Stadtviertel Gstätten: Unterschied zwischen den Versionen

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Seit [[1608]], (also noch vor der[[Befestigung der Stadt Salzburg#Die dritte Stadtbefestigung (1620 bis 1648)|Lodronschen Stadtbefestigung]]) umfasste, wie [[Franz Valentin Zillner]] (Band 1 S. 174/175) in seiner "''Geschichte der Stadt Salzburg''" schreibt, die Steuerbeschreibung der Stadt bereits zwölf Viertel:  
 
Seit [[1608]], (also noch vor der[[Befestigung der Stadt Salzburg#Die dritte Stadtbefestigung (1620 bis 1648)|Lodronschen Stadtbefestigung]]) umfasste, wie [[Franz Valentin Zillner]] (Band 1 S. 174/175) in seiner "''Geschichte der Stadt Salzburg''" schreibt, die Steuerbeschreibung der Stadt bereits zwölf Viertel:  
 
 
* der [[Alter Markt|Markt]] mit 51 Häusern
 
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* der [[Kaiviertel|Kai]] mit 110 Häusern
 
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==Die Viertel und Bezirke des frühen 19. Jahrhunderts==
 
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Im frühen [[19. Jahrhundert]] war die innere Stadt dann in acht Viertel bzw. Bezirke eingeteilt; die Vorstädte bildeten weitere acht Viertel (Bezirke):  
 
Im frühen [[19. Jahrhundert]] war die innere Stadt dann in acht Viertel bzw. Bezirke eingeteilt; die Vorstädte bildeten weitere acht Viertel (Bezirke):  
 
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* 1. Bezirk: Marktviertel (67 Häuser)
* 1. Bezirk Marktviertel (67 Häuser)
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* 2. Bezirk: Kaiviertel- Wasserseite (70 Häuser)
* 2. Bezirk Kaiviertel- Wasserseite (70 Häuser)
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* 3. Bezirk: Kaiviertel Bergseite samt Nonnberg und [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] (80 Häuser)
* 3. Bezirk Kaiviertel Bergseite samt Nonnberg und [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] (80 Häuser)
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* 4. Bezirk: Tragassenviertel, Bergseite halbe Tragasse samt halber Kirchgasse ([[Sigmund-Haffner-Gasse]]) und samt dem ''Inneren Mönchsberg'' (48 bis 50 Häuser)
* 4. Bezirk Tragassenviertel, Bergseite halbe Tragasse samt halber Kirchgasse ([[Sigmund-Haffner-Gasse]]) und samt dem ''Inneren Mönchsberg'' (48 bis 50 Häuser)
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* 5. Bezirk: Tragassenviertel, Wasserseite, d. h. Gstätten, [[Gries]] und halbe Tragasse (76 bis 96 Häuser)  
* 5. Bezirk Tragassenviertel, Wasserseite, d. h. Gstätten, [[Gries]] und halbe Tragasse (76 bis 96 Häuser)  
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* 6. Bezirk: ''Innere [[Steingasse]]'' samt [[Linzer Gasse]] bis zum alten [[Inneres Ostertor|Inneren Ostertor]] und samt dem [[Imberg]] (70 bis 72 Häuser)
* 6. Bezirk ''Innere [[Steingasse]]'' samt Linzer Gasse bis zum alten [[Inneres Ostertor|Inneren Ostertor]] und samt dem [[Imberg]] (70 bis 72 Häuser)
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* 7. Bezirk: Berggasse und Teile der äußeren Linzergasse (70 Häuser)  
* 7. Bezirk Berggasse und Teile der äußeren Linzergasse (70 Häuser)  
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* 8. Bezirk: Teile der Linzer Gasse, [[Lederergasse]] und Umgebung bis zum Lodronbogen (''Perckstraßtor'') (69 bis 72 Häuser)  
* 8. Bezirk Teile der Linzer Gase, Lederergasse und Umgebung bis zum Lodronbogen (''Perckstraßtor'') (69 bis 72 Häuser)  
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* 9. Bezirk: ''Äußerer Mönchsberg'' mit 34 Häusern
* 9. Bezirk ''Äußerer Mönchsberg'' mit 34 Häusern
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* 10. Bezirk: Vorstadt Mülln mit 60 Häusern
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* 11. Bezirk: [[Riedenburg]] mit 60 Häusern
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* 13. Bezirk: Vorstadt Nonntal mit 105 Häusern
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* 14. Bezirk: Die Vorstadt Äußerer Stein mit 49 Häusern
* 14. Bezirk Die Vorstadt Äußerer Stein mit 49 Häusern
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* 15. Bezirk: [[Schallmoos]] etwa bis zum später erbauten [[Salzburg Hauptbahnhof|Bahnhof]] mit 106 Häusern  
* 15. Bezirk [[Schallmoos]] etwa bis zum später erbauten [[Salzburg Hauptbahnhof|Bahnhof]] mit 106 Häusern  
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* 16. Bezirk: [[Froschheim]] mit 85 Häusern
* 16. Bezirk Froschheim mit 85 Häusern
 
  
 
