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| − | Die '''Geschichte des Pinzgaus''' beginnt mit den [[Kelten]].
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| | == Namensherkunft == | | == Namensherkunft == |
| − | Nach dem Historiker [[Fritz Moosleitner]] ist der Name ''Pinzgau'' vom keltischen Stamm der [[Ambisonten]] abzuleiten<ref>Quelle SALZBURGWIKI-Artikel [[Biberg]] und dortige Quellen</ref>. | + | Nach dem Historiker [[Fritz Moosleitner]] ist der Name ''Pinzgau'' vom keltischen Stamm der [[Ambisonten]] abzuleiten<ref>Ausführlich in: Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: Von Bisons, Binsen, der Salzach und den Kelten. Der Name »Pinzgau«</ref>. |
| − | | + | == Urgeschichte == |
| − | == Geschichte == | |
| | Erste Spuren menschlicher Anwesenheit im Pinzgau wurden im [[Mitterpinzgau|nördlichen Pinzgau]] in [[Unken]] entdeckt. So konnten am [[Oberrainer Knogel]] unter einem (heute durch den Straßenbau unwiederbringlich zerstörten) Felsdach einer Halbhöhle ([[Abri von Unken|Abri]]) eine urzeitliche Feuerstelle mit über 4 500 Stein- und Knochengeräten, darunter ein aus einem Geweih angefertigtes Fragment einer Harpune, ausgegraben werden. Datierungen der Holzkohlereste ergaben für die Benützung dieser wohl als Rast- und Jagdstation genutzten Örtlichkeit einen Mittelwert von 11 500 Jahren vor heute. Eine mögliche Begehung des Pinzgaus vom Süden kann aufgrund einzelner Fundstellen auf Passhöhen etwa ab dem 8. Jahrtausend v. Chr. vermutet werden.<ref>Moser-Schmidl, Waltraud/Schebesta, Marcus (2018): [[Nationalpark Hohe Tauern]]: Wissenswert. Bericht zum archäologischen Survey am Übergang [[Felber Tauern]] (Ortsgemeinde [[Mittersill]]) [[28. August|28.08.]]–[[30. August|30.08.]][[2018]]; [[Fritz Moosleitner|Moosleitner, Fritz]] (1992): [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. In: [[Alois Eder|Eder, Alois]] (Red.): Chronik Saalfelden. Bd. I. [[Tyrolia Verlagsgesellschaft|Tyrolia]]: Innsbruck; S. 52.</ref> | | Erste Spuren menschlicher Anwesenheit im Pinzgau wurden im [[Mitterpinzgau|nördlichen Pinzgau]] in [[Unken]] entdeckt. So konnten am [[Oberrainer Knogel]] unter einem (heute durch den Straßenbau unwiederbringlich zerstörten) Felsdach einer Halbhöhle ([[Abri von Unken|Abri]]) eine urzeitliche Feuerstelle mit über 4 500 Stein- und Knochengeräten, darunter ein aus einem Geweih angefertigtes Fragment einer Harpune, ausgegraben werden. Datierungen der Holzkohlereste ergaben für die Benützung dieser wohl als Rast- und Jagdstation genutzten Örtlichkeit einen Mittelwert von 11 500 Jahren vor heute. Eine mögliche Begehung des Pinzgaus vom Süden kann aufgrund einzelner Fundstellen auf Passhöhen etwa ab dem 8. Jahrtausend v. Chr. vermutet werden.<ref>Moser-Schmidl, Waltraud/Schebesta, Marcus (2018): [[Nationalpark Hohe Tauern]]: Wissenswert. Bericht zum archäologischen Survey am Übergang [[Felber Tauern]] (Ortsgemeinde [[Mittersill]]) [[28. August|28.08.]]–[[30. August|30.08.]][[2018]]; [[Fritz Moosleitner|Moosleitner, Fritz]] (1992): [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. In: [[Alois Eder|Eder, Alois]] (Red.): Chronik Saalfelden. Bd. I. [[Tyrolia Verlagsgesellschaft|Tyrolia]]: Innsbruck; S. 52.</ref> |
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| | In der Folgezeit kam es zu einer Verdichtung der Siedlungspuren in den Tallagen, die Nutzung alpiner Übergänge und [[Alm]]<nowiki>regionen</nowiki> ist im Neolithikum ([[Jungsteinzeit]]) durch Funde bezeugt. Im 2. Jahrtausend v. Chr. trifft man mehrfach auf die Hinterlassenschaft einer alteuropäischen Bevölkerung im Zusammenhang mit [[Bergbau]] auf [[Kupfer]]erze. Als erste namentlich bekannte Volksgruppe siedelten ab ca. 1000 v. Chr. die keltischen [[Ambisonten]] im Pinzgau. In der [[Bronzezeit|Bronze]]- und [[Eisenzeit]] nahm die Bevölkerung im Pinzgau weiter zu. Insbesondere die Ausgrabungen am [[Keltendorf Steinerbichl Uttendorf|Steinerbichl]] in [[Uttendorf]] weisen hinsichtlich Quantität und Qualität der Funde auf ein überregional bedeutendes Siedlungszentrum hin.