Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Dieser Artikel|behandelt die Bildungseinrichtung '''Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum'''. Die Geschichte der Gebäude findest du unter [[Borromäum]]}}<br />
Das '''Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum''' ist eine allgemeine bildende höhere Schule der [[Erzdiözese Salzburg]] im [[Salzburg]]er Stadtteil [[Parsch]].
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! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | Schulbild
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| colspan="2"  | [[Datei:Borromäum, Nordöstliche Ansicht, im Hintergund der Untersberg.jpg|thumb|center|280px]]
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! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | Schuldaten<ref>[http://www.lsr-sbg.gv.at/quicklinks/schulsuche/?searchdetail=1&id=30000878 www.lsr-sbg.gv.at]</ref>
|-
| Schulkennzahl:||501036
|-
| Name der Schule: ||Erzbischöfliches Privatgymnasium<br /> Borromäum M.Ö.R.
|-
| Adresse: ||[[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] 7, 5020 Salzburg
|-
| Website: ||www.borromaeum.at
|-
| E-Mail: ||sekretariat@borromaeum.at
|-
| Telefon: ||(06 62) 80 47-68 00
|-
| Direktorin:|| Mag [[Winfried Penninger]]
|}{{Googlemapsadr|5020+Salzburg|Gaisbergstraße+7}}
[[Datei:Borromäum,  östlicher Bereich, Sportanlagen und angrenzende Siedlung.jpg|thumb|Sportanlagen der Schule und angrenzende Siedlung]]
[[Datei:Borromäum. Turnsaal auf der Nordseite.jpg|thumb|Turnhalle der Schule auf der Nordseite]]
[[Datei:Sportanlagen Borromäum.jpg|thumb|Sportanlagen an der Ostseite des Borromäums]]
Das '''Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum''' ist eine [[Allgemein bildende höhere Schulen|allgemein bildende höhere Schule]] der [[Erzdiözese Salzburg]] im [[Salzburger Stadtteil]] [[Parsch]].


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Das ''EB. Privatgymnasium Borromäum'' ist eine katholische Privatschule mit angeschlossener Tagesbetreuung. Schulerhalter ist die [[Erzdiözese Salzburg]].
Das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum ist eine katholische Privatschule mit angeschlossener Tagesbetreuung. Das Leitbild der Schule ist Grundlage der Erziehungsarbeit. In der überschaubaren Gemeinschaft steht der junge Mensch im Mittelpunkt, wobei die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern eine betont familiäre Atmosphäre schafft.


Das Leitbild der Schule ist Grundlage der Erziehungsarbeit. In der überschaubaren Gemeinschaft steht der junge Mensch im Mittelpunkt, wobei die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern eine betont familiäre Atmosphäre schafft.
Die Schule ist im teilweise [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten]] [[Borromäum|neuen Borromäum]] an der [[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] untergebracht.


Die Schule ist im [[Borromäum|neuen Borromäum]] an der [[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] untergebracht.
== Geschichte ==
=== Beginn im "Alten Borrromäum" ===
Erzbischof Kardinal  [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] holte [[1836]] etwa zehn talentierte Buben aus den [[Innergebirg|Gebirgsgauen]] in die Stadt Salzburg. Er ließ sie in Privathäusern der Stadt Salzburg auf eigene Kosten unterbringen und verpflegen. Die Ausbildung erfolgte noch an verschiedenen Schulstandorten. Erstmals [[1840]] wurden die bis dahin verstreut wohnenden Buben in einer Wohngemeinschaft im [[Berchtesgadener Hof]] an der Ecke [[Kaigasse]]-[[Krotachgasse]] gesammelt untergebracht.


== Geschichte ==
Spendenaufrufe von Kardinal Schwarzenberg seit [[1842]] für die weiterhin private Unterstützung ermöglichte [[1843]], dass das "''Archiepiscopale Collegium puerorum''" (Erzbischöfliches Knabenseminar) die staatliche Anerkennung als "''autorisiertes Privatconvict''" erhielt. Der Berchtesgadener Hof erwies sich für die schulische Ausbildung und Vorbereitung künftiger Priesterkandidaten rasch als zu klein.  
=== Das alte Borromäum ===
: ''Hauptartikel: [[Primogeniturpalast|Altes Borromäum]]''
Schon seit [[1840]] gab es ein diözesanes Knabenseminar in Salzburg, das aber erst seit [[1848]] den Namen "Borromäum" führte. Der ursprüngliche Ort im [[Berchtesgadener Hof]] im [[Kaiviertel]] erwies sich für die schulische Ausbildung und Vorbereitung künftiger Priesterkandidaten rasch als zu klein.  
   
