Dom zu den Hll. Rupert und Virgil: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Salzburger_Dom.jpg|thumb|der Salzburger Dom vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen, die kleine rote Kirche links im Vordergrund ist die erste Pfarrkirche von Salzburg, die [[St. Michaelskirche]]]]
 
[[Bild:Salzburger_Dom.jpg|thumb|der Salzburger Dom vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen, die kleine rote Kirche links im Vordergrund ist die erste Pfarrkirche von Salzburg, die [[St. Michaelskirche]]]]
 
[[Bild:Domplatz_panorama.jpg|thumb|Der Domplatz mit dem Dom]]
 
[[Bild:Domplatz_panorama.jpg|thumb|Der Domplatz mit dem Dom]]
[[Datei:Dom Salzburg Residenzplatz.jpg|thumb|Der Salzburger Dom von der Ecke Richtung [[Alter Markt]] gesehen, im Bild der 2009/2010 renovierte [[Residenzbrunnen]], rechts die nördlichen [[Dombögen]]]]
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[[Datei:Dom Salzburg Residenzplatz.jpg|thumb|der Salzburger Dom von der Ecke Richtung [[Alter Markt]] gesehen, im Bild der 2009/2010 renovierte [[Residenzbrunnen]], rechts die nördlichen [[Dombögen]]]]
 
[[Datei:Residenzplatz neu.jpg|thumb|[[Residenzplatz]] mit [[Residenzbrunnen]], dem Salzburger Dom und der [[Alte Residenz|Alten Residenz]]]]
 
[[Datei:Residenzplatz neu.jpg|thumb|[[Residenzplatz]] mit [[Residenzbrunnen]], dem Salzburger Dom und der [[Alte Residenz|Alten Residenz]]]]
 
[[Bild:Dom_Nebel.jpg|thumb|der Dom im Morgennebel]]
 
[[Bild:Dom_Nebel.jpg|thumb|der Dom im Morgennebel]]
[[Datei:Salzburger_Dom_Glockenturm.jpg|thumb|Der Salzburger Dom vom Glockenturm des Rathauses gesehen]]
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[[Datei:Salzburger_Dom_Glockenturm.jpg|thumb|der Salzburger Dom vom Glockenturm des [[Salzburger Rathaus]]es gesehen]]
[[Datei:Salzburger Dom Winter Nacht.jpg|thumb|Winterlicher Salzburger Dom bei Nacht, Blick über den [[Domplatz]] und die winterfest gemachte Mariensäule am Domplatz]]
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[[Datei:Salzburger Dom Winter Nacht.jpg|thumb|winterlicher Salzburger Dom bei Nacht, Blick über den [[Domplatz]] und die winterfest gemachte [[Mariensäule am Domplatz]]]]
 
[[Datei:Festmesse in Salzburger Dom.jpg|thumb|Festmesse in Salzburger Dom]]
 
[[Datei:Festmesse in Salzburger Dom.jpg|thumb|Festmesse in Salzburger Dom]]
 
Der '''Salzburger Dom''' ist das zentrale kirchliche Gebäude der [[Altstadt|Stadt Salzburg]]. Er ist dem hl.[[Rupert von Worms|Rupert]] und dem hl. [[Virgil]] geweiht.
 
Der '''Salzburger Dom''' ist das zentrale kirchliche Gebäude der [[Altstadt|Stadt Salzburg]]. Er ist dem hl.[[Rupert von Worms|Rupert]] und dem hl. [[Virgil]] geweiht.
  
 
==Lage==
 
==Lage==
Er befindet sich in der [[Altstadt]] von Salzburg, unterhalb der [[Festung Hohensalzburg]]. Er ist im Norden vom [[Residenzplatz]], im Süden vom [[Kapitelplatz]], im Osten von der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] mit [[Glockenspiel]] und im Westen vom [[Domplatz]] umgeben.  
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Der Dom befindet sich in der linksufrigen [[Altstadt]] von Salzburg, unterhalb der [[Festung Hohensalzburg]]. Er ist im Norden vom [[Residenzplatz]], im Süden vom [[Kapitelplatz]], im Osten von der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] mit [[Glockenspiel]] und im Westen vom [[Domplatz]] umgeben. Durch die [[Dombögen]] ist er im Norden mit der [[Alte Residenz|alten Residenz]] und im Süden mit der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] verbunden.  
  
Durch die Dombögen ist er im Norden mit der [[Alte Residenz|alten Residenz]] und im Süden mit dem [[Erzstift St. Peter]] verbunden. Sie wurden erst nach der Fertigstellung des Domes von  Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] [[1658]] bis [[1663]] unter Architekt [[Giovanni Antonio Daria]] errichtet.
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==Geschichte==
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Im Verlauf der Jahrhunderte gab es mehrere Vorläuferbauten des heutigen Doms.
  
==Geschichte==
 
 
===Peterskirche===
 
===Peterskirche===
[[Rupert von Worms]] ließ Anfang des [[8. Jahrhundert]]s die erste Kirche an jener Stelle errichten, an der sich der heutige Dom befindet. Es war die dem Hl. Petrus geweihte ''Peterskirche'', die schon damals beachtliche Ausmaße hatte.
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[[Rupert von Worms]] ließ Anfang des [[8. Jahrhundert]]s die erste Kirche an jener Stelle errichten, an der sich der heutige Dom befindet. Es war die dem hl. Petrus geweihte ''Peterskirche'', die schon damals beachtliche Ausmaße hatte.
  
