Mönchsberg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (erg links ~~~~)
(überarbeitet)
Zeile 8: Zeile 8:
 
[[Datei:Klausentor Humboldtterrasse vom Elisabethkai.jpg|thumb|[[Humboldtterrasse]] mit  [[Klausentor]]]]
 
[[Datei:Klausentor Humboldtterrasse vom Elisabethkai.jpg|thumb|[[Humboldtterrasse]] mit  [[Klausentor]]]]
 
Der '''Mönchsberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in [[Salzburg]] und Teil eines [[Landschaftsschutzgebiet]]es sowie Teil eines [[Landschaftsraum]]es der [[Salzburger Altstadt]]. Seine höchste Erhebung ist mit 508 m die [[Richterhöhe]].
 
Der '''Mönchsberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in [[Salzburg]] und Teil eines [[Landschaftsschutzgebiet]]es sowie Teil eines [[Landschaftsraum]]es der [[Salzburger Altstadt]]. Seine höchste Erhebung ist mit 508 m die [[Richterhöhe]].
 +
 +
== Name ==
 +
Der Name ''Mönchsberg'' ist von den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] abgeleitet.
  
 
== Geografie ==
 
== Geografie ==
Der Mönchsberg liegt westlich von [[Festungsberg]], [[Mönchsbergscharte]] und der [[Altstadt]]. Er erstreckt sich in Süd-Nord-Richtung von der [[Richterhöhe]], über eine markante Engstelle in seiner Mitte, am linken Ufer der Salzach entlang bis nach [[Mülln]]. Er hat die Form einer liegenden Acht oder einer Sanduhr. Er hat eine Länge von etwa 1,4 km und eine Breite von etwa 450 Metern. An seiner Engstelle am [[Siegmundstor]] ist nur 150 Meter breit.
+
Der Mönchsberg schließt sich westlich des [[Festungsberg]]s mit der [[Mönchsbergscharte]] an,  nordöstlich befindet sich die [[Altstadt]]. Er erstreckt sich in Süd-Nord-Richtung von der Richterhöhe über eine markante Engstelle in seiner Mitte über dem [[Sigmundstor]], orografisch links der [[Salzach]] entlang bis nach [[Mülln]]. Er hat die Form einer liegenden Acht oder einer Sanduhr, eine Länge von etwa 1,4 km und eine Breite von etwa 450 Metern. An seiner Engstelle über dem Sigmundstor ist nur 150 Meter breit.
 
 
== Name ==
 
Der Name ''Mönchsberg'' ist nach den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen [[Erzstift St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] abgeleitet.  
 
  
 
== Geologie ==
 
== Geologie ==
Er setzt sich in erster Linie aus [[Konglomerat]] zusammen. Der Konglomerat besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken aus feinkörnigen und mittelkörnigen Schichten, zwischen denen sich schmale Sandlagen befinden (meist Grobsand, sehr selten Feinsand). Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit gut als Nischen in den Felswänden erkennbar.
+
Er setzt sich in erster Linie aus [[Konglomerat]] zusammen. Der Konglomerat besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken aus feinkörnigen und mittelkörnigen Schichten, zwischen denen sich schmale Sandlagen befinden (meist Grobsand, sehr selten Feinsand). Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit gut als Nischen in den Felswänden erkennbar.
  
 
Bohrungen, die das Konglomerat durchstießen, zeigten, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern auf weicher [[Moräne|Grundmoräne]] bzw. auf [[Gosauschichten]] (Sandstein und Mergel) liegt. Im Bereich der vertikalen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die häufig mit Lehm gefüllt sind. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die [[Salzach]], während der Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass mitunter Wasser in das Gestein eindringt. Dadurch kommt es zu einem Auftrieb; der Reibungswiderstand wird reduziert, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Steinbruchwänden. Die natürlichen ebenfalls meist vertikalen Felswände sind unregelmäßiger und haben häufig Erosionskehlen, die durch das Abwittern der wenig verfestigten Lagen entstanden sind. An der Ostseite lassen sich ebenfalls Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung [[Mülln]] und [[Riedenburg]] wurde aus Verteidigungsgründen skarpiert (vertikal abgearbeitet).
 
