Karl Reisenbichler: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Karl Reisenbichler''' (* [[2. März]] [[1885]] in Attersee, [[Oberösterreich]]; † [[21. Dezember]] [[1962]] in [[Großgmain]]) war Maler und Radierer.
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[[Datei:Waagplatz_1_Salzburg_Sgraffito_Reisenbichler.jpg|thumb|Signierung des Sgraffitos am Haus [[Waagplatz 1]] von Karl Reisenbichler.]]
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'''Karl Reisenbichler''' (* [[2. März]] [[1885]] in Attersee, [[Oberösterreich]]; † [[21. Dezember]] [[1962]] in der [[Stadt Salzburg]]) war Maler und Radierer.
  
 
==Leben==
 
==Leben==
Reisenbichler begann in Wien nach der Schulausbildung mit dem Musikstudium und sattelte bald auf das Kunststudium, Malerei und Grafik um. Nach vielen Studienreisen nach [[Island]], [[Schweden]], der [[Schweiz]], [[Italien]] und [[Deutschland]] wurde Karl Reisenbichler um [[1939]] Sachbearbeiter für bildende Kunst im Gaukulturamt (für den damaligen [[Reichsgau Salzburg]], später oberster Kunstfunktionär des Reichsgaus. In [[Salzburg]] wohnte der Künstler in der [[Vierthalerstraße]] Nr. 4. Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] zog sich der politisch gebrochene Künstler verarmt nach Großgmain zurück.     
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Reisenbichler begann in [[Wien]] nach der Schulausbildung mit dem Musikstudium und sattelte bald auf das Kunststudium, Malerei und Grafik um. Nach vielen Studienreisen nach [[Island]], [[Schweden]], der [[Schweiz]], [[Italien]] und [[Deutschland]] wurde Karl Reisenbichler um [[1939]] Sachbearbeiter für bildende Kunst im Gaukulturamt (für den damaligen [[Reichsgau Salzburg]], später oberster Kunstfunktionär des Reichsgaus. In Salzburg wohnte der Künstler in der [[Vierthalerstraße (Stadt Salzburg)|Vierthalerstraße]] Nr. 4. Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] zog sich der politisch gebrochene Künstler verarmt nach [[Großgmain]] zurück.     
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[[Datei:Das Bauernjahr auf der Fassade der Volksschule.jpg|thumb|right|Das Bauernjahr an der Fassade der Volksschule Großgmain.]]
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Sein letzter künstlerischer Auftrag war [[1954]] ein Sgraffito an der Außenseite der [[Volksschule Großgmain]], mit der Darstellung des Bauernkalenders. Diese Aufgabe konnte der schwerkranke Maler nur durch äußerste Anstrengung erfüllen. Das Weitergeben von kulturellen Werten blieb bis zuletzt sein Anliegen.
  
Sein letzter künstlerischer Auftrag war [[1954]] ein Sgraffito an der Außenseite der Volksschule in Großgmain, mit der Darstellung des "Bauernkalenders". Diese Aufgabe konnte der schwerkranke Maler nur durch äußerste Anstrengung erfüllen. Das Weitergeben von kulturellen Werten blieb bis zuletzt sein Anliegen. Er verstarb völlig verarmt am 21. Dezember 1962 im [[Landeskrankenhaus Salzburg]].
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Reisenbichler verstarb völlig verarmt am 21. Dezember 1962 im [[Landeskrankenhaus Salzburg]]. Er liegt am [[Friedhof Großgmain|Friedhof]] von Großgmain begraben.
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In Salzburg-[[Aigen]] erinnert die [[Karl-Reisenbichler-Straße]] an den Künstler der [[Zwischenkriegszeit]], in Großgmain ist seine Grabstätte.
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== Ehrung ==
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In Salzburg-[[Aigen]] erinnert die [[Karl-Reisenbichler-Straße]] an den Künstler der [[Zwischenkriegszeit]].
  
 
==Werke==
 
==Werke==
=====Bürgerstuben, Bürgerhäuser, Bürgerstolz=====
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===Bürgerstuben, Bürgerhäuser, Bürgerstolz===  
In der Bürgerstube des Salzburger [[Sternbräu]]s spiegelt sich die Geschichte der Bürgerkultur dieser Stadt. Wer den großangelegten Bilderzyklus des Malers Karl Reisenbichler um [[1924]] betrachtet, kann die Geschichte des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums Salzburg]] wie in einem aufgeschlagenen Bilderbuch ablesen. In der wirtschaftlich sehr schlechten Zwischenkriegszeit erhielt der Maler Karl Reisenbichler um 1924 den Auftrag, "einen wandbedeckenden Ölbilderzyklus" für den neugebauten "Bürgersaal" im [[Sternbräu]] zu gestalten. "Für Kost und Quartier" schuf er "Acht Historienbilder über die [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernaufstände]], die [[Salzburger Dult]], den Zug der Kaufleute über den [[Radstädter Tauern]], und die Verbrennung einer Hexe auf dem [[Kapuzinerberg]]".     
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In der Bürgerstube des Salzburger [[Sternbräu]]s spiegelt sich die Geschichte der Bürgerkultur dieser Stadt. Wer den großangelegten Bilderzyklus des Malers Karl Reisenbichler um [[1924]] betrachtet, kann die Geschichte des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]] wie in einem aufgeschlagenen Bilderbuch ablesen. In der wirtschaftlich sehr schlechten Zwischenkriegszeit erhielt der Maler Karl Reisenbichler um 1924 den Auftrag, "einen wandbedeckenden Ölbilderzyklus" für den neugebauten "Bürgersaal" im [[Sternbräu]] zu gestalten. "Für Kost und Quartier" schuf er acht Historienbilder über die [[Salzburger Bauernaufstände|Bauernaufstände]], die [[Salzburger Dult]], den Zug der Kaufleute über den [[Radstädter Tauern]], und die Verbrennung einer [[Hexenprozess|Hexe]] auf dem [[Kapuzinerberg]].     
  
