Schmittenhöhe: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Die '''Schmittenhöhe''' ist der Hausberg westlich von [[Zell am See]] im [[Pinzgau]], dessen [[Gipfelbereich der Schmittenhöhe|Gipfelbereich]] sich jedoch bereits im Gebiet der [[Mitterpinzgau]]er Gemeinde [[Viehhofen]] befindet. Sie ist 1 965 [[m ü. A.]] hoch und gehört geologisch zu den [[Kitzbüheler Alpen]]. | |
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| + | == Geografie == | ||
| + | Die Hänge der Schmittenhöhe befinden sich in drei Gemeinden: Im Osten fallen sie nach Zell am See ab, im Westen nach Viehhofen und und im Südwesten nach [[Piesendorf]]. Am östlichen Fuß befindet sich der Zeller Ortsteil [[Schmitten]]. Östlich des Gipfels hat der Griesbach seine Quelle, der in den [[Schmittenbach]] entwässert, der nordöstlich des Gipfels seine Quelle hat. | ||
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| + | [[Datei:Schmittenhöhe, Bergstation, Hotel, Elisabethkapelle.jpg|thumb|Schmittenhöhe, Zell am See, links [[Elisabethkapelle]], in der Bildmitte Restaurantterrasse und Hotel, rechts daneben die Bergstation der Schmittenhöhebahn.]] | ||
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| + | Die Schmittenhöhe gehört zu den [[Schieferzone|Schieferalpen]]. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Im Jahr [[1873]] baut [[Rudolf Riemann]] den ersten Weg auf die Schmittenhöhe, bereits im Jahr darauf wird das Alpenvereinshaus eröffnet. Man konnte den Berg zu Fuß oder mit dem [[Stellwagen]] bezwingen. Berühmtheit erlangte der Berg, nachdem am [[9. August]] [[1885]] [[Kaiserin Elisabeth von Österreich|Kaiserin Elisabeth]] (Sisi) die Schmittenhöhe besucht hatte. Ihr Mann [[Kaiser Franz Joseph I.]] folgte ihrem Beispiel am [[1. Juli]] [[1893]]. | Im Jahr [[1873]] baut [[Rudolf Riemann]] den ersten Weg auf die Schmittenhöhe, bereits im Jahr darauf wird das Alpenvereinshaus eröffnet. Man konnte den Berg zu Fuß oder mit dem [[Stellwagen]] bezwingen. Berühmtheit erlangte der Berg, nachdem am [[9. August]] [[1885]] [[Kaiserin Elisabeth von Österreich|Kaiserin Elisabeth]] (Sisi) die Schmittenhöhe besucht hatte. Ihr Mann [[Kaiser Franz Joseph I.]] folgte ihrem Beispiel am [[1. Juli]] [[1893]]. | ||
| − | [[1904]] | + | [[1904]]–[[1905]] lässt [[Karl Haschke]], Besitzer des [[Berghotel Schmittenhöhe|Berghotels]], die [[Elisabethkapelle]] im Andenken an Kaiserin Elisabeth, die [[1898]] in Genf ermordet wurde, erbauen. Am 10. Jahrestag ihrer Ermordung, am [[10. September]] [[1908]], wird die Kapelle durch [[Erzbischof]] [[Johannes Baptist Katschthaler]] ([[1900]]–[[1914]]) eingeweiht. |
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| + | [[Datei:Schmittenhöheterasse hoch über dem Zeller See.jpg|thumb|Schmittenhöheterrasse hoch über dem [[Zeller See]],]] | ||
Am [[31. Dezember]] [[1927]] wird die [[Schmittenhöhebahn]] als erste Seilbahn in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] und als fünfte in Österreich offiziell eröffnet. [[1971]] wird mit dem Bau der [[Areitbahn]] vom Zeller Stadtteil [[Schüttdorf]] aus ein zweiter Weg auf die Schmittenhöhe realisiert. | Am [[31. Dezember]] [[1927]] wird die [[Schmittenhöhebahn]] als erste Seilbahn in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] und als fünfte in Österreich offiziell eröffnet. [[1971]] wird mit dem Bau der [[Areitbahn]] vom Zeller Stadtteil [[Schüttdorf]] aus ein zweiter Weg auf die Schmittenhöhe realisiert. | ||