   
Erzbischof [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg|Kardinal Schwarzenberg]] erwarb daher [[1846]] den Lodronschen [[Primogeniturpalast|Primogenitur-Palast]] zwischen [[Mirabellgarten]], [[Mirabellplatz]] und [[Makartplatz]]. Das monumentale Gebäude gegenüber dem [[Priesterhaus]] in der [[Neustadt]] von Salzburg an der [[Dreifaltigkeitsgasse]] wurde ursprünglich als Palast der [[Lodron|Lodronschen]] Primogenitur [[1631]] für die Familie des [[Paris Graf von Lodron|Fürsterzbischofs]] von [[Santino Solari]] erbaut. Hier war nun das erste Borromäum untergebracht, eine katholische Privatschule, die zunächst vor allem für Priesterkandidaten diente und erst später ein allgemeines Gymnasium wurde. Als Patron für die neue Kirche bot sich dabei der Mailänder Erzbischof Carlo Borromeo an; die alte Borromäuskirche, um [[1830]] erbaut, ist heute wieder abgetragen. Um [[1900]] gingen hier etwa 200 Knaben zur Schule. [[1972]] wurde das Haus abgetragen, um der (damals noch) [[Universität Mozarteum|Hochschule Mozarteum]] Platz zu machen.
Kardinal Schwarzenberg erwarb daher [[1846]] den Lodronschen [[Primogeniturpalast|Primogenitur-Palast]] zwischen [[Mirabellgarten]], [[Mirabellplatz]] und [[Makartplatz]]. Das monumentale Gebäude gegenüber dem [[Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg]] an der [[Dreifaltigkeitsgasse]] wurde ursprünglich als Palast der [[Lodron|Lodronschen]] [[Lodronsche Primogenitur|Primogenitur]] [[1631]] für die Familie des [[Paris Graf von Lodron|Fürsterzbischofs]] von [[Santino Solari]] erbaut. Hier wurde nun das erste Borromäum untergebracht, eine katholische Privatschule, die zunächst vor allem für Priesterkandidaten bestimmt war und erst später ein allgemeines Gymnasium wurde.
 
Als Patron für die hauseigene Kirche bot sich dabei der Mailänder Erzbischof Carlo Borromeo an. Die alte [[Borromäuskirche]], nach Plänen [[Georg Pezolt]]s 1848–1853 im byzantinischen Stil errichtet, ließ Architekt [[Eugen Wörle]] nach 1972, trotz heftiger Proteste, abreißen. Um [[1900]] gingen im Alten Borromäum etwa 200 Knaben zur Schule. [[1972]] wurde das Haus total verändert, um der damals so genannten [[Universität Mozarteum|Hochschule Mozarteum]] Platz zu machen.


=== Das neue Borromäum ===
=== Das neue Borromäum ===
[[1905]] bot sich die Gelegenheit, von der Herzoglich [[Arenberg]]ischen Domänenverwaltung Grund in [[Parsch]] zu kaufen und am heutigen Platz einen Neubau zu planen. [[1910]] - [[1912]] wurde dann das ''neue fürsterzbischöfliche Knabenseminar Borromäum'' erbaut<ref>Quelle Foto in ''Salzburg Vorstädte Album 1860 - 1930'', Verlag für Photografie, Wien, 1998</ref>.
[[1905]] bot sich die Gelegenheit, von der Herzoglich [[Arenberg]]ischen Domänenverwaltung Grund in [[Parsch]] zu kaufen und am heutigen Platz einen Neubau zu planen. [[1910]] bis [[1912]] wurde dann das ''neue fürsterzbischöfliche Knabenseminar Borromäum'' erbaut<ref>Quelle Foto in ''Salzburg Vorstädte Album 1860–1930'', Verlag für Photografie, Wien, 1998</ref>.