 
===Virgilianische Dom===
 
===Virgilianische Dom===
Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof [[Virgil]] errichtet und  gehörte mit seinen drei Kirchenschiffen zu den drei größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s: 66 Meter lang und 33 Meter breit, was einer Fläche von 2.178 m² entspricht. Er war die erste Basilika im ostfränkischen Reich. [[1139]] wurde er mit zwei hohen Kirchtürmen versehen. Anlässlich der Einweihung am [[24. September]] (dem wahrscheinlich richtigen Datum, andere Quellen berichten vom [[25. September]]) 774 ließ Virgil die Gebeine von [[Rupert von Worms|Rupertus]] aus der [[Erzstift St. Peter|Stiftskirche von St. Peter]] in den neuen Dom überführen. Allerdings war dieser erste Dom dem Hl. Petrus geweiht, Rupert war nur Nebenpatron.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 3. Oktober 2009</ref>
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Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes<ref>Erklärung ''Dom'', siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Dom_%28Geb%C3%A4ude%29 Wikipedia Dom]</ref>, der bereits als Dom konzipiert war, wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof [[Virgil]] errichtet und  gehörte mit seinen drei Kirchenschiffen zu den drei größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s: 66 Meter lang und 33 Meter breit, was einer Fläche von 2&nbsp;178 m² entspricht. Er war die erste Basilika<ref>ein Bautyp, siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_%28Bautyp%29 Wikipedia Basilika Bautyp]</ref> im ostfränkischen Reich. [[1139]] wurde er mit zwei hohen Kirchtürmen versehen. Anlässlich der Einweihung am [[24. September]] (dem wahrscheinlich richtigen Datum, andere Quellen berichten vom [[25. September]]) 774 ließ Virgil die Gebeine von Rupert von Worms aus der [[Stiftskirche St. Peter]] in den neuen Dom überführen.  
  
Doch schon [[845]] brannte dieser Bau nach Blitzschlag unter Erzbischof [[Liupram]] ab.  
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Allerdings war dieser erste Dom noch dem hl. Petrus geweiht, Rupert war nur Nebenpatron.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 3. Oktober 2009</ref> Doch schon [[845]] brannte dieser Bau nach Blitzschlag unter Erzbischof [[Liupram]] ab.  
  
 
===Hartwig-Dom===
 
===Hartwig-Dom===
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===Konradinischer Dom===
 
===Konradinischer Dom===
 
:''Hauptartikel: [[Konradinischer Dom]]''
 
:''Hauptartikel: [[Konradinischer Dom]]''
Darauf wurde unter [[Erzbischof]] [[Konrad III. von Wittelsbach]] [[1177]] der noch stattlichere Konradinische Dom errichtet, die damals mit 5.200 qm größte Basilika nördlich der Alpen: 122 m Gesamtlänge, 48 m Langhausbreite und 57,5 m Querhauslänge;
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Auf den Resten es Hartwig-Doms wurde unter [[Erzbischof]] [[Konrad III. von Wittelsbach]] [[1177]] der noch stattlichere Konradinische Dom errichtet, die damals mit 5&nbsp;200 qm größte Basilika nördlich der [[Alpen]]: 122 m Gesamtlänge, 48 m Langhausbreite und 57,5 m Querhauslänge;
  
 
===Neubaupläne des Erzbischofs Wolf Dietrich===
 
===Neubaupläne des Erzbischofs Wolf Dietrich===
Als der Dom bei einem Brand [[1598]] schwer beschädigt wurde, ließ Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Dazu ließ er auch Teile der mittelalterlichen Stadt sowie den Domfriedhof (heute [[Residenzplatz]]) abreißen, die heute als Plätze rund um den Dom geblieben sind. Besonders der rücksichtslose Abriß des [[Domfriedhof]]s (der ja damals auch der Stadtfriedhof war) schmerzt noch heute, da alle Grabmäler von vorher (von Erzbischöfen, [[Domherr]]en und namhaften Salzburger Bürgern) zerstört wurden und somit der Nachwelt nicht mehr erhalten blieben. Dombaumeister [[Vincenzo Scamozzi]], den Wolf Dietrich [[1604]] engagierte, fertigte die ersten Baupläne an, die er dem Erzbischof bis [[1606]]/[[1607]] lieferte. Doch durch die Gefangen- und Absetzung Wolf Dietrich [[1611]] wurde der Bau vorerst gestoppt.
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Als der Dom bei einem Brand [[1598]] schwer beschädigt wurde, ließ [[Erzbischof#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Dazu ließ er auch Teile der [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Stadt sowie den [[Domfriedhof]] (heute [[Residenzplatz]]) abreißen, die heute als Plätze rund um den Dom geblieben sind. Besonders der rücksichtslose Abriss des Domfriedhofs (der ja damals auch der Stadtfriedhof war) schmerzt noch heute, da alle Grabmäler von vorher (der Erzbischöfe, [[Domherr]]en und namhafter Salzburger Bürger) zerstört wurden und somit der Nachwelt nicht mehr erhalten blieben. Dombaumeister [[Vincenzo Scamozzi]], den Wolf Dietrich [[1604]] engagierte, fertigte die ersten Baupläne an, die er dem Fürsterzbischof bis [[1606]]/[[1607]] lieferte. Doch durch die Gefangennahme und Absetzung Wolf Dietrichs [[1611]] wurde der Bau vorerst gestoppt.
  
