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Das später als [[Trompeterschlössl]] bezeichnete Verteidigungsanlage, dürfte am Ende des [[13. Jahrhundert]]s angelegt worden sein. Unter Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus]] erfolgte [[1406]] ein Ausbau. Das Trompeterschlössl oder der Trompeter-Turm bestand nach der [[Schedelsche Weltchronik|älteste Ansicht der Stadt Salzburg]] um 1460 aus zwei mächtigen viereckige Türme mit einem Burgtor dazwischen und war durch Mauern mit dem [[Inneres Ostertor|Ostertor]] und dem [[Inneres Steintor|inneren Steintor]] verbunden. <ref>[https://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/mittelalter.htm www.stadt-salzburg.at/historischeratlas]</ref>  
 
Das später als [[Trompeterschlössl]] bezeichnete Verteidigungsanlage, dürfte am Ende des [[13. Jahrhundert]]s angelegt worden sein. Unter Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus]] erfolgte [[1406]] ein Ausbau. Das Trompeterschlössl oder der Trompeter-Turm bestand nach der [[Schedelsche Weltchronik|älteste Ansicht der Stadt Salzburg]] um 1460 aus zwei mächtigen viereckige Türme mit einem Burgtor dazwischen und war durch Mauern mit dem [[Inneres Ostertor|Ostertor]] und dem [[Inneres Steintor|inneren Steintor]] verbunden. <ref>[https://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/mittelalter.htm www.stadt-salzburg.at/historischeratlas]</ref>  
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Als militärischer Sperrbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt. Bis [[1938]] war der Besuch des Berges gebührenpflichtig.
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Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] war der ''Imberg'' ein landesfürstliches Jagdgebiet, in dem auch Schwarzwild ([[Wildschwein]]e) bis etwa 1700 gehegt wurden.
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Als militärisches Sperrgebiet war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt. Bis [[1938]] war der Besuch des Berges gebührenpflichtig.
    
[[1900]] soll es eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]] gegeben haben.
 
[[1900]] soll es eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]] gegeben haben.
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* [[Villa Spaur]]
 
* [[Villa Spaur]]
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== Grünraum und Erholungsraum ==
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== Forst und Grünraum ==
Der Berg mit seinen ausgedehnten Waldflächen gilt als grüne Lunge in der Stadt Salzburg.  
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Der Kapuzinerberg (62 ha) ist zu 99,7 Prozent mit Wald bewachsen und gilt als grüne Lunge in der Stadt Salzburg. Die komplette Waldfläche am Kapuzinerberg ist etwa 80 ha groß, 60 ha davon befinden sich im Eigentum der Stadt. <ref>[https://sbg.lko.at/baumbergungen-per-hubschrauber-am-kapuzinerberg+2500+2714864 Salzburger Landwirtschaftskammer, 19.03.2018]</ref> Der Forst ist als Schutzwald gewidmet. Vorherrschend sind Rotbuche, Bergahorn und Esche. Vereinzelt kommt die Eibe vor. Die Bewirtschaftung obliegt dem Stadtförster.
Der Berg bietet den Besuchern reizvolle Spaziermöglichkeiten auf mehreren Wanderwegen beidseits des [[Stefan-Zweig-Weg]]es. Am Weg liegen ein [[Mozart-Denkmal am Kapuzinerberg|Mozart-Denkmal]], ein [[Holztrog-Brunnen am Kapuzinerberg|Holztrog-Brunnen]] (Trinkwasser), die [[Engelwirtsquelle]] und [[Aussichten auf den Salzburger Stadtbergen#Nächstgelegene Aussichten auf dem Kapuzinerberg|Aussichten auf dem Kapuzinerberg]].
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* ''Hauptartikel: [[Basteiweg]]''
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Der Basteiweg, der entlang der Wehrmauern und Wachtürme von Westen über Süden bis in den Osten des Berges verläuft, ist ein Steig, der Trittsicherheit erfordert und im Winter nicht gestreut oder geräumt wird. Die Betreuung des Basteiweges durch die Stadtgemeinde Salzburg ist z.T. mangelhaft. Der Basteiweg bietet sehr schöne Aussichtsmöglichkeiten auf die [[Altstadt]], aber auch nach Süden und Osten, deren Ausblicke jedoch nicht ausreichend frei geschnitten sind.
      
== Fauna und Flora ==
 
== Fauna und Flora ==
 
[[Datei:Gämse am Kapuzinerberg 20181110 151512.jpg|thumb|Gämse am Kapuzinerberg]]
 
[[Datei:Gämse am Kapuzinerberg 20181110 151512.jpg|thumb|Gämse am Kapuzinerberg]]
Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene seltene alpine Pflanzen und Tiere in den kalten, unzugänglichen Nordfelsen (etwa [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]]). Auch der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen.  
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Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine Population von etwa acht bis zehn Rehen und fünf [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Rehe und Gämsen werden von einem Stadtjäger mit Heu und Laub versorgt. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung. Es gibt auch Dachse, Marder und Eichhörnchen. Uhu und Bussard finden einen guten Lebensraum vor. Der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen im Süden und Norden. In den kalten, unzugänglichen Felswänden an der Nordseite wachsen [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]].  
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Auf dem Kapuzinerberg gibt es auch eine [[Gämse]]<u></u>nkolonie. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt.
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== Erholungsraum und Wandergebiet ==
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Der Berg bietet den Besuchern reizvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Erholung auf mehreren Spazier- und Wanderwegen beidseits des [[Stefan-Zweig-Weg]]es. Am Weg liegen ein [[Mozart-Denkmal am Kapuzinerberg|Mozart-Denkmal]], ein [[Holztrog-Brunnen am Kapuzinerberg|Holztrog-Brunnen]] (Trinkwasser), die [[Engelwirtsquelle]] und [[Aussichten auf den Salzburger Stadtbergen#Nächstgelegene Aussichten auf dem Kapuzinerberg|Aussichten auf dem Kapuzinerberg]].
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Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] war der ''Imberg'' landesfürstliches Jagdgebiet, in dem bis etwa 1700 auch Schwarzwild ([[Wildschwein]]e) gehegt wurden.
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* ''Hauptartikel: [[Basteiweg]]''
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Der Basteiweg, der entlang der Wehrmauern und Wachtürme von Westen über Süden bis in den Osten des Berges verläuft, ist ein Steig, der Trittsicherheit erfordert und im Winter nicht gestreut oder geräumt wird. Die Betreuung des Basteiweges durch die Stadtgemeinde Salzburg ist z.T. mangelhaft. Der Basteiweg bietet sehr schöne Aussichtsmöglichkeiten auf die [[Altstadt]], aber auch nach Süden und Osten, deren Ausblicke jedoch nicht ausreichend frei geschnitten sind.
    
== Teiche ==
 
== Teiche ==