Gaisbergrennen (historisch): Unterschied zwischen den Versionen

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{{Googlemapsort|Gaisberg_Salzburg}}Als '''Gaisbergrennen''' bezeichnete man das 8,652 km lange (672 m Höhenunterschied) Automobil- und Motorradrennen, das am Hausberg der Stadt Salzburg, dem [[Gaisberg]] zwischen [[1929]] und [[1969]] stattfand. Über die Veranstaltungen, die seit [[2003]] in Erinnung an diese Bergrennen in Stadt und Land Salzburg stattfinden, informiert Sie die Seite [[Gaisbergrennen (modern)]].
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{{Dieser Artikel|behandelt das '''historische Bergrennen auf dem Gaisberg''' in der Stadt Salzburg.<br />Einen SALZBURGWIKI-Beitrag über die Oldtimer-Veranstaltung mit Wertungen auf dem Gaisberg, in der Stadt Salzburg und auf dem [[Salzburgring]] findest du unter [[Gaisbergrennen (modern)]].}}
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[[Datei:Gaisbergrennen 1964 Charles Vögele.jpg|thumb|Gaisbergrennen 1964: Am Start steht Charles Vögele (2) auf ''Lotus Monte Carlo'', 2&nbsp;495 cm³, Sieger der Sportwagenklasse über 2&nbsp;000 cm³.]]
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{{Googlemapsort|Gaisberg_Salzburg}}
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[[Datei:Gaisbergrennen_Zistelalm.jpg|thumb|Während einem Gaisbergrennen um 1930 auf der [[Zistelalm]], gesehen in der [[Gastwirtschaft Schihütte]] auf dem [[Gaisberg-Plateau]].]]
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[[Datei:Gaisbergrennen 1931 Start in Obergnigl.jpg|thumb|1931, Start in [[Obergnigl]] bei der heutigen [[Obuskehre]].]]
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[[Datei:Gaisbergrennen_1933.jpg|thumb|1933: Start bei der heutigen Obuskehre in Obergnigl: Josef Illichmann (16) auf ''Rudge'' 250 cm³]]
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[[Datei:Gaisbergrennen_1957_Hanstein.jpg|thumb|1957: [[Fritz-Huschke von Hanstein]] (21) auf Porsche 1500 RS]]
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[[Datei:Gaisbergrennen_1957_Vogel.jpg|thumb|Training 1957: [[Ernst Vogel]] (10) auf Porsche Spyder; sehr gut zu sehen der Holzklotz unter dem Hinterrad, der dazu diente, dass die Fahrer am Start nur auf der Kupplung, nicht aber auf der Bremse stehen konnten.]]
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[[Datei:Porsche_Runde_1960.jpg|thumb|Anlässlich des "[[Großer Bergpreis von Österreich|Großen Bergpreises von Österreich]]" 1960 auf dem Gaisberg Treffen beim [[Porschehof]] in der [[Stadt Salzburg]], von links: [[Edgar Barth]] (Formel-2-, Sportwagen- als auch Bergrennfahrer), [[Joseph Greger|Sepp Greger]] (Europa-Bergmeister, mit Hut), Egon Schöpf (Automobilrennfahrer), Mechaniker, in der Mitte (mit Kappe) Josef Schörg, Mechaniker, Ing. [[Herbert Kaes]] (Neffe von [[Ferdinand Porsche]]) und Dr. [[Helmut Krackowizer]].]]
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[[Datei:Gaisbergrennen (historisch) 1961 Gersberg Felswand.jpg|thumb|Der Felsen der [[Gersberg]]-Wand, 1961]]
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[[Datei:Austro Vau Gaisbergrennen 1967 02.jpg|thumb|Gaisbergrennen 3. September 1967: Die Rennwagen von Werner Riedl (110, [[Austro Vau]]) und von Karl Ritter (111, Formel V) werden mit dem Transporter angeliefert, davor [[Paul Schwarz|Pauli Schwarz]], der legendäre Rennmechaniker der [[Porsche Alpenstraße]].]]
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[[Datei:Franz Albert Gaisbergrennen 1969 Brabham-Repco.jpg|thumb|[[Franz Albert]] beim [[Gaisbergrennen 1969]] in einem ''Brabham-Repco''.]]
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Als '''Gaisbergrennen''' bezeichnete man das Automobil- und Motorradrennen, das auf dem Hausberg der [[Stadt Salzburg]], dem [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], zwischen [[1929]] und [[1969]] auf einer Streckenlänge von 11&nbsp;900 m mit 800 m Höhenunterschied (die Rennen von 1929 bis 1933)<ref>in den Vorkriegsjahren etwas länger, da in Obergnigl bei der Obuskehre gestartet wurde; später erfolgte der Start in [[Guggenthal]] am Beginn der [[Gaisberg Landesstraße]]</ref> und ab 1957 auf einer Länge von 8,652 km mit 672 m Höhenunterschied, stattfand.  
  
==Geschichte==
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== Geschichte ==
===1929 bis 1933===
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=== 1929 bis 1933 ===
[[Bild:Gaisberg Prominenz 1930.jpg|thumb|250px|2. Gaisbergrennen 1930: 1930; 2. v. links: SAC Präsident Major Cermak, neben Ex-Kronprinz August Wilhelm]]
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==== 1929 ====
[[Bild:Gaisberg 1929.jpg|thumb|250px|1. Gaisbergrennen 1929]]
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: ''Hauptartikel [[Gaisbergrennen 1929]]  
Am [[6. September]] [[1929]] fand am Gaisberg das erste internationale Gaisbergrennen statt. [[Baron von Preuschen]], der in Salzburg-[[Aigen]] wohnte, war der Präsident des [[SAMTC|Salzburger Automobilclubs]], der dieses Rennen veranstaltete. Peppi Walla auf Sunbeam (Motorrad) fuhr mit 8:15,9 min (85 km/h Schnitt) die Tagesbestzeit. Bei den Tourenwagen kam Manfred von Brauchitsch auf Mercedes mit einem Schnitt von 72 km/h zum Sieg. In der Rennwagenklasse siegte Jiri Prinz Lobkowitz auf Bugatti mit einem Schnitt von 79 km/h; der schnellste Automobilist war Max Graf Arco-Zinneberg, ebenfalls auf Mercedes, mit 80 km/h;
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Am Sonntag, den [[8. September]] [[1929]], fand das erste internationale Gaisbergrennen statt. Baron [[Franz Preuschen]], der in [[Aigen (Gemeinde)|Aigen]] wohnte, war damals Präsident des [[SAMTC|Salzburger Automobil-Clubs]] (S.A.C.), der dieses Rennen, zusammen mit dem "Bayerischen Automobil-Club" veranstaltete. Der Start war damals noch in Gemeinde [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]] bei der heutigen [[Obuskehre]] in [[Obergnigl]].  
  
