptbrücke wurden schon bald nach der Errichtung niedrige militärisch genutzte Bauten an die Mauer angebaut, sodass der Mauerzug nur wenig in Erscheinung trat.
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=== Kapuzinerberg ===  
 
=== Kapuzinerberg ===  
* '''Mauerzug vom Kapuzinerkloster bis zum Franziskischlössl''', sowie Mauerzug von Klostergarten zur Soldatenstiege (nach Norden): Auf dem [[Kapuzinerberg]] ließ Fürsterzbischof Paris Lodron im Süden und im Osten des Berges einen über zwei Kilometer langen verwinkelten Mauerzug am Rand des Plateaus errichten. Der Mauerzug im Osten vom [[Franziski-Schlössl]] zum Oberen Gnigler Kavalier ist nur in kleinsten Resten erhalten.  
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* Mauerzug vom Kapuzinerkloster bis zum Franziskischlössl,  
* '''Der Große und der Kleine Linzer Kavalier''': Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen. So wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße und die zugehörigen Wehrbauwerke von oben her überwacht. Der Kleine Kavalier war über eine in den Fels gehauene '''Soldatenstiege''' vom [[Linzertor]] aus auf direktem Weg erreichbar.   
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sowie Mauerzug von Klostergarten zur Soldatenstiege (nach Norden): Auf dem [[Kapuzinerberg]] ließ Fürsterzbischof Paris Lodron im Süden und im Osten des Berges einen über zwei Kilometer langen verwinkelten Mauerzug am Rand des Plateaus errichten. Der Mauerzug im Osten vom [[Franziski-Schlössl]] zum [[Oberer Gnigler Kavalier|Oberen Gnigler Kavalier]] ist nur in kleinsten Resten erhalten.  
* '''Der Untere und der Obere Gnigler Kavalier''': Zwei weitere Kavaliere wurden im Osten des Berges angelegt um die Gnigler Schanze in der Talenge zum Neuhauser Schlossberg hin  und gleichzeitig den Ostabhang des Kapuzinerberges ausreichend schützen zu können.   
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* Der [[Großer Linzer Kavalier|Große]] und der [[Kleiner Linzer Kavalier|Kleine Linzer Kavalier]]:  
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Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen. So wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße und die zugehörigen Wehrbauwerke von oben her überwacht. Der Kleine Kavalier war über eine in den Fels gehauene '''Soldatenstiege''' vom [[Linzertor]] aus auf direktem Weg erreichbar.   
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* Der [[Unterer Gnigler Kavalier|Untere]] und der Obere Gnigler Kavalier: Zwei weitere Kavaliere wurden im Osten des Berges angelegt um die [[Gnigler Schanze]] in der Talenge zum [[Schloss Neuhaus|Neuhauser Schlossberg]] hin  und gleichzeitig den Ostabhang des Kapuzinerberges ausreichend schützen zu können.   
 
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg am Kapuzinerberg 01.jpg|thumb|Befestigung des Kapuzinerberges, gesehen von der [[Hettwer-Bastei]], Ansicht nach Südost]]  
 
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg am Kapuzinerberg 01.jpg|thumb|Befestigung des Kapuzinerberges, gesehen von der [[Hettwer-Bastei]], Ansicht nach Südost]]  
 
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg Kapuzinerberg 02.jpg|thumb|Wachetürmchen auf der [[Hettwer-Bastei]] auf dem [[Kapuzinerberg]], Ansicht nach West]]  
 
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg Kapuzinerberg 02.jpg|thumb|Wachetürmchen auf der [[Hettwer-Bastei]] auf dem [[Kapuzinerberg]], Ansicht nach West]]  
[[Datei:Hettwerbastei Kapuzinerberg Blick auf Altstadt der Stadt Salzburg 20151105.jpg|thumb|[[Hettwer-Bastei]] auf dem Kapuzinerberg, Blick auf die [[Altstadt]],  Ansicht nach Süd]]
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[[Datei:Hettwerbastei Kapuzinerberg Blick auf Altstadt der Stadt Salzburg 20151105.jpg|thumb|Hettwer-Bastei auf dem Kapuzinerberg, Blick auf die [[Altstadt]],  Ansicht nach Süd]]
 
[[Datei:Kapuzinerberg Wehrmauer von Arenbergstraße.jpg|thumb|Kapuzinerberg-Wehrmauer von der [[Arenbergstraße]] aus gesehen]]
 
[[Datei:Kapuzinerberg Wehrmauer von Arenbergstraße.jpg|thumb|Kapuzinerberg-Wehrmauer von der [[Arenbergstraße]] aus gesehen]]
* '''Die Basteien über der Steingasse und dem Platzl''' hin: Die Wehrbauten aus der Zeit der ''dritten Stadtbefestigungen'' bezogen auch den Garten des [[Kapuzinerkloster]]s in die Befestigungsanlagen ein, die [[Imbergstiege]] wurde aus der [[Steingasse]] (damals noch aus Holz gefertigt), und der [[Prügelweg]] von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.
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* Die Basteien über der Steingasse und dem [[Platzl]] hin:  
* '''Geschützbastei und doppelter Wehrmauerzug''' (mit Ausfalltor, äußerer Wehrmauerzug nicht erhalten) im Osten  
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Die Wehrbauten aus der Zeit der ''dritten Stadtbefestigungen'' bezogen auch den Garten des [[Kapuzinerkloster]]s in die Befestigungsanlagen ein, die [[Imbergstiege]] wurde aus der [[Steingasse]] (damals noch aus Holz gefertigt), und der [[Prügelweg]] von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.
* Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei '''Pulvertürme''', eine '''Rossmühle''' und nächst einstigen Soldatenunterkünften '''drei Ziehbrunnen''' mit Regenwasser-Zisternen und  '''eine Trinkwasserzisterne''' (Brunnstube).  Als Militärbezirk bzw. als fürsterzbischöfliches Jagdrevier war das Kapuzinerbergplateau  für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt.
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* Geschützbastei und doppelter Wehrmauerzug
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mit Ausfalltor, äußerer Wehrmauerzug nicht erhalten, im Osten  
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* Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme', eine ''Rossmühle'' und nächst einstigen Soldatenunterkünften drei Ziehbrunnen' mit Regenwasser-Zisternen und  eine Trinkwasserzisterne (Brunnstube).  Als Militärbezirk und als fürsterzbischöfliches Jagdrevier war das Kapuzinerberg-Plateau für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt.
  
