St. Johann im Pongau

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Ortsbild
Ansicht St. Johann.jpg
Karte
Karte1 5600.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Sankt Johann im Pongau (JO)
Fläche: 78,19 km²
Geografische Koordinaten: 47°20'56" N
13°12'08" O
Höhe: 616 m ü. A.
Einwohner: 10 760
(1. Jänner 2014)
Postleitzahl: 5600
Vorwahl: 06412
Gemeindekennziffer: 50418
Gliederung Gemeindegebiet: 10 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Hauptstraße 18
5600 Sankt Johann im Pongau
Offizielle Website: www.stjohannimpongau.at
Politik
Bürgermeister: Günther Mitterer (ÖVP)
Gemeindevertretung (2014): 25 Mitglieder:
13 ÖVP
4 SPÖ
5 FPÖ
3 Grüne
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 2 983
1880 3 246
1890 3 139
1900 3 167
1910 3 545
1923 3 464
1934 3 721
1939 3 913
1951 5 298
1961 5 777
1971 6 556
1981 7 680
1991 8 855
2001 10 259
2011 10 729
Karte
Zentrum von Sankt Johann im Pongau
Einkaufszentrum Stadtgalerie im Zentrum
Neubauten im Zentrum
Pfarrkirche zum hl. Johannes
Annakapelle
Rettensteinschlössl
Salzachbrücke Süd
Waldschwimmbad
Abfahrt der Hahnbaum-Lifte
Ski-Kinderland beim Hahnbaum-Lift
Blick vom Heukareck über das Salzachtal nach Norden: unten - Sankt Johann im Pongau, im Hintergrund das Tennengebirge
St. Johann im Pongau, Ansicht vom Heukareck

Sankt Johann im Pongau ist die Bezirkshauptstadt und die Einwohner stärkste Stadt des Pongaus.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadtgemeinde liegt ca. 60 km südlich von Salzburg an der Salzach im Salzachtal. Im südöstlich gelegenen Stadtteil Alpendorf sind die meisten Hotels angesiedelt und im Winter bietet der Gern (1 787 m ü. A.) Wintersportmöglichkeiten. Es erstreckt sich über 78,19 km² und weist ein Länge der Gemeindegrenze von 43,68 km auf. Die Bevölkerungsdichte beträgt 137 Einwohner/km².

Katastralgemeinden

Sankt Johann im Pongau besteht aus den Katastralgemeinden Einöden, Floitensberg, Ginau, Hallmoos, Maschl, Plankenau, Reinbach, Rettenstein, Sankt Johann im Pongau und Urreiting.

Straßen der Stadt Sankt Johann im Pongau

Hauptarikel: Straßen der Stadt Sankt Johann im Pongau

Die Liste der Straßen der Stadt Sankt Johann im Pongau gibt einen Überblick über alle Straßen-, Weg- und Platzbezeichnungen der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau (Stand: 2010).

Stadtgliederung

Der Stadtteil Alpendorf stellt einen wichtigen Beitrag für den Fremdenverkehr dar.

Nachbargemeinden

Im Norden Bischofshofen, im Nordosten Hüttau, im Osten Wagrain, im Süden Großarl und im Westen Sankt Veit im Pongau;

Geologie

Sankt Johann im Pongau liegt im Bereich der Pongauer Grasberge (Grauwackenzone).

Geschichte

Ausgrabungen lassen darauf schließen, dass bereits in der Bronzezeit, zirka 2 000 vor Christus, die Umgebung des heutigen Marktes besiedelt war. Ebenso gibt es Spuren aus der Kelten- und Römerzeit. Aus dem Jahre 924 gibt es erzbischöfliche Aufzeichnungen, die das Gebiet des heutigen Sankt Johann im Pongau benennen.

In den Jahren der Bauernkriege 1525/1526 schlossen sich die Sankt Johanner den Protestantenaufständen gegen den Erzbischof von Salzburg an. Die Folge war Plünderung und Zerstörung des Marktes. Im 18. Jahrhundert, wurden 2 500 Protestanten aus St. Johann vertrieben. Im 17. Jahrhundert war Sankt Johann auch Sitz eines Pflegegerichts, wie im Atlas Salisburgensis vom Salzburger Kartografen Joseph Jakob Fürstaller angeführt.

Am 31. Mai 1855 wurde fast der ganze Ort, einschließlich der Kirche durch einen Großbrand vernichtet.

Der Erste Weltkrieg forderte 118 gefallene Sankt Johanner. Während der Zeit des Nationalsozialismus trug der Ort den Namen Markt Pongau und beheimatete unter anderem das Kriegsgefangenenlager Stalag XVIII C (317) Markt Pongau. Zirka 4 000 verstorbene Kriegsgefangene wurden am Russenfriedhof beigesetzt. 1955 begann nach dem Abzug der US-Truppen eine rege Bautätigkeit. Sankt Johann im Pongau erlebte einen enormen Wirtschaftsaufschwung und wurde zum Schulmittelpunkt. Besonders der Fremdenverkehr entwickelte sich im Laufe der Jahre zum bedeutenden Wirtschaftszweig.

