Friedhof von St. Peter: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Friedhof von St. Peter''', auch ''Petersfriedhof'' genannt, der [[Stiftskirche St. Peter]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] ist neben dem Friedhof des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts Nonnberg]] die älteste noch bestehende christliche Begräbnisstätte Salzburgs.  
 
Der '''Friedhof von St. Peter''', auch ''Petersfriedhof'' genannt, der [[Stiftskirche St. Peter]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] ist neben dem Friedhof des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts Nonnberg]] die älteste noch bestehende christliche Begräbnisstätte Salzburgs.  
  
==Geschichte==
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== Geschichte ==
 
Er wurde bereits in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte benützt. Durch seine Lage am Fuß des [[Festungsberg]]es und sein „malerisches“ Gelände war der Friedhof von St. Peter ein bevorzugtes Thema der Malerei und Dichtung des [[19. Jahrhundert]]s. Im Friedhof von St. Peter finden sich in den Berg hinein gehauene so genannte [[Katakomben]]. Sie dienten nicht als Begräbnisort und sind vermutlich spätantiken Ursprungs.
 
Er wurde bereits in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte benützt. Durch seine Lage am Fuß des [[Festungsberg]]es und sein „malerisches“ Gelände war der Friedhof von St. Peter ein bevorzugtes Thema der Malerei und Dichtung des [[19. Jahrhundert]]s. Im Friedhof von St. Peter finden sich in den Berg hinein gehauene so genannte [[Katakomben]]. Sie dienten nicht als Begräbnisort und sind vermutlich spätantiken Ursprungs.
  
 
Die heutige Form erhielt er um das Jahr [[1627]], als die Arkaden durch [[Christoph Gottsreiter]] erbaut wurden.  
 
Die heutige Form erhielt er um das Jahr [[1627]], als die Arkaden durch [[Christoph Gottsreiter]] erbaut wurden.  
  
==Die Kapellen==
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== Kapellen ==
* [[Kreuzkapelle St. Peter|Kreuzkapelle]]: Sie wurde an der Stelle der ältestes Stiftskirche um [[1170]] erbaut. Sie befindet sich vom Klosterhof her kommend rechts nach dem Durchgang unter dem Gebäudeteil, der Stiftskirche und [[Peterskeller]] miteinander verbindet.
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* [[Kreuzkapelle St. Peter|Kreuzkapelle]]: Sie wurde an der Stelle der ältestes Stiftskirche um [[1170]] erbaut. Sie befindet sich vom Klosterhof her kommend rechts nach dem Durchgang unter dem Gebäudeteil, der Stiftskirche und [[Peterskeller]] miteinander verbindet.
 
* [[Mariazellerkapelle]]: die Kapelle ist an der Südseite der Stiftskirche - an das Querschiff - angebaut.
 
* [[Mariazellerkapelle]]: die Kapelle ist an der Südseite der Stiftskirche - an das Querschiff - angebaut.
 
* [[Margarethenkapelle]]: Sie steht inmitten des Gräberfeldes zur südlichen Ecke des Friedhofs von St. Peter und wurde [[1491]] erbaut.  
 
* [[Margarethenkapelle]]: Sie steht inmitten des Gräberfeldes zur südlichen Ecke des Friedhofs von St. Peter und wurde [[1491]] erbaut.  
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* [[Maximuskapelle]]
 
* [[Maximuskapelle]]
  
== Sonstiges ==
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== Bemerkenswerte Gräber ==
Beim Eingang zu den Katakomben befindet sich ein [[Totentanz im Friedhof St. Peter|Totentanz]].
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Beim Spaziergang durch den Friedhof kann man viele bekannte Salzburger Namen und bemerkenswerte Gräber entdecken:
  
==Bemerkenswerte Gräber==
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=== Gruftarkaden ===
Bei einem Spaziergang durch den Friedhof kann man zahlreiche bekannte Salzburger Namen und sonst bemerkenswerte Gräber entdecken:
 
 
 
