Änderungen

253 Bytes hinzugefügt ,  18:59, 25. Sep. 2020
K
Linkfix, ergänzt
Zeile 13: Zeile 13:     
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Der [[Staatsbrücke|staatsbrückenseitige]] Teil der Straße hieß zunächst ''Kreuzwirtsgässchen'' (siehe [[Theatergasse]]), später dann ab dem [[Landestheater]] bis in die [[Zwischenkriegszeit]] auf ihrer gesamten Länge ''Bismarckstraße''. Laut [[Franz Martin]] wurde der Straßenzug erst nach dem [[Anschluss]] Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr [[1938]] in ''Bismarckstraße'' umbenannt. Die Rückbenennung erfolgte nach dem Ende der unseligen [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Herrschaft im Jahr [[1945]]. Allerdings dürfte sie schon in den [[1920er]]-Jahren ''Bismarckstraße'' geheißen hat, wie aus einer zeitgenössischen Werbung zu sehen ist.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250101&seite=8&zoom=13 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 1. Jänner 1925, Seite 8</ref>
+
Der [[Staatsbrücke|staatsbrückenseitige]] Teil der Straße hieß zunächst ''Kreuzwirtsgässchen'' (siehe [[Theatergasse]]), später dann ab dem [[Landestheater]] bis in die [[Zwischenkriegszeit]] auf ihrer gesamten Länge ''Bismarckstraße''. Laut [[Franz Martin]] wurde der Straßenzug erst nach dem [[Anschluss]] Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr [[1938]] in ''Bismarckstraße'' umbenannt. Die Rückbenennung erfolgte nach dem Ende der unseligen [Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Herrschaft im Jahr [[1945]]. Allerdings dürfte sie schon in den [[1920er]]-Jahren ''Bismarckstraße'' geheißen hat, wie aus einer zeitgenössischen Werbung zu sehen ist.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250101&seite=8&zoom=13 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 1. Jänner 1925, Seite 8</ref>
   −
[[1860]] wurden der [[Salzburger Hauptbahnhof|Staatsbahnhof]]. Im Juni [[1862]] überließ die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt Salzburg]] zur Salzachregulierung den Bauunternehmern [[Carl Andeßner]] und dem Eisenbahn-Bauunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] vertraglich das Areal zwischen der [Stadtbrücke und der [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]],<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620623&query=%22Stadterweiterung%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 23. Juni 1862</ref> wodurch dort die bauliche Entwicklung mit Villen entlang dem neuen 'Elisabeth-Damm' (Elisabethkai]]) und der neuen  'Rudolf-Straße' ([Schwarzstraße]]) am rechten Salzachufer praktisch festgelegt war.  
+
[[1860]] wurden der [[Salzburger Hauptbahnhof|Staatsbahnhof]]. Im Juni [[1862]] überließ die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt Salzburg]] zur Salzachregulierung den Bauunternehmern [[Carl Andeßner]] und dem Eisenbahn-Bauunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] vertraglich das Areal zwischen der [Stadtbrücke und der [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]],<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620623&query=%22Stadterweiterung%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 23. Juni 1862</ref> wodurch dort die bauliche Entwicklung mit Villen entlang dem neuen 'Elisabeth-Damm' ([[Elisabethkai]]) und der neuen  'Rudolf-Straße' ([Schwarzstraße]]) am rechten Salzachufer praktisch festgelegt war.  
 
   
 
   
[[1862]] wurde das Lederertor abgebrochen. 1863 kaufte die Stadtgemeinde das Glaserer Dopferhäusl (Topfer) und das Schreiber Widmannstöckl und demolierte diese. [[1867]] wurde die Straße bis hinunter zum Eisenbahndamm in ihrer ganzen Länge Schwarzstraße benannt. Als [[1877]] die neue Stadtbrücke (Staatsbrücke) eröffnet wurde, musste an die Erweiterung der Zufahrt gedacht werden.
+
[[1862]] wurde das Lederertor abgebrochen. 1863 kaufte die Stadtgemeinde das Glaserer Dopferhäusl (Topfer) und das Schreiber Widmannstöckl und demolierte diese. [[1867]] wurde die Straße bis hinunter zum Eisenbahndamm in ihrer ganzen Länge Schwarzstraße benannt. Als [[1877]] die neue Stadtbrücke ([[Staatsbrücke]]) eröffnet wurde, musste an die Erweiterung der Zufahrt gedacht werden.
    
