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[[File:Bundesarchiv Bild 183-2005-1017-525, Dr. Ferdinand Porsche.jpg|thumb|Deutsches Bundesarchiv Bild 183-2005-1017-525, Dr. Ferdinand Porsche]]Prof. DDr. h.c.''' Ferdinand Porsche''' (* [[3. September]] [[1875]] in Maffersdorf, [[Böhmen]], Österreich-Ungarn, heute Vratislavice nad Nisou, Tschechische Republik; † [[30. Jänner]] [[1951]] in Stuttgart, [[Deutschland]]) war ein Automobiltechniker und Konstrukteur, insbesondere Austro Daimler, Volkswagen und [[Porsche (Geschichte)|Porsche]]. Sein Grab befindet sich in [[Zell am See]]–[[Schüttdorf]], wo seine Urne in der [[Hauskapelle Schüttgut|Hauskapelle]] des [[Schüttgut]]es beigesetzt ist.  
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[[Datei:Ferdinand Porsche fahrtraum Mattsee.jpg|thumb|Ferdinand Porsche um 1920, ein Bild in der Sonderausstellung [[Die Geschichte Austro Daimlers von 1899 bis 1935]].]]
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[[File:Bundesarchiv Bild 183-2005-1017-525, Dr. Ferdinand Porsche.jpg|thumb|Deutsches Bundesarchiv Bild 183-2005-1017-525, Dr. Ferdinand Porsche]]Prof. DDr. h.c.''' Ferdinand Porsche''' (* [[3. September]] [[1875]] in Maffersdorf, tschechisch ''Vratislavice nad Nisou'', [[Böhmen]]; † [[30. Jänner]] [[1951]] in Stuttgart, [[Deutschland]]) war ein Automobiltechniker und Konstrukteur, insbesondere Austro Daimler, Volkswagen und [[Porsche (Geschichte)|Porsche]]. Sein Grab befindet sich in [[Zell am See]]–[[Schüttdorf]], wo seine Urne in der [[Hauskapelle Schüttgut|Hauskapelle]] des [[Schüttgut]]es beigesetzt ist.
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==Leben==
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== Leben ==
===Jugendzeit===
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=== Jugendzeit ===
 
Ferdinand Porsche kam als Sohn des Spenglermeisters Anton Porsche in Nordböhmen zur Welt. Sein Vater wollte, dass er das Handwerk des Spenglermeisters erlernte. Doch Ferdinand experimentierte bereits als 14-Jähriger mit allen möglichen technischen Dingen, zeigte aber wenig Interesse am Spenglerhandwerk. Der Vater verbot ihm diesen "Firlefanz", worauf sich Ferdinand auf den Dachboden des Hauses zurückzog und dort in aller Heimlichkeit experimentierte. Z. B. baute er eine Reihe von Batterien und brachte kleine Lämpchen zum Glühen. Obwohl sein Vater dieses "Labor" mehrmals zerstörte, überraschte Ferdinand als 16-Jähriger den ganzen Ort Maffersdorf: In der Teppichfabrik des Ortes war erst vor kurzem elektrisches Licht installiert worden - während Vater Porsche einmal auf einer Baustelle auswärts einige Tage fort war, elektrifizierte Ferdinand als zweites Haus des Dorfes das Haus des Klempnermeisters Porsche. Diese Leistung überzeugte nun auch seinen Vater endgültig, dass Ferdinand nicht für den Spenglerberuf geeignet ist. Auf Fürsprache des Besitzers der Teppichfabrik wurde Ferdinand nach [[Wien]] geschickt.
 
Ferdinand Porsche kam als Sohn des Spenglermeisters Anton Porsche in Nordböhmen zur Welt. Sein Vater wollte, dass er das Handwerk des Spenglermeisters erlernte. Doch Ferdinand experimentierte bereits als 14-Jähriger mit allen möglichen technischen Dingen, zeigte aber wenig Interesse am Spenglerhandwerk. Der Vater verbot ihm diesen "Firlefanz", worauf sich Ferdinand auf den Dachboden des Hauses zurückzog und dort in aller Heimlichkeit experimentierte. Z. B. baute er eine Reihe von Batterien und brachte kleine Lämpchen zum Glühen. Obwohl sein Vater dieses "Labor" mehrmals zerstörte, überraschte Ferdinand als 16-Jähriger den ganzen Ort Maffersdorf: In der Teppichfabrik des Ortes war erst vor kurzem elektrisches Licht installiert worden - während Vater Porsche einmal auf einer Baustelle auswärts einige Tage fort war, elektrifizierte Ferdinand als zweites Haus des Dorfes das Haus des Klempnermeisters Porsche. Diese Leistung überzeugte nun auch seinen Vater endgültig, dass Ferdinand nicht für den Spenglerberuf geeignet ist. Auf Fürsprache des Besitzers der Teppichfabrik wurde Ferdinand nach [[Wien]] geschickt.
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===Wien===
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=== Wien ===
 