Bohrungen, die das Konglomerat durchstießen, zeigten, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern auf weicher [[Moräne|Grundmoräne]] bzw. auf [[Gosauschichten]] (Sandstein und Mergel) liegt. Im Bereich der vertikalen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die häufig mit Lehm gefüllt sind. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die [[Salzach]], während der Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass mitunter Wasser in das Gestein eindringt. Dadurch kommt es zu einem Auftrieb; der Reibungswiderstand wird reduziert, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Steinbruchwänden. Die natürlichen ebenfalls meist vertikalen Felswände sind unregelmäßiger und haben häufig Erosionskehlen, die durch das Abwittern der wenig verfestigten Lagen entstanden sind. An der Ostseite lassen sich ebenfalls Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung [[Mülln]] und [[Riedenburg]] wurde aus Verteidigungsgründen skarpiert (vertikal abgearbeitet).
Zeile 24: Zeile 24:
 
Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Touristenziel dar.
 
Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Touristenziel dar.
  
== Bauten ==
+
== Geschichte ==
Der Mönchsberg bietet durch seine Lage und Form einen natürlichen Schutz, der die Bildung einer [[Iuvavum#Geschichte|Siedlung]] begünstigt. Durch zahlreiche Wehranlagen und Wehrtürme hat man die strategisch vorteilhafte Lage noch verstärkt.  
+
Der Mönchsberg bietet durch seine Lage und Form einen natürlichen Schutz, der an seiner Nordostseite die Bildung einer [[Iuvavum#Geschichte|Siedlung]] begünstigte. Durch zahlreiche Wehranlagen und Wehrtürme hatte man später die strategisch vorteilhafte Lage noch verstärkt.  
  
 
Die [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] auf dem Mönchsberg sind weitgehend erhalten.  
 
Die [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] auf dem Mönchsberg sind weitgehend erhalten.  
 
* Die [[Bürgerwehr]] wurde [[1487]]/[[1488]] als Teil der Stadtmauer errichtet.  
 
* Die [[Bürgerwehr]] wurde [[1487]]/[[1488]] als Teil der Stadtmauer errichtet.  
* Die [[Müllner Schanze]] mit den Wehrtürmen der [[Augustinerpforte (Müllner Schanze)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] wurde [[1621]] bis [[1644]] von Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] als Stadttor der frühen Neuzeit in Form eines dreistufigen Wehrbaues errichtet.
+
* Die [[Müllner Schanze]] mit den Wehrtürmen der [[Augustinerpforte (Müllner Schanze)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] wurde [[1621]] bis [[1644]] von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] als Stadttor der frühen Neuzeit in Form eines dreistufigen Wehrbaues errichtet.
 
* Der [[Schartenwall]] wurde [[1635]] errichtet und somit die Schwachstelle an der [[Mönchsbergscharte]] geschlossen.   
 
* Der [[Schartenwall]] wurde [[1635]] errichtet und somit die Schwachstelle an der [[Mönchsbergscharte]] geschlossen.   
  
Schon [[1137]] bis [[1143]] wurde der ''Stiftsarmstollen'' des [[Almkanal]]s bergmännisch durch den Berg getrieben, um das Wasser des Almkanals in die Stadt zu leiten. Dieses einzigartige Stollenbauwerk ist bis heute erhalten und kann während der jährlichen Almabkehr im September besichtigt werden.  
+
Schon [[1137]] bis [[1143]] wurde der Stiftsarmstollen des [[Almkanal]]s bergmännisch durch den Berg getrieben, um das Wasser des Almkanals in die Altstadt zu leiten. Dieses einzigartige Stollenbauwerk ist bis heute erhalten und kann während der jährlichen [[Almabkehr]] im [[September]] besichtigt werden.  
  
