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| | [[Datei:Waagplatz DSC 0127.JPG|thumb|Das "Schaffner-Haus" Waagplatz 2]]{{Googlemapsort|5020+Salzburg+Waagplatz_2}} | | [[Datei:Waagplatz DSC 0127.JPG|thumb|Das "Schaffner-Haus" Waagplatz 2]]{{Googlemapsort|5020+Salzburg+Waagplatz_2}} |
| − | Das '''Schaffner-Haus''' ist ein unter [[Denkmalschutz]] stehendes historisches Gebäude in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] am [[Waagplatz]] Nr. 2. | + | Das '''Schaffner-Haus''' ist ein unter [[Denkmalschutz]] stehendes historisches Gebäude in der [[Salzburger Altstadt]] am [[Waagplatz]] Nr. 2. |
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| | == Einleitung == | | == Einleitung == |
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| | [[Erzbischof]] [[Friedrich III. von Leibnitz]] tauschte [[1327]] mit dem [[Benediktinerstift Admont]] deren älteren [[Admonter Hof]], um das [[Bürgerspital St. Blasius]] zu errichten, gegen zwei Häuser am Brotmarkt, ein steinernes und ein hölzernes. Daher kommt auch der Name "(jüngerer) Admonter Hof"<!-- wenn beide Gebäude an Admont gingen, müssten doch wohl beide Gebäude so geheißen haben: (für das hintere Gebäude) -->. | | [[Erzbischof]] [[Friedrich III. von Leibnitz]] tauschte [[1327]] mit dem [[Benediktinerstift Admont]] deren älteren [[Admonter Hof]], um das [[Bürgerspital St. Blasius]] zu errichten, gegen zwei Häuser am Brotmarkt, ein steinernes und ein hölzernes. Daher kommt auch der Name "(jüngerer) Admonter Hof"<!-- wenn beide Gebäude an Admont gingen, müssten doch wohl beide Gebäude so geheißen haben: (für das hintere Gebäude) -->. |
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| − | [[1412]] gab Abt <span style="color:green">Georg Lueger</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Georg Lueger]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> von Admont das Haus dem Goldschmied Peter zu ''Leibgeding'' (auf drei ''Leib'': Peter, seiner Frau und Schwester). | + | [[1412]] gab Abt <span style="color:green">Georg Lueger</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Georg Lueger]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> von Admont das Haus dem Goldschmied Peter zu ''Leibgeding'' (auf drei ''Leib'': Peter, seiner Frau und Schwester). |
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| | [[1443]] bekam die Hälfte des Hauses der Maler Hanns Mynner zu Erbrecht, die andere Hälfte Oswald Kramer. | | [[1443]] bekam die Hälfte des Hauses der Maler Hanns Mynner zu Erbrecht, die andere Hälfte Oswald Kramer. |
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| | Aber noch zu dieser Zeit bestand die Verpflichtung, Mönchen von Admont während ihres Aufenthalts in Salzburg mit ''Dach und Fach'' zu versorgen. | | Aber noch zu dieser Zeit bestand die Verpflichtung, Mönchen von Admont während ihres Aufenthalts in Salzburg mit ''Dach und Fach'' zu versorgen. |
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| − | [[1496]] findet sich die Erwähnung als ''des von Admont haws'', [[1514]] wohnte der abgedankte Abt <span style="color:green">Michael Kollin</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Michael Kollin]]</ref> im ''oberen Stübchen'' des Hauses. | + | [[1496]] findet sich die Erwähnung als ''des von Admont haws'', [[1514]] wohnte der abgedankte Abt <span style="color:green">Michael Kollin</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Michael Kollin]]</ref> im ''oberen Stübchen'' des Hauses. |
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| | [[1500]] erhielt Afra Stumpf das Gebäude zu Leibgeding, [[1526]] war es des ''Stumphen und Rudolph-haws''. | | [[1500]] erhielt Afra Stumpf das Gebäude zu Leibgeding, [[1526]] war es des ''Stumphen und Rudolph-haws''. |
