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| − | {{Stub}} | + | {{Dieser Artikel|beschreibt das '''ehemalige und 2006 geschlossene Hotel Kobenzl'''. Für das an dieser Stelle 2014 eröffnete [[B&B Kobenzl]] und die [[Jausenstation Judenbergalm]] sowie die vorher bestandene [[Gaststätte Judenberg]] siehe deren eigene Artikel}} |
| − | [[Bild:Hotel_Kobenzl.jpg|thumb|250px|aufgenommen von der [[Arenbergstraße]] im [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]]]]
| + | {{geschlossen}} |
| − | [[Bild:Kobenzl_02.jpg|thumb|250px|das Hotel Kobenzl am [[Gaisberg]] im ''Dornröschenschlaf'' 2008 - seit 2007 nicht mehr im Betrieb]] | + | [[Datei:Hotel Kobenzl 1960er.jpg|thumb|Postkarte aus den 1960er-Jahren.]] |
| − | [[Bild:Kobenzl_03.jpg|thumb|250px|hier der Wellnessteil mit Hallenbad, Blick auf die Stadt Salzburg]]
| + | Das '''Hotel Kobenzl''' (früher auch ''Cobenzl'' geschrieben) auf dem [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde am [[28. März]] [[1953]] eröffnet und war bis [[2006]] geöffnet. [[2014]] bis Februar [[2015]] waren in diesem geschichtlich bedeutenden Gebäude eine [[Jausenstation Judenbergalm|Jausenstation]] und ein [[B&B Kobenzl|Bed & Breakfast]] untergebracht. Im Februar 2015 wurde es ein Verteilzentrum für [[Asylwerber in Salzburg]]. |
| − | Das '''Hotel Kobenzl''' (auch ''Cobenzl'' geschrieben) am [[Gaisberg]] bei Salzburg wurde am [[28. März]] [[1953]] eröffnet. | + | |
| | + | [[Datei:Hotel Kobenzl Jänner 2026.jpg|thumb|Hotel Kobenzl, Jänner 2026.]] |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Die erste urkundiche Erwähnung von "MItter-Judenberg" als Bauernhof gibt es im 1625. | + | Die erste urkundliche Erwähnung von "Mitter-Judenberg" als [[Bauernhof]] findet sich [[1625]]. |
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| − | Auf der ehemaligen Haltestelle der [[Gaisbergzahnradbahn]], die bis zum Bau der Gaisbergstrasse 1929 existierte, wurde 1864 die erste Jausenstation errichtet.
| + | An einer ehemaligen Haltestelle der [[Gaisbergbahn|Gaisberg-Zahnradbahn]], die bis zum Bau der [[Gaisberg Landesstraße|Gaisbergstraße]] [[1929]] bestand, wurde [[1864]] die erste [[Gaststätte Judenberg|Jausenstation]] errichtet. Das Haus hatte verschiedene Namen, vom ''Rosenhof'' bis ''Judenbergalm'' und ''Cobenzl ''. Am [[28. März]] [[1953]] eröffnete [[Julius Böhacker]] darin erstmals ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner für fünf Jahre verpachtet.<ref>"[[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]]", Seite 405 sowie [https://www.sn.at/archivsn?img=xDTZ%2FX8zPUIYg3VOx1DcKzAOaMImeyzXCECAYNnrRwmF7YafBmFuLVIUqkYn9SJYN%2Fk1QHVZSr%2Bl52qDf4p%2B5YyC44X%2FFMyePHX4Z%2FGn4DTwLAHEur8GHzo3UZ1UWnJ4&id1=19530109_05&q=%2522Julius%2520B%25C3%25B6hacker%2522#slide5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 9. Jänner 1953, Seite 5</ref> |
| − | Das Haus hatte verschiedene Namen vom Rosenhof bis Judenbergalm und Cobenzl - | + | |
| − | Julius Böhacker hat erstmals ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant errichtet. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner verpachtet. | + | Am [[27. Jänner]] [[1959]] kam es zur Versteigerung des "Einkehrgasthofs am Rosenhof", Judenbergalm.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=pVNf%2Bpf12BBTmgAtTpKuHsxhn3YIOFd6Oz%2BC6Q0YlLgGRYIuwRbkR84FqGgCLZhtNCPVNCbPcklNgVfWErsWWdulE3dQ7P8elvJnMtlHYBHSqijcAREoBouwSx56U9dI&id1=19581122_36&q=Judenbergalm#sn-archiv-36 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 22. November 1958, Seite 30</ref> Bei dieser Versteigerung verwirklichte sich der [[Pinzgau]]er Bergbauernsohn Rupert Herzog zusammen mit einer Wirtstochter aus [[Taxenbach]], Marianne, die als Ehepaar Herzog nach Salzburg gingen, ihren Lebenstraum und ersteigerten das Hotel "Judenbergalm" um 1,836 Millionen [[Schilling]]. Der Schätzwert betrug 3,555 Millionen Schilling, das geringste Angebot 1,777 Millionen Schilling. Das Ehepaar Herzog besaß in [[Taxenbach]]-[[Högmoos]] den Gasthof Stifterwirt.