Lehen (Stadt Salzburg): Unterschied zwischen den Versionen

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K Textersetzung - „Glan“ durch „Glanbach
Geschichte: ergänzt mit Volkszählung 1923
 
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| Fläche: || 1,29 km² (1,96 %)<ref>Anteil an der gesamten Stadtfläche</ref>
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| Altersverteilung: || 29,2 % bis 14 Jahre<br /> 11,4  % 15–24 Jahre<br />15,9  % 25–44 Jahre<br />24,1  % 45–64 Jahre<br /> 19,4  % ab 65 Jahre<br />
| Altersverteilung (2019): || 29,2 % bis 14 Jahre<br /> 11,4  % 15–24 Jahre<br />15,9  % 25–44 Jahre<br />24,1  % 45–64 Jahre<br /> 19,4  % ab 65 Jahre<br />
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| Grünflächen: ||19,6  % Grünflächen<br /> 7,2 % locker bebaut<br /> 63,4 % dicht bebaut<br />9,8  % Sonstige<br />
| Grünflächen (2019): ||19,6  % Grünflächen<br /> 7,2 % locker bebaut<br /> 63,4 % dicht bebaut<br />9,8  % Sonstige<br />
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| Wohnungsgrößen: || 30,6  % unter 45 m²<br />19,1  % 45–59 m²<br /> 39,1  % 60–89 m²<br />8,9  % 90–120 m²<br />2,3  % über 120 m²<br />
| Wohnungsgrößen (2019): || 30,6  % unter 45 m²<br />19,1  % 45–59 m²<br /> 39,1  % 60–89 m²<br />8,9  % 90–120 m²<br />2,3  % über 120 m²<br />
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[[Datei:Christian-Doppler-Gymnasium, Ostansicht.JPG|thumb|[[Christian-Doppler-Gymnasium]]]]
[[Datei:Christian-Doppler-Gymnasium, Ostansicht.JPG|thumb|[[Christian-Doppler-Gymnasium]].]]
[[Datei:Ignaz-Harrer-Straße.jpg|thumb|[[Ignaz-Harrer-Straße]]]]
[[Datei:Ignaz-Harrer-Straße.jpg|thumb|[[Ignaz-Harrer-Straße]].]]
[[Datei:Landesinstitut für Hörbehinderte-20020429-02.jpg|thumb| [[Landeszentrum für Hör- und Sehbildung]]]]
[[Datei:Rauchmühle, Westansicht.jpg|thumb|Die [[Rauchmühle]].]]
[[Datei:Rauchmühle, Westansicht.jpg|thumb|[[Rauchmühle]]]]
[[Datei:Lehen Liefering Sammlung Risch-Lau.jpg|thumb|Im Vordergrund Lehen, dahinter [[Liefering]], eine Aufnahme in den [[1950er]]- oder [[1960er]]-Jahren.]]
'''Lehen''' ist ein Stadtteil im Norden der [[Stadt Salzburg]].   
'''Lehen''' ist ein [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] im Norden der [[Stadt Salzburg]].   


==Allgemeines==
==Geografie==
Der Stadtteil ist dicht besiedelt. Der im Umriss etwa dreieckige Teil der Stadt wird im Süden durch die [[Westbahn]], im Westen durch den [[Glanbach]] und den Glankanal und im Osten durch die [[Salzach]] begrenzt. In Lehen leben 16&nbsp;000 Bewohner (Stand 2019), also deutlich mehr als in jedem anderen Stadtteil Salzburgs.  
Der Stadtteil ist dicht besiedelt. In Lehen leben 17&nbsp;121 (2023), also deutlich mehr als in jedem anderen Stadtteil Salzburgs. Ein Vergleich: Einwohnerzahl des [[Lungau]]s 20&nbsp;437 (2024). Der im Umriss etwa dreieckige Stadtteil wird im Süden durch die [[Westbahnstrecke]], im Westen durch den [[Glanbach]] und den [[Glankanal]] und im Osten durch die [[Salzach]] begrenzt.  


==Zum Namen==
Die [[Katastralgemeinde]] Lehen (genauer, die Abteilung "Lehen" der Katastralgemeinde Salzburg) ist größer als der Stadtteil Lehen: Im Süden erreicht sie die [[Innsbrucker Bundesstraße]], im Norden schließt sie das [[Messezentrum Salzburg|Messegelände]] ein. Umgekehrt gehört ein kleines Gebiet westlich der [[Siebenstädterstraße]] noch zur Katastralgemeinde Liefering&nbsp;II.
Wahrscheinlich kommt der Name von früher hier gelegenen „Lehen“, einem kleinen an einen Adeligen verliehene Güter. Das Gebiet zwischen heutiger [[Bahnstrecke Salzburg–München]], [[Glanbach]] und Glandurchstich sowie [[Salzach]] liegt im Bereich einer Alluvial-Terrasse, die im Gegensatz zu den höher gelegenen Stadtterrassen ständig von Überschwemmungen der Glan und der Salzach bedroht war. Zwischen der alten Vorstadt [[Mülln]] und dem uralten Bauern- und Fischerort [[Liefering]] gab es hier nur einige verstreut liegende Höfe nahe der Straße und eine kleine Gruppe von Anwesen, die neben Landbewirtschaftung die Wasserkraft des vermutlich im [[14. Jahrhundert]] von der Glan abgezweigten [[Gailenbach]]s nutzten.  