 
===Der heutige Salzburger Dom===
 
===Der heutige Salzburger Dom===
Sein Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] entfernte aber die fertig gestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau, der nun von Dombaumeister [[Santino Solari]] geplant wurde, konnte am [[25. September]] [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden.  
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Sein Nachfolger, Fürsterzbischof  [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]], entfernte aber die fertig gestellten ersten Fundamente und begann mit der Errichtung eines kleineren Dombauwerks. Dieser Dombau, der nun von Dombaumeister [[Santino Solari]] geplant wurde, konnte am [[25. September]] [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden. die Stadt feierte eines der größten [[Domeinweihung 1628|Feste]], die es je in Salzburg gegeben hat
 
 
Die geschlossene Marmorfassade der Stirnseite mit ihren beiderseitigen achteckigen Kirchtürmen und den vier Marmorfiguren bei den Eingängen blickt zum allseits umschlossenen [[Domplatz]].
 
  
 
Am [[18. Februar]] [[1663]] brauste ein Orkan über Salzburg, der das  Kupferdach des Doms zerstörte, die Kirchtürme von [[Stadtpfarrkirche St.  Andrä|St. Andrä]] und [[St. Johannes am Imberg]] mitsamt den Glocken  auf die umliegenden Häuser warf.
 
Am [[18. Februar]] [[1663]] brauste ein Orkan über Salzburg, der das  Kupferdach des Doms zerstörte, die Kirchtürme von [[Stadtpfarrkirche St.  Andrä|St. Andrä]] und [[St. Johannes am Imberg]] mitsamt den Glocken  auf die umliegenden Häuser warf.
  
Bereits am [[15. Juli]] [[1945]] begannen die Instandsetzungsarbeiten am Dom, der durch Bombentreffer im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] schwer beschädigt wurde. Am [[26. Mai]] [[1949]] nahmen dann 35.000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem nach einem großen Festzug Fürsterzbischof [[Andreas Rohracher]]s das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen wird. Nach nahezu 15jähriger Wiederaufbauzeit fand am [[1. Mai]] [[1959]] der erste Gottesdienst, abgehalten von Erzbischof Rohracher, statt.
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Bereits am [[15. Juli]] [[1945]] begannen die Instandsetzungsarbeiten am Dom, der durch Bombentreffer im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] schwer beschädigt wurde. Am [[26. Mai]] [[1949]] nahmen dann 35&nbsp;000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem nach einem großen Festzug Fürsterzbischof [[Andreas Rohracher]]s das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen wird. Nach nahezu 15jähriger Wiederaufbauzeit fand am [[1. Mai]] [[1959]] der erste Gottesdienst, abgehalten von Erzbischof Rohracher, statt.
  
 
===Renovierungen===
 
===Renovierungen===
In den Jahren [[1897]] bis [[1901]] wurde der Dom renoviert<ref>Quelle  Buch [[Salzburger Fotografien 1880 - 1918]], Seite 22</ref>. Von [[1995]] bis [[1998]] wurde der Dom dann abermals außen komplett renoviert. Leider sind dabei einige Arbeiten offensichtlich nicht fachgerecht durchgeführt worden und es kam unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten zu Folgeschäden. Dies führte zu jahrelange Streitigkeiten mit den ausführenden Baufirmen.  
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In den Jahren [[1897]] bis [[1901]] wurde der Dom renoviert<ref>Quelle  Buch [[Salzburger Fotografien 1880 - 1918]], Seite 22</ref>. Von [[1995]] bis [[1998]] kam es zu einer kompletten Außenrenovierung. Leider waren dabei einige Arbeiten offensichtlich nicht fachgerecht durchgeführt worden und es kam unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten zu Folgeschäden. Dies führte zu jahrelange Streitigkeiten mit den ausführenden Baufirmen.  
  
Schließlich kam es aufgrund von Sturmschäden [[2007]] zu einer neuerlichen, größeren Renovierung. Neben der Behebung der Schäden von der Renovierung in den [[1990er]] Jahren kam es zur Erneuerung des Daches, das zuletzt [[1920]] erneuert worden war.  
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Schließlich kam es aufgrund von Sturmschäden [[2007]] zu einer neuerlichen, größeren Renovierung. Neben der Behebung der Schäden von der Renovierung in den [[1990er]] Jahren wurde noch das Dach erneuert, das zuletzt [[1920]] erneuert worden war. Allein das Dach hat, ohne Kuppel und Türme, eine Fläche von 4&nbsp;359 m³. Von den "Altschäden" der Renovierung 1995/1998 seien erwähnt: es mussten 12,8 Kilometer (!) Fugen geöffnet und wieder geschlossen werden, es kam zur Reinigung und Entfernung der Imprägnierung, die Balustraden und Balkone mussten abgenommen und neu montiert werden und es kam zur Abdeckung aller Gesimse mit mehr als 13 Tonnen Bleidach; daneben fielen zahlreiche Steinergänzungen an und es wurde eine Taubenabwehr angebracht<ref>Quelle Salzburger Nachrichten, 30. Juni 2009</ref>.
  
Allein das Dach hat, ohne Kuppel und Türme, eine Fläche von 4.359 m³. Von den "Altschäden" seien erwähnt: es mussten 12,8 Kilometer (!) Fugen geöffnet und wieder geschlossen werden, es kam zur Reinigung und Entfernung der Imprägnierung, die Balustraden und Balkone mussten abgenommen und neu montiert werden und es kam zur Abdeckung aller Gesimse mit mehr als 13 Tonnen Bleidach; daneben fielen zahlreiche Steinergänzungen an und es wurde eine Taubenabwehr angebracht<ref>Quelle Salzburger Nachrichten, 30. Juni 2009</ref>.
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==Die zehn Brände im Dom==
 
 
==Die 10 Brände im Dom==
 
 
:''Hauptartikel: [[Brände Salzburger Dom]]''
 
:''Hauptartikel: [[Brände Salzburger Dom]]''
  
Der erste Dom von Bischof [[Virgil]] stand kaum 70 Jahre, als [[845]] ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Das war der erste von bis heute 10 Bränden, wovon sich der letzte nach einem amerikanischen Bombentreffer am [[16. Oktober]] [[1944]] ereignete.
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Der erste Dom von Bischof [[Virgil]] stand kaum 70 Jahre, als [[845]] ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Das war der erste von bis heute zehn Bränden, wovon sich der letzte nach einem amerikanischen Bombentreffer am [[16. Oktober]] [[1944]] ereignete.
  