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=h%2F6SZNOeU7GuMK7rntEDQa7T2TliwXeqL%2BuSwaKbQj0BwJ6JXMlj2I6nHNCkzIaAHluLMSJuUV3j9wh1rE0dp77y5W9lRhHxk4V9jYCI10wZUa7%2FjPvi5N4RDp69B8Uy&id1=19590123_05&q=Judenbergalm#sn-archiv-5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 23. Jänner 1959, Seite 5</ref> |
| − | Das Haus wurde alle paar Jahre verkauft - versteigert. | + | In "Kobenzl" umbenannt, wurde das Hotel bald zur nobelsten Adresse in Salzburg. Ihre drei Kinder Marianne, Rupert und Peter, wuchsen im Hotel auf. |
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| | + | Am [[29. August]] [[1966]] besuchten Klaus v. Amsberg und Prinzessin Beatrix das Hotel. Der "Erlafthal-Bote" berichtet in seiner Ausgabe vom [[3. September]] [[1966]] von diesem Besuch:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=etb&datum=19660903&query=%22Tauernkraftwerke+AG%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Erlafthal-Bote", Ausgabe vom 3. September 1966, Seite 3</ref> |
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| | + | <blockquote>''Klaus v. Amsberg und Prinzessin Beatrix besuchten am Nachmittag des selben Tages den am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]]hang gelegenen Salzburger "Kobenzl". Die Kinder des Besitzers, in [[Dirndl]] und [[Lederhose]], überreichten den hohen Gästen Blumen. Das Paar war sichtlich erfreut über die nette Geste und verblieb einige Zeit, um die Aussicht zu genießen.</blockquote> |
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| | + | [[1971]] kaufte die Familie Herzog den [[Gaisberg-Sessellift]], stellte ihn jedoch bereits im Folgejahr ein. [[1975]] wurde im Kobenzl, wie die "[[Salzburger Nachrichten]]" berichteten, Salzburgs erstes öffentliches "Hotelhallenbad" eröffnet, samt Fitnesszentrum, Solarien und Sauna. |
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| | + | [[Datei:Nixon und Kreisky am Kobenzl.jpg|thumb|Der amerikanische Präsident Richard Nixon und der österreichische Bundeskanzler [[Bruno Kreisky]] im Jahr 1972 am Hotel Kobenzl]] |
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| | + | Viele internationale Stars und Politiker weilten hier für die Dauer ihres Aufenthalts in Salzburg. So zum Beispiel trafen sich am Pfingstsonntag, den [[21. Mai]] [[1972]], der amerikanische Präsident [[Richard Nixon]] mit dem österreichischen Bundeskanzler [[Bruno Kreisky]] zu einem Mittagessen im Hotel Kobenzl.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=TTRhPQCgsXPR1eMyU2xd%2FW4HBQfNS3z67QsYDSv2Mn7NDGjl5YP38W%2F3Vkbc2UNZUC%2BO2Ln2Q7RnzkseiZMkm22yv1GNMHwQ6Shoc%2Bzse30H2AW15xf3X8lq29P%2Bng6%2B&id1=19720521_03&q=Judenbergalm#slide3 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 21. Mai 1972, Extraausgabe</ref> [[1974]] war der amerikanische Präsident Richard Nixon vom [[10. Juni]] bis [[12. Juni]] zum zweiten Mal in der Stadt Salzburg. Ob er dabei auch wieder im Kobenzl war, konnte aus den Zeitungsartikeln nicht gelesen werden. Weitere Gäste des Kobenzls waren Künstler der [[Salzburger Festspiele]] ebenso wie Arnold Schwarzenegger, der mehrfache italienische Motorradweltmeister [[Giacomo Agostini]], der Fußballclub Ajax Amsterdam oder Skistars wie Michaela Dorfmeister, um nur einige zu nennen. Auch, US-Außenminister Henry Kissinger, Englands Ex-Premierministerin Margaret Thatcher, José Carreras, [[Thomas Bernhard]] und Herbert Grönemeyer zählten zu den Gästen des Hauses. |