Er begann als 18-Jähriger bei Béla Egger & Co in Wien (später Brown, Boveri & Co). Seine Begabung wurde rasch offenkundig und schon [[1887]] wurde er Assistent des Betriebsleiters. In dieser Stellung war er mit Versuchsfahrten des Egger-Lohner-Elektrowagens betraut, die mit Egger-Elektromotoren ausgestattet waren. So kam er [[1900]] zu den Lohner-Werken nach Wien-Floridsdorf, für die er den "Lohner-Porsche" mit Radnabenmotor entwickelte ([[1900]] auf der Pariser [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] erstmals zu sehen gewesen).  
 
Er begann als 18-Jähriger bei Béla Egger & Co in Wien (später Brown, Boveri & Co). Seine Begabung wurde rasch offenkundig und schon [[1887]] wurde er Assistent des Betriebsleiters. In dieser Stellung war er mit Versuchsfahrten des Egger-Lohner-Elektrowagens betraut, die mit Egger-Elektromotoren ausgestattet waren. So kam er [[1900]] zu den Lohner-Werken nach Wien-Floridsdorf, für die er den "Lohner-Porsche" mit Radnabenmotor entwickelte ([[1900]] auf der Pariser [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] erstmals zu sehen gewesen).  
 
[[File:Lohner Porsche.jpg|thumb|Lohner Porsche]]
 
[[File:Lohner Porsche.jpg|thumb|Lohner Porsche]]
 
Porsche war aber nicht nur handwerklich sehr geschickt, er konnte auch ausgezeichnet Autofahren. Bereits im September 1900 fuhr er beim Semmeringer-Bergrennen den Semmering mit einem Elektrowagen in neuer Rekordzeit hinauf. Beim Exelbergrennen (Wien) gewann er [[1902]] die Kategorie der Wagen bis 1 000 Kilo und bei den Kaisermanövern des selben Jahres finden wir Porsche als k. u. k. Reserveinfanteristen vom Regiment Deutschmeister als Fahrer von Erzherzog [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Franz Ferdinand]].
 
Porsche war aber nicht nur handwerklich sehr geschickt, er konnte auch ausgezeichnet Autofahren. Bereits im September 1900 fuhr er beim Semmeringer-Bergrennen den Semmering mit einem Elektrowagen in neuer Rekordzeit hinauf. Beim Exelbergrennen (Wien) gewann er [[1902]] die Kategorie der Wagen bis 1 000 Kilo und bei den Kaisermanövern des selben Jahres finden wir Porsche als k. u. k. Reserveinfanteristen vom Regiment Deutschmeister als Fahrer von Erzherzog [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Franz Ferdinand]].
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===Bei der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft===
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=== Bei der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft ===
Emil Jellinek-Mercedes holte ihn [[1905]] als Nachfolger von Paul Daimler als technischen Direktor zu der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft (später Austro-Daimler Motoren AG) nach Wiener Neustadt. Dort baute er ab [[1908]] auch Flugzeugmotoren. [[1910]] gewann ein von ihm konstruierter Daimler-Wagen die "Prinz-Heinrich-Fahrt"<ref>Die "Prinz Heinrich Fahrt" war ein berühmtes Rennen in Deutschland</ref>. Im Jahr darauf gewann das Team ''Porsche - Dir. Fischer - Graf Schönfeldt'' den Teampreis der "[[Internationale Alpenfahrt 1911|Österreichischen Alpenfahrt]]".  
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[[Datei:Prinz-Heinrich Automobil-Tourenfahrt 01.jpg|thumb|Bild oben: Direktor [[Ferdinand Porsche]] auf seinem österreichischen Daimler-Wagen, der erste Sieger der [[Prinz-Heinrich Automobil-Tourenfahrt]] [[1910]] mit dem österreichischen Beifahrer Heinrich Schönfeldt; Bild unten Direktor Eduard Fischer auf seinem österreichischen Daimler-Wagen, der zweite Sieger.]]
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Emil Jellinek-Mercedes holte ihn [[1905]] als Nachfolger von Paul Daimler als technischen Direktor zu der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft (später Austro-Daimler Motoren AG) nach Wiener Neustadt. Dort baute er ab [[1908]] auch Flugzeugmotoren. [[1910]] gewann ein von ihm konstruierter Daimler-Wagen die "Prinz-Heinrich-Fahrt"<ref>Die "Prinz Heinrich Fahrt" war ein berühmtes Rennen in Deutschland</ref>. Im Jahr darauf gewann das Team ''Porsche - Dir. Fischer - Graf Schönfeldt'' den Teampreis der "[[Internationale Alpenfahrt 1911|Österreichischen Alpenfahrt]]".  
    