 
==Ausstattung==
 
==Ausstattung==
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[[Bild:Dom_2.jpg|thumb|Blick in die Kuppel des Doms]]
 
[[Bild:Dom_2.jpg|thumb|Blick in die Kuppel des Doms]]
 
===Die Fassade===
 
===Die Fassade===
Die Fassade besteht aus weißrosa [[Untersberger Marmor]], während der restliche Bau aus [[Nagelfluh]] ([[Konglomerat]]) besteht. Sie besteht aus zwei Geschoßen mit zwei flankierenden Türmen. Die Fensterrahmen sind mit Löwen- und Steinbockköpfen verziert, den Wappentieren des Erzstifts und des Erbauers, Markus Sittikus. Die beiden großen Wappen über dem zweiten Geschoß zwischen den beiden Türmen sind die Wappen von Hohenems und [[Lodron]], über denen eine große Salvatorfigur steht, flankiert von Statuen von Moses und Elias.
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Die geschlossene [[Marmor]]<nowiki>fassade</nowiki> der  Stirnseite mit ihren beiderseitigen achteckigen Kirchtürmen und den vier  Marmorfiguren bei den Eingängen blickt zum allseits umschlossenen  [[Domplatz]]. Die Fassade besteht aus weißrosa [[Untersberger Marmor]], während der restliche Bau aus [[Nagelfluh]] ([[Konglomerat]]) besteht. Sie besteht aus zwei Geschoßen mit zwei flankierenden Türmen. Die Fensterrahmen sind mit Löwen- und Steinbockköpfen verziert, den Wappentieren des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts]] und des Erbauers, Markus Sittikus. Die beiden großen Wappen über dem zweiten Geschoß zwischen den beiden Türmen sind die Wappen von [[Hohenems]] und [[Lodron]], über denen eine große Salvatorfigur steht, flankiert von Statuen von Moses und Elias.
  
 
An der Außenseite des zweiten Geschoßes sind Figuren der vier Evangelisten zu sehen. Die Eingangsportale zum Dom werden von vier Kolossalfiguren geschmückt: Die beiden äußeren Figuren stellen die Kirchenpatrone Rupertus mit der Salzkufe und Virgil mit dem Dom dar. Diese Arbeiten werden [[Bartlmä van Opstal]] (um 1660) zugeschrieben, hingegen die beiden inneren Statuen, Petrus und Paulus, dem Salzburger Bildhauer [[Bernhard Michael Mandl]] ([[1697]]).
 
An der Außenseite des zweiten Geschoßes sind Figuren der vier Evangelisten zu sehen. Die Eingangsportale zum Dom werden von vier Kolossalfiguren geschmückt: Die beiden äußeren Figuren stellen die Kirchenpatrone Rupertus mit der Salzkufe und Virgil mit dem Dom dar. Diese Arbeiten werden [[Bartlmä van Opstal]] (um 1660) zugeschrieben, hingegen die beiden inneren Statuen, Petrus und Paulus, dem Salzburger Bildhauer [[Bernhard Michael Mandl]] ([[1697]]).
  
Die beiden Wappen über dem linken und rechten Portal weisen auf die Erzbischöfe [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] und [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] hin.  
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Die beiden Wappen über dem linken und rechten Portal weisen auf die Fürsterzbischöfe [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] und [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] hin.  
  
 
===Das Innere===
 
===Das Innere===
 
Nachdem man eine Vorhalle durchquert hat, steht man im Mittelschiff, einer hohen tonnengewölbten Halle. Im vorderen Teil des Dom wölbt sich die achtseitige Vierungskuppel. Die Decken sind mit Stukkaturen bedeckt, die von [[Andrea Orsolini]] und [[Giuseppe Bassarino]] [[1631]] bis [[1635]] und mit anderen Bildhauern aus Italien gefertigt wurden.
 
Nachdem man eine Vorhalle durchquert hat, steht man im Mittelschiff, einer hohen tonnengewölbten Halle. Im vorderen Teil des Dom wölbt sich die achtseitige Vierungskuppel. Die Decken sind mit Stukkaturen bedeckt, die von [[Andrea Orsolini]] und [[Giuseppe Bassarino]] [[1631]] bis [[1635]] und mit anderen Bildhauern aus Italien gefertigt wurden.
  
Der einzig erhaltene Teil vom virgilianischen Dom findet sich in der ersten Kapelle links vom Eingang und ist das bronzene Taufbecken, das auf vier liegenden Löwen ruht. Der Deckel stammt jedoch von [[1959]].
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Die Deckengemälde im Querschiff wurden von [[Donato Mascagni]], einem Servitenmönch aus Florenz (Toskana, Italien), und von [[Antonio Solari]], einem Sohn des Dombaumeisters Santino Solari, um 1630 gemalt.
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Im Chorrund befinden sich Denkmäler für verstorbene (Fürst)Erzbischöfe in zweierlei Arten: einmal noch fast altarartig (von 1622 bis 1727 verwendet) und einmal in noch prächtigerer Art ausgeführte Wandgrabmäler. Es sind die Denkmäler für die Fürsterzbischöfe Markus Sittikus von Hohenems, Guidobald Graf von Thun und Hohenstein, [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]], Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, [[Franz Anton Fürst Harrach]], [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Leopold Anton Freiherrn von Firmian]], [[Jakob Ernst Graf Liechtenstein]], [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]] und [[Sigismund III. Christian Graf Schrattenbach]].
  
