Kloster St. Josef
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Das Kloster St. Josef befindet sich in Salzburg-Nonntal. Benannt wurde das Gebäude nach dem nächstgelegenen Gutshof dem alten Gutshof St. Josef in der Josefiau im Stadtteil Salzburg Süd.
Die Kongregation
Die Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten ist eine internationale apostolische Gemeinschaft. Ihre Sendung gilt jenen Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen oder in Notsituationen leben, besonders Frauen und Mädchen. Durch personale Zuwendung und professionelle Hilfe wollen wir diesen Menschen ihre Würde neu bewusst machen und ihre Selbsthilfekräfte stärken.
Geschichte des Hauses
19. Jahrhundert
- 1878: Theresia von Piller wandte sich mit dem Anliegen ein Zufluchtshaus in Salzburg zu gründen an Fürsterzbischof Franz de Paula Albert Eder
- 6. Jänner 1880: Eröffnung des ersten kleinen Zufluchthauses am Nonnberg durch Fräulein von Piller mit zwei gleichgesinnten Schwestern. Sechs Morgen Land und ein an der Hellbrunnerstraße 14 gestandener Pauernfeindhof werden angekauft.
- 1882: Das Gut wurde im September übernommen und bezogen. Nach dem Umzug trugen die Schwestern das Kleid "Unserer Frau von der Liebe" und wurden provisorisch an das Kloster Caen in Frankreich angeschlossen.
- 27. März 1884: Grundsteinlegung zur Kirche durch Fürsterzbischof Eder. Prälat Cserveny von Zabor ermöglichte durch großzügige Spenden die Fertigstellung der Kirche. Mit den Jahren wuchs die Zahl der Kinder und Jugendlichen. Bis 1885 besuchten die schulpflichtigen Kinder die Nonnberger Schule. Von 1885 bis 1909 wird im Haus Privatunterricht erteilt.
- 17. Juni 1886: Einweihung der Herz-Mariä Kirche durch Fürsterzbischof Albert Eder.
- 30. Mai 1891: Tod von Mutter Theresia von Piller im Alter von 57 Jahren.
- 16. September 1908: Eröffnung der Privat-Volksschule unter der Leitung einer Schwester.
20. Jahrhundert
- 1918: Im Mai wird der Schule das Öffentlichkeitsrecht verliehen. Im Laufe der Zeit steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen auf 100 bis 120. Die dem Pflichtschulalter Entwachsenen werden durch Kurse und verschiedene praktische Arbeiten für alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten vorbereitet.
- 1934: Das letzte Werk der Oberin M.M. Ignatia Zillner ist die Überführung des Klosters in die Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten. Am 7. März 1935 stirbt M.M. Ignatia Zillner.
- 23. September 1935: Errichtung einer Haushaltungsschule.
- 17. Oktober 1938: Schließung des Hauses. St. Josef wird Reserve-Lazarett im Zweiten Weltkrieg.
- 1. Jänner 1947: Auflösung des Heimkehrerspitals und Rückgabe des Hauses für die eigentliche Aufgabe; Wiedereröffnung der Hauswirtschaftsschule.
- 1949: Wiedereröffnung der Volksschule; Errichtung einer Lehrwerkstätte für Damenkleidermacher, Wäscheerzeuger, sowie Bügler.
- 1968: Beginn der vollständigen Neugestaltung der Kirche.
- 4. Mai 1969: Kirchweihe durch Erzbischof DDDr. Andreas Rohracher.
- 1974: Umwandlung der Volksschule in eine Hauptschule.
- 8. Februar 1976: Einweihung des Kindergartens. Die Landwirtschaft wird endgültig mit der Schlachtung der letzten Schweine geschlossen.
- 1980: Umbau des Marienhauses, Übersiedlung aller dort wohnenden Schwestern in den Klostertrakt. Eröffnung einer Wohngruppe für die Mädchen vom Heim im Marienhaus.
- 1982: Abschluss des Umbaus der Kirche. Neugestaltung der Wohn – und Schlafräume für die Schwestern aus Graz.
- 21. November 1982: Einweihung der neuen Krankenkapelle und Gründung der Krankenstation „St. Anna“.
- 14. September 1983: Abschied der Kontemplativen Schwestern – Übersiedlung nach Baumgartenberg.
- 1991: Schließung der Lehrwerkstätte für Damenkleidermacher. Übergabe des Kindergartens an Laienkräfte.
- 1992: Auflösung des soz. päd. Mädchenheimes. Vermietung der freigewordenen Räume an die kath. Hochschulgemeinde (KHG) – das Studentenheim „St. Joe“ wird gegründet.