Die Äbte vom [[Erzstift St. Peter]] wohnten zeitweise in der [[Edmundsburg]] oberhalb der [[Felsenreitschule]]. Das älteste [[Observatorium Universität Salzburg|Observatorium der Universität Salzburg]] befand sich auf dem Mönchsberg unweit an der Stelle des heutigen [[Schloss Mönchstein|Schlosses Mönchstein]].
+
Die [[Äbte von St. Peter|Äbte]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] wohnten zeitweise in der [[Edmundsburg]] oberhalb der [[Felsenreitschule]]. Das älteste [[Observatorium Universität Salzburg|Observatorium der Universität Salzburg]] befand sich auf dem Mönchsberg auf dem Gebiet des heutigen [[Schloss Mönchstein|Schlosses Mönchstein]].
  
Das [[Sigmundstor]] (im Volksmund ''Neutor'' genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die Salzburger [[Altstadt]] mit dem Stadtteil [[Riedenburg]] im Westen.
+
In den frühen Morgenstunden des [[16. Juli]] [[1669]] fand auf die [[Gstättengasse]] der wohl schwerste [[Bergstürze|Bergsturz]] in der Stadt Salzburg statt.  
  
[[1874]]/[[1875]] wurde der erste [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserspeicher]] für [[Untersberg]]-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem auf dem bzw. im Berg gelegenen Speicher von 25 000 m³ mitversorgt.
+
Das [[Sigmundstor]] (im Volksmund ''Neutor'' genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die [[Altstadt]] mit dem [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Riedenburg]] im Westen.
  
[[1926]] wurde das [[Johannesschlössl]] durch die [[Kongregation der Pallottiner]] übernommen.  
+
[[1889]] entdeckte man eine Tropfsteinhöhle im Bereich von [[Bucklreuth]].  
  
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war das [[Café Winkler|Grand Café Winkler]] ein beliebter Treffpunkt der Salzburger, leicht zu erreichen mit dem [[Mönchsbergaufzug]].
+
[[1874]]/[[1875]] wurde der erste [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserspeicher]] für [[Untersberg]]-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem auf dem bzw. im Berg gelegenen [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälter]] von 25 000 m³ mitversorgt.
  
Im Mönchsberg befinden sich die [[Mönchsberggaragen]] mit Ausgängen in die Altstadt ([[Toscanini-Hof]], [[Bürgerspital]]) und einem direkten Zugang zu den [[Festspielhäuser]]n.  
+
Das [[Johannesschlössl]] entstand im [[16. Jahrhundert]] und ist heute im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]].  
  
Bekannt ist auch das [[Freyschlösschen]], auch ''Freyvilla'' genannt.
+
Das [[Grand Café Winkler]] begann als [[Restauration Elektrischer Aufzug]] Ende des [[19. Jahrhundert]]s und wurde nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein beliebter Treffpunkt der Salzburger, bis es in den [[1990er]] abgerissen wurde. An seiner Stelle entstanden das [[Restaurant M32]] und das [[Museum der Moderne Mönchsberg]], leicht zu erreichen mit dem [[Mönchsbergaufzug]].
  
== Gastronomie ==
+
Am [[10. Juli]] [[1907]] gelang der erste der beiden bisherigen Nachweise einer [[Choristoneura murinana]] am  Mönchsberg.
* [[Restaurant Stadtalm]]
 
* [[Restaurant M32]]
 
  
== Museum ==
+
Im Mönchsberg befinden sich die [[Mönchsberggaragen]] mit Ausgängen in die Altstadt ([[Toscanini-Hof]] und [[Bürgerspital]]) und einem direkten Zugang zu den [[Festspielhäuser]]n.  
Auf dem Mönchsberg befindet sich das Salzburger [[Museum der Moderne]]. Im [[Wassermuseum Mönchsberg]] erfährt man Wissenswertes rund um die [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]].  
 
  
== Aussichtspunkte ==
+
Bekannt ist auch das [[Freyschlösschen]], auch ''Freyvilla'' genannt.
* [[Müllner Schanze]]: sehr schöner Panorama-Blick auf [[Mülln]], [[Elisabeth-Vorstadt]] und [[Neustadt]], bis [[Maria Plain]], sowie [[Haunsberg]] und [[Heuberg]]
 
* [[Humboldtterrasse]]: (historischer Name: ''Klausenkavalier''), dort hat man einen sehr schönen Panorama-Blick auf beide Teile der Altstadt links und rechts der Salzach, den [[Kapuzinerberg]], sowie auf die Neustadt.
 