[[Franz Valentin Zillner]] leitet den Namen alternativ von „Loh“, „Löhen“, das sind nasse, sumpfige Stellen, her, weil dieses nahe dem Zusammenfluss von [[Saalach]] und Salzach gelegene Gebiet ursprünglich sehr wasserreich und sumpfig war. Er nannte den Streifen zwischen Glan und Mühlbach das "''salzburgische Mesopotamien''“ (Zweistromland) und beschrieb das Gebiet in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s so:
==== Verkehr ====
Die Hauptverkehrsachse ist die [[Ignaz-Harrer-Straße]], bei deren [[Lehener Kreuzung]] die Rudolf-Biebl-Straße als weitere wichtige Verkehrsachse nach Süden verläuft. Am Südrand des Stadtteils verläuft die [[Salzburg-München-Bahn]] mit [[S-Bahn]]-Stationen.


''„Wer nach starkem Sommerregen bei eintretender Abendkühle etwa von der Öde des einstigen Mönchsteinturmes gegen Liefering ausblickt, dem wird ohne Zweifel der stets auftretende Nebelstrich und die blinkenden, bandartigen, übervollen Wasserstreifen beider Bäche ins Auge fallen, an denen der Vorort Lehen liegt.“''
Der Stadtteil ist im Osten über die Salzach mit dem [[Traklsteg]], dem [[Pioniersteg]] und der [[Lehener Brücke]] verbunden. Im Süden steht die [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]].


==Geschichte==
==== Plätze ====
Bis zur Stadterweiterung Salzburgs und der damit einhergehenden Eingliederung der ehemaligen Gemeinden [[Gemeinde Maxglan|Maxglan]] und [[Gemeinde Gnigl-Itzling|Gnigl-Itzling]] in den Jahren [[1935]] und [[1939]] gehörten nur der nördliche Teil östlich der Glan zu Lehen, die Gebiete westlich davon teilweise zu Maxglan. Der nördliche Bereich zwischen dem Glandurchstich und der ehemaligen Stadtgrenze war wiederum Teil der Gemeinde Gnigl-Itzling. Da es sich bei Lehen größtenteils um ein Überschwemmungsgebiet von Salzach und Glan handelte, war der Stadtteil bis in das [[19. Jahrhundert]] schwach besiedelt. Erst ab [[1874]] kam es zu ersten Bautätigkeiten im Bereich der heutigen [[Gaswerkgasse]]. [[1906]] nahm man die systematische Asphaltierung der Straßen in Angriff.
* [[H.C.-Artmann-Platz]]
* [[Vinzenz-Pallotti-Platz]]
 
==== Wirtschaft ====
Im Norden des Stadtteils befindet sich das Mercedes-Benz Teilezentrum. [[Mercedes-Benz Österreich]] hatte um [[1965]] seine Büros in den oberen Stockwerken des [[Hochhaus in Lehen|Hochhauses]] ([[Rosengasse]] 23. Das [[Flusskraftwerk Sohlstufe Lehen]] nutzt das Wasser der Salzach.
Ehemalige Unternehmen sind:
* [[Schneiders Bekleidung Ges.m.b.H.]]
* [[Fiedler Moden]]  
* [[Kleiderhäuser Salko KG]]  
* [[Sport Gallbauer]]


[[1902]] wurde die [[Ignaz-Harrer-Straße]], heute die Hauptverkehrsader des Stadtteils, angelegt. Benannt ist diese Straße nach dem ehemaligem Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] und [[Landtagsabgeordneter|Landtagsabgeordneten]] [[Ignaz Harrer]]. Sie nimmt ihren Beginn bei der [[Lehener Brücke]] und verbindet den benachbarten Stadtteil [[Froschheim]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] mit der [[Münchner Bundesstraße]]. Die zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s einsetzende Verbauung mit Wohn- und Geschäftshäusern im Stil der Spät[[gründerzeit]] lässt sich heute nur noch an wenigen intakten Objekten erkennen. In den Jahren von [[1924]] bis [[1930]] setzte auch im immer bevölkerungsreicher werdenden Lehen der soziale Wohnbau ein und prägte maßgeblich das Bild dieses Stadtteils.
== Geschichte ==
==== Zum Namen ====
Wahrscheinlich kommt der Name von früher hier gelegenen "Lehen", einem kleinen an einen Adeligen verliehenen Gut. Das Gebiet zwischen der [[Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg]], dem Glanbach und Glandurchstich sowie der [[Salzach]] liegt im Bereich einer Alluvialterrasse, die im Gegensatz zu den höher gelegenen Stadtterrassen ständig von Überschwemmungen des Glanbachs und der Salzach bedroht war. Zwischen der alten Vorstadt [[Mülln]] und dem uralten Bauern- und Fischerort [[Liefering]] gab es hier nur einige verstreut liegende Höfe nahe der [[Reichsstraße]] und eine kleine Gruppe von Anwesen, die neben Landbewirtschaftung die [[Wasserkraft]] des vermutlich im [[14. Jahrhundert]] vom Glanbach abgezweigten [[Gailenbach]]s nutzten.  