 
=== Linksseitige Altstadt ===  
 
=== Linksseitige Altstadt ===  
Nachdem der Mönchsberg mit seinen durch Paris Lodron zur Verteidigung skarpierten Felsen im Westen der linksseitigen Altstadt einen guten Schutz verlieh, war ein ausreichender Schutz der Altstadt zwischen dem Klausentor im Norden und dem Kajetanertor und dem Bollwerk St. Erentrudis im Süden nur salzachseitig erforderlich. Der gesamte Bereich zur Salzach wurde damals militätisch gesichert.  
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Nachdem der Mönchsberg mit seinen durch Paris Lodron zur Verteidigung skarpierten Felsen im Westen der linksseitigen Altstadt einen guten Schutz verlieh, war ein ausreichender Schutz der Altstadt zwischen dem [[Klausentor]] im Norden und dem [[Kajetanertor]] und dem [[St. Erentrudis Bollwerk]] im Süden nur salzachseitig erforderlich. Der gesamte Bereich zur Salzach wurde damals militärisch gesichert.  
 
Die wesentlichen Teile der Verteigungsanlagen waren damals:
 
Die wesentlichen Teile der Verteigungsanlagen waren damals:
 
* [[Klausentor]] samt zugehöriger Zugbrücke über den dortigen Wehrgraben und mit dem Klausenkavalier (heute [[Humboldtterrasse]]) über dem Tor  
 
* [[Klausentor]] samt zugehöriger Zugbrücke über den dortigen Wehrgraben und mit dem Klausenkavalier (heute [[Humboldtterrasse]]) über dem Tor  
 
* Wehrmauerzug vom Klausentor zur Sternbastei  
 
* Wehrmauerzug vom Klausentor zur Sternbastei  
* '''Sternbastei''' (scherzhaft auch ''Insel Elba'' genannt")
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* [[Sternbastei]] (scherzhaft auch ''Insel Elba'' genannt")
 
* [[Alte Thürnitz]] mit dem [[Fleischtor]] (Wassertor) und weiterführender Wehrmauernzug bis zur Hauptbrücke  
 
* [[Alte Thürnitz]] mit dem [[Fleischtor]] (Wassertor) und weiterführender Wehrmauernzug bis zur Hauptbrücke  
* Wehrmauernzug von der Hauptbrücke bis zum Antretterhaus  
+
* Wehrmauernzug von der Hauptbrücke bis zum [[Antretterhaus]]
* Wehrmauerzug um das [[Michaelstor]] mit Imhofstöckl, Hofbinderstöckl und Zeugwartstöckl im Norden und der Wehrmauer vor dem Spaur'schen und dem Starhemberg'schen Kanonikalhaus im Süden
+
* Wehrmauerzug um das [[Michaelstor]] mit [[Imhofstöckl]], [[Hofbinderstöckl]] und [[Zeugwartstöckl]] im Norden und der Wehrmauer vor dem Spaur'schen und dem [[Starhemberg'schen Kanonikalhaus]] im Süden
 
* [[St. Erentrudis Bollwerk]] mit dem [[Kajetanertor]]
 
* [[St. Erentrudis Bollwerk]] mit dem [[Kajetanertor]]
  
 
=== Mönchsberg und Festungsberg ===  
 
=== Mönchsberg und Festungsberg ===  
 
Auch auf dem Mönchsberg wurden die alten Wehranlagen neu gestaltet und die Flanken des Berges weiter skarpiert um sei so als Wehrmauern zu gestalten:  
 