Großes Staunen erwecken heute noch die Belagerung der [[Festung Hohensalzburg|Festung]] durch die aufständischen Bauern um [[1525]] mit dem Freiherrn [[Georg von Frundsberg]] um [[1526]], wie auch die Darstellung der alten Salzburger Dult am Platzl vor dem [[Salzburger Dom]]. Frauen, Mütter und Kinder beeinflussen auf ihre Weise die großzügige Szenerie inmitten der Hast des Alltages in der nahen [[Getreidegasse]]. Einige markante [[Erzbischof|Erzbischöfe]], "[[Leonhard von Keutschach]] mit dem Rübenwappen 1495 - 1519", die "Flucht des [[Wolf Dietrich von Raitenau]] 1587 – 1612", und das stirnseitige Gemälde mit der Verbrennung einer [[Hexenprozess|Hexe]] auf dem Scheiterhaufen am [[Kapuzinerberg]] ergänzen die am Originalplatz erhaltene Sammlung.       
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Großes Staunen erwecken heute noch seine Bilder von der Belagerung der [[Festung Hohensalzburg|Festung]] durch die aufständischen Bauern um [[1525]] mit dem Freiherrn [[Georg von Frundsberg]] [[1526]], wie auch die Darstellung der alten [[Salzburger Dult]] am [[Platzl]] und vor dem [[Salzburger Dom]]. Frauen, Mütter und Kinder beeinflussen auf ihre Weise die großzügige Szenerie inmitten der Hast des Alltages in der nahen [[Getreidegasse]]. Einige markante [[Erzbischöfe]], "[[Leonhard von Keutschach]] mit dem Rübenwappen 1495–1519", die "'lucht des [[Wolf Dietrich von Raitenau]] 1587–1612", und das stirnseitige Gemälde mit der Verbrennung einer Hexe auf dem Scheiterhaufen auf dem Kapuzinerberg ergänzen die am Originalplatz erhaltene Sammlung.       
  
Bräustuben, Bürgerstuben in altehrwürdigen Gasthöfen mit Dienern, Knechten sowie Umspannmöglichkeiten für Pferd und Wagen waren einst die Zufluchtsstätten der Reisenden, in denen die kulinarischen Genüsse nie zu kurz kamen. Das Sternbräu mit seiner jahrhundertealten Braugeschichtstradition, das vermutlich schon im [[13. Jahrhundert]] in der "Trabgasse" an dieser Stelle bestand, ist auch heute noch eine Art Schlupfwinkel, eine Oase für Einheimische und Gäste aus aller Welt geblieben.       
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Bräustuben, Bürgerstuben in altehrwürdigen Gasthöfen mit Dienern, Knechten sowie Umspannmöglichkeiten für Pferd und Wagen waren einst die Raststätten der Reisenden, in denen die kulinarischen Genüsse nie zu kurz kamen. Das Sternbräu mit seiner jahrhundertealten Braugeschichtstradition, das vermutlich schon im [[13. Jahrhundert]] in der "Trabgasse" (Getreidegasse) an dieser Stelle bestand, ist auch heute noch eine Art Schlupfwinkel, eine Oase für Einheimische und Gäste aus aller Welt geblieben.       
  
Die [[1926]] für den "Platzlkeller" entstandenen Salzburger Wandbilder Reisenbichlers befinden sich nun zusammengeschnitten in den Stuben des Sternbräus, Eingang [[Griesgasse]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war Reisenbichler als Kriegsfreiwilliger in [[Russland]], ab [[1916]] Kriegsmaler beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59]]. Einige Kriegs- und Todesallegoriebilder, über die Verwüstungen des Krieges, das Elend der Krüppel und die Präsenz des Todes, die ihn in den Bann schlugen, befinden sich im [[Rainer-Regiments-Museum]] auf der [[Festung Hohensalzburg]].     
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Die [[1926]] für den [[Platzlkeller]] entstandenen Salzburger Wandbilder Reisenbichlers befinden sich nun zusammengeschnitten in den Stuben des Sternbräus, Eingang [[Griesgasse]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war Reisenbichler als Kriegsfreiwilliger in [[Russland]], ab [[1916]] Kriegsmaler beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59]]. Einige Kriegs- und Todesallegoriebilder, über die Verwüstungen des Krieges, das Elend der Krüppel und die Präsenz des Todes, die ihn in den Bann schlugen, befinden sich im [[Rainer-Regiments-Museum]] auf der Festung Hohensalzburg.     
  
=====Notgeldentwürfe=====
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===Notgeldentwürfe===  
Nach den schwierigen Nachkriegsjahren, durch die Einbrüche für das Kunstinteresse, denen bittere Not, Elend und Arbeitslosigkeit vorausgingen, hielt sich der Maler mit Entwürfen für Künstlerpostkarten, Exlibris, Radierungen, und später Tusch-Zeichnungen der "Salzburger Mappen" über Wasser. Eine gute Einnahmequelle für Reisenbichler waren die Entwürfe für das [[Notgeld]] Die Marktgemeinde [[St. Wolfgang]] leistete sich diesen Künstler der "Neukunstgruppe" und des "[[Wassermann]]" für die Raritäten der Österreichischen Währungsgeschichte um [[1920]], die kurz nach der Auflage ein begehrtes Sammelobjekt waren: 10, 20, 50 Heller, Vorder- und Rückseite nach Original-Radierungen des Malers Karl Reisenbichler, aus dem [[Anton Faistauer|Faistauerkreis]], hergestellt im [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Druckhaus Kiesel Salzburg]] am [[15. August]] [[1920]]. Weder vor noch nach der Notgeldperiode hat es bildlich so schöne Geldscheine gegeben wie gerade zu dieser Zeit. Durch seine Geburt am [[Attersee]] fühlte sich Karl Reisenbichler dem [[Salzkammergut]] in einer besonderen Weise verbunden. Seine Heimatkunst, Darstellungen der bäuerlichen Bevölkerung, Landschaftsmalerei, der Tracht und volkskundlichen Themen blieb er durch kräftige Farbgebung ein Leben lang treu.
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Nach den schwierigen Nachkriegsjahren (Erster Weltkrieg), durch die Einbrüche für das Kunstinteresse, denen bittere Not, Elend und Arbeitslosigkeit vorausgingen, hielt sich der Maler mit Entwürfen für Künstlerpostkarten, Exlibris, Radierungen, und später Tusch-Zeichnungen der "[[Salzburger Mappen]]" über Wasser. Eine gute Einnahmequelle für Reisenbichler waren die Entwürfe für das [[Notgeld]]. Die Marktgemeinde [[St. Wolfgang]] leistete sich diesen Künstler der "Neukunstgruppe" und des "[[Wassermann]]" für die Raritäten der Österreichischen Währungsgeschichte um 1920, die kurz nach der Auflage ein begehrtes Sammelobjekt waren: 10, 20, 50 Heller, Vorder- und Rückseite nach Original-Radierungen des Malers Karl Reisenbichler, aus dem [[Anton Faistauer|Faistauerkreis]], hergestellt im [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Druckhaus Kiesel Salzburg]] am [[15. August]] [[1920]]. Weder vor noch nach der Notgeldperiode hat es bildlich so schöne Geldscheine gegeben wie gerade zu dieser Zeit. Durch seine Geburt am [[Attersee]] fühlte sich Karl Reisenbichler dem [[Salzkammergut]] in einer besonderen Weise verbunden. Seine Heimatkunst, Darstellungen der bäuerlichen Bevölkerung, Landschaftsmalerei, der Tracht und volkskundlichen Themen blieb er durch kräftige Farbgebung ein Leben lang treu.
  