Matthäus Schlager zeichnete gemeinsam mit Weihbischof [[Balthasar Kaltner]] die Baupläne der neuen Schule. Erzbischof [[Johannes Baptist Katschthaler|Johannes Kardinal Katschthaler]] weihte [[1912]] Schule und Kirche. Schwere Zeiten bestand das Privatgymnasium in der Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und noch mehr des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]].
Dombaumeister [[Matthäus Schlager]] zeichnete gemeinsam mit [[Weihbischof]] [[Balthasar Kaltner]] die Baupläne der neuen Schule. Erzbischof [[Johannes Baptist Katschthaler|Johannes Kardinal Katschthaler]] weihte am [[6. Juli]] [[1912]] Schule und Kirche. Schwere Zeiten bestand das Privatgymnasium in der Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und noch mehr des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]]. [[1938]] musste das Gymnasium nach [[Bischofshofen]] ins dort bestehende [[Privatgymnasium St. Rupert]] übersiedeln, da das Gebäude am [[19. Juni]] in Parsch enteignet und zum ''Michael-Gaismayer-Hof'' mit zahlreichen Kanzleien und Ablagen wurde. Bereits am [[28. Oktober]] [[1938]] bemächtigte sich die [[NS]]-Gauleitung auch der neuen Bleibe in Bischofshofen. Das "''Fürsterzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum in St. Rupert''" wurde zur [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] ''"Deutschen Heimschule Kreuzberg - Oberschule für Jungen"'', einer Vorstufe zur Errichtung einer ''Nationalpolitischen Lehranstalt'' (NAPOLA), wie die NS-Kaderschmieden genannt wurden.<ref>https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2921876/ ORF Salzburg am 29.06.2018: ''Kaderschmiede des Sazistaates erforscht''</ref>
 
Nach Ende des Krieges – das Haus in Parsch war von [[Bomben auf Salzburg|Bomben]] verschont geblieben – konnte man das völlig geplünderte und von den [[USFA|Besatzungstruppen]] genutzte Gebäude nicht benutzen. Der Unterrichtsbetrieb wurde also zunächst wieder in St. Rupert in Bischofshofen aufgenommen. Erst am [[10. Oktober]] eröffnete das Borromäum wieder seinen Schul- und Internatsbetrieb im Stammhaus in Parsch.
 
Im Mai [[1948]] wurde folgenden Salzburger Privatschulen das Öffentlichkeitsrecht vorläufig bis zum Ende des Schuljahres [[1947]]/48 verliehen: [[Volksschule Schwarzstraße|Volksschule für Mädchen]] der Vöcklabrucker Schulschwestern in Salzburg, Schwarzstraße 35, Volksschule für Mädchen der [[Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern vom hl. Vin­zenz von Paul]] in [[Bramberg am Wildkogel]] im [[Pinzgau]] und Volksschule für Mädchen (Hilfsschule) der [[Caritas Dorf St. Anton|Caritas in St. Anton]], Gemeinde [[Bruck an der Glocknerstraße]], Pinz­gau; Hauptschule für Mädchen der Vöckla­brucker Schulschwestern, Salzburg, Schwarz­straße 35, und [[Private Mittelschule Goldenstein|Hauptschule für Mädchen]] der [[Augustiner-Chorfrauen|Chorfrauen vom hl. Augustinus]] in [[Schloss Goldenstein]] in [[Elsbethen]]; [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Fürsterzbischöfliches Gym­nasium Borromäum]] in Salzburg-[[Parsch]]; [[Missionsprivatgymnasium St. Rupert|Gymnasium St. Rupert]] der [[Missionshaus St. Rupert|Missionsgesellschaft St. Gabriel-Mödling]] in [[Bischofshofen]]; [[Private Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Salzburg|Bildungs­anstalt für Kindergärtnerinnen]] der Vöckla­brucker Schulschwestern, Salzburg, Schwarz­straße 35; Bildungsanstalt für Handarbeits­lehrerinnen der Schulschwestern in Salzburg, Schwarzstraße 35.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480511&query=%22V%c3%b6cklabrucker+Schulschwestern%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Salzburger Volkszeitung]]", Ausgabe vom 11. Mai 1948, Seite 3</ref>
 
Nach 1950 kam es verschiedenen Sanierungsmaßnahmen und Neubauten, [[1953]]-[[1954]] entstand der Fest- und Theatersaal, [[1960]]–[[1962]] das Personalhaus, [[1967]]-[[1968]] die Turnhalle und Neubauklassen und [[1990]]-[[2000]] die Sportanlage.
 
Bis heute ist das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum eine katholische Privatschule mit angeschlossener Tagesbetreuung. Schulerhalter ist die [[Erzdiözese Salzburg]].
 
=== Nach 108 Jahren erstmals auch Mädchen an der Schule ===
Ab Herbst [[2020]] können nach 108 Jahren des Bestehens der Schule erstmals auch Mädchen die Schule besuchen.<ref>{{Quelle SN|12. April 2019}}</ref>  Das erzbischöfliche Gymnasium, dessen Bau 1912 in der Gaisbergstraße eröffnet wurde, ist eine der letzten Bubenschulen in Österreich. Direktor [[Winfried Penninger]] hat jahrelang für die Öffnung gekämpft - auch gegen Widerstände in der Kirche. Im ersten Jahr werden es 30 Mädchen sein, die die Schule besuchen.
 