Die Deckengemälde im Querschiff wurden von [[Donato Mascagni]], einem Servitenmönch aus Florenz (Toskana, Italien), und von [[Antonio Solari]], einem Sohn des Dombaumeisters Santino Solari, um 1630 gemalt.
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Chorgestühl und [[Predigtkanzel|Kanzel]] sind aus dem Jahr [[1859]].
  
Im Chorrund befinden sich Denkmäler für verstorbene Erzbischöfe in zweierlei Arten: einmal noch fast altarartig (von 1622 bis 1727 verwendet) und einmal in noch prächtigerer Art ausgeführte Wandgrabmäler. Es sind die Denkmäler für die Erzbischöfe Markus Sittikus von Hohenems, Guidobald Graf von Thun und Hohenstein, [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]], Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, [[Franz Anton Fürst Harrach]], [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Leopold Anton Freiherrn von Firmian]], [[Jakob Ernst Graf Liechtenstein]], [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]] und [[Sigismund III. Christian Graf Schrattenbach]].
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=== Das Taufbecken ===
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[[Datei:Dom Salzburger Taufbecken.jpg|thumb|Taufbecken des Salzburger Doms]]
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In der ersten Kapelle links vom Eingang hat sich der einzige Rest der Einrichtung des virgilianischen Doms im heutigen Bau erhalten, das bronzene Taufbecken. Das runde Becken wird von vier liegenden Löwen getragen. Die Außenwand des Beckens ist in 16 Pilaster gegliedert. Diese sind Stützen für gedrückte, als Schriftbänder verwendete Rundbogen, die Figuren von Bischöfen (Patrone und Heilige Salzburgs) zeigen.  
  
Chorgestühl und [[Predigtkanzel|Kanzel]] sind von [[1859]].
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Die Löwen sind Werke des [[12. Jahrhundert]]s, das Becken wurde von einem sonst nicht näher nachweisbaren Meister Heinrich [[1321]] geschaffen, der Decken erst [[1959]].  
  
 
===Die Domglocken===
 
===Die Domglocken===
Das Glockengeläut besteht aus sieben Glocken.  
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Das Glockengeläut besteht aus sieben Glocken. [[1942]], im Zweiten Weltkrieg, mussten bis auf zwei Glocken alle abgeliefert werden. Es blieben die ''Marienglocke'' (Frauenglocke): Gewicht 4&nbsp;008 kg, Ton B; und die ''Virgiliusglocke'': Gewicht 1&nbsp;648 kg, Ton Es; beide Glocken wurden [[1628]] von Erzbischof Paris Graf Lodron geweiht und von [[Wolfgang Neidhart|Wolfgang]] und [[Johann Neidhart]] gegossen.
 
 
[[1942]], im Zweiten Weltkrieg, mussten bis auf zwei Glocken alle abgeliefert werden. Es blieben die ''Marienglocke'' (Frauenglocke): Gewicht 4.008 kg, Ton B; und die ''Virgiliusglocke'': Gewicht 1.648 kg, Ton Es; beide Glocken wurden [[1628]] von Erzbischof Paris Graf Lodron geweiht und von [[Wolfgang Neidhart|Wolfgang]] und [[Johann Neidhart]] gegossen.
 
  
 
Am Rupertusfest [[1961]] wurden fünf neue Glocken geweiht:  
 
Am Rupertusfest [[1961]] wurden fünf neue Glocken geweiht:  
* Die ''Salvatorglocke'': Gewicht: 14.256 kg, Ton Es; gestiftet von der gesamten [[Erzdiözese Salzburg]]
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* Die ''Salvatorglocke'': Gewicht: 14&nbsp;256 kg, Ton Es; gestiftet von der gesamten [[Erzdiözese Salzburg]]
* Die ''Rupertusglocke'': Gewicht: 8.273 kg, Ton Ges; gestiftet von der [[Salzburger Sparkasse]]
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* Die ''Rupertusglocke'': Gewicht: 8&nbsp;273 kg, Ton Ges; gestiftet von der [[Salzburger Sparkasse]]
* Die ''Josephiglocke'':  Gewicht: 2.518 kg, Ton Des; gestiftet von der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Handelskammer]]
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* Die ''Josephiglocke'':  Gewicht: 2&nbsp;518 kg, Ton Des; gestiftet von der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Handelskammer]]
* Die ''Leonhardiglocke'': Gewicht: 1.025 kg, Ton Ges; gestiftet von der [[Salzburger Landwirtschaftskammer]]
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* Die ''Leonhardiglocke'': Gewicht: 1&nbsp;025 kg, Ton Ges; gestiftet von der [[Salzburger Landwirtschaftskammer]]
 
* Die ''Barbaraglocke'': Gewicht: 715, Ton As; gestiftet von der Dompfarre
 
* Die ''Barbaraglocke'': Gewicht: 715, Ton As; gestiftet von der Dompfarre
  
Diese Glocken wurden von der Salzburger [[Glockengießerei Oberascher]] hergestellt.
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Diese Glocken wurden von der Salzburger [[Glockengießerei Oberascher]] hergestellt.  
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Die Schlagglocken sind die ''Rupertusglocke'' für den Stundenschlag, die ''Josephiglocke'' für den Viertelstundenschlag und die ''Salvatorglocke'', die  
 
Die Schlagglocken sind die ''Rupertusglocke'' für den Stundenschlag, die ''Josephiglocke'' für den Viertelstundenschlag und die ''Salvatorglocke'', die  
 
* nur an hohen Festtagen und beim Einzug des Erzbischofs in den Dom geläutet wird;
 
* nur an hohen Festtagen und beim Einzug des Erzbischofs in den Dom geläutet wird;
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Im Dom befinden sich neben der Hauptorgel noch vier Orgeln in der Vierung unter der Domkuppel.
 