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] entwickelte er Zugwagen für schwere Mörser. Beim Versuch, auch Panzerwagen dem Kaiser vorzustellen, scheuten allerdings die Pferde der Offiziere und man befand daher, dass diese Konstruktion ungeeignet für den Krieg wäre.  
 
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] entwickelte er Zugwagen für schwere Mörser. Beim Versuch, auch Panzerwagen dem Kaiser vorzustellen, scheuten allerdings die Pferde der Offiziere und man befand daher, dass diese Konstruktion ungeeignet für den Krieg wäre.  
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===Zwischenkriegszeit===
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=== Zwischenkriegszeit ===
 
Nach dem Ersten Weltkrieg begann Porsche mit der Konstruktion von Rennwagen: [[1921]] fuhr erstmals der dann sehr erfolgreiche [[Der legendäre Sascha-Rennwagen|"Sascha"-Sportwagen]]. Zwistigkeiten mit Camillo Castiglioni (ein aus [[Küstenland#Triest|Triest]] stammender Industrieller, der an Banken, Austro Daimler, BMW und anderen Unternehmen beteiligt war) über diesen "Sascha"-Sportwagen brachten Porsche zu Daimler in Stuttgart, wo er [[1923]] wiederum einen erfolgreichen Mercedes-Rennwagen konstruierte, der [[1924]] mit Christian Werner das berühmte Rennen auf der Insel Sizilien, Italien, gewann: die ''Targa Florio''.
 
Nach dem Ersten Weltkrieg begann Porsche mit der Konstruktion von Rennwagen: [[1921]] fuhr erstmals der dann sehr erfolgreiche [[Der legendäre Sascha-Rennwagen|"Sascha"-Sportwagen]]. Zwistigkeiten mit Camillo Castiglioni (ein aus [[Küstenland#Triest|Triest]] stammender Industrieller, der an Banken, Austro Daimler, BMW und anderen Unternehmen beteiligt war) über diesen "Sascha"-Sportwagen brachten Porsche zu Daimler in Stuttgart, wo er [[1923]] wiederum einen erfolgreichen Mercedes-Rennwagen konstruierte, der [[1924]] mit Christian Werner das berühmte Rennen auf der Insel Sizilien, Italien, gewann: die ''Targa Florio''.
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Spannungen nach der Fusion von Daimler und Benz bescherten Porsche einen "Ausflug" von [[1929]] bis [[1931]] als Chefkonstrukteur der Steyr-Werke, wo er den "Steyr 30" und den "[[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]" konstruierte. [[1931]] gründete er sein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland. Er konstruierte unter anderem Rennwagen für Auto Union (auch jenen Auto Union Rennwagen Typ C, der mit rund 520 PS die Rennen Mitte der [[1930er]]-Jahre dominierte und auch bei den [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1935]], [[1938]] und [[1939]] fuhr) und Modelle für die deutschen Motorradfirmen Zündapp und NSU.  
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Spannungen nach der Fusion von Daimler und Benz bescherten Porsche einen "Ausflug" von [[1929]] bis [[1931]] als Chefkonstrukteur der Steyr-Werke, wo er den "Steyr 30" und den "[[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]" konstruierte. [[1931]] gründete er sein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland. Er konstruierte unter anderem Rennwagen für Auto Union (auch jenen Auto Union Rennwagen Typ C, der mit rund 520 PS die Rennen Mitte der [[1930er]]-Jahre dominierte und auch bei den [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1935]], [[1938]] und [[1939]] fuhr) und Modelle für die deutschen Motorradfirmen Zündapp und [[NSU]].  
    
