Erzbischof von Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Lackner Predigt.jpg|miniatur|[[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]]]] | [[Datei:Lackner Predigt.jpg|miniatur|[[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]]]] | ||
| − | Der erste '''Erzbischof von Salzburg''' war [[Arn]], der als solcher von [[798]] bis [[821]] regierte. Davor waren in Salzburg als | + | Der erste '''Erzbischof von Salzburg''' war [[Arn]], der als solcher von [[798]] bis [[821]] regierte. Davor waren in Salzburg als ''primus inter pares'' der Kirchenoberhäupter Bayerns Bischöfe tätig, die gleichzeitig auch [[Äbte von St. Peter|Äbte]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]] waren. Sie nannten sich daher "Abtbischöfe". |
== Erzbischöfe und Fürsterzbischöfe == | == Erzbischöfe und Fürsterzbischöfe == | ||
| − | Auf Wunsch von Kaiser [[Karl der Große|Karl dem Großen]] erhob am [[20. April]] | + | Auf Wunsch von Kaiser [[Karl der Große|Karl dem Großen]] erhob am [[20. April]] 798 Papst Leo III. Arno zum Erzbischof. Spätere Rangerhöhungen der Salzburger Erzbischöfe waren [[870]] zum [[Kanzler (Geistlicher)|Kanzler]] ([[Erzkaplan]]) für das [[Herzogtum Bayern]], [[896]]/[[916]] für das gesamte ostfränkische Reich, ab [[1026]] Legatus des Apostolischen Stuhls, ab [[1179]] ständiger Legat (''legatus natus'') und ab [[1650]] ''Primas Germaniae''.<ref>siehe [[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|Priviligien]]</ref> |
Sie waren nach der Loslösung vom [[Herzogtum Bayern|Mutterland Bayern]] um die bzw. nach der Mitte des [[14. Jahrhundert]]s faktisch bis Ende [[1800]], rechtlich bis [[1803]] gleichzeitig Fürsten und damit auch weltliche Regenten von Salzburg. Sie blieben aber bis nach 1800 weiter Oberhaupt der bayrischen Landeskirche. | Sie waren nach der Loslösung vom [[Herzogtum Bayern|Mutterland Bayern]] um die bzw. nach der Mitte des [[14. Jahrhundert]]s faktisch bis Ende [[1800]], rechtlich bis [[1803]] gleichzeitig Fürsten und damit auch weltliche Regenten von Salzburg. Sie blieben aber bis nach 1800 weiter Oberhaupt der bayrischen Landeskirche. | ||
| − | Fürsterzbischöfe - ''archiepiscopus et princeps'' - nannten sich die Salzburger Landesherren nach der Erlangung der Selbständigkeit in der Zeit nach [[Heinrich von Pirnbrunn]] († [[1343]]), gesichert seit [[Pilgrim II. von Puchheim]]. Mit dem Rücktritt von Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] im Jahr | + | Fürsterzbischöfe - ''archiepiscopus et princeps'' - nannten sich die Salzburger Landesherren nach der Erlangung der Selbständigkeit in der Zeit nach [[Heinrich von Pirnbrunn]] († [[1343]]), gesichert seit [[Pilgrim II. von Puchheim]]. Mit dem Rücktritt von Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] im Jahr 1803 endete die Zeit der [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr|Erzbischöfe als weltliche Landesherren]] - nun folgte die Zugehörigkeit zum [[Kurfürstentum Salzburg]], zu [[Habsburgermonarchie|Österreich]], zum bayerischen [[Salzburgkreis]] und schließlich ab [[1816]] als Teil des oberösterreichischen "Salzburgkreis" endgültig zu Österreich. Doch bis [[Andreas Rohracher]] führten diese Erzbischöfe weiterhin den Titel "Fürsterzbischof" (allerdings ohne Rechte). Andreas Rohracher legte den Titel im Jahr [[1951]] ab. Seither tragen sie wieder nur die Bezeichnung ''Erzbischof''. |
=== Einzug der Fürsterzbischöfe === | === Einzug der Fürsterzbischöfe === | ||
:'' siehe auch [[Salzburger Fürstenhof]] | :'' siehe auch [[Salzburger Fürstenhof]] | ||
| − | Die Salzburger Fürsterzbischöfe zogen nach ihrer Wahl zunächst von [[Schloss Freisaal]] in die [[Altstadt|Stadt Salzburg]] ein, wo ihnen am Stadttor vom [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der Stadttorschlüssel und der [[Dom]]schlüssel übergeben wurde. Der erste urkundlich nachweisbare Einritt fand [[1462]] durch [[Burkhard II. von Weißpriach]] statt. Ab dem Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] erfolgte der Einritt in die Stadt von [[Schloss Mirabell]] aus. Der letzte regierende Früsterzbischof, | + | Die Salzburger Fürsterzbischöfe zogen nach ihrer Wahl zunächst von [[Schloss Freisaal]] in die [[Altstadt|Stadt Salzburg]] ein, wo ihnen am [[Stadttore in Salzburg|Stadttor]] vom [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der Stadttorschlüssel und der [[Dom]]schlüssel übergeben wurde. Der erste urkundlich nachweisbare Einritt fand [[1462]] durch [[Burkhard II. von Weißpriach]] statt. Ab dem Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] erfolgte der Einritt in die Stadt von [[Schloss Mirabell]] aus. Der letzte regierende Früsterzbischof, Hieronymus Graf Colloredo, kam nochmals von Schloss Freisaal.<ref>Quelle [[Friederike Zaisberger]]: ''[[Geschichte Salzburgs]]'', der innenpolitische Aufbau: der Landesfürst, Seite 117</ref> |
