Kunst in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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== Einleitung == | == Einleitung == | ||
Das reiche Vorkommen an [[Bodenschätzen im Bundesland Salzburg|Bodenschätzen]] machte das heutige Bundesland zu einem bedeutenden Kultur- und Siedlungsraum. [[Kupfer]], [[Silber]], [[Gold]], [[Smaragd]], [[Untersberger Marmor|Untersberger]]-, [[Adneter Marmor|Adneter]]- und [[Ramingsteiner Marmor]] und andere Bodenschätze waren die Grundlagen über Jahrhunderte für Erzeugnisse der Plastik und des Kunsthandwerks. | Das reiche Vorkommen an [[Bodenschätzen im Bundesland Salzburg|Bodenschätzen]] machte das heutige Bundesland zu einem bedeutenden Kultur- und Siedlungsraum. [[Kupfer]], [[Silber]], [[Gold]], [[Smaragd]], [[Untersberger Marmor|Untersberger]]-, [[Adneter Marmor|Adneter]]- und [[Ramingsteiner Marmor]] und andere Bodenschätze waren die Grundlagen über Jahrhunderte für Erzeugnisse der Plastik und des Kunsthandwerks. | ||
Neben der Baukunst entwickelte sich um 1400 Salzburg auch zu einem Zentrum "der schönen Madonnen". [[Hans von Burghausen]] oder [[Stephan Krumenauser]] arbeiteten in der damaligen Stadtpfarrkirche, der heutigen [[Franziskanerkirche]]. In der [[Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg]] schuf [[Hans Harperger]]. [[Michael Pacher]] oder [[ | Neben der Baukunst entwickelte sich um 1400 Salzburg auch zu einem Zentrum "der schönen Madonnen". [[Hans von Burghausen]] oder [[Stephan Krumenauser]] arbeiteten in der damaligen Stadtpfarrkirche, der heutigen [[Franziskanerkirche]]. In der [[Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg]] schuf [[Hans Harperger]]. [[Michael Pacher]] oder [[Conrad Laib]] waren in der Stadt Salzburg tätig, um nur einige der namhaften Künstler zu erwähnen. | ||
Im [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktiner-Erzstift St. Peter]] entwickelte sich ein hochstehende [[Buchmalerei]]. In der Spät[[gotik]] traten im Bereich des Kunstgewerbes Seidensticker und Goldschmiede mit beachtenswerten liturgischen Produkten in Erscheinung. Unter [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] versammelten sich italienische Baukünstler und Stukkateure in der Stadt Salzburg. Dem von Wolf Dietrich gerufenen Baumeister [[Vincenzo Scamozzi]] folgte unter seinem Nachfolger Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]] der Baumeister [[Santino Solari]]. | Im [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktiner-Erzstift St. Peter]] entwickelte sich ein hochstehende [[Salzburger Buchmalerei]]. In der Spät[[gotik]] traten im Bereich des Kunstgewerbes Seidensticker und Goldschmiede mit beachtenswerten liturgischen Produkten in Erscheinung. Unter [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] versammelten sich italienische Baukünstler und Stukkateure in der Stadt Salzburg. Dem von Wolf Dietrich gerufenen Baumeister [[Vincenzo Scamozzi]] folgte unter seinem Nachfolger Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]] der Baumeister [[Santino Solari]]. | ||
Im [[17. Jahrhundert]] entwickelten sich Hafnerkunst und mit der [[Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg]] hatte Salzburg seine eine Porzelanproduktion, wenn auch nur kurz. | Im [[17. Jahrhundert]] entwickelten sich Hafnerkunst und mit der [[Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg]] hatte Salzburg seine eine Porzelanproduktion, wenn auch nur kurz. | ||
