Salzburg (Bundesland)

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Bundesland Salzburg, ist eines der neun Bundesländer Österreichs. Das war nicht immer so. Denn es hatte bis 1815 eine ganz eigene Stellung als selbständiges Fürstentum im Staatsverband des "Heiligen Römischen Reiches".

Geografie

Die Fläche von Salzburg beträgt 7154,23 km² mit einer über 174 km langen Grenze zu benachbarten Staaten, die es zum allergrößten mit der Bundesrepublik Deutschland und zu einem kleinen Teil mit Italien im Oberpinzgau teilt. Im Norden und Nordosten grenzt Salzburg an Oberösterreich, im Osten an die Steiermark und im Süden an Kärnten und Osttirol.

Verwaltung

Das Land Salzburg ist in fünf politische Bezirke und in die Stadt (Salzburg) gegliedert.

Geschichte

Die Geschichte der Besiedlung Salzburgs reicht bis in die vorgeschichtliche Zeit. Von den Kelten stammt der älteste Name der Stadt: Iuvavum. Unter den Römern war Iuvavum ein Verwaltungsbezirk innerhalb der Provinz 'Noricum'. Seit dem 6. Jahrhundert gehörte das Gebiet des Landes Salzburg unter den Fürsterzbischöfen (noch ohne dem Lungau) zum Herzogtum Baiern. Die Gründung des Erzstifts St. Peter 696 und des Benediktiner Frauenklosters auf dem Nonnberg 713 bildete für den hl. Rupert, dem Landespatron von Salzburg, die Grundlage für ein Bistum (739) und später Erzbistum 798. Dieses umfasste nahezu den gesamten altbayerisch Raum (Teile links der Salzach), auch als "Rupertiwinkl" bezeichnet, sowie das Innviertel).

Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es 1200 bis 1246 aus Grafschaften, Gerichtsbezirken und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen. Mit der Anerkennung der Grenzen durch den Bayernherzog im Jahre 1275 begann die letzte Phase der Ablösung Salzburgs von Bayern. 1328 wurde Salzburg durch die Erlassung einer eigenen Landesordnung zum weitgehend selbständigen Staat innerhalb des "Heiligen Römischen Reiches".

Das Fürsterzbistum erhielt auch eine große strategische Bedeutung als "Staat" zwischen Bayern und den Habsburger Landen. Der geschickten Diplomatie vieler Erzbischöfe ist es zu verdanken, dass Salzburg im Laufe der Jahrhunderte kaum von Kriegen oder Plünderungen heim gesucht wurde. Auch zählten etliche Fürsterzbischöfe zu engen Beratern deutscher Kaiser. Den Reichtum des Fürsterzbistum bildeten vor allem zwei Rohstoffe im Land: das Salz und der damit zusammenhängende Salzhandel, sowie der Goldabbau im Gasteiner Tal und im Zillertal, das bis 1803 zum Erzbistum Salzburg gehörte. Die Abbaumengen waren damals die größten in ganz Mitteleuropa.

1462 und 1525/26 kam es zu Bauernaufständen. In diese Zeit fällt auch die Legendenbildung vom "Salzburger Stierwascher".

Unter Fürsterzbischof Leopold Anton Graf von Firmian erlebte Salzburg eines seiner dunkelsten geschichtlichen Kapitel: 1731/32 die Auswanderung von rund 20.000 Protestanten ("Salzburger Exulanten").

1803 kam das Fürstentum als säkularisiertes Kurfürstentum an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana, 1805 (der in der alten Residenz einen Flügel für einige Jahre bewohnte, heute Teil der Universität Salzburg - der Toskana Trakt) mit Berchtesgaden zu Österreich. 1810 wurde Salzburg Bayern zugesprochen und schließlich 1816 (nach dem Wiener Kongress) wurde es ohne Berchtesgaden und dem Rupertiwinkl endgültig Teil von Österreich, 1849 wurde es kaiserliches Kronland, 1920 nach der Neugestaltung von Österreich zu einem Bundesland.

Das kirchliche Erzbistum selbst wurde 1807 auf das Gebiet des Landes Salzburg und das östliche Nordtirol beschränkt und in diesem Umfang 1818 und 1825 neu organisiert.

Siehe auch:

Politik

Gabriele Burgstaller im Oktober 2006

Die Politik im Salzburger Land wurde nach Kriegsende lange von der ÖVP dominiert, die von 1945 bis 2004 alle Salzburger Landeshauptleute stellte. Erst bei den Wahlen zum Salzburger Landtag am 7. März 2004 gelang es der Spitzenkandidatin der SPÖ Gabi Burgstaller, eine Mehrheit für sich zu erreichen und damit eine Abwahl von Franz Schausberger. Fr. Burgstaller ist seit 2004 Landeshauptfrau von Salzburg.

