Kobler-Spängler-Briefe von 1881: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Dezember 2020, 18:03 Uhr

In diesem Artikel werden die Kobler-Spängler-Briefe von 1792 bis 1842 aus einem Privatarchiv veröffentlicht.

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Einleitung

Die Kobler-Spängler-Briefe bezeichnen eine umfangreiche Briefsammlung aus dem Besitz von Franz (II.) Xaver Gregor Spängler (* 1839; † 1912).

Über die Korrespondenz

Über seine Tochter Johanna Spängler (* 1882; † 1973), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* 1868; † 1940), kam die Sammlung aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* 1917; † 2001), verheiratet Saska in Krems, an Otto Holzapfel (* 1941) in Freiburg im Breisgau in Deutschland.

Die Briefe sind zum Teil übertragen, zum Teil zusammenfassend registriert; eine genauere Auswertung steht noch aus. Die ältesten Briefe stammen aus der Beziehung zwischen „Fanny“ Franziska Kobler (* 1796; † 1886) und Franz Francesco Castelli (* 1796; † 1832). Deren Tochter Zäzilia Amalia Kobler wird 1821 geboren und heiratet 1846 Richard Franz Schlegel, stirbt aber bei der Geburt des ersten Kindes 1848. Diese Tochter, „Fanni“ Franziska Schlegel (* 1848; † 1905), heiratet 1872 in der Stadt Salzburg den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den oben genannten Dr. Franz Xaver Spängler. Ein großer Teil des Briefwechsels spiegelt die besonders enge Beziehung zwischen Großmutter „Fanny“ und Enkelkind „Fanni“.[1]

1881

8.1.1881 und ff. siehe: Briefe 1872 bis 1887

Briefe (rot verschnürt, nicht gelesen) von Nr.37 Antonia Spängler, geb. von Lürzer, * 1803; † 1882, an den Sohn Nr.18 Franz Spängler, 1839-1912, aus Salzburg; zusätzlich mehrfach vom Bruder Otto. Oder umgekehrt von Nr.18 a Otto Spängler, 1841-1919, zumeist über Geldangelegenheiten der Mutter, und zusätzlich dann auch von der Mutter. Ohne Umschläge (einzelne Umschläge sind angegeben). – Vom 25.2.1879 bis 1880 und 23.10.1881; insgesamt 20 Briefe (3 aus Baumkirchen).

Fanni Spängler an Franz Spängler

1881 Fanni Spängler (Nr.19) an Franz Spängler (Nr.18): Salzburg den 18te Januar 1881/ Liebe Fani! Beinahe ein ganzes Mant [Monat] ist verflossen und ich habe kein Wort von Euren Befinden gehört; noch mehr wie ich findet sich dein Vater, der sehr schwer krank ist, und allein Anschein auch nicht gesund werden wird gekränkt das du dich schriftlich dich nach seinem Befinden erkundiget hast. Er sagte erst vor kurzem, von allen Bekannten kommen Nachfragen nur von der Fanni nicht. - Du hättest recht gut wie ihn vor kurzen dein Man geschrieben hat ein paar Zeilen beyfügen können. Erweun [erwähn] nichts von diesem Brief, und entschuldige so gut du kannst. Ich hoffe das ihr alle Gesund seyd seyd [!] Ich Gott sey Dank, bin zufrieden/ Lebe recht wohl, küße und grüße meine 3 Urenkeln, so auch deinen Mann. Soeben war d Opa da und sagte das dem Vater sehr schlecht ist, sie sind darauf gefaßt ihn bald nicht mehr zu haben. Lebe wohl dieß wünscht deine Großmutter Fanni - „Vater“: Richard Schlegel stirbt am 1.3.1881.