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Erstmals trat im [[Mittelalter]] der [[Mönch von Salzburg]] literarisch in Erscheinung. Der kunstsinnige Fürsterzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] ([[1365]]–[[1396]]) machte ihn zu seinem [[Salzburger Fürstenhof|Hofdichter]]. | Erstmals trat im [[Mittelalter]] der [[Mönch von Salzburg]] literarisch in Erscheinung. Der kunstsinnige Fürsterzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] ([[1365]]–[[1396]]) machte ihn zu seinem [[Salzburger Fürstenhof|Hofdichter]]. | ||
Mit [[Lorenz Hübner]] holte der aufklärte letzte Landesfürst Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] einen Münchner Journalisten nach Salzburg, der hier das Zeitungswesen stark prägte. Der Schriftsteller und Journalist [[Franz Michael Vierthaler]] brachte die [[Literatur-Zeitung von Salzburg]] heraus. [[Sylvester Wagner]] und [[August Radnitzky]] ("Der Fink von Mattsee") dichteten in [[Salzburger Mundart]], [[Julius | Mit [[Lorenz Hübner]] holte der aufklärte letzte Landesfürst Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] einen Münchner Journalisten nach Salzburg, der hier das Zeitungswesen stark prägte. Der Schriftsteller und Journalist [[Franz Michael Vierthaler]] brachte die [[Literatur-Zeitung von Salzburg]] heraus. [[Sylvester Wagner]] und [[August Radnitzky]] ("Der Fink von Mattsee") dichteten in [[Salzburger Mundart]], [[Alexander Julius Schindler]] publizierte unter dem Künstlernamen ''Julius von der Traun''. Es kam zur Gründung von Künstlervereinigungen wie [[Pan]] ([[1897]], [[Der Wassermann]] ([[1918]]), dem [[Sonderbund österreichischer Künstler in Salzburg]], der [[Literarische Gesellschaft|Literarischen Gesellschaft]] u. a.. | ||
Mitglieder der Pan-Runde waren u. a. [[Hans Seebach-Demel]], [[Heinrich von Schullern]] und [[Irma von Troll-Borostyáni]] und der schweigsame [[Georg Trakl]], dem Salzburg später die [[Trakl Forschungs- und Gedenkstätte]] im [[Traklhaus]] in der Salzburger [[Altstadt]] widmete. | Mitglieder der Pan-Runde waren u. a. [[Hans Seebach-Demel]], [[Heinrich von Schullern]] und [[Irma von Troll-Borostyáni]] und der schweigsame [[Georg Trakl]], dem Salzburg später die [[Trakl Forschungs- und Gedenkstätte]] im [[Traklhaus]] in der Salzburger [[Altstadt]] widmete. | ||
In der [[Zwischenkriegszeit]] traten [[Karl Heinrich Waggerl]] (* [[1897]]; † [[1973]]), [[Georg Rendl (* [[1903]]; † [[1972]]) oder [[Georg Eberl]] (* [[1893]]; † [[1975]]) literarisch in Erscheinung. | In der [[Zwischenkriegszeit]] traten [[Karl Heinrich Waggerl]] (* [[1897]]; † [[1973]]), [[Georg Rendl (* [[1903]]; † [[1972]]) oder [[Georg Eberl]] (* [[1893]]; † [[1975]]) literarisch in Erscheinung. In der [[Nachkriegszeit]] schrieb [[Thomas Bernhard]] (* [[1931]]; † [[1989]]), der seine Kinder- und Jugendzeit bei seinem Großvater [[Johannes Freumbichler]] (* [[1881]]; † [[1949]]) in [[Henndorf am Wallersee] verbracht hatte. | ||
Zeitgenössische Literatur wurde in den späten [[1960er]]- und frühen [[1970er]]-Jahren vom [[ORF Landesstudio Salzburg]] unter Intendant [[Rudolf Bayr]] (* [[1919]]; † [[1990]]) und Hörspielabteilungsleiter [[Klaus Gmeiner]], der [[Universität Salzburg]] durch Professoren wie [[Walter Weiss]], [[Adolf Haslinger]] oder [[Karlheinz Rossbacher]] gefördert. [[1967]] kam es von [[Josef Donnenberg]] zur Gründung der [[Leselampe]]. Beim [Residenzverlag]] und [[Otto Müller Verlag]] erschienen zahlreiche Werke der Salzburger Literatur. | |||
Zwei überregionale Zeitschriften, [[Literatur und Kritik]] ([[1966]] ff) im Otto Müller Verlag und die [[Protokolle]] (1966–[[1997]]) von Herausgeber [[Otto Breicha]] (der u. a. Leiter des [[Museum Rupertinum|Museums Rupertinum]] von [[1977]] bis 1997 war) belebten die Literaturszene. [[1971]] gründete [[Erwin Gimmelsberger]] die [[Rauriser Literaturtage]]. | |||