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| | === Paurnfeind'sche Behausung === | | === Paurnfeind'sche Behausung === |
| − | [[1593]] erwarb es Wolf [[Paurnfeind|Baurnfeind]] durch Kauf, des Mathias Baurnfeind Witwe, geb. Zapler, wieder verheiratete [[Freysauff|''Fraißsauf'']], erhielt [[1641]] beide Häuser. | + | [[1593]] erwarb es Wolf [[Paurnfeind|Baurnfeind]] durch Kauf, des Mathias Baurnfeind Witwe, geborene Zapler, wieder verheiratete [[Freysauff|''Fraißsauf'']], erhielt [[1641]] beide Häuser. |
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| − | [[1647]] besaß Egidius Berner den hinten errichteten Neubau, das ''Bernerstöckl''. Seine Frau Sophia war eine Tochter Baurnfeinds. Frau von [[Kimpflern]], geb. Baurfeind, vereinigte dann [[1676]] beide Häuser zu einem Besitz.. | + | [[1647]] besaß Egidius Berner den hinten errichteten Neubau, das ''Bernerstöckl''. Seine Frau Sophia war eine Tochter Baurnfeinds. Frau von [[Kimpflern]], geborene Baurnfeind, vereinigte dann [[1676]] beide Häuser zu einem Besitz.. |
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| | Mehrere Verwandte erhielten die Gebäude und es kam immer wieder zu Teilungen. Auch wird wiederkehrend eine Unterscheidung zwischen dem vorderen (Waagplatz 2) und dem hinteren (heute Waagplatz 1a) Gebäude erwähnt. Bei den Teilungen des Hauses in ein vorderes, hinteres, in Böden, in Viertel, 32stel, 74stel wurden auch die Fischbehälter, die Keller, das Torwartzimmer, das Wagen-, Speise- und Käsegewölbe, der Stall, die Teile des Dachbodens den jeweiligen Eigentümern zugeschrieben. | | Mehrere Verwandte erhielten die Gebäude und es kam immer wieder zu Teilungen. Auch wird wiederkehrend eine Unterscheidung zwischen dem vorderen (Waagplatz 2) und dem hinteren (heute Waagplatz 1a) Gebäude erwähnt. Bei den Teilungen des Hauses in ein vorderes, hinteres, in Böden, in Viertel, 32stel, 74stel wurden auch die Fischbehälter, die Keller, das Torwartzimmer, das Wagen-, Speise- und Käsegewölbe, der Stall, die Teile des Dachbodens den jeweiligen Eigentümern zugeschrieben. |
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| | === Schaffner-Haus === | | === Schaffner-Haus === |
| − | [[1803]]/[[1804]] war die Caspar Freysauf'sche Handlung zusammen mit dem Haus an [[Franz Anton Schaffner]] verkauft worden, der die Handlung unter dem alten Namen weiterführte. Am [[1. Mai]] [[1815]] wurde sie aufgelöst und [[Franz Anton Schaffner]], der alleiniger Eigentümer von Haus und Handlung (Faktorei) blieb, führte das Geschäft nun unter seinem eigenen Namen als [[Franz Anton Schaffner'sche Handlung]] weiter. Er war mit Theresia, geb. [[Späth]] (die jüngere Schwester von [[Franz Xaver Späth]]) verheiratet, die von [[1837]] bis [[1841]] Haus und Handlung besaß und zusammen mit dem Prokuristen Alois Hauptmann bis zu ihrem Tod [[1870]] führte. | + | [[1803]]/[[1804]] war die Caspar Freysauf'sche Handlung zusammen mit dem Haus an [[Franz Anton Schaffner]] verkauft worden, der die Handlung unter dem alten Namen weiterführte. Am [[1. Mai]] [[1815]] wurde sie aufgelöst und [[Franz Anton Schaffner]], der alleiniger Eigentümer von Haus und Handlung (Faktorei) blieb, führte das Geschäft nun unter seinem eigenen Namen als [[Franz Anton Schaffner'sche Handlung]] weiter. Er war mit Theresia, geborene [[Späth]] (die jüngere Schwester von [[Franz Xaver Späth]]) verheiratet, die von [[1837]] bis [[1841]] Haus und Handlung besaß und zusammen mit dem Prokuristen Alois Hauptmann bis zu ihrem Tod [[1870]] führte. |