[[1930]], am [[31. August]], wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen. Der Sprecher war der spätere Mozarteumsdirektor [[Bernhard Paumgartner|Prof. Dr. Bernhard Paumgartner]] und [[Wolfgang von Karajan]]. Tom Bullus, der Engländer auf der schnellen NSU, setzte mit 7:59,5 min eine neue Rekordmarke, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb mit einer Zeit von 7:58,1 min nur knapp darunter.
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==== 1930 ====
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: ''Hauptartikel [[Gaisbergrennen 1930]]
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Das Rennen wurde erstmals im Radio übertragen. Die Sprecher waren der spätere [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]]<nowiki>sdirektor</nowiki> [[Prof]]. Dr. [[Bernhard Paumgartner]] und [[Wolfgang von Karajan]], der selbst Motorradrennen gefahren war<ref>siehe [[Internationales Tauernrennen]]</ref>. [[Tom Bullus]], der Engländer auf dem schnellen [[NSU]]-Motorrad, setzte mit 07:59,52 min. (89,436 km/h) eine neue Rekordmarke, der Salzburger Kinobesitzer [[Max Reheis]] gewann in zwei Motorradklassen, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb bei den Automobilen mit einer Zeit von 07:58,19 (89,623 km/h) min. nur knapp darunter. Der Salzburger Rudolf Holzermayer fuhr mit seinem Steyr SS eine Zeit von 09:56,10 min. und war damit Klassensieger in der Klasse bis 5&nbsp;000 cm³ und Tagesschnellster Salzburger Automobilfahrer.
  
Auch [[1931]] trumpfte der Engländer Tom Bullus mit einer neuerlichen Rekordzeit auf: 7:46,61 - das entspricht einer Schnittgeschwindigkeit von 91,9 km/h. Aber von Brauchitsch brauste mit seinem schweren Mercedes SSK in nur 7:45,36 (92,1 km/h) den Gaisberg hinauf. Nur Joachim von Morgen in seinem leichteren Bugatti schaffte es noch schneller: 7:44,05. Ein späterer Salzburger und auch aktiver Teilnehmer an diesem Bergrennen war bereits als Neunjähriger bei diesem dritten Gaisbergrennen als Zuschauer dabei: [[Helmut Krackowizer]].
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==== 1931 ====
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: ''Hauptartikel [[Gaisbergrennen 1931]]
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Auch am [[9. August]] [[1931]] trumpfte der Engländer Tom Bullus mit einer neuerlichen Rekordzeit auf: 07:46,61 min. (Durchschnittsgeschwindigkeit 91,9 km/h). Aber Manfred von Brauchitsch brauste mit seinem schweren Mercedes SSK in nur 07:45,36 min. (92,1 km/h) den Gaisberg hinauf. Nur Joachim von Morgen in seinem leichteren Bugatti schaffte es noch schneller in 07:44,05 min. Ein späterer Motorradrennfahrer aktiver Teilnehmer einer [[Nachkriegszeit|Nachkriegs]]-[[Gaisberg-Wertungsfahrt]] war bereits als Neunjähriger bei diesem dritten Gaisbergrennen als Zuschauer dabei: [[Helmut Krackowizer]]. Später sagte er, dass dieses Rennen seine Leidenschaft zum Motorrennsport und zu seiner Lieblingsmotorradmarke ''Rudge'', die siegreich bei diesem Rennen war, geweckt hatte.  
  
Das Rennen [[1932]] versank in Nebel und Regen und nur der große Caraciola auf Alfa Romeo war der einzige Rennfahrer, der bei diesem Rennen eine Zeit unter acht Minuten schaffte.  
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==== 1932 ====
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: ''Hauptartikel [[Gaisbergrennen 1932]]
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Das Rennen am [[24. Juli]] [[1932]] versank in [[Nebel]] und [[Regen]] und nur der große Rudolf Caraciola ([[Deutschland]]) auf Alfa Romeo war der einzige Rennfahrer, der bei diesem Rennen eine Zeit unter acht Minuten schaffte (7:57,081 min.). Bei den Sportwagen hatte die ''Scuderia Ferrari'' mit einem Maserati mit Fahrer Berone Ippolito und einem Alfa Romeo mit Fahrer Trossi Conte teilgenommen, noch produzierte Enzo Ferrari nicht unter eigenem Namen. Trossi war auch der Schnellste in seiner Klasse mit einer Zeit von 08:32,7 min. (92,62 km/h). Bei den Motorrädern fuhr der deutsche Toni Bauhofer auf DKW eine Zeit von 08:50,13 min.
  
[[1933]] fand dann vor dem [[Zweiten Weltkrieg]] das letzte Mal am Gaisberg ein Rennen statt. Und es brachte schließlich eine neue absolute Bestzeit, gefahren vom Italiener Conte Trossi auf Alfa Romeo in 7:42,5 min (92,6 km/h)
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==== 1933 ====
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: ''Hauptartikel [[Gaisbergrennen 1933]]
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Am [[2. Juli]] [[1933]] fand dann das letzte Rennen auf dem Gaisberg vor dem [[Zweiten Weltkrieg]] statt. Es brachte eine neue absolute Bestzeit bei den Automobilen, gefahren vom Italiener Conte Trossi auf Alfa Romeo in 07:42,57 min. (92,62 km/h). [[Philipp Graf Boos-Waldeck]] fuhr mit 08:04,08 min. eine ganz passable Zeit. Der spätere Wiener Sportwagenhersteller Carlo Abarth fuhr noch als Karl Abarth in der Motorradbeiwagen-Klasse. Aufgrund der [[1000-Mark-Sperre]] sowie von Anordnungen der [[Nationalsozialisten]] waren keinen deutschen Rennfahrer und Rennwagen am Start. So fehlte auch Rudolf Caraciola. Dafür war aber viele Italiener zum Rennen gekommen.
  