Sehr erfreut über den Schritt ist auch die Direktorin der [[Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck]] an der [[Schwarzstraße]], [[Elisabeth Schneider-Brandauer]]: "Schon vor vier Jahren gab es Interessentinnen aus unserer vierten Klasse. Die haben ein Musical im Borromäum gesehen und dem Direktor geschrieben: ,Coole Schule, aber mit einem Schönheitsfehler. Es gibt keine Mädchen.' Und sie haben ihn gebeten, das zu ändern." Penninger hat den Brief noch im Büro hängen, wie er sagt.
 
Insgesamt beginnen 2020 im Herbst 110 Erstklässler, aufgeteilt auf vier Klassen. Anfragen gebe es sogar 150, berichtet Penninger. Warum wurden aber nur 30 Mädchen aufgenommen? "Für das erste Jahr ist das eine großartige Zahl. Denn bei den ersten Mädels ist da schon auch eine Portion Mut gefragt", sagt der Direktor - und: "Wir wünschen uns auch für die Zukunft, dass die Burschen ein bisserl in der Mehrheit bleiben. Aber primär wollen wir die am besten geeigneten Kinder." Penninger betont, dass auch die Lehrerinnen und Lehrer entsprechende Fortbildungen gemacht hätten, "weil die Koedukation in ihre Köpfe rein muss".
<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/borromaeum-30-maedchen-rocken-die-letzte-bubenbastion-90010273 www.sn.at], 11. Juli 2020</ref>


Bis heute ist das ''EB. Privatgymnasium Borromäum'' eine katholische Privatschule mit angeschlossener Tagesbetreuung. Schulerhalter ist die [[Erzdiözese Salzburg]].
===Regentes===
===Regentes===
{| class="toccolours" cellpadding="4" cellspacing="0" style="margin:0 0 1em 1em; font-size: 95%; float:right;"
|-
! colspan=2 bgcolor="#EFEFEF" align="center"| Schülerzahl
|-
| align="center"| 1912 || align="right"| 193
|-
| align="center"| 1920 || align="right"| 168
|-
| align="center"| 1930 || align="right"| 252
|-
| align="center"| 1936 || align="right"| 260
|-
| align="center"| 1946 || align="right"| 137
|-
| align="center"| 1950 || align="right"| 267
|-
| align="center"| 1960 || align="right"| 277
|-
| align="center"| 1969 || align="right"| 292
|-
| align="center"| 2010 || align="right"| 320
|-
|}
Die Funktion eines ''Regens'' des Knabenseminars hatten inne:
Die Funktion eines ''Regens'' des Knabenseminars hatten inne:
* [[1858]] [[1886]]: Msgr. [[Johann Baptist Zimmermann]]
* [[1836]]–1845: [[Augustin Embacher]] (Präfekt)
* [[1887]] – [[1899]]: [[Alois Kalhofer]]
* [[1845]]–1886: Msgr. [[Johann Baptist Zimmermann]] (Präfekt, ab 1858 Regens)
* 1899 – [[1904]]: Dr. [[Franz Tragseil]]
* [[1887]]–1899: [[Alois Kalhofer]]
* 1904 – [[1920]]: [[Balthasar Feuersinger]]
* [[1899]]–1904: Dr. [[Franz Tragseil]]
* [[1921]] – [[1929]]: Dr. [[Josef Ferner]]
* [[1904]]–1920: [[Balthasar Feuersinger]]
* 1929 – [[1938]]: [[Georg Feichtner]]
* [[1921]]–1929: Dr. [[Josef Ferner (Borromäum)|Josef Ferner]]
* [[1946]] – [[1957]]: Georg Feichtner
* [[1929]]–[[1938]]: [[Georg Feichtner (Priester)|Georg Feichtner]]
* 1957 – [[1959]]: Dr. [[Sebastian Ritter]]
* [[1946]]–1957: Georg Feichtner (erneut)
* 1959 – [[1960]]: Georg Feichtner
* [[1957]]–1959: Dr. [[Sebastian Ritter]]
* 1960 – [[1973]]: Dr. Sebastian Ritter
* [[1959]]–1960: Georg Feichtner (erneut)
* 1973 – [[1981]]: [[Roman Roither]]
* [[1960]]–1973: Dr. Sebastian Ritter (erneut)
* 1981 – [[1991]]: [[Martin Walchhofer (Priester)|Martin Walchhofer]]
* [[1973]]–1981: [[Roman Roither]]
* 1991 – [[2005]]?: Mag. [[Peter Röck]]
* [[1981]]–1991: [[Martin Walchhofer (Priester)|Martin Walchhofer]]
* ab 2005: Dr. [[Gottfried Laireiter]]
* [[1991]]–2000: Mag. [[Peter Röck (Priester)|Peter Röck]]
* [[2000]]–2005: Dr. [[Gottfried Laireiter]]
* seit [[2005]] die Rektoren des Bildungszentrums Borromäum:
** 2005–2012: [[Martin Walchhofer (Priester)|Martin Walchhofer]]
** [[2012]]–2016: [[Josef Pletzer (Priester)|Josef Pletzer]]
** ab [[2016]]: [[Balthasar Sieberer]]