In diese Zeit fällt auch der Beginn der Planung eines billigen Volkswagens im Auftrag des Führers. Sein Konzept wurde von den [[Nationalsozialisten]] aufgenommen und die Automobilfabrik in Wolfsburg ab [[1937]] von der "Deutschen Arbeitsfront" unter seiner technischen Leitung errichtet. Die militärische Verwertung der Idee entsprach aber nicht den Vorstellungen von Porsche.  
 
In diese Zeit fällt auch der Beginn der Planung eines billigen Volkswagens im Auftrag des Führers. Sein Konzept wurde von den [[Nationalsozialisten]] aufgenommen und die Automobilfabrik in Wolfsburg ab [[1937]] von der "Deutschen Arbeitsfront" unter seiner technischen Leitung errichtet. Die militärische Verwertung der Idee entsprach aber nicht den Vorstellungen von Porsche.  
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===Der erste VW am Großglockner===
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=== Der erste VW am Großglockner ===
[[Datei:Grossglockner hochalpenstraße volkswagen 01.jpg|thumb|[[ Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1938]]: die ersten "KdF"-Wagen, die ersten Prototypen des Volkswagens, fuhren die [[Großglockner Hochalpenstraße]] hinauf, einer der Fahrer war Prof. Ferdinand Porsche.]]
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[[Datei:Grossglockner hochalpenstraße volkswagen 01.jpg|thumb|[[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1938]]: die ersten "KdF"-Wagen, die ersten Prototypen des Volkswagens, fuhren die [[Großglockner Hochalpenstraße]] hinauf, einer der Fahrer war Prof. Ferdinand Porsche.]]
''Stielaugen machten die Ostmärker beim [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|Glockner Rennen]] [[1938]], als ein blaues Automobil, ein ganz normaler Tourenwagen, noch nie dort gesehen, lustig die Großglockner Rennstrecke hinauf brummte. Der Lautsprecher gab bekannt, dass dieses Fahrzeug für die 12,5 km lange Rennstrecke 21:54,4 Min benötigte und einen Schnitt von 34,5 km/h erreichte. Gänzlich ohne zu kochen, gänzlich ohne nach Kühlwasser zu lechzen. Am Steuer saß Ferdinand Porsche, und das Automobil war der KdF-Wagen, Deutschlands Volkswagen!''aus ein zeitgenössischer Zeitungsbericht.
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"''Stielaugen machten die Ostmärker beim [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|Glockner Rennen]] [[1938]], als ein blaues Automobil, ein ganz normaler Tourenwagen, noch nie dort gesehen, lustig die Großglockner Rennstrecke hinauf brummte. Der Lautsprecher gab bekannt, dass dieses Fahrzeug für die 12,5 km lange Rennstrecke 21:54,4 Min benötigte und einen Schnitt von 34,5 km/h erreichte. Gänzlich ohne zu kochen, gänzlich ohne nach Kühlwasser zu lechzen. Am Steuer saß Ferdinand Porsche, und das Automobil war der KdF-Wagen, Deutschlands Volkswagen!''" aus ein zeitgenössischer Zeitungsbericht.
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===Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
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=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
 
Am Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] hielt sich Porsche in Österreich in [[Gmünd]] in [[Kärnten]] und Zell am See auf, wohin er sich schon im Jänner [[1945]] zurückgezogen hatte und wo sich auch seine Kinder [[Louise Piëch|Louise]] und [[Ferry Porsche|Ferry]] sowie das 1944 ausgelagerte Konstruktionsbüro befanden. Auf Betreiben des französischen Justizministers Pierre-Henri Teitgen wurde er nach einer Einladung durch den französischen Industrieminister Marcel Paul im Dezember 1945 zusammen mit Ferry Porsche und [[Anton Piëch]] in Baden-Baden in Deutschland in Haft genommen. Ihnen wurde vorgeworfen, während der Besetzung Frankreichs die Deportation französischer Arbeiter nach Fallersleben und die Verschleppung von Direktoren der Firma Peugeot in ein Konzentrationslager veranlasst zu haben. Außerdem wurden sie verantwortlich gemacht für die Demontage und Verlagerung von Maschinen und Werkzeug der Firma Peugeot ins Volkswagenwerk. Ferry Porsche wurde nach drei Monaten aus der Haft entlassen, Ferdinand Porsche und Anton Piëch verbrachten 22 Monate in französischen Gefängnissen. Sie wurden nach Zahlung einer Kaution im August [[1947]] entlassen. Durch eine Vielzahl von Zeugenaussagen konnte Porsche vor einem ordentlichen französischen Gericht [[1948]] einen Freispruch erreichen, da ihm keine Verantwortung für die vorgeworfenen Vergehen und Verbrechen zuerkannt wurde. Sein Antrag auf Zuerkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft wurde abgelehnt, weil das bis 1956 wegen des Nationalsozialistengesetzes für 1933 bis 1938 ins Deutsche Reich eingebürgerte Personen verboten war.  
 