- 1998: Großer Umbau der Wohnräume im Bereich des Klosters. Teilung der großen Schwesterngemeinschaft in drei Lebensgruppen. Übersiedlung der älteren Schwestern aus unserem Kloster „Harbach“ in die Lebensgruppe „St. Eufrasia“.
21. Jahrhundert
- 2000/2001: Prof. Mag. Reinhold Freinbichler übernimmt von StR. Monika Graf die Leitung der Wirtschaftsfachschule.
- 2001/2002: Beginn des Schulversuches „Zweijährige Wirtschaftsfachschule“.
- 2002: Verkleinerung und Sanierung der Kirche. Am gesamten Klostergebäude Sanierung des Dachstuhls und Erneuerung des Daches.
- 2003: Totale Sanierung und Neugestaltung der Räumlichkeiten des Marienhauses – Adaptierung von Schulklassen für die Schule für medizinische Verwaltung. Verkleinerung der Wäscherei, auch in diesem Bereich Adaptierung von Räumen für die neue Schule.
- 9. Juli 2003: Errichtung des Vereines der Schwestern vom Guten Hirten für Bildung und Erziehung, dazu gehören die Schulen von Salzburg und Baumgartenberg, die Kindergärten von Salzburg, Graz und Klagenfurt. Geschäftsführer ist Prof. Mag. Reinhold Freinbichler.
- 2003/2004: Eröffnung der Schule für medizinische Verwaltung.
- 2004/2005: Beginn des Schulversuches „Einjährige Wirtschaftsfachschule Modell St. Josef“. Einweihung des neuen Schulgebäudes durch Erzbischof Dr. Alois Kothgasser. Verleihung des Dekretes ENIS-Schule (european network of innovative schools) durch Landeshauptfrau Mag.a Gabi Burgstaller und den amtsführenden Präsidenten des Landesschulrats Mag. Herbert Gimpl.
- 2005/2006: Eröffnung des neuen Erlebnis-Kindergartenspielplatzes.
- 2006/2007: Pamela Kiesling übernimmt von Barbara Wolfgruber die Leitung des Kindergartens.
- 2007/2008: Beginn des Unterrichtsmodells „COOL“ (Coopertives Offenes Lernen) in der einjährigen Wirtschaftsfachschule.
- 2009/2010: Start der fünfjährigen HLW - Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe mit dem Ausbildungsschwerpunkt "Medizinische Verwaltung".
- 2010/2011: Umbau des Ausbildungszentrums mit dem "Klassenzimmer der Zukunft"; Sigrun Natschläger übernimmt von Pamela Kiesling die Leitung des Kindergartens.
- 2012/2013: Mag. Alexander Schallhammer übernimmt von Hofrat Prof. Mag. Reinhold Freinbichler die Leitung der Schule. Sonja Krispler wird neue Leiterin des Kindergartens.
Die Oberinnen des Klosters St. Josef
Funktionsdauer Name
1880 - 1891 Sr. M. v. der hl. Theresia v. Jesu von Piller
1891 – 1897 Sr. M. v. hl. Franz von Sales Heibl
1897 – 1900 Sr. M. v. hl. Josef Schwab
1900 – 1906 Sr. M. v. hl. Ignatius Zillner
1906 – 1909 Sr. M. Benedicta Mooslechner (ab 1909 werden die Ordensnamen vereinfacht)
1909 – 1918 Sr. M. Ignatia Zillner
1918 – 1921 Sr. M. Romana Huber
1921 - 1935 Sr. M. Ignatia Zillner
1935 – 1953 Sr. M. v. Kinde Jesu Baumgartinger
1953 – 1959 Sr. M. Elisabeth Hoffmann
1959 – 1965 Sr. M. Immakulata Wernig
1965 – 1970 Sr. M. Cordis Sebastian
1970 – 1972 Sr. Dr. M. Amabilis Lummerstorfer
1972 – 1979 Sr. M. Goretti Förtsch
1979 – 1985 Sr. M. Viktoria Fiereder
1985 – 1989 Sr. M. Gabriela Eder
1989 – 1993 Sr. M. Christiana Ortlieb
1993 – 1998 Sr. M. Antonia Keuschler
1998 – 2002 Sr. M. Regina Exenberger
2002 - 2008 Sr. M. Regina Hanko
2008 - 2014 Sr. M. Theresia Pönner
Weblink
Bildergalerie
- St. Josef Ausbildungszentrum Panorama.jpg
St. Josef Ausbildungszentrum Panorama Ansicht Ost nach West
- St. Josef Ausbildungszentrum Eingang.jpg
St. Josef Ausbildungszentrum Eingang Ansicht Ost nach West
