Großglockner Hochalpenstraße

Version vom 30. Juni 2011, 13:24 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (→‎Haus "Alpine Naturschau": Erg. lt. Quelle Pinzgauer Nachrichten 22. Juni 2011)
ein Panorama-Bild von der Großglockner Hochalpenstraße
Großglockner Hochalpenstraße, Mautstelle Ferleiten
links im Hintergrund der Großglockner
und so sah es an gleicher Stelle 1935 im Eröffnungsjahr der Straße aus
Großglockner Hochalpenstraße - das Logo

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Alpenübergang der Ostalpen in den Hohen Tauern im Bereich der Zentralalpen zwischen dem Land Salzburg vom Pinzgau nach Kärnten. Sie führt durch ein Landschaftsschutzgebiet.

Artikelübersicht

Neben diesem Hauptartikel bestehen noch folgende Beiträge im Salzburgwiki rund um die Großglockner Hochalpenstraße:

Die Panoramastraße

Der Großglockner ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses. Hier werden Größe und Macht spürbar, hier erliegt man der Faszination des ewigen Eises und der Urgewalt der Natur. Eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, mehr als 60 Millionen Menschen haben seit der Eröffnung der Straße von ihr aus eine einzigartige Landschaft im Nationalpark Hohe Tauern beobachten können.

Diese Ausflugsstraße folgt dem Verlauf antiker Römerstraßen und mittelalterlicher Saumpfade, die - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als Handelsweg benützt wurde. Diese Straße ein Lehrweg von vier Jahrtausenden alpiner Kulturgeschichte. Aber auch ein Stück österreichischer Identität, wurde sie doch durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen errichtet, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen beschäftigen konnte.

Bauliche Meisterleistung

Hauptartikel: Die Geschichte ihres Baues

Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über das Hochtor vorlegte, ernteten sie vorwiegend Spott. In einer Zeit, in der es in Österreich, Deutschland und Italien erst 154 000 Pkw, 92 000 Motorräder und knapp 2 000 km asphaltierte Überlandstraßen gab, durchlitt Österreich die wirtschaftlich katastrophalen Folgen der Niederlage im Ersten Weltkrieg.

Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträsschens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die karge Alpentäler dem automobilen Fremdenverkehr erschließen sollte, gab 1929 der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht. Die Arbeitslosigkeit stieg über die 500 000-Personen-Grenze, das waren 26 Prozent. Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab. Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens 3 200 von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen.

Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120 000 Besucher kämen (1936, im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es bereits 146 427 und 1938 schon 374 465 Personen).

Am 30. August 1930, um 09:30 Uhr, drückte Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, der Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl und der Techniker Franz Wallack, eine Sensation. Mit einem adaptierten "Steyr 100"-Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw. Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am 3. August 1935 eröffnet und tags darauf mit einem internationalen Auto- und Motorradrennen zünftig in Betrieb genommen.

Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten 910 Mio. öS (Geldwert 1990, 66 Mio. Euro), um sieben Millionen öS (rund 500.000 Euro) weniger als der Voranschlag.

Besucherzahlen

Mit 120 000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog 1938 bereits knapp 375 000 Besucher in 98 000 Fahrzeugen an.

Entwicklung der Zahlen

Jahr Personen PKW Busse Motorräder Fahrräder
1931[1] 21 664 3 290 1 133 403
1935 130 571 19 309 4 174 5 482
1938 374 465 76 138 5 355 15 951
1939 297 242 58 114 4 325 16 962
1941 10 317 923 493 84
1945 1 106 283 15 41
1946 30 278 2 949 586 621
1950 291 135 33 842 5 167 14 528
1955 722 937 127 574 8 162 47 562
1959 987 445 228 372 8 491 26 382
1931 - 1950 8 033 623 1 450 773 112 332 404 245 57 545
1960 1 027 986 246 593 8 897 19 943 1.166
1965 1 087 024 291 287 6 931 5 114 462
1968 960 455 260 069 7 795 2 071 [2]

Daten bis 1959: 25 Jahre Großglockner Hochalpenstraße, die Geschichte ihres Baues, 1960, Springer Verlag Wien. Die Daten danach wurden einem kopierten Ergänzungsblatt entnommen, das sich in einem weiteren Exemplars dieses Buches fand.