| − | + | "[[Schmidolins Feuertaufe]]" ist der Name eines spannenden Familien-Action-Weges, der sich auf der Schmittenhöhe befindet. Seit [[2009]] wird an den Hängen des Berges das [[ Schmitten-Downhill-Golf-Turnier]] veranstaltet. [[Schmitten Mondschein Trophy]] ist eine Bergskisport-Veranstaltung auf der Schmittenhöhe. | |
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| + | Das erste Skirennen von der Schmittenhöhe auf der [[Nordabfahrt von der Schmittenhöhe|Nordabfahrt]] ins Tal wurde [[1906]] veranstaltet. Seit [[1951]] findet der [[Trasslauf]] statt und in den [[1970er]]-Jahren fanden auch Weltcuprennen statt. Unter den Siegern war u. a. auch [[Annemarie Moser]]. Weitere Wintersportveranstaltungen an den Hängen der Schmittenhöhe siehe [[Wintersport in Zell am See]]. | ||
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| + | Das [[Projekt Hochsonnberg]] hätte [[Piesendorf]] an das bestehende Lift- und Pistennetz der [[Schmittenhöhe]] anschließen sollen. Aus dem geplanten Baubeginn [[2012]] wurde aufgrund der Einsprüche nichts und das Projekt abgesagt. | ||
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| + | Am [[27. Juli]] [[2024]] wurde die Panorama-Plattform "Kaiserblick" eröffnet. Dabei handelt es sich um einen teils mit Glasboden versehener Steg, der 50 Meter über die Südseite der Bergkante hinausragt. Am Ende befindet sich eine Plattform mit Fernrohren, Viscopes<ref>Ein Viscope ist ein optomechanisches Gerät zum Anvisieren entfernter Objekte am Horizont</ref> und einem Fotopoint. Von dieser Plattform bietet sich ein 270-Grad-Rundblick auf die Bergwelt sowie hinunter auf die Bergstadt und den Zeller See.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/panorama-plattform-kaiserblick-schmittenhoehe-zell-see-162481837 www.sn.at], 27. Juli 2024</ref> | ||
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| + | [[Datei:Schmittenhöhe 2.jpg|thumb|Schmittenhöhe von der Brucker Sonnseite aus gesehen.]] | ||
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| + | : [[24. Jänner]] [[2026]]: Ein 49-jähriger Pinzgauer ist am Samstag auf der Schmittenhöhe in [[Zell am See]] nach einer Kollision mit einem Skifahrer trotz notärztlicher Versorgung noch an der Unfallstelle verstorben. Der zweitbeteiligte Jugendliche verließ die Unfallstelle, nachdem er von einer Frau – vermutlich seiner Mutter – weggebracht worden war. Zeugen gaben detaillierte Beschreibungen ab, zudem stellte die Polizei verlorene Leih-Ausrüstung sicher und leitete eine Öffentlichkeitsfahndung ein. Im Zuge dieser Fahndung meldete sich ein 14-jähriger [[Irland|irischer]] Urlauber gemeinsam mit seiner Familie bei der Polizei. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Verstorbenen sowie die Beiziehung eines Alpinsachverständigen zur Klärung der Unfallursache an.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/wende-nach-toedlichem-ski-unfall-in-zell-am-see-14-jaehriger-stellt-sich-der-polizei-art-314864 25. Jänner 2026</ref> | ||
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| + | * [[4. Jänner]]: Ein zehnjähriger Bub wurde auf der [[Schmittenhöhe]] gleich von zwei Wintersportlern erfasst – keiner der beiden hielt an, um Erste Hilfe zu leisten. Der Bub wurde per Hubschrauber ins [[Uniklinikum Salzburg]] gebracht.<ref>SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/zehnjaehriger-auf-skipiste-zweimal-angefahren-polizei-sucht-nach-fluechtigen-wintersportlern-art-312943 5. Jänner 2025]</ref> | ||
