| Zeile 10: |
Zeile 10: |
| | == Erreichbarkeit == | | == Erreichbarkeit == |
| | Der Kapuzinerberg ist über drei Wege zu erreichen: | | Der Kapuzinerberg ist über drei Wege zu erreichen: |
| − | * über eine steile Zufahrt (PKW nur für Bewohner und Taxi), den [[Stefan-Zweig-Weg]], beginnend an der [[Franziskuspforte]] in der Linzer Gasse | + | * über eine steile Zufahrt (Pkw nur für Bewohner und Taxi), den [[Stefan-Zweig-Weg]], beginnend an der [[Franziskuspforte]] in der Linzer Gasse |
| | * zu Fuß über die [[Imbergstiege] von der [[Steingasse]] aus | | * zu Fuß über die [[Imbergstiege] von der [[Steingasse]] aus |
| | * zu Fuß über den [[Doblerweg]], beginnend hinter dem Einkaufszentrum [[Zentrum im Berg]] an der [[Fürbergstraße]]. | | * zu Fuß über den [[Doblerweg]], beginnend hinter dem Einkaufszentrum [[Zentrum im Berg]] an der [[Fürbergstraße]]. |
| Zeile 38: |
Zeile 38: |
| | | | |
| | Mit Kaufvertrag vom [[9. Februar]] [[1870]] <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18740225&query=%22kapuzinerberg%22+%22kaufschilling%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1874]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18860402&query=%22kapuzinerberg%22&seite=1 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 2. April 1886]</ref> und faktischer Übergabe am 10. Februar gingen der Kapuzinerberg, das Schloss Mirabell und anderer ärarischer Besitz <ref>es wurde übergeben mit diesem Vertrage: 1. Das Schloss Mirabell, 2. die Kapuzinerberg-Waldung, 3. das Franziski-Schlössl, 4. das Torwärterhaus, 5. das Blockhaus, 6. der Zwinger, 7. das Grenier-Stöckl, 8. der Kalkofen, 9. die Brunnzisterne (3 bis 9 auf dem Kapuzinerberge), 10. das Monika Hornwerk am Mönchsberge, 11. die Bergabhänge und Felseskarpen am Festungsberge, Mönchsberge und Kapuzinerberge.</ref> in das Eigentum der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] über. | | Mit Kaufvertrag vom [[9. Februar]] [[1870]] <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18740225&query=%22kapuzinerberg%22+%22kaufschilling%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1874]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18860402&query=%22kapuzinerberg%22&seite=1 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 2. April 1886]</ref> und faktischer Übergabe am 10. Februar gingen der Kapuzinerberg, das Schloss Mirabell und anderer ärarischer Besitz <ref>es wurde übergeben mit diesem Vertrage: 1. Das Schloss Mirabell, 2. die Kapuzinerberg-Waldung, 3. das Franziski-Schlössl, 4. das Torwärterhaus, 5. das Blockhaus, 6. der Zwinger, 7. das Grenier-Stöckl, 8. der Kalkofen, 9. die Brunnzisterne (3 bis 9 auf dem Kapuzinerberge), 10. das Monika Hornwerk am Mönchsberge, 11. die Bergabhänge und Felseskarpen am Festungsberge, Mönchsberge und Kapuzinerberge.</ref> in das Eigentum der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] über. |
| − |
| |
| | | | |
| | == Bauten == | | == Bauten == |
| Zeile 64: |
Zeile 63: |
| | Schon während des Dreißigjährigen Krieges wurden nächst vier militärischer Gebäude auf dem Berg große Zisternen als Wasserspeicher für Fall der Belagerung angelegt. | | Schon während des Dreißigjährigen Krieges wurden nächst vier militärischer Gebäude auf dem Berg große Zisternen als Wasserspeicher für Fall der Belagerung angelegt. |
| | | | |
| − | === weitere Gebäude === | + | === Weitere Gebäude === |
| | * [[Paschingerschlössl]] | | * [[Paschingerschlössl]] |
| | * [[Villa Spaur]] mit Nebengebäuden | | * [[Villa Spaur]] mit Nebengebäuden |
| Zeile 93: |
Zeile 92: |
| | * ''siehe auch: [[Ungebautes Salzburg]] | | * ''siehe auch: [[Ungebautes Salzburg]] |
| | In der Geschichte gab es verschiedene bauliche Projekte auf dem Kapuzinerberg. Nach 1800 war hier der Bau eines kurfürstlichen Palais geplant, nach 1810 der Bau einer "Walhalla", nach 1820 der Bau eines 150 m langen Wehr- und Kasernenbaues auf dem Kapuzinerbergplateau, aber auch der Ausbau der Oberen Gnigler Kavaliers zu einer großen Gefechtsstellung. | | In der Geschichte gab es verschiedene bauliche Projekte auf dem Kapuzinerberg. Nach 1800 war hier der Bau eines kurfürstlichen Palais geplant, nach 1810 der Bau einer "Walhalla", nach 1820 der Bau eines 150 m langen Wehr- und Kasernenbaues auf dem Kapuzinerbergplateau, aber auch der Ausbau der Oberen Gnigler Kavaliers zu einer großen Gefechtsstellung. |
| | + | |
| | + | [[Friedrich Volderauer d. J.]] plante im 19. Jahrhundert eine Bergbahn mittels Luftballon bzw. Luftschiffen. Das Vorhaben scheiterte an der Konzession. |
| | | | |
| | [[1894]] wurde vom [[Stadtverein Salzburg|''Stadt-Verschönerungsverein'']] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtspyramide, die mit Rücksicht auf den hohen Waldbestand eine Höhe von 30 Metern haben muss, auf der Kuppe neben der Restauration zum Franziski-Schlösschen um 900 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 17. April 1894 samt Finanzierung genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940420&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtspyramide%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 20. April 1894]</ref> | | [[1894]] wurde vom [[Stadtverein Salzburg|''Stadt-Verschönerungsverein'']] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtspyramide, die mit Rücksicht auf den hohen Waldbestand eine Höhe von 30 Metern haben muss, auf der Kuppe neben der Restauration zum Franziski-Schlösschen um 900 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 17. April 1894 samt Finanzierung genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940420&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtspyramide%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 20. April 1894]</ref> |
