Französische Republik: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Frankreich''' war Anfang des [[19. Jahrhundert]]s kurz Herrscher über das [[Land Salzburg]].
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[[Datei:Flag of France.svg|mini|Flagge von Frankreich]]
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Die '''Französische Republik''' (französisch: ''la République française'') ist ein westeuropäischer Staat, zu dessen Herrschaftsgebiet Anfang des [[19. Jahrhundert]]s auch das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] gehörte.
  
== Name ==
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== Allgemeines ==
Der Name Frankreich leitet sich vom Volksstamm der Franken ab, die im [[5. Jahrhundert]] die [[Römer|römische]] Herrschaft über Gallien beendeten. Das Fränkische Reich war die Keimzelle sowohl für Frankreich wie für Deutschland.
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Der Name ''Frankreich'' leitet sich vom Volksstamm der Franken ab, die im [[5. Jahrhundert]] die [[Römer|römische]] Herrschaft über Gallien (dem heutigen Gebiet von Frankreich) beendeten.
  
== Einwohner ==
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* Hauptstadt: Paris
65 Millionen (Stand 2009) bei 93 Einwohner pro Quadratkilometer; Ethnische Gruppen: Franzosen (94 Prozent), Algerier, Portugiesen, Marokkaner, Italiener und weitere kleine Minderheiten; Sprachen: Französisch (Amtssprache), regionale Dialekte und Sprachen sind u. a. Provençalisch, Bretonisch, Korsisch, Baskisch, Flämisch; Religionszugehörigkeit: Katholiken 90 Prozent, Protestanten zwei Prozent; Juden und Muslime je ein Prozent und Religionslos sechs Prozent;
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* Amtssprache: Französisch
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* Regierungsform: semipräsidentielle Republik
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* Nationalfeiertag: 14. Juli
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* Fläche: 632 733,9 km²
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* Einwohnerzahl: etwa 68 Millionen (2024)
  
== Größere Städte ==
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[[Datei:Armoiries république française.svg|mini|Wappen von Frankreich]]
Rund 73 % der Gesamtbevölkerung lebt in Städten: Paris 2,1 Mio., Marseille 808.000, Lyon 445.000, Toulouse 390.000, Nizza 343.000, Straßburg 264.000, Nantes 270.000 (die Einwohner­angaben beziehen sich auf die Kerngebiete der Städte, mit ihren Umlandgemeinden ergibt sich folgendes Bild: Paris 9,6 Mio., Lyon 1,3 Mio., Mar­seille 1,3 Mio., Toulouse 608.000, Lille 950.000, Bordeaux 685.000, Dijon 226.000);
 
  
== Staat ==
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===Paris===
Frankreich ist eine Republik - Verfassung der Volksrepublik von 1958 (mit starker Stellung des Präsidenten, der für 7 Jahre direkt gewählt wird und den Regierungschef ernennt); Änderungen 1962 und Juni 1992 - Parla­ment aus 2 Kammern: Senat mit 321 Mitgliedern (davon 13 aus den Übersee-Ländern von Frankreich und 12 von den Auslandsfranzosen) und Nationalver­sammlung mit 577 Mitgliedern für 9 Jahre bzw. 5 Jahre gewählt; Frankreich ist in 96 Departements innerhalb von 22 Regionen und 5 Übersee-Départe­ments, 322 Arrondissements und 3.208 Kantone ein-geteilt; Korsika besitzt einen Sonderstatus; National-feiertag ist der 14. Juli; Präsident: Nicolas Sarkozy, Premierminister: François Fillon;
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Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Das administrativ zur Stadt Paris gehörende Gebiet hat rund zwei Millionen Einwohner; in der städtischen Siedlungszone (Unité urbaine) leben fast elf Millionen Menschen.
  
== Geschichte ==
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[[Datei:Frankreich Atout France Pascal Teixeira da Silva Corinne Foulquier 2015.jpg|thumb|2015: S.E. der französische Botschafter in Wien, Pascal Teixeira da Silva, und Corinne Foulquier, Direktorin von Atout France Österreich und Zentraleuropa]]
"Gallia est omnis divisa in partes tres" - so beginnt Cäsars Bericht "De bello Callico" über die Eroberung Galliens von 58 bis 51 v. Chr. Nach dem Krieg gab es diese 3 Teile Galliens nicht mehr, das Land war vereinigt. Es wäre übertrieben, darin die Geburtsstunde der französischen Nation zu sehen, aber immerhin gab es nun in etwa die Grenzen, die durch Jahrhunderte Frankreich markieren sollten. Im 5. Jahrhundert strömten zahlreiche Stämme aus Germanien ein und vermischten sich mit den Bewohnern. Der Franke Chlodwig I. begründete das Fränkische Reich und nahm um 500 das Christentum an. Karl Martell vollbrachte eine für die Zukunft Europas entscheidende Tat, als er 732 bei Tours und Poitiers die Araber so vernichtend schlug, dass sie sich letztlich hinter die Pyrenäen zurückzogen und diese nie wieder überschritten.
 
  
Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn Karl - den die Deutschen Karl den Großen und die Franzosen Charlesmagne nennen - vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. Anno 800  ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen. Unter Karls Enkeln wurde das Reich wieder geteilt. Noch bevor die Karolinger 987 ausstarben, brachen für Frankreich unruhige Zeiten an, einzelne Herzogtümer und Grafschaften gingen eigene Wege. Die Wikinger verunsicherten die Küsten Westeuropas und eroberten im Norden die Normandie; Eleonore, die Herzogin von Aquitanien, heiratete den späteren englischen König Heinrich II. und verstärkte so den Einfluss der Engländer im Land. Der Aufstieg der Kapetinger war verbunden mit einem kulturellen Höhenflug.  
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==Salzburgbezüge==
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=== Salzburg unter Napoleon ===
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In nähere Berührung mit Frankreich kam das [[Erzstift Salzburg|geistliche Reichsfürstentum Salzburg]] durch die expansive Politik Frankreichs. Von dieser Politik wurde das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, zu dem das [[Erzbistum Salzburg|Fürsterzbistum Salzburg]] ja gehörte, besonders unter dem französischen König Ludwig XIV. (* 1638; † 1715) in Mitleidenschaft gezogen. Der von Ludwig XIV. angezettelte Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) zeitigte für Salzburg die Episode, dass der [[Domherr]] [[Franz Gobert Graf von Aspermont-Reckheim]] im Jahr 1689 wegen "Konspiration mit dem König von Frankreich" seines Amtes entsetzt wurde. Im darauffolgenden "Franzosenkrieg", dem [[Franz_Anton_Freiherr_von_Rehlingen#Der_spanische_Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] (1700–1714), stellte das Fürsterzbistum Salzburg ein Kontingent des Reichsheeres, das sich bei der [[Franz_Anton_Freiherr_von_Rehlingen#Die_Schlacht_um_Freiburg_im_Breisgau|Verteidigung der Festung Freiburg im Breisgau]] ([[1714]]) zu bewähren hatte.
  
