Kobler-Spängler-Briefe von 1897 bis 1899: Unterschied zwischen den Versionen
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In diesem Artikel werden die '''Kobler-Spängler-Briefe von 1897 bis 1899''' aus einem Privatarchiv veröffentlicht. | In diesem Artikel werden die '''Kobler-Spängler-Briefe von 1897 bis 1899''' aus einem Privatarchiv veröffentlicht. | ||
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Otto Spängler [Bruder] an Franz Spängler [Nr. 18] [gedruckter Briefkopf:] Dr. Otto Spängler Salzburg [1897]<br /> ''Mein lieber Franz! Zu deinem nahen Geburtstag insbesondere aber zu Eurem 25 jährigen Hochzeitstage sende ich dir u deiner lieben Frau im eigenen u im Namen meiner Angehörigen die innigsten Glück u. Segenswünsche. Möge Euch durch Eure Kinder eine zweite Reihe so schöner und glücklicher 25 Jahre zu Theil werden wie Ihr die ersten 25 Jahre Eures Lebensbundes zugebracht! - Wir aber wollen uns, wie bisher so auch fortan in treuer Anhänglichkeit zugetan bleiben! - Deiner lieben Einladung auf Sonntag kann ich leider nicht folgen; es geht mir geschäftlich nicht gut aus u. dann kommt die Lisel gerade am Samstag nach Salzburg zurück, nachdem sie 3 Wochen in München war. - Die Adresse meiner Emilie in Paris ist: Pension Mercier et Beauquis - Rue d’Amsterdam 49/ Es wird sie gewiß sehr freuen, einen Brief von Euch zu bekommen, sie ist sehr gerne dort, sieht viel interessantes; nur die Kost behagt ihr nicht. bei uns ist es durch den gleichzeitigen Abgang dreier Personen sehr still geworden. - Unser Haus schreitet rüstig der Vollendung entgegen u hoffe ich, dß wir ganz beruhigt auf Juli einziehen können. - bei der Mitteilung über die Fingerverlezung der Hanserl hat es mich ganz kalt überlaufen. Gute besserung! Nun lebe recht wol, mein lieber Franz, empfange noch einmal unsere innigsten Glückwünsche und sei auf das herzlichste gegrüßt von deinem treuen bruder Otto. - donnerstag Abends.'' | Otto Spängler [Bruder] an Franz Spängler [Nr. 18] [gedruckter Briefkopf:] Dr. Otto Spängler Salzburg [1897]<br /> ''Mein lieber Franz! Zu deinem nahen Geburtstag insbesondere aber zu Eurem 25 jährigen Hochzeitstage sende ich dir u deiner lieben Frau im eigenen u im Namen meiner Angehörigen die innigsten Glück u. Segenswünsche. Möge Euch durch Eure Kinder eine zweite Reihe so schöner und glücklicher 25 Jahre zu Theil werden wie Ihr die ersten 25 Jahre Eures Lebensbundes zugebracht! - Wir aber wollen uns, wie bisher so auch fortan in treuer Anhänglichkeit zugetan bleiben! - Deiner lieben Einladung auf Sonntag kann ich leider nicht folgen; es geht mir geschäftlich nicht gut aus u. dann kommt die Lisel gerade am Samstag nach Salzburg zurück, nachdem sie 3 Wochen in München war. - Die Adresse meiner Emilie in Paris ist: Pension Mercier et Beauquis - Rue d’Amsterdam 49/ Es wird sie gewiß sehr freuen, einen Brief von Euch zu bekommen, sie ist sehr gerne dort, sieht viel interessantes; nur die Kost behagt ihr nicht. bei uns ist es durch den gleichzeitigen Abgang dreier Personen sehr still geworden. - Unser Haus schreitet rüstig der Vollendung entgegen u hoffe ich, dß wir ganz beruhigt auf Juli einziehen können. - bei der Mitteilung über die Fingerverlezung der Hanserl hat es mich ganz kalt überlaufen. Gute besserung! Nun lebe recht wol, mein lieber Franz, empfange noch einmal unsere innigsten Glückwünsche und sei auf das herzlichste gegrüßt von deinem treuen bruder Otto. - donnerstag Abends.'' | ||
