Saalfelden am Steinernen Meer: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 18. November 2014, 15:09 Uhr

Karte
Karte 5760.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Zell am See (ZE)
Fläche: 118,36 km²
Geografische Koordinaten: Länge 12.85 / 12° 50' 60", Breite 47.4167 / 47° 25' 0"
Höhe: 748 m ü. A.
Einwohner: 16 046 (1. Jänner 2012)
Postleitzahl: 5760
Vorwahl: 06582
Gemeindekennziffer: 50619
Gliederung Gemeindegebiet: 9 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Rathausplatz 1
5760 Saalfelden am Steinernen Meer
Offizielle Website: www.saalfelden.at
Politik
Bürgermeister: Erich Rohrmoser (SPÖ)
Gemeinderat (2014): 25 Mitglieder: 12 SPÖ,
7 ÖVP,
3 FPÖ,
3 Grüne
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 3 369
1880 3 711
1890 4 078
1900 4 704
1910 5 587
1923 5 994
1934 6 585
1939 7 018
1951 8 315
1961 8 901
1971 10 229
1981 11 420
1991 12 604
2001 15 092
2011 15 954
Karte

Saalfelden am Steinernen Meer ist eine Stadt im Norden des Pinzgaus.

Mit knapp 16 000 Einwohnern ist Saalfelden am Steinernen Meer die größte Gemeinde des Pinzgaues und, nach Salzburg-Stadt und Hallein, die drittgrößte des Bundeslandes Salzburg. Trotz städtischer Struktur im zentralen Gemeindebereich überwiegt der ländliche Charakter des Ortes.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadtgemeinde liegt im Mitterpinzgauer Saalachtal in einem weitläufigen Talbecken, dem Saalfeldener Becken, am Fuße des Steinernen Meeres, das sich im Nordosten erhebt.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Saalfelden am Steinernen Meer hat neun Katastralgemeinden, bzw. angeschlossene Gemeinden: KG Bergham, KG Farmach, KG Gerling, KG Haid (Saalfelden), KG Hohlwegen, KG Lenzing, KG Lichtenberg, KG Saalfelden und KG Uttenhofen;

Saalfelden am Fuße des Steinernen Meeres
der Ritzensee bei Saalfelden am Fuße des Steinernen Meeres
Evangelische und orthodoxe Kirche in Saalfelden

Stadtgliederung

Zur Stadtgemeinde Saalfelden am Steinernen Meer gehörige Ortschaften:

Nachbargemeinden

Im Norden Weißbach bei Lofer, im Westen Leogang, im Süden Maishofen und im Osten Maria Alm.

Geologie

Am Biberg, Gemeindegebiet Saalfelden, wird Diabas abgebaut.

Geschichte

Prähistorische Zeit

Hauptartikel: Biberg
Hauptartikel: Katzentauern

Römerzeit

Hauptartikel: Römischer Gutshof (Saalfelden)

Mittelalter

1350 erhält Saalfelden am Steinernen Meer das Marktrecht. Es war auch Sitz eines Pflegegerichts, wie im Atlas Salisburgensis vom Salzburger Kartografen Joseph Jakob Fürstaller angeführt.

Neuzeit

An der Schwalbenwand bei Saalfelden am Steinernen Meer stürzt am 16. November 1944 ein amerikanischer Bomber auf dem Weg zu einem Einsatz nahe München ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich im Kasernengelände in Saalfelden am Steinernen Meer das DP-Camp “Givat Avoda“, in dem Tausende Holocaust-Überlebende untergebracht waren. Es diente auch als Zwischenlager für die Krimmler Judenflucht (siehe auch Alpine Peace Crossing).

Siehe auch

Landgemeinde Saalfelden

Außerhalb der Marktgemeinde Saalfelden bestand, seitdem im 19. Jahrhundert die Gemeindeeinteilung geschaffen worden war, auch die Landgemeinde Saalfelden. Diese wurde im Jahr 1936 mit der Marktgemeinde Saalfelden vereinigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunsthaus Nexus - Zentrum Zeitgenössischer Musik

Nach dem jahrelangem Bestreben des Vereins "Zentrum Zeitgenössischer Musik" in Saalfelden am Steinernen Meer einen angemessenen Rahmen für Kunst- und Kulturveranstaltungen zu schaffen, konnte schließlich 2002 das Kunsthaus NEXUS eröffnet werden.

Das Kunsthaus Nexus ist ein Kulturzentrum. Im Rahmen der Kulturvermittlung geht es dem das Kunsthaus betreibenden Verein "Zentrum Zeitgenössische Musik", darum die Entfaltung der sozialen, kommunikativen und ästhetischen Bedürfnisse der Menschen zu fördern und dabei besonders ökonomisch und kulturell Benachteiligte zu berücksichtigen.