=====Sgraffito-Technik − Neue Sachlichkeit=====
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===Sgraffito-Technik − "Neue Sachlichkeit"===  
Ab [[1927]] wendet sich der Akademische Maler Karl Reisenbichler der Sgraffito-Technik, der "Neuen Sachlichkeit", vor allem der haltbaren Mehrfarbentechnik und der Entwicklung neuer Ausdrucksformen des Neosgraffito für Ornamentik und Architektur-Design am Bau zu. Der Maler wagte den Schritt zur plastischen Wirkung durch die Mehrfarbigkeit und der Beständigkeit der Außenmalereien. Durch Übereinanderlegen von mehreren feuchten Farbputzschichten erzielte er große Unterschiede zur herkömmlichen Bearbeitungsweise. Durch Kratzen und Bürsten, durch teilweises Stehenlassen der höheren Farbschicht kam die Bildgestaltung freskoartiger Technik nahe.     
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[[Datei:Reisenbichler Sgrafitto Rathausplatz.jpg|thumb|Das [[Sgraffito am Thalhammer-Haus von Karl Reisenbichler|Sgraffito am Thalhammer-Haus]].]]
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Ab [[1927]] wendet sich der Akademische Maler Karl Reisenbichler der Sgraffito-Technik, der "Neuen Sachlichkeit", vor allem der haltbaren Mehrfarbentechnik und der Entwicklung neuer Ausdrucksformen des Neosgraffito für Ornamentik und Architektur-Design am Bau, zu. Der Maler wagte den Schritt zur plastischen Wirkung durch die Mehrfarbigkeit und der Beständigkeit der Außenmalereien. Durch Übereinanderlegen von mehreren feuchten Farbputzschichten erzielte er große Unterschiede zur herkömmlichen Bearbeitungsweise. Durch Kratzen und Bürsten, durch teilweises Stehenlassen der höheren Farbschicht kam die Bildgestaltung freskoartiger Technik nahe.     
  
Für seinen großen Auftrag zur "Außenbemalung des [[Textilhaus Thalhammer|Kaufhauses Thalhammer]] am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)|Rathausplatz]]" und um die "Gestaltung des monumentalen Bildschmuckes der Außenarchitektur einzuleiten", zog sich der Künstler für einige Wochen in den [[Lungau]] zurück, um Skizzen einzelner handwerklicher Arbeiten (Bewegung des Menschen, aber auch der Pflanzen und Tierwelt, Schafschur, Web-, Walkszenen, Färberei, Frächterei) für das ca 100 m² große Kunstwerk vorzubereiten. Im August [[1927]] erregten die Arbeiten aufgrund der zu befürchtenden Verkehrsstörungen in der "räumlichen Enge der [[Altstadt]]" großes Aufsehen. "Das Für und Wider erreichte derartige Anteilnahme, daß selbst die Polizei daran teilnahm."
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==== Sgraffito von Karl Reisenbichler am Textilhaus Thalhammer ====
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:'' Hauptartikel [[Sgraffito am Thalhammer-Haus von Karl Reisenbichler]]  
  
In elf Sgraffito-Darstellungen wird die Tucherzeugung von der Schafschur bis zur fertigen Kleiderverarbeitung zum Ausdruck gebracht. Ein Spruchband mit Texten des Künstlers verbindet die einzelnen Schmuckbilder des Frieses am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)]].      
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====Kaffeehaus Lohr====
# "Die Wolle die man hier gewinnt und an dem Rad zu Garne spinnt die wird allhier zu Tuch gemacht.
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[[Datei:Reisenbichler-Sgraffito, Auszug.jpg|thumb|"Gar mancher glaubt, was er gewonnen,<br/>Das sei von ewigem Bestand."]]
# und ferner nach der Walch gebracht, es folgt Farb und Scher hierauf
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[[Datei:Denksteinhaus Salzburg Sgraffito.JPG|thumb|Sgraffito an der Fassade [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)]].]]
# Womit es fertig zum Verkauf, der Frächter führt es über Land
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Im Oktober 1927 wurde Reisenbichler vom Besitzer des [[Café Lohr|Cafés Lohr]] - Ecke [[Linzer Gasse]] - [[Dreifaltigkeitsgasse]], an der Stelle der alten [[Andräkirche]] - beauftragt, eine dem Stadtbild angepasste Fassade zu entwerfen. Heute befindet sich das ca 150 cm hohe, an die zwölf Meter lange, mit sechs Spielkartenbildern ausgeführte Zwölffarben-Sgraffito an der Außenfassade des [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Schuhhauses Denkstein]]. Diese für diese Zeit neue Technik der Tiefenwirkung und der feinen Musterung durch zwölf übereinander gelegten Farbschichten wäre bei der üblichen Kratztechnik nie möglich gewesen. Die einzelnen Spielkarten sind im Obergeschoss des Denksteingebäudes zu sehen, die Fensterreihe lässt dem Spruchband genügend Platz.      
# Der Kaufherr prüft mit kund’ger Hand   
 
# Zur Auswahl liegt das Tuch bereit
 
# Und jeder wählet hier sein Kleid"
 
signiert am unteren Rand der vorletzten Bildszene Karl Reisenbichler 1927      
 
  
Gerade die genaue Detailfreudigkeit des Künstlers in den einzelnen Szenerien beeindruckt bis heute. Die in Neo-Sgraffito-Technik eingekratzte Erbauungsgeschichte des Thalhammer-Hauses beginnt in der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 2 ''DIES HAUS URSPRÜNGLICH LANDSCHADENHAUS // SPÄTER K&K POLIZEIDIREKTION WAR IM BESITZ : um 1421 BERNHARD HOHENFELDER;'' und endet [[1896]] mit [[Maria Wegscheider]] (geb. [[Rudolf Biebl|Biebl]]), die in diesem Bürgerhaus ein Verkaufsgewölbe für Textilien errichtete. In diesem Hause lebte und starb auch der große Barockkomponist [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (1644 - 1704) von [[1690]] bis zu seinem Tode um [[1704]] mit seiner kinderreichen Familie (11 Kinder).       
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Wieder liegt dieser Idee ein selbstverfasstes Gedicht des Künstlers über die Sinnhaftigkeit des Kartenspieles zugrunde:
 
 
Am [[20. September]] [[1927]], wird dem Akademischen Maler Karl Reisenbichler "Lob, Dank und Anerkennung für die Erstellung der Fresken am Hause des Herrn [[Franz Thalhammer]]" durch den Geschäftsführer, Schriftleiter des [[Salzburger Stadtverein]]es, Herrn [[Sepp Zulehner]], ausgesprochen.
 