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| | + | [[Datei:Ein traditionsreiches Haus.jpg|thumb|Hotel Kobenzl, ein traditionsreiches Haus]] |
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| | + | [[1992]] wurde Tochter [[Marianne von Buseck]] Geschäftsführerin und später Eigentümerin. Sie baute [[1996]] eine Vitalinsel und entdeckte dabei [[2002]] durch vier Geomanen angebliche "Energieplätze" auf der Liegenschaft des Vitalhotels. Das Wort "Gaisberg" wird von einzelnen Esoterikern nicht auf das germanische Wort "Geiß" zurückgeführt, sondern auf ein angebliches [[Kelten|keltisches]] Wort mit der Bedeutung "heilig". Auf dem Grundstück vom Hotel Kobenzl befinden sich angeblich über 20 Energieplätze. Der Stärkste von ihnen strahlt dabei diesen Angaben zufolge bis zu 40 km weit. D |
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| | + | [[Datei:Luxuriöses Mobilar.jpg|thumb|Luxuriöses Mobilar im Kobenzl]] |
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| | + | Das Hotel besaß nun auch einen Seminarbereich und 80 Betten. Im Herbst [[2004]] verließ Marianne von Buseck, Mutter von vier Kindern, die Gastronomie. [[Peter Herzog]], einer der beiden Söhne, führte das Haus bis Oktober [[2006]]. Danach stand das Gebäude zum Verkauf. |
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| | + | === Versuchter Neubeginn März 2012 === |
| | + | Im Oktober 2011 wurde dann bekannt, dass die Besitzer Marianne und Rupert Herzog einen Vorverkaufsvertrag mit einem Investor aus Nordrhein-Westfalen ([[Deutschland]]) unterzeichnet hatten, der geheim bleiben möchte. Der kolportierte Verkaufspreis soll 12,5 Millionen Euro betragen. Für Renovierungsarbeiten und Technik werden weitere 2,5 Millionen Euro budgetiert. Die Neueröffnung als Fünf-Sterne-Plus Hotel war für [[17. März]] [[2012]]<ref>in den [[Stadt Nachrichten]] vom 14. Oktober 2011 wurde dann aber als geplantes Eröffnungsdatum der 7. April 2012 genannt</ref> geplant. |
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| | + | [[Datei:Hotel Kobenzl von Hellbrunn 2012.jpg|thumb|2012: Das Hotel Kobenzl von [[Hellbrunn]].]] |
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| | + | Der bis Ende November 2011 zu bezahlende Kaufpreis wurde ebenso wenig bezahlt wie der Hauptvertrag nicht unterzeichnet wurde. Mitte Jänner 2012 wurde bekannt, dass der Verkauf geplatzt war. Die Eigentümerfamilie und der betroffene Projektabwickler sparten nicht mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und warfen einander Betrug vor. Gegen den Projektabwickler begann inzwischen die Staatsanwaltschaft zu ermitteln. Im Mai 2014 wurde Projektabwickler am Amtsgericht [[Laufen an der Salzach]] ([[Bayern]]) zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt. Ein Betrugsvorsatz sei nicht nachweisbar<ref>{{Quelle SN|28. Mai 2014}}</ref>. |
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| | + | === Neubeginn 2014 === |
| | + | Im Frühjahr 2014 öffnete das Kobenzl endlich wieder seine Pforten. Der Betreiber ist wieder die Familie Herzog. Das Haus wurde mit einem völlig neuen Konzept und neuem, altem Namen - "[[Jausenstation Judenbergalm|Judenbergalm]]" - eröffnet. Parallel dazu öffnete auch das [[B&B Kobenzl]], ein familiäres und unkonventionelles Bed & Breakfast. |
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| − | 1959 verwirklichte sich der Pinzgauer Bergbauernsohn Rupert Herzog zusammen mit einer Wirtstochter aus [[Taxenbach]], Marianne, die als Ehepaar Herzog nach Salzburg gingen, ihren Lebenstraum und erwarben das alte Ausflugsgasthaus „Judenbergalm“. In „Kobenzl“ umbenannt, wurde das Hotel bald zur nobelsten Adresse in Salzburg. Ihre 3 Kinder Marianne, Rupert und Peter wuchsen im Hotel auf.