===Nach dem Zweiten Weltkrieg===
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=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
Nach dem Krieg gab es erstmals wieder am [[8. August]] [[1948]] eine [[Gaisberg-Wertungsfahrt]]. [[Helmut Krackowizer]] auf BSA 350 mit 6:55,8 min gewann seine Klasse vor Helmut Volzwinkler auf Puch SGS in 6:56,6; er war in späteren Jahren auch als Platzsprecher und Pressechef für die Gaisbergrennen tätig war. Auch [[Wilhelm Koch|Willi Koch]], Fahrschulbesitzer, fuhr bei dieser Wertungsfahrt mit.
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Nach dem Krieg gab es erstmals wieder am [[8. August]] [[1948]] eine [[Gaisberg-Wertungsfahrt]]. Bei den Motorrädern gewann Helmut Krackowizer auf BSA 350 mit 6:55,8 min. seine Klasse vor [[Helmut Volzwinkler]] auf Puch SGS in 6:56,6 min.; Helmut Krackowizer war von [[1957]] bis [[1963]] Pressechef und für die Platzreportage bei den Gaisbergrennen zuständig, ab [[1966]] wieder als Platzsprecher. Auch [[Wilhelm Koch|Willi Koch]], Salzburger Fahrschulbesitzer, nahm an dieser Wertungsfahrt teil.
  
====Großer Bergpreis von Österreich====
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==== Großer Bergpreis von Österreich ====
Nach einer Pause Pause von fast 20 Jahren begann am [[15. August]] [[1957]] schließlich wieder internationaler Motorsport am Gaisberg mit dem ersten "Großen Bergpreis von Österreich". Vor 25.000 Zuschauern gewinnt der Schweizer Peter Daetwyler aus Zürich auf einem 2-Liter-Maserati den Borgward-Werksfahrer Hans Herrmann und Richard von Frankenberg auf Porsche RS auf der 8.625 m lange Strecke, die einen Höhenunterschied von 672 m überwindet. Dieser Bewerb zählte zur Europa-Bergmeisterschaft.
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Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es zwar nicht die Bezeichnung "Großer Bergpreis von Österreich", aber das erste [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen#Geschichte der "Großen Bergpreise" in Österreich|Großglockner Rennen]] [[1935]] könnte man durchaus als einen solchen bezeichnen.
  
Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es zwar nicht die Bezeichnung "Großer Bergpreis von Östereich", aber das erste [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen#Geschichte der „Großen Bergpreise“ in Österreich|Großglockner Rennen]] [[1935]] könnte man durchaus als einen solchen bezeichnen.
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Nach einer Pause von fast 20 Jahren begann am [[15. August]] [[1957]] schließlich wieder internationaler Motorsport auf dem Gaisberg mit dem ersten [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1957|Großen Bergpreis von Österreich]]. Vor 25&nbsp;000 Zuschauern gewann der Schweizer Peter Daetwyler aus Zürich auf einem 2-Liter-Maserati (04:57,7 min. betrug eine der beiden Laufzeiten, was mit  105,29 km/h neuen Bergrekord darstellte) vor den Borgward-Werksfahrer [[Hans Herrmann]] und Richard von Frankenberg auf Porsche RS. Zum Lauf, der zur Europa-Bergmeisterschaft zählte, traten 16 Fahrer an.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=X%2BUdX5BwMUzsM4%2FEXPxiYIb7OjBZUPIO1I6hseW6SsvdV6fNd9S3cu%2BffY54%2Bu37XtkbHj0rOg9rZFObf7UOXkOD06G9xBxZF%2BBTn7P%2BsPCHBE5G8S7AxwiIMc3zwywc&id1=19570816_03&q=Rekordfahrten#slide3 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 16. August 1957, Seite 3</ref>
  
====Rennleiter====
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Der [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1958|Großen Bergpreis von Österreich 1958]] stellte dann den sportlichen Höhepunkt dieser Veranstaltung dar. Bei keinem weiteren Gaisbergrennen nahmen so viele internationale Spitzenrennfahrer teil wie in diesem Jahr. Der Werksfahrer für Porsche, [[Wolfgang Graf Berghe von Trips]], fuhr mit einem Schnitt von 110,10 km/h in einer Zeit von 04:41,9 min. neuen Bergrekord.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=1qky7xIN9F2KR8nza4CIiEZo6zNinghtEVLigJSDUroIwV%2FMKYlX8SQL6KPiMPLVVNlcE1J%2Bg8U3fqnFV9riWCWWHTyhRmbiW2fAHEMtYhTcHiOlkarHgcoAIYm5RGHb&id1=19580816_09&q=Rekordfahrten#slide9 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 16. August 1958, Seite 7</ref> Berghe von Trips wurde in diesem Jahr Europa-Bergmeister. [[Edgar Barth]], der [[1957]] in einen furchtbaren Unfall im Vorfeld des Gaisbergrennens verwickelt war, fuhr auf Platz vier. Er sollte in den [[1960er]]-Jahren drei Mal Europa-Bergmeister werden, bevor er einer heimtückischen Krebserkrankung im Alter von 48 Jahr erlag.
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Das [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1959|Rennen im August 1959]] ging als Regenrennen in die Geschichte der Veranstaltung ein. Dabei zeigten sich zwei Privatfahrer als Regenspezialisten, die sogar die Porsche-Werksfahrer schlugen: Der Schweizer Heini Walter und der Österreicher [[Ernst Vogel]], beide auf Porsche RSK waren in ihren Wertungsklassen schneller als die beiden Porsche-Werksfahrer Graf Berghe von Trips (Porsche RSK) und Edgar Barth (Porsche RSK). Zwei weitere Fahrer begannen ihre erfolgreichen Teilnahmen an den Gaisbergrennnen, der Bayer [[Joseph Greger|Joseph "Sepp" Greger]], der als Privatfahrer von Porsche bereits 1958 ein Rennen gewonnen hatte und 1968 Europa-Bergmeister wurden sowie [[Gerhard Mitter]] (Deutschland) auf DKW-Mitter-Eigenbau. Er wurde als Porsche-Werksfahrer 1966 bis 1968 drei Mal Europa-Bergmeister.
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Beim [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1959|Großen Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1959]] wurde vom Grazer Alfa-Romeo-Händler Ossi Vogl ein junger Sportler für das Rennen gemeldet: [[Jochen Rindt]], der mit Startnummer 87 auf seiner "Alfa Romeo Giulia TI" in seiner Klasse mit einer Zeit von 05:40,3 min. (Schnitt 91,24 km/h)  mit fünf Sekunden Vorsprung auf den Deutschen H. Bergmann gewann. Man beachte, dass die Schnittgeschwindigkeit von 1962 noch unter jenem der Vorkriegszeit lag!
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===== Die Rennen ab 1957 =====
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* 1. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1957|Großer Bergpreis von Österreich]], Donnerstag, 15. August 1957, der dritte Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 2. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1958|Großer Bergpreis von Österreich]], Donnerstag, 15. August [[1958]], Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 3. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1959|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[16. August]] [[1959]], der fünfte Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 4. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1960|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[11. September]] [[1960]], Endlauf um die Europa-Bergmeisterschaft
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* 5. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1961|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[10. September]] [[1961]], Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 6. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1962|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[9. September]] [[1962]], [[Jochen Rindt]] gewann die Klasse Tourenwagen bis 1&nbsp;300 cm³ auf Alfa Romeo TI
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* 7. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1963|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[8. September]] [[1963]], Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 8. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1964|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[28. Juni]] [[1964]], Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 9. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1965|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[19. September]] [[1965]], Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 10. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1966|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[4. September]] [[1966]], mit einem [[Formel V]]-Rennen sowie dem Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 11. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1967|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[3. September]] [[1967]], letzter Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=glyKw9EyWecsjn93wqk1cyzPuMKLsrf%2FrCDGdA0RAK%2Bezjf2Sq4gTy5yyF%2FbJxjyMuhD4jM63Nazfbeiocke9LKKLGX%2FnzrOFL%2BPLjgCsgTvz0B2peMVcgZ3NMyr53ku&id1=19670904_09&q=Rekordfahrten#slide9 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 4. September 1967, Seite 9</ref>
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* 12. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1968|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, 8. September [[1968]], vorletzter Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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* 13. [[Großer Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1969|Großer Bergpreis von Österreich]], Sonntag, [[7. September]] [[1969]], letzter Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft
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==== Europa-Bergmeister ====
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Diese Rennen zählten auch zur Europabergmeisterschaft. Im Zeitraum des Gaisbergrennens waren folgende Rennfahrer Europobergmeister:
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*1957: Willy Peter Daetwyler, Schweiz, Maserati
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*1958: [[Wolfgang Graf Berghe von Trips]], Horrem, Porsche
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*1959: Edgar Barth, Kornwestheim, Porsche
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*1960: Heinrich Walter, Schweiz, Porsche
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*1961: Heinrich Walter, Schweiz, Porsche
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*1962: Lodovico Scarfiotti, [[Italien]], Ferrari
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*1963: Edgar Barth, Kornwestheim, Porsche
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*1964: Edgar Barth, Kornwestheim, Porsche
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*1965: Lodovico Scarfiotti, Italien, Ferrari
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*1966: Gerhard Mitter, Böblingen, Porsche
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*1967: Gerhard Mitter, Böblingen, Porsche
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*1968: Gerhard Mitter, Böblingen, Porsche
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*1969: Paul Schetty, Schweiz, Ferrari
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==== Rennleiter ====
 