Die Mauteinnahmen im Rumpfjahr 1935 betrugen bereits öS 742.984.-- (damaliger Wert, umgerechnet 54.000 Euro), eine der ersten Mautdamen auf Salzburger Seite war Hella Trauner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es bis 1952, bis der Vorkriegsrekord mit 412 000 Besuchern und 91 000 Fahrzeugen überboten wurde. Dann ging es mit erstaunlichen Zuwachsraten auf den Höhepunkt 1962 zu: 360 000 Fahrzeuge und 1,3 Mio. Besucher.

Die Eröffnung des Felbertauerntunnels (1967) und der Tauernautobahn (1975) drosselte zwar die Frequenz um annähernd 15 Prozent, veränderte aber den Charakter der Großglockner Hochalpenstraße nachhaltig: Von der einzigen transalpinen Straße über den 158 km langen Alpenhauptkamm zwischen Brenner und Katschberg zu einer Ausflugsstraße aus einem Einzugsgebiet von rund 130 km Radius.

Die Glocknerstraße spiegelt auch den materiellen Fortschritt der Menschen wider: In den ersten Jahren machten Motorräder als "Auto des kleinen Mannes" bis zu einem Viertel der Frequenz aus; den Höhepunkt brachte das Jahr 1955 mit 47 500 Motorrädern (26% der Frequenz); im klassischen "Wirtschaftswunderjahr" 1968 zählte man nur mehr 2 071 Motorräder. Mittlerweile entwickelte sich das Motorrad zu einem teuren Sportgerät gerade für Bergfahrten. Und so stieg die Anzahl der Motorräder auf der Großglockner Hochalpenstraße bis 2003 auf über 76 000 an. Den Charakter einer erstrangigen touristischen Attraktion unterstreicht auch die wachsende Zahl der Reisebusse.

Steigende Besucherzahlen erforderten ab 1953 die etappenweise Modernisierung der Straße bis auf 7,5 m Breite, auf 15 statt zehn Meter Kehrenradien, auf 4 000 statt 800 Parkflächen, auf ein sicheres Durchschnittstempo von 70 statt 40 km/h und eine Kapazität von 350 000 Fahrzeugen jährlich.

2010, im 75. Jahr des Bestehens der Straße, konnte der sechzigmillionste Gast begrüßt werden. In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde die Panoramastraße pro Jahr durchschnittlich von 200 000 Fahrzeugen mit 900 000 Besuchern frequentiert.

Schneeräumung

Hauptartikel: Schneeräumung Großglockner Hochalpenstraße

Eine entscheidende Rolle für die Frequenz spielt auf hochalpinen Straßen die Schneeräumung. In den Jahren 1936 und 1937 schaufelten 350 Männer in durchschnittlich 70 Tagen 250 000 m³ Schnee, um die Straße zumindest einspurig freizulegen. Seit 1953 räumen jedes Jahr im April die fünf Rotationspflüge - System Wallack - und 12 Arbeiter der GROHAG in zirka 14 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen.

Der Einsatz moderner Technik verlängert die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es 1937 nur 132 Tage, konnte man 1963 sogar an 276 Tage die Glocknerstraße besuchen. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist die Großglockner Hochalpenstraße üblicherweise geöffnet.

Straßenverlauf

Vom Salzburgischen aus dem Pinzgau kommend schlängelt sich die Straße durch ein typisches Alpental, dem Fuscher Tal mit seinen Bauernhöfen und Heustadeln bis hinauf in jene Zone, wo ein Meer von Alpenrosen die Waldgrenze markiert. Am Beginn des Ferleitentals, bei der Mautstelle Ferleiten beginnt dann die eigentliche Hochalpenstraße. Vorbei an der Hexenküche, einem vorgeschichtlichen Bergsturzgebiet, windet sich die Straße immer höher in die baumlose Zone bis zum Fuscher Törl. Dazwischen öffnet sich der Blick auf die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der Ostalpen, die Ostseite des Wiesbachhorns.

