Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck
Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck ist eine private Grundschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in der Neustadt der Stadt Salzburg an der Schwarzstraße.
| Schulbild | |
|---|---|
| Schuldaten[1] | |
| Schulkennzahl: | 501221 |
| Name der Schule: | Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck |
| Adresse: | Schwarzstraße 35 5020 Salzburg |
| Website: | www.vs-franziskanerinnen.salzburg.at |
| E-Mail: | vs-franziskanerinnen@salzburg.at |
| Telefon: | (06 62) 87 40 16 |
| Direktorin: | Christoph Sebald |
Geschichte
Die Volksschule der Franziskanerinnen wurde 1905 als Private Mädchen-Volksschule gegründet.
Im Mai 1948 wurde folgenden Salzburger Privatschulen das Öffentlichkeitsrecht vorläufig bis zum Ende des Schuljahres 1947/48 verliehen:
- der Volksschule für Mädchen der Vöcklabrucker Schulschwestern in der Stadt Salzburg, Schwarzstraße 35,
- der Volksschule für Mädchen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Bramberg am Wildkogel im Pinzgau,
- der Volksschule für Mädchen (Hilfsschule) der Caritas in St. Anton, Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße,
- der Hauptschule für Mädchen der Vöcklabrucker Schulschwestern in der Stadt Salzburg, Schwarzstraße 35,
- der Hauptschule für Mädchen der Chorfrauen vom hl. Augustinus in Schloss Goldenstein in Elsbethen,
- dem Fürsterzbischöflichen Gymnasium Borromäum in Salzburg-Parsch,
- dem Gymnasium St. Rupert der Missionsgesellschaft St. Gabriel-Mödling in Bischofshofen,
- der Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen der Vöcklabrucker Schulschwestern in der Stadt Salzburg, Schwarzstraße 35 und
- der Bildungsanstalt für Handarbeitslehrerinnen der Schulschwestern in Salzburg, Schwarzstraße 35.[2]
2019: Verkauf des Schulareals und erste Planung für einen Neubau
Am 26. März 2019 kündigten die Franziskanerinnen von Vöcklabruck die Schließung ihrer Schulen an (Volksschule 2023, BAfEP 2024) und planten die Verwertung des Areals zwischen Schwarzstraße und Elisabethkai. Die Erzdiözese Salzburg sowie Bürgermeister Preuner (ÖVP) und Vizebürgermeister Auinger (SPÖ) signalisierten Interesse an einer Weiterführung. Variantenprüfungen zeigten jedoch, dass eine Übernahme beider Schulen finanziell nicht möglich war.
Für die BAfEP wurden von Juni 2023 bis Sommer 2025 auf dem Gelände des Bildungscampus Borromäum in Parsch neue Gebäude errichtet.
Am 29. April 2019 verkaufte der Orden die Hälfte der Liegenschaft um 3,2 Millionen Euro an das Benediktinerstift Admont. Weitere Gespräche über eine Gesamtlösung blieben ohne Ergebnis.
Am 30. Juni 2020 teilten die Franziskanerinnen der Bildungsdirektion die Schließung mit Ende des Schuljahres 2024/2025 mit. Stadt und Land prüften Modelle zur Weiterführung; das Stift Admont bot Grund und Boden kostenfrei an, die Erzdiözese die Trägerschaft ohne Zuschüsse.
Eine Absichtserklärung zur Übernahme durch die Erzdiözese scheiterte 2021 an deutlich höheren Kosten.
Auinger erklärte 2022, eine zusätzliche Volksschule könne sein Ressort nicht mitfinanzieren; in den städtischen Schulen seien Plätze frei. Bildungslandesrätin Gutschi vermittelte, im November demonstrierten rund 600 Unterstützer für den Erhalt.
2023: Neubaulösung
Im April 2023 präsentierten Gutschi, Auinger und der Bauträger planquadrat einen Neubauplan auf dem Areal des ehemaligen Klosters St. Josef in Nonntal. Das Projekt war jedoch finanziell und vertraglich nicht gesichert; die öffentliche Hand hätte zwei Drittel der Kosten getragen.
2024/2025: Ende der Rettungsversuche und Übergangslösung
Gespräche mit dem Stift Admont scheiterten Anfang 2025 an Bedingungen zu Bebauungsplan, Baubewilligung und Pacht. Mitte Februar 2025 wurde eine Übergangslösung gefunden: Die Erzdiözese übernimmt ab 2025/2026 die Trägerschaft, Stadt und Land tragen gemeinsam mit der Erzdiözese die ungedeckten Kosten. Ab 2026/2027 werden die vier verbleibenden Klassen in Räumen der Erzdiözese weitergeführt; am Standort Schwarzstraße ist kein Verbleib möglich. Neuaufnahmen in die erste Klasse erfolgen nicht mehr.[3] Neubauprojekt des Stifts Admont
Das Stift Admont plant auf dem Areal 130 frei finanzierte Mietwohnungen. Das historische Schulgebäude bleibt erhalten und soll Wohnungen und einen Kindergarten aufnehmen; die Kapelle wird zu einem Café umgenutzt. Das von Berger+Parkkinen entwickelte Projekt wird trotz SVK‑Vorgaben städtebaulich und architektonisch kritisiert.[4]
| Schülerzahl | |
|---|---|
| 1939 | 191 |
| 1993 | 97 |
| 2000 | 93 |
| 2010 | 211 |
Schulleiter
Quellen
- Homepage der Schule
- Homepage Ordensgemeinschaften Österreich
- www.sn.at, 13. Februar 2025: "Volksschule Schwarzstraße: Die Chronologie einer missglückten Rettung", ein Beitrag von Barbara Haimerl
Einzelnachweise
- ↑ www.lsr-sbg.gv.at
- ↑ ANNO, "Salzburger Volkszeitung", Ausgabe vom 11. Mai 1948, Seite 3
- ↑ SALZBURG24 vom 20. Februar 2025
- ↑ www.sn.at, 24. Februar 2025