===Bemerkenswert=== | ===Bemerkenswert=== | ||
| − | Wie jüngere Forschungen (2009) ergeben haben, wurden die meisten Erzbischöfe nach ihrem Tod zunächst in lauwarmen Wein gewaschen, anschließend seziert und schließlich zum Teil einbalsamiert. Innereien der Erzbischöfe, d. h. das Herz und das Gehirn, vereinzelt auch die Eingeweide finden sich zum Teil als Reliquien an besonderen Wirkungsstätten der jeweiligen Erzbischöfe abseits des Grabes.<ref>Quelle "Salzburg heute"-Beitrag am 21. Februar 2009</ref> | + | Wie jüngere Forschungen ([[2009]]) ergeben haben, wurden die meisten Erzbischöfe nach ihrem Tod zunächst in lauwarmen Wein gewaschen, anschließend seziert und schließlich zum Teil einbalsamiert. Innereien der Erzbischöfe, d. h. das Herz und das Gehirn, vereinzelt auch die Eingeweide, finden sich zum Teil als Reliquien an besonderen Wirkungsstätten der jeweiligen Erzbischöfe abseits des Grabes.<ref>Quelle "Salzburg heute"-Beitrag am 21. Februar 2009</ref> |
===Wahl der Erzbischöfe === | ===Wahl der Erzbischöfe === | ||
:''Hauptartikel [[Wahl des Salzburger Erzbischofs]] | :''Hauptartikel [[Wahl des Salzburger Erzbischofs]] | ||
| − | Anhand eines [[Domkapitel]]<nowiki>protokolls</nowiki> aus dem Jahr [[1772]] konnte die Salzburger Archivarin [[Ulrike Engelsberger]] 2012 "erstmals", wie sie sagt, den [[Kapitelsaal (Domkapitel)|Kapitelsaal]] lokalisieren, in dem die Erzbischöfe gewählt worden sind: Es ist der heutige Senatssitzungssaal der [[Universität Salzburg]] an der [[Kapitelgasse]].<ref>{{Quelle SN|28. Juni 2012 "Er war der Letzte seiner Art"}}</ref> | + | Anhand eines [[Domkapitel]]<nowiki>protokolls</nowiki> aus dem Jahr [[1772]] konnte die Salzburger Archivarin [[Ulrike Engelsberger]] [[2012]] "erstmals", wie sie sagt, den [[Kapitelsaal (Domkapitel)|Kapitelsaal]] lokalisieren, in dem die Erzbischöfe gewählt worden sind: Es ist der heutige Senatssitzungssaal der [[Universität Salzburg]] an der [[Kapitelgasse]].<ref>{{Quelle SN|28. Juni 2012 "Er war der Letzte seiner Art"}}</ref> |
=== Salzburg ein kirchenrechtlicher Sonderfall=== | === Salzburg ein kirchenrechtlicher Sonderfall=== | ||
Während der Papst in der Regel freie Hand bei der Bestellung von Bischöfen hat, liegt in der [[Erzdiözese Salzburg]] kirchenrechtlich eine Sonderfall vor: Das [[Salzburger Domkapitel]], das aus zwölf Priestern besteht, hat das Recht, aus einem von Rom vorgelegten Dreiervorschlag den künftigen Erzbischof in geheimer Abstimmung zu wählen. Der Papst muss die Wahl dann bestätigen. Sobald der vatikanische Vorschlag in Salzburg eintrifft, hat das Domkapitel 90 Tage Zeit, um den Erzbischof zu wählen. Eine ganz ähnliche Regelung besitzt die Erzdiözese [[Freiburg im Breisgau]] im Südwesten [[Deutschland]]s. | Während der Papst in der Regel freie Hand bei der Bestellung von Bischöfen hat, liegt in der [[Erzdiözese Salzburg]] kirchenrechtlich eine Sonderfall vor: Das [[Salzburger Domkapitel]], das aus zwölf Priestern besteht, hat das Recht, aus einem von Rom vorgelegten Dreiervorschlag den künftigen Erzbischof in geheimer Abstimmung zu wählen. Der Papst muss die Wahl dann bestätigen. Sobald der vatikanische Vorschlag in Salzburg eintrifft, hat das Domkapitel 90 Tage Zeit, um den Erzbischof zu wählen. Eine ganz ähnliche Regelung besitzt die Erzdiözese [[Freiburg im Breisgau]] im Südwesten [[Deutschland]]s. | ||
| − | ==Bischöfe== | + | == Liste der Bischöfe und Erzbischöfe == |
| − | :01. [[Rupert]], Abtbischof in Salzburg, auch Bischof von Worms | + | Diese Liste wurde anhand der Liste im [[Salzburger Kulturlexikon]], Ausgabe 2001, Seite 578f, und berücksichtigt Ergänzungen des Salzburger Historikers Dr. [[Reinhard Medicus]] (2022). Angegeben werden die Amtszeiten als Bischof bzw. Erzbischof. Schreibweisen aus dem Kulturlexikon zu abweichend hier angegebenen Schreibweisen, wohl basierend auf jüngeren Forschungsergebnissen, werden extra angeführt. |
| − | :02. [[Vitalis]], Abtbischof in Salzburg | + | |
| − | :03. [[Flobrigis]] (latinisiert Flobargisus), Abtbischof in Salzburg | + | === Bischöfe=== |
| − | :04. [[Johannes I. von Salzburg|Johannes I.]], erster Bischof der neuen Diözese Salzburg | + | :01. [[Rupert]], Abtbischof in Salzburg, auch Bischof von Worms, [[696]] bis [[716]]/18 |
