Anton Deutschmann

Anton Deutschmann (* 5. Mai 1897 in Weitwörth; † 11. Juni 1948 in Kaprun)[1] aus der Familie Deutschmann war Sattler und Riemenmeister.

Familie

Der Vater Rupert Deutschmann (* 30. Jänner 1870 in Weng[2]; † 7. Juni 1933 in St. Johann im Pongau[3]) war ein Direktor der Landwirtschaftskrankenkasse Salzburg, der Landeskrankenkasse St. Johann im Pongau und der Bezirkskrankenkasse für St. Johann und Radstadt, seine Mutter Maria Deutschmann (* 5. September 1875 in Obertrum am See; † 19. Oktober 1948 in St. Johann im Pongau)[2], geborene Gisshammer. Der Großvater Rupert Deutschmann senior (* 21. September 1829 in Goldegg[4]; † 21. Mai 1902 in Maxglan[5]) war Schneidermeister in Goldegg, 1866 Schneider in St. Johann im Pongau,[6] 1870 in Weng,[2] später in Maxglan,[7] seine Großmutter Magdalena Deutschmann (* 27. Juni 1835 in Bischofshofen; † 27. Mai 1914 in Maxglan)[8], geborene Brüggler. Die Schwester Maria Deutschmann (* 11. September 1902 in Munderfing Nr. 95, .)[9] war 1929 Beamtin beim Arbeitsamt Salzburg in der Hofstallkaserne (Kantinstöckl)[10] und später beim Arbeitsamt Bischofshofen.[11] [12] und sein Neffe Gerhard Deutschmann war Schauspieler.

Leben

Anton Deutschmann war zweimal verheiratet, das erste Mal (11. Dezember 1928 in der Stadtpfarrkirche St. Johann im Pongau) mit Maria Pöllitzer (* 2. Februar 1897; † 19. Februar 1939 in St. Johann im Pongau)[13], die ihm folgende Kinder gebar:

Am 17. Mai 1941 verheiratete er sich standesamtlich in Schwarzach im Pongau und am 25. Jänner 1942 kirchlich mit Maria Portenkirchner (* 8. September 1911 in Dienten; † 20. Oktober 1995 in St. Johann im Pongau), eine Enkelin von Josef Viehauser, Zachhof Bauer[14], Bruder von Jakob Viehauser[15][16][17] und Rupert Viehauser, Hirscheggerbauer (Erbhof).[18]. Gemeinsam hatten sie drei Kinder:

Von Maria in die Ehe mitgebrachte Kinder:

  • Leo Portenkirchner ∞ Katharina Kohl
  • Hermi (* 4. Juni 1939 in Bischofshofen[14]; † 26. Mai 2017 in Schwarzach im Pongau) ∞ Albin Wazlawik († 14. Oktober 2019), Kaufmann
    • Gernot Wazlawik, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Sowana

Anton Deutschmann war Sattler und Riemenmeister von 1920 bis 1924 in St. Johann im Pongau und von 1925 bis 1926 in Anthering)[19].

Als Mineur beim Bau des Tauernkraftwerkes am Wasserfallboden in Kaprun beschäftigt, stürzte er auf dem Weg zum Schrägaufzug unterhalb des Lagers Zeferet über die Lärchwand tödlich ab.[20]In der Barbarakapelle befindet sich eine versperrte Rolle mit den Namen der verunglückten Kraftwerksarbeiter der Jahre 1939 bis 1955, die alljährlich am Barbaratag zum Gedächtnisgottesdienst entnommen wird.

Anton Deutschmann war Teilnehmer am Ersten und Zweiten Weltkrieg. Nach elfeinhalbmonatiger italienischer Kriegsgefangenschaft 1919 heimgekehrt, welche er an verschiedenen Orten Oberitaliens, der Lombardei und Venetiens, teils bei Bauern, teils bei ärarischen Wiederaufbauungsarbeiten in Arbeit verbrachte und dabei im allgemeinen gute Behandlung fand.[21]Im Zweiten Weltkrieg war er ein Hauptfeldwebel der Wehrmacht, eine Dienststellungsbezeichnung für den Kompaniefeldwebel, auch "Spieß" oder "Mutter der Kompanie". Statuszeichen waren zwei parallel aufgenähte Kolbenringe an beiden Ärmelaufschlägen.

Quellen