Im Dom befinden sich neben der Hauptorgel noch vier Orgeln in der Vierung unter der Domkuppel.
  
==Daten==
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==Daten des Doms==
 
:Länge: 101 m
 
:Länge: 101 m
 
:Querschiff: 68 m
 
:Querschiff: 68 m
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:Platz für 10&nbsp;000 Menschen
 
:Platz für 10&nbsp;000 Menschen
  
==Salzburger Domkapitel==
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== Dommuseum ==
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Domkapitel]]''
+
:'' Hauptartikel: [[Salzburger Dommuseum]]''
 
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Der Eingang zum Dommuseum, das sich im Inneren des Doms befindet, ist rechts vom Haupteingang in den Dom.
Das Salzburger Domkapitel wählt seit [[1312]] den [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]].
 
  
==Domplatz==
+
== Krypta ==
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Domplatz]]''
+
:''Hauptartikel: [[Domkrypta]]''
Der allseitig geschlossene Salzburger Domplatz vor der Domfassade ist seit [[1920]] alljährlich der Rahmen der [[Salzburger Festspiele|Festspielaufführungen]] des "[[Jedermann]]". Im Mittelpunkt befindet sich die [[Mariensäule am Domplatz|Mariensäule]].
+
Die Krypta in der heutigen Form besteht erst seit der Wiedereröffnung des Domes im Jahr 1959.  
  
 
==Bilder==
 
==Bilder==
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*Beitrag aus [[Altstadt]] von Salzburg
 
*Beitrag aus [[Altstadt]] von Salzburg
 
*[[Salzburger Nachrichten]] vom [[2. Mai]] [[1959]], Seite 5
 
*[[Salzburger Nachrichten]] vom [[2. Mai]] [[1959]], Seite 5
 +
* ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage)
 
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
{{Quelle Salzburgs Synchronik}}
 
{{Quelle Salzburgs Synchronik}}

Version vom 17. Dezember 2012, 15:18 Uhr


Mit dieser Vorlage kannst du YouTube-Videos in das SALZBURGWIKI einfügen:

{{#ev:youtube|s-wuuSeKdGA|280|right|Name des Videos; 09:30 min Video}}

s-wuuSeKdGA - das ist der Video-Link

09:30 min Video - hier sollte die Länge des Videos eingetragen werden


Blick über die Dächer des Stieglkellers
der Salzburger Dom vom Kapuzinerberg aus gesehen, die kleine rote Kirche links im Vordergrund ist die erste Pfarrkirche von Salzburg, die St. Michaelskirche
Der Domplatz mit dem Dom
Datei:Dom Salzburg Residenzplatz.jpg
der Salzburger Dom von der Ecke Richtung Alter Markt gesehen, im Bild der 2009/2010 renovierte Residenzbrunnen, rechts die nördlichen Dombögen
der Dom im Morgennebel
der Salzburger Dom vom Glockenturm des Salzburger Rathauses gesehen
winterlicher Salzburger Dom bei Nacht, Blick über den Domplatz und die winterfest gemachte Mariensäule am Domplatz
Festmesse in Salzburger Dom

Der Salzburger Dom ist das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg. Er ist dem hl.Rupert und dem hl. Virgil geweiht.

Lage

Der Dom befindet sich in der linksufrigen Altstadt von Salzburg, unterhalb der Festung Hohensalzburg. Er ist im Norden vom Residenzplatz, im Süden vom Kapitelplatz, im Osten von der Neuen Residenz mit Glockenspiel und im Westen vom Domplatz umgeben. Durch die Dombögen ist er im Norden mit der alten Residenz und im Süden mit der Benediktiner-Erzabtei St. Peter verbunden.

Geschichte

Im Verlauf der Jahrhunderte gab es mehrere Vorläuferbauten des heutigen Doms.

Peterskirche

Rupert von Worms ließ Anfang des 8. Jahrhunderts die erste Kirche an jener Stelle errichten, an der sich der heutige Dom befindet. Es war die dem hl. Petrus geweihte Peterskirche, die schon damals beachtliche Ausmaße hatte.

Virgilianische Dom

Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes[1], der bereits als Dom konzipiert war, wurde von 767 bis 774 unter Bischof Virgil errichtet und gehörte mit seinen drei Kirchenschiffen zu den drei größten Kirchenbauten des 8. Jahrhunderts: 66 Meter lang und 33 Meter breit, was einer Fläche von 2 178 m² entspricht. Er war die erste Basilika[2] im ostfränkischen Reich. 1139 wurde er mit zwei hohen Kirchtürmen versehen. Anlässlich der Einweihung am 24. September (dem wahrscheinlich richtigen Datum, andere Quellen berichten vom 25. September) 774 ließ Virgil die Gebeine von Rupert von Worms aus der Stiftskirche St. Peter in den neuen Dom überführen.