[[1912]] wurde dieser Abschnitt der alten Theatergasse dann ''"Bismarckstraße"'' genannt und bis in die [[Zwischenkriegszeit]] so bezeichnet.  
 
[[1912]] wurde dieser Abschnitt der alten Theatergasse dann ''"Bismarckstraße"'' genannt und bis in die [[Zwischenkriegszeit]] so bezeichnet.  
 
+
{{Geschichte (Josef Eder)}}
 
=== Gebäude entlang der heutigen Schwarzstraße zur Zeit als Bismarckstraße ===
 
=== Gebäude entlang der heutigen Schwarzstraße zur Zeit als Bismarckstraße ===
 
==== Bismarckstraße Nr. 1 ====
 
==== Bismarckstraße Nr. 1 ====
Zeile 29: Zeile 29:  
   
 
   
 
==== Bismarckstraße Nr. 3 ====
 
==== Bismarckstraße Nr. 3 ====
Im Haus Nr. 3 errichtete Johann Greimel das [[Café Bazar]], das er an Josef Wusch verpachtete, der es 1886 kaufte. [[1906]] kam es in den Besitz der Familie [[Tomaselli]].
+
Im Haus Nr. 3 errichtete Johann Greimel das [[Café Bazar]], das er an Josef Musch verpachtete, der es 1886 kaufte. [[1906]] kam es in den Besitz der Familie [[Tomaselli]].
 
   
 
   
 
==== Bismarckstraße Nr. 4 ====
 
==== Bismarckstraße Nr. 4 ====
Zeile 38: Zeile 38:  
   
 
   
 
==== Bismarckstraße Nr. 8 ====
 
==== Bismarckstraße Nr. 8 ====
Im Haus Nr. 8 war bis 1865 eine Branntweinbrennerei, später Wilhelm Pachs Restauration. 1898 machte der Schwiegersohn Franz Etmann das [[Café Central]] daraus, [[1905]] übernahm es [[Richard Tomaselli (Cafetier)|Richard Tomaselli]], der es [[1909]] an [[Franz Hamberger]] verkaufte. [[1913]] wurde es ein Automaten-Restaurant; Karl Geister errichtete dann [[1915]] wieder das Kaffeehaus, das 1918 an Anton Händler über, der 1920 die Lokale an die Depositenbank verpachtete, worin dann ab 1926 der Wiener Bankverein amtierte.  
+
Im Haus Nr. 8 war bis 1865 eine Branntweinbrennerei, später Wilhelm Pachs Restauration. 1898 machte der Schwiegersohn Franz Etmann das [[Café Central]] daraus, [[1905]] übernahm es [[Richard Tomaselli (Cafetier)|Richard Tomaselli]], der es [[1909]] an [[Franz Hamberger]] verkaufte. [[1913]] wurde es ein Automaten-Restaurant; Karl Geister errichtete dann [[1915]] wieder das Kaffeehaus, das [[1918]] an Anton Händler über, der [[1920]] die Lokale an die Depositenbank verpachtete, worin dann ab 1926 der Wiener Bankverein amtierte.  
 