<ref>Broschüre Archäologie in Uttendorf im Pinzgau; Moosleitner, Fritz (1992): Das hallstattzeitliche Gräberfeld von Uttendorf im Pinzgau. Archäologische Forschungen in der Nationalparkregion Hohe Tauern. [[Amt der Salzburger Landesregierung]] (Landesarchäologie): Salzburg.</ref> | | In der Folgezeit kam es zu einer Verdichtung der Siedlungspuren in den Tallagen, die Nutzung alpiner Übergänge und [[Alm]]<nowiki>regionen</nowiki> ist im Neolithikum ([[Jungsteinzeit]]) durch Funde bezeugt. Im 2. Jahrtausend v. Chr. trifft man mehrfach auf die Hinterlassenschaft einer alteuropäischen Bevölkerung im Zusammenhang mit [[Bergbau]] auf [[Kupfer]]erze. Als erste namentlich bekannte Volksgruppe siedelten ab ca. 1000 v. Chr. die keltischen [[Ambisonten]] im Pinzgau. In der [[Bronzezeit|Bronze]]- und [[Eisenzeit]] nahm die Bevölkerung im Pinzgau weiter zu. Insbesondere die Ausgrabungen am [[Keltendorf Steinerbichl Uttendorf|Steinerbichl]] in [[Uttendorf]] weisen hinsichtlich Quantität und Qualität der Funde auf ein überregional bedeutendes Siedlungszentrum hin.<ref>Broschüre Archäologie in Uttendorf im Pinzgau; Moosleitner, Fritz (1992): Das hallstattzeitliche Gräberfeld von Uttendorf im Pinzgau. Archäologische Forschungen in der Nationalparkregion Hohe Tauern. [[Amt der Salzburger Landesregierung]] (Landesarchäologie): Salzburg.</ref> |
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| | + | == Antike == |
| | Die Übergangsphasen von der [[Hallstattzeit]] zur [[La-Tène-Zeit]] und der anschließenden Periode der [[Römer]] im Pinzgau waren vielmehr von Kontinuität als durch Umbrüche geprägt. In der Regierungszeit des Römischen Kaisers Augustus wurden die Gebirgsregionen Teil des Römischen Reiches, der Pinzgau wurde der Provinz [[Norikum]] angegliedert. Aufgrund zahlreicher Großfunde ([[Saalfelden]]-Wiesersberg, [[Bruck an der Großglocknerstraße]], Fuchslehen in [[Zell am See]], [[Hochtor (Kärnten)|Hochtor]] ...) wurde sogar von einem "Hauch von Pompeji" im Pinzgau gesprochen.<ref>[[Barbara Tober|Tober, Barbara]] (2003): Die Deckenmalerei von Saalfelden/Wiesersberg. Ein Hauch von Pompeji in Saalfelden. [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]]. Das Kunstwerk des Monats Mai 2003; 16. Jahrgang; Blatt 181.</ref> | | Die Übergangsphasen von der [[Hallstattzeit]] zur [[La-Tène-Zeit]] und der anschließenden Periode der [[Römer]] im Pinzgau waren vielmehr von Kontinuität als durch Umbrüche geprägt. In der Regierungszeit des Römischen Kaisers Augustus wurden die Gebirgsregionen Teil des Römischen Reiches, der Pinzgau wurde der Provinz [[Norikum]] angegliedert. Aufgrund zahlreicher Großfunde ([[Saalfelden]]-Wiesersberg, [[Bruck an der Großglocknerstraße]], Fuchslehen in [[Zell am See]], [[Hochtor (Kärnten)|Hochtor]] ...) wurde sogar von einem "Hauch von Pompeji" im Pinzgau gesprochen.<ref>[[Barbara Tober|Tober, Barbara]] (2003): Die Deckenmalerei von Saalfelden/Wiesersberg. Ein Hauch von Pompeji in Saalfelden. [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]]. Das Kunstwerk des Monats Mai 2003; 16. Jahrgang; Blatt 181.</ref> |
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| − | Das Einsickern von wanderungswilligen Menschen aus dem nördlichen [[Alpenvorland]] nahm im [[6. Jahrhundert]] ihren Anfang, in der Folge kam es zu einer schrittweisen Landnahme und schließlich zu einer Assimilation der [[Bajuwaren|bajuwarisch]]er Volksgruppe mit der einheimischen Bevölkerung. In der [[Notitia Arnonis]], einer vom Salzburger [[Erzbischof|(Erz-)Bischof]] [[Arn]] (Arno) in den Jahren [[788]] oder [[790]] in Auftrag gegebenen Gütersammlung, werden [[Zell am See]] (''Cella in Bisontio'') und Saalfelden (''Salafelda'') erstmals urkundlich genannt.<ref>Lošek, Fritz (2006): Notitia Arnonis und [[Breves Notitiae]]. Die [[Salzburger Güterverzeichnis]]se aus der Zeit um [[800]]. In: [[Herwig Wolfram|Wolfram, Herwig]] (Hg.): Quellen zur Salzburger Frühgeschichte. Oldenbourg: Wien/München. S. 76f.</ref> | + | == Frühmittelalter == |