Von der Edelweißspitze, auf die die Edelweißstraße führt, bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 Gletscher und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern bildet.

Nach dem Fuscher Törl führt die Straße an der Fuscher Lacke vorbei durch das Mittertörl - an dessen Ausgang rechter Hand der Elendboden unterhalb des Brennkogels (3 018 m ü. A.) liegt - weiter zum Hochtor. Jenseits des Hochtores, das den Norden mit Kärnten verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die bis Heiligenblut führt. Bei einer Abzweigung biegt man zur wohl schönsten Sonnenterrasse Europas, zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ab, von wo aus sich ein unvergleichlicher Blick über den acht Kilometer langen Pasterzen-Gletscher bis zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner, bietet.

Ausstellungen und Naturlehrwege

Mit dem Straßenticket freier Eintritt zu allen Einrichtungen. Ausstellungen täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr. Die Möglichkeiten im Verlauf ab Mautstelle Ferleiten:

Piffkar

1 620 m ü. A.: Der landschaftsgerecht gestaltete Parkplatz hat Modellcharakter für ökologisch zeitgemäße Landschaftsarchitektur. Gleich neben dem Haus beginnt der Naturlehrweg Piffkar. Neun Schautafeln informieren über die Vegetation und die Vogelwelt in dieser Höhenstufe. In dem historischen Straßenwärterhaus sind immer wieder Ausstellungen zu sehen.

Im Gebäude selbst gab es 2010 die neue Ausstellung, die verschiedene Themen rund um die 75-jährige Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße beleuchtet. Der Höhepunkt der Ausstellung ist aber ein Zusammenschnitt verschiedener Filmszenen aus der Bauzeit, von der Eröffnungsfeier und den Anfangsjahren. Wer mehr zur Bauzeit wissen will, kann auch die Ausstellung "Bau der Straße" bei der Fuscher Lacke besuchen.

Hochmais

In 1 850 m ü. A. befindet sich die Informationsstelle Hochmais mit Schautafeln zum Thema "Gletscher, das Rotmoos und die Höhenstufen der Vegetation".

Haus "Alpine Naturschau"

 
Museum Alpine Naturschau

Diese Schau zeigt die hoch sensible und äußerst vielfältige Bergwelt der Hohen Tauern. Das Museum auf 2 300 m ü. A. Seehöhe entführt den Besucher in die Welt der alpinen Natur, erklärt deren ökologischen Zusammenhänge und zeigt ihm besondere Tiere im Nationalpark Hohe Tauern und Pflanzen im Nationalpark Hohe Tauern. Dabei werden die extremen Lebensbedingungen im Hochgebirge und Anpassungsstrategien von Tieren und Pflanzen mithilfe moderner Präsentationstechniken dargestellt.

Gezeigt wird auch ein Film über die Welt der Murmeltiere. Eine Sehschule der Natur, die auch an Schlechtwettertagen ein attraktives Ausflugsziel darstellt.

Ausstellung „Bau der Straße“

Auf 2 262 m ü. A. im alten Wegmacherhaus neben der Fuscher Lacke präsentiert diese Ausstellung eindrucksvoll die interessante Geschichte des Baues der Großglockner Hochalpenstraße (1930 bis 1935).

Edelweißstraße

Hauptartikel: Edelweißstraße

Im Bereich des Fuscher Törls führt eine Stichstraße auf die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es auch einen "Bikers Point" für Motorradfahrer.

Fuscher Törl

Hauptartikel: Fuscher Törl

Beim Fuscher Törl (2 482 m ü. A.) hat der Erbauer der Straße bewusst eine Bergspitze umfahren, um so den Besuchern einen perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Dort befindet sich auch eine vom Architekten Clemens Holzmeister errichtete Gedenkstätte für die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter.

Informationsstelle Greifvögel (2 320 m ü. A.)

Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke: Schautafeln über die heimischen Greifvögel.

Geologischer Lehrweg (2 290 m ü. A.)

 
Murmeltiere, die "pfiffigen" Bewohner des Nationalparks Hohe Tauern

An der Fuscher Lacke, einem kleinen See, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte der Errichtung der Straße und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden. Ein Rundweg um die Lacke (ca. 10 Minuten) sollte mit einer Rast beim "Mankeiwirt" (Mankei = umgangsprachlich für Murmeltier) abgeschlossen werden.