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| + | * [[20. Jänner]] [[2022]], Donnerstag: Tödliche Verletzungen hatte am Donnerstagnachmittag ein 38-jähriger Urlauber aus Dänemark bei einem Skiunfall in [[Zell am See]] erlitten. Der Mann war laut Polizeibericht Teil einer sechsköpfigen dänischen Gruppe, die im Skigebiet Schmittenhöhe die [[Nordabfahrt von der Schmittenhöhe|Nordabfahrt]] (eine als schwarz/schwierig gekennzeichnete Piste) hinunterfuhr. Auf zirka 1 000 [[m ü. A.|Höhenmetern]] kam der 38-Jährige laut Zeugenaussagen zu weit an den linken Rand und verlor die Kontrolle über seine Ski. Er stürzte eine steile Böschung rund 17 Meter hinab, prallte gegen einen Baum und stürzte weitere 15 Meter in die Tiefe. Die anderen Gruppenmitglieder leisteten sofort Erste Hilfe und verständigten die Rettungskräfte. Trotz schneller Hilfeleistung und Reanimationsversuchen verstarb der Skifahrer noch an der Unfallstelle.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/zell-am-see-daenischer-skifahrer-starb-nach-absturz-von-schwarzer-piste-115839895 www.sn.at], 21. Jänner 2022</ref> | ||
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| + | * [[30. Dezember]]: Ein 64-jähriger Skifahrer aus der [[Ukraine]] fuhr zwei Urlauberkinder aus [[England]] nieder, die dabei verletzt wurden. Der Ukrainer blieb unverletzt. | ||
| + | * [[27. Dezember]]: Ein Snowboarder kollidiert mit Skifahrerin.<ref>SALZBURG24 [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/verletzte-kinder-nach-skiunfaellen-in-salzburg-54796606 28. Dezember 2016]</ref> | ||
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| + | * Ein [[Niederlande|niederländischer]] Skilehrer wollte in der [[Silvester]]nacht 2013/14 im Skigebiet [[Schmittenhöhe]] alleine ins Tal abfahren. Dort kam er nie an. Mittwochmittag, den [[2. Jänner]] 2014, wurde er tot im Bachbett des Breitenbachgrabens gefunden. | ||
| + | * Ein Skifahrer hat am Dienstag, den [[24. Dezember]] 2013, auf einer Piste der Schmittenhöhe eine zehnjährige Schülerin aus Belgien von hinten niedergefahren und sich dann aus dem Staub gemacht. Zum Unfall kam es gegen 09:50 Uhr auf einem Flachstück der Hirschkogel-Abfahrt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/zell-am-see-skifahrer-faehrt-schuelerin-nieder-und-fluechtet-4119523 SN online, abgefragt am 3. Jänner 2014]</ref>. | ||
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| + | Bis zu zehn Stunden dauern die Wandertouren entlang des [[Hohe Tauern Panorama Trail]]s auf der Schmittenhöhe. Die Wanderziele heißen [[Rohrertörl]], [[Klinglertörl]] und Bürgl-Hütte. Leicht erwanderbar ist der [[Maurerkogel]], westlicher Nachbar der Schmittenhöhe. Ein Ausblick auf mehr als 30 Dreitausender belohnt den Wanderer, wenn das Wetter einen freien Blick gewährt; darunter der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], das [[Kitzsteinhorn]] und der [[Großvenediger]]. | ||
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| + | == Sport und Freizeit == | ||
| + | Sowohl im Sommer als auch im Winter wird die Schmittenhöhe auch als Startplatz zum [[Gleitschirmfliegen]] und zum [[Tandemfliegen]] genutzt. | ||
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| + | Am [[5. Juli]] [[1922]] kam es zur [[Pinzgauer Rekordfahrten 1922 mit einem BSA-Motorrrad|ersten Fahrt mit einem BSA-Motorrrad]] auf den Gipfel. | ||
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| + | [[Johann Genser]], ein [[Salzburger Flugpionier|Flugpionier]] aus dem Pinzgauer [[Piesendorf]], starb am [[7. Juni]] [[1931]] am Berg. Zum 50-jährigen Jubiläumsfest der [[Zeller Liedertafel]] wollte er tausenden Menschen zeigen, dass er über den [[Zeller See]] nach [[Thumersbach]] hinüber fliegen könne. Dabei stürzte er tödlich ab. | ||