| − | Diese wohl erst allmählich in die deutsche Sprache übernommenen Namen lassen die Interpretation zu, dass lange Zeit bei der romanischen Restbevölkerung ein umgangssprachliches Alpenromanisch, wohl ähnlich dem Friaulischen, Ladinischen oder Rätoromanischen, lebendig geblieben ist.<ref>[[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. [[Verlag Anton Pustet]]; Salzburg. S. 72f</ref> Manche wohl erst allmählich in die deutsche Sprache übernommene Ortsnamen lassen die Interpretation zu, dass lange Zeit bei der romanischen Restbevölkerung ein umgangssprachliches Alpenromanisch, wohl ähnlich dem Friaulischen, Ladinischen oder Rätoromanischen, lebendig geblieben ist.<ref>Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. S. 72f</ref>
| + | Das Einsickern von wanderungswilligen Menschen aus dem nördlichen [[Alpenvorland]] nahm im [[6. Jahrhundert]] ihren Anfang, in der Folge kam es zu einer schrittweisen Landnahme und schließlich zu einer Assimilation der [[Bajuwaren|bajuwarisch]]er Volksgruppe mit der einheimischen Bevölkerung. In der [[Notitia Arnonis]], einer vom Salzburger [[Erzbischof|(Erz-)Bischof]] Arn (Arno) in den Jahren [[788]] oder [[790]] in Auftrag gegebenen Gütersammlung, werden [[Zell am See]] (''Cella in Bisontio'') und Saalfelden (''Salafelda'') erstmals urkundlich genannt.<ref>Lošek, Fritz (2006): Notitia Arnonis und [[Breves Notitiae]]. Die [[Salzburger Güterverzeichnis]]se aus der Zeit um [[800]]. In: [[Herwig Wolfram|Wolfram, Herwig]] (Hg.): Quellen zur Salzburger Frühgeschichte. Oldenbourg: Wien/München. S. 76f.</ref> Manche wohl erst allmählich in die deutsche Sprache übernommene Ortsnamen lassen die Interpretation zu, dass lange Zeit bei der romanischen Restbevölkerung ein umgangssprachliches Alpenromanisch, wohl ähnlich dem Friaulischen, Ladinischen oder Rätoromanischen, lebendig geblieben ist.<ref>Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. S. 72f</ref> |
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| − | Im Zusammenhang mit dem Investiturstreit kam es Ende des 11./Anfang des 12. Jahrhunderts zur Absetzung des Bayernherzogs und der Neubelehnung des Pinzgaus als Reichslehen (Königslehen) <ref>Dopsch, Heinz (2008): Grafschaft, Burg und Gericht Mittersill im Mittelalter. In: Wartbichler, Hannes (Schriftleitung): Mittersill vom Markt zur Stadt. Hg. von der Stadtgemeinde Mittersill. Mittersill; S. 83f. bzw. Dopsch, Heinz (2013): Vom Ende der römischen Herrschaft bis zur Erweiterung der Burg Kaprun durch die Salzburger Erzbischöfe (476–1480). In: Kaprun im Wandel der Zeit. Hg. von der Gemeinde Kaprun: Kaprun; S. 127f.</ref> an die Grafen von Lechsgemünd (Landkreis Donau-Ries in Bayerisch-Schwaben). Im Auftrag von Kaiser Friedrich I. Barbarossa legten die Truppen Graf Liutpolds von [[Plain]] und Graf Heinrichs III. von Lechsgemünd im Jahr [[1167]] die Stadt Salzburg in Schutt und Asche. Neben dem Beinamen eines Grafen von Lechsgemünd führte Graf Heinrich III. auch die Titel eines Grafen von Frontenhausen und [[Mittersill]]. In den Besitzaufzeichnungen der Grafen von Falkenstein wurde Graf Heinrich zudem als Graf von Pinzgau bezeichnet.<ref>Noichl, Elisabeth (1978): Codex Falkensteinensis: Die Rechtsauffassungen der Grafen von Falkenstein. In: Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte. N.F. 28. Beck: München.</ref> | + | == Hoch- und Spätmittelalter== |
