Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club

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ÖAMTC Salzburg, Alpenstraße
ÖAMTC Salzburg, Südseite; schon früh am Morgen brennt das Licht

Der Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club wurde 1907 als Salzburger Automobil Club (S.A.C.) (später SAMTC) gegründet.

Geschichte

Zwischenkriegszeit

1924 wurde er nach kriegsbedingter Unterbrechung unter dem Präsidenten Komm.-Rat Hermann Gessele und dem Vizepräsidenten Baron Mayr-Melnhof, dem Vater von Friedrich Mayr-Melnhof, sowie Komm.-Rat Josef Klein erneut ins Leben gerufen. Die Büroräume waren im Haus Schwarzstraße Nr. 7 in der Stadt Salzburg untergebracht, die Clubabende fanden abwechselnd im Hotel de l'Europe am Hauptbahnhof oder im Hotel Münchnerhof statt.

Schon 1932 wurden an den Grenzstationen Walserberg, Steinpass, Rott (Freilassing) und Hangendenstein (Berchtesgaden) eigene Kioske eingerichtet, wo man Grenzdokumente und touristische Informationen bekam.

Durch den Kriegsausbruch kam es zu einer zwangsweisen Auflösung des S.A.C., der zu diesem Zeitpunkt, 1938 bereits 1 484 Mitglieder in Salzburg zählte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Februar 1946 erhielt dann der S.A.C. die Genehmigung von der Landesregierung zum Wiederbeginn. Am 30. November 1946 fand die erste Generalversammlung des S.A.C., der sich mit dem zweiten damals vorhandenen Club, dem Österreichischen Touring-Club, zusammengetan hatte, statt. Zunächst fand das winzige Büro am Makartplatz Nr. 7 Platz, ab 1950 in einem Neubau am Max-Ott-Platz Nr. 6.

Eine wichtige Aufgabe übernahm der Club dann ab August 1951 am Grenzübergang Walserberg. Es herrschte ja noch Visumspflicht nach Deutschland und ein Kiosk wurde dort zwecks Ausstellung und Information errichtet.

Am 3. Februar 1955 eröffnet der SAMTC in den ehemaligen Garagen des früheren Hotel de l'Europe an der Kaiserschützenstraße in Salzburg ein mit modernsten Geräten ausgestattetes technisches Prüfzentrum für Kraftfahrzeuge. Am 27. August wurde dann das langjährige Clublokal in der Schrannengasse bezogen. 12 000 Mitglieder zählte mittlerweile der SAMTC. Die mobile Pannenhilfe startete am 1. August 1959 mit vier Puch 500 als die "Gelben Engel". Der Verkehrsübungsplatz an der Innsbrucker Bundesstraße wurde 1967 errichtet. In den 1970er Jahren übersiedelten dann das Büro nochmals in die Alpenstraße, wo sich der SAMTC noch heute befindet.

Sektionen

Zwischenkriegszeit: Der S.A.C. hatte einen Sportausschuss (Vorbereitung von motorsportlichen Veranstaltungen), Verkehrsausschuss (Tätigkeitsschwerpunkt: Verbesserung der Straßenverhältnisse, Erleichterungen im internationalen Grenzverkehr) und eine Nutzkraftwagen-Sektion.

Eine eigene Flug-Sektion, die Aero-Sektion, wurde dann 1930 gegründet und widmete sich dem Segelflug am Haunsberg. Eine der bekanntesten Mitglieder war Eduard Kuhn, der am Salzburger Flughafen eine Flugschule betrieb und 1932 bei einem Absturz ums Leben kam.

Die Präsidenten

Veranstaltungen vom SAMTC organisiert

Ab 1974 Mitorganisator der Oldtimer Grand Prix am Salzburgring.

Sonstiges

2010 leistete der SAMTC in Stadt und Land Salzburg 40 872 Mal Pannenhilfe[1].

Quellen

Fußnote

  1. Quelle Salzburger Woche, 3. Februar 2011