 
 
=====Kaffeehaus Lohr=====
 
[[Datei:Reisenbichler-Sgraffito, Auszug.jpg|thumb|„Gar mancher glaubt, was er gewonnen,<br/>Das sei von ewigem Bestand.“]]
 
Im Oktober desselben Jahres wurde Reisenbichler vom Besitzer des [[Café Lohr]] - Ecke [[Linzer Gasse]] / [[Dreifaltigkeitsgasse]], an der Stelle der alten [[Andräkirche]] - beauftragt, eine dem Stadtbild angepasste Fassade zu entwerfen. Heute befindet sich das ca 150 cm hohe, an die zwölf Meter lange, mit sechs Spielkartenbildern ausgeführte Zwölffarben-Sgraffito an der Außenfassade des [[Linzer_Gasse_1_%28Denkstein-Haus%29|Schuhhauses Denkstein]]. Diese für diese Zeit neue Technik der Tiefenwirkung und der feinen Musterung durch zwölf übereinander gelegten Farbschichten wäre bei der üblichen Kratztechnik nie möglich gewesen. Die einzelnen Spielkarten sind im Obergeschoss des Denksteingebäudes zu sehen, die Fensterreihe lässt dem Spruchband genügend Platz.   
 
  
Wieder liegt dieser Idee ein selbstverfasstes Gedicht des Künstlers über die Sinnhaftigkeit des Kartenspieles zugrunde:
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Inschrift Dreifaltigkeitsgasse 2:
Inschriften Dreifaltigkeitsgasse 2:
 
 
#Das Leben gleicht dem Kartenspiele, bewegt und unberechenbar. Pik-Dame
 
#Das Leben gleicht dem Kartenspiele, bewegt und unberechenbar. Pik-Dame
#Geleitet uns des Schicksals Wille, durchs Leben oft ganz wunderbar. ( Treff VII )
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#Geleitet uns des Schicksals Wille, durchs Leben oft ganz wunderbar. (Treff VII )
 
#Das Schicksal mischt und teilt die Karten und Jedermann erhält sein Spiel.
 
#Das Schicksal mischt und teilt die Karten und Jedermann erhält sein Spiel.
 
#Auf seines Lebens Wanderfahrten, kommt jeder einmal ans Ziel. (VIII Herz)
 
#Auf seines Lebens Wanderfahrten, kommt jeder einmal ans Ziel. (VIII Herz)
 
#Der eine spielt sein Spiel verwegen, der andere spielt es mit Bedacht. Pik-Reiter
 
#Der eine spielt sein Spiel verwegen, der andere spielt es mit Bedacht. Pik-Reiter
 
#Dem Einen eilt das Glück entgegen, den Anderen stürzt es über Nacht. Herz-As
 
#Dem Einen eilt das Glück entgegen, den Anderen stürzt es über Nacht. Herz-As
#Der Eine kann die Zeit erwarten und spielt im letzten Augenblick. ( Herz Dam und Herz- Bub zugeordnet)
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#Der Eine kann die Zeit erwarten und spielt im letzten Augenblick. (Herz Dame und Herz-Bub zugeordnet)
  
 
Inschrift Linzer Gasse:
 
Inschrift Linzer Gasse:
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#So schreiten wir ins unbekannte, Der eine arm der andere reich.
 
#So schreiten wir ins unbekannte, Der eine arm der andere reich.
 
#Am End der große Abgesandte, Der macht uns alle gleich.
 
#Am End der große Abgesandte, Der macht uns alle gleich.
#Schellen und darunter die Signatur: K.REISENBICHLER 1927
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#Schellen und darunter die Signatur: K. REISENBICHLER 1927
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=== Weitere Sgraffiti ===
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[[Datei:Sgraffito-Fries Kupferwerk Mitterberghütten Karl Reisebichler.jpg|thumb|Vierfarbiges Sgraffito-Fries im Kupferwerk [[Mitterberghütten]] von Karl Reisenbichler.]]
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* [[Sgraffito am Franz-Hinterholzer-Kai 14]]
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* [[Sgraffito Reichenhaller Straße 19]]
  
=====Weitere Großaufträge=====
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===Weitere Großaufträge===
 
[[1928]] folgte der Auftrag für das [[Ankerhaus]] am [[Waagplatz]] mit genauen Vorgaben.
 
[[1928]] folgte der Auftrag für das [[Ankerhaus]] am [[Waagplatz]] mit genauen Vorgaben.
"Aussah<!--!?-->t und Ernte" (ca 7x9m) Ein Spruchband: "Der Anker- Allgemeine Versicherungs – Aktiengesellschaft" in blauer Farbe. Signatur: Karl Reisenbichler unter Mitarbeit der Gehilfen R. Brandstätter, [[Albin Müller-Rundegg]], F. Pichler; auch heute noch im Originalzustand zu besichtigen.     
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"Aussah<!--!?-->t und Ernte" (ca 7 x 9 m) Ein Spruchband: "Der Anker- Allgemeine Versicherungs – Aktiengesellschaft" in blauer Farbe. Signatur: Karl Reisenbichler unter Mitarbeit der Gehilfen R. Brandstätter, [[Albin Müller-Rundegg]], F. Pichler; auch heute noch im Originalzustand zu besichtigen.     
  
 
Diese Großaufträge, die der Stolz der Salzburger Bürgerschaft waren, brachten nicht nur künstlerischen Erfolg, nein, auch viel Kritik aus der Salzburger Künstlerszene.
 
Diese Großaufträge, die der Stolz der Salzburger Bürgerschaft waren, brachten nicht nur künstlerischen Erfolg, nein, auch viel Kritik aus der Salzburger Künstlerszene.
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Von März bis April [[1932]] entstand am [[Platzl]] Nr. 5 ein Riesen-Sgraffito Reisenbichlers mit der "Geschichte der Deutschen", das dem Künstler den Vorwurf "wimmelndes Bilderbuch" von [[Georg Jung]] eintrug. Auch dieser finanziell völlig unabhängige Salzburger Maler befasste sich mit der Fresko- und Sgraffitotechnik und farbtheoretischen Spekulationen.
 