Allerdings war dieser erste Dom noch dem hl. Petrus geweiht, Rupert war nur Nebenpatron.[3] Doch schon 845 brannte dieser Bau nach Blitzschlag unter Erzbischof Liupram ab.

Hartwig-Dom

Unter Erzbischof Hartwig entstand wieder ein neuer Dom, auch Salzburger Münster genannt, der jedoch 1167 abermals zerstört wurde, diesmal von den Grafen von Plain[4]. Man vermutet, dass der romanische Löwe im Toreingang zum Langenhof in der Sigmund-Haffner-Gasse noch von diesem Dom stammt. Der Neubau unter Hartwig betraf vor allem das Westwerk und den Priesterchor.

Konradinischer Dom

Hauptartikel: Konradinischer Dom

Auf den Resten es Hartwig-Doms wurde unter Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach 1177 der noch stattlichere Konradinische Dom errichtet, die damals mit 5 200 qm größte Basilika nördlich der Alpen: 122 m Gesamtlänge, 48 m Langhausbreite und 57,5 m Querhauslänge;

Neubaupläne des Erzbischofs Wolf Dietrich

Als der Dom bei einem Brand 1598 schwer beschädigt wurde, ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Dazu ließ er auch Teile der mittelalterlichen Stadt sowie den Domfriedhof (heute Residenzplatz) abreißen, die heute als Plätze rund um den Dom geblieben sind. Besonders der rücksichtslose Abriss des Domfriedhofs (der ja damals auch der Stadtfriedhof war) schmerzt noch heute, da alle Grabmäler von vorher (der Erzbischöfe, Domherren und namhafter Salzburger Bürger) zerstört wurden und somit der Nachwelt nicht mehr erhalten blieben. Dombaumeister Vincenzo Scamozzi, den Wolf Dietrich 1604 engagierte, fertigte die ersten Baupläne an, die er dem Fürsterzbischof bis 1606/1607 lieferte. Doch durch die Gefangennahme und Absetzung Wolf Dietrichs 1611 wurde der Bau vorerst gestoppt.

Der heutige Salzburger Dom

Sein Nachfolger, Fürsterzbischof Markus Sittikus, entfernte aber die fertig gestellten ersten Fundamente und begann mit der Errichtung eines kleineren Dombauwerks. Dieser Dombau, der nun von Dombaumeister Santino Solari geplant wurde, konnte am 25. September 1628 unter Paris Lodron eingeweiht werden. die Stadt feierte eines der größten Feste, die es je in Salzburg gegeben hat

Am 18. Februar 1663 brauste ein Orkan über Salzburg, der das Kupferdach des Doms zerstörte, die Kirchtürme von St. Andrä und St. Johannes am Imberg mitsamt den Glocken auf die umliegenden Häuser warf.

Bereits am 15. Juli 1945 begannen die Instandsetzungsarbeiten am Dom, der durch Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Am 26. Mai 1949 nahmen dann 35 000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem nach einem großen Festzug Fürsterzbischof Andreas Rohrachers das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen wird. Nach nahezu 15jähriger Wiederaufbauzeit fand am 1. Mai 1959 der erste Gottesdienst, abgehalten von Erzbischof Rohracher, statt.

Renovierungen

In den Jahren 1897 bis 1901 wurde der Dom renoviert[5]. Von 1995 bis 1998 kam es zu einer kompletten Außenrenovierung. Leider waren dabei einige Arbeiten offensichtlich nicht fachgerecht durchgeführt worden und es kam unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten zu Folgeschäden. Dies führte zu jahrelange Streitigkeiten mit den ausführenden Baufirmen.

Schließlich kam es aufgrund von Sturmschäden 2007 zu einer neuerlichen, größeren Renovierung. Neben der Behebung der Schäden von der Renovierung in den 1990er Jahren wurde noch das Dach erneuert, das zuletzt 1920 erneuert worden war. Allein das Dach hat, ohne Kuppel und Türme, eine Fläche von 4 359 m³. Von den "Altschäden" der Renovierung 1995/1998 seien erwähnt: es mussten 12,8 Kilometer (!) Fugen geöffnet und wieder geschlossen werden, es kam zur Reinigung und Entfernung der Imprägnierung, die Balustraden und Balkone mussten abgenommen und neu montiert werden und es kam zur Abdeckung aller Gesimse mit mehr als 13 Tonnen Bleidach; daneben fielen zahlreiche Steinergänzungen an und es wurde eine Taubenabwehr angebracht[6].

Die zehn Brände im Dom

Hauptartikel: Brände Salzburger Dom

Der erste Dom von Bischof Virgil stand kaum 70 Jahre, als 845 ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Das war der erste von bis heute zehn Bränden, wovon sich der letzte nach einem amerikanischen Bombentreffer am 16. Oktober 1944 ereignete.

Ausstattung

Innenraum mit zwei der vier Vierungsorgeln
Blick in die Kuppel des Doms

Die Fassade

Die geschlossene Marmorfassade der Stirnseite mit ihren beiderseitigen achteckigen Kirchtürmen und den vier Marmorfiguren bei den Eingängen blickt zum allseits umschlossenen Domplatz. Die Fassade besteht aus weißrosa Untersberger Marmor, während der restliche Bau aus Nagelfluh (Konglomerat) besteht. Sie besteht aus zwei Geschoßen mit zwei flankierenden Türmen. Die Fensterrahmen sind mit Löwen- und Steinbockköpfen verziert, den Wappentieren des Erzstifts und des Erbauers, Markus Sittikus. Die beiden großen Wappen über dem zweiten Geschoß zwischen den beiden Türmen sind die Wappen von Hohenems und Lodron, über denen eine große Salvatorfigur steht, flankiert von Statuen von Moses und Elias.

