Albert Schumacher: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Dr. med. Albert Schumacher Ritter von Tännengau''', (* [[8. November]] [[1844]] in [[Salzburg]]; † [[15. März]] [[1913]] ebenda) war ein langjähriger [[Landeshauptmann|Salzburger Landeshauptmann]], [[Salzburger Landtag|Landtagsabgeordneter]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] im ausklingenden [[19. Jahrhundert|19.]] und beginnendem [[20. Jahrhundert]].  
Dr. med. '''Albert Schumacher Ritter von Tännengau''' (* [[8. November]] [[1844]] in der Stadt [[Wien]]; † [[15. März]] [[1913]] in der [[Stadt Salzburg]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/STB13/?pg=193 Sterbebuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band XIII, S. 190.]</ref> war ein langjähriger [[Landeshauptmann#k.k. Landeshauptleute (1861 bis 1918)|Salzburger Landeshauptmann]], [[Salzburger Landtag|Landtagsabgeordneter]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] im ausklingenden [[19. Jahrhundert|19.]] und beginnenden [[20. Jahrhundert]].  
==Biographie==
 
===Herkunft und Familie===
== Biografie ==
Albert Schumacher entstammte der Ehe des an der Medizinisch-Chirugischen Lehranstalt in Salzburg tätigen Professors Dr. Ignaz Schumacher mit dessen Gattin Aloisia, geb. Oser. Er absolvierte das Medizinstudium an der Universität in Wien und praktizierte ab [[1871]] in [[Hallein]]. [[1872]] ehelichte er die Fabrikanten- und Kaufmannstochter Emma Zeller aus Salzburg und übersiedelte in die Landeshauptstadt.  
=== Herkunft und Familie ===
===Politische Laufbahn===
Albert Schumacher entstammte der Ehe des an der [[Medizinisch-chirurgische Lehranstalt Salzburg|Medizinisch-Chirugischen Lehranstalt]] in Salzburg tätigen Professors Dr. [[Ignaz Schumacher]] mit dessen Gattin Aloisia, geborene Oser. Der Oberfinanzrat Hofrat Dr. [[Ludwig Schumacher]] (* [[1858]]; † [[1921]]) ist sein Bruder. Er absolvierte das Medizinstudium an der Universität in Wien und praktizierte von [[1871]] bis [[1876]] in [[Hallein]]. [[1872]] heiratete er in der [[Dreifaltigkeitskirche]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TRB6/?pg=228 Trauungsbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band IX, S. 7.]</ref> Emma [[Zeller (Familie)|Zeller]], die Tochter des Salzburger [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik|Fabrikanten]], Politikers und Präsidenten der [[Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg]], [[Franz Zeller (Kaufmann)|Franz Paul Zeller]] (* [[29. Juni]] [[1812]]; † [[1891]]) und übersiedelte in die Landeshauptstadt.
[[1879]] wurde er in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt, von [[1888]] bis [[1890]] amtierte er als Bürgermeister der aufstrebenden Stadt. Ab [[1889]] gehörte er als Vertreter Salzburgs dem Landtag an, bei der Landtagswahl von [[1896]] vertrat er die Stadt Hallein.  
 
=== Politische Laufbahn ===
[[1879]] wurde er in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt, von [[1888]] bis [[1890]] amtierte er, gewählt von der deutsch-freiheitlich dominierten Gemeindevertretung, als Bürgermeister der aufstrebenden Stadt. Ab [[1889]] gehörte er als Vertreter Salzburgs dem [[Landtag]] an, nach der [[Landtagswahl]] von [[1896]] vertrat er die [[Stadtgemeinde Hallein]].
 
[[1890]] wurde er als erster Bürgerlicher zum Landeshauptmann des damaligen [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronlandes Salzburg]] ernannt; das Bürgermeisteramt legte er nun zurück.
 