Hinzu kamen religiöse Erneuerungsbewegungen. Den größten Zulauf hatten die Katharer. Sie drohten, die Kirche zu spalten, so dass der Papst schließlich zum  Kreuzzug gegen sie aufrief. Sie wurden weitgehend zerschlagen, alle Quellen gezielt zerstört. Ähnlich wie den Katharern erging es 100 Jahre später den Tempelrittern. Philip der Schöne, König von Frankreich, benötigte viel Geld und warf deshalb ein Auge auf den reichen Orden. Er beschuldigte dessen Mitglieder der Unzucht und Blasphemie. Sie wurden verurteilt, viele verbrannt und das Vermögen eingezogen. Hartnäckigster Gegner Frankreichs waren die Engländer. Neben der Pest, die schrecklich wütete, war der Hundertjährige Krieg (1339 - 1453) gegen England die zweite Geißel im Lande. Da schien nur noch ein Wunder zu helfen. Es ereignete sich in Gestalt eines Mädchens aus Lothringen: Jeanne d'Arc oder Johanna von Orleans. Schön und keuch - so wollte sie Frankreich retten und den Dauphin krönen. Beides gelang ihr. Dass sie danach der Ketzerei angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, ist der menschliche Teil der Legende. An ihrem Ruhm und der späteren Heiligsprechung änderte das nichts. Jeanne d'Arc ist bis heute eine der Lichtgestalten Frankreichs.
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Noch weit stärker wurde die Berührung in der [[Salzburg unter Napoleon|napoleonischen Zeit]]. Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik:
  
Unter Ludwig XI. blühte das Land auf. Doch neues Unheil drohte. diesmal kam es aus Deutschland und nannte sich Reformation. Der Glaube spaltete das Land, er spaltete Familien. Schreckliche Metzeleien ("Bartholomäusnacht" in Paris) waren die Folge. Der Protestant Heinrich IV. musste katholisch werden, um den Thron besteigen zu können ("Paris ist eine Messe wert"). Doch ihm gelang es schließlich, die Religionskriege zu beenden. Die Nachfolger Heinrichs stärkten das Königtum weiter, gelenkt von den Kardinälen Richelieu und Mazarin. Frankreich wurde von Paris aus zentral verwaltet, alle Macht lag beim König, das Zeitalter des Absolutismus brach an. Den Höhepunkt erreichte der Absolutismus unter Ludwig XIV., dem "Sonnenkönig". Er verlegte den Hof ins prunkvolle Versailles und begann Händel mit den Hugenotten. Die antworteten mit einer Massenflucht ins protestantische Ausland. Die kostspieligen Kriege hatten das Land erschöpft und die Staatsfinanzen zerrüttet. Die Bauern und Arbeiter waren verarmt, das Bürgertum wollte mehr Mitbestimmung, die Monarchie hatte ihre Faszination verloren. Es kam zu Unruhen.  
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Im Ersten ([[1792]]–[[1797]]) und im Zweiten [[Koalitionskriege (Überblick)|Koalitionskrieg]] ([[1799]]–[[1802]]) hatte Salzburg wieder ein Kontingent zum Reichsheer zu stellen. Im Dezember [[1800]] erfasste das Kriegsgeschehen auch Salzburg selbst: Am [[10. Dezember]] verließ der letzte [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] vor den anrückenden Franzosen fluchtartig das Land und kehrte nicht wieder. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden – der [[Schlacht auf dem Walserfeld]]. Nach dem über die österreichische Hauptarmee errungenen Sieg rückten die Franzosen in die [[Stadt Salzburg]] ein. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Dazu gehörte der Verlust von Kunstschätzen und anderen Kulturgütern: So musste der Naturforscher, Gelehrte und Sammler [[Carl Ehrenbert Freiherr von Moll]] seine Mineraliensammlung zugunsten der Pariser Bergakademie abtreten. Auch Teile der Einrichtung der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] der Fürsterzbischöfe wurden während der französischen Besetzung nach Paris verbracht.
  
Am 14. Juli 1789 stürmte eine aufgebrachte Menge die Bastille, das Symbol der alten Willkürherrschaft. Die Revolution war da. Die siegreichen Revolutionäre - angetreten mit der Devise "Liberte, Egalite, Fraternite" krempelten alles um und führten eine neue Zeitrechnung ein, schafften die Religion ab, verpassten dem Land die Aufteilung in Departements und erfanden die Guillotine. Innerhalb kurzer Zeit wurde aus der Befreiung eine Schreckensherrschaft. Der König mitsamt seiner Gattin Marie Antoinette wurde 1793 öffentlich hingerichtet. Doch 1799 mussten die Führer selbst, Danton und Robespierre, die Guillotine besteigen und ihr Leben lassen. Dem nachfolgenden fünfköpfigen Direktorium mangelte es an Persönlichkeiten, es verzettelte sich in äußeren Kämpfen und wurde am 9. November 1799 durch einen Staatsstreich vom Konsulat abgelöst. Erster Konsul: [[Napoleon Bonaparte]]. Als Feldherr hatte er sich bereits einen Namen gemacht, jetzt musste er sich als Staatsmann bewähren.  
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Ähnlich war Salzburgs Schicksal im Dritten Koalitionskrieg ([[1805]]), als es bereits ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] war. Auf ihrem Vormarsch nach [[Wien]] besetzten die Franzosen auch Salzburg. Nach der kriegsentscheidenden Schlacht von Austerlitz ([[Tschechien#Mähren|Mähren]]) musste das [[Kaisertum Österreich]] große Gebietsverluste hinnehmen, erhielt jedoch das [[Herzogtum Salzburg]]. Die französischen Besatzungstruppen verließen am 25. Februar das Land, nachdem sie es ausgiebig geplündert hatten.
 