Das Kunsthaus Nexus präsentiert so ein vielseitiges Programm in den Sparten Musik, Bildnerische Kunst, Architektur, Literatur und Theater, in Zusammenarbeit mit den Partnervereinen VAUST und der Theatergruppe Saalfelden. Besonders Augenmerk richten die Veranstalter auf Jugendarbeit und die Förderung des Künstlernachwuchses.

Musik

Bauwerke

Schloss Ritzen

Einsiedelei und Schloss Lichtenberg von Bachwinkl aus gesehen
Pinzgauer Heimatmuseum Schloss Ritzen in Saalfelden
Steigbügelring von ca. 900 v. Chr., Archäologische Abteilung im Heimatmuseum Schloss Ritzen
Hauptartikel: Schloss Ritzen
Hauptartikel: Heimatmuseum Schloss Ritzen

Die früheste Nennung des "Grub bei Saalfelden", heute Schloss Ritzen, stammt aus dem Jahre 1339. 1603 kam das Schloss an den Freien Haimeram von Ritz, der in der Folge für den Turm und das neue, vermutlich 1593 fertig gestellte Schloss, namensgebend wurde. Das Schloss Ritzen umfasst jedoch nur einen Nebentrakt der ehemaligen Burganlage. Es handelte sich dabei höchstwahrscheinlich um die einstige Meierei. Heute ist darin das Heimatmuseum Schloss Ritzen mit den Ausstellungsbereichen Archäologische Funde, Mineralien und Geologie, Krippen- und Votivbildsammlung, Bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt, sowie eine Trachtenschau zu besichtigen.

Schloss Farmach

Die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens wird auf das Jahr 1272 datiert. Es ist gesichert, dass die Herren aus der Alm den Ansitz zum Schloss ausbauten. 1822 erwarb das k.k. Ärar das Schloss, um hier das Pfleggericht, später das Bezirksgericht und das Steueramt für den Raum Saalfelden einzurichten. Im Zuge von Umbauarbeiten wurde der Marmorboden des Saals ausgelöst und im Trauungssaal des Schlosses Mirabell in Salzburg eingebaut.

Heute dient Schloss Farmach als Seniorenresidenz und ist nicht zu besichtigen.

Burg Lichtenberg

Hauptartikel: Schloss Lichtenberg

Lichtenberg wurde 1259 als Burg erstmals urkundlich. Da sie im Bauernkrieg 1526 zerstört wurde, musste sie wieder neu aufgebaut werden. Nach 1580 verwahrloste die Burg immer mehr, bis sie 1872 in kk Zeit versteigert und von Adolf Weiß Ritter von Teßbach erworben wurde. Seither ist die Burg mehrfach saniert worden.

Schloss Dorfheim

Hauptartikel:Schloss Dorfheim

Der Ursprung des Schlosses Dorfheim ist heute nicht mehr nachweisbar. Urkundlich wird das herrschaftliche Anwesen 1331 erstmals in Verbindung mit dem Vogtturm in Zell am See erwähnt. Dabei wurde auch bereits das Geschlecht der Hunt, Bastarden der Grafen von Plain erwähnt, die das Schloss ab 1369 zu ihrem Herrschaftssitz machten.

1901 wurde der Bau durch einen Brand fast völlig zerstört. Martin Hartl, der die Ruine 1912 erwarb, baute das Schloss in der Folge wieder auf und funktionierte es zu einem Bauernhof mit Mietparteien um. Heute ist im Erdgeschoß ein Gastronomiebetrieb eingerichtet.

Dekanatspfarrkirche Saalfelden

Hauptartikel: Dekanatspfarrkirche Saalfelden

Die Pfarre Saalfelden zählt zu den ältesten Pfarreien des Erzbistums Salzburg. Die Kirchenpatrone belegen, dass von hier aus die umliegenden Gebiete missioniert wurden (Mutterpfarre). Um 788 wird erstmals Saalfelden urkundlich erwähnt.

Sport

Drei Frauen hoch zu Ross
Vergnügte arabische Gäste auf der Sommerrodelbahn am Biberg in Saalfelden

Saalfelden am Steinernen Meer bietet jeder Altersgruppe unzählige Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Der Heeressportverein Saalfelden mit seinen unterschiedlichen Sektionen beherbergt zahlreiche Sportler unterschiedlicher Disziplinen. Die derzeit größte Sektion ist die Sektion Bogensport im Heeressportverband Saalfelden.

Im Winter steht ein großes Streckennetz an Loipen zum Langlaufen zur Verfügung wie etwa die beschneite Flutlicht-Loipe am Ritzensee. Für Alpinskifahren gibt es die Hinterreitlifte in Saalfelden, wo die weltbesten Skirennläufer und Skirennläuferinnen trainieren oder in der weiteren Umgebung der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang, das größte direkt zusammenhängende Skigebiet Österreichs. Auf der Felix-Gottwald-Sprunganlage, ein regionales Skisprung-Trainingszentrum in Uttenhofen, besteht auch eine Skisprungschule, die Florian Greimel betreibt.