===Direktoren===
===Direktoren===
Als Direktoren des Gymnasiums waren bisher tätig:
Als Direktoren des Gymnasiums waren bisher tätig:
* bis [[1873]]: Msgr. Johann Baptist Zimmermann
* [[1849]]–1873: Msgr. [[Johann Baptist Zimmermann]]
* [[1873]] – [[1879]]: Dr. [[Johann Della Bona]], [[Dompropst]]
* [[1873]]–1879: Dr. [[Johann Jakob Della Bona]], [[Dompropst]]
* 1879 – [[1889]]: P. [[Willibald Hauthaler]]
* [[1879]]–1889: P. [[Willibald Hauthaler]], [[OSB]]
* 1889 – [[1897]]: [[Balthasar Vogl]]
* [[1889]]–1897: [[Balthasar Vogl]]
* 1897 – [[1901]]: P. Willibald Hauthaler
* [[1897]]–1901: P. Willibald Hauthaler (erneut)
* 1901 – [[1905]]: [[Karl Ebmer]]
* [[1901]]–1905: [[Karl Ebmer]]
* 1906 – [[1919]]: [[Peter Kogler]]
* [[1906]]–1919: [[Peter Kogler]]
* 1919 – [[1934]]: Dr. [[Josef Ferner (Borromäum)|Josef Ferner]]
* [[1919]]–1936: Dr. [[Josef Ferner (Borromäum)|Josef Ferner]]
* 1934 – [[1938]]: Georg Feichtner
* [[1936]]–1938: [[Georg Feichtner (Priester)|Georg Feichtner]]
* 1938 – 19??: Dr. [[Karl Schmid]]
<!--* [[1938]]–1945?: Dr. [[Karl Schmid]]-->
* [[1946]] – [[1954]]: Georg Feichtner
* [[1946]]–1954: Georg Feichtner (erneut)
* 1954 – [[1970]]: Dr. [[Heinrich Moser]]
* [[1954]]–1970: Dr. [[Heinrich Moser]]
* 1970 – [[1977]]: Dr. [[Andreas Kreuzeder]]
* [[1970]]–1977: Dr. [[Andreas Kreuzeder]]
* 1977 – [[1982]]: Msgr. Dr. [[Franz Calliari]]
* [[1977]]–1982: Msgr. Dr. [[Franz Calliari]]
* 1982 – [[1985]]: Dr. [[Franz Schmid]]
* [[1982]]–1985: Dr. [[Franz Schmid (Gymnasialdirektor)|Franz Schmid]]
* 1985 – [[1996]]: Dr. [[Walter Scheichl]]
* [[1985]]–1996: Dr. [[Walter Scheichl]]
* 1996 – [[1996]]: Mag. [[Johann Regelsberger]]
* [[1996]]–2001: Mag. [[Johann Regelsberger]]
* 2001 – [[2006]]: Mag. [[Peter Lanner]]
* [[2001]]–2006: Mag. [[Peter Lanner]]
* 2006 – [[2014]]: Mag. [[Stephan Cecon]]
* [[2006]]–2014: Mag. [[Stephan Cecon]]
* ab 2014: Mag. [[Winfried Penninger]]
* [[2014]]–2024: Mag. [[Winfried Penninger]]
* ab Herbst 2024: Mag.a  Maria Weikinger
 
=== Persönlichkeiten ===
* [[Valentin Hatheyer]], [[1893]]–[[1906]] Präfekt und Professor am Borromäum
* [[Jakob Mayr]], [[Weihbischof]] von [[Erzdiözese Salzburg|Salzburg]], war Absolvent des Gymnasiums