 
Er baute zahlreiche Straßen, deren Verlauf noch heute gilt, und führte ein neues bürgerliches Gesetzbuch ("Code civil") ein, das ebenfalls noch heute gültig ist. 1804 krönte er sich zum Kaiser und schickte sich an, Westeuropa zu erobern, zunächst sehr erfolgreich. Gestoppt werden konnte Napoleon vor Moskau. Dann ging es Schlag auf Schlag: Niederlage in der Völkerschlacht von Leipzig, Verbannung nach Elba, Rückkehr von Elba und noch einmal der Versuch, die Macht zurück zu erobern, Niederlage bei Waterloo, Exil auf St. Helena, Tod. 1870, nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen, wurde der Kaiser Napoleon III. (ein Neffe Napoleon Bonapartes) abgesetzt und die Dritte Republik wurde ausgerufen.  
 
  
In Europa hatten sich mittlerweile zwei Machtblöcke gebildet - einerseits der Dreierbund Deutschland, Italien und Österreich-Ungarn, andererseits die Triple-Entente aus Frankreich, Großbritannien und Russland. Es kam zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], bei dem allein Frankreich 1,6 Millionen seiner Menschen verlor. Als Hitler seine Expansionsgelüste in die Tat umzusetzen begann, gehörte Frankreich zu den Mitunterzeichnern des Münchener Abkommens: Für die Franzosen war der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] nach knapp 11 Monaten vorüber - mit nur einem Drittel der Verluste des 1. Weltkrieges. Frankreich wurde zunächst im Norden, später ganz von deutschen Truppen besetzt. In Vichy regierte Marschall Phillippe Petain das Land - ein Regime von Hitlers Gnaden. Andere Franzosen gingen in den Untergrund und kämpften in der Resistance weiter. Charles de Gaulle vereinigte vom Londoner Exil Teile der Streitkräfte unter seiner Führung und beteiligte sich 1944 aktiv an der Befreiung des Landes. Als eine Reaktion auf Vichy und persönliche Machtfülle einzelner wurde nach dem Krieg die Vierte Republik geschaffen. Doch die Vielzahl der Regierungskrisen und die Teilnahme der stets gleichen Politiker an ständig neu- und umgebildeten Regierungen diskreditierten das Regime erheblich. Dazu kam, das die Kolonien ihre Unabhängigkeit anstrebten. 1954 verloren die Franzosen Indochina, 1956 wurden Marokko und Tunesien selbständig.  
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Noch schlimmer kam es im [[General-Landesadministration#Historischer Hintergrund|Fünften Koalitionskrieg]] ([[1809]]): Am [[29. April]] wurde die Stadt von bayerisch-französischen Truppen unter Marschall [[François-Joseph Lefebvre]] besetzt. [[Napoleon]] ließ proklamieren, dass das Land Salzburg in seinem Namen zu verwalten sei. Unter französischer Leitung – ein Militärgouverneur (Brigadegeneral Baron Kisler), ein Kontributionseinheber und Intendant ([[Camille Périer]]) – wurde eine [[General-Landesadministration]] (administration générale du pays de Salzbourg) eingerichtet, die aus fünf hohen Salzburger Funktionären bestand. Die Franzosen richteten ihre Aufmerksamkeit darauf, das Land finanziell auszupressen – die geforderte Kriegskontribution hatte die unerschwingliche Höhe von 5.300.000 [[Gulden]] – sowie die in den Gebirgsgauen aktiven [[Koalitionskrieg 1809|Befreiungskämpfer]] niederzuringen. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]], hatten auch die Salzburger zu den Waffen gegriffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] in [[Lofer]] war heiß umkämpft. Aber der Kampf blieb vergeblich. In dem am 14. Oktober 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn musste [[Kaiser Franz I.]] das Land an Napoleon abtreten, der es als Tauschobjekt gegenüber dem verbündeten Bayern einsetzte – Napoleon war auch König von [[Italien]] und erwarb im Frieden von Schönbrunn weiters unter anderem Oberkärnten als Teil der neuen "Illyrischen Provinzen" Frankreichs; Bayern hatte 1805 als Verbündeter Frankreichs Tirol gewonnen. Im Zuge des angestrebten französisch-italienisch-bayerischen Gebietsaustausches gelangte das Land Salzburg – ohne [[Matrei]] – an Bayern, das schließlich am [[30. September]] [[1810]] die Verwaltung des geschundenen Landes übernahm. Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Herrschaftssystems kam Salzburg im Jahr 1816 wieder zu Österreich.
  
Und in Algerien, das als Mutterland galt, entbrannte der Freiheitskampf der FLN. Wieder einmal war der Retter in der Not Charles de Gaulle. Mit Sondervollmachten für 6 Monate ausgestattet, führte er 1958 per Volksabstimmung eine neue Verfassung ein und beendete 4 Jahre später den Krieg in Algerien. Die Fünfte Republik war geschaffen. Erster Präsident war Charles de Gaulle. Im Frühjahr 1968 brachen in Paris Studentenunruhen aus, Arbeiter schlossen sich an. De Gaulle setzte Neuwahlen an und gewann noch einmal. Doch zehn Monate später verlor er eine Vertrauensabstimmung und zog sich aus der Politik zurück. Er starb 1970.  
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Als eine der wenigen positiven Auswirkungen der französischen Herrschaft in Salzburg gilt die Einführung von Hausnummern und [[Straßen der Stadt Salzburg|Straßennamen]].
  