In Lehen befand sich salzachnah bis etwa [[1900]] der [[K.k. Schießstand Lehen|k.k. Schießstand Lehen]], der dann nach [[Grödig]]-[[Glanegg]] verlegt wurde, wo sie bis heute weiterbesteht. Die [[Schießstattstraße]] erinnert an die frühere Nutzung des Landschaftsraumes.   
[[Franz Valentin Zillner]] leitet den Namen alternativ von "Loh", "Löhen", das sind nasse, sumpfige Stellen, her, weil dieses nahe dem Zusammenfluss von [[Saalach]] und Salzach gelegene Gebiet ursprünglich sehr wasserreich und sumpfig war. Er nannte den Streifen zwischen Glanbach und Mühlbach das "salzburgische Mesopotamien" (Zweistromland) und beschrieb das Gebiet in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s so: <blockquote>''Wer nach starkem Sommerregen bei eintretender Abendkühle etwa von der Öde des einstigen [[Mönchsteinturm]]es gegen Liefering ausblickt, dem wird ohne Zweifel der stets auftretende Nebelstrich und die blinkenden, bandartigen, übervollen Wasserstreifen beider Bäche ins Auge fallen, an denen der Vorort Lehen liegt.''</blockquote>
 
==== Entwicklung ====
Bis zur Stadterweiterung Salzburgs und der damit einhergehenden Eingliederung der ehemaligen Gemeinden [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] und [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]] sowie der Ortschaft Liefering in den Jahren [[1935]] und [[1939]] gehörten nur der nördliche Teil östlich des Glanbachs zu Lehen, die Gebiete westlich davon teilweise zu Maxglan. Der nördliche Bereich zwischen dem Glanbachdurchstich und der ehemaligen Stadtgrenze war wiederum Teil der Gemeinde Gnigl. Da es sich bei Lehen größtenteils um ein Überschwemmungsgebiet von Salzach und Glanbach handelte, war der Stadtteil bis in das [[19. Jahrhundert]] schwach besiedelt. Erst ab [[1874]] kam es zu ersten Bautätigkeiten im Bereich der heutigen [[Gaswerkgasse]]. [[1906]] nahm man die systematische Asphaltierung der Straßen in Angriff.
 
[[1902]] wurde die [[Ignaz-Harrer-Straße]], heute die Hauptverkehrsader des Stadtteils, angelegt. Benannt ist diese Straße nach dem ehemaligem Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] und [[Landtagsabgeordneter|Landtagsabgeordneten]] [[Ignaz Harrer]]. Sie nimmt ihren Beginn bei der [[Lehener Brücke]] und verbindet [[Froschheim]] im benachbarten [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Elisabeth-Vorstadt]] mit der [[Münchner Bundesstraße]]. Die zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s einsetzende Verbauung mit Wohn- und Geschäftshäusern im Stil der Spät[[gründerzeit]] lässt sich heute nur noch an wenigen intakten Objekten erkennen. In den Jahren von [[1924]] bis [[1930]] setzte auch im immer bevölkerungsreicher werdenden Lehen der soziale Wohnbau ein und prägte maßgeblich das Bild dieses Stadtteils.
 
Nach der Volkszählung, die [[1923]] durchgeführt worden ist, zählte Lehen 2&nbsp;913 Einwohner und 108 Häuser.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280112&query=%22Nonntal%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe vom 12. Jänner 1928</ref>
 
In Lehen befand sich salzachnah bis etwa [[1900]] der [[K.k. Schießstand Lehen|k.k. Schießstand Lehen]], der dann nach [[Grödig]]-[[Glanegg]] verlegt wurde, wo sie bis heute im [[Bundesheer-Schießplatz Glanegg]] weiterbesteht. Die [[Schießstattstraße]] erinnert an die frühere Nutzung des Landschaftsraumes.   
 
Seit [[2009]] hat sich der Stadtteil stärker verändert. Anstelle des alten [[Stadion Lehen|Stadions Lehen]] entstand die [[Neue Mitte Lehen]] samt [[Stadt:Bibliothek]], Geschäftszeile und [[TriBühne Lehen|TriBühne]], ebenso siedelte sich die [[Volkshochschule]] hier an. An der [[Strubergasse]] ist die [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]] beheimatet, genauso wie das [[Literaturhaus Salzburg|Literaturhaus]]. Das ehemalige [[Stadtwerkeareal Lehen|Stadtwerkeareal]] wurde mit Wohnbauten entwickelt([[Stadtwerk Lehen]]), neue Obus- und [[S-Bahn]]-Haltestellen inklusive. Am Glanspitz entstand eine Erholungsfläche. Auf dem Areal der ehemaligen [[Rauchmühle]] entstand das [[Quartier Rauchmühle]].