An der Außenseite des zweiten Geschoßes sind Figuren der vier Evangelisten zu sehen. Die Eingangsportale zum Dom werden von vier Kolossalfiguren geschmückt: Die beiden äußeren Figuren stellen die Kirchenpatrone Rupertus mit der Salzkufe und Virgil mit dem Dom dar. Diese Arbeiten werden Bartlmä van Opstal (um 1660) zugeschrieben, hingegen die beiden inneren Statuen, Petrus und Paulus, dem Salzburger Bildhauer Bernhard Michael Mandl (1697).

Die beiden Wappen über dem linken und rechten Portal weisen auf die Fürsterzbischöfe Guidobald Graf von Thun und Hohenstein und Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein hin.

Das Innere

Nachdem man eine Vorhalle durchquert hat, steht man im Mittelschiff, einer hohen tonnengewölbten Halle. Im vorderen Teil des Dom wölbt sich die achtseitige Vierungskuppel. Die Decken sind mit Stukkaturen bedeckt, die von Andrea Orsolini und Giuseppe Bassarino 1631 bis 1635 und mit anderen Bildhauern aus Italien gefertigt wurden.

Die Deckengemälde im Querschiff wurden von Donato Mascagni, einem Servitenmönch aus Florenz (Toskana, Italien), und von Antonio Solari, einem Sohn des Dombaumeisters Santino Solari, um 1630 gemalt.

Im Chorrund befinden sich Denkmäler für verstorbene (Fürst)Erzbischöfe in zweierlei Arten: einmal noch fast altarartig (von 1622 bis 1727 verwendet) und einmal in noch prächtigerer Art ausgeführte Wandgrabmäler. Es sind die Denkmäler für die Fürsterzbischöfe Markus Sittikus von Hohenems, Guidobald Graf von Thun und Hohenstein, Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg, Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, Franz Anton Fürst Harrach, Leopold Anton Freiherrn von Firmian, Jakob Ernst Graf Liechtenstein, Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein und Sigismund III. Christian Graf Schrattenbach.

Chorgestühl und Kanzel sind aus dem Jahr 1859.

Das Taufbecken

Taufbecken des Salzburger Doms

In der ersten Kapelle links vom Eingang hat sich der einzige Rest der Einrichtung des virgilianischen Doms im heutigen Bau erhalten, das bronzene Taufbecken. Das runde Becken wird von vier liegenden Löwen getragen. Die Außenwand des Beckens ist in 16 Pilaster gegliedert. Diese sind Stützen für gedrückte, als Schriftbänder verwendete Rundbogen, die Figuren von Bischöfen (Patrone und Heilige Salzburgs) zeigen.

Die Löwen sind Werke des 12. Jahrhunderts, das Becken wurde von einem sonst nicht näher nachweisbaren Meister Heinrich 1321 geschaffen, der Decken erst 1959.

Die Domglocken

Das Glockengeläut besteht aus sieben Glocken. 1942, im Zweiten Weltkrieg, mussten bis auf zwei Glocken alle abgeliefert werden. Es blieben die Marienglocke (Frauenglocke): Gewicht 4 008 kg, Ton B; und die Virgiliusglocke: Gewicht 1 648 kg, Ton Es; beide Glocken wurden 1628 von Erzbischof Paris Graf Lodron geweiht und von Wolfgang und Johann Neidhart gegossen.

Am Rupertusfest 1961 wurden fünf neue Glocken geweiht:

Diese Glocken wurden von der Salzburger Glockengießerei Oberascher hergestellt.

Die Schlagglocken sind die Rupertusglocke für den Stundenschlag, die Josephiglocke für den Viertelstundenschlag und die Salvatorglocke, die

  • nur an hohen Festtagen und beim Einzug des Erzbischofs in den Dom geläutet wird;
  • an Sonn- und Feiertagen die Gläubigen zum Gebet ruft.

Domorgel

Hauptartikel: Salzburger Domorgel

Im Dom befinden sich neben der Hauptorgel noch vier Orgeln in der Vierung unter der Domkuppel.

Daten des Doms

Länge: 101 m
Querschiff: 68 m
Türme: 81 m hoch
Kuppel: 71 m hoch
Hauptschiff: 32 m hoch
11 Altäre
Platz für 10 000 Menschen

Dommuseum

Hauptartikel: Salzburger Dommuseum

Der Eingang zum Dommuseum, das sich im Inneren des Doms befindet, ist rechts vom Haupteingang in den Dom.

Krypta

Hauptartikel: Domkrypta

Die Krypta in der heutigen Form besteht erst seit der Wiedereröffnung des Domes im Jahr 1959.

Bilder

Video

Bitte den Wiedergabe-Knopf drücken, um ein kurzes Video über die Salvatorglocke anzusehen: <video>http://www.salzburg.com/sn/nwas/OnlineMappen_scom3/interaktiv/videos/salzburgwiki_salvatorglocke.wmv%7Cdownload</video>

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Weblinks

Fußnote

  1. Erklärung Dom, siehe Wikipedia Dom
  2. ein Bautyp, siehe Wikipedia Basilika Bautyp
  3. Quelle Salzburger Nachrichten, 3. Oktober 2009
  4. siehe Konrad II. von Babenberg
  5. Quelle Buch Salzburger Fotografien 1880 - 1918, Seite 22
  6. Quelle Salzburger Nachrichten, 30. Juni 2009