De Gaulles Nachfolger Georges Pompidou und Valerie Giscard d'Estaing setzten seine Politik fort. Eine neue Ära brach 1981 mit der Wahl von Francoise Mitterand an. An der französischen Außenpolitik änderte Mitterand wenig. Im Inneren wurde jedoch ein ganzes Bündel von Reformen eingeleitet, zahlreiche Großbetriebe und Banken wurden verstaatlicht. Angesichts der zunehmend problematischen wirtschaftlichen Situation sah sich die Regierung jedoch bald zu einer Kehrtwende gezwungen, viele Betriebe wurden wieder privatisiert. Die 80er Jahre waren geprägt vom Aufstieg des Front national unter Jean-Marie Le Pen und von der Schrittweisen Dezentralisierung des Landes. Im Mai 1995 wurde Chirac Präsident. Es folgten unruhige Zeiten: Eine Serie von Terroranschlägen islamischer Fundamentalisten in Paris verunsicherte die Bevölkerung, lange dauernde Streiks zuerst der Staatsbediensteten, dann der Fernfahrer, legten fast das gesamte Land lahm und beeinträchtigten auch die Wirtschaft in den Nachbarländern. Chirac glaubte klug zu handeln, als er die Nationalversammlung auflöste und 1998 Neuwahlen ausschrieb; er wollte ein klares Mandat für seinen unliebsamen Sparkurs. Die Franzosen spielten nicht mit und wählten die Sozialisten, die mit ihren Ansichten denen von Chirac entgegenstanden.
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=== Weitere Salzburgbezüge ===
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==== Mozart ====
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Eine seiner zahlreichen Reisen führte den jungen [[Wolfgang Amadé Mozart]] nach Paris, wo seine Mutter, die ihn begleitete, verstarb.
  
Die korsischen Nationalisten fordern von der Pariser Regierung die Freilassung von 43 "politischen Häftlingen". Die von Premierminister Lionel Jospin in Gang gebrachte Aussöhnung sei vor allem wegen der Frage der Häftlinge "in Schwierigkeiten", sagte der Nationalistenführer Jean-Guy Talamoni bei den 20. Internationalen Tagen, zu denen sich am 4. und 5. August 2001 rund 300 Nationalisten in Corte im korsischen Hochland versammelten. Der französische Innenminister Daniel Vaillant bekräftigte indes, die Frage der Häftlinge stehe "nicht auf der Tagesordnung". Den 43 Häftlingen wird die Beteiligung an "terroristischen Aktivitäten" zur Last gelegt. Acht von ihnen wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die übrigen 35 sitzen in Untersuchungshaft. Im Mai hatte die Pariser Nationalversammlung für Korsika eine größere Selbstständigkeit beschlossen.  
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==== Elsass ====
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Der berühmte Arzt [[Paracelsus]] war nach Erlangung seiner Doktorwürde von 1524 bis 1525 als Arzt in Salzburg tätig, anschließend von [[1526]] bis [[1527]] in Straßburg, der Hauptstadt des Elsass. [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der Salzburg wohl am stärksten geprägt hatte, konnte sich aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen bereits als Zwölfjähriger eine Domherrenstelle in Konstanz verschaffen, worauf die Koadjutorswürde der Stifte Murbach (von dem heute nur mehr Ruinenreste erhalten sind) und Lüders im Elsass folgte.<ref>[http://www.salzburgcoins.at/Landesfuersten/html/L07_wolfdietrich.htm www.salzburgcoins.at]</ref>
  
Im Vorfeld der Internationalen Tage von Corte, an denen auch Delegationen aus dem Baskenland, Sardinien und der Bretagne teilnahmen, wurden auf der französischen Mittelmeerinsel mehrere Anschläge verübt. Die Befreiungsfront FLNC bekannte sich zu sieben Anschlägen, die geringe Schäden anrichteten, nicht jedoch zu zwei fehlgeschlagenen Briefbombenattentaten auf die Anwälte Jean-Guy Talamoni und HÚl*ne Mattei. Im Golf von Ajaccio wurde am Freitag ein Sprengsatz entschärft, der an der Urlaubsresidenz eines Firmenchefs aus der Pariser Region angebracht worden war.
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Seit seiner Gründung [[1583]] gehört das [[Franziskanerkloster]] in der [[Stadt Salzburg]] zur alten Oberdeutschen Franziskaner-Rekollekten-Provinz ("Provincia Argentina"). Diese wurde einem Reformzweig des [[Franziskanerorden]]s zugerechnet und erstreckte sich früher vom Elsass über ganz Süddeutschland bis nach [[Böhmen]]. Im Gebiet des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]] umfasste sie das Kloster in der Stadt Salzburg sowie die im Zuge der Rekatholisierung der Salzburger [[Innergebirg|Gebirgsgaue]] [[1736]] gestiftete Missionsstation [[Hundsdorf (Bruck an der Großglocknerstraße)|Hundsdorf]], die heute zum [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]] in der Gemeinde [[Bruck an der Großglocknerstraße]] gehört.
 
 
Das französische Super-Wahljahr beginnt am 21. April 2002 mit dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl. Die Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten wurde auf den 5. Mai festgelegt, wie  Abgeordnete der Pariser Nationalversammlung  mitteilten. Für den 9. und 16. Juni sind die beiden Durchgänge der Parlamentswahl angesetzt. Der entscheidende Durchgang der Präsidentschaftswahl dürfte nach allen Umfragen eine Wiederauflage des Duells von 1995 bringen, bei dem sich Jacques Chirac knapp gegen den derzeitigen Premier Lionel Jospin durchsetzte. Auch jetzt liegt Chirac in der Wählergunst vorn.  
 
  
Der umstrittene Korsika-Plan der französischen Regierung hat die letzte parlamentarische Hürde genom-men. Die Pariser Nationalversammlung stimmte am 18.12.2001 in dritter Lesung für den Gesetzentwurf der Linksregierung von Premierminister Lionel Jospin. Das Reformwerk sieht mehr Autonomie für Korsika vor und soll den bewaffneten Konflikt mit den radikalen Nationalisten auf der Mittelmeerinsel beenden.  
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Der Komponist und Organist [[Georg Muffat]] kam um 1645 in Schlettstadt im Elsass zur Welt.
  
Die von der Nationalversammlung bestätigten Reformen ermöglichen es dem korsischen Regionalparlament, in Frankreich gültige Gesetze gemäß den Erfordernissen auf der Insel abzuändern. Zudem soll die korsische Sprache in Kindergärten und Schulen unterrichtet werden. Der Jospin-Plan ist der erste Versuch einer Regierung in Paris, den seit 25 Jahren andauernden bewaffneten Kampf der korsischen Nationalisten durch Zugeständnisse zu beenden.  
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==== Gegenwart ====
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Küchenchef und Haubenkoch Tobias Brandstätter, Hotel Brandstätter in Salzburg‑[[Liefering]], lernte unter anderem bei den Gebrüdern Haeberlin im Elsass.<ref>[http://www.hotel-brandstaetter.com/de-restaurant-salzburg-koeche.htm www.hotel-brandstaetter.com], abgefragt am 24. Jänner 2013</ref>
  
Im Mai 2007 gewann Nicolas Sarkozy, der Präsidentschaftskandidat der UMP, mit gut 53 % der Stimmen die Präsidentschaftswahl. Sarkozy folgte Jacques Chirac im Amt des französischen Staatspräsidenten.
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[[Louis Langrée]], Chefdirigent der [[Camerata Salzburg]], stammt aus Muehlhausen im südlichen Elsass.
  