===In den Gruftarkaden===
 
 
* [[Fürst (Familie)|Familie Fürst; „Chronos“]], Marmorgrabmal (um 1620) von [[Hans Konrad Asper]] (Nr. VIII)
 
* [[Fürst (Familie)|Familie Fürst; „Chronos“]], Marmorgrabmal (um 1620) von [[Hans Konrad Asper]] (Nr. VIII)
 
* [[Eligius Scheibl]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] von [[1898]] bis [[1900]] (Nr. XIV)
 
* [[Eligius Scheibl]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] von [[1898]] bis [[1900]] (Nr. XIV)
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* [[Herta Sending]]: eine junge Dichterin
 
* [[Herta Sending]]: eine junge Dichterin
  
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=== Kommunegruft ===
Die Kommuengruft befindet sich vor dem Aufgang zu den Katakomben.
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Die Kommunegruft, in der namenlos bestattet wurde, liegt an der Mönchsbergwand vor dem Aufgang zu den Katakomben.
 
   
 
   
 
==== Totentanz ====
 
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''Hauptartikel: [[Totentanz im Friedhof St. Peter]]'' <br/>
 
''Hauptartikel: [[Totentanz im Friedhof St. Peter]]'' <br/>
Der Totentanz ist ein memento mori, eine religiöse Darstellung und Erinnerung an die Sterblichkeit des Menschen,
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Der Totentanz ist ein memento mori, eine religiöse Darstellung und Erinnerung an die Sterblichkeit des Menschen.
  
 
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===Im Friedhofsfeld===
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* [[Clemens Holzmeister]], Architekt
 
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* [[Alois Schmiedbauer]], Pädagoge, akademischer Maler, Fotograph
 
* [[Alois Schmiedbauer]], Pädagoge, akademischer Maler, Fotograph
  
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===Die Marmorgrabtafeln den niederen Friedhofs===
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=== Marmorgrabtafeln am niederen Friedhof ===
 
Auf dem niederen Friedhof sind zahlreiche meist marmorne Grabplatten in die Mauern (meist die Stützmauer, die das Gräberfeld des oberen Friedhofs vom östlichen Ausläufer des niederen Friedhofs trennt) eingelassen. Die Datierungen der Grabdenkmäler reichen von [[1481]] bis [[1721]], die somit zu den ältesten des Friedhofs gehören. Allerdings befinden sich hier nicht auch die zugehörigen Gräber, vielmehr wurden die Grabplatten seinerzeit bei der Erneuerung des Bodens der Margarethenkapelle hierherversetzt.<ref>Michael Walz aaO.</ref>
 
Auf dem niederen Friedhof sind zahlreiche meist marmorne Grabplatten in die Mauern (meist die Stützmauer, die das Gräberfeld des oberen Friedhofs vom östlichen Ausläufer des niederen Friedhofs trennt) eingelassen. Die Datierungen der Grabdenkmäler reichen von [[1481]] bis [[1721]], die somit zu den ältesten des Friedhofs gehören. Allerdings befinden sich hier nicht auch die zugehörigen Gräber, vielmehr wurden die Grabplatten seinerzeit bei der Erneuerung des Bodens der Margarethenkapelle hierherversetzt.<ref>Michael Walz aaO.</ref>
  
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* [[Laufbrunnen im Friedhof von St. Peter]]
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== Literatur ==
 
* [[Michael Walz]], ''[[Die Grabdenkmäler von St. Peter und Stift Nonnberg zu Salzburg]]''; Beigaben zu den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1860-1900|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] 1867, 1868, 1871, 1874 und 1875:
 
* [[Michael Walz]], ''[[Die Grabdenkmäler von St. Peter und Stift Nonnberg zu Salzburg]]''; Beigaben zu den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1860-1900|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] 1867, 1868, 1871, 1874 und 1875:
 
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==Quellen==
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* Hauptartikel [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]
 
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==Fußnoten==
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Version vom 17. September 2018, 06:31 Uhr

1730-1731a - Salzburg - Stiftskirche St Peter
Karte
Franz Barbarini Peterskirchhof in Salzburg c1850 ubs G 1058 II
die Grabkreuze der Familie Stumpfegger
Katakomben und Friedhof von St. Peter
Salzburg Dom vom Friedhof von St. Peter
Friedhof von St. Peter, Blick zum Dom
Margarethenkapelle

Der Friedhof von St. Peter, auch Petersfriedhof genannt, der Stiftskirche St. Peter in der Altstadt von Salzburg ist neben dem Friedhof des Benediktinenstifts Nonnberg die älteste noch bestehende christliche Begräbnisstätte Salzburgs.