Auch auf dem Mönchsberg wurden die alten Wehranlagen neu gestaltet und die Flanken des Berges weiter skarpiert um sei so als Wehrmauern zu gestalten:  
* die [[Müllner Schanze]] wurde im Norden des Berges schrittweise mit seinen drei übereinander liegenden Wehrebenen und den beiden Wehrtoren sowie seinem umlaufenden (heute leider größtenteils verfüllten 4,5 m tiefen und acht Meter breiten) Wehrgraben errichtet, die mit ihren [[Bollwerk|Vorwerk]]en bis unmittelbar an die [[Augustinergasse (Salzburg)|Augustinergasse]] und an die Müllner Hauptstraße reicht. Die Müllner Schanze reichte im Osten bis zum Klausenkavalier ([[Humboldtterrasse]])  und bis zum Kavalier unter dem [[Johannes-Schlößl]] im Westen.     
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* Die [[Müllner Schanze]]  
* Die '''Wehrmauer östlich der Bürgerwehr''' zum Stadtteil [[Riedenburg]] hin wurde deutlich erhöht, die dortigen Felsen skarpiert und damit der alte Aufgang auf den Berg verschlossen.   
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wurde im Norden des Berges schrittweise mit seinen drei übereinander liegenden Wehrebenen und den beiden Wehrtoren sowie seinem umlaufenden (heute leider größtenteils verfüllten 4,5 m tiefen und acht Meter breiten) Wehrgraben errichtet, die mit ihren [[Bollwerk|Vorwerk]]en bis unmittelbar an die [[Augustinergasse (Salzburg)|Augustinergasse]] und an die Müllner Hauptstraße reicht. Die Müllner Schanze reichte im Osten bis zum Klausenkavalier ([[Humboldtterrasse]])  und bis zum Kavalier unter dem [[Johannes-Schlößl]] im Westen.     
* Die '''beiden Zwinger im Südwesten des Berges'''  (heute [[Richterhöhe]]) wurden nach Westen (nach [[Bucklreuth]] zu) durch eine vorgesetzte Wehrmauer verstärkt. Der Untere Zwinger wurde durch zusätzlich ein neues Wachhaus ([[Weingartenhaus]]) gesichert.  
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* Die Wehrmauer östlich der Bürgerwehr
* Die '''Scharte zwischen Mönchsberg und Festungsberg''' mit seiner bisherigen Zufahrtsstraße von Süden her wurde mit einem breiten Wehrmauerzug verschlossen. An dieser Stelle wurde das äußere und das Inneres [[Schartentor]] errichtet.  
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zum Stadtteil [[Riedenburg]] hin wurde deutlich erhöht, die dortigen Felsen skarpiert und damit der alte Aufgang auf den Berg verschlossen.   
* Die [[Katze (Bastei)|Katze]] als [[Bollwerk|Vorwerk]] der Festung wurde wesentlich verstärkt und neu gestaltet.   
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* Die beiden Zwinger im Südwesten des Berges   (heute [[Richterhöhe]])  
* Die mittelalterliche Burg wurde durch die Anlage von umgebenden '''Geschützbasteien''' (Obere und untere [[Hasengrabenbastei (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenbastei]], neu gestaltete obere und untere [[Nonnbergbastei (Festung Hohensalzburg)|Nonnbergbastei]], Geschützbastei im Süden) zur neuzeitlichen Festung ausgestaltet und erweitert. Zudem wurde die Burg mit '''Wehrmauern und Sperrbögen''' im Raum des  [[Hoher Weg|Hohen Weges]] zur Stadt hin deutlich besser gesichert. Das gotische hohe Dach des Hohen Stockes wurde durch ein niedriges Grabendach ersetzt und damit besser vor Geschützbeschuss gesichert.  
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wurden nach Westen (nach [[Bucklreuth]] zu) durch eine vorgesetzte Wehrmauer verstärkt. Der Untere Zwinger wurde durch zusätzlich ein neues Wachhaus ([[Weingartenhaus]]) gesichert.  
* Der Zufahrtsweg vom [[St.-Peter-Bezirk]] auf den Mönchsberg (heute [[Toscaninihof]]) wurde mit einer hohen Mauer geschlossen, anstelle der früheren Straße wurde ein gesicherter Stiegenaufgang (St. Peter Wacht) auf die Peterswacht-Bastei errichtet.
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* Die Scharte zwischen Mönchsberg und Festungsberg
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mit seiner bisherigen Zufahrtsstraße von Süden her wurde mit einem breiten Wehrmauerzug verschlossen. An dieser Stelle wurde das äußere und das Inneres [[Schartentor]] errichtet.  
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* Die [[Katze (Bastei)|Katze]]  
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als [[Bollwerk|Vorwerk]] der Festung wurde wesentlich verstärkt und neu gestaltet.   
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* Die mittelalterliche Burg wurde durch die Anlage von umgebenden Geschützbasteien (Obere und untere [[Hasengrabenbastei (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenbastei]], neu gestaltete obere und untere [[Nonnbergbastei (Festung Hohensalzburg)|Nonnbergbastei]], Geschützbastei im Süden) zur neuzeitlichen Festung ausgestaltet und erweitert. Zudem wurde die Burg mit Wehrmauern und Sperrbögen im Raum des  [[Hoher Weg|Hohen Weges]] zur Stadt hin deutlich besser gesichert. Das gotische hohe Dach des Hohen Stockes wurde durch ein niedriges [[Grabendach]] ersetzt und damit besser vor Geschützbeschuss gesichert.  
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* Der Zufahrtsweg vom [[St.-Peter-Bezirk]] auf den Mönchsberg (heute [[Toscaninihof]]) wurde mit einer hohen Mauer geschlossen, anstelle der früheren Straße wurde ein gesicherter Stiegenaufgang (St. Peter Wacht) auf die [[Peterswacht-Bastei]] errichtet.
  
 
=== Weitere Wehranlagen zur Sicherung der Stadt Salzburg===  
 
=== Weitere Wehranlagen zur Sicherung der Stadt Salzburg===  
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* Die [[Gnigler Schanze]]
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Diese mit einem hohen wehrhaften Wall und einem vorgelagerten Graben ausgestattete Schanzanlage wurde zwischen dem steilen Ostfuß des Kapuzinerberges ("[[Fürberg (Stadt Salzburg)|Fürberg]]") und dem dem [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] vorgelagerten Schlossberg mit [[Schloss Neuhaus]] errichtet. Gesichert wurde diese Schanze auch von den beiden Gnigler Kavalieren auf dem Fürberg und von Schloss Neuhaus aus. Sie wurde als Wehrbauwerk bereits um 1700 weitgehend aufgelassen. Eingeebnet wurde sie vor allem beim Bau des [[Giselabahn]] und nachfolgend bei der Anlage des [[Rangierbahnhof Gnigl|Rangierbahnhofes]].
  