* [[Bürgerwehr]]: Blick auf innere [[Riedenburg]], [[Rainberg]], sowie [[Maxglan]]
 
* Engstelle über dem [[Neutor]]: Blick auf beide Teile der Altstadt links und rechts der Salzach
 
* [[Richterhöhe]]: dort hat man ein freies Sichtfeld nach Süden auf das Panorama in [[Salzburger Becken]], zB [[Schloss Leopoldskron]], [[Hellbrunn]], [[Untersberg]], [[Göllstock]], [[Tennengebirge]], sowie insbesondere [[Festung Hohensalzburg]].
 
 
 
== Geschichte ==
 
In den frühen Morgenstunden des [[16. Juli]] [[1669]] fand in der [[Gstättengasse]] der wohl schwerste [[Bergstürze|Bergsturz]] in der Stadt Salzburg statt.
 
 
 
[[1889]] entdeckte man eine Tropfsteinhöhle im Bereich von [[Bucklreuth]].  
 
  
== Erwähnenswert ==
+
=== Mönchsberg in alten Ansichten ===
Bis in die [[1980er]] Jahre wurde der Mönchsberg zeitweise von einem Obdachlosen als Domizil bzw. als Schlafstätte genutzt.
 
 
 
== Fauna ==
 
Am [[10. Juli]] [[1907]] gelang der erste der beiden bisherigen Nachweise einer [[Choristoneura murinana]] am  Mönchsberg.
 
 
 
== Mönchsberg in alten Ansichten ==
 
 
<gallery>
 
<gallery>
 
Datei:Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 22 Mönchsberg.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner|Stadtansicht 1740]]  
 
Datei:Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 22 Mönchsberg.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner|Stadtansicht 1740]]  
Zeile 80: Zeile 61:
 
</gallery>
 
</gallery>
  
== Weblinks ==
+
== Aussichtspunkte ==
* {{wikipedia-de|Mönchsberg}}
+
* [[Müllner Schanze]]: sehr schöner Panoramablick auf [[Mülln]], die [[Elisabeth-Vorstadt]] und die [[Neustadt]], bis nach [[Maria Plain]], zum [[Haunsberg]] und [[Heuberg]];
* [http://www.buergergarde-salzburg.at/AS_Buergergarde_Salzburg/06__2003nnnn_Der_Gardist_Jg_23_34-38_Der_Moenchsberg.pdf Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte]
+
* [[Humboldtterrasse]], historischer Name ''Klausenkavalier'': von dort hat man einen sehr schönen Panoramablick auf beide Teile der Altstadt links und rechts der Salzach, den [[Kapuzinerberg]] sowie auf die Neustadt;
* [http://salzburg.cityful.com/de/Relax/Natur/Moenchsberg Infos und Fotos zum Mönchsberg auf dem online Stadtführer cityful.com]
+
* [[Bürgerwehr]]: Blick auf die innere [[Riedenburg]], den [[Rainberg]] sowie [[Maxglan]];
 +
* Engstelle über dem [[Neutor]]: Blick auf beide Teile der Altstadt links und rechts der Salzach
 +
* [[Richterhöhe]]: von dort hat man ein freies Sichtfeld nach Süden auf das Panorama des [[Salzburger Becken]]s und die umgebende Bergwelt, z. B. [[Schloss Leopoldskron]], [[Hellbrunn]], [[Untersbergstock]], [[Göllstock]], [[Tennengebirge]], sowie insbesondere zur [[Festung Hohensalzburg]].
 +
 
 +
== Gastronomie ==
 +
* Restaurant im [[Hotel Schloss Mönchstein]]
 +
* [[Restaurant Stadtalm]]
 +
* [[Restaurant M32]]
 +
 
 +
== Museen ==
 +
Auf dem Mönchsberg befinden sich das Salzburger [[Museum der Moderne]] und das [[Wassermuseum Mönchsberg]], in dem man Wissenswertes rund um die [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] erfährt.  
  