| − | Regierungsrat Dr. [[Otto Spängler]] (* 1841; † 1919) ist Direktor der Salzburger Sparkasse und Ehrenbürger von Salzburg. Seine Frau Louise Spängler, geb. Duregger, stirbt 1915. Der Hochzeitstag des Bruders ist der 8. April 1872. - „Lisel“: Elisabeth, geb. 1881 (16 Jahre alt); „Emilie“, geb. 1874 (23 Jahre alt); „Hanserl“: Johanna Spängler, verh. Holzapfel, geb. 1882 (15 Jahre alt). | + | Regierungsrat Dr. [[Otto Spängler]] (* [[1841]]; † [[1919]]) ist Direktor der [[Salzburger Sparkasse]] und [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürger von Salzburg]]. Seine Frau Louise Spängler, geb. [[Johann Alois Duregger|Duregger]], stirbt [[1915]]. Der Hochzeitstag des Bruders ist der [[8. April]] [[1872]]. - „Lisel“: Elisabeth, geb. [[1881]] (16 Jahre alt); „Emilie“, geb. [[1874]] (23 Jahre alt); „Hanserl“: Johanna Spängler, verh. Holzapfel, geb. [[1882]] (15 Jahre alt). |
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Version vom 14. April 2021, 18:14 Uhr
In diesem Artikel werden die Kobler-Spängler-Briefe von 1897 bis 1899 aus einem Privatarchiv veröffentlicht.
Einleitung
Die Kobler-Spängler-Briefe bezeichnen eine umfangreiche Briefsammlung aus dem Besitz von Franz (II.) Xaver Gregor Spängler (* 1839; † 1912).
Über die Korrespondenz
Über seine Tochter Johanna Spängler (* 1882; † 1973), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* 1868; † 1940), kam die Sammlung aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* 1917; † 2001), verheiratet Saska in Krems, an Otto Holzapfel (* 1941) in Freiburg im Breisgau in Deutschland.
Die Briefe sind zum Teil übertragen, zum Teil zusammenfassend registriert; eine genauere Auswertung steht noch aus. Die ältesten Briefe stammen aus der Beziehung zwischen „Fanny“ Franziska Kobler (* 1796; † 1886) und Franz Francesco Castelli (* 1796; † 1832). Deren Tochter Zäzilia Amalia Kobler wird 1821 geboren und heiratet 1846 Richard Franz Schlegel, stirbt aber bei der Geburt des ersten Kindes 1848. Diese Tochter, „Fanni“ Franziska Schlegel (* 1848; † 1905), heiratet 1872 in der Stadt Salzburg den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den oben genannten Dr. Franz Xaver Spängler. Ein großer Teil des Briefwechsels spiegelt die besonders enge Beziehung zwischen Großmutter „Fanny“ und Enkelkind „Fanni“.[1]
1897
Otto Spängler an Bruder Franz Spängler
Otto Spängler [Bruder] an Franz Spängler [Nr. 18] [gedruckter Briefkopf:] Dr. Otto Spängler Salzburg [1897]
