Motorsport im Bundesland Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
fertig - für heut' |
|||
| Zeile 81: | Zeile 81: | ||
* [[Dr. Franz Kaserer]], Staatsmeister | * [[Dr. Franz Kaserer]], Staatsmeister | ||
* [[Stefan Klabacher]], dreifacher Staatsmeister | * [[Stefan Klabacher]], dreifacher Staatsmeister | ||
* [[Willi Koch]] | * [[Wilhelm Koch|Willi Koch]] | ||
* [[Paul Koppenwallner sen.]], Juwelier in [[Salzburg]] | * [[Paul Koppenwallner sen.]], Juwelier in [[Salzburg]] | ||
* [[Helmut Krackowizer|Prof. Dr. Dfkm. Helmut Krackowizer]], | * [[Helmut Krackowizer|Prof. Dr. Dfkm. Helmut Krackowizer]], | ||
Version vom 21. März 2007, 13:34 Uhr
Der Motorsport im Bundesland Salzburg hat eine lange Geschichte. Es begann mit dem ersten in Österreich veranstalteten Straßenrennen von Salzburg nach Wien am 1. und 2. Juni 1900. Bereits 1902 war Salzburg wieder Teil eines Fernstrecken-Automobilrennens von Paris nach Wien. Der Start zur letzten Etappe nach Wien erfolgte in Salzburg - Gnigl am 29. Juni.
Motorsport von 1900 bis 1939
Neben den in der Einleitung erwähnten Rennen war es in der Vorkriegszeit ruhig was den Motorsport anbelangte. Erst 1929 rückte Salzburg wieder in das europäische Rampenlicht mit dem ersten Gaisbergrennen. Wirtschaftlicher Niedergang in Österreich bremsten aber neue Initiativen und so war dann 1933 Schluss mit diesem Rennen.
Aber die Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraßen 1935 brachte ein neues Großereignis ins Land: die Großglockner Automobil- und Motorradrennen 1935 als internationales Bergrennen und 1938 und 1939 als "Großer Bergpreis von Deutschland" der politischen Entwicklung folgend.
Ein letztes Mal, eine Woche vor Kriegsbeginn im September 1939, fand die österreichische Tourist Trophy statt. Das Team aus England brach seine Teilnahme nach drei Tagen ab und schaffte es gerade noch die Schweizer Grenze vor Kriegsbeginn zu passieren.
Motorsport von 1945 bis 2007
Trotz der nachkriegsbedingten tristen wirtschaflichen Situation und behördlicher Kontingentierung des Treibstoffs trafen sich bereits im Herbst 1945 Motorsportfans zur Reaktivierung des Motorsports (Ludwig Zangerl, Hoffmann, Felkl, Pepi Jung, Ing. Binder, Dr. Krackowizer, Hans Schmirl sen., Toni Magnus Ernst Kussin und Fritz Stengl).
Im Herbst 1946 wurde unter der Patronanz des Landessportamtes das Motorrad-Straßenrennen auf dem Rundkurs in der Stadt Salzburg, in Nonntal (Nonntaler Hauptstraße - Fürstenallee) durchgeführt und damit der Grundstein für die weitere Entwicklung für den Motorsport in Salzburg gelegt.
1947 erfolgte die Gründung des SAMTC, der im selben Jahr das 1. Sandbahnrennen auf der Trabrennbahn in Salzburg - Aigen und ein Auto- und Motorradrennen auf dem Autobahnrundkurs in Salzburg - Liefering organisierte, dem späteren 1. Mai Rennen.
Mit der 1950 erfolgten Gründung des ARBÖ Salzburg verlagerte sich der motorsportliche Schwerpunkt auf diese Kraftfahrerorganisation. Als Auftakt veranstaltete 1950 der ARBÖ im Rahmen der von der LSO durchgeführten Salzburger Sportwoche auf der mit Flutlicht ausgeleuchteten Rundbahn im Stadion Itzling ein mit allen Weltklassefahrern besetztes Inter. Nachtspeedway.
Von 1951 bis 1966 war auf dem Autobahndreieck in Salzburg - Liefering und von 1967 bis 1969 auf dem Autobahnrundkurs in Anif - Grödig der ARBÖ Veranstalter des "Großen Preis für Motorräder von Österreich". In Hallein und Grödig fanden mehrmals Straßenrundrennen statt.
Anfang der 50er Jahre setzten der SAMTC und ARBÖ Salzburg mit internationalen Sandbahnrennen in Salzburg - Aigen und Wertungsfahrten für Motorräder sowie Touren- und Sportwagen ihr motorsportliches Engagement fort. Die weltbekannten Sandbahnfahrer Martin Schneeweiß, Josef Kamper, Fritz Dirtl und Gunzenhauser begeisterten mit ihren riskanten und beinharten Kämpfen die Sandbahnfans.