==Bildergalerie==
== Schüler und Absolventen des Erzbischöflichen Privatgymnasiums Borromäum ==
<gallery perrow=4>
: ''Hauptartikel: [[Schüler und Absolventen des Erzbischöflichen Privatgymnasiums Borromäum]]''
[[Datei:Primogeniturpalast vom Mirabellplatz aus.JPG|thumb|Altes Borromäum, Blick vom [[Mirabellplatz]]]]
<gallery perrow=4/>
<gallery perrow=6>
Datei:Borromäum, Portalbild.jpg| Borromäum, Portalbild
Datei:Borromäum, Ostseite.jpg|Borromäum, Ostseite
Datei:Borromäum-neu.jpg|Der denkmalgeschützte Teil des Borromäums
Datei:Borromäum, Salzburg 021.jpg| Borromäum mit Infotafeln
Datei:Borromäum, Ostseite.jpg| Borromäum, Ostseite
Datei:Borromäum, Nordöstliche Ansicht, im Hintergund der Untersberg.jpg|Borromäum, Nordöstliche Ansicht, im Hintergund der [[Untersberg]]
Datei:Borromäum Panorama 30.12.09.jpg|Boromäum-Panorama
Datei:Borromäum, Westseite.jpg|Borromäum, Westseite
Datei:Borromäum. Turnsaal auf der Nordseite.jpg|Turnhalle der Schule auf der Nordseite
Datei:Borromäum,  östlicher Bereich, Sportanlagen und angrenzende Siedlung.jpg|Sportanlagen der Schule und angrenzende Siedlung
Datei:Sportanlagen an der Ostseite des Borromäums.jpg|Sportanlagen an der Ostseite des Borromäums
</gallery>


==Quellen==
== Quellen ==
{{homepage|http://www.borromaeum.at}}
{{homepage|https://www.borromaeum.at/}}
* [http://www.kirchen.net/upload/8304_Mitteillungen3-2003.pdf www.kirchen.net Bildungszentrum Borromäum (PDF)]
* http://www.kirchen.net/upload/8304_Mitteillungen3-2003.pdf Bildungszentrum Borromäum (PDF) (nicht mehr online)
* Artikel [[Neustadt]] von [[Salzburg]], [[Parsch]]
* Artikel [[Neustadt]] von der [[Stadt Salzburg]], [[Parsch]]
* [[Walter Scheichl|Scheichl, Walter]]: [http://archive.today/HqK3u#selection-185.0-191.23 ''150 Jahre Borromäum]
* [[Walter Scheichl|Scheichl, Walter]]: [http://archive.today/HqK3u#selection-185.0-191.23 ''150 Jahre Borromäum]
* [[Georg Feichtner|Feichtner, Georg]]: ''550 Jahre neues Borromäum''. In: Eb. Kollegium Borromäum (Hg.): ''Jahresbericht 1961/62. Jubiläumsausgabe 1912-1962.'' Salzburg-Parsch 1962, S. 41ff.
* [https://www.ordensgemeinschaften.at/images/ordensschulen/2016_2017_schulen_salzburg.pdf Homepage Ordensgemeinschaften Österreich]
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>


==Siehe auch==
{{SORTIERUNG: Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium}}
*Artikel [[Borromäum]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]  
== Weblinks ==
[[Kategorie:Bildung]]  
{{homepage|http://www.borromaeum.at}}
[[Kategorie:Schule]]
 
[[Kategorie:Privatschule]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:AHS]]  
[[Kategorie:Bildung|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Religion]]  
[[Kategorie:Schule|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Katholische Kirche]]  
[[Kategorie:AHS|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Katholische Kirche (Sonstiges)]]  
[[Kategorie:Weltanschauung|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Erzdiözese]]  
[[Kategorie:Religion|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Borromäum]]  
[[Kategorie:Kirche|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Parsch|Borromäum]]
[[Kategorie:Kirche (Sonstiges)|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Erzdiözese|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]  
[[Kategorie:Parsch|Borromäum, Erzbischöfliches Privatgymnasium]]

Aktuelle Version vom 21. Oktober 2025, 07:55 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Bildungseinrichtung Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum. Die Geschichte der Gebäude findest du unter Borromäum


Schulbild
Schuldaten[1]
Schulkennzahl: 501036
Name der Schule: Erzbischöfliches Privatgymnasium
Borromäum M.Ö.R.
Adresse: Gaisbergstraße 7, 5020 Salzburg
Website: www.borromaeum.at
E-Mail: sekretariat@borromaeum.at
Telefon: (06 62) 80 47-68 00
Direktorin: Mag Winfried Penninger
Karte
Sportanlagen der Schule und angrenzende Siedlung
Turnhalle der Schule auf der Nordseite
Sportanlagen an der Ostseite des Borromäums

Das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum ist eine allgemein bildende höhere Schule der Erzdiözese Salzburg im Salzburger Stadtteil Parsch.