| | + | Im Zusammenhang mit dem Investiturstreit kam es Ende des 11./Anfang des 12. Jahrhunderts zur Absetzung des Bayernherzogs und der Neubelehnung des Pinzgaus als Reichslehen (Königslehen) <ref>Dopsch, Heinz (2008): Grafschaft, Burg und Gericht Mittersill im Mittelalter. In: Wartbichler, Hannes (Schriftleitung): Mittersill vom Markt zur Stadt. Hg. von der Stadtgemeinde Mittersill. Mittersill; S. 83f. bzw. Dopsch, Heinz (2013): Vom Ende der römischen Herrschaft bis zur Erweiterung der Burg Kaprun durch die Salzburger Erzbischöfe (476–1480). In: Kaprun im Wandel der Zeit. Hg. von der Gemeinde Kaprun: Kaprun; S. 127f.</ref> an die Grafen von Lechsgemünd (Landkreis Donau-Ries in Bayerisch-Schwaben). Im Auftrag von Kaiser Friedrich I. Barbarossa legten die Truppen Graf Liutpolds von Plain und Graf Heinrichs III. von Lechsgemünd im Jahr [[1167]] die Stadt Salzburg in Schutt und Asche. Neben dem Beinamen eines Grafen von Lechsgemünd führte Graf Heinrich III. auch die Titel eines Grafen von Frontenhausen und [[Mittersill]]. In den Besitzaufzeichnungen der Grafen von Falkenstein wurde Graf Heinrich zudem als Graf von Pinzgau bezeichnet.<ref>Noichl, Elisabeth (1978): Codex Falkensteinensis: Die Rechtsauffassungen der Grafen von Falkenstein. In: Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte. N.F. 28. Beck: München.</ref> |
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| | Im Jahr 1207 erwarb der Salzburger Erzbischof Eberhard II. unter Ausschaltung des schwäbischen Stammhauses die Lechsgemünder Erbschaftsgüter. Eine nicht unbedeutende Rolle dürfte dabei Bischof Konrad IV. von Regensburg innegehabt haben. Konrad war als Sohn Graf Heinrichs III. und Adelheids von Plain Begünstigter des Kaufhandels und hielt als Kanzler des Königs Phillip von Schwaben alle diplomatischen und logistischen Fäden zum Königshaus in der Hand. <ref>Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: Das Königslehen der Grafen von Lechsgemünd und wie der Pinzgau zu Salzburg kam. S. 82–132</ref> Die aus der Kaufmasse erwachsenen Kirchengüter in Stuhlfelden, Zell im Pinzgau und Taxenbach wurden in der Folge zur Ausstattung und Versorgung des im Jahr 1217 eingerichteten Salzburger Eigenbistums Chiemsee herangezogen. | | Im Jahr 1207 erwarb der Salzburger Erzbischof Eberhard II. unter Ausschaltung des schwäbischen Stammhauses die Lechsgemünder Erbschaftsgüter. Eine nicht unbedeutende Rolle dürfte dabei Bischof Konrad IV. von Regensburg innegehabt haben. Konrad war als Sohn Graf Heinrichs III. und Adelheids von Plain Begünstigter des Kaufhandels und hielt als Kanzler des Königs Phillip von Schwaben alle diplomatischen und logistischen Fäden zum Königshaus in der Hand. <ref>Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: Das Königslehen der Grafen von Lechsgemünd und wie der Pinzgau zu Salzburg kam. S. 82–132</ref> Die aus der Kaufmasse erwachsenen Kirchengüter in Stuhlfelden, Zell im Pinzgau und Taxenbach wurden in der Folge zur Ausstattung und Versorgung des im Jahr 1217 eingerichteten Salzburger Eigenbistums Chiemsee herangezogen. |
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| | Nach einer mit unerheblichen Gütern vollzogenen Abgeltung eines vom Bayernherzog Ludwig I. beanspruchten Heimfallrechtes, <ref>Vgl. Dopsch, Heinz (2013): Vom Ende der römischen Herrschaft bis zur Erweiterung der Burg Kaprun durch die Salzburger Erzbischöfe (476–1480). In: Kaprun im Wandel der Zeit. Hg. von der Gemeinde Kaprun: Kaprun; S. 129. bzw. Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: Das Königslehen der Grafen von Lechsgemünd und wie der Pinzgau zu Salzburg kam; S. 91/92 und Lang, Johannes (2024): Eine kleine Geschichte des Pinzgaus. In: Knoll, Martin/Kramml Peter F./Lang, Johannes/Weiß, Alfred Stefan(Hg.) Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburger Studien. Forschungen zu Geschichte, Kunst und Kultur. Band 23; Verein „Freunde der Salzburger Geschichte“; Salzburg; S. 24.