Mein lieber Franz! Zu deinem nahen Geburtstag insbesondere aber zu Eurem 25 jährigen Hochzeitstage sende ich dir u deiner lieben Frau im eigenen u im Namen meiner Angehörigen die innigsten Glück u. Segenswünsche. Möge Euch durch Eure Kinder eine zweite Reihe so schöner und glücklicher 25 Jahre zu Theil werden wie Ihr die ersten 25 Jahre Eures Lebensbundes zugebracht! - Wir aber wollen uns, wie bisher so auch fortan in treuer Anhänglichkeit zugetan bleiben! - Deiner lieben Einladung auf Sonntag kann ich leider nicht folgen; es geht mir geschäftlich nicht gut aus u. dann kommt die Lisel gerade am Samstag nach Salzburg zurück, nachdem sie 3 Wochen in München war. - Die Adresse meiner Emilie in Paris ist: Pension Mercier et Beauquis - Rue d’Amsterdam 49/ Es wird sie gewiß sehr freuen, einen Brief von Euch zu bekommen, sie ist sehr gerne dort, sieht viel interessantes; nur die Kost behagt ihr nicht. bei uns ist es durch den gleichzeitigen Abgang dreier Personen sehr still geworden. - Unser Haus schreitet rüstig der Vollendung entgegen u hoffe ich, dß wir ganz beruhigt auf Juli einziehen können. - bei der Mitteilung über die Fingerverlezung der Hanserl hat es mich ganz kalt überlaufen. Gute besserung! Nun lebe recht wol, mein lieber Franz, empfange noch einmal unsere innigsten Glückwünsche und sei auf das herzlichste gegrüßt von deinem treuen bruder Otto. - donnerstag Abends.
Regierungsrat Dr. Otto Spängler (* 1841; † 1919) ist Direktor der Salzburger Sparkasse und Ehrenbürger von Salzburg. Seine Frau Louise Spängler, geb. Duregger, stirbt 1915. Der Hochzeitstag des Bruders ist der 8. April 1872. - „Lisel“: Elisabeth, geb. 1881 (16 Jahre alt); „Emilie“, geb. 1874 (23 Jahre alt); „Hanserl“: Johanna Spängler, verh. Holzapfel, geb. 1882 (15 Jahre alt).
Vater Spängler an Franziska Spängler
an Franziska Spängler (* 1877; † 1962): 1897, vom Vater Spängler Postkarte aus Krems an Franzi in Wien, Stadiongasse 4, bei „Frau Sektionsrathswitwe Dr. Kaserer“, der Operngucker soll zur Reparatur bei... (Adresse)... und grüße deine Mutter – Foto = Familie Spängler am 9. Juli 1897, von links Franz, Antonia, Rosa, die Mutter, Franziska, der Vater, Otto und Johanna; vgl. Rückseite mit Notizen von Traudl Saska:
1898
an Franziska Spängler (* 1877; † 1962): von der Mutter Fanni Spängler aus Krems an Franzi in Wien „bei Herrn Landesschulrat J. Spängler, Wien, Mozartgasse 7“; kündigt ihren Besuch an („hinunter fahren“), mit Rosl und Toni
1899
1899, 5. August, Ansichtskarte an Wohlgeboren Frl. (Nr. 9 a) Franzi Spängler, Salzburg, Höllbräu. Bildseite „Gruss aus Krems a. D.“; [handschriftlich:] Krems 5. 8. 99. Liebe Franzi! Herzlichen Dank für Deine schönen Karten sendet Dir Deine Nelly / Herzlichen Gruss von Ferry! / Johanna. / Hedda / XXX
Quelle
Fußnote
- ↑ Trotz unterschiedlicher Schreibweise in den Briefen vereinheitliche ich [O. H.] zu Großmutter „Fanny“ [Kobler] und Enkelin „Fanni“ [Schlegel-Spängler].
Hauptartikel Kobler-Spängler-Briefe
Die Korrespondenz im Detail
1792–1842 · 1843 · 1844 · 1845–1848 · 1850–1859 · 1860–1869 · 1870 · 1871 · 1872 · 1873–1874 · 1875 · 1876 · 1877 · 1878–1879 · 1880 · 1881 · 1882 · 1883–1884 · 1885 · 1886 · 1887–1889 · 1890–1894 · 1896 · 1897–1899 · 1900–1938
Literatur: Stammbaum und Geschichte der Familie Spängler