Rennleiter zahlreicher Nachkriegsrennen am Gaisberg war Regierungsrat [[Friedrich Stengl|Fritz Stengl]], dessen Vater ([[Franz Stengl]]) schon vor dem Zweiten Weltkrieg Rennleiter bei zahlreichen Veranstaltungen im Land Salzburg gewesen war und dessen Sohn [[Manfred Stengl|Manfred]] ein erfolgreichen Motorradrennfahrer und Rennrodler war.
 
Rennleiter zahlreicher Nachkriegsrennen am Gaisberg war Regierungsrat [[Friedrich Stengl|Fritz Stengl]], dessen Vater ([[Franz Stengl]]) schon vor dem Zweiten Weltkrieg Rennleiter bei zahlreichen Veranstaltungen im Land Salzburg gewesen war und dessen Sohn [[Manfred Stengl|Manfred]] ein erfolgreichen Motorradrennfahrer und Rennrodler war.
  
====Motorradläufe====
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==== Motorradläufe ====
Motorradläufe gab es nur bei vier Veranstaltungen, da das Gaisbergrennen überwiegend eine Veranstaltung für Automobilrennen war. Hier wurden u. a. auch Berg-Europameisterschaftsläufe durchgeführt. Im Laufe der Jahre kam es leider auch zu mehreren tödlichen Unfällen, was letztlich auch ein Grund war, der zum Ende der Veranstaltung führte.  
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Es gab zwischen 1929 und 1969 insgesamt 18 Gaisbergrennen, die sogenannten [[Gaisberg-Wertungsfahrt|Wertungsfahrten]] nicht gerechnet. Dabei waren zehn mit Motorradläufen (1929–1933, 1960, 1966–1969).  
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==== Unfälle ====
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[[Datei:Gedenktafel Walter Häderle.jpg|mini|Gedenktafel Walter Häderle bei KM 1,3]]
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Es gab drei tödliche Unfälle:<br />
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1960: Walter Häderle aus Deutschland ([[11. September]] [[1960]], Auto)<br />
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1968: Alois Hofer aus Graz (Motorrad)  <br />
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1969: Toni Pelizzoni, Meran, Italien (Auto)<br />
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sowie einige schwere Unfälle;
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==== Das Ende der Veranstaltung ====
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Unspektakulär verlief dann am [[7. September]] [[1969]] das letzte Gaisbergrennen vor matten 10&nbsp;000 Zuschauern. Es geschah noch einmal ein tödlicher Unfall (Toni Pelizzoni auf Fiat Abarth 2000 P), der dann auch einer der Gründe war, weshalb der Berg nie wieder im Renntempo erstürmt wurde.
  
====Das Ende der Veranstaltung====
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Seit 2003 finden nun wieder Gleichmäßigkeitsbewerbe für historische Automobile am Gaisberg statt. Diese Läufe werden mit Läufen auf dem [[Salzburgring]] und einem Stadtrundkurs kombiniert.
Unspektakulär verlief dann am [[7. September]] [[1969]] das letzte Gaisbergrennen vor matten 10.000 Zuschauern. Es geschah noch einmal ein tödlicher Unfall (Toni Pelizzoni auf fiat Abarth 2000 P), was dann auch einer der Gründe war, weshalb der Berg nie wieder im Renntempo erstürmt wurde.
 
