Die Geschichte des Salzburg Airport W. A. Mozart begann am 22. August 1926.

Das Flughafenabfertigungsgebäude im Jahr 1926
1951: SWISS DC-3 (Dakota)
BEA am 22. April 1955
Vorfeld 1956
Frühjahr 1958: Schaustart eines amerikanischen Langsam-Flugzeuges „Helikurier“
23. Juni 1960: Die neue und die alte Piste
19. April 1966: Betriebsgebäude und Hangar 2 Errichtungsphase
1969 Mai: Generationswechsel: Der alte und der neue Tower
Datei:Salzburg Airport British Airways Concorde Erstlandung 1984.jpg
Concorde British Airways Erstlandung 1988
20. September 1988: British Airways Concorde

Einleitung

Noch bevor der Flughafen in Salzburg-Maxglan entstand gab es Luftfahrt im Raum der Stadt Salzburg.

Erstmals am 4. September 1811 landete ein mit Warmluft gefüllter Ballon in Salzburg. Der Salzburger Joseph Wibmperger gründet 1823 eine Luftfahrtgesellschaft und am 16. April 1902 stiegen beim städtischen Gaswerk Erzherzog Leopold Salvator und Hauptmann Franz Hinterstoißer in den Korb eines Ballons.

Auf der Trabrennbahn in Salzburg startete dann am 16. Juli 1910 ein Flugzeug mit Motorantrieb mit Pilot Josef Auer. Der erste Salzburger Flugzeugführer war Albert Buchstätter aus Oberndorf, 1910.

Schließlich kam es am 12. Mai 1912 zum ersten Motorflug über dem Maxglaner Exerzierfeld. Was dann nach dem Ersten Weltkrieg am 31. Mai 1920 in die Forderung nach der Schaffung eines Flugplatzes bei Salzburg führte.

Schon 1925 bestand im benachbarten Bad Reichenhall ein Flugfeld, das vor allem in den 1930er Jahren für den deutschen Passagier- und Luftpostverkehr eine große Rolle spielte. Der Salzburger Flugplatz hingegen erlebte in dieser Zeit einen Niedergang. Die Flugzeit von Salzburg nach Bad Reichenhall betrug zehn Minuten.

Am 28. April 1952 beginnen die Instandsetzungsarbeiten der schadhaften Rollbahn, ab Mitte Mai kann dann der Flugbetrieb am Salzburger Flughafen wieder ungehindert aufgenommen werden.

Geschichte und Ereignisse in Stichworten

1912 - 1949

... der städtische Flughafen bestand aus einer Holzbaracke mit drei Räumen: Warteraum, Zollamt und Passabfertigung; der Salzburger Flieger Hans Guritzer schult Eduard Kuhn ein; die Flugzeit Salzburg - Wien beträgt 2:15 Stunden;
... nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung einer Junkers G-24 - die erste "Landung" der größten Version der Junkers-Flugzeuge - musste das große Luft-Hansa-Flugzeug am kleinen Salzburger Flughafen mit kräftigen Zuschauerhänden in die Startrichtung gewendet werden; dabei ließ ein Helfer auch beim Start nicht mehr los und flog am Leitwerk mit; der Pilot Hans Baur musste nochmals landen;
  • 1928, 1. März: die erste Flugzeugführerprüfung in Salzburg: Marga Kuhn, Eduard Kuhn, Gendarm Josef Paradeiser sowie Flugschüler und Prüfungskommissäre waren anwesend
  • 1929: Ferdinand Graf Starhemberg nimmt Flugunterricht bei Eduard Kuhn, der die Österreichische Fliegerschule in Salzburg führt; das deutsche Luftschiff Graf Zeppelin besucht am 2. Mai Salzburg zum zweiten Mal;
  • 1932, 2. Mai: Landung einer Junkers G24, eines Großraumflugzeugs der Deutschen Luft Hansa (noch getrennt geschrieben!), das auf der Linie Wien - Salzburg - Zürich flog;
  • 1935: die erste Junkers Ju 52 der ÖLAG mit Kennzeichen OE-LAK landet in Salzburg;
  • 1936: ab 19. April fliegt die niederländische Fluglinie KLM mit einer DC-2 im Liniendienst Blue Danube Air Express nach Wien;
  • 1937, 1. Juli: Erstflug Linz - Salzburg - Innsbruck;
  • 1947, 11. August: erste Nachkriegslandung eines zivilen Verkehrsflugzeuges, einer Douglas DC-3;