| + | ===Verteilzentrum für Asylwerber === |
| | + | Im [[Jänner]] [[2015]] wurde bekannt, dass das Innenministerium und das [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land Salzburg]] im ehemaligen Luxushotel Kobenzl ein Verteilerzentrum für bis zu 100 Asylwerber einrichten wird. Einer der Standortvorteile wäre nämlich, dass es keine Anrainer gibt. Der Bund drängte seit mehreren Monaten auf die Einrichtung solcher Verteilerzentren in den Bundesländern. Hintergrund war, dass die Erstaufnahmezentren in Traiskirchen ([[NÖ]]) und Thalham ([[OÖ]]) entlastet werden sollten. Für die Verteilzentren ist grundsätzlich der Bund zuständig<ref>{{Quelle SN|29. Jänner 2015}}</ref>. |
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| − | [[1971]] kauft die Familie Herzog den [[Gaisberg-Sessellift]], stellte ihn jedoch bereits im Folgejahr ein. | + | [[Datei:Hotel Kobenzl 2018.jpg|thumb|Aufnahme 2018 vom [[Festungsberg]].]] |
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| − | Viele internationale Stars und Politiker weilten hier für die Dauer ihres Aufenthalts in Salzburg. So zum Beispiel [[1974]] der amerikanische Präsident Richard Nixon, der am [[10. Juni]] auf dem [[Flughafen Salzburg]] landete. Darunter buntgemischt - Künstler der Festspiele ebenso wie Arnold Schwarzenegger oder Sportler wie Giacomo Agostini oder Ajax Amsterdam oder Schistars wie Michaela Dorfmeister, um nur einige zu nennen.
| + | Während das Land im [[Februar]] [[2021]] keine laufenden Verträge für nicht mehr benötigte Immobilien offen hatte, überwies der Bund nach wie vor an den Eigentümer des früheren Hotel Kobenzl auf dem Gaisberg monatlich einen fünfstelligen Betrag. Bereits 2018, als nur noch wenige der 126 Plätze besetzt waren, kündigte das Innenministerium an, aus dem bis [[2026]] laufenden Vertrag aussteigen zu wollen. Die Höhe der Miete gab das Ressort damals mit 27.326 Euro zuzüglich Betriebskosten von 3.700 Euro monatlich an. Das Bestreben, aus diesem Vertrag auszusteigen, bestehe nach wie vor, hieß es aus dem Ministerium auf Anfrage.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/salzburger-asylquartier-bund-haengt-im-mietvertrag-fest-99666337 www.sn.at], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 12. Februar 2021</ref> |
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| − | 1992 wurde Tochter Marianne von Buseck Geschäftsführer und später Eigentümer. Sie baute 1996 eine Vitalinsel - und entdeckte 2002 durch 4 Geomanen die grosse Kraft des Gaisberges. Gaisberg ist ein keltisches Wort -es heisst Sakro Sankt.
| + | Mehr als 1,2 Millionen Euro hatte das Innenministerium von Anfang 2015 bis Ende [[2020]] an den Eigentümer überwiesen. Das geht aus einem Rechnungshofbericht im Jänner [[2022]] hervor. Menschen waren dort zuletzt 2018 untergebracht. Obwohl das Gebäude seither leer stand, überwies das Innenministerium weiter eine stattliche Miete an den Eigentümer - 232.936 Euro im Jahr, steht im RH-Bericht. Das Papier offenbart nicht nur die hohen Kosten für die ungenutzte Liegenschaft, sondern auch, wie der Bund in diese Situation kam und seit Abschluss des Vertrags, der ursprünglich noch bis 2026 laufen sollte, im Februar 2015 fest steckte. Bis dahin wären laut den Berechnungen noch 1,2 Millionen Euro zu zahlen. Bisher floss bereits etwa die gleiche Summe. Diese Zahlen sind inzwischen überholt, da sie nur den Zeitraum bis Jahresende 2020 abdecken. [[2021]] kam Bewegung in die Sache. |
| − | Am Gaisberg wurden bis ins Mittelalter Kultfeste gefeiert. Am Kobenzl Grundstück befinden sie über 20 Energieplätze - der stärkte einer der bis zu 40 km ringsum alles mit Energie versorgt.