Infolge der Niederlage der deutsch-freiheitlichen Partei bei den [[Landtagswahl 1896|Landtagswahlen]] von [[1896]] löste ihn nach längeren Verhandlungen am [[17. Jänner]] [[1897]] sein bisheriger Stellvertreter [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]] ab. Bis zum Beginn seiner zweiten Amtsperiode fungierte Schumacher als Stellvertreter seines konservativen Nachfolgers, den er im [[Dezember]] [[1902]] wiederum in seinem Amt beerbte. Auf Grund seines schlechter werdenden Gesundheitszustandes nahm er [[1908]] von einer neuerlichen Kandidatur für den Landtag Abstand und zog sich, nach 20 Jahren in der Funktion des Landeshauptmanns bzw. des Landeshauptmann-Stellvertreters, nach Auslaufen seiner Amtszeit im [[Juli]] [[1909]] aus der Politik und dem öffentlichen Leben zurück.
 
Bei der [[Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen (Stadt Salzburg)|Gemeinderatswahl]] [[1899]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde Schumacher den I. Wahlkörper in den Salzburger Gemeinderat gewählt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18990329&query=%22Landes-Heil-+und+Versorgungsanstalten%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 29. März 1899, Seite 5</ref>


1890 wurde er als erster Bürgerlicher zum Landeshauptmann des damaligen k.k. Kronlandes Salzburg ernannt. Nach der Niederlage der deutsch-freiheitlichen Partei bei den Landtagswahlen von 1896 folgte nach längeren Verhandlungen am [[17. Jänner]] [[1897]] seine Ablöse durch seinen bisherigen Stellvertreter [[Alois Winkler]]. Bis zum Beginn seiner zweiten Amtsperiode fungierte Schumacher als Stellvertreter seines konservativen Nachfolgers, den er im [[Dezember]] [[1902]] wiederum in seinem Amt beerbte. Auf Grund seines schlechter werdenden Gesundheitszustandes nahm er [[1908]] von einer neuerlichen Kandidatur für den Landtag Abstand und zog sich nach 20 Jahren in der Funktion des Landeshauptmanns bzw. des LH-Stellvertreters nach Auslaufen seiner Amtszeit im [[Juli]] [[1909]] aus der Politik und dem öffentlichen Leben zurück.
=== Wirken im Umfeld seiner Zeit===
=== Wirken im Umfeld seiner Zeit===
In die kurze Amtsperiode Schumachers als Bürgermeister fiel die Auflassung der Frühjahrsdult und die Einstellung der Karolinenbrückenmaut.  
In die kurze Amtsperiode Schumachers als Bürgermeister fiel die Auflassung der [[Dult|Frühjahrsdult]] und die Einstellung der [[Karolinenbrücke]]<nowiki>nmaut</nowiki>.
Als Landeshauptmann nahm er regen Anteil an den politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit (Regierung Badeni). Während seiner beiden Funktionsperioden wurde am [[1. Mai]] 1890 erstmals der Arbeiterfeiertag begangen. Im selben Jahr kam es zur Eröffnung des [[Mönchsbergaufzug|elektrischen Aufzugs]] auf den [[Mönchsberg]] und zur Gründung der [[Salzkammergut-Lokalbahn Aktiengesellschaft]], des Gewerbeförderungsinstituts (heutiges [[Wirtschaftsförderungsinstitut]]) sowie der [[Halleiner Papierfabrik|Halleiner Zellulosefabrik]]. Er war natürlich auch bei der Eröffnung der [[Festungsbahn]] am [[30. Juli]] [[1892]] dabei.