| − | + | [[Franz Achleitner]], später Direktor der [[ÖFAG]], war ein Salzburger [[Segelflug|Segelflieger]] und Weltrekordhalter in der [[Luftfahrt]]. Am [[4. Februar]] [[1951]] führte er von der [[Schmittenhöhe]] mit einer Olympia-Meise O-052 "Salzburg 4" mit seiner ihm gerade angetraute Frau Hochzeitsflug durch. | |
| − | [[ | + | [[Datei:AbfahrtssperreHistorischeAnzeige.JPG|thumb|Pistensperre 1973 wegen Europacup-Rennen.]] |
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| − | + | Auf den Berg führen mehrere Aufstiegshilfen: | |
| + | * Die Schmittenhöhenbahn vom [[Schmittental]] | ||
| + | * Die [[Areitbahn]] mit anschließend der [[Breiteckbahn]] führt von [[Schüttdorf]]-Zell am See auf den Berg. | ||
| − | ==Daten und Fakten== | + | == Daten und Fakten == |
| − | Das Ski- und Wandergebiet Schmittenhöhe umfasst heute ( | + | Das Ski- und Wandergebiet Schmittenhöhe umfasst heute (2019): |
| − | * | + | * 77 km<ref name="SN2019">Stand 2019</ref> Pisten jeglicher Schwierigkeitsstufen (25 km blau, 25 km rot, 25 km schwarz) |
| + | * insgesamt 28 Liftanlagen<ref name="SN2019"></ref> | ||
* zwei Großkabinenbahnen, vier Umlaufseilbahnen, neun Sesselbahnen, 13 Schlepplifte | * zwei Großkabinenbahnen, vier Umlaufseilbahnen, neun Sesselbahnen, 13 Schlepplifte | ||
| − | * drei Kilometer geräumte Winterwanderwege auf | + | * drei Kilometer geräumte Winterwanderwege auf 2 000 [[M ü. A.|m Höhe]] |
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* 115 ha beschneite Pisten (das sind mehr als 60 % der Pisten) | * 115 ha beschneite Pisten (das sind mehr als 60 % der Pisten) | ||
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Aktuelle Version vom 25. Januar 2026, 14:44 Uhr
Die Schmittenhöhe ist der Hausberg westlich von Zell am See im Pinzgau, dessen Gipfelbereich sich jedoch bereits im Gebiet der Mitterpinzgauer Gemeinde Viehhofen befindet. Sie ist 1 965 m ü. A. hoch und gehört geologisch zu den Kitzbüheler Alpen.
Geografie
Die Hänge der Schmittenhöhe befinden sich in drei Gemeinden: Im Osten fallen sie nach Zell am See ab, im Westen nach Viehhofen und und im Südwesten nach Piesendorf. Am östlichen Fuß befindet sich der Zeller Ortsteil Schmitten. Östlich des Gipfels hat der Griesbach seine Quelle, der in den Schmittenbach entwässert, der nordöstlich des Gipfels seine Quelle hat.
Geologie
Die Schmittenhöhe gehört zu den Schieferalpen.
Geschichte
Im Jahr 1873 baut Rudolf Riemann den ersten Weg auf die Schmittenhöhe, bereits im Jahr darauf wird das Alpenvereinshaus eröffnet. Man konnte den Berg zu Fuß oder mit dem Stellwagen bezwingen. Berühmtheit erlangte der Berg, nachdem am 9. August 1885 Kaiserin Elisabeth (Sisi) die Schmittenhöhe besucht hatte. Ihr Mann Kaiser Franz Joseph I. folgte ihrem Beispiel am 1. Juli 1893.
1904–1905 lässt Karl Haschke, Besitzer des Berghotels, die Elisabethkapelle im Andenken an Kaiserin Elisabeth, die 1898 in Genf ermordet wurde, erbauen. Am 10. Jahrestag ihrer Ermordung, am 10. September 1908, wird die Kapelle durch Erzbischof Johannes Baptist Katschthaler (1900–1914) eingeweiht.
Am 31. Dezember 1927 wird die Schmittenhöhebahn als erste Seilbahn in Salzburg und als fünfte in Österreich offiziell eröffnet. 1971 wird mit dem Bau der Areitbahn vom Zeller Stadtteil Schüttdorf aus ein zweiter Weg auf die Schmittenhöhe realisiert.