== Lehen und seine Teile ==
== Lehen und seine Teile ==
Eine der ersten peripheren Siedlungen Lehens war die [[Scherzhauserfeldsiedlung]], die bald nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] am nördlichsten Rand der damaligen Stadt, umgeben von weiten Wiesen und Äckern, errichtet worden war. Ihren Namen erhielt diese Siedlung vom gleichnamigen nun verbauten Bauerngut, das nach einem Nebenarm der Glan auch ''Gut am Gailenbach'' hieß. Dabei wurden ab [[1929]] neun reihenförmig angelegte Wohnblöcke mit insgesamt 34 Kleinhäusern und einem gemeinsamen Waschhaus errichtet. [[1931]] wurden zwei weitere Wohnblöcke errichtet und [[1939]] nochmals drei Häusergruppen. Der Schriftsteller [[Thomas Bernhard]] begann [[1946]] eine Lehre in einem Kolonialwarenladen in der Scherzhauserfeldsiedlung. In seiner Erzählung „Der Keller. Eine Entziehung“ von [[1976]] setzte er der Scherzhauserfeldsiedlung und deren Bewohnern ein literarisches Denkmal.  
Eine der ersten peripheren Siedlungen Lehens war die [[Scherzhauserfeldsiedlung]], die bald nach dem [[Ersten Weltkrieg]] am nördlichsten Rand der damaligen Stadt, umgeben von weiten Wiesen und Äckern, errichtet worden war. Ihren Namen erhielt diese Siedlung vom gleichnamigen nun verbauten Bauerngut, das nach einem Nebenarm der Glan auch "Gut am Gailenbach" hieß. Dabei wurden ab [[1929]] neun reihenförmig angelegte Wohnblöcke mit insgesamt 34 Kleinhäusern und einem gemeinsamen Waschhaus errichtet. [[1931]] wurden zwei weitere Wohnblöcke errichtet und [[1939]] nochmals drei Häusergruppen. Der Schriftsteller [[Thomas Bernhard]] begann [[1946]] eine Lehre in einem Kolonialwarenladen in der Scherzhauserfeldsiedlung. In seiner Erzählung "Der Keller. Eine Entziehung" von [[1976]] setzte er der Scherzhauserfeldsiedlung und deren Bewohnern ein literarisches Denkmal.  


[[1940]] wurde dann südlich an diese Siedlung anschließend für Offiziere und Unteroffiziere der deutschen Wehrmacht die früher Heeresbau genannte Häusergruppe in Vierkantform errichtet und die dortigen Straßen nach Blumen benannt ([[Rosengasse]], [[Nelkenstraße]], [[Liliengasse]]).  
[[1940]] wurde dann südlich an diese Siedlung anschließend für Offiziere und Unteroffiziere der deutschen Wehrmacht die früher Heeresbau genannte Häusergruppe in Vierkantform errichtet und die dortigen Straßen nach Blumen benannt ([[Rosengasse]], [[Nelkenstraße]], [[Liliengasse]]).  


Nach [[1955]] wurde unter verschiedenen Bauherrenschaften (darunter auch die Stadtgemeinde Salzburg) zwischen der [[Roseggerstraße]] und der [[Schießstattstraße]] die neue Siedlung '''Groß-Lehen''' errichtet.
Nach [[1955]] wurde unter verschiedenen Bauherrenschaften (darunter auch die Stadtgemeinde Salzburg) zwischen der [[Roseggerstraße]] und der [[Schießstattstraße]] die neue Siedlung '''Groß-Lehen''' errichtet.
Im Osten des Stadtteils, an der Salzach, hat sich ein Schulbezirk entwickelt. Dort befinden sich die
* [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule I Salzburg]]
* [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule II Salzburg]]
* [[Christian-Doppler-Gymnasium]]
* [[Landesberufsschule 2 in Salzburg|Landesberufsschule 2]]


== Religionen ==
== Religionen ==
: ''[[Kapellen und Kirchen im Salzburger Stadtteil Lehen]]
=== Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti ===
=== Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti ===
: ''Hauptartikel: [[Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti]]''
: ''Hauptartikel [[Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti]]''