Als Landeshauptmann nahm er regen Anteil an den politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit (Regierung Badeni). Während seiner beiden Funktionsperioden wurde am [[1. Mai]] [[1890]] erstmals der Arbeiterfeiertag begangen. Im selben Jahr kam es zur Eröffnung des elektrischen Aufzugs auf den [[Mönchsberg]] und zur Gründung der [[Salzkammergut-Lokalbahn Aktiengesellschaft]], des Gewerbeförderungsinstituts (heutiges [[Wirtschaftsförderungsinstitut]]) sowie der [[Halleiner Zellulosefabrik]], dem heute größten Industriebetrieb des Bundeslandes Salzburg.  
Für die Stadt Salzburg von nachhaltiger Bedeutsamkeit waren der Bau der [[Riedenburgkaserne]] (1890–[[1892]]), die Anlage des [[Jüdischer Friedhof Salzburg|Jüdischen Friedhofs]] in [[Aigen]] ([[1893]]), der Neubau des [[Salzburger Landestheater|Stadttheaters]], die Regulierung des [[Hellbrunnerbach]]es, die Kanalisierung der [[Riedenburg]] ([[1901]]–[[1905]]) und die Einstellung der [[Dult]], die ihre Wiederbelebung erst nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] erfuhr.  


Für die Stadt Salzburg von nachhaltiger Bedeutsamkeit waren der Bau der [[Riedenburgkaserne]] ([[1890]]-[[1892]]), die Anlage des [[Jüdischer Friedhof Salzburg|Jüdischen Friedhofs]] in [[Aigen]] ([[1893]]), der Neubau des [[Stadttheaters]] (Eröffnung am [[15. Oktober]] [[1893]]), die Regulierung des [[Hellbrunnerbach]]es, die Kanalisierung der [[Riedenburg]] ([[1901]]-[[1905]]) und die Einstellung der [[Dult]], die ihre Wiederbelebung erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr.  
[[1896]]/[[1897|97]] erlebte er die Jahrhundert-[[Hochwasser]]katastrophe, die neben der Landeshauptstadt vor allem Hallein und [[Oberndorf bei Salzburg]] stark in Mitleidenschaft zog und zur Beschlussfassung über die Verlegung des Marktes Oberndorf (Ortsteile Alt-Oberndorf und [[Altach]]) bzw. zum Bau von Neu-Oberndorf – dem heutigen Ortskern der Stadt Oberndorf – führte.


[[1896]]/[[1897|97]] erlebte er die Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe, die neben der Landeshauptstadt vor allem Hallein und [[Oberndorf]] stark in Mitleidenschaft zog und zur Beschlussfassung über die Verlegung des Marktes Oberndorf (Ortsteile Alt-Oberndorf und Altach) bzw. zum Bau von Neu-Oberndorf – dem heutigen Ortskern der Stadt Oberndorf – führte.  
Schumachers persönliches Interesse galt dem Ausbau des Schulwesens; dabei förderte er besonders die für die Wirtschaft wichtigen Schulen, etwa die Landwirtschaftsschulen (z. B. [[Berti-Hof]] in [[Kleingmain]] und [[Landwirtschaftsschule Winklhof|Winklhof]] in [[Oberalm]]). Während seiner Amtszeit kam es aber auch zum Bau zahlreicher [[Volksschule]]n, darunter die Volks- und [[Bürgerschule]] im [[Städtisches Schulgebäude St. Andrä|Städtischen Schulgebäude St. Andrä]] (1893), in der später [[Albert Einstein]] seine Relativitätstheorie vortrug, die evangelische Volksschule an der [[Schwarzstraße]] ([[1906]]) und die [[Volksschule Mülln|Müllner Volksschule]]. Ein weiteres Anliegen war ihm der Bau der "[[Vereinigte Versorgungsanstalten|Vereinigten Versorgungsanstalten der Stadt Salzburg]]" in - damals noch [[Nonntal]] (heute Riedenburg), mit deren Errichtung die bisherigen Anstalten [[Bürgerspital St. Blasius‎‎]], [[Kronhaus]] ([[Griesgasse]]), [[Bruderhaus St. Sebastian]] ([[Linzer Gasse]]) und [[Erhardspital]] (Nonntal) einem anderen Verwendungszweck zugeführt werden konnten.


