Wetter: Unterschied zwischen den Versionen

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Der heißeste Apriltag war der [[30. April]] [[2003]] für die Stadt Salzburg mit 30,6°C Grad. Übertroffen wurde er mit dem [[27. April]] [[2012]], an dem bei der Wetterstation in Salzburg-[[Freisaal]] am Nachmittag 31,5° C gemessen wurden.  Der bisherige April-Rekord wurde in Obersiebenbrunn (Niederösterreich) mit  31,0 Grad am 24. April 1968 gemessen<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/stadt/315-grad-in-salzburg-freisaal-noch-nie-war-es-im-april-so-heiss/3235608 www.salzburg24.at]</ref>.
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==== Oktober-Rekorde ====

Version vom 20. Juni 2013, 21:09 Uhr

denkmalgeschützte meteorologische Station von 1889 am Alten Markt in der Altstadt von Salzburg

Als Wetter bezeichnet man die lokal begrenzten Erscheinungen der Atmosphäre, wie Schneefall, Regen, Sonnenschein, Gewitter und anderes. Wetter ist somit eine kleinräumige und kurzzeitige Betrachtung im Gegensatz zu Klima, das die Wetterbeschreibung eines großen Gebiets über mindestens mehrere Jahrzehnte betrachtet.

Wetter in Salzburg

Obwohl das Bundesland Salzburg überwiegend im Einflussbereich des atlantisch-maritimes Klima, das durch milde Winter und mäßig warme Sommer mit ganzjährigen Niederschlägen gekennzeichnet ist, kommt es immer wieder zu Extremen.

Geschichte der Wettererfassung

Bereits um 1820 begann man in der Stadt Salzburg mit der Aufzeichnung und Auswertung von regelmäßig erhobenen meteorologischen Werten. In der Altstadt wurde dies durch eine meteorologische Station am Alten Markt erhoben, die seit 1889 besteht. Sie ist heute denkmalgeschützt. Neben mehreren kleineren Stationen ist heute die Klimastation am Flughafen Salzburg die bedeutendste, die seit 1939 besteht.

Das Observatorium Sonnblick, die älteste Gipfelwetterwarte und mit 3 106 m ü. A. das höchst gelegene Observatorium Europas, wurde am 18. Oktober 1886 in Betrieb genommen und liefert seither Wetterdaten.

Wetterkapriolen

Neben immer wiederkehrenden Hochwassersituationen, bedingt durch starken Dauerregen, gibt es aber auch immer wieder Hitzeperioden oder -tage.

Hitze

Durch Zufuhr heißer Luft aus dem nördlichen Afrika, aus der Wüste Sahara, kommt es alle paar Jahre zu besonders heißen Tagen in Salzburg. Auch kann diese Sahara-Luft feine Sandpartikel mit sich führen, was sich in meist gelben Niederschlag, besonders auf Kraftfahrzeugen, offenbart.

Hier einige Salzburger Hitzerekorde der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts[1]

  • Sommer 2003: die Stadt Salzburg verzeichnet den heißesten Sommer seit Beginn der Messreihen vor 150 Jahren; die Temperaturen im Juni, Juli und August lagen im Durchschnitt 4,3 Grad über dem langjährigen Schnitt;

Temperaturen aus dem Jahr 2009:

36,9° C, gemessen an der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Salzburg in der Stadt Salzburg, Freisaal um 16:30 Uhr
35,4° C, gemessen in Lofer
34,6° C, gemessen in Zell am See

Dieses zweitägige Hitzewetter (22. und 23. Juli 2009) wurde wiederum durch die Zufuhr heißer Wüstenluft aus der Sahara hervorgerufen, die auch Sand mit sich führte.