 
== Bilder ==
 
== Bilder ==
Zeile 89: Zeile 80:
 
{{Commonscat|Mönchsberg, Salzburg}}
 
{{Commonscat|Mönchsberg, Salzburg}}
 
== Literatur und Quellen ==
 
== Literatur und Quellen ==
* Del-Negro, Walter: ''Geologie der österreichischen Bundesländer in kurz gefassten Einzeldarstellungen'', Salzburg/Wien 21970.
+
* [[Walter Del-Negro|Del-Negro, Walter]]: ''Geologie der österreichischen Bundesländer in kurz gefassten Einzeldarstellungen'', Salzburg/Wien 21970.
 
* [[Wilhelm Donner|Donner, Wilhelm]]: ''Beiträge zur Geologie der Stadt Salzburg'' (ungedr. naturw. Diss. Salzburg), Salzburg 1987.
 
* [[Wilhelm Donner|Donner, Wilhelm]]: ''Beiträge zur Geologie der Stadt Salzburg'' (ungedr. naturw. Diss. Salzburg), Salzburg 1987.
* [[Katrin Hauer|´]]: ''Der plötzliche Tod. [[Bergstürze]] in Salzburg und Plurs kulturhistorisch betrachtet'', Wien: LIT-Verlag 2009. [http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50039-7]
+
* [[Katrin Hauer|Hauer, Katrin]]: ''Der plötzliche Tod. [[Bergstürze]] in Salzburg und Plurs kulturhistorisch betrachtet'', Wien: LIT-Verlag 2009. [http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50039-7]
* Katrin : ''Der Bergsturz des Mönchsbergs in der Stadt Salzburg von [[1669]]. Wahrnehmung, Deutung und Bewältigung'', in: Historische Sozialkunde, Themenheft 2/2008: Naturkatastrophen (Hg. Christian Rohr), Wien 2008, 21-31.
+
* Hauer, Katrin: ''Der Bergsturz des Mönchsbergs in der Stadt Salzburg von [[1669]]. Wahrnehmung, Deutung und Bewältigung'', in: Historische Sozialkunde, Themenheft 2/2008: Naturkatastrophen (Hg. Christian Rohr), Wien 2008, 21-31.
 
* [[Alois Kieslinger|Kieslinger, Alois]]: ''Die nutzbaren Gesteine Salzburgs'', Salzburg/Stuttgart 1964.
 
* [[Alois Kieslinger|Kieslinger, Alois]]: ''Die nutzbaren Gesteine Salzburgs'', Salzburg/Stuttgart 1964.
 
* [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: ''Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte'' in: Der Gardist – Jahresschrift der Bürgergarde der Stadt Salzburg, 23. Jahrgang, 2003
 
* [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: ''Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte'' in: Der Gardist – Jahresschrift der Bürgergarde der Stadt Salzburg, 23. Jahrgang, 2003
* Medicus, Reinhard: ''Die Felsen des Mönchsbergs und ihre Geschichte'' in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 53. Jahrgang, 3. Folge, Salzburg 2004
+
* Medicus, Reinhard: ''Die Felsen des Mönchsbergs und ihre Geschichte'' in: [[Bastei]] – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 53. Jahrgang, 3. Folge, Salzburg 2004
 
* v: ''Dreißigjähriger Krieg und Müllner Schanze – Rekonstruktion einer Wehranlage'' in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54. Jahrgang, 1. Folge, Salzburg 2005
 
* v: ''Dreißigjähriger Krieg und Müllner Schanze – Rekonstruktion einer Wehranlage'' in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54. Jahrgang, 1. Folge, Salzburg 2005
 
* v: ''Die alte Bürgerwehr am Mönchsberg und ihre Geschichte'' in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 53. Jahrgang, 2. Folge, Salzburg 2004
 
* v: ''Die alte Bürgerwehr am Mönchsberg und ihre Geschichte'' in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 53. Jahrgang, 2. Folge, Salzburg 2004
 