Schumachers persönliches Interesse galt dem Ausbau des Schulwesens, hierbei förderte er besonders die für die Wirtschaft wichtigen Schulen, etwa die Landwirtschaftsschulen (z. B. [[Berti-Hof]] in [[Kleingmain]] und [[Winklhof]] in [[Oberalm]]). Während seiner Amtszeit kam es aber auch zum Bau zahlreicher Volksschulen, darunter die [[Volks- und Bürgerschule St. Andrä]] (1893) in der später Albert Einstein seine Relativitätstheorie vortrug, die evangelische Volksschule in der [[Schwarzstraße]] (1906) und die [[Mülln]]er Volksschule. Ein weiteres Anliegen war ihm der Bau der „[[Vereinigten Versorgungsanstalten der Stadt Salzburg]]“ in [[Nonntal]], mit deren Errichtung die bisherigen Anstalten [[Bürgerspital]], [[Kronhaus]] ([[Griesgasse]]), [[Bruderhaus]] ([[Linzer Gasse]]) und [[Erhardspital]] (Nonntal) einem anderen Verwendungszweck zugeführt werden konnten.  
Die Bedeutung Schumachers für Salzburg und besonders für die Salzburger Wirtschaft liegt vor allem in seinem unermüdlichen Einsatz für den Ausbau des Eisenbahnnetzes, wozu er unter anderem die Erlassung des "Landeseisenbahngesetzes" zur Förderung der Lokalbahnen veranlasste. [[1891]] eröffnete er in seiner Funktion als Landeshauptmann den ersten Abschnitt der [[Salzkammergut-Lokalbahn]] von Salzburg nach [[Mondsee (Ort)|Mondsee]]. [[1894]] wurden die Salzkammergut-Lokalbahn bis ins oberösterreichische [[Bad Ischl]] und die, vor allem für den [[Lungau]] wichtige, [[Murtalbahn]] vom steirischen Unzmarkt nach [[Mauterndorf]] fertiggestellt und eröffnet. 1896 folgte die Inbetriebnahme der [[Salzburger Lokalbahn|Lokalbahn]] von Salzburg über Oberndorf nach [[Lamprechtshausen]]. Am [[20. September]] 1905 eröffnete Schuhmacher gemeinsam mit Kaiser [[Franz Joseph I.]] am Bahnhof in [[St. Veit im Pongau]] (heute [[Schwarzach im Pongau]]) das erste Teilstück der [[Tauernbahn]] bis [[Bad Gastein]]. Kurz vor Ende seiner zweiten Amtszeit folgte am [[5. Juli]] 1909 die offizielle Eröffnung der zweiten Teilstrecke von [[Badgastein]] durch den [[Tauerntunnel (Bahn)|Tauerntunnel]] nach Spittal an der Drau, womit der Bau der Tauernbahn, die sich nachhaltig als wirtschaftlicher Entwicklungsmotor für das ganze Salzburger Land und vor allem für den [[Pongau]] erwiesen hat, vollendet war.


Die Bedeutung Schumachers für Salzburg und besonders für die Salzburger Wirtschaft liegt vor allem in seinem unermüdlichen Einsatz für den Ausbau des Eisenbahnnetzes, wozu er unter anderem die Erlassung des „Landeseisenbahngesetzes“ zur Förderung der Lokalbahnen veranlasste.  [[1891]] eröffnete er in seiner Funktion als Landeshauptmann die [[Lokalbahn]]teilstrecke von [[Salzburg]] nach [[Mondsee]]. [[1894]] wurde die [[Salzkammergut-Lokalbahn]] bis ins oberösterreichische Bad Ischl und die, vor allem für den [[Lungau]] wichtige, [[Murtalbahn]] vom steirischen Unzmarkt nach [[Mauterndorf]] fertiggestellt und eröffnet. [[1896]] folgte die Inbetriebnahme der Lokalbahn von Salzburg über Oberndorf nach [[Lamprechtshausen]].  
Er setzte auch wichtige Impulse für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und Land Salzburg. So fällt in die Endphase seiner zweiten Amtszeit im Mai 1909 noch die Gründung der "Salzburger Landes-Hypothekenanstalt" (heute [[Salzburger Landes-Hypothekenbank AG]]).
 