Hochtor

Hauptartikel: Hochtor

Am Scheitelpunkt der Straße in 2 503 m ü. A. wird die Passhöhe erreicht. Oberhalb des Tunnels wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 keltische und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus.

Die Ausstellung am Hochtor soll eine Zeitreise durch die Jahrtausende sein, in der der Glocknerübergang die kürzeste Handelsroute zwischen Nord und Süd darstellte. Sie erzählt auch von der Suche nach dem Rohstoff Bergkristall und von den Goldbergwerken entlang der Straße. Direkt neben der neuen Ausstellung wurde ein Zubau errichtet, der den Souvenir-Shop und einen großzügigen Gastrobereich beherbergt.

Über das Hochtor zieht auch alljährlich die Großglockner Wallfahrt hinunter nach Heiligenblut in Kärnten.

Hochtortunnel

In der Mitte des Hochtortunnels befindet sich die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde.

Schöneck (1 953 m ü. A.)

Die Gletscherstraße führt zunächst an den obersten Rand eines reinen Lärchenwaldes bei Schöneck zu einem Lehrweg über die Glocknerwiesen samt einer dort eingerichteten Naturschau. Mit bereits Blickkontakt auf den Großglockner fährt man bis zum Glocknerhaus in 2 131 m ü. A. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des Margaritzen-Stausees der Glockner-Kaprun-Kraftwerke.

Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

 
auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Hauptartikel: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Benannt nach dem Besuch des Kaisers Franz Joseph I., der von Heiligenblut 1856 auf diese Anhöhe stieg. Elisabeth, "Sisi", stieg nur bis zum Glocknerhaus auf.

Zu sehen ist der längste Gletscher der Ostalpen, die Pasterze. Im Besucherzentrum die Ausstellung „Großglockner“ mit verschiedenen Schwerpunkten.

Im Glocknerkino beeindrucken faszinierende Impressionen des Großglockners vom Universumfilmer Georg Riha und im Glockner-Panorama-Raum. Ergänzt wird das Besucherzentrum noch durch die Sonderschau „WasserLeben“ sowie dem Harmonieraum und einen Kraftraum, wo die verschiedenen Energiefelder der Region um den höchsten Berg Österreichs untersucht werden.

Ab 7. Juli 2011 wird im Besucherzentrum eine Daueraustellung „125 Jahre Automobilismus“ zu sehen sein.

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn führt von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe hinunter an den unteren Rand der Pasterze. Diese ist als einzige Einrichtung entlang der Großglockner Hochalpenstraße extra zu bezahlen. Für eine Besichtigung der Pasterze sollte man mit der Gletscherbahn etwa eine Stunde einplanen, geht man zu Fuß gute zwei Stunden.

Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

 
die Swarovski-Warte

Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am „Panoramaweg Kaiserstein“ gelegen, ist diese 1998 errichtete Besucherattraktion zu finden. Der markante Turm aus Glas und Holz symbolisiert einen Bergkristall. Im Inneren des Gebäudes können mit Hilfe ausgesucht leistungsstarker optischer Geräte Tiere in freier Wildbahn (Steinböcke), aber auch Bergsteiger bei der Großglocknerbezwingung beobachtet werden.

Beliebte Wanderwege ausgehend von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