{{Quelle Franz Martin}}
 
{{Quelle Franz Martin}}
 +
== Weblinks ==
 +
* [http://www.buergergarde-salzburg.at/AS_Buergergarde_Salzburg/06__2003nnnn_Der_Gardist_Jg_23_34-38_Der_Moenchsberg.pdf Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte]
 +
* [http://salzburg.cityful.com/de/Relax/Natur/Moenchsberg Infos und Fotos zum Mönchsberg auf dem online Stadtführer cityful.com]
  
 
{{Stadtteile Stadt Salzburg}}
 
{{Stadtteile Stadt Salzburg}}

Version vom 14. November 2017, 10:06 Uhr

Datei:Mönchsberg Panorama Ostseite 01.jpg
Panorama: Mönchsberg (Ostseite)
Karte
Blick von der Wallfahrtsbasilika Maria Plain auf den Salzburger Stadtteil Mülln und den Nordabfall des Mönchsbergs, für Details Bild anklicken
Richterhöhe: Denkmal für Eduard Richter
Bürgermeisterloch, Blick von Nonntal

Der Mönchsberg ist ein Stadtberg in Salzburg und Teil eines Landschaftsschutzgebietes sowie Teil eines Landschaftsraumes der Salzburger Altstadt. Seine höchste Erhebung ist mit 508 m die Richterhöhe.

Name

Der Name Mönchsberg ist von den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen Benediktinerkloster St. Peter abgeleitet.

Geografie

Der Mönchsberg schließt sich westlich des Festungsbergs mit der Mönchsbergscharte an, nordöstlich befindet sich die Altstadt. Er erstreckt sich in Süd-Nord-Richtung von der Richterhöhe über eine markante Engstelle in seiner Mitte über dem Sigmundstor, orografisch links der Salzach entlang bis nach Mülln. Er hat die Form einer liegenden Acht oder einer Sanduhr, eine Länge von etwa 1,4 km und eine Breite von etwa 450 Metern. An seiner Engstelle über dem Sigmundstor ist nur 150 Meter breit.

Geologie

Er setzt sich in erster Linie aus Konglomerat zusammen. Der Konglomerat besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken aus feinkörnigen und mittelkörnigen Schichten, zwischen denen sich schmale Sandlagen befinden (meist Grobsand, sehr selten Feinsand). Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit gut als Nischen in den Felswänden erkennbar.

Bohrungen, die das Konglomerat durchstießen, zeigten, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern auf weicher Grundmoräne bzw. auf Gosauschichten (Sandstein und Mergel) liegt. Im Bereich der vertikalen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die häufig mit Lehm gefüllt sind. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die Salzach, während der Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass mitunter Wasser in das Gestein eindringt. Dadurch kommt es zu einem Auftrieb; der Reibungswiderstand wird reduziert, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Steinbruchwänden. Die natürlichen ebenfalls meist vertikalen Felswände sind unregelmäßiger und haben häufig Erosionskehlen, die durch das Abwittern der wenig verfestigten Lagen entstanden sind. An der Ostseite lassen sich ebenfalls Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung Mülln und Riedenburg wurde aus Verteidigungsgründen skarpiert (vertikal abgearbeitet).

Am Mönchsberg herrschten zwei Arten von Massenbewegungen vor: Kleine Steinschläge, die durch oberflächliche Verwitterung ausgelöst wurden und Felsstürze bis zu ca. 100 000 m³.

Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Touristenziel dar.

Geschichte

Der Mönchsberg bietet durch seine Lage und Form einen natürlichen Schutz, der an seiner Nordostseite die Bildung einer Siedlung begünstigte. Durch zahlreiche Wehranlagen und Wehrtürme hatte man später die strategisch vorteilhafte Lage noch verstärkt.

Die Wehrbauten auf dem Mönchsberg sind weitgehend erhalten.

Schon 1137 bis 1143 wurde der Stiftsarmstollen des Almkanals bergmännisch durch den Berg getrieben, um das Wasser des Almkanals in die Altstadt zu leiten. Dieses einzigartige Stollenbauwerk ist bis heute erhalten und kann während der jährlichen Almabkehr im September besichtigt werden.