| − | :05. [[Virgil]], Abtbischof von Salzburg | + | :02. [[Vitalis]], Abtbischof in Salzburg, nach 716/[[718]] und vor [[739]] |
| + | :03. [[Flobrigis]] (latinisiert Flobargisus), Abtbischof in Salzburg, ca. [[730]] bis ca. [[737]] | ||
| + | :04. [[Johannes I. von Salzburg|Johannes I.]], erster Bischof der neuen Diözese Salzburg, [[739]] bis [[746]]/[[747]] | ||
| + | :05. [[Virgil]], Abtbischof von Salzburg, 746/747 bis [[784]]) | ||
==Erzbischöfe== | ==Erzbischöfe== | ||
| − | :06. [[Arn]] ([[785]] bis [[821]] | + | :06. [[Arn]](o), Abtbischof von Salzburg, [[785]] bis [[821]], seit [[798]] erster [[Erzbischof von Salzburg]] |
| − | :07. [[Adalram]], Erzbischof und Abt von St. Peter | + | :07. [[Adalram]], Erzbischof und Abt von St. Peter, 821 bis [[836]] |
| − | :08. [[Liupram]], | + | :08. [[Liupram]], auch Liupramm, Erzbischof und Abt von St. Peter, 836 bis [[859]] |
| − | :09. [[Adalwin]], Erzbischof und Abt von St. Peter | + | :09. [[Adalwin]], Erzbischof und Abt von St. Peter, 859 bis [[873]] |
| − | :: [[Adalbert I.]], Abt und vielleicht für kurze Zeit Erzbischof | + | :: [[Adalbert I.]], Abt und vielleicht für kurze Zeit Erzbischof [[874]] |
| − | :10. [[Theotmar I.]], Erzbischof und Abt von St. Peter | + | :10. [[Theotmar I.]], auch Dietmar I., Erzbischof und Abt von St. Peter, 874 bis [[907]] |
| − | :11. [[Pilgrim I.]], Erzbischof und Abt von St. Peter | + | :11. [[Pilgrim I.]], Erzbischof und Abt von St. Peter, 907 bis [[923]] |
| − | :12. [[Adalbert II.]] | + | :12. [[Adalbert II.]], auch Odalbert, Erzbischof und Abt von St. Peter, 923 bis [[935]] |
| − | :13. [[Egilolf]], Erzbischof und Abt von St. Peter | + | :13. [[Egilolf]], Erzbischof und Abt von St. Peter, 935 bis [[939]] |
| − | :14. [[Herold]], Erzbischof und Abt von St. Peter | + | :14. [[Herold]], Erzbischof und Abt von St. Peter, 939/[[940]] bis [[958]] |
| − | :15. [[Friedrich I.]], Erzbischof | + | :15. [[Friedrich I.]], Erzbischof, 958 bis [[991]], und Abt von 958 bis [[987]]) |
| − | :16. [[Hartwig]] | + | |
| − | :17. [[Gunther von Meißen]] | + | ''987 wurden die Ämter von Erzbischof und [[Äbte von St. Peter|Abt]] getrennt'' |
| − | :18. [[Thietmar II.]] | + | |
| − | :19. [[Baldwin]] | + | :16. [[Hartwig]], [[991]] bis [[1023]] |
| − | :20. [[Gebhard]] | + | :17. [[Gunther von Meißen]], [[1024]] bis [[1025]] |
| − | :: | + | :18. [[Thietmar II.]], auch Dietmar II., 1025 bis [[1041]] |
| − | :21. [[Thiemo]] | + | :19. [[Baldwin]], 1041 bis [[1060]] |
| − | :22. [[Konrad I. von Abenberg]] | + | :20. [[Gebhard]], 1060 bis [[1088]] |
| − | :23. [[Eberhard I. von Biburg]] | + | :: als 21. im Kulturlexikon geführt [[Berthold von Moosburg]], kaiserlicher Gegen-Erzbischof von [[1085]] bis [[1106]] |
| − | :24. [[Konrad II. von Babenberg]] | + | :: bei nachstehender Reihung in Klammer die Reihung laut Kulturlexikon |
| − | :25. [[Adalbert III. von Böhmen]] | + | :21. (22.) [[Thiemo]], [[1090]] bis [[1098]] |
| + | :22. (23.) [[Konrad I. von Abenberg]], im Kulturlexikon aber ''Aben'''s'''berg, 1106 bis [[1147]] | ||
| + | :23. (24.) [[Eberhard I. von Biburg]], 1147 bis [[1164]] | ||
| + | :24. (25.) [[Konrad II. von Babenberg]], 1164 bis [[1168]] | ||
| + | :25. (26.) [[Adalbert III. von Böhmen]], 1168 bis [[1177]] | ||
:: ''[[Heinrich von Berchtesgaden]]'', auf kaiserliche Anordnung gewählter Gegen-Erzbischof ([[1174]] bis [[1177]]) | :: ''[[Heinrich von Berchtesgaden]]'', auf kaiserliche Anordnung gewählter Gegen-Erzbischof ([[1174]] bis [[1177]]) | ||
| − | :26. [[Konrad III. von Wittelsbach]], Kardinal (1177 bis [[1183]]) | + | :26. (27.) [[Konrad III. von Wittelsbach]], Kardinal (1177 bis [[1183]]) |
| − | :27. | + | :: ab hier ist die Reihung laut Kulturlexikon wieder konform, da Adalbert III. nur einmal gezählt wird |
| − | :28. [[Eberhard II. von Regensberg]] | + | :27. Adalbert III. von Böhmen erneut von 1183 bis [[1200]] |
| − | :29. [[Burkhart I. von Ziegenhain]] | + | :28. [[Eberhard II. von Regensberg]], im Kulturlexikon aber ''Regensb'''u'''rg, 1200 bis [[1246]], als '''Vater des Landes Salzburgs''' bezeichnet |
| − | :30. [[Philipp von Spanheim]], Erwählter zum Erzbischof | + | :29. [[Burkhart I. von Ziegenhain]], [[1247]] |
| − | :31. [[Ulrich I.]] | + | :30. [[Philipp von Spanheim]], Erwählter zum Erzbischof und lt. Kulturlexikon auch [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]], 1247 bis [[1256]] |
| − | :32. [[Wlodizlaus von Schlesien]] | + | :31. [[Ulrich I.]], 1256 oder [[1257]] bis [[1265]] |