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| − | Das Hotel hat inzwischen einen Seminarbereich, und 80 Betten. Im Herbst 2004 verliess Marianne von Buseck, Mutter von 4 Kindern die Gastronomie.
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| − | Sohn Peter Herzog führte das Haus bis Oktober 06. Seither ist es geschlossen.. Dass traditionsreiche Hotel steht seither zum Verkauf und bis dato Februar 09 - nicht mehr wieder eröffnet wurde.
| + | Als sich das Quartier 2018 leerte, kündigte das Ministerium an, aus dem Vertrag aussteigen zu wollen. In der Zwischenzeit beauftragte man in Abstimmung mit der Finanzprokuratur einen Sachverständigen, der den Zustand des Gebäudes bewerten sollte, um eine Mietzinsreduktion zu erwirken. Das Gutachten stellte fest, "dass das Gebäude nur in minimalstem Ausmaß instand gehalten wurde und eine zunehmende Verschlechterung der Gebäudestruktur vorlag, woraus erhöhte Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten resultierten. Auch die Objektsicherheit war nicht bzw. nur teilweise gegeben." Im März 2020 wurde ein weiteres Gutachten zur Bewertung der Miete eingeholt - mit dem Ergebnis, "dass eine Reduktion von 40 Prozent des monatlichen Bruttomietzinses gerechtfertigt war". Dementsprechend habe das Innenministerium die Zahlungen ab April 2020 einseitig verringert. Daraufhin klagte der Vermieter laut Rechnungshof zwei Monate später die offenen Beträge vor dem [[Bezirksgericht Salzburg]] ein. Aber offenbar kam er mit seiner Klage nicht durch, denn die Mietdauer sei 2021 "wesentlich verkürzt" und der Mietzins "nennenswert reduziert" worden. Außerdem sei die Erhaltungspflicht dem Vermieter und nicht mehr dem Mieter aufgetragen worden.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/kobenzl-bund-kommt-doch-frueher-aus-dem-mietvertrag-heraus-116212540 28. Jänner 2022]</ref> |
| − | Quelle - marianne von Buseck direkt
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| − | ==Quelle== | + | === 2024: Neue Pläne === |
| − | * Diverse Internetseiten | + | Insgesamt überwies der Bund den Eigentümern bis [[2024]] drei Millionen Euro: 1,2 Millionen flossen während der aktiven Nutzung als Asylquartier. Ab Ende 2018 wurde es nicht mehr genutzt, dennoch fielen 1,8 Millionen Euro Miete an. Mit Ende des Jahres 2024 lief die Vereinbarung mit dem Bund aus, Pläne für die Zukunft des Hauses hatte die Eigentümerfamilie Herzog offenbar bereits geschmiedet. Peter Herzog und seine Frau Stefanie wollen das Gebäude abreißen lassen und nach einem Entwurf von Architekt Erich Wagner (unterstützt von Architekt Eduard Widmann) als Luxushotel neu errichten. Sie berufen sich auf ein Gutachten, wonach der Erhalt des Gebäudes wirtschaftlich nicht vertretbar sei. Dieser Nachweis ist laut [[Salzburger Raumordnungsgesetz]] eine der Voraussetzungen dafür, dass ein rechtmäßiger Bau, der jedoch nicht der festgelegten Widmungskategorie entspricht, wieder errichtet werden darf. Das Bestandsgebäude steht im [[Grünlanddeklaration|Grünland]]. Der Leiter des Baurechtsamts, Alexander Würfl, dass "alles sauber bewilligt, das Gebäude, so wie es dasteht, ist rechtmäßig." Im Zuge der Verfahren für das Asylquartier seien alle Bewilligungen erteilt worden. Da hier in einer exponierter Lage in einer sensiblen Zone gebaut werden soll, muss der [[Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg|Salzburger Gestaltungsbeirat]] hinsichtlich der Architektur hinzugezogen werden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/kobenzl-salzburg-neue-plaene-luxushotel-vertrag-bund-asylquartier-164785102 www.sn.at], 10. September 2024</ref> |
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| | + | === 2025: Der Gestaltungsbeirat wird von einer neuen Eingabe überrascht === |