Lehen wurde mit seiner ersten Kapelle St. Josef nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zuerst von der [[Stadtpfarre Salzburg-Mülln|Stadtpfarre Mülln]] mitbetreut. Sie war anfangs in einer ehemaligen Flüchtlingsbaracke untergebracht. Bald aber übernahm die sozial engagierte Kongregation der [[Pallottiner]] (mit ihrem Sitz im [[Johannes Schlößl]] auf dem [[Mönchsberg]]) die seelsorgerische Arbeit in Lehen. Mit ihrer Unterstützung wurde [[1962]] bis [[1964]] dann auch die Lehener Kirche errichtet und ihrem damals eben heilig gesprochenen Gründer [[Vinzenz Pallotti]] geweiht. Sie ist in der damals nicht seltenen Form eines großen Zeltes gestaltet und besitzt innen mächtige Zeltdachflächen, die mit brasilianischem Kiefernholz verkleidet sind. Sie wurde [[1965]] von [[Erzbischof]] [[Andreas Rohracher]] eingeweiht.
Lehen wurde mit seiner ersten Kapelle St. Josef nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] zuerst von der [[Stadtpfarre Salzburg-Mülln|Stadtpfarre Mülln]] mitbetreut. Sie war anfangs in einer ehemaligen Flüchtlingsbaracke untergebracht. Bald aber übernahm die sozial engagierte Kongregation der [[Pallottiner]] (mit ihrem Sitz im [[Johannes Schlößl]] auf dem [[Mönchsberg]]) die seelsorgerische Arbeit in Lehen. Mit ihrer Unterstützung wurde [[1962]] bis [[1964]] dann auch die Lehener Kirche errichtet und ihrem damals eben heilig gesprochenen Gründer [[Vinzenz Pallotti]] geweiht. Sie ist in der damals nicht seltenen Form eines großen Zeltes gestaltet und besitzt innen mächtige Zeltdachflächen, die mit brasilianischem Kiefernholz verkleidet sind. Sie wurde [[1965]] von [[Erzbischof]] [[Andreas Rohracher]] eingeweiht.


=== Einrichtungen anderer Religionen ===
=== Einrichtungen anderer Religionen ===
Die [[Buddhistische Gemeinschaft Salzburg]] mit dem [[Buddhistisches Zentrum Salzburg-Lehen|Buddhistischen Zentrum Lehen]] und dem [[Buddhistisches Zentrum TDC|Buddhistischen Zentrum TDC]].
Die [[Buddhistische Gemeinschaft Salzburg]] mit dem [[Buddhistisches Zentrum Salzburg-Lehen|Buddhistischen Zentrum Lehen]] und dem [[Buddhistisches Zentrum TDC|Buddhistischen Zentrum TDC]]. Weiters gibt es eine [[Baptistengemeinde Salzburg|Baptistengemeinde]].
 
== Katastralgemeinde Lehen ==
Die ''[[Katastralgemeinde]] Lehen'' (genauer: die Abteilung „Lehen“ der Katastralgemeinde Salzburg) ist größer als der Stadtteil Lehen: Im Süden erreicht sie die [[Innsbrucker Bundesstraße]], im Norden schließt sie das [[Messezentrum Salzburg|Messegelände]] ein. Umgekehrt gehört ein kleines Gebiet westlich der [[Siebenstädterstraße]] noch zur ''Katastralgemeinde Liefering&nbsp;II''.


== Bauwerke ==
== Bauwerke ==
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* [[Gebäude der Landesberufsschule 2 in Salzburg|Gebäude der Landesberufsschule 2]]
* [[Gebäude der Landesberufsschule 2 in Salzburg|Gebäude der Landesberufsschule 2]]


=== Nicht mehr bestehende Gebäude ===
==== Nicht mehr bestehende Gebäude ====
* [[Stadion Lehen]], auf dessen Gelände sich heute die [[Stadt:Bibliothek]] befindet;
* [[Stadion Lehen]], auf dessen Gelände sich heute die [[Stadt:Bibliothek]] befindet;


=== Nicht mehr bestehende Einrichtungen ===
==== Nicht mehr bestehende Einrichtungen ====
* [[Lehener Kaserne]], heute befindet sich in Teilen der Kaserne das [[Christian-Doppler-Gymnasium]];
* [[Lehener Kaserne]], heute befindet sich in Teilen der Kaserne das [[Christian-Doppler-Gymnasium]];
* [[Städtisches Gaswerk]]
* [[Städtisches Gaswerk]]


== Lehen heute ==
== Öffentliche Einrichtungen und Bildungsstätten ==
=== Verkehr ===
<!--Der Stadtteil ist durch die Obuslinien {{Symbol-Obuslinie|0}}  und die [[Postbus|Postbuslinie]] {{Symbol-Buslinie|000}}  mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
* [[ergänze (Haltestelle)]] -->
Hauptverkehrsachse ist die [[Ignaz-Harrer-Straße]]. Am Südrand des Stadtteils verläuft die [[Salzburg-München-Bahn]] mit [[S-Bahn]]-Stationen.
<!-- === Straßen === 
alphabetisch, Hauptverkehrsstraßen sind ''kursiv'' gekennzeichnet<br/>
* alle mit A
* alle mit B ... -->
 
=== Plätze ===
* [[H.C.-Artmann-Platz]]
* [[Vinzenz-Pallotti-Platz]]
 
=== Betriebe und Unternehmen ===
* [[Schneiders Bekleidung Ges.m.b.H.]]
 