Von März bis April [[1932]] entstand am [[Platzl]] Nr. 5 ein Riesen-Sgraffito Reisenbichlers mit der "Geschichte der Deutschen", das dem Künstler den Vorwurf "wimmelndes Bilderbuch" von [[Georg Jung]] eintrug. Auch dieser finanziell völlig unabhängige Salzburger Maler befasste sich mit der Fresko- und Sgraffitotechnik und farbtheoretischen Spekulationen.
  
Mit sehr großem Aufwand, Können und Genauigkeit wurde [[1933]] <br/> der naturgetreuen Darstellung des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Verlagshauses Kiesel]], <br/>welches die einzelnen Berufsabläufe schildert, gelebt. Des Verlagsleiters [[Hans Glaser]], porträthafter Darstellungen der Chefredakteure, des Wegs des Satzes und des Druckes wird in besonderer Weise gedacht. Beim Umbau zum Magistratsgebäude wurde das Neo-Sgraffito in fünf Platten zerlegt abgetragen. Im Neubau der [[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg|HTL]] in der [[Itzlinger Hauptstraße]] ist es gelagert.     
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Mit sehr großem Aufwand, Können und Genauigkeit wurde [[1933]] der naturgetreuen Darstellung des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Verlagshauses Kiesel]], welches die einzelnen Berufsabläufe schildert, gelebt. Des Verlagsleiters [[Hans Glaser senior]], porträthafter Darstellungen der Chefredakteure, des Wegs des Satzes und des Druckes wird in besonderer Weise gedacht. Beim Umbau zum Magistratsgebäude wurde das Neo-Sgraffito in fünf Platten zerlegt abgetragen. Im Neubau der [[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg|HTL]] an der [[Itzlinger Hauptstraße]] ist es gelagert.     
  
Im [[Salzburg Museum]] liegen seit [[1939]] zwei große Sgraffito-Entwürfe in Rotbraun, Grau und Weiß, für die Offiziersbauten in der [[Reichenhaller Straße]] 17-19, signiert mit "K. Reisenbichler", auf. Als Spruchband: "Was durch die Reichenhallerstraße kommt und geht." Ausgeführt wurde nur das Neosgraffito auf dem Hause Reichenhallerstraße 19, signiert "K. Reisenbichler, [[Leonhard Stemeseder|L. Stemeseder]] 1940". Das großzügig ausgeführte Sgraffito ist eine Fundgrube heimatlichen Brauchtums. Bäuerinnen in Salzburger [[Dirndl]]tracht mit dem großen schwarzseidenen Kopftuch, Marktfieranten, Handwerker und Fuhrleute bringen volle Wagenladungen Lebensmittel zur Stadt. Kraut, "Milchpitschen" auf zweirädrigen Handkarren, Leiterwagerl von großen Bernhardinern gezogen, Schweinehirten, Kühe und Pferde ziehen hier durch die Reichenhaller Straße Richtung Stadt.
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Im [[Salzburg Museum]] liegen seit [[1939]] zwei große Sgraffito-Entwürfe in Rotbraun, Grau und Weiß, für die Offiziersbauten in der [[Reichenhaller Straße]] 17–19, signiert mit ''K. Reisenbichler'', auf. Als Spruchband: ''Was durch die Reichenhallerstraße kommt und geht.'' Ausgeführt wurde nur das Neosgraffito auf dem Hause Reichenhallerstraße 19, signiert ''Karl Reisenbichler 1940, Mitarbeiter: [[Leonhard Stemeseder|L. Stemeseder]]''. Das großzügig ausgeführte Sgraffito ist eine Fundgrube heimatlichen Brauchtums. Bäuerinnen in Salzburger [[Dirndl]]tracht mit dem großen schwarzseidenen Kopftuch, Marktfieranten, Handwerker und Fuhrleute bringen volle Wagenladungen Lebensmittel zur Stadt. Kraut, "Milchpitschen" auf zweirädrigen Handkarren, Leiterwagerl von großen Bernhardinern gezogen, Schweinehirten, Kühe und Pferde ziehen hier durch die Reichenhaller Straße Richtung Stadt.
  
Viele Sgraffiti, Fresken, Malereien, Radierungen, Tuschzeichnungen, Grafiken und Studien zu [[Hugo von Hofmannsthal]]s [[Jedermann]] auf dem [[Domplatz]] haben sich im Land Salzburg, Wien, [[Mitterberghütten]], Innsbruck, [[Bischofshofen]], [[Mondsee]] bis in das Ruhrgebiet erhalten. Zahlreiche Auszeichnungen wie auch Publikumsproteste waren damit verbunden.
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Viele Sgraffiti, Fresken, Malereien, Radierungen, Tuschzeichnungen, Grafiken und Studien zu [[Hugo von Hofmannsthal]]s "[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]" auf dem [[Domplatz]] haben sich im Land Salzburg, Wien, [[Mitterberghütten]], Innsbruck, [[Bischofshofen]], [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] bis in das Ruhrgebiet erhalten. Zahlreiche Auszeichnungen wie auch Publikumsproteste waren damit verbunden.
  
== Wandmalereien aus den 1930er Jahren ==
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=== Wandmalereien aus den 1930er-Jahren ===
 
[[Landeskonservator]] [[Ronald Gobiet]] war im Jänner 2011 über einen Fund entsetzt. Auf dem Gelände der [[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg|Höheren Technischen Bundeslehranstalt Salzburg]] fand er Wandmalereien von Reisenbichler im Freien gelagert, bereits mit Rissen, hohlen Stellen und sich ablösende Teilen. Diese Wandmalerei war ursprünglich für das [[Kieselgebäude|Druckhaus Kiesel]] vorgesehen gewesen. Vor dessen Umbau 1984/85 wurde sie von der Wand abgenommen und auf Platten übertragen. Seither lagerten diese Platten in der HTL. Nun werden rund 100.000 Euro für die Restaurierung notwendig.
 
[[Landeskonservator]] [[Ronald Gobiet]] war im Jänner 2011 über einen Fund entsetzt. Auf dem Gelände der [[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg|Höheren Technischen Bundeslehranstalt Salzburg]] fand er Wandmalereien von Reisenbichler im Freien gelagert, bereits mit Rissen, hohlen Stellen und sich ablösende Teilen. Diese Wandmalerei war ursprünglich für das [[Kieselgebäude|Druckhaus Kiesel]] vorgesehen gewesen. Vor dessen Umbau 1984/85 wurde sie von der Wand abgenommen und auf Platten übertragen. Seither lagerten diese Platten in der HTL. Nun werden rund 100.000 Euro für die Restaurierung notwendig.
  