| − | :33. [[Friedrich II. von Walchen]] | + | :32. [[Wlodizlaus von Schlesien]], 1265 bis [[1270]] |
| − | :34. [[Rudolf I. von Hohenegg]] | + | :33. [[Friedrich II. von Walchen]], 1270 bis [[1284]] |
| − | :: ''[[Stephan von Niederbayern]]'' für wenige Wochen gewählter, aber nicht bestätigter Erzbischof (Elekt) | + | :34. [[Rudolf I. von Hohenegg]], 1284 bis [[1290]] |
| − | :35. [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] | + | :: ''[[Stephan von Niederbayern]]'', für wenige Wochen gewählter, aber nicht bestätigter Erzbischof (Elekt), 1290 bis 1291 |
| − | :36. [[Weichart von Polheim]] | + | :35. [[Konrad IV. von Fohnsdorf]], [[1291]] bis [[1312]] |
| − | :37. [[Friedrich III. von Leibnitz]] | + | :36. [[Weichart von Polheim]], 1312 bis [[1315]] |
| − | :38. [[Heinrich von Pirnbrunn]] | + | :37. [[Friedrich III. von Leibnitz]], 1315 bis [[1338]] |
| + | :38. [[Heinrich von Pirnbrunn]], 1338 bis [[1343]] | ||
==Fürsterzbischöfe== | ==Fürsterzbischöfe== | ||
| − | :39. [[Ortolf von Weißeneck]] | + | :39. [[Ortolf von Weißeneck]], 1343 bis [[1365]] |
| − | :: ''[[Ortolf von Offenstetten]]'' | + | :: ''[[Ortolf von Offenstetten]]'', kurzzeitig gewählter Erzbischof, aber offenbar nicht vom Papst bestätigt |
| − | :40. [[Pilgrim II. von Puchheim]] | + | :40. [[Pilgrim II. von Puchheim]], 1365 bis [[1396]] |
| − | :41. [[Gregor Schenk von Osterwitz]] | + | :41. [[Gregor Schenk von Osterwitz]], 1396 bis [[1403]] |
| − | :42. [[Eberhard III. von Neuhaus]] | + | :42. [[Eberhard III. von Neuhaus]], Erwählter zum Erzbischof 1403 bis 1406 ohne päpstliche Bestätigung, dann von 1406 bis [[1427]] Erzbischof |
| − | :43. [[Berthold von Wehingen]], (vom Papst bestätigter Erzbischof 1404 bis [[1406]] | + | '' ab hier wieder in Klammer die Reihung laut Kulturlexikon, die keinen Berthold von Wehingen führt (Angaben von Dr. Medicus); |
| − | :44. [[Eberhard IV. von Starhemberg]] | + | :43. [[Berthold von Wehingen]], ,(vom Papst bestätigter Erzbischof 1404 bis [[1406]] |
| − | :45. [[Johann II. von Reisberg]] | + | :44. (43.) [[Eberhard IV. von Starhemberg]], 1427 bis [[1429]] |
| − | :46. [[Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg]] | + | :45. (44.) [[Johann II. von Reisberg]], 1429 bis [[1441]] |
| − | :47. [[Sigmund I. von Volkersdorf]] | + | :46. (45.) [[Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg]], 1441 bis [[1452]] |
| − | :48. [[Burkhard II. von Weißpriach]], Kardinal | + | :47. (46.) [[Sigmund I. von Volkersdorf]], 1452 bis [[1461]] |
| − | :49. [[Bernhard von Rohr]] | + | :48. (47.) [[Burkhard II. von Weißpriach]], Kardinal, 1461 bis [[1466]] |
| − | :50. [[Johann III. Beckenschlager]], Administrator 1481 bis 1487, Fürsterzbischof 1487 bis [[1489]] | + | :49. (48.) [[Bernhard von Rohr]], 1466 bis [[1481]], Titel "Erzbischof" bis 1487 |
| − | :51. [[Friedrich V. von Schaunberg]] | + | :50. (49.) [[Johann III. Beckenschlager]], Koadjutor und Administrator von 1481 bis 1487, Fürsterzbischof von 1487 bis [[1489]] |
| − | :52. [[Sigmund II. von Hollenegg]] | + | :51. (50.) [[Friedrich V. von Schaunberg]], 1489 bis [[1494]] |
| − | :53. [[Leonhard von Keutschach]] | + | :52. (51.) [[Sigmund II. von Hollenegg]], 1494 bis [[1495]] |
| − | :54. [[Matthäus Lang von Wellenburg]], Kardinal | + | :53. (52.) [[Leonhard von Keutschach]], 1495 bis [[1519]] |
| − | :55. [[Ernst Herzog von Bayern]], | + | :54. (53.) [[Matthäus Lang von Wellenburg]], Kardinal, Koadjutor von [[1512]] bis 1519, Erzbischof von 1519 bis [[1540]] |
| − | :56. [[Michael von Kuenburg]] | + | :55. (54.) [[Ernst Herzog von Bayern]], erwählter Landesfürst und Erzbischof, Administrator des geistlichen [[Fürsterzbistum Salzburg|Reichsfürstentums]] Salzburg von 1540 bis [[1554]] |
| − | :57. [[Johann Jakob Kuen von Belasy]] | + | :56. (55.) [[Michael von Kuenburg]], 1554 bis [[1560]] |
| − | :58. [[Georg von Kuenburg]] (1586 | + | :57. (56.) [[Johann Jakob Kuen von Belasy]], 1560 bis [[1586]] |
| − | :59. [[Wolf Dietrich von Raitenau]] | + | :58. (57.) [[Georg von Kuenburg]], Koadjutor von 1580 bis 1587 (müsste allerdings 1586 lauten, da sein Vorgänger in diesem Jahr starb)<ref>Anmerkung von Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] bei der Überarbeitung der Liste am 17. Jänner 2022</ref>, Erzbischof von 1586 bis [[1587]] |
| − | :60. [[Markus Sittikus von Hohenems]] | + | :59. (58.) [[Wolf Dietrich von Raitenau]], 1587 bis [[1612]] |
| − | :61. [[Paris Graf von Lodron]] | + | :60. (59.) [[Markus Sittikus von Hohenems]], 1612 bis [[1619]] |