 
Gamsgrubenweg innen
  • Gamsgrubenweg:
Diesen einmaligen Alpen-Panoramaweg hoch über der beeindruckenden Gletscherlandschaft der Pasterze mit Eisabbruch, Moräne und Gletscherzunge kann man gemütlich in 30 Minuten bis zur Hofmann-Hütte erwandern.
Am Ende des Weges, nach knapp einer Stunde Wanderung, kann man eine außerordentliche Rarität in den Alpen bestaunen: Gigantische Gletscherschliffe. Das sind auffallend glatte Felsen, die der mittlerweile abgeschmolzene Gletscher einst regelrecht poliert hatte. Denn ein Kubikmeter Eis wiegt fast eine Tonne. Ein langsam gleitender Gletscher von zehn Meter Dicke fräst somit den Fels mit fast zehn Tonnen Gewicht je Quadratmeter ab.
Unterhalb des Gamsgrubenweges fällt eine eigenartige Linie auf. Oberhalb Bewuchs mit Gras und Blumen, unterhalb nichts als glatter Fels. Diese Linie markiert den Höchststand der Pasterze um 1856, als Kaiser Franz Joseph I. bis zu der nach ihm benannten Höhe aufgestiegen ist.
  • Gletscherweg Pasterze:
Ein gesicherter alpiner Steig (Gehzeit ca. 30 Minuten hinunter, herauf ca. eine Stunde) führt direkt auf den Pasterzengletscher. Es besteht auch die Möglichkeit, die kostenpflichtige Gletscherbahn zu benützen. Von der Pasterze führt der Pasterzenweg mit seinen "Stoamandl'n" über den Margaritzen-Stausee weiter zum Glocknerhaus.
Unterhalb des Wasserfallwinkels ist die Pasterze noch rund 120 m dick (Stand Sommer 2007). Die Reibkraft des Gletschers ist dort enorm (siehe Gamsgrubenweg Beschreibung Gletscherschliff). Der abgeriebende Sand sammelt sich unter dem Gletscher, unterhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.
  • Panoramaweg Swarovski-Warte:
Vom Besucherzentrum weg führt dieser Weg oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe in ca. 10 Minuten Gehzeit zur einmaligen Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte. Von der Beobachtungswarte gemütlich weiter bis zum Franz-Josefs-Haus und zum Parkplatz (Gehzeit ca. 30 Minuten).

Veranstaltungen

Straßen-Öffnungszeiten

Geöffnet von Anfang Mai bis Anfang November - 2011 jedoch bereits ab dem Gründonnerstag vor Ostern, den 21. April 2011!
Nachtsperre: 15. Juni bis 15. September jeweils von 22:00 bis 05:00 Uhr
Vor- und Nachsaison von 20:30 bis 06:00 Uhr
Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre

Information

Großglockner Hochalpenstraßen AG
Rainerstraße 2
5020 Salzburg
Tel: 06 62 - 87 36 73 - 0
Fax: 06 62 - 87 36 73 - 13
Email: info@grossglockner.at

Die wichtigsten Daten im Überblick

Daten zur Straße

Länge:
Gesamtlänge: 48 km
Durchzugsstraße: 37,7 km
Edelweißstraße: 1,6 km
Gletscherstraße: 8,7 km
Steigungen bis 14 Prozent
Höhenangaben:
Höhenanstieg: Passtraße bis auf 2 504 m ü. A., Stichstraße "Edelweißspitze" bis auf 2 571 m ü. A.
Höchster Punkt der Durchzugsstraße: Hochtor (2 506 m ü. A.)
Höchster Punkt: Parkplatz Edelweißspitze (2 571 m ü. A.)
Kehren:
 
Osteinfahrt in den Mittertörltunnel
Kehrenradius: Mindestkehre 12 m
Kehrenradius im Durchschnitt: 15 m
Anzahl der Kehren:
27 Kehren auf der Durchzugsstraße
3 Kehren auf der Gletscherstraße
6 Kehren auf der Edelweißstraße
Parkplätze: insgesamt 35 Parkplätze für 3 400 PKW und 100 Busse
Tunnelhöhen: Mittertörl- und Hochtortunnel: 4,0 m
Schneeräumung:
Dauer: durchschnittlich 14 Tage (Stand 2010)
Schneemengen: Bis zu 800 000 m³, entsprechen einem Eisenbahnlastenzug von ca. 250 Kilometer Länge

Weblinks

Literaturtipps

Quellen

  • Presseinformationen der Großglockner Hochalpenstraßen AG
  • Großglockner Magazin, verschiedene Ausgaben
  • Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues von Dipl.-Ing. Franz Wallack, in der zweiten Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien

Fußnoten

  1. 1931 war nur die Teilstrecke Fusch - Ferleiten befahrbar, eröffnet am 15. Juli 1931
  2. ab 1967 wurde für Fahrräder keine Maut mehr erhoben