Richard Schlegel an Fanni Spängler

Briefe [rot verschnürt, nicht gelesen] von Nr.38 Richard Schlegel an Nr.79 Fanny Kobler: Salzburg 1.8.1860, dankt für 3.000 Gulden; Blatt 18.6.1878 dankt für 1.600 Gulden. – Nr.(38) Kathi Schlegel, geb. Katharina Arrigler, Stiefmutter zu Nr.19 Fanni Schlegel, verh. Spängler, „Liebe Fanni, lieber Franz... von Eurer alten Mutter, von mir notiert: 7.4.1897. - Liebe Fani!...deine Mutter. – Salzburg 18.7. ohne Jahr, Liebe Rosa!...deine aufrichtige Mutter Kathi Sch. – An Nr.39 Amalia Kobler Notenblättchen mit „Canzonetta napolitana“, Rosa, 21.8.1845 [?]. – Über Nr.78 Francesco Castelli: Briefkarte Innsbruck 27.12.1938 von Rudl (Widerhofer) über Castelli; Briefumschlag an Franzi Spängler, Krems, Ringstr.2, 2.10.1939, von Otto Dafert mit Abschrift Taufschein Castelli; darin auch Brief von Otto (Dafert) wegen Totenschein Castelli 13.2.1939; masch.geschriebene Abschrift Taufschein Castelli, Brescia 1796, ausgestellt 1939. – Nr.79 Fanny Kobler an 18/19: Liebe[r] Franzl... deine dich liebende Großmutter, ohne Datum; Salzburg 14.5.1881, Liebe Fani... Großmutter Fanni; 21.10.1883, „Liebe Fanni... [mit zittriger Schrift, 1886 gest.]... deine Urgroßmutter Fanni.“ Verweise für die anderen Jahre nicht geschrieben.

Postkarte

Fanny Kobler (1796-1886; Nr.79): Postkarte 9.7.1881 an Fany Kobler, Salzburg, Alter Marktplatz aus Baumkirchen: Rückreise nach Hall gut... Toni Spängler [die Urenkelin]

Fanni Spängler an Fanny Kobler

Fanni Spängler an Fanny Kobler: Brief aus Pottenstein 26.10.1881: „Liebe Großmutter! Ich habe hiermit die Ehre, mich dir als ungewählte Vorsteherstellvertreterin des Pottensteiner Frauenwolthätigkeitsvereines aufzuführen und in dieser, meiner neuen Würde erlaube ich mir, dich recht schön zu bitten, du mögest mir die Freude machen, und diesem Verein als Mitglied beitreten. Der Jahresbeitrag ist 2 fl und die Eintrittstaxe beträgt 1 fl, doch werden Überzahlungen dankbarst angenommen. Solltest du geneigt sein, meine Bitte zu gewähren, so werde ich dir sofort die Statuten schicken, und falls du gleich beitreten und den oben genannten Betrag /: oder mehr:/ widern wolltest, auch sofort die Mitgliedskarte.“ [...weiter mit Spaß über den Familienverein] für Toni und Franzi Wintermäntel genäht, für Roserl ein weißes Winterhäubel gehäkelt; Ausbesserung der Bettwäsche, dazu Wollleinen in Wien gekauft. Dr.Lorinser mit der Franzi sehr zufrieden, „doch muß sie noch die Maschine [Schiene] fort tragen“. Im Sitzzimmer und Schlafzimmer eigenhändig Böden lackiert. Mein Mann ist fleißig in der Kanzlei. [...] deine Enkelin kk. XXX Betteldirndl.“

Franziska Spängler an Antonia Lürzer

FRANZISKA SPÄNGLER (18.6.1877-1962; Nr.9 a): vor 1882 „Liebe Urgroßmutter [Antonia Lürzer, verh. Spängler, 1803-15.3.1882 in Salzburg, Nr.37]. Wir freuen uns schon sehr, dich in Salzburg besuchen zu dürfen. Es küßt dir die Hände deine dank-bare Urenkelin Franziska.“ [Kinderschrift, ohne Datum, ca. 5 Jahre alt!]

siehe auch Oktober bis Dezember 1871 = „1871 und 1884, 1887“ Briefe [...] Brief 30.12.1881/31.12. von Franz und Fanni, Pottenstein, an die Großmutter in Salzburg Nr.79 Fanny Kobler.

Quelle

Korrespondenz der Familien Kobler und Spängler
  1. Trotz unterschiedlicher Schreibweise in den Briefen vereinheitliche ich [O. H.] zu Großmutter „Fanny“ [Kobler] und Enkelin „Fanni“ [Schlegel-Spängler].