Dargestellt wird auf der Wandmalerei auf einigen Metern Länge die Produktion des [[Salzburger Volksblatt]]s. Datiert wurde sie mit 1933<ref>{{Quelle SN|12. Jänner 2011}}</ref>.  
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Dargestellt wird auf der Wandmalerei auf einigen Metern Länge die Produktion des "[[Salzburger Volksblatt]]s". Datiert wurde sie mit 1933<ref>{{Quelle SN|12. Jänner 2011}}</ref>.
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== Bilder von Werken des Künstlers ==
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{{Bildkat|Karl Reisenbichler|Bilder von Werken des Künstlers}}
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==Verfasser==
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Dieser Artikel wurde von [[Adele Sungler]] verfasst und als Word-Dokument an das SALZBURGWIKI gesandt.
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
* [[Christian Haller|Haller, Christian]]: ''Das Neosgraffito Karl Reisenbichler unter dem Aspekt seiner Erd- und Volksverbundenheit'', Dissertation 1991.
 
* [[Christian Haller|Haller, Christian]]: ''Das Neosgraffito Karl Reisenbichler unter dem Aspekt seiner Erd- und Volksverbundenheit'', Dissertation 1991.
* [[Rudolph Klehr|Klehr, Rudolph]]: ''Die Linzergasse''     
+
* [https://dorfzeitung.com/das-baeckerhaus// Das Bäckerhaus], Archiv der [[Dorfzeitung]], Beitrag vom 8. August 2024
* Rudolph Klehr: ''Die Getreidegasse''
+
* [[Rudolph Klehr|Klehr, Rudolph]]: ''[[Die Linzer Gasse]]''     
* [[Franz Fuhrmann|HR. Prof. Dr. Fuhrmann]]: ''Die Faistauerfresken''
+
* Klehr, Rudolph: ''[[Die Getreidegasse (Buch 2)|Die Getreidegasse]]''
* Kunsthandlung Matern hat den ganzen Nachlaß Reisenbichlers aufgekauft.     
+
* [[Franz Fuhrmann|Fuhrmann, Franz]]: ''Die Faistauerfresken''
 +
* Kunsthandlung Matern hat den ganzen Nachlaß Reisenbichlers aufgekauft.     
 
* [[Christa Svoboda|Svoboda, Christa]], ''Der Salzburger Kunstverein 1844–1922'' (phil. Diss. Salzburg 1977), S.&nbsp;11, 124.
 
* [[Christa Svoboda|Svoboda, Christa]], ''Der Salzburger Kunstverein 1844–1922'' (phil. Diss. Salzburg 1977), S.&nbsp;11, 124.
 
* [[Friedrich Barth|Barth, Friedrich]], ''St Wolfgang im Salzkammergut. Ein Heimatbuch.'' Selbstverlag der Marktgemeinde St. Wolfgang, 1975.
 
* [[Friedrich Barth|Barth, Friedrich]], ''St Wolfgang im Salzkammergut. Ein Heimatbuch.'' Selbstverlag der Marktgemeinde St. Wolfgang, 1975.
 
* Merkle, Lexikon
 
* Merkle, Lexikon
* Lebenswerke [[Leonhard Stemeseder]] 1911 – 1998
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* Lebenswerke [[Leonhard Stemeseder]] 1911–1998
* Mappe mit 10 Bleistiftzeichnungen in der Hauptbibliothek der Universität Salzburg
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* Mappe mit zehn Bleistiftzeichnungen in der Hauptbibliothek der Universität Salzburg
 
* Notgeldscheine für St. Wolfgang und Mondsee
 
* Notgeldscheine für St. Wolfgang und Mondsee
* Die Österreichische Malerei der Zwischenkriegszeit OE. NB
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* ''Die Österreichische Malerei der Zwischenkriegszeit'' OE. NB
* [[Christian M. Fuchs|Fuchs, Christian M.]]: ''Das Mozart Wörterbuch: Von Amadé bis Zungenspiel''
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* [[Christian Fuchs|Fuchs, Christian M.]]: ''Das Mozart Wörterbuch: Von Amadé bis Zungenspiel''
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Aktuelle Version vom 7. Dezember 2024, 12:09 Uhr

Signierung des Sgraffitos am Haus Waagplatz 1 von Karl Reisenbichler.

Karl Reisenbichler (* 2. März 1885 in Attersee, Oberösterreich; † 21. Dezember 1962 in der Stadt Salzburg) war Maler und Radierer.

Leben

Reisenbichler begann in Wien nach der Schulausbildung mit dem Musikstudium und sattelte bald auf das Kunststudium, Malerei und Grafik um. Nach vielen Studienreisen nach Island, Schweden, der Schweiz, Italien und Deutschland wurde Karl Reisenbichler um 1939 Sachbearbeiter für bildende Kunst im Gaukulturamt (für den damaligen Reichsgau Salzburg, später oberster Kunstfunktionär des Reichsgaus. In Salzburg wohnte der Künstler in der Vierthalerstraße Nr. 4. Nach Kriegsende zog sich der politisch gebrochene Künstler verarmt nach Großgmain zurück.

Das Bauernjahr an der Fassade der Volksschule Großgmain.

Sein letzter künstlerischer Auftrag war 1954 ein Sgraffito an der Außenseite der Volksschule Großgmain, mit der Darstellung des Bauernkalenders. Diese Aufgabe konnte der schwerkranke Maler nur durch äußerste Anstrengung erfüllen. Das Weitergeben von kulturellen Werten blieb bis zuletzt sein Anliegen.

Reisenbichler verstarb völlig verarmt am 21. Dezember 1962 im Landeskrankenhaus Salzburg. Er liegt am Friedhof von Großgmain begraben.

Ehrung

In Salzburg-Aigen erinnert die Karl-Reisenbichler-Straße an den Künstler der Zwischenkriegszeit.

Werke

Bürgerstuben, Bürgerhäuser, Bürgerstolz

In der Bürgerstube des Salzburger Sternbräus spiegelt sich die Geschichte der Bürgerkultur dieser Stadt. Wer den großangelegten Bilderzyklus des Malers Karl Reisenbichler um 1924 betrachtet, kann die Geschichte des Erzbistums Salzburg wie in einem aufgeschlagenen Bilderbuch ablesen. In der wirtschaftlich sehr schlechten Zwischenkriegszeit erhielt der Maler Karl Reisenbichler um 1924 den Auftrag, "einen wandbedeckenden Ölbilderzyklus" für den neugebauten "Bürgersaal" im Sternbräu zu gestalten. "Für Kost und Quartier" schuf er acht Historienbilder über die Bauernaufstände, die Salzburger Dult, den Zug der Kaufleute über den Radstädter Tauern, und die Verbrennung einer Hexe auf dem Kapuzinerberg.