Zum 65. Geburtstag von Georg Trakl wurde [[1952]] der [[Georg-Trakl-Preis für Lyrik]] gestiftet. | |||
[[1991]] etablierte sich im historischen [[Eitzenbergerhof]] in Salzburg-[[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] unter [[Tomas Friedmann]] das [[Literaturhaus Salzburg]]. | |||
[[Peter Handke]] lebte von [[1979]] bis [[1988]] am [[Mönchsberg]] wo auch [[H.C. Artmann]] jahrelang schrieb. | |||
Adolf Haslinger gründete schließlich 1977 zur Dokumentation der Salzburger Literatur das [[Salzburger Literaturarchiv]]. | |||
== Musik == | == Musik == | ||
Schon seit Gründung der heutigen [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] wurde von den Mönchen die Kirchenmusik gepflegt. Auch Orgelbau und Orgelspiel waren bekannt, wie aus einer Bitte im Jahr [[870]] von Papst Johann VII hervorgeht, der aus der [[Salzburger Kirchenprovinz]] [[Bistum Freising|Freising]] sich eine Orgel und einen Organisten wünschte. Mit [[Neidhard von Reuental]] und [[Oswald von Wolkenstein]] kamen im Mittelalter zwei bedeutende Minnesänger nach Salzburg. | |||
Unter [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang]] ([[1519]]–[[1540]]) wurde die [[Salzburger Kantorei]] durch die berühmten Miglieder [[Paul Hofhaimer]] und [[Heinrich Finck]] überregional bekannt. Anstelle der Kantorei führte Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die fürsterzbischöfliche [[Hofkapelle (Musik)|Hofkapelle]] ein. | |||
Zur Wende vom [[17. Jahrhundert|17.]] zum [[18. Jahrhundert]] musizierten [[Georg Muffat]] und [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] am Salzburger Fürstenhof. [[1743]] junge Student [[Leopold Mozart]] als vierter Violinist an den Salzburger Hof. Kapellmeister jener Zeit war [[Johann Ernst Eberlin]], [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Gugl]] waren Organisten und Konzertmeister [[Michael Haydn]]. Nach dem Tod Eberlins wurde Leopold Mozart Vizehofkapellmeister. | |||
Mit der Geburt von [[Wolfgang Amadé Mozart]] am [[27. Jänner]] [[1756]] betrat ein weitere großer Salzburger Künstler die Bühne der Welt. | |||
Mit [[Herbert von Karajan]] (* [[1908]]; † [[1989]]) konnte Salzburg einen der bedeutendsten österreichischen Dirigenten des 20. Jahrhunderts als Sohn der Stadt Salzburg nennen. | |||
== | == Darstellende Kunst == | ||
=== Film === | |||
Die [[Filmgeschichte]] blickt auch in Salzburg auf eine lange Geschichte zurück, in der es auch Filmstudios gab wie beispielsweise die [[Salzburger Kunstfilm-Industrie-AG]] in den [[1920er]]-Jahren. | |||
Die [[Benediktineruniversität]] in Salzburg ([[1622]]–[[1778]] begann mit einer Theatertradition, die über die [[Barock]]zeit dauerte. Über 370 Stücke von 47 namentlich bekannten Dichtern sind bekannt. Unter ihnen [[Otto Aicher]] und [[Simon | Der Film [[Die beste aller Welten]] des Salzburger Filmstudenten [[Adrian Goiginger]] erregte [[2017]] große überregionale Aufmerksamkeit. [[2018]] war der Film [[Gruß vom Krampus]] von der [[Köstendorf]]er Filmemacherin [[Gabriele Neudecker]], der etliche Preise errang. | ||
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=== Theater === | |||
Im [[Steintheater]] auf dem [[Hellbrunner Berg]] ist am [[31. August]] [[1617]] die erste Freiluft-Opernaufführung Mitteleuropas dokumentiert, nämlich "''Orfeo''" von Claudio Monteverdi. Die erste bekannte Opernaufführung Mitteleuropas selbst fand wenige Jahre vorher im [[Carabinierisaal]] der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] in der Stadt Salzburg statt. Sie wurde von Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohemens auf einer Verwandlungsbühne nach Florentinischen Vorbild veranstaltet. | |||