* '''Die Gnigler Schanze'''. Diese mit einem hohen Wehrhaften Wall und einem vorgelagerten Graben ausgestattete Schanzanlage wurde zwischen dem steilen Ostfuß des Kapuzinerberges ("Fürberg") und dem dem Kühberg vorgelagerten Schlossberg mit Schloss Neuhaus errichtet. Gesichert wurde diese Schanze auch von den beiden Gnigler Kavalieren auf dem Fürberg und von Schloss Neuhaus aus. Sie wurde als Wehrbauwerk bereits um 1700 weitgehend aufgelassen. Eingeebnet wurde sie vor allem beim Bau des Sophienbahn und nachfolgend bei der Anlage des Rangierbahnhofes.
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* Wehrmauernzug bei [[Schloss Glanegg]]
 
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Nachdem das [[Leopoldskroner Moor]] für ein Heer mit Tross und Wagen nicht querbar war, blieb nur ein kleiner Bereich am Fuß des [[Untersberg]]es für einen feindlichen Angriff offen. Dieser Bereich wurde mit dem Schloss Glanegg und einem Mauerzug zum Fuß des Untersberges hin verschlossen.
* '''Wehrmauernzug bei Schloss Glanegg'''. Nachdem das Leopoldskroner Moos für ein Heer mit Tross und Wagen nicht durchquerbar war, blieb nur ein kleiner Bereich am Fuß des Untersberges für einen feindlichen Angriff offen. Dieser Bereich wurde mit dem Schloss Glanegg und einem Mauerzug zum Fuß des Untersberges hin verschlossen.
 
  
* Auch in der Vorstadt Mülln waren die Tore  (Bärengässchentor, Laufener Tor, Müllegger Tor, Salzachtor, Wartelsteintor) von wehrhaften Mauern umgeben.
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* Auch in der Vorstadt [[Mülln]] waren die Tore  ([[Bärengässchentor]], [[Laufener Tor]], [[Müllegger Tor]], [[Salzachtor]], [[Wartelsteintor]]) von wehrhaften Mauern umgeben.
  
 
=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===  
 
=== Erhaltene Teile der Wehranlagen ===  
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* Stadtmauerrest am [[Rudolfskai]], beidseits des ehemaligen [[Michaelstor]]es gelegen, vgl. Wappen mit Jahr [[1620]]
 
* Stadtmauerrest am [[Rudolfskai]], beidseits des ehemaligen [[Michaelstor]]es gelegen, vgl. Wappen mit Jahr [[1620]]
 
* Stadtmauerreste des [[St. Erentrudis Bollwerk]]es: im Süden nächst dem [[Schanzlpark]] und im Raum der [[Basteigasse]]
 
* Stadtmauerreste des [[St. Erentrudis Bollwerk]]es: im Süden nächst dem [[Schanzlpark]] und im Raum der [[Basteigasse]]
* Das von Paris Lodron umgestaltete und später verschlossene Äußere Nonntaler Tor im Keller des Hauses Schanzlgasse 14  
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* Das von Paris Lodron umgestaltete und später verschlossene [[Inneres Nonntaler Tor|Innere Nonntaler Tor]] im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14  
 
* Das [[Gstättentor]] ([[1618]], erste Anlage [[1280]])
 
* Das [[Gstättentor]] ([[1618]], erste Anlage [[1280]])
 
* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
 
* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
  
 
'''Auf dem Mönchsberg und dem Festungsberg'''  
 
'''Auf dem Mönchsberg und dem Festungsberg'''  
* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte (Müllner Schanze)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] und nächstgelegen dem Klausen-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]) und dem Kavalier unter dem Johannes-Schlößl. Der umlaufende tiefe Wehrgraben der Müllner Schanze ist heute zugeschüttet, die Wehranlage wurde auch durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt   
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* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte (Müllner Schanze)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] und nächstgelegen dem Klausen-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]) und dem Kavalier unter dem [[Johannes-Schlößl]]. Der umlaufende tiefe Wehrgraben der Müllner Schanze ist heute zugeschüttet, die Wehranlage wurde auch durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt   
* die '''skarpierten Felsen des Mönchsbergs''' teilweise mit aufgesetzten Wehrmauernzug: vor allem im Raum östlich der Bürgerwehr, im Raum westlich der heutigen Richterhöhe und im Raum des heutigen Toscaninihofes.   
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* Die skarpierten Felsen des Mönchsbergs teilweise mit aufgesetzten Wehrmauernzug: vor allem im Raum östlich der Bürgerwehr, im Raum westlich der heutigen Richterhöhe und im Raum des heutigen Toscaninihofes.   
* das '''Torwächterhaus des unteren Zwingers''' nächst der Richterhöhe   
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* Das Torwächterhaus des unteren Zwingers nächst der Richterhöhe   
* Die '''Katze''' (erste Anlage aus der Zeit der zweiten Stadtbefestigung) und '''weitere [[Bollwerk|Vorwerk]]e''' der Festung Hohensalzburg
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* Die [[Katze (Bastei)|Katze]] (erste Anlage aus der Zeit der zweiten Stadtbefestigung) und weitere [[Bollwerk|Vorwerk]]e der Festung Hohensalzburg
* Ein '''Teil der Wehrmauern in der Schanze''' zwischen Mönchsberg und [[Festungsberg]] mit dem Inneren Schartentor
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* Ein Teil der Wehrmauern in der Schanze zwischen Mönchsberg und [[Festungsberg]] mit dem [[Inneres Schartentor|Inneren Schartentor]]
* Die '''äußeren Geschützbasteien''' der  Festung
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* Die äußeren Geschützbasteien der  Festung
* Die '''Wehrmauern und Torbögen''' im Vorfeld der Festung       
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* Die Wehrmauern und Torbögen im Vorfeld der Festung       
  
 
'''Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt'''  
 
'''Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt'''  
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'''Auf dem Kapuzinerberg'''  
 