| − | :62. [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]], Kardinal | + | :61. (60.) [[Paris Graf von Lodron]], [[1619]] bis [[1653]] |
| − | :63. [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]], Kardinal | + | :62. (61.) [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]], Kardinal, [[1654]] bis [[1668]] |
| − | :64. [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] | + | :63. (62.) [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]], Kardinal, 1668 bis [[1687]] |
| − | :65. [[Franz Anton Fürst Harrach]] | + | :64. (63.) [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], 1687 bis [[1709]] |
| − | :66. [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] | + | :65. (64.) [[Franz Anton Fürst Harrach]], Koadjutor von [[1705]] bis 1709, Erzbischof von 1709 bis [[1727]] |
| − | :67. [[Jakob Ernst Graf Liechtenstein]] | + | :66. (65.) [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], 1727 bis [[1744]] |
| − | :68. [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]] | + | :67. (66.) [[Jakob Ernst Graf Liechtenstein]], [[1745]] bis [[1747]] |
| − | :69. [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] | + | :68. (67.) [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]], 1747 bis [[1753]] |
| − | :70. [[Hieronymus Graf Colloredo]] | + | :69. (68.) [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]], 1753 bis [[1771]] |
| + | :70. (69.) [[Hieronymus Graf Colloredo]], Erzbischof [[1772]] bis [[1812]], der letzte Landesfürst nominell bis [[1803]] | ||
==Erzbischöfe== | ==Erzbischöfe== | ||
| − | Bis Andreas Rohracher führten | + | Bis Andreas Rohracher führten die Erzbischöfe weiterhin den Titel "Fürsterzbischof" ohne Rechte. |
| − | :71. [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]], Administrator | + | :71. (70.) [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]], Administrator, 1812 bis [[1814]] |
| − | :72. [[Leopold Maximilian von Firmian]], Administrator | + | :72. (71.) [[Leopold Maximilian von Firmian]], Administrator ''in spiritualibus'' von [[1816]], gewählt, bestätigt [[1818]] bis [[1822]] |
| − | :73. [[Augustin Johann Joseph Gruber]] | + | :73. (72.) [[Augustin Johann Joseph Gruber]], [[1823]] bis [[1835]] |
| − | :74. [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]], Kardinal | + | :74. (73.) [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]], Kardinal, [[1836]] bis [[1850]] |
| − | :75. [[Maximilian Josef von Tarnóczy]], Kardinal | + | :75. (74.) [[Maximilian Josef von Tarnóczy]], Kardinal, [[1851]] bis [[1876]] |
| − | :76. [[Franz de Paula Albert Eder]] [[OSB]] | + | :76. (75.) [[Franz de Paula Albert Eder]] [[OSB]], 1876 bis [[1890]] |
| − | :77. [[Johann IV. Evangelist Haller]], Kardinal | + | :77. (76.) [[Johann IV. Evangelist Haller]], Kardinal, 1890 bis [[1900]] |
| − | :78. [[Johann V. Baptist Katschthaler]], Kardinal | + | :78. (77.) [[Johann V. Baptist Katschthaler]], Kardinal, 1900 bis [[1914]] |
| − | :79. [[Balthasar Kaltner]] | + | :79. (78.) [[Balthasar Kaltner]], 1914 bis [[1918]] |
| − | :80. [[Ignaz Rieder]] | + | :80. (79.) [[Ignaz Rieder]], 1918 bis [[1934]] |
| − | :81. [[Sigismund IV. von Waitz]] | + | :81. (80.) [[Sigismund IV. von Waitz]], 1934 bis [[1941]] |
| − | :: | + | :: (81.) [[Johannes Filzer]], Weihbischof]], Kapitelvikar in der Sedisvakanz 1941 bis [[1943]] |
| − | :82. [[Andreas Rohracher|Andreas II. Rohracher]] | + | :82. [[Andreas Rohracher|Andreas II. Rohracher]], 1943 bis [[1969]] |
| − | :83. [[Eduard Macheiner]] | + | :83. [[Eduard Macheiner]], 1969 bis [[1972]] |
| − | :84. [[Karl Berg]] | + | :84. [[Karl Berg]], [[1973]] bis [[1988]] |
| − | :85. [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]] | + | :85. [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]], [[1989]] bis [[2002]] |
| − | :86. [[Alois Kothgasser]] SDB | + | :86. [[Alois Kothgasser]] SDB, [[2003]] bis [[2013]] |
| − | :87. [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]] [[OFM]] | + | :87. [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]] [[OFM]], Amtseinführung Jänner [[2014]] |
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
Version vom 17. Januar 2022, 14:56 Uhr
Der erste Erzbischof von Salzburg war Arn, der als solcher von 798 bis 821 regierte. Davor waren in Salzburg als primus inter pares der Kirchenoberhäupter Bayerns Bischöfe tätig, die gleichzeitig auch Äbte des Benediktinerstifts St. Peter waren. Sie nannten sich daher "Abtbischöfe".