===Die Franzosen in Salzburg===
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Im Rahmen der [[FIS Alpine Ski WM 2013 Schladming]] war das Oberelsass, ein Teil der Region Elsass, vom [[4. Februar|4.]] bis zum [[17. Februar]] [[2013]] mit einer touristischen und gastronomischen Botschaft auf dem Hauptplatz von Schladming vertreten.
Nach Jahrhunderten einer  konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] [[1800]] kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die [[Schlacht am Walserfeld]].  
 
  
Dann  bildete Salzburg zunächst mit Passau, Eichstätt und [[Berchtesgaden]]  ein [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]], mit dem Großherzog [[Ferdinand III.]], dem Bruder von  [[Kaiser Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber  [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg.  
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Die Zahl der Franzosen, die im [[Bundesland Salzburg]] leben, ist gering. Im Jahr 2017 sind 392 französische Staatsbürger registriert; davon leben 226 in der Landeshauptstadt, 90 im [[Flachgau]] und 76 in den übrigen Bezirken.
  
Nach  positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer  medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, [[1806]], an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu  Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des  Landes.  
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Im Tourismusjahr 2014/2015 kamen 55&nbsp;181 Franzosen nach Salzburg; 2015/2016 waren es mit 53&nbsp;169 um 3,6 Prozent weniger. Das bedeutete nur Platz 18 bzw. 19, hinter Israel und Saudi‑Arabien. Im Schnitt bleiben französische Gäste drei Nächte im Land Salzburg.
  
[[1809]] wurde Salzburg zum dritten Mal von französischen Truppen besetzt. Es kam zum [[Befreiungskriege  (Überblick)|Freiheitskampf]] der Salzburger gegen die Franzosen. Auf  Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]],  eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen auch  die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]]  zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton  Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im  Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] war  heiß umkämpft.
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Die Französische Republik unterhält in Salzburg ein [[Honorarkonsulat#Frankreich|Honorarkonsulat]].
  