Am [[20. September]] [[1905]] eröffnete Schuhmacher gemeinsam mit [[Kaiser Franz Joseph]] am Bahnhof in [[Sankt Veit im Pongau]] (heute [[Schwarzach im Pongau]]) das erste Teilstück der [[Tauernbahn]] bis [[Bad Gastein]]. Kurz vor Ende seiner zweiten Amtszeit folgte am [[5. Juli]] [[1909]] die offizielle Eröffnung der zweiten Teilstrecke von [[Badgastein]] durch den [[Tauerntunnel]] nach Spittal an der Drau, womit der Bau der Tauernbahn, die sich nachhaltig als wirtschaftlicher Entwicklungsmotor für das ganze Salzburger Land und vor allem für den [[Pongau]] erwiesen hat, vollendet war.
Gegen sein Lebensende hin verfasste Schumacher eine umfangreiche Autobiografie, die er anlässlich seiner Erhebung in den Adelsstand in in einer Auflage von nur 40 Stück drucken und bis zum Tod all seiner Zeitgenossen unter Sperre halten ließ. Diese 40 Exemplare sind zum Großteil in der Familie (Chronik der Familie Schumacher). Dieses Werk wartet bis heute auf eine Auswertung. Rupert Schumacher, ein Nachkomme, hat die Familiengeschichte bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zurückverfolgt und vervollständigt. Die "Chronik der Familie Schumacher 1810 - 1912" liegt in gedruckter Form vor und kann in der Universitätsbibliothek ausgeliehen werden. Sie wurde von Elisabeth Rittinger für die Masterarbeit "Wohltäterinnen. politisch rechtlos - aber tatkräftig, bürgerliche Frauen und ihre Einflussmöglichkeiten auf die Politik im 19. Jahrhundert, am Beispiel der Stadt Salzburg" für die Biografie von [[Emma Schumacher]] herangezogen.<ref>Elisabeth Rittinger, Wohltäterinnen. politisch rechtlos - aber tatkräftig, bürgerliche Frauen und ihre Einflussmöglichkeiten auf die Politik im 19. Jahrhundert, am Beispiel der Stadt Salzburg, Salzburg 2024.</ref>
 
== Ehrungen ==
In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm die Stadt Hallein am [[13. Februar]] [[1895]] ihre [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürgerschaft]]. Auch die Marktgemeinde [[Oberndorf|Oberndorf an der Salzach]] zählte ihn zu ihren [[Ehrenbürger der Stadt Oberndorf bei Salzburg|Ehrenbürger]]n.
 
[[1909]] (laut Netsch bereits 1908) wurde Schumacher mit dem Prädikat "Ritter von Tännengau" ausgezeichnet und in den Adelsstand erhoben.
 
Nach seinem Ableben fand er seine letzte Ruhestätte in der Familiengruft der Kaufmannsfamilie [[Zeller (Familie)|Zeller]] am [[Salzburger Kommunalfriedhof]]. Dem Grabmal Schumachers wurde von der [[Stadtgemeinde Salzburg]] der Status eines – mittlerweile aufgehobenen – Ehrengrabes zuerkannt.
 
Der [[Salzburger Gemeinderat]] beschloss [[1946]] die Benennung der heutigen [[Schumacherstraße]] im [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] nach dem einstigen verdienstvollen Bürgermeister und Landeshauptmann.
 