Allgemeines

Das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum ist eine katholische Privatschule mit angeschlossener Tagesbetreuung. Das Leitbild der Schule ist Grundlage der Erziehungsarbeit. In der überschaubaren Gemeinschaft steht der junge Mensch im Mittelpunkt, wobei die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern eine betont familiäre Atmosphäre schafft.

Die Schule ist im teilweise denkmalgeschützten neuen Borromäum an der Gaisbergstraße untergebracht.

Geschichte

Beginn im "Alten Borrromäum"

Erzbischof Kardinal Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg holte 1836 etwa zehn talentierte Buben aus den Gebirgsgauen in die Stadt Salzburg. Er ließ sie in Privathäusern der Stadt Salzburg auf eigene Kosten unterbringen und verpflegen. Die Ausbildung erfolgte noch an verschiedenen Schulstandorten. Erstmals 1840 wurden die bis dahin verstreut wohnenden Buben in einer Wohngemeinschaft im Berchtesgadener Hof an der Ecke Kaigasse-Krotachgasse gesammelt untergebracht.

Spendenaufrufe von Kardinal Schwarzenberg seit 1842 für die weiterhin private Unterstützung ermöglichte 1843, dass das "Archiepiscopale Collegium puerorum" (Erzbischöfliches Knabenseminar) die staatliche Anerkennung als "autorisiertes Privatconvict" erhielt. Der Berchtesgadener Hof erwies sich für die schulische Ausbildung und Vorbereitung künftiger Priesterkandidaten rasch als zu klein.

Kardinal Schwarzenberg erwarb daher 1846 den Lodronschen Primogenitur-Palast zwischen Mirabellgarten, Mirabellplatz und Makartplatz. Das monumentale Gebäude gegenüber dem Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg an der Dreifaltigkeitsgasse wurde ursprünglich als Palast der Lodronschen Primogenitur 1631 für die Familie des Fürsterzbischofs von Santino Solari erbaut. Hier wurde nun das erste Borromäum untergebracht, eine katholische Privatschule, die zunächst vor allem für Priesterkandidaten bestimmt war und erst später ein allgemeines Gymnasium wurde.

Als Patron für die hauseigene Kirche bot sich dabei der Mailänder Erzbischof Carlo Borromeo an. Die alte Borromäuskirche, nach Plänen Georg Pezolts 1848–1853 im byzantinischen Stil errichtet, ließ Architekt Eugen Wörle nach 1972, trotz heftiger Proteste, abreißen. Um 1900 gingen im Alten Borromäum etwa 200 Knaben zur Schule. 1972 wurde das Haus total verändert, um der damals so genannten Hochschule Mozarteum Platz zu machen.

Das neue Borromäum

1905 bot sich die Gelegenheit, von der Herzoglich Arenbergischen Domänenverwaltung Grund in Parsch zu kaufen und am heutigen Platz einen Neubau zu planen. 1910 bis 1912 wurde dann das neue fürsterzbischöfliche Knabenseminar Borromäum erbaut[2].

Dombaumeister Matthäus Schlager zeichnete gemeinsam mit Weihbischof Balthasar Kaltner die Baupläne der neuen Schule. Erzbischof Johannes Kardinal Katschthaler weihte am 6. Juli 1912 Schule und Kirche. Schwere Zeiten bestand das Privatgymnasium in der Zeit des Ersten und noch mehr des Zweiten Weltkrieges. 1938 musste das Gymnasium nach Bischofshofen ins dort bestehende Privatgymnasium St. Rupert übersiedeln, da das Gebäude am 19. Juni in Parsch enteignet und zum Michael-Gaismayer-Hof mit zahlreichen Kanzleien und Ablagen wurde. Bereits am 28. Oktober 1938 bemächtigte sich die NS-Gauleitung auch der neuen Bleibe in Bischofshofen. Das "Fürsterzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum in St. Rupert" wurde zur nationalsozialistischen "Deutschen Heimschule Kreuzberg - Oberschule für Jungen", einer Vorstufe zur Errichtung einer Nationalpolitischen Lehranstalt (NAPOLA), wie die NS-Kaderschmieden genannt wurden.[3]

Nach Ende des Krieges – das Haus in Parsch war von Bomben verschont geblieben – konnte man das völlig geplünderte und von den Besatzungstruppen genutzte Gebäude nicht benutzen. Der Unterrichtsbetrieb wurde also zunächst wieder in St. Rupert in Bischofshofen aufgenommen. Erst am 10. Oktober eröffnete das Borromäum wieder seinen Schul- und Internatsbetrieb im Stammhaus in Parsch.