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes  erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme  Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land. Die [[General-Landesadministration]] war 1809/10 während der französischen Okkupation die oberste Verwaltungsbehörde im Land Salzburg.  
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==== Wirtschaftliche Beziehungen ====
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Bei der [[Wirtschaftskammer Salzburg]] waren 148 Salzburger Firmen im Jahr 2017 mit regelmäßigen Geschäftsbeziehungen zu Frankreich registriert. Salzburger Unternehmen exportierten im Jahr 2015 Waren im Wert von 354 Millionen Euro in die Französische Republik. Darunter befanden sich Baumaschinen, Krane, Baumaterialien, Holzmöbel, Zutrittssysteme, Medizintechnik, Kfz-Teile, Lebensmittel, Getränke und Sportartikel. Frankreich liegt damit an sechster Stelle der Exportländer der Salzburger Unternehmen.
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Das AußenwirtschaftsCenter Paris sieht für heimische Unternehmen Chancen im französischen Markt – vor allem, wenn sie auf Mobilität, Biolebensmittel und Produkte für ältere Menschen spezialisiert sind. Zudem stehen Mode, Architektur und Design hoch im Kurs, außerdem Energieeffizienz sowie innovative Technologien für Fabriken und neue Materialien.
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Die Einfuhren aus Frankreich sind mit 164 Millionen Euro nur halb so hoch wie die Salzburger Exporte. Damit liegt Frankreich an 14. Stelle der Importländer.
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Es bestehen Flugverbindungen vom [[Salzburg Airport]] nach Paris.
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===== Salzburg auf Pariser Weltausstellungen =====
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[[1867]] stellten [[Baldi & Würthle]] Landschaftsaufnahmen bei der [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris aus.
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Bei der Pariser Weltausstellung 1900 gab es auch eine ''Ausstellung Salzburger Gewerbetreibender''. Zu sehen war u.&nbsp;a. ein ''Salzburger Prunkzimmer''. Einer der Lieferanten dazu war der Salzburger Tischler [[Hans Preimesberger]]. Er lieferte den Plafond des Zimmers nach einem Original im [[Johannesschlössl]] aus dem [[17. Jahrhundert]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fre&datum=19010209&seite=1&zoom=33&query=%22Hans%2BPreimesberger%22&ref=anno-search anno], (Salzburger) [[Fremden-Zeitung]], Ausgabe vom 9. Februar 1901, Seite 1 ff.</ref>
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[[Ferdinand Porsche]], der am Ende seines Lebens seinen Familiensitz in Zell am See hatte, präsentierte seinen für die Lohner-Werke in Wien-Floridsdorf entwickelten "Lohner-Porsche" mit Radnabenmotor [[1900]] auf der Pariser Weltausstellung.
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[[1937]] war die [[Die Großglockner Hochalpenstraße auf Weltausstellungen|Großglockner Hochalpenstraße auf der Pariser Weltausstellung]] vertreten.
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[[Datei:Historische Bindertanzgruppe Salzburg 2005 in Reims Frankreich.JPG|thumb|[[Historische Bindertanzgruppe Salzburg]] mit Tanzmeister [[Michael Nußdorfer]] sen. im Vordergrund und der ''Notre-Dame'' in Reims, Frankreich, im Hintergrund (12. Juni 2005)]]
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=== Frankreich-Wahl auch in Salzburg ===
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Zum ersten Mal konnten [[2012]] französische Staatsbürger auch in Salzburg an der französischen Präsidentschaftswahl teilnehmen. In der [[Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen]] war am Sonntag, [[6. Mai]], von 10:00 bis 18:00 Uhr ein Wahllokal eingerichtet. Rund 500 französische Staatsbürger, die in Salzburg, [[Kärnten]] und [[Oberösterreich]] leben, waren hier als Wähler registriert und konnten in der Robert-Jungk-Stiftung ihre Stimme abgeben.
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Vier Franzosen leiteten das Salzburger Wahlbüro. Unter ihnen war die Französischlehrerin Florence Gautier, die erzählte, dass sie bisher entweder in Wien oder per Vollmacht in Frankreich wählen durfte. Der Wahlvorgang ist jedoch etwas anders als in Österreich. Es gibt Wahlkarten und es werden keine Kandidaten angekreuzt. Zehn Kandidaten standen zur Wahl, und entsprechend gab es auch zehn Wahlkarten. Es wurde jedoch nur eine Wahlkarte in den Umschlag gesteckt, der anschließend in die Wahlurne gelegt wurde. Die Wahlhelfer rechneten in Salzburg mit rund 250 Wählern.
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=== Präsident Macron in Salzburg ===
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Am [[23. August]] [[2017]] kam der neue französische Staatspräsident [[Emmanuel Macron]] mit seiner Ehefrau nach Salzburg, um die [[Salzburger Festspiele]] zu besuchen. Sie wurden am [[Flughafen Salzburg|Flughafen]] von Bundeskanzler Christian Kern und dessen Frau Eveline Steinberger-Kern empfangen. Anschließend führte der Präsident Gespräche mit Bundeskanzler Kern sowie mit seinen Amtskollegen aus [[Tschechien]] und der [[Slowakei]], während der französische Honorarkonsul Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]] Brigitte Macron beim Damenprogramm begleitete.
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Macron nahm zudem am [[EU-Gipfeltreffen 2018 in Salzburg]] teil.
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===Personen mit Salzburgbezug===
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* Invasoren und Besatzer der napoleonischen Zeit:
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** [[François-Joseph Lefebvre]] (* 1755; † 1820), Marschall
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** [[Georges Kister]] (* 1755; † 1832), Militärgouverneur
 +
** [[Jules Anglès]] (* 1778; † 1828), Intendant
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** [[Camille Joseph Périer]] (* 1781; † 1844), Intendant
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** Chevalier Thomas, Intendant
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* Sonstige
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** Jean Fontaine<ref>siehe [[Tomaselli#Die Geburtsstunde|Tomaselli]]</ref> (* 16..; † 17..), Cafétier
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** [[Georg Muffat]] (* 1653; † 1704), [[Hoforganist]]
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** [[Léopold Sédar Senghor]] (* 1906; † 2001), Präsident des Senegal
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** [[Emilie Kraus Baronin von Wolfsberg|Emilie Kraus, Baronin von Wolfsberg]] (die "Hundsgräfin"), Geliebte [[Napoleon]]s
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** [[Geneviève Geffray]] (* 1945), ehemalige Leiterin der [[Bibliotheca Mozartiana]] der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Stiftung Mozarteum]]
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** [[Nicolas Marchand]] (* 1980), Salzburger Autor, Schauspieler und Regisseur mit Frankreichbezug
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===Sonstige===
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* Am [[26. Mai]] [[782]] erhielt der spätere [[Erzbischof von Salzburg]], [[Arn]], die Abtweihe im Kloster von Saint-Amand in Nordfrankreich.
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* Reims, Salzburgs [[Städtepartnerschaft|Partnerstadt]] in Frankreich, Namensgeberin der [[Reimsstraße]] in [[Itzling]].
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* [[Fernstreckenrennen Paris – Wien]] [[1902]].
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* Am [[24. März]] [[1965]] sahen 6&nbsp;000 Zuschauer in [[ASV-Platz Itzling|Itzling]] das B-Fußballländerspiel zwischen Österreich und Frankreich (0:2).
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* Am [[3. Mai]] [[2018]] scheiterte der [[FC Red Bull Salzburg]] [[Halbfinalspiel der Europa League 2018 in Salzburg|gegen Olympique Marseille]] erst nach Verlängerung knapp am Einzug ins Finale der UEFA Europa League. Schauplatz des nachfolgenden Endspiels war Lyon.
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== Weblinks ==
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* [https://at.france.fr/de Rendez-Vous en France], die Seite von Atout France, Französische Zentrale für Tourismus
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* [https://mosaikreisen.wordpress.com/2015/02/24/atout-france-prasentierte-reise-neuigkeiten-2015-aus-frankreich/ Atout France präsentierte Reise-Neuigkeiten 2015 aus Frankreich]
 +
* [https://www.reisemosaik.at/Frankreich reisemosaik.at], [[reisemosaik]], Reiseinformationen über Frankreich sowie alle Regionen, kurz beschrieben
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]]
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* {{wikipedia-de}}
* Salzburgwiki-Beiträge
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* {{Quelle dieses Artikels|[[Benutzer:Peter Krackowizer]]}}
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* {{Quelle dieses Artikels|[[Benutzer:Karl Irresberger]]}}
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* [[SALZBURGWIKI]]-Beiträge
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* [[ORF Salzburg]], 22.04.2012: [http://salzburg.orf.at/news/stories/2530011/ Frankreich-Wahl auch in Salzburg]
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* [[Salzburger Nachrichten]] vom 22./23. August 2017
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==Einzelnachweise==
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<references/>
  
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Aktuelle Version vom 20. Januar 2026, 09:33 Uhr

Flagge von Frankreich

Die Französische Republik (französisch: la République française) ist ein westeuropäischer Staat, zu dessen Herrschaftsgebiet Anfang des 19. Jahrhunderts auch das Land Salzburg gehörte.

Allgemeines

Der Name Frankreich leitet sich vom Volksstamm der Franken ab, die im 5. Jahrhundert die römische Herrschaft über Gallien (dem heutigen Gebiet von Frankreich) beendeten.

  • Hauptstadt: Paris
  • Amtssprache: Französisch
  • Regierungsform: semipräsidentielle Republik
  • Nationalfeiertag: 14. Juli
  • Fläche: 632 733,9 km²
  • Einwohnerzahl: etwa 68 Millionen (2024)
Wappen von Frankreich

Paris

Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Das administrativ zur Stadt Paris gehörende Gebiet hat rund zwei Millionen Einwohner; in der städtischen Siedlungszone (Unité urbaine) leben fast elf Millionen Menschen.