'''Auf dem Kapuzinerberg'''  
* Ein '''Großteil des Wehrmauernzuges''' auf dem Berg. Hinweis: Die Geschützbastei im Osten vor dem Wehrmauerzug im Osten wird baulich seit Jahrzehnten nicht gesichert und verkommt immer mehr. Auch letzte Reste des Wehrmauerzuges im Osten des Berges verkommen ungesichert.   
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* Ein Großteil des Wehrmauernzuges auf dem Berg. Hinweis: Die Geschützbastei im Osten vor dem Wehrmauerzug im Osten wird baulich seit Jahrzehnten nicht gesichert und verkommt immer mehr. Auch letzte Reste des Wehrmauerzuges im Osten des Berges verkommen ungesichert.   
* der '''Kleine Linzer Kavalier''' samt einem Großteil der alten Soldatenstiege (derzeit nicht begehbar!) und der '''Große Linzer Kavalier''' (derzeit durch einen unschönen Zaun versperrt und kaum einsehbar.)   
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* der Kleine Linzer Kavalier samt einem Großteil der alten Soldatenstiege (derzeit nicht begehbar!) und der Große Linzer Kavalier (derzeit durch einen unschönen Zaun versperrt und kaum einsehbar.)   
* die beiden '''Gnigler Kavaliere''' im Osten des Berges  
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* die beiden Gnigler Kavaliere  im Osten des Berges  
* Die [[Felixpforte]] (nächst der Linzergasse beim  Aufgang auf den Berg)
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* Die [[Felixpforte]] (nächst der Linzer Gasse beim  Aufgang auf den Berg)
 
* Das [[Franziski-Schlössl]]   
 
* Das [[Franziski-Schlössl]]   
 
* Die [[Hettwer-Bastei]] und umgebende Basteien
 
* Die [[Hettwer-Bastei]] und umgebende Basteien
  
 
== Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert ==
 
== Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert ==
Mit dem Anschluss des Landes Salzburgs (bzw. der größten Teile Salzburgs) an die Monarchie Österreich mit Jahresbeginn [[1816]] gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden die Statuten der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit ''Allerhöchster Entschließung''<ref>von [[Kaiser Franz Joseph I.]] ...</ref> wurden am [[26. April]] [[1866]] die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzer Tor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] mit dem Kaiserthum Österreich als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). Nun wurden die Festungswerke schrittweise abgerissen. Das Material wurde für die [[Salzachregulierung]] und für die [[Kanalisation (Stadt Salzburg)|Kanalisation]] verwendet.
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Mit dem Anschluss des Landes Salzburgs (bzw. der größten Teile Salzburgs) an die Monarchie Österreich mit Jahresbeginn [[1816]] gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden die Statuten der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit ''Allerhöchster Entschließung''<ref>von [[Kaiser Franz Joseph I.]] ...</ref> wurden am [[26. April]] [[1866]] die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzertor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von [[Erzstift Salzburg|Salzburg]] mit dem Kaiserthum Österreich als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). Nun wurden die Festungswerke schrittweise abgerissen. Das Material wurde für die [[Salzachregulierung]] und für die [[Kanalisation (Stadt Salzburg)|Kanalisation]] verwendet.
 
   
 
   
 
Verschiedentlich wurde die Meinung vertreten, der [[Salzburger Gemeinderat]] hätten in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg selbst zu schleifen. Mit dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der ''Befestigungsanlagen'' der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.   
 
Verschiedentlich wurde die Meinung vertreten, der [[Salzburger Gemeinderat]] hätten in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg selbst zu schleifen. Mit dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der ''Befestigungsanlagen'' der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.   
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* Historische Karten der Stadt Salzburg  
 
* Historische Karten der Stadt Salzburg  
* ''900 Jahre Festung Hohensalzburg'', Landesfest 4. bis 12. Juni 1977, Schriftenreihe des [[Landespressebüro]] Salzburg, 1977
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* {{Quelle 900 Jahre Festung Hohensalzburg}}
 
* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', [[Verlag St. Peter]], [[Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
 
* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', [[Verlag St. Peter]], [[Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
 
* Salzburgwiki-Beiträge [[Altstadt]], [[Neustadt]], [[Müllner Schanze]]
 
* Salzburgwiki-Beiträge [[Altstadt]], [[Neustadt]], [[Müllner Schanze]]
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
== Fußnoten ==
 
== Fußnoten ==
 
<references/>
 
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Version vom 27. Mai 2018, 18:22 Uhr

Reste der Lodronschen Stadtmauer von Salzburg zwischen Mozartplatz und Salzach
Lodronsche Stadtmauer am Rudolfskai

Die Befestigung der Stadt Salzburg sicherte über Jahrhunderte die Stadt und ihre Bewohner. Beiderseits der Salzach führte seit der Zeit der ersten Stadtbefestigung ein geschlossener Ring von Mauern (teilweise auch senkrecht behauene Felsen) um die heutige Altstadt, die auch die Festung Hohensalzburg mit einschlossen, der erst 1860 seine wehrhafte Bedeutung verlor und wenige Jahre später weitgehend abgerissen wurde.

Die erste Stadtbefestigung (11./12. bis 13. Jahrhundert)

Die linksseitige Altstadt

Die Befestigung der linksseitigen Altstadt führte vom Westertor (später Gstättentor oder Schleifertor) und von dort entlang der nördlichen Häuserzeile der Getreidegasse bis zum ältesten Brückentor (vermutlich im heutigen Raum Judengasse 3). Von dort führte der Wehrmauerzug im Bereich der heutigen nordöstlichen Häuserzeile an der Webergasse (Pfeifergasse) zum Kumpfmühltor und von hier weiter zum Inneren Nonntaler Tor.