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== Die Gstätten als Viertel in seiner mutmaßlichen Ausdehnung==
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** das [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder|Spital der Barmherzigen Brüder]] von [[1616]] bis [[1624]],
** das [[Priesterseminar Erzdiözese Salzburg|Priesterseminar]], beim [[Bergsturz]] [[1669]] zerstört; hier dann das [[Ursulinenkloster]] [[1695]] - [[1957]] und dann das [[Haus der Natur]] seit [[1959]],
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** das [[Priesterseminar Erzdiözese Salzburg|Priesterseminar]], beim [[Bergsturz]] [[1669]] zerstört; hier dann das [[Ursulinenkloster]] [[1695]] bis [[1957]] und dann das [[Haus der Natur]] seit [[1959]],
 
** die [[Ursulinenkirche St. Markus]], erbaut [[1616]], durch den Bergsturz 1669 zerstört, [[1679]] neu erbaut, [[1705]] geweiht,
 
** die [[Ursulinenkirche St. Markus]], erbaut [[1616]], durch den Bergsturz 1669 zerstört, [[1679]] neu erbaut, [[1705]] geweiht,
 
** [[Berglkirche St. Maria am Gestade]], erbaut [[1558]], durch den Bergsturz 1669 zerstört, 1679 neu erbaut, [[1800]] profaniert,
 
** [[Berglkirche St. Maria am Gestade]], erbaut [[1558]], durch den Bergsturz 1669 zerstört, 1679 neu erbaut, [[1800]] profaniert,

Version vom 4. April 2018, 23:43 Uhr

Gstätten war im 17. und 18. Jahrhundert eine Bezeichnung für einen Teil (Stadtviertel) der Salzburger Altstadt.

Beschreibung

Es handelt sich dabei etwa um den Raum der nördlichen Hälfte der heutigen Griesgasse bis zum Anton-Neumayr-Platz, zur Gstättengasse und zum Klausentor.

Name

Es ist sprachlich richtig, den Begriff Stadtviertel Gstätten (seit 1608) zu verwenden. Der Name Gstättenviertel ist dagegen in der historischen Literatur weitgehend unüblich und unbekannt. Niemand würde in Salzburg z. B. vom Müllnviertel bzw. vom Nonntalviertel sprechen. Gebräuchlicher war der Name "In der Gstätten".

Die Gstätten war bis zur Einbeziehung in die Lodronsche Stadtmauer eine typischer Vorort. Er gehörte aber, ähnlich wie Mülln, stets zum Weichbild der Stadt. Es galt damit hier das strengere Stadtrecht und galt somit in der frühen Neuzeit bereits als eigenes Viertel. Noch 1523 bildeten die Tragasse mit der Gstätten und mit Mülln zusammen ein Viertel.

Das Stadtviertel

Seit 1608, (also noch vor derLodronschen Stadtbefestigung) umfasste, wie Franz Valentin Zillner (Band 1 S. 174/175) in seiner "Geschichte der Stadt Salzburg" schreibt, die Steuerbeschreibung der Stadt bereits zwölf Viertel:

Die Viertel und Bezirke des frühen 19. Jahrhunderts

Im frühen 19. Jahrhundert war die innere Stadt dann in acht Viertel bzw. Bezirke eingeteilt; die Vorstädte bildeten weitere acht Viertel (Bezirke):

  • 1. Bezirk: Marktviertel (67 Häuser)
  • 2. Bezirk: Kaiviertel- Wasserseite (70 Häuser)
  • 3. Bezirk: Kaiviertel Bergseite samt Nonnberg und St. Peter (80 Häuser)
  • 4. Bezirk: Tragassenviertel, Bergseite halbe Tragasse samt halber Kirchgasse (Sigmund-Haffner-Gasse) und samt dem Inneren Mönchsberg (48 bis 50 Häuser)
  • 5. Bezirk: Tragassenviertel, Wasserseite, d. h. Gstätten, Gries und halbe Tragasse (76 bis 96 Häuser)
  • 6. Bezirk: Innere Steingasse samt Linzer Gasse bis zum alten Inneren Ostertor und samt dem Imberg (70 bis 72 Häuser)
  • 7. Bezirk: Berggasse und Teile der äußeren Linzergasse (70 Häuser)
  • 8. Bezirk: Teile der Linzer Gasse, Lederergasse und Umgebung bis zum Lodronbogen (Perckstraßtor) (69 bis 72 Häuser)
  • 9. Bezirk: Äußerer Mönchsberg mit 34 Häusern
  • 10. Bezirk: Vorstadt Mülln mit 60 Häusern
  • 11. Bezirk: Riedenburg mit 60 Häusern
  • 12. Bezirk: Lehen mit 40 Häusern
  • 13. Bezirk: Vorstadt Nonntal mit 105 Häusern
  • 14. Bezirk: Die Vorstadt Äußerer Stein mit 49 Häusern
  • 15. Bezirk: Schallmoos etwa bis zum später erbauten Bahnhof mit 106 Häusern
  • 16. Bezirk: Froschheim mit 85 Häusern

Die Gstätten als Viertel in seiner mutmaßlichen Ausdehnung

Zur Salzach war das Viertel durch die Stadtbefestigung gesichert: von der Staatsbrücke her beginnend mit der Alte Thürnitz und der Ursulinenmauer mit Sternschanze (1641 bis 1860).

An Gebäuden und Einrichtungen befanden sich (von der heutigen Staatsbrücke her kommend):

Quellen