</ref> belehnte König Heinrich VII. am 18. August [[1228]] den Salzburger Erzbischof Eberhard II. mit dem Pinzgau. Dennoch geht die zuweilen geäußerte Meinung, das [[Erzstift]] Salzburg habe im Jahr 1228 auf einen Schlag den gesamten Pinzgau erhalten, an der Realität vorbei. So konnten etwa im [[Mitterpinzgau|Mitter]]- und [[Unterpinzgau]] die Herrschaftsrechte Salzburgs erst im Jahr [[1260]] durch das Erlöschen der Linie der Grafen von Plain angetreten werden, auch die Abgeltung bzw. Ablösung der Besitzrechte der Herren von Felben und Walchen ging nur allmählich vonstatten. | | Nach einer mit unerheblichen Gütern vollzogenen Abgeltung eines vom Bayernherzog Ludwig I. beanspruchten Heimfallrechtes, <ref>Vgl. Dopsch, Heinz (2013): Vom Ende der römischen Herrschaft bis zur Erweiterung der Burg Kaprun durch die Salzburger Erzbischöfe (476–1480). In: Kaprun im Wandel der Zeit. Hg. von der Gemeinde Kaprun: Kaprun; S. 129. bzw. Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: Das Königslehen der Grafen von Lechsgemünd und wie der Pinzgau zu Salzburg kam; S. 91/92 und Lang, Johannes (2024): Eine kleine Geschichte des Pinzgaus. In: Knoll, Martin/Kramml Peter F./Lang, Johannes/Weiß, Alfred Stefan(Hg.) Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburger Studien. Forschungen zu Geschichte, Kunst und Kultur. Band 23; Verein „Freunde der Salzburger Geschichte“; Salzburg; S. 24.</ref> belehnte König Heinrich VII. am 18. August [[1228]] den Salzburger Erzbischof Eberhard II. mit dem Pinzgau. Dennoch geht die zuweilen geäußerte Meinung, das [[Erzstift]] Salzburg habe im Jahr 1228 auf einen Schlag den gesamten Pinzgau erhalten, an der Realität vorbei. So konnten etwa im [[Mitterpinzgau|Mitter]]- und [[Unterpinzgau]] die Herrschaftsrechte Salzburgs erst im Jahr [[1260]] durch das Erlöschen der Linie der Grafen von Plain angetreten werden, auch die Abgeltung bzw. Ablösung der Besitzrechte der Herren von Felben und Walchen ging nur allmählich vonstatten. |
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| | + | == Der Pinzgau unter den (Fürst-)Erzbischöfen von Salzburg == |
| | Die folgenden rund 600 Jahre, die der Pinzgau den [[Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischöfen]] der Kirche Salzburgs unterstand, waren keineswegs konfliktfrei. So stand der Pinzgau im Mittelpunkt der Aufstände der Bauern und Bergleute, die in den Jahren [[1525]]/[[1526|26]] eskalierten. In Folge der nicht zu Unrecht als »Pinzgauer Bauernkrieg« bezeichneten Erhebung wurde auch die Stadt Salzburg belagert, der Aufstand jedoch blutig niedergeschlagen. <ref>Dopsch, Heinz (2008): Burg Mittersill geplündert und verbrannt. Die Bauernkriege 1525/26. In: Wartbichler, Hannes (Schriftleitung): Mittersill vom Markt zur Stadt. Hg. von der Stadtgemein de Mittersill. Mittersill; S. 134. und Zaisberger, Friederike (1998): Geschichte Salz burgs. Geschichte der österreichischen Bundesländer Bd. 7.; Verlag für Geschichte und Politik: Wien; S. 72ff.</ref> Nach neuerlichen Unruhen ließ im Jahr 1606 Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] den Zeller Pfleger [[Caspar Vogl]] und die Pinzgauer Bauernführer Hanns Kheill und Steffan Guethund hinrichten.<ref>Vgl. Hochhold, Rainer (2013): Cella in Bisontio – Zell im Pinzgau – Zell am See. Eine historische Zeitreise. Hg. von der Stadtgemeinde Zell am See: Zell am See; S. 137f. [Quelle: Zauner, Judas Thaddäus (1796–1813): Chronik von Salzburg, 7 Bände. Fertiggestellt von C. Gärtner. Verlag Franz Xaver Duyle: Salzburg.]