Erzbischöfe und Fürsterzbischöfe
Auf Wunsch von Kaiser Karl dem Großen erhob am 20. April 798 Papst Leo III. Arno zum Erzbischof. Spätere Rangerhöhungen der Salzburger Erzbischöfe waren 870 zum Kanzler (Erzkaplan) für das Herzogtum Bayern, 896/916 für das gesamte ostfränkische Reich, ab 1026 Legatus des Apostolischen Stuhls, ab 1179 ständiger Legat (legatus natus) und ab 1650 Primas Germaniae.[1]
Sie waren nach der Loslösung vom Mutterland Bayern um die bzw. nach der Mitte des 14. Jahrhunderts faktisch bis Ende 1800, rechtlich bis 1803 gleichzeitig Fürsten und damit auch weltliche Regenten von Salzburg. Sie blieben aber bis nach 1800 weiter Oberhaupt der bayrischen Landeskirche.
Fürsterzbischöfe - archiepiscopus et princeps - nannten sich die Salzburger Landesherren nach der Erlangung der Selbständigkeit in der Zeit nach Heinrich von Pirnbrunn († 1343), gesichert seit Pilgrim II. von Puchheim. Mit dem Rücktritt von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo im Jahr 1803 endete die Zeit der Erzbischöfe als weltliche Landesherren - nun folgte die Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Salzburg, zu Österreich, zum bayerischen Salzburgkreis und schließlich ab 1816 als Teil des oberösterreichischen "Salzburgkreis" endgültig zu Österreich. Doch bis Andreas Rohracher führten diese Erzbischöfe weiterhin den Titel "Fürsterzbischof" (allerdings ohne Rechte). Andreas Rohracher legte den Titel im Jahr 1951 ab. Seither tragen sie wieder nur die Bezeichnung Erzbischof.
Einzug der Fürsterzbischöfe
- siehe auch Salzburger Fürstenhof
Die Salzburger Fürsterzbischöfe zogen nach ihrer Wahl zunächst von Schloss Freisaal in die Stadt Salzburg ein, wo ihnen am Stadttor vom Bürgermeister der Stadttorschlüssel und der Domschlüssel übergeben wurde. Der erste urkundlich nachweisbare Einritt fand 1462 durch Burkhard II. von Weißpriach statt. Ab dem Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg erfolgte der Einritt in die Stadt von Schloss Mirabell aus. Der letzte regierende Früsterzbischof, Hieronymus Graf Colloredo, kam nochmals von Schloss Freisaal.[2]
Bemerkenswert
Wie jüngere Forschungen (2009) ergeben haben, wurden die meisten Erzbischöfe nach ihrem Tod zunächst in lauwarmen Wein gewaschen, anschließend seziert und schließlich zum Teil einbalsamiert. Innereien der Erzbischöfe, d. h. das Herz und das Gehirn, vereinzelt auch die Eingeweide, finden sich zum Teil als Reliquien an besonderen Wirkungsstätten der jeweiligen Erzbischöfe abseits des Grabes.[3]
Wahl der Erzbischöfe
- Hauptartikel Wahl des Salzburger Erzbischofs
Anhand eines Domkapitelprotokolls aus dem Jahr 1772 konnte die Salzburger Archivarin Ulrike Engelsberger 2012 "erstmals", wie sie sagt, den Kapitelsaal lokalisieren, in dem die Erzbischöfe gewählt worden sind: Es ist der heutige Senatssitzungssaal der Universität Salzburg an der Kapitelgasse.[4]
Salzburg ein kirchenrechtlicher Sonderfall
Während der Papst in der Regel freie Hand bei der Bestellung von Bischöfen hat, liegt in der Erzdiözese Salzburg kirchenrechtlich eine Sonderfall vor: Das Salzburger Domkapitel, das aus zwölf Priestern besteht, hat das Recht, aus einem von Rom vorgelegten Dreiervorschlag den künftigen Erzbischof in geheimer Abstimmung zu wählen. Der Papst muss die Wahl dann bestätigen. Sobald der vatikanische Vorschlag in Salzburg eintrifft, hat das Domkapitel 90 Tage Zeit, um den Erzbischof zu wählen. Eine ganz ähnliche Regelung besitzt die Erzdiözese Freiburg im Breisgau im Südwesten Deutschlands.