2015: S.E. der französische Botschafter in Wien, Pascal Teixeira da Silva, und Corinne Foulquier, Direktorin von Atout France Österreich und Zentraleuropa

Salzburgbezüge

Salzburg unter Napoleon

In nähere Berührung mit Frankreich kam das geistliche Reichsfürstentum Salzburg durch die expansive Politik Frankreichs. Von dieser Politik wurde das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, zu dem das Fürsterzbistum Salzburg ja gehörte, besonders unter dem französischen König Ludwig XIV. (* 1638; † 1715) in Mitleidenschaft gezogen. Der von Ludwig XIV. angezettelte Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) zeitigte für Salzburg die Episode, dass der Domherr Franz Gobert Graf von Aspermont-Reckheim im Jahr 1689 wegen "Konspiration mit dem König von Frankreich" seines Amtes entsetzt wurde. Im darauffolgenden "Franzosenkrieg", dem Spanischen Erbfolgekrieg (1700–1714), stellte das Fürsterzbistum Salzburg ein Kontingent des Reichsheeres, das sich bei der Verteidigung der Festung Freiburg im Breisgau (1714) zu bewähren hatte.

Noch weit stärker wurde die Berührung in der napoleonischen Zeit. Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik:

Im Ersten (17921797) und im Zweiten Koalitionskrieg (17991802) hatte Salzburg wieder ein Kontingent zum Reichsheer zu stellen. Im Dezember 1800 erfasste das Kriegsgeschehen auch Salzburg selbst: Am 10. Dezember verließ der letzte Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo vor den anrückenden Franzosen fluchtartig das Land und kehrte nicht wieder. Zwischen 12. und 14. Dezember 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden – der Schlacht auf dem Walserfeld. Nach dem über die österreichische Hauptarmee errungenen Sieg rückten die Franzosen in die Stadt Salzburg ein. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Dazu gehörte der Verlust von Kunstschätzen und anderen Kulturgütern: So musste der Naturforscher, Gelehrte und Sammler Carl Ehrenbert Freiherr von Moll seine Mineraliensammlung zugunsten der Pariser Bergakademie abtreten. Auch Teile der Einrichtung der Alten Residenz der Fürsterzbischöfe wurden während der französischen Besetzung nach Paris verbracht.

Ähnlich war Salzburgs Schicksal im Dritten Koalitionskrieg (1805), als es bereits ein weltliches Kurfürstentum war. Auf ihrem Vormarsch nach Wien besetzten die Franzosen auch Salzburg. Nach der kriegsentscheidenden Schlacht von Austerlitz (Mähren) musste das Kaisertum Österreich große Gebietsverluste hinnehmen, erhielt jedoch das Herzogtum Salzburg. Die französischen Besatzungstruppen verließen am 25. Februar das Land, nachdem sie es ausgiebig geplündert hatten.

Noch schlimmer kam es im Fünften Koalitionskrieg (1809): Am 29. April wurde die Stadt von bayerisch-französischen Truppen unter Marschall François-Joseph Lefebvre besetzt. Napoleon ließ proklamieren, dass das Land Salzburg in seinem Namen zu verwalten sei. Unter französischer Leitung – ein Militärgouverneur (Brigadegeneral Baron Kisler), ein Kontributionseinheber und Intendant (Camille Périer) – wurde eine General-Landesadministration (administration générale du pays de Salzbourg) eingerichtet, die aus fünf hohen Salzburger Funktionären bestand. Die Franzosen richteten ihre Aufmerksamkeit darauf, das Land finanziell auszupressen – die geforderte Kriegskontribution hatte die unerschwingliche Höhe von 5.300.000 Gulden – sowie die in den Gebirgsgauen aktiven Befreiungskämpfer niederzuringen. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters Joachim Haspinger, eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, hatten auch die Salzburger zu den Waffen gegriffen. In den Kämpfen um den Pass Lueg zeichneten sich Joseph Struber, der Wirt vom Stegenwald, Anton Wallner aus Krimml und Johann Panzl aus Mühlbach im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Auch der Pass Strub in Lofer war heiß umkämpft. Aber der Kampf blieb vergeblich. In dem am 14. Oktober 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn musste Kaiser Franz I. das Land an Napoleon abtreten, der es als Tauschobjekt gegenüber dem verbündeten Bayern einsetzte – Napoleon war auch König von Italien und erwarb im Frieden von Schönbrunn weiters unter anderem Oberkärnten als Teil der neuen "Illyrischen Provinzen" Frankreichs; Bayern hatte 1805 als Verbündeter Frankreichs Tirol gewonnen. Im Zuge des angestrebten französisch-italienisch-bayerischen Gebietsaustausches gelangte das Land Salzburg – ohne Matrei – an Bayern, das schließlich am 30. September 1810 die Verwaltung des geschundenen Landes übernahm. Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Herrschaftssystems kam Salzburg im Jahr 1816 wieder zu Österreich.

Als eine der wenigen positiven Auswirkungen der französischen Herrschaft in Salzburg gilt die Einführung von Hausnummern und Straßennamen.

Weitere Salzburgbezüge

Mozart

Eine seiner zahlreichen Reisen führte den jungen Wolfgang Amadé Mozart nach Paris, wo seine Mutter, die ihn begleitete, verstarb.

Elsass

Der berühmte Arzt Paracelsus war nach Erlangung seiner Doktorwürde von 1524 bis 1525 als Arzt in Salzburg tätig, anschließend von 1526 bis 1527 in Straßburg, der Hauptstadt des Elsass. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, der Salzburg wohl am stärksten geprägt hatte, konnte sich aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen bereits als Zwölfjähriger eine Domherrenstelle in Konstanz verschaffen, worauf die Koadjutorswürde der Stifte Murbach (von dem heute nur mehr Ruinenreste erhalten sind) und Lüders im Elsass folgte.[1]

Seit seiner Gründung 1583 gehört das Franziskanerkloster in der Stadt Salzburg zur alten Oberdeutschen Franziskaner-Rekollekten-Provinz ("Provincia Argentina"). Diese wurde einem Reformzweig des Franziskanerordens zugerechnet und erstreckte sich früher vom Elsass über ganz Süddeutschland bis nach Böhmen. Im Gebiet des Fürsterzbistums Salzburg umfasste sie das Kloster in der Stadt Salzburg sowie die im Zuge der Rekatholisierung der Salzburger Gebirgsgaue 1736 gestiftete Missionsstation Hundsdorf, die heute zum Caritas-Kinderdorf St. Anton in der Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße gehört.