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| − | Nach dem Tod von Therese Schaffner die Ältere [[1870]] <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700516&query=%22Schaffner%22+%22Therese%22&ref=anno-search&seite=4 Salzburger Zeitung 16. Mai 1870]</ref> stand das Haus im September desselben Jahres im Besitz von Theresia Schaffner die Jüngere. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700910&query=%22Schaffner%22&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 10. September 1870]</ref> | + | Nach dem Tod von Therese Schaffner die Ältere [[1870]] <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700516&query=%22Schaffner%22+%22Therese%22&ref=anno-search&seite=4 Salzburger Zeitung 16. Mai 1870]</ref> stand das Haus im September desselben Jahres im Besitz von Theresia Schaffner die Jüngere. <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700910&query=%22Schaffner%22&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 10. September 1870]</ref> |
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| − | [[1877]] waren k.k. Landesgerichtsrat [[Karl Roll]] und [[Johann Haretsberger]] die Hausbesitzer.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18770913&query=%22Carl%22+%22Roll%22&ref=anno-search&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 13. September 1877]</ref> | + | [[1877]] waren k.k. Landesgerichtsrat [[Karl Roll]] und [[Johann Haretsberger]] die Hausbesitzer.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18770913&query=%22Carl%22+%22Roll%22&ref=anno-search&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 13. September 1877]</ref> |
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| | === Waagplatz 2 === | | === Waagplatz 2 === |
| − | [[1899]] ging der Besitz von Karl Roll durch Kauf auf [[Josef Wierer]] und [[Ernst Müller]], Buchdruckerei, über.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18990213&query=%22Schaffner%22&seite=4 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 13. Februar 1899]</ref> | + | [[1899]] ging der Besitz von Karl Roll durch Kauf auf [[Josef Wierer]] und [[Ernst Müller]], Buchdruckerei, über.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18990213&query=%22Schaffner%22&seite=4 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 13. Februar 1899]</ref> |
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| | [[1907]] erwarb Ernst Müller den Anteil von Josef Wierer. Der Sohn von Ernst Müller vereinigte später alle Liegenschaftsanteile inkl. Döllerergässchen 4 und vererbte sie an seine Kinder Leopoldine und Ernst (den Jüngeren). | | [[1907]] erwarb Ernst Müller den Anteil von Josef Wierer. Der Sohn von Ernst Müller vereinigte später alle Liegenschaftsanteile inkl. Döllerergässchen 4 und vererbte sie an seine Kinder Leopoldine und Ernst (den Jüngeren). |
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| | * [[Franz Anton Schaffner'sche Handlung]] | | * [[Franz Anton Schaffner'sche Handlung]] |
| | * [[Caspar Freysauf'sche Handlung]] | | * [[Caspar Freysauf'sche Handlung]] |
| − | * [https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_144_0145-0218.pdf www.zobodat.at: Die „Lebenserinnerungen“ des Franz Xaver Späth von Isolde Schlager-Dattenböck, Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Seite 151/152] | + | * [https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_144_0145-0218.pdf www.zobodat.at: Die "Lebenserinnerungen" des Franz Xaver Späth von Isolde Schlager-Dattenböck, Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Seite 151/152] |
| | * Die Einleitung stammt vom Text "Waagplatz" und dortigen Quellen | | * Die Einleitung stammt vom Text "Waagplatz" und dortigen Quellen |
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| | * Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=6&lat=47.79925&lon=13.04712&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg] | | * Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=6&lat=47.79925&lon=13.04712&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg] |
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| − | == Fußnote == | + | == Einzelnachweis == |
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