=== Öffentliche Einrichtungen und Bildungsstätten ===
* [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]]
* [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]]
* [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule I Salzburg]]
* [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule I Salzburg]]
* [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule II Salzburg]]
* [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule II Salzburg]]
* [[Neue Mittelschule Lehen]]
* [[Christian-Doppler-Gymnasium]]
* [[Mittelschule Lehen]]
* [[Landeszentrum für Hör- und Sehbildung]]
* [[Landeszentrum für Hör- und Sehbildung]]
* [[Landesberufsschule 2 in Salzburg|Landesberufsschule 2]]
* [[Landesberufsschule 2 in Salzburg|Landesberufsschule 2]]
* [[Volks- und Hauptschule für gehörlose und schwerhörige Kinder]] (Josef-Rehrl-Schule)
* [[Volksschule Lehen]]
* [[Volksschule Lehen]]
* [[Volksschule Lehen I]]
* [[Volksschule Lehen I]]
* [[Volksschule Lehen II]]
* [[Volksschule Lehen II]]
* [[Stadtgalerie Lehen]]
== Freizeitflächen ==
* [[Itzlinger Au]] am [[Glanspitz]]
* [[Lehener Park]]
* Gemeinschaftsgarten Stationwiese
* Park an der [[Hans-Sachs-Gasse]]/[[Alois-Stockinger-Straße]]
* Park bei der [[Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti|Lehener Kirche]]
* Park an der [[Paumannstraße]]
* Park und Spielplatz [[Schumacherstraße]]
* Spielplatz [[Lehener Straße]]


=== Kultur ===
== Kultur ==
* [[Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen]]
* [[Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen]]
* [[Literaturhaus Salzburg]]
* [[Literaturhaus Salzburg]]
* [[Galerie Eboran]]  
* [[Galerie Eboran]]  
* [[Kleindenkmäler und Kunstwerke im Salzburger Stadtteil Lehen]]
* [[Kleindenkmäler und Kunstwerke im Salzburger Stadtteil Lehen]]
== Natur ==
   
<!-- === Flora ===
* [[ergänze]] -->
=== Gewässer ===
Salzach und Glan;
<!-- === Fauna ===
* [[ergänze]] -->
<!-- == Persönlichkeiten == -->
<!-- : lebende
* -->
<!-- : verstorbene
*  -->
== Bilder ==
== Bilder ==
{{Bildkat|Lehen|Lehen (Stadt Salzburg)}}
{{Bildkat|Lehen|Lehen (Stadt Salzburg)}}
* {{Commonscat}}
* {{Commonscat}}
==Quellen==
== Quellen ==
* Siehe [[Ortsnamen (Etymologie)]]
* Siehe [[Ortsnamen (Etymologie)]]
* [[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]]
* [[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]]
* Salzburgwiki-Artikel  
* [[SALZBURGWIKI]]-Artikel  
* [[Digitaler Stadtplan von Salzburg]]
* [https://www.openstreetmap.org/relation/86630#map=17/47.81181/13.03080 www.openstreetmap.org], Stadtteil Lehen


==== Einzelnachweise ====
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>
{{Stadtteile Stadt Salzburg}}
{{Stadtteile Stadt Salzburg}}


[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Lehen|!|]]

Aktuelle Version vom 18. April 2026, 11:16 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt den Salzburger Stadtteil Lehen. Für andere Orte mit demselben Namen siehe Lehen
Stadtteilbild
Stadtteilkarte
Daten (Stand 2019)
Fläche: 1,29 km² (1,96 %)[1]
Einwohner: 16 745 (10,60 %), 2024[2]
Einwohner pro km²: 13 272
Haltestelle
öffentlicher Verkehr:
26
Nahversorger: 11
Altersverteilung (2019): 29,2 % bis 14 Jahre
11,4  % 15–24 Jahre
15,9  % 25–44 Jahre
24,1  % 45–64 Jahre
19,4  % ab 65 Jahre
Grünflächen (2019): 19,6  % Grünflächen
7,2 % locker bebaut
63,4 % dicht bebaut
9,8  % Sonstige
Wohnungsgrößen (2019): 30,6  % unter 45 m²
19,1  % 45–59 m²
39,1  % 60–89 m²
8,9  % 90–120 m²
2,3  % über 120 m²
Christian-Doppler-Gymnasium.
Ignaz-Harrer-Straße.
Die Rauchmühle.
Im Vordergrund Lehen, dahinter Liefering, eine Aufnahme in den 1950er- oder 1960er-Jahren.

Lehen ist ein Stadtteil im Norden der Stadt Salzburg.

Geografie

Der Stadtteil ist dicht besiedelt. In Lehen leben 17 121 (2023), also deutlich mehr als in jedem anderen Stadtteil Salzburgs. Ein Vergleich: Einwohnerzahl des Lungaus 20 437 (2024). Der im Umriss etwa dreieckige Stadtteil wird im Süden durch die Westbahnstrecke, im Westen durch den Glanbach und den Glankanal und im Osten durch die Salzach begrenzt.

