Hintersee (Ort)
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Salzburg-Land (SL) |
| Fläche: | 47,44 km² |
| Geografische Koordinaten: | 47° 42' N, 13° 16' O |
| Höhe: | 746 m ü. A. |
| Einwohner: | 460 (Volkszählung 2001) |
| Postleitzahl: | 5324 |
| Vorwahl: | 0 62 24 |
| Gemeindekennziffer: | 5 03 18 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 2 Katastralgemeinden: Hintersee, Lämmerbach |
| Gemeindeamt: | 5324 Hintersee, Lämmerbach 50 |
| Offizielle Website: | www.hintersee.salzburg.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Paul Weissenbacher (ÖVP) |
| Gemeinderat (2009): | 9 Mitglieder: 4 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ |
Hintersee liegt im Südosten des Flachgaus auf einer Seehöhe von 746 m ü. A. und ist mit nur 460 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinde im Land Salzburg.
Geografie
Geografische Lage
Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 m ü. A.. Der niedrigste Punkt ist am Ufer des Hintersees auf 688 m ü. A., die höchste Erhebung ist das Gennerhorn mit 1.735 m ü. A.. Hausberg ist der 1.249 m ü. A. hohe Feichtenstein, der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist.
Ortsgliederung
Hintersee teilt sich seit 1920 in zwei Katastralgemeinden: Lämmerbach und Hintersee. Weiter Ortsteile sind Oberasch, Leiten, Mühlviertel und Bärnau. Nachbargemeinden sind Faistenau, Krispl, Abtenau, Sankt Kolomann und Sankt Gilgen,
Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 700. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu Bayern, als Herzog Theodebert von Bayern die Gegend zwischen Gaisberg und Abersee mit Thalgau und Elsenwang dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen.
Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau sondern auch von Abtenau aus. Erst im 12. Jahrhundert stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift.
Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der Salzbergbau am Dürrnberg bei Hallein, für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde. Dadurch musste die Rohdung vorangetrieben werden und immer mehr Menschen kamen aus verschiedensten Gegenden nach Hintersee.
Gerichtsmäßig war die Gemeinde dem Pfleggericht Wartenfels zugeordnet.
Steuerbuch von 1336
Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von 1336 beziehen. Zu dieser Zeit waren die Grundherren die Herren von Thurn (Sankt Jakob am Thurn. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, so viel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach (Lämmerbach), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am Schmittenstein. Letztere bestand schon zur Römerzeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde Sankt Koloman.
Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr 1584 zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und Flachs an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturlaienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt.
Ab 1612 waren die Hinterseer dem Domkapitel höchst persönlich unterstellt, bis das Salzburger Fürsterzbistum 1803 ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst 1848 wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt.
Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte
Nicht belegbar ist, ob Hintersee in Bauernkriege verwickelt war. Es gibt Aufzeichnungen, wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den Bauernkrieg 1526 involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor.
Auch ob die Pestepidemie von 1628, die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren 1740 bis 44 gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken.
Kriegs- und Notzeiten
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49.000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6.000, davon waren elf aus Hintersee. In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von Lebensmittelkarten zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt.
Auch in der Zwischenkriegszeit herrschte große Not, vor allem in den Jahren 1934 bis 1938. Zu spüren bekam man besondern die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu betteln. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar 1919 riss ein Sturm 40.000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte.
Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien.
Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab 1944 geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und Tiefbrunnau bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Er konnte allerdings gerettet werden.
Religionen
Die Pfarrkirche Hintersee
Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo ließ 1785 die sehr schlicht gehaltene und mit einem kleinen Kirchhof ausgestattete Pfarrkirche von Hintersee erbauen. Sie wurde den heiligen Leonhard und Georg geweiht. Zuvor gingen die Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach Faistenau zum Gottesdienst, wo ab 1632 ein im Ort lebender Pfarrer weilte. Der wohl bekannteste Pfarrer von Hintersee war einer der beiden Schöpfer des weltbekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht, Heilige Nacht, Joseph Mohr. Er betreute die Pfarre Hintersee neun Jahre und war als sehr sozial eingestellter Mensch bekannt.
Seit 14. September 2008 gibt es in Hintersee und Faistenau einen neuen Pfarrer: Manfred Neulinger. Dechant Roither ist seit Anfang September im Ruhestand.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Joseph-Mohr-Haus
Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist das Joseph-Mohr-Haus, das nach dem berühmten Textdichter des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" benannt ist. Das 1999 eröffnete Haus entstand aus den ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gasthof Hintersee und beheimatet seitdem eine Dauerausstellung für Joseph Mohr und ein Puppenstubenmuseum. Zusätzlich wird es für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt.
Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen
Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze und Marterl, die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Marterl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der Ladenbergalm, der Genneralm und der Gruberalm.
Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen.
Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde.
Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die Weberkapelle beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die Hubertuskapelle nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde 1984 von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus, dem Schutzheiliger der Jäger, erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den 1. Oktober eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt.
Naturdenkmäler
Brauchtum
Nach wie vor ist das Brauchtum in Hintersee sehr lebendig. Viele kirchliche und weltliche Feste prägen das Jahr. Ein ganz besonderer und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter Brauch ist der Hinterseer Palmeselritt am Palmsonntag, der vom damaligen Pfarrer Prof. Franz Krispler 1980 wieder eingeführt wurde.
Hierbei handelt es sich um eine Nachstellung des Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem. Der älteste Ministrant reitet als Araber verkleidet auf einem Esel vom Feuerwehrhaus, wo die Palmbuschen gesegnet werden, begleitet von der Trachtenmusikkapelle und den Gläubigen zur Kirche, wo der Gottesdienst gefeiert wird. Vorher muss aber immer noch der Esel vom Jodlbauern, der unweit vom Feuerwehrhaus steht, abgeholt werden. Das ist Aufgabe der Kinder mit ihren Palmbuschen, die den Pfarrer auf diesem Weg begleiten.
Die Hinterseer Palmbuschen bestehen aus Palmzweigen, Buchs, Eibe, Kranewett, Zeder, Stechpalme und Segenbaum, die mittels einer Weidengerste zu einem Buschen gebunden und dann auf einem Haselstecken befestigt werden. Zur Verzierung verwendet man bunte Kienspäne. Die geweihten Palmbuschen werden dann am Morgen des Karfreitag noch vor Sonnenaufgang auf die Felder gesteckt, um ein fruchtbares Jahr zu erbitten.
Vereine
Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionalen Brauchtums, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist.
- Freiwillige Feuerwehr Hintersee
- - Gründung: 1912
- - Kommandant: OBI Johannes Itzlinger
- - Ehrenkommandant: BI Hugo Oberascher
- Österreichischer Kameradschaftsbund Hintersee (ÖKB)
- - Gründung: 1952
- - Obmann: Bernhard Weissenbacher
- - Ehrenobmann: Leonhard Kloiber sen.
- - Ehrenmitglieder: Vockner Franz, Mösenbichler Erasmus†, Aschauer Johann†, Brawisch Josef†, Oberascher Ernst, Ing. Karrer Rudolf, Walkner Matthäus, Pfarrer Günter Benes, Hugo Oberascher
- Trachtenmusikkapelle Hintersee
- - Gründung: 1905
- - Obmann: Leonhard Klooiber jun.
- - Kapellmeister: Stefan Weißenbacher
- - Ehrenmitglieder: Erasmus Mösenbichler†, Eduard Ebner, Oberascher Stefan, Ebner Matthias
- Prangerstutzenschützen Hintersee
- - Gründung: 1909
- - Hauptmann: Matthias Itzlinger
- Brauchtumsgruppe Hintersee
- - Gründung: 1976
- - Obmann: Walter Itzlinger
- ASKÖ - ESV Hintersee
- -Gründung: 1993
- -Obmann: Josef Kloiber
- -Gründungs- und Ehrenobmann: Bernhard Weissenbacher (1993-2002)
- -Ehrenmitglied: Pfarrer Günter Benes (Obmann 2003-2004)
- Salzburger Bildungswerk (SBW)
- - Gründung 1980
- - Leiter: Brigitte Weissenbacher
- - Gründungsleiter: VD Erasmus Rettenbacher (1980-1996)
- Imkerverein Hintersee
- - Gründung 19XX
- - Obmann Martin Kloiber
- Union Sportverein Hintersee
- - Gründung 1977
- - Obmann: Hans Kaltenberger
- - Ehrenobmann: Josef Kloiber
- Kulturverein Hintersee
- - Gründung 1999
- - Obfrau: Brigitte Weissenbacher
- - Gründungsobmann: Otto Oberascher
- HinseeSinger
- - Gründung 2009
- - Obfrau: Petra Ebner
- - Chorleiterin: Herta Aigner
- Feichtenstoa Teifin (Krampusverein)
- - Gründung 2010
- - Obmann: Andreas Wibner
Regelmäßige Veranstaltungen
- 1.Mai: alljährliches Maibaumauftellen durch die Brauchtumsgruppe
- Bartholomäkirtag am letzten Sonntag im August: seit 1838 bieten Marktfahrer und Ortsvereine auf diesem Kirtag ihre Waren an
- Heimkehrermesse auf dem Feichtenstein: seit 1966 wird zum Dank aus dem Krieg heimkehren zu dürfen eine Messe gefeiert. Seit einigen Jahren nimmt auch
Partnerkameradschaft Faistenau an der Messe der Kameradschaft Hintersee teil.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bereits in den 1950er Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit 1977 wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die Skischaukel Gaißau-Hintersee errichtete. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Skhigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.
