Hotel und Gastgewerbe in der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Geschichte der '''Hotels und des Gastgewerbes''' in der Stadt Salzburg reicht weit ins [[Mittelalter]] zurück. Dieser Artikel behandelt nur jene gastgewerbliche Betriebe, die sich innerhalb der historischen Stadtgrenze befanden. Unternehmen, die sich in im [[20. Jahrhundert]] eingemeindeten Stadtteilen wie [[Maxglan]], [[Itzling]], [[Morzg]] oder [[Gnigl]] befanden, sind bei den jeweiligen Stadtteilbeschreibungen zu finden.
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Die Geschichte der '''Hotels und des Gastgewerbes''' in der Stadt Salzburg reicht weit ins [[Mittelalter]] zurück. Dieser Artikel behandelt nur jene gastgewerbliche Betriebe, die sich innerhalb der historischen Stadtgrenze befanden. Unternehmen, die sich in im [[20. Jahrhundert]] [[Eingemeindungen|eingemeindet]]en Stadtteilen wie [[Maxglan]], [[Itzling]], [[Morzg]] oder [[Gnigl]] befanden, sind bei den jeweiligen Stadtteilbeschreibungen zu finden.
  
 
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[[1764]], also zur Zeit [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]]s, gab es im Stadtgebiet elf bürgerliche Brauereien und jene der Augustiner-Eremiten, das [[Müllnerbräu]], 38 Beherbergungsbetriebe, 19 Bierzapfer, zwei Kaffeesieder und je zwei Stadt- und Garküchen. Die Rechte und Pflichten der Betreiber waren in den einzelnen ''[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Gerechtsame]]n'' genau geregelt. So durften Brauereien ihr Bier nur in ihren eigenen Brauhäusern oder ''über die Gasse'' verkaufen (also an Private, die sich ihr Bier in den Brauhäusern selbst abholten). Normalerweise waren die Wirte im Besitz von Bier- und Weinausschank-Gerechtsamen. Die Bierschenken, man nannte sie auch ''Zapfer'', durften Bier ausschenken und kaltes Fleisch oder Würste dazu anbieten. Faktoreien und Handelsherren wiederum hatten das Vorrecht, ''welschen'' (also [[italien]]ischen Süßwein und Muskateller zu verkaufen.
 
[[1764]], also zur Zeit [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]]s, gab es im Stadtgebiet elf bürgerliche Brauereien und jene der Augustiner-Eremiten, das [[Müllnerbräu]], 38 Beherbergungsbetriebe, 19 Bierzapfer, zwei Kaffeesieder und je zwei Stadt- und Garküchen. Die Rechte und Pflichten der Betreiber waren in den einzelnen ''[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Gerechtsame]]n'' genau geregelt. So durften Brauereien ihr Bier nur in ihren eigenen Brauhäusern oder ''über die Gasse'' verkaufen (also an Private, die sich ihr Bier in den Brauhäusern selbst abholten). Normalerweise waren die Wirte im Besitz von Bier- und Weinausschank-Gerechtsamen. Die Bierschenken, man nannte sie auch ''Zapfer'', durften Bier ausschenken und kaltes Fleisch oder Würste dazu anbieten. Faktoreien und Handelsherren wiederum hatten das Vorrecht, ''welschen'' (also [[italien]]ischen Süßwein und Muskateller zu verkaufen.
  
Das [[Steinbräu]] (heute [[Hotel Stein]]) von [[Josef Virgil Popp|Josef Virgil ]][[Popp]] war die größte Brauerei der Stadt Salzburg um [[1764]]. Zum Besitz des ''Steinbräus'' gehörten der Gasthof ''Zur goldenen Sonne'' in der [[Kaigasse]] 31 und später auch der "Sauwinkel" in der [[Steingasse]] 12. Die bekanntestes Gasthäuser dieser Zeit waren die [[Stadttrinkstube]] am [[Waagplatz]] Nr. 1 und das [[Hôtel zum Goldnen Schiff|Hôtel ''Zum Goldnen Schiff'']] am [[Residenzplatz]] neben der [[St. Michaelskirche]].
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Das [[Steinbräu]] (heute [[Hotel Stein]]) von [[Josef Virgil Popp|Josef Virgil]][[Popp]] war die größte Brauerei der Stadt Salzburg um [[1764]]. Zum Besitz des ''Steinbräus'' gehörten der Gasthof ''Zur goldenen Sonne'' in der [[Kaigasse]] 31 und später auch der "Sauwinkel" in der [[Steingasse]] 12. Die bekanntestes Gasthäuser dieser Zeit waren die [[Stadttrinkstube]] am [[Waagplatz]] Nr. 1 und das [[Hôtel zum Goldnen Schiff|Hôtel ''Zum Goldnen Schiff'']] am [[Residenzplatz]] neben der [[St. Michaelskirche]].
  