1973 wurde die Schließung des Gemeindespitals beschlossen. Gleichzeitig wurde der Betrieb vom Krankenhaus Schwarzach übernommen. 1990 wurde das Spital endgültig geschlossen und abgerissen.

Am 24. Juni 2000, am Tag des Namenspatrons, erhielt Sankt Johann im Pongau das Stadtrecht.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur/Theater

  • Abwechselnd im Zweijahresrhythmus wird von der Stadt Sankt Johann im Pongau ein Kulturpreis und ein Förderpreis vergeben.
  • Regelmäßige Lesungen und Konzerte aus allen Musikrichtungen (Jazz, Rock, Blues, Folk, Klassik) sowie Ausstellungen von ehemaligen St. Johanner Gymnasiasten, die jetzt zum Großteil an der Akademie der Bildenden Künste Wien studieren, Diskussionsforen (z.B. zum Thema Entwicklungshilfe in Bolivien, aber auch zum Kulturleitbild der Stadt St. Johann) im s.g. Kulturverein St. Johann "Kultur:Plattform" (im Haus der Musik).

Musik

Bauernmusik, Bürgermusik, Singkreis Sankt Johann im Pongau, Sankt Johanner Chor "sine nomine", Kirchenchor Sankt Johann im Pongau, Jugendchor "Subito", Chor "Tabula Rasa", überregionaler Volksmusikpreis "Pongauer Hahn";

Bauwerke

Pfarrkirche St. Johannes

Hauptarikel: Pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Johannes des Täufers und Johannes Evangelista

Die zweitürmige Pfarrkirche mit gotischem Holzbildwerk ist das Wahrzeichen von Sankt Johann und wurde zu Ehren der Hll. Johannes des Täufers und Johannes Evangelista gebaut. Die mächtige Lage über dem Salzachtal sowie der majestätische Innenraum machen die Pfarrkirche zu einem besonderen Bauwerk kirchlicher Architektur und brachten ihr, obwohl die Kirche nie Bischofssitz war, im Volksmund den Beinamen "Pongauer Dom" ein.

Annakapelle

Hauptarikel: Annakapelle

Die Annakapelle steht zwischen der Wagrainer Straße und der Pfarrkirche.

St. Vinzenz Friedenskirche

Hauptartikel: St. Vinzenz Friedenskirche

Die St. Vinzenz Friedenskirche steht am Westgipfel des Hochgründecks, 1 811 m ü. A., unmittelbar an der Grenze zu Bischofshofen. Sie wurde von Hermann Hinterhölzl, dem Hüttenwirt des Heinrich Kiener Hauses errichtet.

Rettenstein-Schlössl

Das Rettenstein-Schlössl wurde 1860 erbaut.

Burg Plankenau

Hauptartikel: Burg Plankenau

Die Burg Plankenau liegt verfallen und vergessen auf einer Anhöhe Nähe der Liechtensteinklamm.

Naturdenkmäler

Liechtensteinklamm

Hauptarikel: Liechtensteinklamm

In der Nähe von Sankt Johann im Pongau ist die Liechtensteinklamm als eine der tiefsten Wildwasserschluchten in den Alpen ein einzigartiges Naturphänomen.

Schaubergwerk Arthurstollen

Hauptartikel: Schaubergwerk Arthurstollen

Funde deuten auf eine erste Besiedlung des Gebietes in der Bronzezeit ca. 2 000 v. Chr. hin, speziell die Stollensysteme für den Kupferabbau im "Arthurstollen" und hölzernen Grubeneinbauten, mit einem durch die Radiocarbonmethode ermittelten Alter von ca. 3 000 - 3 700 Jahren.

Sport

Als Fremdenverkehrsregion bietet Sankt Johann im Pongau seinen Gästen sowohl im Winter als auch im Sommer ein vielfältiges Freizeit- und Sportprogramm.

Schwimmbad

Hauptarikel: Waldschwimmbad Sankt Johann im Pongau

Das erste in Sankt Johann im Pongau errichtete Schwimmbad, ein Moorbad, wurde um das Jahr 1885 durch Ausheben eines Teiches auf der linken Salzachseite errichtet. Später, um etwa 1890 wurde oberhalb des Schulgebäudes eine Badeanstalt errichtet in dem warme Wannenbäder verabreicht wurden und in dem auch ein betoniertes Wasserbecken vorhanden war, aber so klein, dass man darin kaum schwimmen konnte. 1903 begann man mit dem Bau des Schwimmbades an der Nordseite des Ortes. 1938 übernahm die Gemeinde den Umbau und die Erweiterung der Anlage. Nach mehreren Umbauten entstand das heutige Schwimmbad.