"Schmidolins Feuertaufe" ist der Name eines spannenden Familien-Action-Weges, der sich auf der Schmittenhöhe befindet. Seit 2009 wird an den Hängen des Berges das Schmitten-Downhill-Golf-Turnier veranstaltet. Schmitten Mondschein Trophy ist eine Bergskisport-Veranstaltung auf der Schmittenhöhe.
Das erste Skirennen von der Schmittenhöhe auf der Nordabfahrt ins Tal wurde 1906 veranstaltet. Seit 1951 findet der Trasslauf statt und in den 1970er-Jahren fanden auch Weltcuprennen statt. Unter den Siegern war u. a. auch Annemarie Moser. Weitere Wintersportveranstaltungen an den Hängen der Schmittenhöhe siehe Wintersport in Zell am See.
Das Projekt Hochsonnberg hätte Piesendorf an das bestehende Lift- und Pistennetz der Schmittenhöhe anschließen sollen. Aus dem geplanten Baubeginn 2012 wurde aufgrund der Einsprüche nichts und das Projekt abgesagt.
Am 27. Juli 2024 wurde die Panorama-Plattform "Kaiserblick" eröffnet. Dabei handelt es sich um einen teils mit Glasboden versehener Steg, der 50 Meter über die Südseite der Bergkante hinausragt. Am Ende befindet sich eine Plattform mit Fernrohren, Viscopes[1] und einem Fotopoint. Von dieser Plattform bietet sich ein 270-Grad-Rundblick auf die Bergwelt sowie hinunter auf die Bergstadt und den Zeller See.[2]
Ereignisse
Winter 2025/26
- 24. Jänner 2026: Ein 49-jähriger Pinzgauer ist am Samstag auf der Schmittenhöhe in Zell am See nach einer Kollision mit einem Skifahrer trotz notärztlicher Versorgung noch an der Unfallstelle verstorben. Der zweitbeteiligte Jugendliche verließ die Unfallstelle, nachdem er von einer Frau – vermutlich seiner Mutter – weggebracht worden war. Zeugen gaben detaillierte Beschreibungen ab, zudem stellte die Polizei verlorene Leih-Ausrüstung sicher und leitete eine Öffentlichkeitsfahndung ein. Im Zuge dieser Fahndung meldete sich ein 14-jähriger irischer Urlauber gemeinsam mit seiner Familie bei der Polizei. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Verstorbenen sowie die Beiziehung eines Alpinsachverständigen zur Klärung der Unfallursache an.[3]
- 4. Jänner: Ein zehnjähriger Bub wurde auf der Schmittenhöhe gleich von zwei Wintersportlern erfasst – keiner der beiden hielt an, um Erste Hilfe zu leisten. Der Bub wurde per Hubschrauber ins Uniklinikum Salzburg gebracht.[4]
Winter 2021/22
- 20. Jänner 2022, Donnerstag: Tödliche Verletzungen hatte am Donnerstagnachmittag ein 38-jähriger Urlauber aus Dänemark bei einem Skiunfall in Zell am See erlitten. Der Mann war laut Polizeibericht Teil einer sechsköpfigen dänischen Gruppe, die im Skigebiet Schmittenhöhe die Nordabfahrt (eine als schwarz/schwierig gekennzeichnete Piste) hinunterfuhr. Auf zirka 1 000 Höhenmetern kam der 38-Jährige laut Zeugenaussagen zu weit an den linken Rand und verlor die Kontrolle über seine Ski. Er stürzte eine steile Böschung rund 17 Meter hinab, prallte gegen einen Baum und stürzte weitere 15 Meter in die Tiefe. Die anderen Gruppenmitglieder leisteten sofort Erste Hilfe und verständigten die Rettungskräfte. Trotz schneller Hilfeleistung und Reanimationsversuchen verstarb der Skifahrer noch an der Unfallstelle.[5]
Winter 2016/17
- 30. Dezember: Ein 64-jähriger Skifahrer aus der Ukraine fuhr zwei Urlauberkinder aus England nieder, die dabei verletzt wurden. Der Ukrainer blieb unverletzt.
- 27. Dezember: Ein Snowboarder kollidiert mit Skifahrerin.[6]
Winter 2013/14
- Ein niederländischer Skilehrer wollte in der Silvesternacht 2013/14 im Skigebiet Schmittenhöhe alleine ins Tal abfahren. Dort kam er nie an. Mittwochmittag, den 2. Jänner 2014, wurde er tot im Bachbett des Breitenbachgrabens gefunden.