Die rechtsseitige Altstadt

Die erste Stadtmauer der rechtsseitigen Altstadt umschloss nur einen kleinen Bereich um den Brückenkopf der Hauptbrücke. Salzachseitig verlief die Wehrmauer vom Lederertor bis zum Inneren Steintor. Der weitere Verlauf führte von der nördlichen Hauszeile der Lederergasse mit dem Sauterbogen zur nördlichen Hauszeile des Königsgässchens, von dort zum Ostertor (später Inneres Ostertor) und von dort auf den westlichen Ausläufer des Kapuzinerberges hinauf zum Trompeterschlössl (heute Kapuzinerkloster). Vom Trompeterschlössl führte die Befestigung über steile Felswände zum Inneren Steintor.

Der Mönchsberg

Auf dem Nonnberg führte die Wehrmauer steil zum Klosterbereich hinauf und von dort über das Äußere Nonnbergtor weiter zum Hauptschloss (heute Festung Hohensalzburg). Von der Festung verlief sie dann entlang des steilen Südabbruches des Mönchsberges über die Scharte über ein dort vorhandenes Stadttor und den Roten Turm zu den Türmen der Zwingers im Südwesten des Berges (heute Richterhöhe) und von dort weiter zum Raum der Bürgerwehr, wo die Befestigung schon damals den Berg in zwei Teile trennte um an den steilen Felsabbrüchen direkt oberhalb des Klausentores zu enden.

Erhaltene Teile der Wehranlagen

Die zweite Stadtbefestigung 1465 bis 1480)

Erweiterungen und Verstärkungen der rechten Altstadtseite

Schon im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts waren den beiden wichtigen Stadttoren (Ostertor und Steintor) zur besseren Sicherung der Stadt zusätzliche Stadttore vorgestellt worden. Damals wurde wohl bereits auch ein erstes Bergstraßtor auf der Straße nach Bergheim errichtet.

Nach 1460 wurde der gesamte Raum zwischen der heutigen Dreifaltigkeitsgasse, der Paris-Lodron- und der Wolf-Dietrich-Straße in die neue Stadtbefestigung eingeschlossen. Als starke Befestigung nach Nordosten zu wurde als Eckturm der Hexenturm erbaut, ein ähnlicher längst abgerissener Turm bestand im Bereich des heutigen Nordtraktes des Lodronschen Primogeniturpalastes (heute Sitz der Universität Mozarteum), der sich als Torturm auch über der damaligen Bergstraße nach Bergheim hin ausdehnte. Als kleines Tor wurde damals das Kotbrückltor (wohl im Bereich des Bruderhofes) angelegt.

Erweiterungen und Verstärkungen der linken Altstadtseite und des Mönchsberges

Im Zuge der zweiten Stadtbefestigung wurde die Stadtmauer im Raum der gesamten Getreidegasse bis etwa zehn Meter zur Salzach hin versetzt neu errichtet. Eine kleinräumige Erweiterung der Stadtbefestigung erfolgt auch im Umfeld des damals neu errichteten Äußeren Nonntaler Tores. Auch die Wehrmauern auf dem Mönchsberg wurden verstärkt.

Die Bürgerwehr wurde damals mit - 1487/88 nur mit zwei starken Türmen versehen - weitgehend neu errichtet, die nach 1500 zu einer achttürmigen Anlage erweitert wurde. Sie besaß einen tiefen Wehrgraben, einen doppeltem Mauerzug mit jeweils aufgesetzten Wehrgängen. Ein Wehrmauer wurde damals von den beiden Zwingern im Südwesten des Mönchsberges hinunter zum Römertor in der äußeren Riedenburg angelegt.

Erhaltene Teile der Wehranlagen

Die dritte Stadtbefestigung 1620 bis 1648

Während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron die dritte Stadtbefestigung errichtet und die Stadt Salzburg besonders im Norden mit starken Festungswerken geschützt. Der größte Teil dieser Lodronschen Stadtbefestigung ist heute nicht mehr erhalten. Die militärische Befestigung bezog im Süden den gesamten Festungsberg und den gesamten Mönchsberg mit ein und bestand im Norden vor allem aus Bollwerken (Bastionen)[1], mit Wallschilden (Ravelins)[2] und aus vorgelagerten Hornwerken.[3]. Auch der gesamte Kapuzinerberg wurde in die Befestigung einbezogen.

Bollwerke der rechtsseitigen Altstadt

Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im halbkreisförmigen Verlauf von Franz-Josef-Straße und Auerspergstraße nachempfunden werden. Die Bollwerke besaßen am Rand des Wehrgrabens eine etwa sechs Meter hohe Wehrmauer (Niederwall), hinter dem sich knapp 1,5 m tiefer der Rondengang befand. Hinter dem durch alle Bollwerke durchlaufenden gut vier Meter breiten Rondengang schloss der (samt der gut einem Meter hohen Brustwehr auf der Krone des Walles) etwa sieben Meter hohe obere Erdwall an. Von der Brustwehr-Oberkante bis zum Wehrgraben-Sohle ergibt sich ein Höhenunterschied von gut 12,5 m.

Der Grundriss der einzelnen Bastionen besaß eine etwa gleichseitig fünfeckige Form. Die einzelnen Bollwerke (Bastion) wurden durch Mauern und dahinter die Wallanlagen die Kurtinen (Courtinen) miteinander verbunden. An die Kurtinen schlossen an der Basis (Kehle) die Flanken an, die Spitze des Bollwerkes Saillant genannt, wurden durch die beiden Facen gebildet. An den drei vorderen Eckpunkten der Bollwerkseiten standen jeweils kleine militärische Aussichtstürmchen (Auslug, Gaffe), wie sie der Salzburger etwa vom Kapuzinerberg oder der Festung Hohensalzburg kennt.