Im Mai 1948 wurde folgenden Salzburger Privatschulen das Öffentlichkeitsrecht vorläufig bis zum Ende des Schuljahres 1947/48 verliehen: Volksschule für Mädchen der Vöcklabrucker Schulschwestern in Salzburg, Schwarzstraße 35, Volksschule für Mädchen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vin­zenz von Paul in Bramberg am Wildkogel im Pinzgau und Volksschule für Mädchen (Hilfsschule) der Caritas in St. Anton, Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße, Pinz­gau; Hauptschule für Mädchen der Vöckla­brucker Schulschwestern, Salzburg, Schwarz­straße 35, und Hauptschule für Mädchen der Chorfrauen vom hl. Augustinus in Schloss Goldenstein in Elsbethen; Fürsterzbischöfliches Gym­nasium Borromäum in Salzburg-Parsch; Gymnasium St. Rupert der Missionsgesellschaft St. Gabriel-Mödling in Bischofshofen; Bildungs­anstalt für Kindergärtnerinnen der Vöckla­brucker Schulschwestern, Salzburg, Schwarz­straße 35; Bildungsanstalt für Handarbeits­lehrerinnen der Schulschwestern in Salzburg, Schwarzstraße 35.[4]

Nach 1950 kam es verschiedenen Sanierungsmaßnahmen und Neubauten, 1953-1954 entstand der Fest- und Theatersaal, 19601962 das Personalhaus, 1967-1968 die Turnhalle und Neubauklassen und 1990-2000 die Sportanlage.

Bis heute ist das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum eine katholische Privatschule mit angeschlossener Tagesbetreuung. Schulerhalter ist die Erzdiözese Salzburg.

Nach 108 Jahren erstmals auch Mädchen an der Schule

Ab Herbst 2020 können nach 108 Jahren des Bestehens der Schule erstmals auch Mädchen die Schule besuchen.[5] Das erzbischöfliche Gymnasium, dessen Bau 1912 in der Gaisbergstraße eröffnet wurde, ist eine der letzten Bubenschulen in Österreich. Direktor Winfried Penninger hat jahrelang für die Öffnung gekämpft - auch gegen Widerstände in der Kirche. Im ersten Jahr werden es 30 Mädchen sein, die die Schule besuchen.

Sehr erfreut über den Schritt ist auch die Direktorin der Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck an der Schwarzstraße, Elisabeth Schneider-Brandauer: "Schon vor vier Jahren gab es Interessentinnen aus unserer vierten Klasse. Die haben ein Musical im Borromäum gesehen und dem Direktor geschrieben: ,Coole Schule, aber mit einem Schönheitsfehler. Es gibt keine Mädchen.' Und sie haben ihn gebeten, das zu ändern." Penninger hat den Brief noch im Büro hängen, wie er sagt.

Insgesamt beginnen 2020 im Herbst 110 Erstklässler, aufgeteilt auf vier Klassen. Anfragen gebe es sogar 150, berichtet Penninger. Warum wurden aber nur 30 Mädchen aufgenommen? "Für das erste Jahr ist das eine großartige Zahl. Denn bei den ersten Mädels ist da schon auch eine Portion Mut gefragt", sagt der Direktor - und: "Wir wünschen uns auch für die Zukunft, dass die Burschen ein bisserl in der Mehrheit bleiben. Aber primär wollen wir die am besten geeigneten Kinder." Penninger betont, dass auch die Lehrerinnen und Lehrer entsprechende Fortbildungen gemacht hätten, "weil die Koedukation in ihre Köpfe rein muss". [6]

Regentes

Schülerzahl
1912 193
1920 168
1930 252
1936 260
1946 137
1950 267
1960 277
1969 292
2010 320

Die Funktion eines Regens des Knabenseminars hatten inne:

Direktoren

Als Direktoren des Gymnasiums waren bisher tätig:

Persönlichkeiten

Schüler und Absolventen des Erzbischöflichen Privatgymnasiums Borromäum

Hauptartikel: Schüler und Absolventen des Erzbischöflichen Privatgymnasiums Borromäum

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.lsr-sbg.gv.at
  2. Quelle Foto in Salzburg Vorstädte Album 1860–1930, Verlag für Photografie, Wien, 1998
  3. https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2921876/ ORF Salzburg am 29.06.2018: Kaderschmiede des Sazistaates erforscht
  4. ANNO, "Salzburger Volkszeitung", Ausgabe vom 11. Mai 1948, Seite 3
  5. "Salzburger Nachrichten", 12. April 2019
  6. www.sn.at, 11. Juli 2020