Gaisberg (Berg): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 18. Februar 2017, 20:39 Uhr

Der Landschaftsraum Gaisberg innerhalb der Grenzen der Stadt Salzburg
Der Gaisberg und links der Nockstein
Blick vom Mondseeberg auf den Gaisberg
Der Gaisberg
Datei:Gaisberg mit Geografische Bezeichnungen.jpg
Das "1x1" in Gaisberg-Geographie
Paragleiter am Gaisberg
Gaisberg-Ausblick von oberhalb Aigen

Der Gaisberg ist ein 1 287 m ü. A. hoher Berg, der sich östlich des Zentrums der Stadt Salzburg erhebt. Als Teil der Nördlichen Kalkalpen befindet er sich im Salzburger Voralpenland und sein Teil innerhalb der Stadtgrenze ist einer der Landschaftsräumen der Stadt Salzburg.

Geografie

Ein Großteil des Gaisbergs gehört zur Stadtgemeinde Salzburg, südöstliche Teile zur Gemeinde Elsbethen und nordwestliche zur Gemeinde Koppl. Ein großer Teil des Waldes ist im Besitz der Bundesforste.

Am Fuß des Gaisbergs grenzen die Salzburger Stadtteile Aigen und Parsch. Postalisch gehört der Gaisberg zum Hauptpostamt 5020.

Gaisberg-Plateau

Hauptartikel: Gaisberg-Plateau

Das Gaisberg-Plateau, auch Gaisbergspitze genannt, ist ein flaches Gipfelplateau im Bereich des Gaisberggipfels.

Teil-Landschaftsräume

Der Landschaftsraum Gaisberg gliedert sich in den

und den Gaisberg

Geschichte

Nach 700 ist der Berg bereits als „Keizperch“ und „Gaisloberch“ urkundlich erwähnt. Der Berg war wichtiges Weideland. Esoterische Kreise wollen das Wort "Gaisberg" allerdings nicht vom indogermanischen Wortstamm ghaido-s (Ziege) abgeleitet sehen, sondern von einem angeblichen keltischen Wort "Gais", das heilig bzw. tabu bedeuten soll. Es wird in diesen Kreisen behauptet, dass für die Kelten der Gaisberg bei Salzburg ein heiliger Berg gewesen sein. Historische Belege oder glaubwürdige Indizien dafür fehlen aber. Sicher ist dagegen, dass schon früh auf dem Berg die Klöster St. Peter und Nonnberg die Weiden für ihre Geißen besaßen.

1874 wurde ein Weg von der Gersbergalm zur Gaisbergspitze eröffnet. Wer nicht gut zu Fuß war, konnte sich von Sesselträger, die in der Stadt Salzburg beim Glockenspiel ihren Standplatz hatten, bequem hinauf tragen lassen. Das 1887 erbaute Hotel Gaisbergspitze auf dem Gaisberg-Plateau, unweit der heutigen Sendeanlage, brannte 1939 ab. 1888 erhielt der Gaisberg sein Gipfelkreuz.

Am Morgen des 12. März 1933 wurden Truppen des Österreichischen Bundesheeres aus den Kasernen für einige Tage auf den Gaisberg befohlen um nicht in Gefechte mit paramilitärischen Gruppen zu geraten. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf der Gaisbergspitze eine militärische Forschungsstation installiert. Seit 1998 befindet sich ein weltweit einzigartiges Blitzforschungsprojekt auf der Gaisbergspitze.

Auf der Judenbergalm entstand 1953 das Hotel Kobenzl. Schon ein Jahr vorher fand im Bereich der Zistel (oberhalb von Mitteregg) ein Skispringen mit Bubi Bradl statt. Nach 1945 gab es auch Skirennen vom Gaisberg-Plaetau zur Mitteregg. Hans Wolf führte am 2. November 1930 den ersten Salzburger Zielflug vom Gaisberg-Plateau zum Flugfeld Maxglan mit einer Zögling durch.