Die [[Benediktineruniversität]] in Salzburg ([[1622]]–[[1778]] begann mit einer Theatertradition, die über die [[Barock]]zeit dauerte. Über 370 Stücke von 47 namentlich bekannten Dichtern sind bekannt. Unter ihnen [[Otto Aicher]] und [[Simon Rettenpacher]]. In der zweiten Hälfte des [[18. Jahrhundert]]s löste das heitere Singspiel die tragödienhaftigkeit des Barocktheaters ab - das war unter der Regentschaft von Fürsterzbischof [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach]]. | |||
[[1694]] hatte Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] mit der Sommerschule, der heutigen [[Felsenreitschule]], einen Veranstaltungsraum für Tierhetzen, Pferderennen, Turniere und - Komödien geschaffen. Das [[Heckentheater|Naturtheater]] im [[Mirabellgarten]] beim [[Schloss Mirabell]] wurde von Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] errichtet. Es ist das älteste Heckentheater Europas. | |||
Fürsterzbischof Colloredo eröffnete [[1775]] das neue Hoftheater am Rande des Mirabellgarten anstelle dem alten [[Ballhaus]], das Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] hatte errichten lassen - das heutige [[Salzburger Landestheater]]. | |||
1920 kam es zur Erstaufführung des [[Jedermann]]s von [[Hugo von Hofmannsthal]] am [[Domplatz]]. Im selben Jahr konstituierte sich das [[Mozarteumorchester Salzburg|Mozarteum Orchester]]. Mit dem [[Kabarett "Bei Fred Kraus"]], neben einigen anderen, gab es in der Nachkriegszeit für einige Jahre auch die Kabarett-Szene in Salzburg. | |||
=== Tanz === | |||
Mit der [[Salzburg Experimental Academy of Dance]] verfügt Salzburg über ein Ausbildungszentrum, das zu den führenden europäischen Ausbildungszentren für zeitgenössischen Tanz und ''Performance'' zählt. Aber auch mit einem [[Line Dance Weltrekord]] kann das kleine Land aufwarten. | |||
== Bildende Kunst == | |||
Dazu gehören die Malerei und Grafik, Bildhauerei, Architektur | |||
[[Hans Makart]] (* [[1840]]; † [[1884]]) leitete Wende zur Ausdrucksmalerei ein. | |||
Das [[1885]] eröffnete [[Künstlerhaus]] bot vielen Künstler Ateliers. | |||
Seit [[1953]] findet die [[Internationale Sommerakademie für bildende Kunst]] in der Stadt Salzburg statt. | |||
Der Artikel [[Moderne Kunst]] informiert rund um diese Kunstrichtung in Salzburg. | |||
== Begriffe in der Kunst == | === Begriffe in der Bildenden Kunst, die bei Bildbeschreibungen im Salzburgwiki verwendet werden === | ||
'''Hinweis''': Die Erklärungen von Kunstbegriffen stammen entweder von Autoren im Salzburgwiki oder sind mit Quellen belegt. Es müssen also nicht alle Definitionen allgemein gültig sein. Die Einteilung bei Bildern beispielsweise kann jeder Salzburgwiki-Fotograf selbst vornehmen. | '''Hinweis''': Die Erklärungen von Kunstbegriffen stammen entweder von Autoren im Salzburgwiki oder sind mit Quellen belegt. Es müssen also nicht alle Definitionen allgemein gültig sein. Die Einteilung bei Bildern beispielsweise kann jeder Salzburgwiki-Fotograf selbst vornehmen. | ||
=== Was ist eine Plastik? === | ==== Was ist eine Plastik? ==== | ||
Eine Erklärung von Mag. [[Thomas Schmiedbauer]] (keine Quellenangaben) | Eine Erklärung von Mag. [[Thomas Schmiedbauer]] (keine Quellenangaben) | ||
* Plastik ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik gestaltet wird. Eine Plastik entsteht durch ''Antragen'' von Material (Modellieren, ..) und einen Aufbau von innen nach außen | * Plastik ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik gestaltet wird. Eine Plastik entsteht durch ''Antragen'' von Material (Modellieren, ..) und einen Aufbau von innen nach außen | ||