Radfahrer können im Sommer den Bikepark Leogang in der Alpinworld Saalfelden Leogang nutzen, der mit seinem Angebot das größte Bike-Mekka der Alpen darstellt. Hier wird 2012 auch die Mountainbike Weltmeisterschaft stattfinden.

Die Sommerrodelbahn am Biberg mit 1 600 m Streckenfolge und 63 aufregenden Kurven bietet vor allem für Kinder einen Riesenrutschspass. Der Badesee Ritzensee bietet mit 20 000 m² Liegefläche ausreichend Platz für Badende.

Das Golf Alpin Resort Pinzgau stellt mit seinen zwei Golfclubs in Saalfelden ein Golfsport-Zentrum im Pinzgau dar.

Möglichkeiten zu Wanderungen gibt es sowohl im Saalfeldener Becken als auch hinauf in das Steinerne Meer.

Weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten in Saalfelden sind:
Angeln, Beachvolleyball, Billard, Hochseilgarten, Inlineskaten, Kajak & Rafting, Kart, Kegeln, Klettern, Minigolf, Paragleiten, Reiten, Squash und Tennis.

Regelmäßige Veranstaltungen

Als Veranstaltung mit bereits legendärem Kultstatus gilt das jeweils im Sommer stattfindende, Internationale Jazzfestival Saalfelden. Während dieser Tage trifft sich das Who-is-who der internationalen, zeitgenössischen Jazz-Musikszene in Saalfelden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Saalfelden ist der zentrale Einkaufsort für den Pinzgau und den benachbarten Tiroler Raum. Dabei dominieren Handel und Gewerbe.

  • Erzeugergemeinschaft Salzburger Rind GmbH
  • Regionalmanagement Pinzgau

Öffentliche Einrichtungen

Privatkrankenhaus

Bildung

  • Schulzentrum Saalfelden
  • Volksschule I Saalfelden
  • Volksschule II Saalfelden
  • Volksschule Bahnhof Saalfelden
  • Volksschule Lenzing Saalfelden
  • Volkshochschule Saalfelden (Bildungszentrum mit öffentlicher Bibliothek))
  • Hauptschule Bahnhof Saalfelden
  • Hauptschule Markt Saalfelden, seit Herbst 2013 Neue Mittelschule
  • HBLA Saalfelden - Höhere Bundeslehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe,
  • Fachschule für Altendienste und Pflegehilfe
  • HIB Saalfelden - Höhere Internatschule des Bundes
  • HTL Saalfelden - Höhere Technische Bundeslehranstalt für Elektrotechnik, Mechatronik und Bautechnik
  • Polytechnische Schule Saalfelden
  • Sonderpädagogisches Zentrum Saalfelden
  • Studien- und Management Center Saalfelden GmbH SMCS

Die 2002 gegründete Studien- und Management Center Saalfelden GmbH (SMCS)ist ein dezentrales, nicht-institutionelles Bildungszentrum mit Zugang zu mehreren Universitäten und Fachhochschulen in einer Region mit hohem Entwicklungspotenzial wie dem Pinzgau. Dieses Europäische Pilotmodell wird vom Europäischen Sozialfond (esf), bm:bwk, Land Salzburg, Stadt Saalfelden, der Universität Salzburg und der Universität Linz gefördert. Die Entwicklung eines solchen neuartigen regionalen Bildungszentrums findet unter besonderer Berücksichtigung des Selbststudium und Fernunterricht im zweiten Bildungsweg, sowie der universitäre Aus- und Weiterbildung statt.

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer

der Markt- und Stadtgemeinde

der Landgemeinde

Haushaltsbudget

Der Artikel Haushaltsbudget Stadtgemeinde Saalfelden soll Daten über die Haushaltsbudgets der Stadtgemeinde über Jahre, soweit bekannt, sammeln.

Sportplatzneubau 2013 - Probleme

Hauptartikel: Saalfelden am Steinernen Meer: Eigentümer von Sportplatz gesucht

Die veralterte Sportplatzanlage der Stadt sollte 2012 erneuert werden. Dabei stieß die Stadtgemeinde auf eine unangenehme Tatsache: das geplante Areal ist gar nicht im Besitz der Stadtgemeinde.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Stadt

Ehrenbürger der Stadt

Ausflugsziele

Naturgebilde von örtlicher Bedeutung

Bildergalerie

Quellen

  • Homepage der Stadtgemeinde Saalfelden
  • Österreichische Ortsdatenbank
  • Statistik Austria
  • Kunsthaus Nexus
  • Homepage des Landes Salzburg, Kategorie Schlösser und Burgen

Weblinks

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Städte und Gemeinden im Pinzgau
TennengauStadt SalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Pinzgau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

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