Aufstiegshilfen im Laufe der Geschichte

Die Gaisbergbahn

Hauptartikel: Gaisbergbahn

Von 1887 bis 1928 fuhr vom Bahnhof Parsch aus eine Zahnradbahn (System Riggenbach) auf den Gaisberg.

Die Gaisbergstraße

Hauptartikel: Gaisbergstraße

Sie wurde 1929 als erste rein aus fremdenverkehrsfördernden Überlegungen als Mautstraße eröffnet.

Der Gaisberg-Sessellift

Hauptartikel: Gaisberg-Sessellift

Der Sessellift verband von 1954 bis 1972 Parsch mit der Judenbergalpe.

Sportveranstaltungen

Die Gaisbergrennen

Hauptartikel: Gaisbergrennen (historisch)

Auf der Gaisbergstraße fanden zwischen 1929 und 1969 die internationalen Gaisbergrennen für Automobile und Motorräder statt.

Die Gaisberg-Radrennen

Die Tradition der Radrennen auf der Gaisbergstraße wurde in den späten 1970er-Jahren unterbrochen. Der Streckenrekord von Guggenthal auf die Gaisbergspitze von Anton Schöllberger mit 25:21,5 Minuten, aufgestellt bei der österreichischen Bergmeisterschaft 1976 blieb somit lange bestehen. 2002 wurde die Bestmarke beim ersten Gaisbergradrennen seit langem von Hans-Peter Obwaller auf 23:34 Minuten (Schnitt: 22,9 Stundenkilometer) verbessert. Das Rennen fand seither jährlich statt. 2005 schraubte Maurizio Vandelli den Rekord auf 23:20 Minuten. 2006 wurde es als österreichische Bergmeisterschaft ausgetragen, das Rennen führte vom Start in Hallein über 27 Kilometer.

Siehe auch

Der Flugberg

Blick vom Gaisberg Richtung Salzburg

Segelflug

Bereits am 2. November 1930 führte Hans Wolf den ersten Salzburger Zielflug von der Gaisbergspitze zum Flugfeld Maxglan mit einer Zögling durch. Diesen Flug wiederholte er am 28. Mai 1950 als erster Pilot in der Nachkriegszeit mit einem Segelflieger. Siehe auch Alpine Segelflugschule Gaisberg .

Gleitschirmfliegen

Der Gaisberg ist heute einer der beliebtesten Flugberge für Gleitschirmflieger und Drachenflieger in Salzburg. Tausende Starts und Landungen pro Jahr sorgen für ein buntes Treiben über dem Berg.

Auch für Streckenflüge in die Osterhorngruppe, deren nördlichste Erhebung der Gaisberg darstellt, ist der Gaisberggipfel ein guter Ausgangspunkt. Es wurden schon Strecken von über 100 km geflogen. Der weiteste bekannte Flug mit einem Gleitschirm ging bis ins steirische Trieben.

Der Club "DRAPAS" (1. Salzburger Drachenflieger und Paragleiterclub) ist Eigentümer der drei Startplätze, die der Flugpionier Otto von Steinhardt dem Club geschenkt hat.

Der Wanderberg

Von Parsch über den Gersberg oder die Judenbergalm, von Aigen durch den Aigner Park, von Glasenbach über die Vorderfager sowie von Koppl über den Nockstein führen verschiedene Wanderwege auf den Hausberg der Salzburger.

Der Gaisberg ist laut einiger vom ehemaligen Hotel Kobenzl beauftragten Geomanen ein "Venusberg". Am Grundstück Mitterjudenberg - Kobenzl wurden auf Ersuchen der Hoteleigentümerin über 20 Energieplätze "gefunden". Hotelgäste konnten die "Energieplätze" zur Regeneration nutzen. Auch diese Initiative der Eigentümerin konnte das Ende des Hotelbetriebes nicht mehr aufhalten.

Persönlichkeiten mit Bezug zum Gaisberg

Bilder

 Gaisberg (Berg) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Gaisberg (Berg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Salzburger Stadtteile und Landschaftsräume in der Stadt Salzburg