| | + | Der Besitzer kam der Anregung des Gestaltungsbeirats aber nicht nach, sondern reichte im Dezember 2024 das Bauansuchen ein. Zur Sitzung des Gestaltungsbeirats am [[28. Jänner]] [[2025]] erschien die Familie Herzog in Begleitung ihres Rechtsvertreters, des Salzburger Anwalts Bernhard Loimer, sowie des in Wien tätigen Rechtsanwalts Gregor Trummer, der sich als gebürtiger Salzburger und Vertreter des künftigen Investors, Eigentümers und Betreibers des geplanten Hotels vorstellte. Sein Klient wisse, dass es sich um ein Juwel und einen ganz besonderen Bauplatz handle, betonte Trummer. Er beschäftige sich seit vier Jahren mit dem Projekt, sein Klient seit mehr als zwei Jahren. Wagner und Widmann betonten, die Anregungen aus dem letzten Gestaltungsbeirat seien eingeflossen. Der Beirat sieht das anders. Um eine politische Mitsprache zu sichern und den Gestaltungsbeirat verpflichtend einzubinden, wird nun wie von Planungsstadträtin [[Anna Schiester]] ([[Bürgerliste]]) und Abteilungsvorstand Andreas Schmidbaur ein Bebauungsplan der Grundstufe erlassen. Das ist ein unüblicher Schritt, weil es sich um Grünland handelt, in dem ja normalerweise nicht gebaut wird.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/neubau-hotels-kobenzl-eigentuemer-172507189 www.sn.at], 29. Jänner 2025</ref> |
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| | + | ==Bildergalerie== |
| | + | '''Bild 1:''' 2011: Das ehemalige Hotel Kobenzl am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] in der [[Stadt Salzburg]]. Hier Blick von der [[Gaisberg Landesstraße]] auf den Eingangsbereich.<br /> |
| | + | '''Bild 2:''' 2008: Aufnahme von der ehemalige Trasse der [[Gaisbergbahn]].<br /> |
| | + | '''Bild 3:''' 2008: Aufnahme vom ehemaligen Hallenbadbereich.<br /> |
| | + | '''Bild 4:''' Gaisberg Westansicht mit Hotel Kobenzl.<br /> |
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| | + | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> |
| | + | Hotel Kobenzl 2011.jpg|2011: Das ehemalige Hotel Kobenzl am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] in der [[Stadt Salzburg]]. Hier Blick von der [[Gaisberg Landesstraße]] auf den Eingangsbereich. |
| | + | Hotel Kobenzl 2008.jpg|2008: Aufnahme von der ehemalige Trasse der [[Gaisbergbahn]]. |
| | + | Hotel Kobenzl 2008 02.jpg|2008: Aufnahme vom ehemaligen Hallenbadbereich. |
| | + | Datei:Gaisberg Westansicht mit Hotel Kobenzl.jpg|Gaisberg Westansicht mit Hotel Kobenzl. |
| | + | </gallery> |
| | + | === weitere Bilder === |
| | + | {{Bildkat}} |
| | + | === Bildlink === |
| | + | * [https://www.sn.at/archivsn?img=6US5JchcXyvjCZdJU2nsigJ6VUbXgj7MV2z92HbeFOu%2FqjD76DHH8CYPfhGgBMFSMZOGr2%2FssMkBMO1rImiX1%2B8aO5MGbXWRQoBrETeUA7PcN%2FlH9IQdqhjOjG7KEunX&id1=19690726_48&q=%2522Hotel%2520Bayrischer%2520Hof%2522#sn-archiv-47 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 26. Juli 1969, [[Salzburger Festspiele]]-Beilage |
| | + | |
| | + | == Quellen == |
| | + | * diverse Internetseiten |
| | * Marianne von Buseck direkt | | * Marianne von Buseck direkt |
| − | [[Kategorie:Tourismus (Geschichte)|Kobenzl, Hotel]] | + | * {{Quelle SN|7. Oktober, 23. Dezember 2011, 25. März 2014 }} |
| − | [[Kategorie:Hotel|Kobenzl, Hotel]] | + | * "[[Salzburger Nachrichten]]", online, 28. Jänner 2015 |
| − | [[Kategorie:Salzburg|Kobenzl, Hotel]] | + | |
| − | [[Kategorie:Stadt Salzburg|Kobenzl, Hotel]] | + | == Einzelnachweise == |
| − | [[Kategorie:Salzburg|Kobenzl, Hotel]] | + | <references/> |
| − | [[Kategorie:Gaisberg|Kobenzl, Hotel]] | + | |
| − | [[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)|Kobenzl, Hotel]] | + | |
| | + | {{SORTIERUNG: Kobenzl, Hotel}} |
| | + | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |
| | + | [[Kategorie:Stadtberg]] |
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