Verkehr

Salzburg wird von zwei Autobahnen durchquert:

  • der Tauernautobahn: von Norden nach Süden als Verbindung zwischen Deutschland und Kärnten, Österreich
  • der Westautobahn: von Westen nach Osten als Verbindung zwischen Deutschland und dem Osten Österreichs

Die beiden Hauptflusstäler der Salzach und Saalach, sowie das obere Ennstal bilden die Grundlage für die Hauptverkehrsstraßen. Von Bedeutung bei der Alpenquerung sind der Radstädter Tauernpass, der Katschberg (Passstraße und Tauernautobahntunnel), die Großglockner Hochalpenstraße, der Felbertauerntunnel und die Gerlos Alpenstraße; Pass Thurn stellt die Verbindung zwischen dem Pinzgau und Tirol her.

Die Westbahn (Eisenbahnstrecke) führt durch den Flachgau, das Salzachtal bis Zell am See und bei Saalfelden über den Filzensattel nach Tirol.

An das internationale Flugnetz ist Salzburg durch den Flughafen Salzburg W. A. Mozart angebunden.

Sehenwürdigkeiten

Sport

Einrichtungen

Österreichischer Jubel an der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen nach dem Sieg von Gregor Schlierenzauer bei dem Springen der Vierschanzentournee 2006/2007

* permanenter Rundstrecken-Rennkurs am Salzburgring

Veranstaltungen

Olympia 2014
Hauptartikel: Olympia 2014
Logo der Olympia-Bewerbung 2014

Nachdem Salzburg als Austragungsort der Olympischen Winterspiele für 2010 offiziell abgelehnt wurde, wird an einer neuerlichen Bewerbung für 2014 gearbeitet.

Für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2014 haben sich offiziell beim IOC sieben Städte beworben: Almaty, Kasachstan; Borjomi, Georgien; Jaca, Spanien; PyeongChang, Südkorea; Salzburg, Österreich; Sochi, Russland; und Sofia, Bulgarien. Die Wahl der Host City, nach Auswahl der Candidate Cities durch das Internationale Olympische Comité, schließt folgende Schritte mit ein: Nach Abgabe des Bewerbungsdokuments 2 im Jänner 2007 und dem Besuch der IOC Evaluierungskommission im Februar/März 2007 in den Candidate Cities, veröffentlicht das IOC den Report der Evaluierungskommission über die Candidate Cities im Juni 2007. Daraufhin wird im Juli 2007 die Host City 2014 durch die IOC Vollversammlung in Guatemala City gewählt.

UEFA EURO 2008
Hauptartikel: UEFA EURO 2008
Das EM Stadion Wals-Siezenheim

Bei der Fußball-Europa-Meisterschaft UEFA EURO 2008 ist die Stadt Salzburg offizielle UEFA Host-City (übersetzt: Gast-Stadt). Zwischen 7. und 29. Juni 2008 sind acht Städte in der Schweiz und Österreich die gemeinsamen Gastgeber: Wien, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Basel, Zürich, Bern, Genf. Im EM-Stadion Wals-Siezenheim bei Salzburg gehen innerhalb von acht Tagen drei der insgesamt 31 Spiele, der 16 Teams, über die Bühne. In der Stadt Salzburg sind Public Viewings (gemeint sind Leinwände, auf die die Spiele übertragen werden) geplant. Nach Olympia und Fußball-WM gilt die EURO 2008 als drittgrößtes Sportereignis der Welt.

Rad WM 2006
Hauptartikel: Rad WM 2006

Die Rad WM 2006 ist für die Stadt Salzburg erfolgreich verlaufen. Einen maßgeblichen Beitrag dazu lieferte die perfekte Organisation und Kooperation zwischen den Sicherheitsverantwortlichen, den Verantwortlichen aus dem öffentlichen Verkehr, den Einsatztrupps und vielen Freiwilligen.

Die Rad-WM wurde von 150 TV-Stationen live im Fernsehen übertragen. So verfolgten mehr als 400 Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm und über 300.000 Zuschauer vor Ort das Salzburger Sportereignis 2006.

Allerdings sollte auch kritisch angemerkt werden, dass durch die notwendigen Absperrmaßnahmen, teilweise ja schon eine Woche vor der Veranstaltung, Betriebe und Arbeitnehmer eingeschränkt waren und während der Rad-WM selbst auch stundenweise blockiert bzw. abgeschnitten waren. Auch schien nicht ganz jener Geldwertschöpfungseffekt bei den Geschäften in unmittelbarer Umgebung der Rennstrecke eingetreten zu sein, wie man es vorausgesagt bzw. erhofft hatte.

Nicht unerwähnt darf jedoch in diesem Zusammenhang bleiben, dass für die Rad-WM auch zahlreiche Straßenbeläge erneuert wurden und somit der allgemeine Straßenverkehr einen länger anhaltenden Vorteil dadurch nutzen kann.

Persönlichkeiten in Stadt und Land Salzburg

Persönlichkeiten Sport

Persönlichkeiten Kultur

Persönlichkeiten Kulinarik

Persönlichkeiten Politik und Medien

Zuagroaste

Ausgroaste

Salzburger in Wien

Historische Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt Salzburg

Quellen