Neben dem Fremdenverkehr prägte vor allem die Land- und Forstwirtschaft die Gemeinde. Lange Zeit bestanden die Sägewerk Putz und Ebner in Lämmerbach. Von den ehemals drei Krämereien schloss die Letzte 1998, bis Mitte der 1980er Jahre bestand in Hintersee auch ein Caféhaus und eine Diskothek, bis 1996 gab es eine eigene Poststelle, 2004 hat auch die Filiale der Raiffeisenkasse geschlossen. Erwähnenswert ist mit Sicherheit, dass es zurzeit mit dem Gasthof Hintersee, dem Lindenwirt und dem Kurvenwirt drei Gasthäuser gibt.
Seit dem Jahr 2008 ist bekannt dass in Hintersee und Faistenau zwei Hotels mit jeweils 240 Betten errichtet werden sollen. Die seit 1990 ständig rückläufigen Gästenächtigungen sollen damit aufgehalten werden und die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Siehe dazu Spa Hotel Rosenlehen.
Einen großen Anteil an der Infrastruktur der Gemeinde hat die 1948 gegründete Firma Erdbewegungen Weikl. Sie baute viele Straße in Hintersee und auch in Faistenau und ist zusätzlich mit der Schneeräumung sämtlicher Haupt-, Nebenstraßen und Parkplätzen betraut.
Politik
- Bürgermeister ist seit 2009 Paul Weissenbacher (ÖVP), der den seit 1994 amtierenden Heinrich Oberascher (SPÖ) bei der Bürgermeisterwahl 2009 entthronen konnte.
- Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern: 4 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ, nachdem sie bei der Gemeindevertretungswahl 2009 wieder den Einzug ins Ortsparlament schaffte.
Bürgermeister
- Josef Oberascher, Forstarbeiter (SPÖ) bis 1938
- Sebastian Helminger, Gastwirt (NSDAP) 1938 bis 1945
- Matthäus Walkner, Landwirt (ÖVP) 1945 bis 1950
- Sebastian Helminger, Gastwirt und Autobusunternehmer (ÖVP) 1950 bis 1970
- Andreas Oberascher,Landwirt (ÖVP) 1970 bis 1980
- Eduard Ebner, Sägewerksmeister (ÖVP) 1980 bis 1994
- Heinrich Oberascher, Forstfacharbeiter (SPÖ) 1994 bis 2009
- Paul Weissenbacher (ÖVP) seit 2009
Vizebürgermeister
- Rudolf Katholnigg, Volksschuldirektor (SPÖ) 1950 bis 1979
- Hugo Oberascher, Zimmermann (SPÖ) 1979 bis 1984
- Josef Kühleitner, Maurer (SPÖ) 1984 bis 1994
- Otto Oberascher, Jäger (ÖVP) 1994 bis 2008
- Paul Weissenbacher, Selbstständig (ÖVP) 2008 bis 2009
- Wolfgang Reiter, Selbstständig (SPÖ) seit 2009
Wappen
Im roten Schild auf grünem Schildfußboden nebeneinander drei grüne Fichten, dahinter ein silberner (weißer) See.
Verleihung: 2. Oktober 1981
Der Legende nach standen früher im Ortszentrum, welches Feichten genannt wurde, drei mächtige Fichten (im Volksmund "Feichten"). Auf diesem Platz, so heißt es weiter, wurde später die Pfarrkirche errichtet. Der heutige Name Hintersee entstand erst im frühen 19. Jahrhundert, wobei der See im Namen auf das Dorf hinter dem See hinweisen soll.
Persönlichkeiten
Joseph Mohr in Hintersee
Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht", Joseph Mohr, war über neun Jahre vom 19. Dezember 1827 bis 14. Februar 1837 in Hintersee als Pfarrvikar tätig.
Mohr kam damals in eine ärmliche, nur 272 Einwohner zählende Gemeinde, deren Bevölkerung von der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft lebte. Der sehr sozial eingestellte Priester bemühte sich in erster Linie um die Schulkinder, was ihm oft Auseinandersetzungen mit dem Messnerknecht und Lehrer einbrachte. Ebenfalls engagierte er sich für kinderreiche arme Familie indem er ihnen Fleisch, das er bei Wilderern kaufte, schenkte. Mohr wurde angezeigt und kam mit dem Gesetz in Schwierigkeiten.
Am 15. Februar 1837 übersiedelte er nach Wagrain im Pongau.
Bildergalerie
Weblinks
Quelle
- Chronik der Gemeinde Hintersee
| Städte und Gemeinden im Flachgau | |
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Stadtgemeinden:
Neumarkt am Wallersee ∙
Oberndorf bei Salzburg ∙
Seekirchen am Wallersee
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