Liste der Bischöfe und Erzbischöfe
Diese Liste wurde anhand der Liste im Salzburger Kulturlexikon, Ausgabe 2001, Seite 578f, und berücksichtigt Ergänzungen des Salzburger Historikers Dr. Reinhard Medicus (2022). Angegeben werden die Amtszeiten als Bischof bzw. Erzbischof. Schreibweisen aus dem Kulturlexikon zu abweichend hier angegebenen Schreibweisen, wohl basierend auf jüngeren Forschungsergebnissen, werden extra angeführt.
Bischöfe
- 01. Rupert, Abtbischof in Salzburg, auch Bischof von Worms, 696 bis 716/18
- 02. Vitalis, Abtbischof in Salzburg, nach 716/718 und vor 739
- 03. Flobrigis (latinisiert Flobargisus), Abtbischof in Salzburg, ca. 730 bis ca. 737
- 04. Johannes I., erster Bischof der neuen Diözese Salzburg, 739 bis 746/747
- 05. Virgil, Abtbischof von Salzburg, 746/747 bis 784)
Erzbischöfe
- 06. Arn(o), Abtbischof von Salzburg, 785 bis 821, seit 798 erster Erzbischof von Salzburg
- 07. Adalram, Erzbischof und Abt von St. Peter, 821 bis 836
- 08. Liupram, auch Liupramm, Erzbischof und Abt von St. Peter, 836 bis 859
- 09. Adalwin, Erzbischof und Abt von St. Peter, 859 bis 873
- Adalbert I., Abt und vielleicht für kurze Zeit Erzbischof 874
- 10. Theotmar I., auch Dietmar I., Erzbischof und Abt von St. Peter, 874 bis 907
- 11. Pilgrim I., Erzbischof und Abt von St. Peter, 907 bis 923
- 12. Adalbert II., auch Odalbert, Erzbischof und Abt von St. Peter, 923 bis 935
- 13. Egilolf, Erzbischof und Abt von St. Peter, 935 bis 939
- 14. Herold, Erzbischof und Abt von St. Peter, 939/940 bis 958
- 15. Friedrich I., Erzbischof, 958 bis 991, und Abt von 958 bis 987)
987 wurden die Ämter von Erzbischof und Abt getrennt
- 16. Hartwig, 991 bis 1023
- 17. Gunther von Meißen, 1024 bis 1025
- 18. Thietmar II., auch Dietmar II., 1025 bis 1041
- 19. Baldwin, 1041 bis 1060
- 20. Gebhard, 1060 bis 1088
- als 21. im Kulturlexikon geführt Berthold von Moosburg, kaiserlicher Gegen-Erzbischof von 1085 bis 1106
- bei nachstehender Reihung in Klammer die Reihung laut Kulturlexikon
- 21. (22.) Thiemo, 1090 bis 1098
- 22. (23.) Konrad I. von Abenberg, im Kulturlexikon aber Abensberg, 1106 bis 1147
- 23. (24.) Eberhard I. von Biburg, 1147 bis 1164
- 24. (25.) Konrad II. von Babenberg, 1164 bis 1168
- 25. (26.) Adalbert III. von Böhmen, 1168 bis 1177
- Heinrich von Berchtesgaden, auf kaiserliche Anordnung gewählter Gegen-Erzbischof (1174 bis 1177)
- 26. (27.) Konrad III. von Wittelsbach, Kardinal (1177 bis 1183)
- ab hier ist die Reihung laut Kulturlexikon wieder konform, da Adalbert III. nur einmal gezählt wird
- 27. Adalbert III. von Böhmen erneut von 1183 bis 1200
- 28. Eberhard II. von Regensberg, im Kulturlexikon aber Regensburg, 1200 bis 1246, als Vater des Landes Salzburgs bezeichnet
- 29. Burkhart I. von Ziegenhain, 1247
- 30. Philipp von Spanheim, Erwählter zum Erzbischof und lt. Kulturlexikon auch Administrator, 1247 bis 1256
- 31. Ulrich I., 1256 oder 1257 bis 1265
- 32. Wlodizlaus von Schlesien, 1265 bis 1270
- 33. Friedrich II. von Walchen, 1270 bis 1284
- 34. Rudolf I. von Hohenegg, 1284 bis 1290
- Stephan von Niederbayern, für wenige Wochen gewählter, aber nicht bestätigter Erzbischof (Elekt), 1290 bis 1291
- 35. Konrad IV. von Fohnsdorf, 1291 bis 1312
- 36. Weichart von Polheim, 1312 bis 1315
- 37. Friedrich III. von Leibnitz, 1315 bis 1338
- 38. Heinrich von Pirnbrunn, 1338 bis 1343
Fürsterzbischöfe
- 39. Ortolf von Weißeneck, 1343 bis 1365
- Ortolf von Offenstetten, kurzzeitig gewählter Erzbischof, aber offenbar nicht vom Papst bestätigt
- 40. Pilgrim II. von Puchheim, 1365 bis 1396
- 41. Gregor Schenk von Osterwitz, 1396 bis 1403
- 42. Eberhard III. von Neuhaus, Erwählter zum Erzbischof 1403 bis 1406 ohne päpstliche Bestätigung, dann von 1406 bis 1427 Erzbischof
ab hier wieder in Klammer die Reihung laut Kulturlexikon, die keinen Berthold von Wehingen führt (Angaben von Dr. Medicus);
- 43. Berthold von Wehingen, ,(vom Papst bestätigter Erzbischof 1404 bis 1406