Großes Staunen erwecken heute noch seine Bilder von der Belagerung der Festung durch die aufständischen Bauern um 1525 mit dem Freiherrn Georg von Frundsberg 1526, wie auch die Darstellung der alten Salzburger Dult am Platzl und vor dem Salzburger Dom. Frauen, Mütter und Kinder beeinflussen auf ihre Weise die großzügige Szenerie inmitten der Hast des Alltages in der nahen Getreidegasse. Einige markante Erzbischöfe, "Leonhard von Keutschach mit dem Rübenwappen 1495–1519", die "'lucht des Wolf Dietrich von Raitenau 1587–1612", und das stirnseitige Gemälde mit der Verbrennung einer Hexe auf dem Scheiterhaufen auf dem Kapuzinerberg ergänzen die am Originalplatz erhaltene Sammlung.

Bräustuben, Bürgerstuben in altehrwürdigen Gasthöfen mit Dienern, Knechten sowie Umspannmöglichkeiten für Pferd und Wagen waren einst die Raststätten der Reisenden, in denen die kulinarischen Genüsse nie zu kurz kamen. Das Sternbräu mit seiner jahrhundertealten Braugeschichtstradition, das vermutlich schon im 13. Jahrhundert in der "Trabgasse" (Getreidegasse) an dieser Stelle bestand, ist auch heute noch eine Art Schlupfwinkel, eine Oase für Einheimische und Gäste aus aller Welt geblieben.

Die 1926 für den Platzlkeller entstandenen Salzburger Wandbilder Reisenbichlers befinden sich nun zusammengeschnitten in den Stuben des Sternbräus, Eingang Griesgasse. Während des Ersten Weltkrieges war Reisenbichler als Kriegsfreiwilliger in Russland, ab 1916 Kriegsmaler beim Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59. Einige Kriegs- und Todesallegoriebilder, über die Verwüstungen des Krieges, das Elend der Krüppel und die Präsenz des Todes, die ihn in den Bann schlugen, befinden sich im Rainer-Regiments-Museum auf der Festung Hohensalzburg.

Notgeldentwürfe

Nach den schwierigen Nachkriegsjahren (Erster Weltkrieg), durch die Einbrüche für das Kunstinteresse, denen bittere Not, Elend und Arbeitslosigkeit vorausgingen, hielt sich der Maler mit Entwürfen für Künstlerpostkarten, Exlibris, Radierungen, und später Tusch-Zeichnungen der "Salzburger Mappen" über Wasser. Eine gute Einnahmequelle für Reisenbichler waren die Entwürfe für das Notgeld. Die Marktgemeinde St. Wolfgang leistete sich diesen Künstler der "Neukunstgruppe" und des "Wassermann" für die Raritäten der Österreichischen Währungsgeschichte um 1920, die kurz nach der Auflage ein begehrtes Sammelobjekt waren: 10, 20, 50 Heller, Vorder- und Rückseite nach Original-Radierungen des Malers Karl Reisenbichler, aus dem Faistauerkreis, hergestellt im Druckhaus Kiesel Salzburg am 15. August 1920. Weder vor noch nach der Notgeldperiode hat es bildlich so schöne Geldscheine gegeben wie gerade zu dieser Zeit. Durch seine Geburt am Attersee fühlte sich Karl Reisenbichler dem Salzkammergut in einer besonderen Weise verbunden. Seine Heimatkunst, Darstellungen der bäuerlichen Bevölkerung, Landschaftsmalerei, der Tracht und volkskundlichen Themen blieb er durch kräftige Farbgebung ein Leben lang treu.

Sgraffito-Technik − "Neue Sachlichkeit"

Ab 1927 wendet sich der Akademische Maler Karl Reisenbichler der Sgraffito-Technik, der "Neuen Sachlichkeit", vor allem der haltbaren Mehrfarbentechnik und der Entwicklung neuer Ausdrucksformen des Neosgraffito für Ornamentik und Architektur-Design am Bau, zu. Der Maler wagte den Schritt zur plastischen Wirkung durch die Mehrfarbigkeit und der Beständigkeit der Außenmalereien. Durch Übereinanderlegen von mehreren feuchten Farbputzschichten erzielte er große Unterschiede zur herkömmlichen Bearbeitungsweise. Durch Kratzen und Bürsten, durch teilweises Stehenlassen der höheren Farbschicht kam die Bildgestaltung freskoartiger Technik nahe.

Sgraffito von Karl Reisenbichler am Textilhaus Thalhammer

Hauptartikel Sgraffito am Thalhammer-Haus von Karl Reisenbichler

Kaffeehaus Lohr

"Gar mancher glaubt, was er gewonnen,
Das sei von ewigem Bestand."
Sgraffito an der Fassade Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus).

Im Oktober 1927 wurde Reisenbichler vom Besitzer des Cafés Lohr - Ecke Linzer Gasse - Dreifaltigkeitsgasse, an der Stelle der alten Andräkirche - beauftragt, eine dem Stadtbild angepasste Fassade zu entwerfen. Heute befindet sich das ca 150 cm hohe, an die zwölf Meter lange, mit sechs Spielkartenbildern ausgeführte Zwölffarben-Sgraffito an der Außenfassade des Schuhhauses Denkstein. Diese für diese Zeit neue Technik der Tiefenwirkung und der feinen Musterung durch zwölf übereinander gelegten Farbschichten wäre bei der üblichen Kratztechnik nie möglich gewesen. Die einzelnen Spielkarten sind im Obergeschoss des Denksteingebäudes zu sehen, die Fensterreihe lässt dem Spruchband genügend Platz.

Wieder liegt dieser Idee ein selbstverfasstes Gedicht des Künstlers über die Sinnhaftigkeit des Kartenspieles zugrunde:

Inschrift Dreifaltigkeitsgasse 2:

  1. Das Leben gleicht dem Kartenspiele, bewegt und unberechenbar. Pik-Dame
  2. Geleitet uns des Schicksals Wille, durchs Leben oft ganz wunderbar. (Treff VII )
  3. Das Schicksal mischt und teilt die Karten und Jedermann erhält sein Spiel.
  4. Auf seines Lebens Wanderfahrten, kommt jeder einmal ans Ziel. (VIII Herz)
  5. Der eine spielt sein Spiel verwegen, der andere spielt es mit Bedacht. Pik-Reiter
  6. Dem Einen eilt das Glück entgegen, den Anderen stürzt es über Nacht. Herz-As
  7. Der Eine kann die Zeit erwarten und spielt im letzten Augenblick. (Herz Dame und Herz-Bub zugeordnet)

Inschrift Linzer Gasse:

  1. Der Andere prahlt mit seinen Karten, und zwingt doch niemals so das Glück
  2. Gar mancher glaubt was er gewonnen, das ist von ewigem Bestand
  3. Und morgen ist in nichts zerronnen, was er noch heut als Glück empfand,
  4. So schreiten wir ins unbekannte, Der eine arm der andere reich.
  5. Am End der große Abgesandte, Der macht uns alle gleich.
  6. Schellen und darunter die Signatur: K. REISENBICHLER 1927

Weitere Sgraffiti

Vierfarbiges Sgraffito-Fries im Kupferwerk Mitterberghütten von Karl Reisenbichler.