Wintersport

Skifahren und Snowboarden in der Salzburger Sportwelt und auf dem Sankt Johanner Hausberg, dem Hahnbaum, Langlaufen, Eislaufen und Eishockey, Rodeln, Winterwandern

Aktivitäten im Sommer

Wandern, Radfahren, Mountainbike, Laufen, Nordic Walking, Waldschwimmbad Sankt Johann im Pongau, Golf (Im Frühjahr 2011 wurde mit der Errichtung eines Golfplatzes begonnen),Tennis, Squash, Eule-Cross-Race

Sportvereine

Billardclub UBSC Pongau, Bogenschützenverein, Eisschützenclub, Fechtsportclub, Eishockeyverein HSV-Pirates, Heeressportverein, TSV Sankt Johann im Pongau, Österreichischer Turnerbund, Tauchergruppe, Tennisclub Sankt Johann im Pongau, WSV Sankt Johann im Pongau (Wintersportverein), Union Karate Club Yoseikan Pongau, * Golfclub Sankt Johann im Pongau

Gaststätten

Mevlana - Türkische Spezialitäten, Pizzza Flizzza, Oberforsthof Alm, Bar und Restaurant Platzl, China Restaurant Lotus, Gasthof Schnitzelwirt, Gasthof Hirschenwirt, Gasthof Hubertusstube, Hotel Restaurant Stöckwirt, Jausenstation Hetzenbichl, Plankenauwirt, Reiners Wirtshaus, Venedigerstüberl

Das Kochbuch der Sankt Johanner Bäuerinnen mit dem Titel "Was gibt's heit?"

Wirtschaft und Infrastruktur

In Sankt Johann im Pongau ist die Linsinger ZT GmbH - vormals DI Josef Linsinger ZT-GmbH - beheimatet, Europas größtes Vermessungsbüro für Kulturgüterdokumentationen.

Verkehr

Die Stadtgemeinde Sankt Johann im Pongau ist mit dem Auto über die Tauernautobahn A 10, Knoten Bischofshofen, Ausfahrt Sankt Johann im Pongau, weiter auf der B 311, der Pinzgauer Straße, in ca. fünf Kilometern erreichbar. Daneben gibt es eine Bahnanbindung über die Westbahn, der Giselabahn, von bzw. nach Salzburg. Die Pinzgauer Straße verbindet Sankt Johann im Pongau vom Norden kommend mit Bischofshofen und nach Süden folgend mit Schwarzach und in weiterer Folge mit Zell am See. Nach Osten führt die B 163, Wagrainer Straße, nach Wagrain.

Bildung

Geschichte

Bis nach dem ersten Weltkrieg war die Volksschule die einzige Schule in Sankt Johann im Pongau. 1917 übersiedelte das „Elisabethinum“, die Haushaltungsschule, der Halleiner Schulschwestern nach Sankt Johann im Pongau. Die Einführung einer Hauptschule war anfangs sehr umstritten, trotzdem wurde 1930 unter großem Aufwand ein Anbau an die Volksschule errichtet in dem die Hauptschule untergebracht wurde. Die neue Schule setzte sich durch und erhielt in den 1960er Jahren ein eigenes Schulgebäude. 1962 wurde der Polytechnische Lehrgang eingerichtet und erhielt 1982 ebenfalls ein eigenes Schulgebäude. Auf Initiative einiger Sankt Johanner kam es 1953 zum Bau eines Gymnasiums. 1955 wurde die Errichtung einer Handelsschule beschlossen. Anfänglich war die Schule in der alten Hauptschule untergebracht und übersiedelte 1956 in die ehemalige amerikanische Schule auf dem Gelände der Krobatinkaserne. 1975 begann man mit dem Bau eines Handelsakademiegebäudes, das 1978 eröffnet wurde. Seit 2007 ist in diesem Gebäude auch eine Klasse der HTL Saalfelden, Zweig Mechatronik, untergebracht.

Schulen

Werk- und Musikhauptschule

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Stadt Sankt Johann im Pongau

Wappen

1929 erhielt SanktJohann im Pongau das Recht zur Führung eines Wappens. Es zeigt auf einem Schild die Figur des hl. Johannes auf rotem Hintergrund.

Städtepartnerschaften

St. Johann unterhält seit 1977 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Lage in Lippe im Norden Deutschlands. Die Partnerschaft ist durch wirtschaftliche Beziehungen entstanden. Der Lagenser Stadtrat Gustav Bergmann hat für seine Polstermöbelerzeugung ein Zweigwerk in Sankt Johann im Pongau errichtet. Durch die dabei entstandenen Kontakte mit der Gemeindeführung wurde der Gedanke der Städtepartnerschaft geboren.

Persönlichkeiten

  • Heinz Tischer (* 28. November 1941 in Sankt Pölten in Niederösterreich) ist freischaffender Künstler (Maler, Grafiker)

Töchter und Söhne der Stadt

Hauptartikel Töchter und Söhne der Stadt Sankt Johann im Pongau

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Stadt Sankt Johann im Pongau

Weblinks


Quellen

  • Homepage der Stadtgemeinde Sankt Johann im Pongau
  • Chronik der Gemeinde Sankt Johann im Pongau
  • Österreichische Ortsdatenbank
  • Statistik Austria
  • Website des Tourismusverbandes Sankt Johann im Pongau
  • Heli Austria GmbH
  • Kompass Wanderkarte Sankt Johann im Pongau, Großarltal, Kleinarltal 1:50.000
  • SAGIS - SAlzburger Geographisches InformationsSystem
Städte und Gemeinden im Pongau
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Über dieses Bild

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