| Zeile 98: |
Zeile 99: |
| | [[1895]] wurde von Herrn Josef Woska, Besitzer einer [[Kur|Moor-Badeanstalt]] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtsturmes aus Mauerwerk von 20 Metern und Holzbau von 10 Metern, insgesamt einer Höhe von 30 bis 32 Metern, sowie einer Zufahrtsstraße und mit Errichtungskosten von 6000 bis 8000 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 21. Oktober 1895 genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18951023&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtsthurm%22&seite=11 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. Oktober 1895]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=daf&datum=1895&page=169&size=45&qid=SYLSTX8KLZHUOK0O94GERL3ZPYU7TU anno.onb.ac.at/Der Alpenfreund, Ausgaben 1895, ]</ref> | | [[1895]] wurde von Herrn Josef Woska, Besitzer einer [[Kur|Moor-Badeanstalt]] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtsturmes aus Mauerwerk von 20 Metern und Holzbau von 10 Metern, insgesamt einer Höhe von 30 bis 32 Metern, sowie einer Zufahrtsstraße und mit Errichtungskosten von 6000 bis 8000 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 21. Oktober 1895 genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18951023&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtsthurm%22&seite=11 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. Oktober 1895]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=daf&datum=1895&page=169&size=45&qid=SYLSTX8KLZHUOK0O94GERL3ZPYU7TU anno.onb.ac.at/Der Alpenfreund, Ausgaben 1895, ]</ref> |
| | | | |
| − | Im Jahr [[1895]] und [[1898]] wurden jeweils Anträge zur Errichtung eines elektrischen Aufzuges auf den Kapuzinerberg hinauf von dem Grundstück [[Arenbergstraße]] 1 gestellt und vom Gemeinderat die Bewilligungen dafür erteilt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bau&datum=1895&page=214&size=45&qid=HBRNX7ITC4Q59JSYMN5D3U15NIPSO7 anno.onb.ac.at/Der Bautechniker, 1895, Seite 212]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980805&&query=%22kapuzinerberg%22seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 5. August 1898]</ref>
| + | In den Jahren 1895 und [[1898]] wurden jeweils Anträge zur Errichtung eines elektrischen Aufzuges auf den Kapuzinerberg hinauf von dem Grundstück [[Arenbergstraße]] 1 gestellt und vom Gemeinderat die Bewilligungen dafür erteilt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bau&datum=1895&page=214&size=45&qid=HBRNX7ITC4Q59JSYMN5D3U15NIPSO7 anno.onb.ac.at/Der Bautechniker, 1895, Seite 212]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980805&&query=%22kapuzinerberg%22seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 5. August 1898]</ref> |
| − | [[1909]] wurde von [[Emil Hettwer]] und dem Stadt-Verschönerungsverein das Projekt zur Errichtung einer Aussichtswarte aus Holz um 10.000 [[Krone|Kronen]] wieder aufgegriffen. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090308&query=%22Kapuzinerberg%22+%22aussichtswarte%22&seite=4 anno.onb.ac.at/Salzburger Chronik, 8. März 1909]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19090308&seite=7&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22Aussichtswarte%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 8. März 1909]</ref> | + | |
| | + | Einer Pressemeldung (ein offensichtlicher Faschingsscherz) nach "entstand" im Jahr [[1900]] eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]]. |
| | + | |
| | + | [[1909]] wurde von [[Emil Hettwer]] und dem Stadt-Verschönerungsverein das Projekt zur Errichtung einer Aussichtswarte aus Holz um 10.000 [[Krone]]n wieder aufgegriffen. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090308&query=%22Kapuzinerberg%22+%22aussichtswarte%22&seite=4 anno.onb.ac.at/Salzburger Chronik, 8. März 1909]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19090308&seite=7&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22Aussichtswarte%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 8. März 1909]</ref> |
| | | | |
| | In der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit war erneut geplant, auf dem Kapuzinerberg große Gebäudekomplexe zu errichten: ein Gauforum und ein Sportstadion an Stelle von Kapuzinerklosters und des Klostergartens und auf dem Plateau d. h. westlich des Franziski-Schlössls ein ''Festspielhaus'. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine große Auffahrtsrampe vom Äußeren Stein aus. Der weitere Verlauf des Krieges und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Projekte. | | In der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit war erneut geplant, auf dem Kapuzinerberg große Gebäudekomplexe zu errichten: ein Gauforum und ein Sportstadion an Stelle von Kapuzinerklosters und des Klostergartens und auf dem Plateau d. h. westlich des Franziski-Schlössls ein ''Festspielhaus'. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine große Auffahrtsrampe vom Äußeren Stein aus. Der weitere Verlauf des Krieges und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Projekte. |