* | * Skulptur ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik herausgearbeitet wird. Eine Skulptur entsteht durch ''Abschlagen'' und ''Wegschneiden'' von Stein oder Holz und den Abbau von außen nach innen. | ||
* Diese technisch genaue Differenzierung hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt | * Diese technisch genaue Differenzierung hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt | ||
* Für alle künstlerischen Bildwerke wird zusammenfassend der Ausdruck ''Plastik'' bevorzugt. | * Für alle künstlerischen Bildwerke wird zusammenfassend der Ausdruck ''Plastik'' bevorzugt. | ||
== Was ist eine Skulptur? == | ==== Was ist eine Skulptur? ==== | ||
Der Begriff Skulptur ist heute gleichbedeutend mit Plastik oder Bildhauerei verwendet. | Der Begriff Skulptur ist heute gleichbedeutend mit Plastik oder Bildhauerei verwendet. | ||
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== Wappen == | |||
Zum Thema Wappen bieten die Beiträge [[Wappen in Salzburg (Liste)]] eine Übersicht über verschiedenste Wappen und [[Wappen der Fürsterzbischöfe]] über deren der Fürsterzbischöfe. | |||
== Museen und Galerien == | |||
Die Artikel [[Galerien im Bundesland Salzburg]] und [[Museen und Privatsammlungen im Bundesland Salzburg]] bieten eine Übersicht über die Vielfalt zu beiden Begriffen. | |||
== Bilder == | == Bilder == | ||
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== Quelle == | == Quelle == | ||
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* Salzburgwiki-Einträge | |||
== Fußnote == | == Fußnote == | ||
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]] | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | ||
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Version vom 11. Dezember 2018, 19:16 Uhr
Die Kunst ist im Bundesland und in der Stadt Salzburg fast allgegenwärtig.
Einleitung
Das reiche Vorkommen an Bodenschätzen machte das heutige Bundesland zu einem bedeutenden Kultur- und Siedlungsraum. Kupfer, Silber, Gold, Smaragd, Untersberger-, Adneter- und Ramingsteiner Marmor und andere Bodenschätze waren die Grundlagen über Jahrhunderte für Erzeugnisse der Plastik und des Kunsthandwerks.
Neben der Baukunst entwickelte sich um 1400 Salzburg auch zu einem Zentrum "der schönen Madonnen". Hans von Burghausen oder Stephan Krumenauser arbeiteten in der damaligen Stadtpfarrkirche, der heutigen Franziskanerkirche. In der Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg schuf Hans Harperger. Michael Pacher oder Conrad Laib waren in der Stadt Salzburg tätig, um nur einige der namhaften Künstler zu erwähnen.
Im Benediktiner-Erzstift St. Peter entwickelte sich ein hochstehende Salzburger Buchmalerei. In der Spätgotik traten im Bereich des Kunstgewerbes Seidensticker und Goldschmiede mit beachtenswerten liturgischen Produkten in Erscheinung. Unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau versammelten sich italienische Baukünstler und Stukkateure in der Stadt Salzburg. Dem von Wolf Dietrich gerufenen Baumeister Vincenzo Scamozzi folgte unter seinem Nachfolger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems der Baumeister Santino Solari.
Im 17. Jahrhundert entwickelten sich Hafnerkunst und mit der Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg hatte Salzburg seine eine Porzelanproduktion, wenn auch nur kurz.
1851 gründete sich der Salzburger Kunstverein. Am 18. Juni 1869 trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (Roittner-Haus), um die Internationale Stiftung Mozarteum ins Leben zu rufen und mit der Jedermann-Aufführung 1920 begannen die Salzburger Festspiele.