  
Seit 2003 finden nun wieder Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile am Gaisberg statt. Diese Läufe werden mit Läufen auf dem [[Salzburgring]] und einem Stadtrundkurs kombiniert.
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== Details von Seinerzeit ==
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[[Datei:Gaisberg 1960.jpg|thumb|Die beiden bekannten Salzburger  Journalisten [[Hans Heinrich Welser]]  (links) und [[Helmut  Krackowizer]] als Platzsprecher beim  Gaisbergrennen [[1960]]]]
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* Das '''Fahrerlager''' befand sich auf dem Parkplatz bei der alten [[Guggenthaler Bier|Guggenthaler Brauerei]]; im [[Porschehof]] in der [[Stadt Salzburg]] fand die technische Abnahme statt;
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* Der '''Start''': Da die Startlinie sich bereits bergwärts befand, gab es einen Keil, den ein Starthelfer unter das Hinterrad der Motorrädern und bei einem der Automobile keilte. So konnte der Fahrer von der Bremse steigen und bei Start voll beschleunigen. Der Starter selbst hatte noch die damals übliche große Stoppuhr in der Hand und begann die letzten fünf Sekunden mit den Fingern vor den Augen der Rennfahrer herunter zu zählenen; bei den geschlossenen Automobile gab es manchmal auch noch einen "Klaps" aufs Dach, damit der Fahrer ja nicht den Start verschlief!
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* Die '''Kommunikation''' entlang der Strecke zwischen Start, Zistel und Ziel wurde mit Feldtelefonen aufrecht erhalten; schon Tage vorher wurden Kilometer von Kabeln verlegt und mit der guten alten Kurbeltechnik die Gegenstelle angerufen;
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* Der '''Platzsprecher''' befand sich auf der [[Zistel]] und erhielt alle Informationen via vorher genannter Feldtelefone - natürlich nicht ganz zeitgleich zu den Geschehnissen, aber immerhin konnten die Zuschauer entlang der Strecke informiert werden.
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* Das '''Ziel''' befand sich knapp unterhalb des [[Gaisbergplateau|Gipfelparkplatzes]], damit die Fahrzeuge noch eine Auslaufzone hatten; denn auf dem Parkplatz selbst mussten die Fahrzeuge aufgereiht bis zum Ende eines jeden Laufes warten - es wurde in zwei Läufen gefahren;
  
==Details von Seinerzeit==
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* siehe auch [[Gerhard Steininger]] - "Erinnerungen"
* Das '''Fahrerlager''' befand sich auf dem Parkplatz bei der alten [[Guggenthaler Bier|Guggenthaler Brauerei]]; auch der [[Porschehof]] in der [[Salzburg|Stadt Salzburg]] diente als Fahrerlager;
 
* Der '''Start''': Da die Startlinie sich bereits bergwärts befand, gab es einen Keil, den ein Starthelfer hinter dem Motorrad bzw. unter das Hinterad bei Automobilen keilte. Der Starter selbst hatte noch die damals übliche große Stoppuhr in der Hand und begann die letzten fünf Sekunden mit den Fingern herunter zählenden vor den Augen der Rennfahrer; bei den geschlossenen Automobile gab es manchmal auch noch einen "Klaps" aufs Dach, damit der Fahrer ja nicht den Start verschlief!
 
* Die '''Kommunikation''' wurde mit Feldtelefonen aufrecht erhalten; schon Tage vorher wurden Kilometer von Kabeln verlegt und mit der guten alten Kurbeltechnik die Gegenstelle angerufen;
 
* Der '''Platzsprecher''' befand sich auf der Zistel-Alm und erhielt alle Informationen via vorher genannter Feldtelefone - natürlich nicht ganz zeitgleich zu den Geschehnissen, aber immerhin konnten die Zuschauer entlang der Strecke informiert werden.
 
* Das '''Ziel''' befand sich knapp unterhalb des Gipfelparkplatzes, damit die Fahrzeuge noch eine Auslaufzone hatten; denn auf dem Parkplatz selbst mussten die Fahrzeuge aufgereiht bis zum Ende eines jeden Laufes warten - es wurde in zwei Läufen gefahren;
 
  
==Salzburger Teilnehmer==
+
== Salzburger Teilnehmer ==
Im Laufe der Jahre nahmen viele prominente Salzburger an diesem Rennen teil, wie zum Beispiel:
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Im Laufe der Jahre nahmen viele Salzburger an diesem Rennen teil, wie zum Beispiel:
* [[Otto Artmeier]], BMW-Händler, mit seiner Frau Sophie als "Schmiermaxe" in einem Beiwagengespann
+
* [[Otto Artmaier junior|Otto Artmaier]], BMW-Händler, mit seiner Frau Sophie als "Schmiermaxe" in einem Beiwagengespann
 
* [[Philipp Graf Boos-Waldeck]] aus [[Hallein]]-[[Rif]]
 
* [[Philipp Graf Boos-Waldeck]] aus [[Hallein]]-[[Rif]]
* [[Peter Frohnwieser]], Motorradhändler in [[Salzburg]]
+
* [[Peter Friedhuber]]
* [[Hans Gessele]]
+
* [[Peter Frohnwieser junior]], Motorradhändler in der [[Stadt Salzburg]]
 +
* [[Hannes Gessele]]
 
* [[Otto Heinrich Kaltner]]
 
* [[Otto Heinrich Kaltner]]
* [[Egon Hofer]], [[Salzburg]]
+
* [[Egon Hofer]], Salzburg
 +
* [[Josef Hofmann (Motorradrennfahrer)|Josef Hofmann]]
 
* [[Rudolf Holzermayr]]
 
* [[Rudolf Holzermayr]]
* Oberamtsrat [[Ing. Dr. Karl Imhof]] aus [[Böckstein]]
+
* Oberbergrat Ing. Dr. [[Karl Imhof]] aus [[Böckstein]]
* [[Dr. H. G. Kalchschmidt]]
+
* Dr. H. G. Kalchschmidt
 +
* [[Heinrich Kaltner|Otto Heinrich Kaltner]]
 
* [[Wilhelm Koch|Willi Koch]]
 
* [[Wilhelm Koch|Willi Koch]]
* [[Paul Koppenwallner sen.]], Juwelier in [[Salzburg]]
+
* [[Paul Koppenwallner]], Juwelier in Salzburg
 
* [[Helmut Krackowizer]]
 
* [[Helmut Krackowizer]]
 
* [[Ferdinand Kranawetvogl]]
 
