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| | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt, bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. | | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt, bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. |
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| | + | === Erwerbstätigkeit === |
| | + | Die Hinterseer Bauern lebten hauptsächlich von Nutztieren, durch die sie Eier, Milch, Butter, Käse und Fleisch liefern konnten, daneben noch Wolle und Flachs.<br/>[[1839]] wurde berichtet, dass auch der Verkauf von [[Weinbergschnecke|Weinbergschnecken]], die damals anscheinend unglaublich gehäuft an Bäumen vorkamen, einen Erwerbszweig der Hinterseer Bevölkerung darstellte. <ref>''Die Bewohner von Hintersee sind größtenteils Holzarbeiter. Auch die Schnecken, von denen man hier oft zwei bis drei wie Äpfel übereinander an den Bäumen trifft, verschaffen den Einwohnern einen Erwerbszweig''; [[Benedikt Pillwein|Pillwein, Benedikt]] (Hg.): ''Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg''. Fünfter Teil: Der Salzburgkreis (S. 219–554.). Joh. Christ. Quandt, Kastner’s seel. Eidam, Linz 1839. In: ''Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis''. Historisch-geographisch-statistisch beschrieben, und als ein selbstständiges Lese-, Studier- und Nachschlage-Buch bearbeitet. Linz 1839, S. 392. Siehe: [https://books.google.de/books?id=ea8AAAAAcAAJ&pg=PA174&dq=pillwein++5.+teil&hl=de&sa=X&ved=0CEQQ6AEwBmoVChMIpZGKuf_9yAIVwn5yCh1C7wmF#v=onepage&q=pillwein%20%205.%20teil&f=false], aufgerufen am 11. November 2015.</ref><br/>Überdurchschnittlich viele Männer arbeiteten als Holzknechte, einer gefährlichen Tätigkeit. Nach dem Fällen der Bäume mussten sie die Stämme zu Tal bringen (→ [[Ziachschlitten]]) und nach Hallein [[Holztrift|triften]]. Um die Bloche über den damals sogenannten [[Hintersee (See)|Vordersee]] zu bekommen, bündelten sie das Rundholz mit Ketten und flößten es über den See.<ref>Wikipedia, Flößen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%B6%C3%9Ferei], aufgerufen am 12. November 2015.</ref> |
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| | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === | | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === |
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| | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. | | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. |
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| − | [[1839]] wird berichtet, dass nicht nur das [[Holztrift|Driften von Holz]] nach Hallein, sondern auch der Verkauf von [[Weinbergschnecke|Weinbergschnecken]], die damals noch zahlreich vorkamen, einen Erwerbszweig der Hinteresser Bevölkerung darstellte.<ref>''Die Bewohner von Hintersee sind größtenteils Holzarbeiter. Auch die Schnecken, von denen man hier oft zwei bis drei wie Äpfel übereinander an den Bäumen trifft, verschaffen den Einwohnern einen Erwerbszweig''; [[Benedikt Pillwein|Pillwein, Benedikt]] (Hg.): ''Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg''. Fünfter Teil: Der Salzburgkreis (S. 219–554.). Joh. Christ. Quandt, Kastner’s seel. Eidam, Linz 1839. In: ''Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis''. Historisch-geographisch-statistisch beschrieben, und als ein selbstständiges Lese-, Studier- und Nachschlage-Buch bearbeitet. Linz 1839, S. 392. Siehe: [https://books.google.de/books?id=ea8AAAAAcAAJ&pg=PA174&dq=pillwein++5.+teil&hl=de&sa=X&ved=0CEQQ6AEwBmoVChMIpZGKuf_9yAIVwn5yCh1C7wmF#v=onepage&q=pillwein%20%205.%20teil&f=false], aufgerufen am 11. November 2015.</ref>
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| | === Kriegs- und Notzeiten === | | === Kriegs- und Notzeiten === |