Archäologie
Mit der archäologischen Grabung in Loig nahe dem heutigen Flughafen Salzburg, der einen römischen Gutshof zu Tage förderte, begann am 9. August 1815 die Archäologie in Salzburg. 1817 wurden auf den sogenannten Kohlefeldern in Glas, einem Ortsteil der damaligen Gemeinde Aigen (heute Salzburger Stadtteil Aigen) von Louis Grenier 1817 von einer großen Villenanlage ein eines Herrenhauses entdeckt.
Josef Rosenegger, Besitzer des Gutes Bürglstein fand beim Bürglstein zunächst tatsächlich Altertümer, bis sie ihm ausgingen und er mit Fälschungen weiterhin Geld machte, unter anderem mit König Ludwig I. von Bayern.
Am Mozartplatz wurde bei Arbeiten für das Fundament des Mozart-Denkmals ein großes römisches Mosaik des Archeloos mit einem Athletenkampfbild geborgen.
Einzigartig war auch der Fund der keltischen Schnabelkanne am Dürrnberg.
Mit Martin Hell begann um 1910 eine neue archäologische Forschungszeit. Es folgen Domgrabungen unter der Leitung von Dr. Hermann Vetters, der Erfolge heute im Domgrabungsmuseum sehen sind. Der Georgenberg in Kuchl wurde zu einem archäologischen Forschungsprojekt der Universität München und des Österreichischen Archäologischen Instituts (1962/63). 1970 wurde aus dem Städtischen Museum in Hallein das Keltenmuseum und am Dürrnberg wurde das archäologische Forschungszentrum Dürrnberg eingerichtet.
Neben etlichen Grabungen wurde das hallstattzeitliche Gräberfeld in Uttendorf im Pinzgau und in Neumarkt am Wallersee begannen archäologische Grabungen in Pfongau. Neben Grabungen in der Klosteranlage der Benediktiner-Erzabtei St. Peter waren erst 2018 Grabungen im Burghof der Festung Hohensalzburg durchgeführt worden.
Literatur
Erstmals trat im Mittelalter der Mönch von Salzburg literarisch in Erscheinung. Der kunstsinnige Fürsterzbischof Pilgrim II. von Puchheim (1365–1396) machte ihn zu seinem Hofdichter.
Mit Lorenz Hübner holte der aufklärte letzte Landesfürst Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo einen Münchner Journalisten nach Salzburg, der hier das Zeitungswesen stark prägte. Der Schriftsteller und Journalist Franz Michael Vierthaler brachte die Literatur-Zeitung von Salzburg heraus. Sylvester Wagner und August Radnitzky ("Der Fink von Mattsee") dichteten in Salzburger Mundart, Alexander Julius Schindler publizierte unter dem Künstlernamen Julius von der Traun. Es kam zur Gründung von Künstlervereinigungen wie Pan (1897, Der Wassermann (1918), dem Sonderbund österreichischer Künstler in Salzburg, der Literarischen Gesellschaft u. a..
Mitglieder der Pan-Runde waren u. a. Hans Seebach-Demel, Heinrich von Schullern und Irma von Troll-Borostyáni und der schweigsame Georg Trakl, dem Salzburg später die Trakl Forschungs- und Gedenkstätte im Traklhaus in der Salzburger Altstadt widmete.
In der Zwischenkriegszeit traten Karl Heinrich Waggerl (* 1897; † 1973), [[Georg Rendl (* 1903; † 1972) oder Georg Eberl (* 1893; † 1975) literarisch in Erscheinung. In der Nachkriegszeit schrieb Thomas Bernhard (* 1931; † 1989), der seine Kinder- und Jugendzeit bei seinem Großvater Johannes Freumbichler (* 1881; † 1949) in [[Henndorf am Wallersee] verbracht hatte.
Zeitgenössische Literatur wurde in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren vom ORF Landesstudio Salzburg unter Intendant Rudolf Bayr (* 1919; † 1990) und Hörspielabteilungsleiter Klaus Gmeiner, der Universität Salzburg durch Professoren wie Walter Weiss, Adolf Haslinger oder Karlheinz Rossbacher gefördert. 1967 kam es von Josef Donnenberg zur Gründung der Leselampe. Beim [Residenzverlag]] und Otto Müller Verlag erschienen zahlreiche Werke der Salzburger Literatur.