</ref> | | Die folgenden rund 600 Jahre, die der Pinzgau den [[Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischöfen]] der Kirche Salzburgs unterstand, waren keineswegs konfliktfrei. So stand der Pinzgau im Mittelpunkt der Aufstände der Bauern und Bergleute, die in den Jahren [[1525]]/[[1526|26]] eskalierten. In Folge der nicht zu Unrecht als »Pinzgauer Bauernkrieg« bezeichneten Erhebung wurde auch die Stadt Salzburg belagert, der Aufstand jedoch blutig niedergeschlagen. <ref>Dopsch, Heinz (2008): Burg Mittersill geplündert und verbrannt. Die Bauernkriege 1525/26. In: Wartbichler, Hannes (Schriftleitung): Mittersill vom Markt zur Stadt. Hg. von der Stadtgemein de Mittersill. Mittersill; S. 134. und Zaisberger, Friederike (1998): Geschichte Salz burgs. Geschichte der österreichischen Bundesländer Bd. 7.; Verlag für Geschichte und Politik: Wien; S. 72ff.</ref> Nach neuerlichen Unruhen ließ im Jahr 1606 Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] den Zeller Pfleger [[Caspar Vogl]] und die Pinzgauer Bauernführer Hanns Kheill und Steffan Guethund hinrichten.<ref>Vgl. Hochhold, Rainer (2013): Cella in Bisontio – Zell im Pinzgau – Zell am See. Eine historische Zeitreise. Hg. von der Stadtgemeinde Zell am See: Zell am See; S. 137f. [Quelle: Zauner, Judas Thaddäus (1796–1813): Chronik von Salzburg, 7 Bände. Fertiggestellt von C. Gärtner. Verlag Franz Xaver Duyle: Salzburg.]</ref> |
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| | + | In der 2. Hälfte des 16. Jh. kam es in Folge einer Klimaverschlechterung zu zahlreichen Unwetterkatastrophen. Eine große Anzahl von Menschen, unter ihnen der Bramberger Pfarrer Rupert Ramsauer und seine Wirtschafterin Eva Neidegger, wurden als Sündenböcke ausgemacht und zum Tod am Scheiterhaufen verurteilt.<ref>Seifriedsberger, Josef et al. (Hg.) (2005a): Hexenbrand. Begleitband zur Sonderausstellung im Museum Bramberg, 3.6.–30.10.2005. Eigenverlag des Museums Bramberg: Bramberg.</ref> Im Jahr [[1731]] wurden tausende Pinzgauerinnen und Pinzgauer unter Fürsterzbischof [[Firmian|Leopold Anton von Firmian]] aus Glaubensgründen aus ihrer Heimat vertrieben. Auch der anfangs von Gewerken ([[Rosenberger]], [[Weitmoser]], [[Fugger|Fugger]], Mühlbacher Handel u. a.) betriebene und später vom erzbischöflichen Ärar übernommene Bergbau auf Kupfer- und Schwefelkies neigte sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts vielerorts seinem Ende zu. |
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| | + | Nach der Säkularisation des Erzstiftes Salzburg im Jahr [[1803]], einem mehrfachen Wechsel der Herrschaftsverhältnisse und wiederholten Abwehrkämpfen gegen Französische Truppen an den Pinzgauer Pässen, wurde der Pinzgau im Jahr [[1809]] in die Tiroler Erhebung (Insurrektion) gegen die mit den Franzosen verbündeten Bayern hineingezogen. Die von dem in Krimml aufgewachsenen und nach [[Matrei in Osttirol]] ausgewanderten [[Anton Wallner]] (Eichberger) versprochene und vehement betriebene Eingliederung des Pinzgaus an Tirol wurde am 3. Oktober 1809 vollzogen. Die Abspaltung des Pinzgaus von Salzburg wurde allerdings nach kurzer Zeit durch den am 14. Oktober 1809 abgeschlossenen Frieden von Schönbrunn wieder rechtsunwirksam.<ref>Pirker, Ingeborg (1995): Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation an der Univ. Innsbruck: Innsbruck; S. 167f. bzw. Mitterer, Kurt Anton (2024): Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Knoll, Martin/Kramml Peter F./Lang, Johannes/Weiß, Alfred Stefan(Hg.) Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburger Studien. Forschungen zu Geschichte, Kunst und Kultur. Band 23; Verein „Freunde der Salzburger Geschichte“; Salzburg; S. 272f.</ref> |
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| | + | == Kaisertum Österreich == |