* [[Ferdinand Kranawetvogl]]
* [[Anton Magnus]], Fahrschlulbesitzer in der Stadt [[Salzburg]]
+
* [[Paul Lamberg]]
* [[Manfred Magnus]]
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* [[Erwin Lechner]]
* [[Horst Miedaner]], [[Salzburg]]
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* [[Anton Magnus]], Fahrschulbesitzer in der Stadt Salzburg
* [[Max Reheis]], Besitzer vom [[Centralkino]] in der Stadt [[Salzburg]]
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* [[Manfred Magnus]], Salzburg, Sohn von Anton Magnus
* [[Hans Schmirl]], Puch-Händler in der Stadt [[Salzburg]]
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* [[Horst Miedaner]], Salzburg
* [[Josef Schörg]] aus [[St. Johann im Pongau]]
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* [[Max Reheis]], Besitzer des [[Central-Kino]]s in der Stadt Salzburg
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* [[Herber Roittner]]
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* [[Hans Schmirl]], Puch-Händler in der Stadt Salzburg
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* [[Josef Schörg]], [[St. Johann im Pongau]]
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* [[Georg Sperl]]
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* [[Karl Stangl]]
 
* [[Manfred Stengl]]
 
* [[Manfred Stengl]]
* [[Rudolf Thalhammer|Rudi Thalhammer]] aus [[Henndorf]]
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* [[Rudolf Thalhammer (Motorradrennfahrer)|Rudi Thalhammer]] aus [[Henndorf]]
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* Dr. [[Leo Voithofer]]
 
* [[Helmut Volzwinkler]]
 
* [[Helmut Volzwinkler]]
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* Ing. [[Walter Worm]]
  
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== Weblinks ==
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* [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.film.f/f066a;internal&action=_setlanguage.action?LANGUAGE=De kurzer Film über das Gaisbergrennen 1933]
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* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300901&seite=1&zoom=33&query=%22Holzermayr%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 1. September 1930: Beschreibung des Rennverlaufs und alle Ergebnisse
  
==Literatur==
+
== Quellen ==
*"''75 Jahre Gaisberg-Rennen''", Dr. Siegfried C. Strasser. erschienen im Weishaupt Verlag, ISBN 3-7059-0195-8
+
* Buch [[Der Rennberg]]
*"''75 Jahre Gaisbergrennen''", Hermann Schwarz, Herausgeber: Salzburg Rallye Club
+
* Buch [[75 Jahre Gaisbergrennen 1929–2004]]
 +
* [[Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]], u. a. die Original-Rennprogramme
 +
* Bilder vom [https://www.technischesmuseum.at/museum/online-sammlung Technischen Museum Wien]
  
==Links==
+
== Einzelnachweis ==
[http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.film.f/f066a;internal&action=_setlanguage.action?LANGUAGE=De kurzer Film über das Gaisbergrennen 1933]
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<references/>
  
==Quellen==
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{{Gaisbergrennen (historisch)}}
* die angegebene Literatur
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{{Porsche}}
* [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/ Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]
 
  
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Aktuelle Version vom 7. September 2025, 17:58 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt das historische Bergrennen auf dem Gaisberg in der Stadt Salzburg.
Einen SALZBURGWIKI-Beitrag über die Oldtimer-Veranstaltung mit Wertungen auf dem Gaisberg, in der Stadt Salzburg und auf dem Salzburgring findest du unter Gaisbergrennen (modern).
Gaisbergrennen 1964: Am Start steht Charles Vögele (2) auf Lotus Monte Carlo, 2 495 cm³, Sieger der Sportwagenklasse über 2 000 cm³.
Während einem Gaisbergrennen um 1930 auf der Zistelalm, gesehen in der Gastwirtschaft Schihütte auf dem Gaisberg-Plateau.
1931, Start in Obergnigl bei der heutigen Obuskehre.
1933: Start bei der heutigen Obuskehre in Obergnigl: Josef Illichmann (16) auf Rudge 250 cm³
1957: Fritz-Huschke von Hanstein (21) auf Porsche 1500 RS
Training 1957: Ernst Vogel (10) auf Porsche Spyder; sehr gut zu sehen der Holzklotz unter dem Hinterrad, der dazu diente, dass die Fahrer am Start nur auf der Kupplung, nicht aber auf der Bremse stehen konnten.
Anlässlich des "Großen Bergpreises von Österreich" 1960 auf dem Gaisberg Treffen beim Porschehof in der Stadt Salzburg, von links: Edgar Barth (Formel-2-, Sportwagen- als auch Bergrennfahrer), Sepp Greger (Europa-Bergmeister, mit Hut), Egon Schöpf (Automobilrennfahrer), Mechaniker, in der Mitte (mit Kappe) Josef Schörg, Mechaniker, Ing. Herbert Kaes (Neffe von Ferdinand Porsche) und Dr. Helmut Krackowizer.
Der Felsen der Gersberg-Wand, 1961
Gaisbergrennen 3. September 1967: Die Rennwagen von Werner Riedl (110, Austro Vau) und von Karl Ritter (111, Formel V) werden mit dem Transporter angeliefert, davor Pauli Schwarz, der legendäre Rennmechaniker der Porsche Alpenstraße.
Franz Albert beim Gaisbergrennen 1969 in einem Brabham-Repco.

Als Gaisbergrennen bezeichnete man das Automobil- und Motorradrennen, das auf dem Hausberg der Stadt Salzburg, dem Gaisberg, zwischen 1929 und 1969 auf einer Streckenlänge von 11 900 m mit 800 m Höhenunterschied (die Rennen von 1929 bis 1933)[1] und ab 1957 auf einer Länge von 8,652 km mit 672 m Höhenunterschied, stattfand.

Geschichte

1929 bis 1933

1929

Hauptartikel Gaisbergrennen 1929

Am Sonntag, den 8. September 1929, fand das erste internationale Gaisbergrennen statt. Baron Franz Preuschen, der in Aigen wohnte, war damals Präsident des Salzburger Automobil-Clubs (S.A.C.), der dieses Rennen, zusammen mit dem "Bayerischen Automobil-Club" veranstaltete. Der Start war damals noch in Gemeinde Gnigl bei der heutigen Obuskehre in Obergnigl.

1930

Hauptartikel Gaisbergrennen 1930

Das Rennen wurde erstmals im Radio übertragen. Die Sprecher waren der spätere Mozarteumsdirektor Prof. Dr. Bernhard Paumgartner und Wolfgang von Karajan, der selbst Motorradrennen gefahren war[2]. Tom Bullus, der Engländer auf dem schnellen NSU-Motorrad, setzte mit 07:59,52 min. (89,436 km/h) eine neue Rekordmarke, der Salzburger Kinobesitzer Max Reheis gewann in zwei Motorradklassen, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb bei den Automobilen mit einer Zeit von 07:58,19 (89,623 km/h) min. nur knapp darunter. Der Salzburger Rudolf Holzermayer fuhr mit seinem Steyr SS eine Zeit von 09:56,10 min. und war damit Klassensieger in der Klasse bis 5 000 cm³ und Tagesschnellster Salzburger Automobilfahrer.