== Literatur und Quellen ==
* [[Ludwig Netsch]]: ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847''; [[Magistrat Salzburg]]. Dokumentation über das Geschehen in der Stadt; Salzburg [[1987]]
* [[Josef Brettenthaler]] (Hg.): ''Salzburger Synchronik'', [[Verlag Alfred Winter]], Salzburg 2005; ISBN 3-85380-055-6
* {{Quelle Leben über den Tod hinaus}}
* [[Georg Schwamberger|Schwamberger, Georg]] (Red.): ''Halleiner Biographien''. Halleiner Geschichtsblätter 4. Stadtgemeinde Hallein 1985. 
* [[Oskar Dohle]], [https://service.salzburg.gv.at/landversand/Landversand.sf/de_AT/?ObjectPath=/Shops/Landversand/Products/20004-landeshauptleute&ViewAction=ViewProductPrint ''150 Jahre Salzburger Landeshauptleute (1861–2011)''.] Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs Nr. 17. Salzburg (Land Salzburg) 2011. S.&nbsp;18.
* Edith Havinga, Bürgermeister Dr. Albert Schumacher, 1844-1913, Hausarbeit aus Geschichte, Salzburg 1978.
* Elisabeth Rittinger, Wohltäterinnen. politisch rechtlos - aber tatkräftig, bürgerliche Frauen und ihre Einflussmöglichkeiten auf die Politik im 19. Jahrhundert, am Beispiel der Stadt Salzburg, Masterarbeit Geschichte, Salzburg 2024.


Gegen sein Lebensende hin verfasste Schumacher eine umfangreiche Autobiographie, die er in nur 40 Exemplaren drucken und bis zum Tod all seiner Zeitgenossen unter Sperre halten ließ. Dieses Werk warte bis heute auf eine Auswertung.
== Einzelnachweise ==
==Ehrungen==
<references/>
[[1909]] (laut „Netsch“  bereits [[1908]]) wurde Schumacher mit dem
Prädikat „Ritter von Tännengau“ ausgezeichnet und in den Ritterstand erhoben. Nach seinem Ableben fand er seine letzte Ruhestätte in der Familiengruft der Kaufmannsfamilie Zeller am [[Salzburger Kommunalfriedhof]]. Dem Grabmal Schumachers wurde von der Stadtgemeinde Salzburg der Status eines – mittlerweile aufgehobenen– Ehrengrabes zuerkannt.


Der Salzburger Gemeinderat beschloss [[1946]] die Benennung der heutigen [[Schumacherstraße]] im Stadtteil [[Lehen]] nach dem einstigen, verdienstvollen Bürgermeister und Landeshauptmann.
{{Zeitfolge
==Literatur und Quellen==
|AMT=[[Bürgermeister der Stadt Salzburg]]
* Ludwig Netsch: ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847''; Magistrat Salzburg. Dokumentation über das Geschehen in der Stadt; Salzburg 1987
|ZEIT=[[1888]][[1890]]
* [[Josef Brettenthaler]] (Hg.): ''Salzburger Synchronik'', Verlag Alfred Winter, Salzburg 2005; ISBN 3-85380-055-6
|VORGÄNGER=[[Leopold Scheibl]]
* Friederike Zaisberger, Reinhard R. Heinisch: ''Leben über den Tod hinaus... Prominente im Salzburger Kommunalfriedhof''. Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]. 23. Ergänzungsband. Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2006
|NACHFOLGER=[[Franz von Hueber]]
==Siehe auch==
}}
* [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]]
{{Landeshauptleute}}
* [[Landeshauptmann|Landeshauptleute von Salzburg]]


[[Kategorie:Bürgermeister (Salzburg)|Schumacher, Albert]]
{{SORTIERUNG:Schumacher, Albert}}
[[Kategorie:Landeshauptmann|Schumacher, Albert]]
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]
[[Kategorie:Politik]]
[[Kategorie:Person (Politik)]]
[[Kategorie:Bürgermeister]]
[[Kategorie:Bürgermeister (Salzburg)]]
[[Kategorie:Salzburger Gemeinderat]]
[[Kategorie:Land Salzburg]]
[[Kategorie:Landtag]]
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[[Kategorie:Landeshauptmann]]
[[Kategorie:Person (Wissenschaft)]]
[[Kategorie:Medizin]]
[[Kategorie:Person (Medizin)]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Arzt]]
[[Kategorie:Ehrenbürger]]
[[Kategorie:Ehrenbürger der Stadt Hallein]]
[[Kategorie:Ehrenbürger der Stadt Oberndorf bei Salzburg]]
[[Kategorie:Zuagroaste]]
[[Kategorie:Wien]]
[[Kategorie:Geboren 1844]]
[[Kategorie:Gestorben 1913]]