Zwei überregionale Zeitschriften, Literatur und Kritik (1966 ff) im Otto Müller Verlag und die Protokolle (1966–1997) von Herausgeber Otto Breicha (der u. a. Leiter des Museums Rupertinum von 1977 bis 1997 war) belebten die Literaturszene. 1971 gründete Erwin Gimmelsberger die Rauriser Literaturtage.
Zum 65. Geburtstag von Georg Trakl wurde 1952 der Georg-Trakl-Preis für Lyrik gestiftet.
1991 etablierte sich im historischen Eitzenbergerhof in Salzburg-Lehen unter Tomas Friedmann das Literaturhaus Salzburg.
Peter Handke lebte von 1979 bis 1988 am Mönchsberg wo auch H.C. Artmann jahrelang schrieb.
Adolf Haslinger gründete schließlich 1977 zur Dokumentation der Salzburger Literatur das Salzburger Literaturarchiv.
Musik
Schon seit Gründung der heutigen Benediktiner-Erzabtei St. Peter wurde von den Mönchen die Kirchenmusik gepflegt. Auch Orgelbau und Orgelspiel waren bekannt, wie aus einer Bitte im Jahr 870 von Papst Johann VII hervorgeht, der aus der Salzburger Kirchenprovinz Freising sich eine Orgel und einen Organisten wünschte. Mit Neidhard von Reuental und Oswald von Wolkenstein kamen im Mittelalter zwei bedeutende Minnesänger nach Salzburg.
Unter Fürsterzbischof Matthäus Lang (1519–1540) wurde die Salzburger Kantorei durch die berühmten Miglieder Paul Hofhaimer und Heinrich Finck überregional bekannt. Anstelle der Kantorei führte Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die fürsterzbischöfliche Hofkapelle ein.
Zur Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert musizierten Georg Muffat und Heinrich Ignaz Franz Biber am Salzburger Fürstenhof. 1743 junge Student Leopold Mozart als vierter Violinist an den Salzburger Hof. Kapellmeister jener Zeit war Johann Ernst Eberlin, Anton Cajetan Adlgasser und Michael Gugl waren Organisten und Konzertmeister Michael Haydn. Nach dem Tod Eberlins wurde Leopold Mozart Vizehofkapellmeister.
Mit der Geburt von Wolfgang Amadé Mozart am 27. Jänner 1756 betrat ein weitere großer Salzburger Künstler die Bühne der Welt.
Mit Herbert von Karajan (* 1908; † 1989) konnte Salzburg einen der bedeutendsten österreichischen Dirigenten des 20. Jahrhunderts als Sohn der Stadt Salzburg nennen.
Darstellende Kunst
Film
Die Filmgeschichte blickt auch in Salzburg auf eine lange Geschichte zurück, in der es auch Filmstudios gab wie beispielsweise die Salzburger Kunstfilm-Industrie-AG in den 1920er-Jahren.
Der Film Die beste aller Welten des Salzburger Filmstudenten Adrian Goiginger erregte 2017 große überregionale Aufmerksamkeit. 2018 war der Film Gruß vom Krampus von der Köstendorfer Filmemacherin Gabriele Neudecker, der etliche Preise errang.
Theater
Im Steintheater auf dem Hellbrunner Berg ist am 31. August 1617 die erste Freiluft-Opernaufführung Mitteleuropas dokumentiert, nämlich "Orfeo" von Claudio Monteverdi. Die erste bekannte Opernaufführung Mitteleuropas selbst fand wenige Jahre vorher im Carabinierisaal der Alten Residenz in der Stadt Salzburg statt. Sie wurde von Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohemens auf einer Verwandlungsbühne nach Florentinischen Vorbild veranstaltet.
Die Benediktineruniversität in Salzburg (1622–1778 begann mit einer Theatertradition, die über die Barockzeit dauerte. Über 370 Stücke von 47 namentlich bekannten Dichtern sind bekannt. Unter ihnen Otto Aicher und Simon Rettenpacher. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts löste das heitere Singspiel die tragödienhaftigkeit des Barocktheaters ab - das war unter der Regentschaft von Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach.