Der Komponist und Organist Georg Muffat kam um 1645 in Schlettstadt im Elsass zur Welt.

Gegenwart

Küchenchef und Haubenkoch Tobias Brandstätter, Hotel Brandstätter in Salzburg‑Liefering, lernte unter anderem bei den Gebrüdern Haeberlin im Elsass.[2]

Louis Langrée, Chefdirigent der Camerata Salzburg, stammt aus Muehlhausen im südlichen Elsass.

Im Rahmen der FIS Alpine Ski WM 2013 Schladming war das Oberelsass, ein Teil der Region Elsass, vom 4. bis zum 17. Februar 2013 mit einer touristischen und gastronomischen Botschaft auf dem Hauptplatz von Schladming vertreten.

Die Zahl der Franzosen, die im Bundesland Salzburg leben, ist gering. Im Jahr 2017 sind 392 französische Staatsbürger registriert; davon leben 226 in der Landeshauptstadt, 90 im Flachgau und 76 in den übrigen Bezirken.

Im Tourismusjahr 2014/2015 kamen 55 181 Franzosen nach Salzburg; 2015/2016 waren es mit 53 169 um 3,6 Prozent weniger. Das bedeutete nur Platz 18 bzw. 19, hinter Israel und Saudi‑Arabien. Im Schnitt bleiben französische Gäste drei Nächte im Land Salzburg.

Die Französische Republik unterhält in Salzburg ein Honorarkonsulat.

Wirtschaftliche Beziehungen

Bei der Wirtschaftskammer Salzburg waren 148 Salzburger Firmen im Jahr 2017 mit regelmäßigen Geschäftsbeziehungen zu Frankreich registriert. Salzburger Unternehmen exportierten im Jahr 2015 Waren im Wert von 354 Millionen Euro in die Französische Republik. Darunter befanden sich Baumaschinen, Krane, Baumaterialien, Holzmöbel, Zutrittssysteme, Medizintechnik, Kfz-Teile, Lebensmittel, Getränke und Sportartikel. Frankreich liegt damit an sechster Stelle der Exportländer der Salzburger Unternehmen.

Das AußenwirtschaftsCenter Paris sieht für heimische Unternehmen Chancen im französischen Markt – vor allem, wenn sie auf Mobilität, Biolebensmittel und Produkte für ältere Menschen spezialisiert sind. Zudem stehen Mode, Architektur und Design hoch im Kurs, außerdem Energieeffizienz sowie innovative Technologien für Fabriken und neue Materialien.

Die Einfuhren aus Frankreich sind mit 164 Millionen Euro nur halb so hoch wie die Salzburger Exporte. Damit liegt Frankreich an 14. Stelle der Importländer.

Es bestehen Flugverbindungen vom Salzburg Airport nach Paris.

Salzburg auf Pariser Weltausstellungen

1867 stellten Baldi & Würthle Landschaftsaufnahmen bei der Weltausstellung in Paris aus.

Bei der Pariser Weltausstellung 1900 gab es auch eine Ausstellung Salzburger Gewerbetreibender. Zu sehen war u. a. ein Salzburger Prunkzimmer. Einer der Lieferanten dazu war der Salzburger Tischler Hans Preimesberger. Er lieferte den Plafond des Zimmers nach einem Original im Johannesschlössl aus dem 17. Jahrhundert.[3]

Ferdinand Porsche, der am Ende seines Lebens seinen Familiensitz in Zell am See hatte, präsentierte seinen für die Lohner-Werke in Wien-Floridsdorf entwickelten "Lohner-Porsche" mit Radnabenmotor 1900 auf der Pariser Weltausstellung.

1937 war die Großglockner Hochalpenstraße auf der Pariser Weltausstellung vertreten.

Historische Bindertanzgruppe Salzburg mit Tanzmeister Michael Nußdorfer sen. im Vordergrund und der Notre-Dame in Reims, Frankreich, im Hintergrund (12. Juni 2005)

Frankreich-Wahl auch in Salzburg

Zum ersten Mal konnten 2012 französische Staatsbürger auch in Salzburg an der französischen Präsidentschaftswahl teilnehmen. In der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen war am Sonntag, 6. Mai, von 10:00 bis 18:00 Uhr ein Wahllokal eingerichtet. Rund 500 französische Staatsbürger, die in Salzburg, Kärnten und Oberösterreich leben, waren hier als Wähler registriert und konnten in der Robert-Jungk-Stiftung ihre Stimme abgeben.

Vier Franzosen leiteten das Salzburger Wahlbüro. Unter ihnen war die Französischlehrerin Florence Gautier, die erzählte, dass sie bisher entweder in Wien oder per Vollmacht in Frankreich wählen durfte. Der Wahlvorgang ist jedoch etwas anders als in Österreich. Es gibt Wahlkarten und es werden keine Kandidaten angekreuzt. Zehn Kandidaten standen zur Wahl, und entsprechend gab es auch zehn Wahlkarten. Es wurde jedoch nur eine Wahlkarte in den Umschlag gesteckt, der anschließend in die Wahlurne gelegt wurde. Die Wahlhelfer rechneten in Salzburg mit rund 250 Wählern.

Präsident Macron in Salzburg

Am 23. August 2017 kam der neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit seiner Ehefrau nach Salzburg, um die Salzburger Festspiele zu besuchen. Sie wurden am Flughafen von Bundeskanzler Christian Kern und dessen Frau Eveline Steinberger-Kern empfangen. Anschließend führte der Präsident Gespräche mit Bundeskanzler Kern sowie mit seinen Amtskollegen aus Tschechien und der Slowakei, während der französische Honorarkonsul Dr. Peter Lechenauer Brigitte Macron beim Damenprogramm begleitete.

Macron nahm zudem am EU-Gipfeltreffen 2018 in Salzburg teil.

Personen mit Salzburgbezug

Sonstige

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Französische Republik, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.salzburgcoins.at
  2. www.hotel-brandstaetter.com, abgefragt am 24. Jänner 2013
  3. anno, (Salzburger) Fremden-Zeitung, Ausgabe vom 9. Februar 1901, Seite 1 ff.
  4. siehe Tomaselli