Am Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] hielt sich Porsche in Österreich in [[Gmünd]] in [[Kärnten]] und Zell am See auf, wohin er sich schon im Jänner [[1945]] zurückgezogen hatte und wo sich auch seine Kinder [[Louise Piëch|Louise]] und [[Ferry Porsche|Ferry]] sowie das 1944 ausgelagerte Konstruktionsbüro befanden. Auf Betreiben des französischen Justizministers Pierre-Henri Teitgen wurde er nach einer Einladung durch den französischen Industrieminister Marcel Paul im Dezember 1945 zusammen mit Ferry Porsche und [[Anton Piëch]] in Baden-Baden in Deutschland in Haft genommen. Ihnen wurde vorgeworfen, während der Besetzung Frankreichs die Deportation französischer Arbeiter nach Fallersleben und die Verschleppung von Direktoren der Firma Peugeot in ein Konzentrationslager veranlasst zu haben. Außerdem wurden sie verantwortlich gemacht für die Demontage und Verlagerung von Maschinen und Werkzeug der Firma Peugeot ins Volkswagenwerk. Ferry Porsche wurde nach drei Monaten aus der Haft entlassen, Ferdinand Porsche und Anton Piëch verbrachten 22 Monate in französischen Gefängnissen. Sie wurden nach Zahlung einer Kaution im August [[1947]] entlassen. Durch eine Vielzahl von Zeugenaussagen konnte Porsche vor einem ordentlichen französischen Gericht [[1948]] einen Freispruch erreichen, da ihm keine Verantwortung für die vorgeworfenen Vergehen und Verbrechen zuerkannt wurde. Sein Antrag auf Zuerkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft wurde abgelehnt, weil das bis 1956 wegen des Nationalsozialistengesetzes für 1933 bis 1938 ins Deutsche Reich eingebürgerte Personen verboten war.  
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=== Grab in Zell am See ===
 
=== Grab in Zell am See ===
 
Im Jänner 1951 starb Ferdinand Porsche in Stuttgart im 76. Lebensjahr an den Folgen der Strapazen seiner in Haft, von denen er ich nie mehr erholt hatte. Sein Grab befindet sich in Zell am See, wo seine Urne in der Hauskapelle des Schüttgutes beigesetzt ist.
 
Im Jänner 1951 starb Ferdinand Porsche in Stuttgart im 76. Lebensjahr an den Folgen der Strapazen seiner in Haft, von denen er ich nie mehr erholt hatte. Sein Grab befindet sich in Zell am See, wo seine Urne in der Hauskapelle des Schüttgutes beigesetzt ist.
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== Widmungen ==
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In der Salzburger [[Elisabeth-Vorstadt]] ist Ferdinand Porsche eine Straße gewidmet.
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=== Diskussion Umbenennung ===
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Nach jahrelangen Diskussionen um [[NS-belastete Straßennamen in Salzburg]] lag im Juni [[2021]] ein Historiker-Bericht vor. In diesem wird die Umbenennung dieser Straße empfohlen. Siegfried Trenker, Sprecher des KZ-Verbandes in Salzburg, ist für eine Umbenennung. "Wir sind für die Umbenennung aller belasteten Straßennamen. Ich will da keine Wertung machen. Es geht rein darum: Ehre, wem Ehre gebührt. Und wenn ich mich eben am größten Massenmord der Menschheitsgeschichte beteiligt oder vielleicht in weiterer Folge davon profitiert habe wie ein Ferdinand Porsche, dann gebührt mir einfach nicht die Ehre."
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[[Robert Kriechbaumer]], ein renommierter Historiker in Salzburg, seit 1993 wissenschaftlicher Leiter der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]] und Autor des Werks "Die Dunkelheit des politischen Horizonts. Salzburg von 1933 bis 1938", sieht den Namen Porsche im Zusammenhang mit einer Straßenbenennung anders. Ferdinand Porsche sei "ein genialer Mensch, ein Erfinder gewesen". Porsche habe Innovationen gewollt, und das Regime habe ihm die Möglichkeit gegeben, seine Visionen zu verwirklichen. "Jetzt kann man sagen, natürlich, er ist nicht nur ein Mitläufer gewesen."<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/pro-contra-die-krux-im-umgang-mit-braunen-strassennamen-in-salzburg-104762602 www.sn.at], 5. Juni 2021</ref>
    