Der Wehrgraben seinerseits bestand aus einem ebenen Grundfläche, die in der Nähe der inneren Wallmauer einen umlaufenden ein Meter erhöhten Betreuungsweg besaß. In den breiten Wehrgraben eingelassen war der in der Regel mit Wasser gefüllte, gut ein Meter tiefe und etwa zehn Meter breite Wassergraben.

Vorgelagert waren zwischen den Bollwerken vier Ravelins (Wallschild):

Vor 1700 befanden sich zudem vor den Bollwerken noch vier Hornwerke, die weit nach Norden und Osten vorragten. Im Westen reichten sie etwa bis zur heutigen Bahnlinie

Historische Ansichten

Wie der Festungswall und die vorgelagerten Verteidigungsanlagen einst ausgesehen haben, zeigen

  • Salzburg Ansicht, anno 1643, von Philipp Harpff[4]
  • "Salzburg von Norden", anno 1643, Radierung von Philipp Harpff
  • Salzburg von Norden, anno 1644, von [[Matthäus Merian][5]

Der Wehrmauerzug vom Lederertor zum Inneren Steintor

  • Die Wasserbastei ließ Paris Lodron im Jahr 1641 südlich des Bollwerkes St. Vital errichten.
  • Der Mauerzug westlich der Schlosses Mirabell führte bis zu jener Bastei, die seit etwa 1700 als Theatergarten genutzt wird.
  • Im Raum des heutigen Stiftungsgebäudes Mozarteum bestand eine weitere nach Nordwesten hin ausgerichtete Bastei.
  • Das Lederertor ragte zur Salzach hin ebenfalls vor, um einen mögliche von Norden kommenden Feind bekämpfen zu können.
  • Hinter dem Wehrmauerzug zwischen Lederertor und Hauptbrücke wurden schon bald nach der Errichtung niedrige militärisch genutzte Bauten an die Mauer angebaut, sodass der Mauerzug nur wenig in Erscheinung trat.
  • Der Raum zwischen der Hauptbrücke und dem Inneren Steintor war nicht stärker gesichert, hier reichten eine geschlossene Zeile von Bürgerhäusern bis direkt an den Fluss.

Kapuzinerberg

  • Mauerzug vom Kapuzinerkloster bis zum Franziskischlössl,

sowie Mauerzug von Klostergarten zur Soldatenstiege (nach Norden): Auf dem Kapuzinerberg ließ Fürsterzbischof Paris Lodron im Süden und im Osten des Berges einen über zwei Kilometer langen verwinkelten Mauerzug am Rand des Plateaus errichten. Der Mauerzug im Osten vom Franziski-Schlössl zum Oberen Gnigler Kavalier ist nur in kleinsten Resten erhalten.

Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem Stadtberg besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen. So wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße und die zugehörigen Wehrbauwerke von oben her überwacht. Der Kleine Kavalier war über eine in den Fels gehauene Soldatenstiege vom Linzertor aus auf direktem Weg erreichbar.

  • Der Untere und der Obere Gnigler Kavalier: Zwei weitere Kavaliere wurden im Osten des Berges angelegt um die Gnigler Schanze in der Talenge zum Neuhauser Schlossberg hin und gleichzeitig den Ostabhang des Kapuzinerberges ausreichend schützen zu können.
Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg am Kapuzinerberg 01.jpg
Befestigung des Kapuzinerberges, gesehen von der Hettwer-Bastei, Ansicht nach Südost
Datei:Hettwerbastei Kapuzinerberg Blick auf Altstadt der Stadt Salzburg 20151105.jpg
Hettwer-Bastei auf dem Kapuzinerberg, Blick auf die Altstadt, Ansicht nach Süd
  • Die Basteien über der Steingasse und dem Platzl hin:

Die Wehrbauten aus der Zeit der dritten Stadtbefestigungen bezogen auch den Garten des Kapuzinerklosters in die Befestigungsanlagen ein, die Imbergstiege wurde aus der Steingasse (damals noch aus Holz gefertigt), und der Prügelweg von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.

  • Geschützbastei und doppelter Wehrmauerzug

mit Ausfalltor, äußerer Wehrmauerzug nicht erhalten, im Osten

  • Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme', eine Rossmühle und nächst einstigen Soldatenunterkünften drei Ziehbrunnen' mit Regenwasser-Zisternen und eine Trinkwasserzisterne (Brunnstube). Als Militärbezirk und als fürsterzbischöfliches Jagdrevier war das Kapuzinerberg-Plateau für Zivilisten bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gesperrt.

Linksseitige Altstadt

Nachdem der Mönchsberg mit seinen durch Paris Lodron zur Verteidigung skarpierten Felsen im Westen der linksseitigen Altstadt einen guten Schutz verlieh, war ein ausreichender Schutz der Altstadt zwischen dem Klausentor im Norden und dem Kajetanertor und dem St. Erentrudis Bollwerk im Süden nur salzachseitig erforderlich. Der gesamte Bereich zur Salzach wurde damals militärisch gesichert. Die wesentlichen Teile der Verteigungsanlagen waren damals:

Mönchsberg und Festungsberg

Auch auf dem Mönchsberg wurden die alten Wehranlagen neu gestaltet und die Flanken des Berges weiter skarpiert um sei so als Wehrmauern zu gestalten:

wurde im Norden des Berges schrittweise mit seinen drei übereinander liegenden Wehrebenen und den beiden Wehrtoren sowie seinem umlaufenden (heute leider größtenteils verfüllten 4,5 m tiefen und acht Meter breiten) Wehrgraben errichtet, die mit ihren Vorwerken bis unmittelbar an die Augustinergasse und an die Müllner Hauptstraße reicht. Die Müllner Schanze reichte im Osten bis zum Klausenkavalier (Humboldtterrasse) und bis zum Kavalier unter dem Johannes-Schlößl im Westen.