- Ein Skifahrer hat am Dienstag, den 24. Dezember 2013, auf einer Piste der Schmittenhöhe eine zehnjährige Schülerin aus Belgien von hinten niedergefahren und sich dann aus dem Staub gemacht. Zum Unfall kam es gegen 09:50 Uhr auf einem Flachstück der Hirschkogel-Abfahrt.[7].
Wandern
Bis zu zehn Stunden dauern die Wandertouren entlang des Hohe Tauern Panorama Trails auf der Schmittenhöhe. Die Wanderziele heißen Rohrertörl, Klinglertörl und Bürgl-Hütte. Leicht erwanderbar ist der Maurerkogel, westlicher Nachbar der Schmittenhöhe. Ein Ausblick auf mehr als 30 Dreitausender belohnt den Wanderer, wenn das Wetter einen freien Blick gewährt; darunter der Großglockner, das Kitzsteinhorn und der Großvenediger.
Sport und Freizeit
Sowohl im Sommer als auch im Winter wird die Schmittenhöhe auch als Startplatz zum Gleitschirmfliegen und zum Tandemfliegen genutzt.
Am 5. Juli 1922 kam es zur ersten Fahrt mit einem BSA-Motorrrad auf den Gipfel.
Johann Genser, ein Flugpionier aus dem Pinzgauer Piesendorf, starb am 7. Juni 1931 am Berg. Zum 50-jährigen Jubiläumsfest der Zeller Liedertafel wollte er tausenden Menschen zeigen, dass er über den Zeller See nach Thumersbach hinüber fliegen könne. Dabei stürzte er tödlich ab.
Franz Achleitner, später Direktor der ÖFAG, war ein Salzburger Segelflieger und Weltrekordhalter in der Luftfahrt. Am 4. Februar 1951 führte er von der Schmittenhöhe mit einer Olympia-Meise O-052 "Salzburg 4" mit seiner ihm gerade angetraute Frau Hochzeitsflug durch.
Aufstiegshilfen
Auf den Berg führen mehrere Aufstiegshilfen:
- Die Schmittenhöhenbahn vom Schmittental
- Die Areitbahn mit anschließend der Breiteckbahn führt von Schüttdorf-Zell am See auf den Berg.
Daten und Fakten
Das Ski- und Wandergebiet Schmittenhöhe umfasst heute (2019):
- 77 km[8] Pisten jeglicher Schwierigkeitsstufen (25 km blau, 25 km rot, 25 km schwarz)
- insgesamt 28 Liftanlagen[8]
- zwei Großkabinenbahnen, vier Umlaufseilbahnen, neun Sesselbahnen, 13 Schlepplifte
- drei Kilometer geräumte Winterwanderwege auf 2 000 m Höhe
- permanente Rennstrecke, Funpark, Halfpipe
- 115 ha beschneite Pisten (das sind mehr als 60 % der Pisten)
- 20 Bergrestaurants und Hütten
Bilder
Schmittenhöhe – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblinks
- Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 7. April 2023
- Grenzverlauf auf www.openstreetmap.org
Quellen
- Salzburger Saalachtal
- Europasportregion
- Schmittenhöhebahn AG
- "Salzburger Nachrichten", 21. Jänner 2011
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- Salzburger Geographisches Informationssystem (SAGIS), im Internet unter www.salzburg.gv.at/sagismobile... abrufbar.
Einzelnachweise
- ↑ Ein Viscope ist ein optomechanisches Gerät zum Anvisieren entfernter Objekte am Horizont
- ↑ www.sn.at, 27. Juli 2024
- ↑ SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/wende-nach-toedlichem-ski-unfall-in-zell-am-see-14-jaehriger-stellt-sich-der-polizei-art-314864 25. Jänner 2026
- ↑ SALZBURG24 vom 5. Jänner 2025
- ↑ www.sn.at, 21. Jänner 2022
- ↑ SALZBURG24 28. Dezember 2016
- ↑ SN online, abgefragt am 3. Jänner 2014
- ↑ 8,0 8,1 Stand 2019