1694 hatte Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein mit der Sommerschule, der heutigen Felsenreitschule, einen Veranstaltungsraum für Tierhetzen, Pferderennen, Turniere und - Komödien geschaffen. Das Naturtheater im Mirabellgarten beim Schloss Mirabell wurde von Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach errichtet. Es ist das älteste Heckentheater Europas.
Fürsterzbischof Colloredo eröffnete 1775 das neue Hoftheater am Rande des Mirabellgarten anstelle dem alten Ballhaus, das Fürsterzbischof Paris Graf Lodron hatte errichten lassen - das heutige Salzburger Landestheater.
1920 kam es zur Erstaufführung des Jedermanns von Hugo von Hofmannsthal am Domplatz. Im selben Jahr konstituierte sich das Mozarteum Orchester. Mit dem Kabarett "Bei Fred Kraus", neben einigen anderen, gab es in der Nachkriegszeit für einige Jahre auch die Kabarett-Szene in Salzburg.
Tanz
Mit der Salzburg Experimental Academy of Dance verfügt Salzburg über ein Ausbildungszentrum, das zu den führenden europäischen Ausbildungszentren für zeitgenössischen Tanz und Performance zählt. Aber auch mit einem Line Dance Weltrekord kann das kleine Land aufwarten.
Bildende Kunst
Dazu gehören die Malerei und Grafik, Bildhauerei, Architektur
Hans Makart (* 1840; † 1884) leitete Wende zur Ausdrucksmalerei ein.
Das 1885 eröffnete Künstlerhaus bot vielen Künstler Ateliers.
Seit 1953 findet die Internationale Sommerakademie für bildende Kunst in der Stadt Salzburg statt.
Der Artikel Moderne Kunst informiert rund um diese Kunstrichtung in Salzburg.
Begriffe in der Bildenden Kunst, die bei Bildbeschreibungen im Salzburgwiki verwendet werden
Hinweis: Die Erklärungen von Kunstbegriffen stammen entweder von Autoren im Salzburgwiki oder sind mit Quellen belegt. Es müssen also nicht alle Definitionen allgemein gültig sein. Die Einteilung bei Bildern beispielsweise kann jeder Salzburgwiki-Fotograf selbst vornehmen.
Was ist eine Plastik?
Eine Erklärung von Mag. Thomas Schmiedbauer (keine Quellenangaben)
- Plastik ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik gestaltet wird. Eine Plastik entsteht durch Antragen von Material (Modellieren, ..) und einen Aufbau von innen nach außen
- Skulptur ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik herausgearbeitet wird. Eine Skulptur entsteht durch Abschlagen und Wegschneiden von Stein oder Holz und den Abbau von außen nach innen.
- Diese technisch genaue Differenzierung hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt
- Für alle künstlerischen Bildwerke wird zusammenfassend der Ausdruck Plastik bevorzugt.
Was ist eine Skulptur?
Der Begriff Skulptur ist heute gleichbedeutend mit Plastik oder Bildhauerei verwendet.
Der Begriff Skulptur, im Lateinischen sculpere, bedeutet schnitzen. Skulpturen wurden vielfach zu Luxusgütern aus Marmor und Bronze. Skulpturen sind im engsten Sinne ihrer Herstellungsprozesse nur dann Skulpturen, wenn sie aus einem festen Material geschnitzt, herausgeschnitten oder aus Stein gehauen werden. Man nennt die Technik zur Schaffung einer Skulptur abtragendes Verfahren.
Bei einer Plastik wird Material hinzugefügt.[1]
Wappen
Zum Thema Wappen bieten die Beiträge Wappen in Salzburg (Liste) eine Übersicht über verschiedenste Wappen und Wappen der Fürsterzbischöfe über deren der Fürsterzbischöfe.
Museen und Galerien
Die Artikel Galerien im Bundesland Salzburg und Museen und Privatsammlungen im Bundesland Salzburg bieten eine Übersicht über die Vielfalt zu beiden Begriffen.
Bilder
Kunst in Salzburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quelle
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1
- Salzburgwiki-Einträge
Fußnote
- ↑ Quelle www.stadt-wien.at