  • Die Wehrmauer östlich der Bürgerwehr

zum Stadtteil Riedenburg hin wurde deutlich erhöht, die dortigen Felsen skarpiert und damit der alte Aufgang auf den Berg verschlossen.

  • Die beiden Zwinger im Südwesten des Berges (heute Richterhöhe)

wurden nach Westen (nach Bucklreuth zu) durch eine vorgesetzte Wehrmauer verstärkt. Der Untere Zwinger wurde durch zusätzlich ein neues Wachhaus (Weingartenhaus) gesichert.

  • Die Scharte zwischen Mönchsberg und Festungsberg

mit seiner bisherigen Zufahrtsstraße von Süden her wurde mit einem breiten Wehrmauerzug verschlossen. An dieser Stelle wurde das äußere und das Inneres Schartentor errichtet.

als Vorwerk der Festung wurde wesentlich verstärkt und neu gestaltet.

  • Die mittelalterliche Burg wurde durch die Anlage von umgebenden Geschützbasteien (Obere und untere Hasengrabenbastei, neu gestaltete obere und untere Nonnbergbastei, Geschützbastei im Süden) zur neuzeitlichen Festung ausgestaltet und erweitert. Zudem wurde die Burg mit Wehrmauern und Sperrbögen im Raum des Hohen Weges zur Stadt hin deutlich besser gesichert. Das gotische hohe Dach des Hohen Stockes wurde durch ein niedriges Grabendach ersetzt und damit besser vor Geschützbeschuss gesichert.
  • Der Zufahrtsweg vom St.-Peter-Bezirk auf den Mönchsberg (heute Toscaninihof) wurde mit einer hohen Mauer geschlossen, anstelle der früheren Straße wurde ein gesicherter Stiegenaufgang (St. Peter Wacht) auf die Peterswacht-Bastei errichtet.

Weitere Wehranlagen zur Sicherung der Stadt Salzburg

Diese mit einem hohen wehrhaften Wall und einem vorgelagerten Graben ausgestattete Schanzanlage wurde zwischen dem steilen Ostfuß des Kapuzinerberges ("Fürberg") und dem dem Kühberg vorgelagerten Schlossberg mit Schloss Neuhaus errichtet. Gesichert wurde diese Schanze auch von den beiden Gnigler Kavalieren auf dem Fürberg und von Schloss Neuhaus aus. Sie wurde als Wehrbauwerk bereits um 1700 weitgehend aufgelassen. Eingeebnet wurde sie vor allem beim Bau des Giselabahn und nachfolgend bei der Anlage des Rangierbahnhofes.

Nachdem das Leopoldskroner Moor für ein Heer mit Tross und Wagen nicht querbar war, blieb nur ein kleiner Bereich am Fuß des Untersberges für einen feindlichen Angriff offen. Dieser Bereich wurde mit dem Schloss Glanegg und einem Mauerzug zum Fuß des Untersberges hin verschlossen.

Erhaltene Teile der Wehranlagen

In der linksseitigen Altstadt

Auf dem Mönchsberg und dem Festungsberg

  • Müllner Schanze als dreistufige Wehranlage mit Augustinerpforte und Monikapforte und nächstgelegen dem Klausen-Kavalier (Humboldtterrasse) und dem Kavalier unter dem Johannes-Schlößl. Der umlaufende tiefe Wehrgraben der Müllner Schanze ist heute zugeschüttet, die Wehranlage wurde auch durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt
  • Die skarpierten Felsen des Mönchsbergs teilweise mit aufgesetzten Wehrmauernzug: vor allem im Raum östlich der Bürgerwehr, im Raum westlich der heutigen Richterhöhe und im Raum des heutigen Toscaninihofes.
  • Das Torwächterhaus des unteren Zwingers nächst der Richterhöhe
  • Die Katze (erste Anlage aus der Zeit der zweiten Stadtbefestigung) und weitere Vorwerke der Festung Hohensalzburg
  • Ein Teil der Wehrmauern in der Schanze zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit dem Inneren Schartentor
  • Die äußeren Geschützbasteien der Festung
  • Die Wehrmauern und Torbögen im Vorfeld der Festung

Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt

Auf dem Kapuzinerberg

  • Ein Großteil des Wehrmauernzuges auf dem Berg. Hinweis: Die Geschützbastei im Osten vor dem Wehrmauerzug im Osten wird baulich seit Jahrzehnten nicht gesichert und verkommt immer mehr. Auch letzte Reste des Wehrmauerzuges im Osten des Berges verkommen ungesichert.
  • der Kleine Linzer Kavalier samt einem Großteil der alten Soldatenstiege (derzeit nicht begehbar!) und der Große Linzer Kavalier (derzeit durch einen unschönen Zaun versperrt und kaum einsehbar.)
  • die beiden Gnigler Kavaliere im Osten des Berges
  • Die Felixpforte (nächst der Linzer Gasse beim Aufgang auf den Berg)
  • Das Franziski-Schlössl
  • Die Hettwer-Bastei und umgebende Basteien

Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert

Mit dem Anschluss des Landes Salzburgs (bzw. der größten Teile Salzburgs) an die Monarchie Österreich mit Jahresbeginn 1816 gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden die Statuten der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit Allerhöchster Entschließung[6] wurden am 26. April 1866 die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzertor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von Salzburg mit dem Kaiserthum Österreich als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). Nun wurden die Festungswerke schrittweise abgerissen. Das Material wurde für die Salzachregulierung und für die Kanalisation verwendet.

Verschiedentlich wurde die Meinung vertreten, der Salzburger Gemeinderat hätten in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg selbst zu schleifen. Mit dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der Befestigungsanlagen der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.

Siehe auch

Weblinks

Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:

Quellen

Fußnoten