1931

Hauptartikel Gaisbergrennen 1931

Auch am 9. August 1931 trumpfte der Engländer Tom Bullus mit einer neuerlichen Rekordzeit auf: 07:46,61 min. (Durchschnittsgeschwindigkeit 91,9 km/h). Aber Manfred von Brauchitsch brauste mit seinem schweren Mercedes SSK in nur 07:45,36 min. (92,1 km/h) den Gaisberg hinauf. Nur Joachim von Morgen in seinem leichteren Bugatti schaffte es noch schneller in 07:44,05 min. Ein späterer Motorradrennfahrer aktiver Teilnehmer einer Nachkriegs-Gaisberg-Wertungsfahrt war bereits als Neunjähriger bei diesem dritten Gaisbergrennen als Zuschauer dabei: Helmut Krackowizer. Später sagte er, dass dieses Rennen seine Leidenschaft zum Motorrennsport und zu seiner Lieblingsmotorradmarke Rudge, die siegreich bei diesem Rennen war, geweckt hatte.

1932

Hauptartikel Gaisbergrennen 1932

Das Rennen am 24. Juli 1932 versank in Nebel und Regen und nur der große Rudolf Caraciola (Deutschland) auf Alfa Romeo war der einzige Rennfahrer, der bei diesem Rennen eine Zeit unter acht Minuten schaffte (7:57,081 min.). Bei den Sportwagen hatte die Scuderia Ferrari mit einem Maserati mit Fahrer Berone Ippolito und einem Alfa Romeo mit Fahrer Trossi Conte teilgenommen, noch produzierte Enzo Ferrari nicht unter eigenem Namen. Trossi war auch der Schnellste in seiner Klasse mit einer Zeit von 08:32,7 min. (92,62 km/h). Bei den Motorrädern fuhr der deutsche Toni Bauhofer auf DKW eine Zeit von 08:50,13 min.

1933

Hauptartikel Gaisbergrennen 1933

Am 2. Juli 1933 fand dann das letzte Rennen auf dem Gaisberg vor dem Zweiten Weltkrieg statt. Es brachte eine neue absolute Bestzeit bei den Automobilen, gefahren vom Italiener Conte Trossi auf Alfa Romeo in 07:42,57 min. (92,62 km/h). Philipp Graf Boos-Waldeck fuhr mit 08:04,08 min. eine ganz passable Zeit. Der spätere Wiener Sportwagenhersteller Carlo Abarth fuhr noch als Karl Abarth in der Motorradbeiwagen-Klasse. Aufgrund der 1000-Mark-Sperre sowie von Anordnungen der Nationalsozialisten waren keinen deutschen Rennfahrer und Rennwagen am Start. So fehlte auch Rudolf Caraciola. Dafür war aber viele Italiener zum Rennen gekommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Krieg gab es erstmals wieder am 8. August 1948 eine Gaisberg-Wertungsfahrt. Bei den Motorrädern gewann Helmut Krackowizer auf BSA 350 mit 6:55,8 min. seine Klasse vor Helmut Volzwinkler auf Puch SGS in 6:56,6 min.; Helmut Krackowizer war von 1957 bis 1963 Pressechef und für die Platzreportage bei den Gaisbergrennen zuständig, ab 1966 wieder als Platzsprecher. Auch Willi Koch, Salzburger Fahrschulbesitzer, nahm an dieser Wertungsfahrt teil.

Großer Bergpreis von Österreich

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es zwar nicht die Bezeichnung "Großer Bergpreis von Österreich", aber das erste Großglockner Rennen 1935 könnte man durchaus als einen solchen bezeichnen.

Nach einer Pause von fast 20 Jahren begann am 15. August 1957 schließlich wieder internationaler Motorsport auf dem Gaisberg mit dem ersten Großen Bergpreis von Österreich. Vor 25 000 Zuschauern gewann der Schweizer Peter Daetwyler aus Zürich auf einem 2-Liter-Maserati (04:57,7 min. betrug eine der beiden Laufzeiten, was mit 105,29 km/h neuen Bergrekord darstellte) vor den Borgward-Werksfahrer Hans Herrmann und Richard von Frankenberg auf Porsche RS. Zum Lauf, der zur Europa-Bergmeisterschaft zählte, traten 16 Fahrer an.[3]

Der Großen Bergpreis von Österreich 1958 stellte dann den sportlichen Höhepunkt dieser Veranstaltung dar. Bei keinem weiteren Gaisbergrennen nahmen so viele internationale Spitzenrennfahrer teil wie in diesem Jahr. Der Werksfahrer für Porsche, Wolfgang Graf Berghe von Trips, fuhr mit einem Schnitt von 110,10 km/h in einer Zeit von 04:41,9 min. neuen Bergrekord.[4] Berghe von Trips wurde in diesem Jahr Europa-Bergmeister. Edgar Barth, der 1957 in einen furchtbaren Unfall im Vorfeld des Gaisbergrennens verwickelt war, fuhr auf Platz vier. Er sollte in den 1960er-Jahren drei Mal Europa-Bergmeister werden, bevor er einer heimtückischen Krebserkrankung im Alter von 48 Jahr erlag.

Das Rennen im August 1959 ging als Regenrennen in die Geschichte der Veranstaltung ein. Dabei zeigten sich zwei Privatfahrer als Regenspezialisten, die sogar die Porsche-Werksfahrer schlugen: Der Schweizer Heini Walter und der Österreicher Ernst Vogel, beide auf Porsche RSK waren in ihren Wertungsklassen schneller als die beiden Porsche-Werksfahrer Graf Berghe von Trips (Porsche RSK) und Edgar Barth (Porsche RSK). Zwei weitere Fahrer begannen ihre erfolgreichen Teilnahmen an den Gaisbergrennnen, der Bayer Joseph "Sepp" Greger, der als Privatfahrer von Porsche bereits 1958 ein Rennen gewonnen hatte und 1968 Europa-Bergmeister wurden sowie Gerhard Mitter (Deutschland) auf DKW-Mitter-Eigenbau. Er wurde als Porsche-Werksfahrer 1966 bis 1968 drei Mal Europa-Bergmeister.