   
 
   
 
==== Bismarckstraße Nr. 10 ====
 
==== Bismarckstraße Nr. 10 ====
Zeile 44: Zeile 44:  
   
 
   
 
==== Bismarckstraße Nr. 12 ====
 
==== Bismarckstraße Nr. 12 ====
Im Haus Nr. 12, rechts vom Tor, befand sich eine Feigenkaffee-Macherei, ab [[1882]] der Spengler Stanko; links vom Tor war das Farbwarenhandlung Reindl, [[1873]] de Antiquar Pollak, [[1892]] Weißwarengeschäft Kölbl und [[1925]] Galanteriewarenhandlung Hattinger.  
+
Im Haus Nr. 12, rechts vom Tor, befand sich eine Feigenkaffee-Macherei, ab [[1882]] der Spengler Stanko; links vom Tor war das Farbwarenhandlung Reindl, [[1873]] de Antiquar Pollak, [[1892]] Weißwarengeschäft [[Feinkost Kölbl|Kölbl]] und [[1925]] Galanteriewarenhandlung Hattinger.  
    
=== Ereignisse ===
 
=== Ereignisse ===
Zeile 50: Zeile 50:  
Immer wieder kommt es zu Duellen auf Straßen der Salzburger Innenstadt. Besonders beliebt sind dabei die [[Imbergstraße|Imberg]]-  und die Schwarzstraße. Zu einem schweren Verkehrsunfall war es am Samstagabend, den [[20. Juli]] [[2019]] auf der Schwarzstraße gekommen. Drei Raser sollen laut Zeugenaussagen mit überhöhter Geschwindigkeit stadteinwärts unterwegs gewesen und trotz Gegenverkehrs knapp hintereinander links Richtung [[Makartplatz]] abgebogen sein, wie die Polizei berichtet. Eine 24-jährige Autolenkerin kollidierte trotz Vollbremsung mit dem hintersten der drei Autos, das von einem 21-Jährigen gefahren wurde und verletzte sich dabei. Sie musste nach der Erstversorgung ins Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht. Ein Alkotest bei den beteiligten Lenkern verlief negativ, an den Autos entstand erheblicher Sachschaden. Die beiden anderen Raser flohen von der Unfallstelle, eine Fahndung blieb erfolglos.<ref>Quelle [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/schwarzstrasse-schwerer-crash-fordert-eine-verletzte-73710700 www.salzburg24.at]</ref>.
 
Immer wieder kommt es zu Duellen auf Straßen der Salzburger Innenstadt. Besonders beliebt sind dabei die [[Imbergstraße|Imberg]]-  und die Schwarzstraße. Zu einem schweren Verkehrsunfall war es am Samstagabend, den [[20. Juli]] [[2019]] auf der Schwarzstraße gekommen. Drei Raser sollen laut Zeugenaussagen mit überhöhter Geschwindigkeit stadteinwärts unterwegs gewesen und trotz Gegenverkehrs knapp hintereinander links Richtung [[Makartplatz]] abgebogen sein, wie die Polizei berichtet. Eine 24-jährige Autolenkerin kollidierte trotz Vollbremsung mit dem hintersten der drei Autos, das von einem 21-Jährigen gefahren wurde und verletzte sich dabei. Sie musste nach der Erstversorgung ins Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht. Ein Alkotest bei den beteiligten Lenkern verlief negativ, an den Autos entstand erheblicher Sachschaden. Die beiden anderen Raser flohen von der Unfallstelle, eine Fahndung blieb erfolglos.<ref>Quelle [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/schwarzstrasse-schwerer-crash-fordert-eine-verletzte-73710700 www.salzburg24.at]</ref>.
   −
   
+
== Bauten und Einrichtungen ==
== Abzweigungen ==
+
Entlang der Schwarzstraße befinden von der Staatsbrücke aus auf der linken Seiten das [[Bazargebäude]] mit dem [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler & Co]] und dem [[Café Bazar]], daran anschließend das [[Hotel Sacher Salzburg]], das Haus, in dem [[Herbert von Karajan]] aufwuchs, davor das ehemalige Atelier des [[Fotograf]]en [[Karl Friedrich Würthle]], das Gebäude der Landeszentrale der [[Raiffeisenverband Salzburg]], die [[Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Salzburg]], die evangelische [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|Christuskirche]] und der Privat-Hort der [[Vöcklabrucker Schulschwestern]].
 +
 