Die Äbte des Erzstifts St. Peter wohnten zeitweise in der Edmundsburg oberhalb der Felsenreitschule. Das älteste Observatorium der Universität Salzburg befand sich auf dem Mönchsberg auf dem Gebiet des heutigen Schlosses Mönchstein.

In den frühen Morgenstunden des 16. Juli 1669 fand auf die Gstättengasse der wohl schwerste Bergsturz in der Stadt Salzburg statt.

Das Sigmundstor (im Volksmund Neutor genannt) wurde von 1764 bis 1766 erbaut. Es verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Riedenburg im Westen.

1889 entdeckte man eine Tropfsteinhöhle im Bereich von Bucklreuth.

1874/1875 wurde der erste Wasserspeicher für Untersberg-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem auf dem bzw. im Berg gelegenen Hochbehälter von 25 000 m³ mitversorgt.

Das Johannesschlössl entstand im 16. Jahrhundert und ist heute im Besitz der Kongregation der Pallottiner.

Das Grand Café Winkler begann als Restauration Elektrischer Aufzug Ende des 19. Jahrhunderts und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ein beliebter Treffpunkt der Salzburger, bis es in den 1990er abgerissen wurde. An seiner Stelle entstanden das Restaurant M32 und das Museum der Moderne Mönchsberg, leicht zu erreichen mit dem Mönchsbergaufzug.

Am 10. Juli 1907 gelang der erste der beiden bisherigen Nachweise einer Choristoneura murinana am Mönchsberg.

Im Mönchsberg befinden sich die Mönchsberggaragen mit Ausgängen in die Altstadt (Toscanini-Hof und Bürgerspital) und einem direkten Zugang zu den Festspielhäusern.

Bekannt ist auch das Freyschlösschen, auch Freyvilla genannt.

Mönchsberg in alten Ansichten

Aussichtspunkte

Gastronomie

Museen

Auf dem Mönchsberg befinden sich das Salzburger Museum der Moderne und das Wassermuseum Mönchsberg, in dem man Wissenswertes rund um die Wasserversorgung der Stadt Salzburg erfährt.

Bilder

 Mönchsberg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Mönchsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Literatur und Quellen

  • Del-Negro, Walter: Geologie der österreichischen Bundesländer in kurz gefassten Einzeldarstellungen, Salzburg/Wien 21970.
  • Donner, Wilhelm: Beiträge zur Geologie der Stadt Salzburg (ungedr. naturw. Diss. Salzburg), Salzburg 1987.
  • Hauer, Katrin: Der plötzliche Tod. Bergstürze in Salzburg und Plurs kulturhistorisch betrachtet, Wien: LIT-Verlag 2009. [1]
  • Hauer, Katrin: Der Bergsturz des Mönchsbergs in der Stadt Salzburg von 1669. Wahrnehmung, Deutung und Bewältigung, in: Historische Sozialkunde, Themenheft 2/2008: Naturkatastrophen (Hg. Christian Rohr), Wien 2008, 21-31.
  • Kieslinger, Alois: Die nutzbaren Gesteine Salzburgs, Salzburg/Stuttgart 1964.
  • Medicus, Reinhard: Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte in: Der Gardist – Jahresschrift der Bürgergarde der Stadt Salzburg, 23. Jahrgang, 2003
  • Medicus, Reinhard: Die Felsen des Mönchsbergs und ihre Geschichte in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 53. Jahrgang, 3. Folge, Salzburg 2004
  • v: Dreißigjähriger Krieg und Müllner Schanze – Rekonstruktion einer Wehranlage in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54. Jahrgang, 1. Folge, Salzburg 2005
  • v: Die alte Bürgerwehr am Mönchsberg und ihre Geschichte in: Bastei – Zeitschrift für die Erhaltung von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 53. Jahrgang, 2. Folge, Salzburg 2004
  • Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006

Weblinks

Salzburger Stadtteile und Landschaftsräume in der Stadt Salzburg