== Familie ==
 
== Familie ==
 
:''Hauptartikel [[Familie Porsche]]
 
:''Hauptartikel [[Familie Porsche]]
{{PAGENAME}} war mit Aloysia, geborene [[Kaes]], verheiratet. Die Leitung des österreichischen Betriebs übergab er seiner Tochter [[Louise Piëch|Louise]] (* [[1904]]; † [[1999]]), die mit Dr. [[Anton Piëch]] (* [[1894]]; † [[1952]]) verheiratet war.
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Ferdinand Porsche war mit Aloysia, geborene Kaes (* [[1878]]; † [[6. September]] [[1959]]<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=ZSU5f05RXkVUuttdkVBqjtgNFJ3bK1iDICjxQ1KqzDmgTlt7h1BgAVg6tDYcRbL3%2Fd1tdU5zZbzXqsX85jE7pybZK8Dss9QyKtruWY3G1BwL6Q7dPUL3RohSP5MWbfWB&id1=19590909_10&q=%2522Ferry%252BPorsche%2522#slide10 www.sn.at/], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 9. September 1959, Parte</ref>), verheiratet. Die Leitung des österreichischen Betriebs übergab er seiner Tochter [[Louise Piëch|Louise]] (* [[1904]]; † [[1999]]), die mit Dr. [[Anton Piëch]] (* [[1894]]; † [[1952]]) verheiratet war.
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== Weblinks ==
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Porsche Ferdinand Porsche in Wikipedia]
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG  in Wikipedia]
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* [http://www.auto-museum.at Porsche Automuseum Helmut Pfeiffer]
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* [http://www.porschealpenstrasse.at Porsche Alpenstraße]
 
==Quellen==
 
==Quellen==
* [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv Prof. Dr. H. Krackowizer]
+
* [https://www.reisemosaik.at/Oldtimer Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv Prof. Dr. H. Krackowizer]
 
* ''Die Auto-Österreicher'', Martin Pfundner, A & W Verlage GmbH Klosterneuburg, [[2006]], ISBN 3-200-00517-3
 
* ''Die Auto-Österreicher'', Martin Pfundner, A & W Verlage GmbH Klosterneuburg, [[2006]], ISBN 3-200-00517-3
 
* ''Österreichische Automobilgeschichte''', Hans Seper, Martin Pfundner, Hans Peter Lenz, EUROTAX, [[1999]], ISBN 3-905566-01-X
 
* ''Österreichische Automobilgeschichte''', Hans Seper, Martin Pfundner, Hans Peter Lenz, EUROTAX, [[1999]], ISBN 3-905566-01-X
 
* ''Ferdinand Porsche, der Weg eines genialen Konstrukteurs'', Richard von Frankenberg, Amalthea-Verlag, Wien [[1957]]
 
* ''Ferdinand Porsche, der Weg eines genialen Konstrukteurs'', Richard von Frankenberg, Amalthea-Verlag, Wien [[1957]]
 
* [[Salzburger Nachrichten]] ''60 Jahre Porsche beim Gaisbergrennen'' 3. Mai 2008
 
* [[Salzburger Nachrichten]] ''60 Jahre Porsche beim Gaisbergrennen'' 3. Mai 2008
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
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==Weblinks==
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{{Porsche}}
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Porsche Ferdinand Porsche in Wikipedia]
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG  in Wikipedia]
  −
* [http://www.auto-museum.at Porsche Automuseum Helmut Pfeiffer]
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* [http://www.porschealpenstrasse.at Porsche Alpenstraße]
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====Einzelnachweis====
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<references/>
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[[Kategorie:Böhmen]]
 
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[[Kategorie:Gestorben 1951]]