 +
Entlang der rechten Seite befinden sich das Geburtshaus des Physikers [[Christian Doppler]], [[Salzburger Landestheater]],  die [[Kammerspiele]] und das [[Salzburger Marionettentheater|Marionettentheater]], die Gebäude des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteums]] (hier stand vorher die [[Villa Lasser]]), die [[Villa Vicina]] sowie anschließend im Haus Schwarzstraße 32 befand sich die Ordination von [[Rosa Kerschbaumer]], Österreichs erste praktizierende Ärztin; dann folgt der [[Mirabellgarten]] und der [[Kurgarten]] sowie an der Ecke zur [[Auerspergstraße]] das [[Paracelsusbad]].
 +
 
 +
An der Ecke zur Auerspergstraße steht das [[Hotel Villa Carlton Salzburg]].
 +
 
 +
== Öffentlicher Verkehr ==
 +
Entlang der Schwarzstraße finden sich Haltestellen der Buslinie {{Symbol-Buslinie|27}}.
 +
 
 +
== Straßeneinmündungen ==
 
* [[Theatergasse]] ([[Mozart-Wohnhaus]])
 
* [[Theatergasse]] ([[Mozart-Wohnhaus]])
 
* [[Josef-Friedrich-Hummel-Straße]] ([[Makartsteg]])
 
* [[Josef-Friedrich-Hummel-Straße]] ([[Makartsteg]])
Zeile 60: Zeile 69:  
* [[Ernest-Thun-Straße]]
 
* [[Ernest-Thun-Straße]]
   −
== Bauten und Einrichtungen ==
  −
Entlang der Schwarzstraße befinden von der Staatsbrücke aus auf der linken Seiten das [[Bazargebäude]] mit dem [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler & Co]] und dem [[Café Bazar]], das [[Hotel Sacher Salzburg]], das Wohnhaus von [[Herbert von Karajan]], das ehemalige Atelier des [[Fotograf]]en  [[Karl Friedrich Würthle]], das Gebäude der Landeszentrale der [[Raiffeisenverband Salzburg]], die [[Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Salzburg]], die evangelische [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|Christuskirche]] (davor in der Schwarzstraße befand sich die Ordination von [[Rosa Kerschbaumer]],  Österreichs erste praktizierende Ärztin) und der Privat-Hort der [[Vöcklabrucker Schulschwestern]].
  −
  −
Entlang der rechten Seite befinden sich das Geburtshaus des Physikers [[Christian Doppler]], [[Salzburger Landestheater]],  die [[Kammerspiele]] und das [[Salzburger Marionettentheater|Marionettentheater]], die Gebäude des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteums]], der [[Mirabellgarten]] und der [[Kurgarten]] sowie an der Ecke zur [[Auerspergstraße]] das [[Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg|Kurhaus]].
  −
  −
== Erreichbarkeit ==
  −
Entlang der Schwarzstraße finden sich Haltestellen der Buslinie {{Symbol-Buslinie|27}}.
   
== Bilder ==
 
== Bilder ==
 
{{Bildkat}}
 
{{Bildkat}}
Zeile 75: Zeile 77:  
*  Josef Eder: ''"Die alte Theatergasse"'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19281011&query=%22eder%22&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 11. Oktober 1928, Seite 7
 
*  Josef Eder: ''"Die alte Theatergasse"'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19281011&query=%22eder%22&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 11. Oktober 1928, Seite 7
 
* Josef Eder: ''"Eine interessante Häusergruppe"'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19240902&query=%22Eder%22&seite=3 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 2. September 1924, Seite 3
 
* Josef Eder: ''"Eine interessante Häusergruppe"'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19240902&query=%22Eder%22&seite=3 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 2. September 1924, Seite 3
== Einzelnachweis ==
+
 
 +
==== Einzelnachweis ====
 
<references/>
 
<references/>