Geschichte

Er wurde bereits in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte benützt. Durch seine Lage am Fuß des Festungsberges und sein „malerisches“ Gelände war der Friedhof von St. Peter ein bevorzugtes Thema der Malerei und Dichtung des 19. Jahrhunderts. Im Friedhof von St. Peter finden sich in den Berg hinein gehauene so genannte Katakomben. Sie dienten nicht als Begräbnisort und sind vermutlich spätantiken Ursprungs.

Die heutige Form erhielt er um das Jahr 1627, als die Arkaden durch Christoph Gottsreiter erbaut wurden.

Kapellen

  • Kreuzkapelle: Sie wurde an der Stelle der ältestes Stiftskirche um 1170 erbaut. Sie befindet sich vom Klosterhof her kommend rechts nach dem Durchgang unter dem Gebäudeteil, der Stiftskirche und Peterskeller miteinander verbindet.
  • Mariazellerkapelle: die Kapelle ist an der Südseite der Stiftskirche - an das Querschiff - angebaut.
  • Margarethenkapelle: Sie steht inmitten des Gräberfeldes zur südlichen Ecke des Friedhofs von St. Peter und wurde 1491 erbaut.
  • Marienkapelle, früher St. Veits-Kapelle genannt, in ihr befindet sich die Gruft der Benediktiner-Erzabtei mit einigen Gräbern von Äbten.

In den Katakomben:

Bemerkenswerte Gräber

Beim Spaziergang durch den Friedhof kann man viele bekannte Salzburger Namen und bemerkenswerte Gräber entdecken:

Gruftarkaden

Georg V. (Nr. XV)
Lorenz, Hausherr der Familie Mozart (Nr. XVI)

Bildergalerie

Kommunegruft

Die Kommunegruft, in der namenlos bestattet wurde, liegt an der Mönchsbergwand vor dem Aufgang zu den Katakomben.

Totentanz

Hauptartikel: Totentanz im Friedhof St. Peter
Der Totentanz ist ein memento mori, eine religiöse Darstellung und Erinnerung an die Sterblichkeit des Menschen.

Bildergalerie

Friedhofsfeld

Bildergalerie

Marmorgrabtafeln am niederen Friedhof

Auf dem niederen Friedhof sind zahlreiche meist marmorne Grabplatten in die Mauern (meist die Stützmauer, die das Gräberfeld des oberen Friedhofs vom östlichen Ausläufer des niederen Friedhofs trennt) eingelassen. Die Datierungen der Grabdenkmäler reichen von 1481 bis 1721, die somit zu den ältesten des Friedhofs gehören. Allerdings befinden sich hier nicht auch die zugehörigen Gräber, vielmehr wurden die Grabplatten seinerzeit bei der Erneuerung des Bodens der Margarethenkapelle hierherversetzt.[1]

Bildergalerie

(Für Beschreibungen der Bildmotive und Abschriften der Inschriften das Bild anklicken.)

Vom Ostende (Arkadengruft der Familie Haidenthaler) an:

(noch fortzusetzen)

Sonstige Bilder

Bildergalerie Panorama

Brunnen

Literatur

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

  • DEHIO Salzburg. Die Kunstdenkmäler Österreichs. SALZBURG Stadt und Land. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1986. ISBN 3-7031-0599-2 (hier: S. 544-550)

Weblinks

 Friedhof von St. Peter – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Friedhof von St. Peter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Fußnoten

  1. Michael Walz aaO.