1950 - 1999

  • 1951, 6. August: ein notgelandetes einmotoriges Flugzeug kracht am Ostrand des Flugplatzes in das Haus Eichetstraße 6, das beschädigt wird; der Pilot und sein Flugschüler erleiden nur leichte Verletzungen;
  • 1952 ist für den Salzburger Luftverkehr das erfolgreichste Jahr seit 1945: mit 430 An- und Abflügen sowie 4 183 Passagieren wird das Spitzenjahr der Vorkriegszeit, 1935, überboten; 1952 kamen bei 257 Landungen 2 806 Gäste in die Stadt; von Salzburg starteten 3 190 Passagiere; die Gesamtfrachtbewegung betrug im Jahr 1952 rund 17 Tonnen;
  • 1955, 17. Jänner: Windstärke elf über Salzburg; zahlreiche Bäume werden entwurzelt, Gebäude beschädigt, darunter die Kirche von Leopoldskron-Moos; am Flughafen wird ein amerikanisches Beobachtungsflugzeug vom Typ L-19 aus seiner Verankerung gerissen; das Flugzeug segelt zwei Kilometer ohne Pilot und landet dann unversehrt auf einem Feld;
... 22. April: Eröffnung des BEA-Linienfluges London - Salzburg; BEA = British European Airlines, aus der später British Airways wurde;
... 20. Juli: wird der Salzburg Airport W. A. Mozart von den USFA freigegeben;

2000 bis heute

22. August: Naomi Campbell ist als Gast bei der Eröffnung des Hangar-7 von Red Bull;
  • 2005, 4. Mai: Eröffnung des Amadeus Terminal 2;
  • 2006, 12. Oktober: das um drei Etagen erweiterte Parkhaus wird der Öffentlichkeit vorgestellt; bei einer Länge von 300 Metern verfügt das Gebäude nun über sieben Parkebenen mit einer Kapazität von 1 921 Stellplätzen. Insgesamt stehen rund 3 800 Parkplätze am Salzburg Airport W. A. Mozart zur Verfügung.
  • 2007, 1. Juli: Ing. Roland Hermann übernimmt nach Dipl.-Ing. Günther Auer die Geschäftsführung der Salzburger Flughafen GmbH. Hermann begann 1981 als Verkehrsleiter am Salzburg Airport W. A. Mozart.
  • 2008, 1. Juli: Der langjährige "Kaufmann" des Hauses, Mag. Karl Heinz Bohl, wird zum neuen Geschäftsführer der Salzburger Flughafen GmbH neben und mit Ing. Roland Hermann bestellt.
  • 2010: die Werkstätten wurden neben der Feuerwehr zentralisiert und modernisiert; der ehemalige Zelthangar bei der Tankstelle wurde durch eine fest Konstruktion ersetzt[1].
  • 2011, 5. Oktober: Der in die Jahre gekommene Tower (über 40 Jahre, 24 m hoch) entspricht baulich nicht mehr den künftigen Anforderungen einer modernen Flugsicherung in Europa. Der etwa 55 - 59 m hohe Tower Salzburg-Neubau (ca. 30 m westlich des Bestandes) ist zur Schaffung einer zeitgemäßen Flugplatzkontrollstelle, ausgestattet mit modernster Flugsicherungstechnik für die Fluglotsen sowie zur Schaffung einer redundanten, also mehrfach abgesicherten Energieversorgung notwendig. Der Spatenstich soll noch vor Beginn der Wintersaison 2011/2012 stattfinden, das Werk nach der geplanten Fertigstellung Ende 2013 an Austro Control übergeben werden.
  • 2013, 12. Jänner: am heutigen Tag verzeichnete der Flughafen über 200 startende und landende Maschinen mit über 25 000 Passagieren den vermutlich stärksten Reisetag des Jahres[2].
  • 2014, 11. Jänner: mit 107 Maschinen, die den Flughafen Salzburg anfliegen, ist es der stärkste Tag des Jahres für den Flughafen: rund 13 000 Passagiere kommen mit 39 Flüge von den britischen Inseln, 28 aus Russland, 23 aus dem skandinavischen Bereich, die restlichen Maschinen verteilen sich etwa auf Österreich, Deutschland oder die Türkei;

Ereignisse

Am 26. Oktober 1988 kam es im Luftraum über Salzburg zu einer Kollision zweier Flugzeuge. Eine Cessna Citation startete mit zwei Personen an Bord auf der Piste 34 mit Ziel Innsbruck. Auf Grund der tiefstehenden Sonne übersah der Pilot in 400 m Höhe eine einmotorige Cessna, die mit einem Fallschirmspringer unterwegs war. Alle vier Beteiligten Personen kamen bei diesem Unglück ums Leben.

Siehe auch

Quellen

Fußnoten

  1. ↑ Tankfahrzeuge müssen bei einer gewissen Mindesttemperatur befüllt werden
  2. ↑ "Salzburger Woche", Ausgabe "Stadt Nachrichten", 17. Jänner 2013