Die Wertungsfahrten des SAMTC Rund um den Gaisberg und die Tauernringfahrt erfreuten sich großer Beteiligung. Zu den Traditionsveranstaltungen des SAMTC gehörte auch das in memoriam Prof. Dr. hc. Ferdinand Porsche auf dem zugefrorenen Zeller See durchgeführte Int. Motorrad- und Auto Eisrennen. Die unsicheren Witterungsverhältnisse und unerfüllbare behördliche Auflagen führten zum Aus dieser beliebten und gut besuchten Veranstaltung.
ARBÖ und SAMTC waren auch die Organisatoren von Motocross-Veranstalterung auf dem Gaisberg, Adnet, Zell am See und Saalfelden. Neben ARBÖ und SAMTC war von 1957 bis 1970 der Wiener Sportclub ÖASC Veranstalter von 13 internatinalen Gaisbergrennen für Motorräder und Automobile (die beiden letzten Jahre fand diese Veranstaltung allersdings schon am Salzburgring statt) sowie mehrerer Europameisterschaftsläufe für Tourenwagen auf dem Salzburgring.
Der ARBÖ Hallein organisierte 1981 auf der Strecke Adnet - Krispl ein Bergrennen für Motorräder, das jedoch zufolge Einspruchs der Anrainer nicht mehr weiter durchgeführt wurde.
In der zweiten Hälfte der 60er Jahre fanden auf dem Übungsgelände des SAMTC am Flughafen Salzburg und nach 1970 im Fahrerlager des Salzburgrings Go Kart-Rennen statt.
Mit Eröffnung des Salzburgrings 1969 wurde in der Geschichte des Salzburger Motorsports eine neue Ära eingeläutet. Die Jahrzehnte langen Bemühungen des ARBÖ den Großen Preis von Österreich als Motorrad-Weltmeisterschaftslauf anerkannt zu bekommen hatte 1971 Erfolg. Über 20 Jahre pilgerten jährlich bis zu 70.000 Motorsportfans zu diesem motorsportlichen Großereignis und verfolgten die spannungsgeladenen Rennen der weltbesten Zweiradakrobaten.
Seit Bestehen des Salzburgrings konzentrierten sich mit Ausnahme der Eisspeedwayrennen in St. Johann im Pongau die motorsportlichen Aktivitäten auf die permanente Rennstrecke in Plainfeld - Koppl. Neben Tourenwagenläufen, Histocup Rennen fanden auch immer wieder historische Rennen statt, wie die Oldtimer Grand Prix und die Rupert Hollaus Gedächtnisrennen am Salzburgring statt.
Veranstaltungen
Aus der langen Reihe von Motorsportveranstaltungen seien hier einige zunächst heraus gegriffen und werden im Laufe der Zeit ergänzt und im Detail beschrieben:
- Straßenrennen Salzburg - Wien, 1900
- Fernstreckenrennen Paris - Wien, 1902
- Internationales Tauernrennen 1925
- das erste Gaisbergrennen am 6. September 1929
- das erste Großglockner Automobil- und Motorradrennen am 4. Juli 1935
- Erstes Nationale Straßenrundrennen in der Stadt Salzburg am 19. Juli 1936
- das erste Nachkriegsrennen am 6. Oktober 1946 in Salzburg - Nonntal
- das [1. Automobil- und Motorradrennen Salzburg Liefering|erste Rennen auf der Autobahn]] Salzburg - Liefering am 6. Juli 1947, später 1. Mai Rennen genannt
- Internationale Alpenfahrt am 27. und 28. August 1949
- Zwölf-Stunden-Fernfahrt am 7. Mai 1950
- Int. Nachtspeedway, 1950, im Stadion Salzburg - Itzling mit Weltklassefahrern
- Sandbahnrennen Aigen und Skijöring in der Stadt Salzburg in Aigen auf der Trabrennbahn und auch noch auf der neuen Trabrennbahn in Salzburg - Herrenau
- Gaisberg Wertungsfahrt am 19. Oktober 1952
- Int. Motorrad- und Auto Eisrennen Zell am See ab 1956 auf dem Zeller See für Automobile und Motorräder
- Eisspeedway St. Johann im Pongau
- Gaisberg Motocross auf der Zistelalm sowie Motocross in Adnet, Zell am See und Saalfelden
- Straßenrennen Hallein
- Straßenrennen Grödig von 1967 bis 1969
- Bergrennen Gerlos auf der Gerlos Alpenstraße
- Bergrennen Adnet - Krispl, 1981, wegen Einspruch der Anrainer nur einmal
- Motorrad Weltmeisterschaftsläufe am Salzburging