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg]] litt die Salzburger Hotellerie unter Zwangseinquartierungen der Besatzungstruppen. Am [[10. April]] [[1948]] wurde festgelegt, dass die Vergütung für beschlagnahmte Beherbergungsbetriebe durch die [[USFA]] pro Bett und Tag durchschnittlich 1,50 bis 2 Schilling beträgt. Für die 16 beschlagnahmten Salzburger Betriebe wurden im Monat 111.837 Schilling ausbezahlt. Nach Räumung durch die Besatzungsmacht wurde jedem Betrieb für Sachschäden, außerordentliche Abnützung und Verlust eine angemessene Entschädigung gezahlt.
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg]] litt die Salzburger Hotellerie unter Zwangseinquartierungen der Besatzungstruppen. Am [[10. April]] [[1948]] wurde festgelegt, dass die Vergütung für beschlagnahmte Beherbergungsbetriebe durch die [[USFA]] pro Bett und Tag durchschnittlich 1,50 bis 2 Schilling beträgt. Für die 16 beschlagnahmten Salzburger Betriebe wurden im Monat 111.837 Schilling ausbezahlt. Nach Räumung durch die Besatzungsmacht wurde jedem Betrieb für Sachschäden, außerordentliche Abnützung und Verlust eine angemessene Entschädigung gezahlt.
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* Bergerkeller in der [[Schallmooser Hauptstraße]]
 
* [[Hotel Blaue Gans|Gasthaus zur Blauen Gans]] in der Getreidegasse
 
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* Gasthof Blauer Hecht
 
* Gasthof Blauer Hecht
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* [[Mödlhammerkeller]] in der [[Müllner Hauptstraße]]
 
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Aktuelle Version vom 16. März 2025, 16:35 Uhr

Die Geschichte der Hotels und des Gastgewerbes in der Stadt Salzburg reicht weit ins Mittelalter zurück. Dieser Artikel behandelt nur jene gastgewerbliche Betriebe, die sich innerhalb der historischen Stadtgrenze befanden. Unternehmen, die sich in im 20. Jahrhundert eingemeindeten Stadtteilen wie Maxglan, Itzling, Morzg oder Gnigl befanden, sind bei den jeweiligen Stadtteilbeschreibungen zu finden.

Geschichte

Als wichtige gesellschaftliche Treffpunkte gab es von jeher eine große Zahl an Gastwerbeeinrichtungen in der Stadt Salzburg. Der Bogen reichte von verrufenen Spelunken und Branntweinstuben über die Brauhäuser bis zu noblen Kaffeehäusern.

1764, also zur Zeit Mozarts, gab es im Stadtgebiet elf bürgerliche Brauereien und jene der Augustiner-Eremiten, das Müllnerbräu, 38 Beherbergungsbetriebe, 19 Bierzapfer, zwei Kaffeesieder und je zwei Stadt- und Garküchen. Die Rechte und Pflichten der Betreiber waren in den einzelnen Gerechtsamen genau geregelt. So durften Brauereien ihr Bier nur in ihren eigenen Brauhäusern oder über die Gasse verkaufen (also an Private, die sich ihr Bier in den Brauhäusern selbst abholten). Normalerweise waren die Wirte im Besitz von Bier- und Weinausschank-Gerechtsamen. Die Bierschenken, man nannte sie auch Zapfer, durften Bier ausschenken und kaltes Fleisch oder Würste dazu anbieten. Faktoreien und Handelsherren wiederum hatten das Vorrecht, welschen (also italienischen Süßwein und Muskateller zu verkaufen.

Das Steinbräu (heute Hotel Stein) von Josef VirgilPopp war die größte Brauerei der Stadt Salzburg um 1764. Zum Besitz des Steinbräus gehörten der Gasthof Zur goldenen Sonne in der Kaigasse 31 und später auch der "Sauwinkel" in der Steingasse 12. Die bekanntestes Gasthäuser dieser Zeit waren die Stadttrinkstube am Waagplatz Nr. 1 und das Hôtel Zum Goldnen Schiff am Residenzplatz neben der St. Michaelskirche.

Nach dem Zweiter Weltkrieg litt die Salzburger Hotellerie unter Zwangseinquartierungen der Besatzungstruppen. Am 10. April 1948 wurde festgelegt, dass die Vergütung für beschlagnahmte Beherbergungsbetriebe durch die USFA pro Bett und Tag durchschnittlich 1,50 bis 2 Schilling beträgt. Für die 16 beschlagnahmten Salzburger Betriebe wurden im Monat 111.837 Schilling ausbezahlt. Nach Räumung durch die Besatzungsmacht wurde jedem Betrieb für Sachschäden, außerordentliche Abnützung und Verlust eine angemessene Entschädigung gezahlt.

Auszug Gastgewerbebetriebe um 1764

Brauer:

Gaststätten verschiedener Epochen

Gastgewerbetriebe, derzeit noch undatiert

Gastgewerbebetriebe um 1900

in der damaligen Schreibweise - Hotel wurde mit ^ über dem o geschrieben, da das Wort aus dem Französischen stammt
in alphabetischer Reihenfolgen der näheren Bezeichnung (nicht als nach Gasthaus oder Hôtel usw.)
B
E
F
  • Gasthaus zur Fürstenallee
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
R
S
Sch
St
T
W
Z

Siehe auch

Quellen