Peter-Wiechenthaler-Hütte

(Weitergeleitet von Peter Wiechenthaler Hütte)

Die Peter‑Wiechenthaler‑Hütte zählt zu den Berghütten im Bundesland Salzburg in Saalfelden am Steinernen Meer.

Peter-Wiechenthaler-Hütte

Geografie

Die Peter‑Wiechenthaler‑Hütte befindet sich auf einer Höhe von 1 707 m ü. A. wenige Meter nordwestlich des Kienalkopfs (1 709 m ü. A.). Der Kienalkopf ist ein Berggipfel auf einem westlichen Felssporn, etwas nordwestlich des Persailhorns, nordöstlich des Stadtzentrums von Saalfelden.

Geschichte

Die Sektion Saalfelden begann sich ab 1919 intensiv mit einem Hüttenbau zu beschäftigen und entschied sich 1920 endgültig für den Standort Kienalkopf. Planer und später Bauleiter war Peter Wiechenthaler. Vor dem Bau waren zahlreiche Hindernisse zu überwinden, darunter die schlechte Wirtschaftslage.

Die Hütte wurde dann von 1924 bis 1926 von der Sektion Saalfelden des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereines erbaut.[1] Benannt ist sie nach dem Saalfeldener Maurermeister Peter Wiechenthaler dem Älteren.[2] Ihre Eröffnung dürfte laut einer Hüttenbucheintragung am 5. Oktober 1926 gewesen sein.[3]

Im Frühjahr 2020 wurde sie zuletzt umgebaut und erweitert. 1,5 Millionen Euro wurden in Komfort, Modernisierung und Vergrößerung investiert.

Am Sonntag, den 31. Mai 2026, wird bei der Hütte ihr 100‑jähriges Bestehen mit einer Bergmesse und anschließendem gemütlichen Beisammensein begangen.

Beschreibung

Die Peter‑Wiechenthaler‑Hütte wird von 1. Mai bis 17. Oktober durchgehend bewirtschaftet. Pächterin ist Christiane Feller. Die Hütte verfügt über Schlafplätze in Zimmern und Lagern und bietet ihren Gästen regionale Hausmannskost. Die Küche von ihr und ihrem Sohn Philipp wird hochgelobt. Das Schnitzel ist legendär. Es gibt Leute, die steigen nur wegen des Essens die zweieinhalb Stunden hinauf.

Die Hütte ist mit Strom versorgt. Im Winter steht ein versperrter Winterraum mit zwölf Plätzen zur Verfügung.

Die Hütte wurde vom Österreichischen Alpenverein mit dem Schutzhütten‑Umweltgütesiegel ausgezeichnet.

Von der Hütte hat man einen Blick über das Saalfeldener Becken hin zum Zeller Becken, in das Leoganger Tal, die Leoganger Steinberge und das Buchweißbachtal bis zu den Hohlwegen.

Erreichbarkeit

Sie ist für Ziele im Steinernen Meer und in den Berchtesgadener Alpen ein idealer Ausgangspunkt. Man erreicht sie in einer großzügig berechneten Gehzeit von 2 ½ Stunden von Saalfelden am Steinernen Meer, Bachwinkl aus, wo ein großzügiger Parkplatz für Bergwanderer zur Verfügung steht. Der Höhenunterschied beträgt 912 m. Sie ist über den Normalweg vom Parkplatz aus erreichbar, von dem etwa auf halber Höhe der sogenannte Schattseitweg und der Jagasteig abzweigen – Varianten, die Trittsicherheit voraussetzen, dafür aber bei starker Sonneneinstrahlung Schatten bieten. Die Hütte kann aber auch über den Materialseilbahnweg, ebenfalls vom Parkplatz in Bachwinkl ausgehend, erreicht werden.

Tagestouren

Bergwandernde Einheimische und Gäste zählen die Peter‑Wiechenthaler‑Hütte, die auf drei Wegen von Saalfelden am Steinernen Meer aus erreichbar ist, zu ihrem jährlichen Fixprogramm. Tagestouren sind:

Gipfelbesteigungen und Klettertouren

Ausblicke im Bereich der Hütte

Bild 1: Saalfelden am Steinernen Meer, Blick vom Weg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte.
Bild 2: Leogang, Leoganger Steinberge und Hohlwegen.
Bild 3: Persailhorn.

Weblink

  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 30. Mai 2026

Quellen

  1. ↑ ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 2. August 1927, Seite 5
  2. ↑ ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 30. Mai 1927, Seite 5
  3. ↑ Die zitierte Hüttenbucheintragung stammt aus dem Original‑Hüttenbuch der Peter‑Wiechenthaler‑Hütte von 1926, das sich im Archiv der Sektion Saalfelden des Österreichischen Alpenvereins befindet und immer wieder in Jubiläumsschriften und Chroniken erwähnt wird.