- 44. (43.) Eberhard IV. von Starhemberg, 1427 bis 1429
- 45. (44.) Johann II. von Reisberg, 1429 bis 1441
- 46. (45.) Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg, 1441 bis 1452
- 47. (46.) Sigmund I. von Volkersdorf, 1452 bis 1461
- 48. (47.) Burkhard II. von Weißpriach, Kardinal, 1461 bis 1466
- 49. (48.) Bernhard von Rohr, 1466 bis 1481, Titel "Erzbischof" bis 1487
- 50. (49.) Johann III. Beckenschlager, Koadjutor und Administrator von 1481 bis 1487, Fürsterzbischof von 1487 bis 1489
- 51. (50.) Friedrich V. von Schaunberg, 1489 bis 1494
- 52. (51.) Sigmund II. von Hollenegg, 1494 bis 1495
- 53. (52.) Leonhard von Keutschach, 1495 bis 1519
- 54. (53.) Matthäus Lang von Wellenburg, Kardinal, Koadjutor von 1512 bis 1519, Erzbischof von 1519 bis 1540
- 55. (54.) Ernst Herzog von Bayern, erwählter Landesfürst und Erzbischof, Administrator des geistlichen Reichsfürstentums Salzburg von 1540 bis 1554
- 56. (55.) Michael von Kuenburg, 1554 bis 1560
- 57. (56.) Johann Jakob Kuen von Belasy, 1560 bis 1586
- 58. (57.) Georg von Kuenburg, Koadjutor von 1580 bis 1587 (müsste allerdings 1586 lauten, da sein Vorgänger in diesem Jahr starb)[5], Erzbischof von 1586 bis 1587
- 59. (58.) Wolf Dietrich von Raitenau, 1587 bis 1612
- 60. (59.) Markus Sittikus von Hohenems, 1612 bis 1619
- 61. (60.) Paris Graf von Lodron, 1619 bis 1653
- 62. (61.) Guidobald Graf von Thun und Hohenstein, Kardinal, 1654 bis 1668
- 63. (62.) Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg, Kardinal, 1668 bis 1687
- 64. (63.) Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, 1687 bis 1709
- 65. (64.) Franz Anton Fürst Harrach, Koadjutor von 1705 bis 1709, Erzbischof von 1709 bis 1727
- 66. (65.) Leopold Anton Freiherr von Firmian, 1727 bis 1744
- 67. (66.) Jakob Ernst Graf Liechtenstein, 1745 bis 1747
- 68. (67.) Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein, 1747 bis 1753
- 69. (68.) Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach, 1753 bis 1771
- 70. (69.) Hieronymus Graf Colloredo, Erzbischof 1772 bis 1812, der letzte Landesfürst nominell bis 1803
Erzbischöfe
Bis Andreas Rohracher führten die Erzbischöfe weiterhin den Titel "Fürsterzbischof" ohne Rechte.
- 71. (70.) Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg, Administrator, 1812 bis 1814
- 72. (71.) Leopold Maximilian von Firmian, Administrator in spiritualibus von 1816, gewählt, bestätigt 1818 bis 1822
- 73. (72.) Augustin Johann Joseph Gruber, 1823 bis 1835
- 74. (73.) Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg, Kardinal, 1836 bis 1850
- 75. (74.) Maximilian Josef von Tarnóczy, Kardinal, 1851 bis 1876
- 76. (75.) Franz de Paula Albert Eder OSB, 1876 bis 1890
- 77. (76.) Johann IV. Evangelist Haller, Kardinal, 1890 bis 1900
- 78. (77.) Johann V. Baptist Katschthaler, Kardinal, 1900 bis 1914
- 79. (78.) Balthasar Kaltner, 1914 bis 1918
- 80. (79.) Ignaz Rieder, 1918 bis 1934
- 81. (80.) Sigismund IV. von Waitz, 1934 bis 1941
- (81.) Johannes Filzer, Weihbischof]], Kapitelvikar in der Sedisvakanz 1941 bis 1943
- 82. Andreas II. Rohracher, 1943 bis 1969
- 83. Eduard Macheiner, 1969 bis 1972
- 84. Karl Berg, 1973 bis 1988
- 85. Georg Eder, 1989 bis 2002
- 86. Alois Kothgasser SDB, 2003 bis 2013
- 87. Franz Lackner OFM, Amtseinführung Jänner 2014
Siehe auch
Weblinks
Quellen
- Die geschichtlichen Beiträge in Salzburgwiki
- Franz Martin: [[Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]], Verlag "Das Bergland-Buch", 1952
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1
- Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6
Einzelnachweise
- ↑ siehe Priviligien
- ↑ Quelle Friederike Zaisberger: Geschichte Salzburgs, der innenpolitische Aufbau: der Landesfürst, Seite 117
- ↑ Quelle "Salzburg heute"-Beitrag am 21. Februar 2009
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 28. Juni 2012 "Er war der Letzte seiner Art"
- ↑ Anmerkung von Administrator Peter bei der Überarbeitung der Liste am 17. Jänner 2022