- Rekordfahrten auf der Autobahn Salzburg - Anif/Grödig und auf der Moostraße 1958, 1961, 1963 und 1968
- Oldtimer Grand Prix am Salzburgring
- Formel-2-Lauf am Salzburgring u. a. mit Jochen Rindt 1969
- Histocup am Salzburgring
- Bergennen Adnet, Tennengau für historische Motorräder
- Bergrennen Fanningberg, Lungau, für historische Motorräder
- Großglockner Trophy in Memorial Prof. Dr. Helmut Krackowizer auf der Großglockner Hochalpenstraße
Salzburger Motorsportler
Motorrad
- Otto Artmeier, BMW-Händler, mit seiner Frau Sophie als "Schmiermaxe" in einem Beiwagengespann
- Harald Bartol, 13facher österreichischer Staatsmeister
- F. J. Binder,
- Egon Dornauer, Wertungssport, zweifacher Staatsmeister
- Herbert Eiglmaier, Wertungssport, Staatsmeister
- Franz Fagerer, zweifacher Staatsmeister
- Peter Frohnwieser, Motorradhändler in Salzburg
- Hans Gessele
- Otto Heinrich Kaltner
- Egon Hofer, Salzburg
- Rudolf Holzermayr
- Josef Hutter, dreifacher Staatsmeister
- Dr. Franz Kaserer, Staatsmeister
- Stefan Klabacher, dreifacher Staatsmeister
- Willi Koch
- Paul Koppenwallner sen., Juwelier in Salzburg
- Prof. Dr. Dfkm. Helmut Krackowizer,
- Edi Kranawetvogl, auch im Beiwagengespann mit seiner Frau Inge
- Ferdinand Kranawetvogl, Staatsmeister
- Ernst Kussin, Beiwagengespann, dreifacher Staatsmeister
- Erwin Lechner, dreifacher Staatsmeister
- Hans Lindner, Staatsmeister
- Toni Magnus, auch mit Beiwagengespann
- Manfred Magnus, fünffacher Staatsmeister
- Horst Miedaner, Salzburg
- Engelbert Neumar, Staatsmeister
- Toni Pilotto, Speedway, zweifacher Staatsmeister
- Josef Ragginger, Staatsmeister
- Max Reheis, Kinobesitzer in der Stadt Salzburg
- Hans Schmirl, Puch-Händler in der Stadt Salzburg
- Christian Schneider, Trial, vierfacher Staatsmeister
- Josef Schörg aus St. Johann im Pongau
- Paul Schwarz, zweifacher Staatsmeister
- Manfred Stengl, Staatsmeister
- Eduard Stöllinger, achtfacher Staatsmeister
- Rudi Thalhammer,dreifacher Staatsmeister
- Helmut Volzwinkler, * 1921, † 7. Dezember 1987, war der erfolgreichste Salzburger Motorradrennfahrer der Nachkriegszeit, Staatsmeister
- Rupert Walkner, Motocross, Staatsmeister
- Willi Wallinger, Motorcross, Wertungsport, zweifacher Staatsmeister
- Josef Wallmann, Trial, zweifacher Staatsmeister
- Martin Weichenberger, Enduro, Staatsmeister
- Ludwig Zangerl,
- Franz Zorn, Speedway
Automobil
- Philipp Graf Boos-Waldeck aus Hallein-Rif, Automobil
- Karl Deinhammer, Go Kart, vierfacher Staatsmeister
- Willi Faude, Sportwagen, Staatsmeister
- Ernst Franzmaier, Formel VW, Staatsmeister
- Josef Haider, Rallyesport, Staatsmeister
- Fritz Hainz, Rallyecross, zweifacher Staatsmeister
- Wolfgang Holy, Formel VW, Staatsmeister
- Oberamtsrat Ing. Dr. Karl Imhof aus Böckstein
- Dr. H. G. Kalchschmidt
- Herbert Paar, Co Kart, Staatsmeister
- Fritz Reindl, Co Kart, Staatsmeister
- Johann Schreder, Go Kart, zweifacher Staatsmeister
- Johann Siller, Co Kart, Staatsmeister, Rennwagen, Europa Bergmeister
- Willi Siller, Rennwagen, zweifacher Staatsmeister
- Michael Steffny, Automobil
- Martin Urbanek, Go Kart, zweifacher Staatsmeister
- Gero Zamagna, Formel VW, Staatsmeister
- Thomas Zöserl, Go Kart, Staatsmeister
Quellen
- Bestehende Beiträge im [Salzburgwiki]
- Österreichische Motorrad-Literatur und Bildarchiv]
- Buchquellen:
- Der Rennberg, Dr. Siegfried Strasser, Weishaupt Verlag, 2004, ISBN 3-7059-0195-8
- 75 Jahre Gaisbergrennen: 1929 - 2004, Hermann Schwarz, 2004, Herausgeber ist der S.R.C. in Salzburg
- "Salzburger Automobli- und Motorradgeschichte", Verlag Anton Pustet, 1997, ISBN 3-7025-0363-3, die Autoren waren Helmut Krackowizer, Erich Marx, Guido Müller , Knut Rakus, Volker Rothschädl und Harald Waitzbauer;