Weitere Großaufträge

1928 folgte der Auftrag für das Ankerhaus am Waagplatz mit genauen Vorgaben. "Aussaht und Ernte" (ca 7 x 9 m) Ein Spruchband: "Der Anker- Allgemeine Versicherungs – Aktiengesellschaft" in blauer Farbe. Signatur: Karl Reisenbichler unter Mitarbeit der Gehilfen R. Brandstätter, Albin Müller-Rundegg, F. Pichler; auch heute noch im Originalzustand zu besichtigen.

Diese Großaufträge, die der Stolz der Salzburger Bürgerschaft waren, brachten nicht nur künstlerischen Erfolg, nein, auch viel Kritik aus der Salzburger Künstlerszene.

1929 erfolgte eine Wappendarstellung auf dem Erker der Kaiser-Karl-Straße 4.

Am Erker der Bäckerei Bacher, Willibald-Hauthaler-Straße 12, befindet sich seit 1931 ein Sgraffito des Karl Reisenbichler, das den Werdegang des Brotes zeigt.

Von März bis April 1932 entstand am Platzl Nr. 5 ein Riesen-Sgraffito Reisenbichlers mit der "Geschichte der Deutschen", das dem Künstler den Vorwurf "wimmelndes Bilderbuch" von Georg Jung eintrug. Auch dieser finanziell völlig unabhängige Salzburger Maler befasste sich mit der Fresko- und Sgraffitotechnik und farbtheoretischen Spekulationen.

Mit sehr großem Aufwand, Können und Genauigkeit wurde 1933 der naturgetreuen Darstellung des Verlagshauses Kiesel, welches die einzelnen Berufsabläufe schildert, gelebt. Des Verlagsleiters Hans Glaser senior, porträthafter Darstellungen der Chefredakteure, des Wegs des Satzes und des Druckes wird in besonderer Weise gedacht. Beim Umbau zum Magistratsgebäude wurde das Neo-Sgraffito in fünf Platten zerlegt abgetragen. Im Neubau der HTL an der Itzlinger Hauptstraße ist es gelagert.

Im Salzburg Museum liegen seit 1939 zwei große Sgraffito-Entwürfe in Rotbraun, Grau und Weiß, für die Offiziersbauten in der Reichenhaller Straße 17–19, signiert mit K. Reisenbichler, auf. Als Spruchband: Was durch die Reichenhallerstraße kommt und geht. Ausgeführt wurde nur das Neosgraffito auf dem Hause Reichenhallerstraße 19, signiert Karl Reisenbichler 1940, Mitarbeiter: L. Stemeseder. Das großzügig ausgeführte Sgraffito ist eine Fundgrube heimatlichen Brauchtums. Bäuerinnen in Salzburger Dirndltracht mit dem großen schwarzseidenen Kopftuch, Marktfieranten, Handwerker und Fuhrleute bringen volle Wagenladungen Lebensmittel zur Stadt. Kraut, "Milchpitschen" auf zweirädrigen Handkarren, Leiterwagerl von großen Bernhardinern gezogen, Schweinehirten, Kühe und Pferde ziehen hier durch die Reichenhaller Straße Richtung Stadt.

Viele Sgraffiti, Fresken, Malereien, Radierungen, Tuschzeichnungen, Grafiken und Studien zu Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" auf dem Domplatz haben sich im Land Salzburg, Wien, Mitterberghütten, Innsbruck, Bischofshofen, Mondsee bis in das Ruhrgebiet erhalten. Zahlreiche Auszeichnungen wie auch Publikumsproteste waren damit verbunden.

Wandmalereien aus den 1930er-Jahren

Landeskonservator Ronald Gobiet war im Jänner 2011 über einen Fund entsetzt. Auf dem Gelände der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Salzburg fand er Wandmalereien von Reisenbichler im Freien gelagert, bereits mit Rissen, hohlen Stellen und sich ablösende Teilen. Diese Wandmalerei war ursprünglich für das Druckhaus Kiesel vorgesehen gewesen. Vor dessen Umbau 1984/85 wurde sie von der Wand abgenommen und auf Platten übertragen. Seither lagerten diese Platten in der HTL. Nun werden rund 100.000 Euro für die Restaurierung notwendig.

Dargestellt wird auf der Wandmalerei auf einigen Metern Länge die Produktion des "Salzburger Volksblatts". Datiert wurde sie mit 1933[1].

Bilder von Werken des Künstlers

 Bilder von Werken des Künstlers – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Verfasser

Dieser Artikel wurde von Adele Sungler verfasst und als Word-Dokument an das SALZBURGWIKI gesandt.

Quellen

  • Haller, Christian: Das Neosgraffito Karl Reisenbichler unter dem Aspekt seiner Erd- und Volksverbundenheit, Dissertation 1991.
  • Das Bäckerhaus, Archiv der Dorfzeitung, Beitrag vom 8. August 2024
  • Klehr, Rudolph: Die Linzer Gasse
  • Klehr, Rudolph: Die Getreidegasse
  • Fuhrmann, Franz: Die Faistauerfresken
  • Kunsthandlung Matern hat den ganzen Nachlaß Reisenbichlers aufgekauft.
  • Svoboda, Christa, Der Salzburger Kunstverein 1844–1922 (phil. Diss. Salzburg 1977), S. 11, 124.
  • Barth, Friedrich, St Wolfgang im Salzkammergut. Ein Heimatbuch. Selbstverlag der Marktgemeinde St. Wolfgang, 1975.
  • Merkle, Lexikon
  • Lebenswerke Leonhard Stemeseder 1911–1998
  • Mappe mit zehn Bleistiftzeichnungen in der Hauptbibliothek der Universität Salzburg
  • Notgeldscheine für St. Wolfgang und Mondsee
  • Die Österreichische Malerei der Zwischenkriegszeit OE. NB
  • Fuchs, Christian M.: Das Mozart Wörterbuch: Von Amadé bis Zungenspiel

Einzelnachweise

  1. "Salzburger Nachrichten", 12. Jänner 2011