Beim Großen Bergpreis von Österreich auf dem Gaisberg 1959 wurde vom Grazer Alfa-Romeo-Händler Ossi Vogl ein junger Sportler für das Rennen gemeldet: Jochen Rindt, der mit Startnummer 87 auf seiner "Alfa Romeo Giulia TI" in seiner Klasse mit einer Zeit von 05:40,3 min. (Schnitt 91,24 km/h) mit fünf Sekunden Vorsprung auf den Deutschen H. Bergmann gewann. Man beachte, dass die Schnittgeschwindigkeit von 1962 noch unter jenem der Vorkriegszeit lag!

Die Rennen ab 1957

Europa-Bergmeister

Diese Rennen zählten auch zur Europabergmeisterschaft. Im Zeitraum des Gaisbergrennens waren folgende Rennfahrer Europobergmeister:

  • 1957: Willy Peter Daetwyler, Schweiz, Maserati
  • 1958: Wolfgang Graf Berghe von Trips, Horrem, Porsche
  • 1959: Edgar Barth, Kornwestheim, Porsche
  • 1960: Heinrich Walter, Schweiz, Porsche
  • 1961: Heinrich Walter, Schweiz, Porsche
  • 1962: Lodovico Scarfiotti, Italien, Ferrari
  • 1963: Edgar Barth, Kornwestheim, Porsche
  • 1964: Edgar Barth, Kornwestheim, Porsche
  • 1965: Lodovico Scarfiotti, Italien, Ferrari
  • 1966: Gerhard Mitter, Böblingen, Porsche
  • 1967: Gerhard Mitter, Böblingen, Porsche
  • 1968: Gerhard Mitter, Böblingen, Porsche
  • 1969: Paul Schetty, Schweiz, Ferrari

Rennleiter

Rennleiter zahlreicher Nachkriegsrennen am Gaisberg war Regierungsrat Fritz Stengl, dessen Vater (Franz Stengl) schon vor dem Zweiten Weltkrieg Rennleiter bei zahlreichen Veranstaltungen im Land Salzburg gewesen war und dessen Sohn Manfred ein erfolgreichen Motorradrennfahrer und Rennrodler war.

Motorradläufe

Es gab zwischen 1929 und 1969 insgesamt 18 Gaisbergrennen, die sogenannten Wertungsfahrten nicht gerechnet. Dabei waren zehn mit Motorradläufen (1929–1933, 1960, 1966–1969).

Unfälle

 
Gedenktafel Walter Häderle bei KM 1,3

Es gab drei tödliche Unfälle:
1960: Walter Häderle aus Deutschland (11. September 1960, Auto)
1968: Alois Hofer aus Graz (Motorrad)
1969: Toni Pelizzoni, Meran, Italien (Auto)

sowie einige schwere Unfälle;

Das Ende der Veranstaltung

Unspektakulär verlief dann am 7. September 1969 das letzte Gaisbergrennen vor matten 10 000 Zuschauern. Es geschah noch einmal ein tödlicher Unfall (Toni Pelizzoni auf Fiat Abarth 2000 P), der dann auch einer der Gründe war, weshalb der Berg nie wieder im Renntempo erstürmt wurde.

Seit 2003 finden nun wieder Gleichmäßigkeitsbewerbe für historische Automobile am Gaisberg statt. Diese Läufe werden mit Läufen auf dem Salzburgring und einem Stadtrundkurs kombiniert.

Details von Seinerzeit

 
Die beiden bekannten Salzburger Journalisten Hans Heinrich Welser (links) und Helmut Krackowizer als Platzsprecher beim Gaisbergrennen 1960
  • Das Fahrerlager befand sich auf dem Parkplatz bei der alten Guggenthaler Brauerei; im Porschehof in der Stadt Salzburg fand die technische Abnahme statt;
  • Der Start: Da die Startlinie sich bereits bergwärts befand, gab es einen Keil, den ein Starthelfer unter das Hinterrad der Motorrädern und bei einem der Automobile keilte. So konnte der Fahrer von der Bremse steigen und bei Start voll beschleunigen. Der Starter selbst hatte noch die damals übliche große Stoppuhr in der Hand und begann die letzten fünf Sekunden mit den Fingern vor den Augen der Rennfahrer herunter zu zählenen; bei den geschlossenen Automobile gab es manchmal auch noch einen "Klaps" aufs Dach, damit der Fahrer ja nicht den Start verschlief!
  • Die Kommunikation entlang der Strecke zwischen Start, Zistel und Ziel wurde mit Feldtelefonen aufrecht erhalten; schon Tage vorher wurden Kilometer von Kabeln verlegt und mit der guten alten Kurbeltechnik die Gegenstelle angerufen;
  • Der Platzsprecher befand sich auf der Zistel und erhielt alle Informationen via vorher genannter Feldtelefone - natürlich nicht ganz zeitgleich zu den Geschehnissen, aber immerhin konnten die Zuschauer entlang der Strecke informiert werden.
  • Das Ziel befand sich knapp unterhalb des Gipfelparkplatzes, damit die Fahrzeuge noch eine Auslaufzone hatten; denn auf dem Parkplatz selbst mussten die Fahrzeuge aufgereiht bis zum Ende eines jeden Laufes warten - es wurde in zwei Läufen gefahren;

Salzburger Teilnehmer

Im Laufe der Jahre nahmen viele Salzburger an diesem Rennen teil, wie zum Beispiel:

Diese Auflistung ist nicht vollständig.

Bilder

  Gaisbergrennen (historisch) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. in den Vorkriegsjahren etwas länger, da in Obergnigl bei der Obuskehre gestartet wurde; später erfolgte der Start in Guggenthal am Beginn der Gaisberg Landesstraße
  2. siehe Internationales Tauernrennen
  3. www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 16. August 1957, Seite 3
  4. www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 16. August 1958, Seite 7
  5. www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 4. September 1967, Seite 9
Vorkriegsrennen

1929 · 1930 · 1931 · 1932 · 1933

Gaisberg-Wertungsfahrten

1949 · 1950 · 1951 · 1952 · 1953 · 1954 · 1955 · 1956 · 1957 · 1958 · 1959

Großer Bergpreis von Österreich

1957 · 1958 · 1959 · 1960 · 1961 · 1962 · 1963 · 1964 · 1965 · 1966 · 1967 · 1968 · 1969

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