  • Winter:
In Golling wird mit 18,4 Grad Celsius am 25. Dezember 2009 der wärmste Weihnachtstag (24. - 26.12.) in Österreich seit Ende des Zweiten Weltkrieges gemessen.
Der Dezember 2012 war laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik[3] der wärmste Dezember seit in Österreich ein flächendeckendes Stationsnetz besteht, also seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Am 24. Dezember 2012 meldete die Wetterwarte Kolm-Saigurn (1 622 m ü. A.) um 13:00 Uhr plus 13,0 Grad Celsius, die Wetterwarte am Kolomansberg (1 110 m ü. A.) plus 14,5 Grad Celsius.

Sonstige Wärme-"Rekorde"

Heißester Apriltag

Der heißeste Apriltag war der 30. April 2003 für die Stadt Salzburg mit 30,6°C Grad. Übertroffen wurde er mit dem 27. April 2012, an dem bei der Wetterstation in Salzburg-Freisaal am Nachmittag 31,5° C gemessen wurden. Der bisherige April-Rekord wurde in Obersiebenbrunn (Niederösterreich) mit 31,0 Grad am 24. April 1968 gemessen[4].

Juni-Rekorde 2013

War schon der der 19. Juni 2013 der bis dahin heißeste Tag im Juni seit, so legte der 20. Juni 2013 "ein eins drauf". Der 20. Juni 2013 wird in die Wetter-Geschichte eingegangen: Mit 38,6 Grad Celsius wurde in Waidhofen a. d. Ybbs (NÖ) die höchste jemals im Juni gemessene Temperatur in Österreich registriert. Hier einige Daten[5]

Messstelle m ü. A. alter Rekord mit °C neuer Rekord mit °C Junidaten seit
Salzburg Flughafen 430 14. Juni 1980 35,6 19. Juni 2013 35,7 1874
Abtenau 709 10. Juni 2010 33,9 19. Juni 2013 34,5 2008
Golling 490 10. Juni 2010 34, 20. Juni 2013 35,7 2009
Großarltal 882 19. Juni 2012 31,1 20. Juni 2013 33,2 2011
Radstadt 858 19. Juni 2002 33,7 20. Juni 2013 34,2 1936
Zell am See 770 19. Juni 2002 33,3 20. Juni 2013 35,2 1948

Oktober-Rekorde

Der Freitag, der 19. Oktober 2012, brachte im Großteil Österreichs sonniges und ungewöhnlich warmes Wetter[6]:

Loferer Alm (1  623 m ü. A.): 22,2° C Grad; bisheriger Rekord 20,3° C Grad am 2. Oktober 2001, Messungen seit 1995;
Kolomansberg (1 113 m ü. A.): 24,4° C Grad, bisheriger Rekord 22,7° C Grad am 7. Oktober 2009, Messungen seit 2008;

Kälte

Am 1. Jänner 1905 wurde im Observatorium am mit -37,2°C die absolut tiefste in Österreich gemessene Temperatur registriert.

Wetterstationen

Im Bundesland Salzburg befinden 60 automatische Klimamesstationen, im benachbarten Nationalpark Berchtesgaden ab Anfang 2010 30 Stationen (u. a. am Watzmanngrat[7].

In der Nacht vom 18. auf 19. September 2011 brach ein sehr früher Winter im Land Salzburg mit 20 bis 25 cm Neuschnee ein, der Züge hängen bleiben und eine Sperre der Großglockner Hochalpenstraße notwendig werden ließ. Es war dies rund ein Monat früher als üblich.

Weblinks

Siehe auch

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Wetter, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Fußnoten und Quellen

  1. Quelle Salzburger Nachrichten, 22. Juli 2009, Luft aus der Sahara
  2. alle Werte Zentralanstalt für Meteologie und Geodynamik http://www.zamg.ac.at
  3. Quelle Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
  4. Quelle www.salzburg24.at
  5. Quelle www.zamg.ac.at
  6. Quelle www.zamg.ac.at, abgefragt am 25. Oktober 2012
  7. Quelle Salzburger Nachrichten, 9. September 2009