| | + | Am 14. April [[1816]] wurde Salzburg nach mehrfachen Wechsel der staatlichen Zugehörigkeit im Vertrag von München der [[Kaisertum Österreich|Österreichischen Monarchie]] zugeschlagen. Als Teil des [[Kronland Salzburg|Kronlandes]] „[[Österreich ob der Enns]]“ (das spätere [[Oberösterreich]]) mit der weit entfernten Hauptstadt [[Linz]] ergaben sich auch für den Pinzgau zahlreiche politische und wirtschaftliche Nachteile. Erst im Zuge der großen Reformen der Revolutionsjahre [[1848]]/[[1849|49]] wurde Salzburg wieder eine eigene [[Landesregierung|Landesvertretung]] zugestanden. Für den Pinzgau wurde die nunmehr als »[[Bezirkshauptmannschaft]]« bezeichnete Bezirksbehörde in Saalfelden eingerichtet, nach Intervention der örtlichen Vertretung im Jahr [[1860]] in [[Wien]] aber dauerhaft Zell am See zugesprochen. |
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| | + | Mitte des 19. Jahrhunderts erreichten auch die fortwährenden Überschwemmungen und [[Mure|Vermurungen]] im Pinzgau ihren Höhepunkt, weite Teile des Talbodens waren versumpft, viele Menschen litten unter den unwirtlichen Bedingungen. In der Hoffnung, eine weitere Ausbreitung der Schäden hintanhalten zu können, wurde in Mittersill mit dem Bau des „Kürsingerdamms“ (benannt nach dem Pfleger Ignaz von Kürsinger) begonnen, in der Folge auch das Flussbett der Salzach tiefergelegt. Im Zeller Becken sorgen Seekanäle für zeitweise Besserung. Dennoch war neben der als »Pinzgauer Fieber«, »Sumpffieber«, »Brucker Fieber« oder »Kaltes Fieber« bekannten Krankheit das massive Auftreten von Stechmücken, im Pinzgau auch »Stanzen« genannt, noch lange Zeit weitverbreit.<ref>Wiesbauer, Heinz/Dopsch, Heinz (2. verbesserte und erweiterte Auflage 2019): salzach – macht – geschichte. Salzburger Studien. (Forschungen zu Geschichte, Kunst und Kultur, Bd. 7.) Hg. vom Verein „Freunde der Salzburger Geschichte“ in Koop. mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und dem Amt der Salzburger Landesregierung. Salzburg und Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: »Wütende Wasser« – eine unendliche Geschichte zwischen Bangen und Hoffen. S. 164–189.</ref> |
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| | + | Wirtschaftlich brachte die [[Salzburg-Tiroler-Bahn]] ab [[1875]] für zahlreiche Kommunen im Pinzgau einen Aufschwung. Unter dem in [[Thumersbach|Thumersbach]] heimisch gewordenen preußischen Gutsbesitzer Rudolf Ehrenfried Riemann kam es zu einer weitreichenden touristischen Erschließung des Pinzgaus, Örtlichkeiten wie der Riemannpark in Thumersbach, die Riemannkanzel am Krimmler Wasserfallweg oder das [[Riemannhaus]] im Steinernen Meer erinnern bis heute an seinen Namen und sein verdientes Wirken. |
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| | + | == Die Zeit der Weltkriege == |
| | + | Wie vielerorts in Österreich war die Zeit des [[Ersten Weltkrieg]]es und die [[Zwischenkriegszeit]] auch im Pinzgau von großen Gegensätzen in den Meinungen zu Monarchie, Republik und autoritären Regierungsformen geprägt. Im Pinzgau lag bei der [[Landtagswahl]] im April [[1932]] der Stimmenanteil der [[Nationalsozialisten]] bei 25,3%.<ref>Leo, Rudolf (2013): Der Pinzgau unterm Hakenkreuz. Diktatur in der Provinz. Otto Müller Verlag: Salzburg/Wien; S. 18.</ref> In zahlreichen Gemeinden des Pinzgaus war die politische Lage von einer außergewöhnlichen Dramatik gekennzeichnet. So musste die junge Stadt Zell am See unter die Aufsicht von Kommissären gestellt und Militär für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung eingesetzt werden.<ref>Hochhold, Rainer (2013): Cella in Bisontio – Zell im Pinzgau – Zell am See. Eine historische Zeit reise. Hg. von der Stadtgemeinde Zell am See: Zell am See; Kapitel: Zell unter fremder Verwaltung. Oder: Kommissäre statt Bürgermeister S. 300f.</ref> Zahlreiche Pinzgauer Gemeinden deklarierten sich zu arischen Sommerfrischen, jüdischer Besitz wurde enteignet.<ref>Lichtblau, Albert (2004): „Arisierungen“, beschlagnahmte Vermögen, Rückstellungen und Entschädigungen in Salzburg. (Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission, Bd. 17/2.) Verlag Oldenbourg: Wien/München.</ref> |