Die Katastralgemeinde Lehen (genauer, die Abteilung "Lehen" der Katastralgemeinde Salzburg) ist größer als der Stadtteil Lehen: Im Süden erreicht sie die Innsbrucker Bundesstraße, im Norden schließt sie das Messegelände ein. Umgekehrt gehört ein kleines Gebiet westlich der Siebenstädterstraße noch zur Katastralgemeinde Liefering II.

Verkehr

Die Hauptverkehrsachse ist die Ignaz-Harrer-Straße, bei deren Lehener Kreuzung die Rudolf-Biebl-Straße als weitere wichtige Verkehrsachse nach Süden verläuft. Am Südrand des Stadtteils verläuft die Salzburg-München-Bahn mit S-Bahn-Stationen.

Der Stadtteil ist im Osten über die Salzach mit dem Traklsteg, dem Pioniersteg und der Lehener Brücke verbunden. Im Süden steht die Eisenbahnbrücke.

Plätze

Wirtschaft

Im Norden des Stadtteils befindet sich das Mercedes-Benz Teilezentrum. Mercedes-Benz Österreich hatte um 1965 seine Büros in den oberen Stockwerken des Hochhauses (Rosengasse 23. Das Flusskraftwerk Sohlstufe Lehen nutzt das Wasser der Salzach.

Ehemalige Unternehmen sind:

Geschichte

Zum Namen

Wahrscheinlich kommt der Name von früher hier gelegenen "Lehen", einem kleinen an einen Adeligen verliehenen Gut. Das Gebiet zwischen der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg, dem Glanbach und Glandurchstich sowie der Salzach liegt im Bereich einer Alluvialterrasse, die im Gegensatz zu den höher gelegenen Stadtterrassen ständig von Überschwemmungen des Glanbachs und der Salzach bedroht war. Zwischen der alten Vorstadt Mülln und dem uralten Bauern- und Fischerort Liefering gab es hier nur einige verstreut liegende Höfe nahe der Reichsstraße und eine kleine Gruppe von Anwesen, die neben Landbewirtschaftung die Wasserkraft des vermutlich im 14. Jahrhundert vom Glanbach abgezweigten Gailenbachs nutzten.

Franz Valentin Zillner leitet den Namen alternativ von "Loh", "Löhen", das sind nasse, sumpfige Stellen, her, weil dieses nahe dem Zusammenfluss von Saalach und Salzach gelegene Gebiet ursprünglich sehr wasserreich und sumpfig war. Er nannte den Streifen zwischen Glanbach und Mühlbach das "salzburgische Mesopotamien" (Zweistromland) und beschrieb das Gebiet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts so:

Wer nach starkem Sommerregen bei eintretender Abendkühle etwa von der Öde des einstigen Mönchsteinturmes gegen Liefering ausblickt, dem wird ohne Zweifel der stets auftretende Nebelstrich und die blinkenden, bandartigen, übervollen Wasserstreifen beider Bäche ins Auge fallen, an denen der Vorort Lehen liegt.

Entwicklung

Bis zur Stadterweiterung Salzburgs und der damit einhergehenden Eingliederung der ehemaligen Gemeinden Maxglan und Gnigl sowie der Ortschaft Liefering in den Jahren 1935 und 1939 gehörten nur der nördliche Teil östlich des Glanbachs zu Lehen, die Gebiete westlich davon teilweise zu Maxglan. Der nördliche Bereich zwischen dem Glanbachdurchstich und der ehemaligen Stadtgrenze war wiederum Teil der Gemeinde Gnigl. Da es sich bei Lehen größtenteils um ein Überschwemmungsgebiet von Salzach und Glanbach handelte, war der Stadtteil bis in das 19. Jahrhundert schwach besiedelt. Erst ab 1874 kam es zu ersten Bautätigkeiten im Bereich der heutigen Gaswerkgasse. 1906 nahm man die systematische Asphaltierung der Straßen in Angriff.

1902 wurde die Ignaz-Harrer-Straße, heute die Hauptverkehrsader des Stadtteils, angelegt. Benannt ist diese Straße nach dem ehemaligem Salzburger Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Ignaz Harrer. Sie nimmt ihren Beginn bei der Lehener Brücke und verbindet Froschheim im benachbarten Stadtteil Elisabeth-Vorstadt mit der Münchner Bundesstraße. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzende Verbauung mit Wohn- und Geschäftshäusern im Stil der Spätgründerzeit lässt sich heute nur noch an wenigen intakten Objekten erkennen. In den Jahren von 1924 bis 1930 setzte auch im immer bevölkerungsreicher werdenden Lehen der soziale Wohnbau ein und prägte maßgeblich das Bild dieses Stadtteils.

Nach der Volkszählung, die 1923 durchgeführt worden ist, zählte Lehen 2 913 Einwohner und 108 Häuser.[3]

In Lehen befand sich salzachnah bis etwa 1900 der k.k. Schießstand Lehen, der dann nach Grödig-Glanegg verlegt wurde, wo sie bis heute im Bundesheer-Schießplatz Glanegg weiterbesteht. Die Schießstattstraße erinnert an die frühere Nutzung des Landschaftsraumes.

Seit 2009 hat sich der Stadtteil stärker verändert. Anstelle des alten Stadions Lehen entstand die Neue Mitte Lehen samt Stadt:Bibliothek, Geschäftszeile und TriBühne, ebenso siedelte sich die Volkshochschule hier an. An der Strubergasse ist die Paracelsus Medizinische Privatuniversität beheimatet, genauso wie das Literaturhaus. Das ehemalige Stadtwerkeareal wurde mit Wohnbauten entwickelt(Stadtwerk Lehen), neue Obus- und S-Bahn-Haltestellen inklusive. Am Glanspitz entstand eine Erholungsfläche. Auf dem Areal der ehemaligen Rauchmühle entstand das Quartier Rauchmühle.

Lehen und seine Teile

Eine der ersten peripheren Siedlungen Lehens war die Scherzhauserfeldsiedlung, die bald nach dem Ersten Weltkrieg am nördlichsten Rand der damaligen Stadt, umgeben von weiten Wiesen und Äckern, errichtet worden war. Ihren Namen erhielt diese Siedlung vom gleichnamigen nun verbauten Bauerngut, das nach einem Nebenarm der Glan auch "Gut am Gailenbach" hieß. Dabei wurden ab 1929 neun reihenförmig angelegte Wohnblöcke mit insgesamt 34 Kleinhäusern und einem gemeinsamen Waschhaus errichtet. 1931 wurden zwei weitere Wohnblöcke errichtet und 1939 nochmals drei Häusergruppen. Der Schriftsteller Thomas Bernhard begann 1946 eine Lehre in einem Kolonialwarenladen in der Scherzhauserfeldsiedlung. In seiner Erzählung "Der Keller. Eine Entziehung" von 1976 setzte er der Scherzhauserfeldsiedlung und deren Bewohnern ein literarisches Denkmal.

1940 wurde dann südlich an diese Siedlung anschließend für Offiziere und Unteroffiziere der deutschen Wehrmacht die früher Heeresbau genannte Häusergruppe in Vierkantform errichtet und die dortigen Straßen nach Blumen benannt (Rosengasse, Nelkenstraße, Liliengasse).

Nach 1955 wurde unter verschiedenen Bauherrenschaften (darunter auch die Stadtgemeinde Salzburg) zwischen der Roseggerstraße und der Schießstattstraße die neue Siedlung Groß-Lehen errichtet.

Im Osten des Stadtteils, an der Salzach, hat sich ein Schulbezirk entwickelt. Dort befinden sich die

Religionen

Kapellen und Kirchen im Salzburger Stadtteil Lehen

Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti

Hauptartikel Pfarrkirche St. Vinzenz Pallotti

Lehen wurde mit seiner ersten Kapelle St. Josef nach dem Zweiten Weltkrieg zuerst von der Stadtpfarre Mülln mitbetreut. Sie war anfangs in einer ehemaligen Flüchtlingsbaracke untergebracht. Bald aber übernahm die sozial engagierte Kongregation der Pallottiner (mit ihrem Sitz im Johannes Schlößl auf dem Mönchsberg) die seelsorgerische Arbeit in Lehen. Mit ihrer Unterstützung wurde 1962 bis 1964 dann auch die Lehener Kirche errichtet und ihrem damals eben heilig gesprochenen Gründer Vinzenz Pallotti geweiht. Sie ist in der damals nicht seltenen Form eines großen Zeltes gestaltet und besitzt innen mächtige Zeltdachflächen, die mit brasilianischem Kiefernholz verkleidet sind. Sie wurde 1965 von Erzbischof Andreas Rohracher eingeweiht.

Einrichtungen anderer Religionen

Die Buddhistische Gemeinschaft Salzburg mit dem Buddhistischen Zentrum Lehen und dem Buddhistischen Zentrum TDC. Weiters gibt es eine Baptistengemeinde.

Bauwerke

Hauptartikel Denkmalgeschützte Objekte im Salzburger Stadtteil Lehen
Hauptartikel Kapellen und Kirchen im Salzburger Stadtteil Lehen
Hauptartikel Kleindenkmäler und Kunstwerke im Salzburger Stadtteil Lehen

Nicht mehr bestehende Gebäude

Nicht mehr bestehende Einrichtungen

Öffentliche Einrichtungen und Bildungsstätten

Freizeitflächen

Kultur

Bilder

 Lehen (Stadt Salzburg) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Lehen (Stadt Salzburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Einzelnachweise

  1. Anteil an der gesamten Stadtfläche
  2. Anteil an der gesamten Stadtbevölkerung
  3. ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 12. Jänner 1928
Salzburger Stadtteile und Landschaftsräume in der Stadt Salzburg