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| | + | So geriet zuweilen auch in Vergessenheit, dass in den Jahren des [[Zweiten Weltkrieg]]es im Pinzgau drei KZ-Außenlager (Fischhorn, [[Weißsee]], Mittersill) eingerichtet worden waren. In den letzten Kriegsmonaten hielten sich zahlreiche hochrangige Nationalsozialisten, darunter das Oberkommando der Wehrmacht und der Luftwaffe, im Pinzgau auf bzw. versuchten, hier unterzutauchen. Die von der NS-Führung propagierte »Alpenfestung« erwies sich bei Kriegsende dagegen als Trugbild. Nur selten fanden die Radikalisierung und die Verbrechen der NS-Zeit Eingang in die Heimatbücher und Gemeindechroniken der Nachkriegszeit.<ref>Hochhold, Rainer (2023): Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig. Verlag Anton Pustet; Salzburg. Kapitel: Der Weg in die Diktatur, der alltägliche Terror und das Trugbild Alpenfestung; 224-235.</ref> |
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| | + | == Nachkriegszeit und Zeitgeschichte == |
| | + | Von den in den 1950er und 1960er Jahren beginnenden Wirtschaftswunderjahren profitierte auch der Pinzgau in hohem Maße. Neben manchen Leitbetrieben war es vor allem der Dienstleistungssektor, der nun deutlich mehr Menschen erlaubte, im Pinzgau zu leben. Träger eines wachsenden Wohlstandes war insbesondere der [[Fremdenverkehr]]. Neben dem Sommertourismus trug immer mehr auch das „Weiße Gold“ zum Wirtschaftswachstum bei, als [[Wintersport]]destination ersten Ranges und Austragungsort zahlreicher internationaler Wettkämpfe (Weltmeisterschaften im alpinen Skilauf [[1991]] und [[2025]]) konnte sich insbesondere [[Saalbach-Hinterglemm]] etablierten. |
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| | + | Die Auswirkungen der Klimaerwärmung waren zuletzt auch im Pinzgau in Form von katastrophalen Naturereignissen ([[Manlitzbach|Manlitz]]bach, [[Rettenbach]], [[Lokalbahn]]strecke im Oberpinzgau,[[Rauris|Rauriser Tal]], …) deutlich spürbar. Eine zunehmende Skepsis wird daher im Pinzgau auch der fortschreitenden Bodenversiegelung, dem Bau von immer neuen Chalet-Dörfern oder auch manch negativen Facetten des Massentourismus entgegengebracht. |
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| − | [[1328]] kam er unter die Herrschaft der [[Salzburger Erzbischöfe]] bis zum Ende des geistlichen Fürstentums [[1803]]. Nachdem der Pinzgau kurze Zeit wieder unter bayrischer Verwaltung stand, kam er [[1816]], wie ganz mit Salzburg zu [[Kaisertum Österreich|k.k. Österreich]] unter die Landesverwaltung von [[Oberösterreich]]. Mit der Entstehung eines eigenen [[Kronland Salzburg|Kronlandes Salzburg]] [[1848]] kam der Pinzgau zu Salzburg. Die [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See|Bezirkshauptmannschaft]] war [[1850]] bis [[1854]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] untergebracht und kam dann nach [[Zell am See]].
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| | == Kuriosum == | | == Kuriosum == |
| − | Ein Kuriosum hatte der Pinzgau: die [[Chinesen-Stadt Piesendorf]].
| + | Die [[Chinesen-Stadt Piesendorf|Chinesen-Stadt]] in [[Piesendorf]]. |
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| | == Themen, die Pinzgau während der Zeit des Nationalsozialismus behandeln == | | == Themen, die Pinzgau während der Zeit des Nationalsozialismus behandeln == |
| − | [[Nationalsozialismus]] im Pinzgau
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| | * [[Karl Reinthaler#Die Widerstandsaktivitäten Karl Reinthalers während der NS-Zeit|Karl Reinthaler - Widerstandsaktivitäten]] | | * [[Karl Reinthaler#Die Widerstandsaktivitäten Karl Reinthalers während der NS-Zeit|Karl Reinthaler - Widerstandsaktivitäten]] |
| | * [[NS-Zwangsarbeit am Beispiel Tauernkraftwerke Kaprun]] | | * [[NS-Zwangsarbeit am Beispiel Tauernkraftwerke Kaprun]] |