Nationalratswahl 2024
Die Nationalratswahl 2024 fand am Sonntag, dem 29. September 2024 statt. Dieser Artikel informiert über die Durchführung im Land Salzburg.
Das vorläufige Ergebnis der Nationalratswahl 2024 in Salzburg, Stand 30. Sep. 2024 abends[1]
| Partei | 2019 % | 2024 % | Diff. +/- % | 2019 Stimmen | 2024 Stimmen | Diff. +/- |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ÖVP | 46,4 | 31,6 | -14,8 | 138 349 | 95 460 | -14,8 |
| SPÖ | 16,4 | 16,8 | + 0,4 | 48 800 | 50 710 | +0,4 |
| FPÖ | 13,7 | 27,7 | +14,0 | 40 830 | 83 808 | +14,0 |
| GRÜNE | 12,6 | 8,5 | -4,1 | 37 624 | 25 689 | -4,1 |
| NEOS | 8,4 | 9,0 | +0,6 | 25 153 | 27 187 | +0,6 |
| BIER | n.k. | 1,5 | - | - | 4 617 | +1,5 |
| KPÖ | 0,6 | 3,3 | +2,7 | 1 888 | 10 018 | +2,7 |
| LMP | n.k. | 0,5 | - | - | 1 573 | |
| MFG | n.k. | 0,4 | - | - | 1 272 | |
| KEINE | 0,5 | 0,6 | +0,2 | 1 407 | 1 923 | +0,2 |
| Stimmen 2024 | % | Stimmen 2019 | % | 2024-2019 Stimmen | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wahlberechtigte | 391 220 | 395 640 | -4 420 | |||
| Abgegebene | 305 365 | 76,6 | 302 123 | 73,2 | +3 242 | +1,7 |
| Ungültige | 3 108 | 1,0 | 3 798 | 1,1 | -690 | -0,2 |
| Gültige | 302 257 | 99,0 | 298 325 | 98,9 | +3 932 | -0,2 |
Wahlberechtigte
Im Land Salzburg sind zur Nationalratswahl 2024 rund 391 000 Personen wahlberechtigt, das sind um 4 500 weniger als bei der Nationalratswahl 2017,[2] denn Wanderungsbilanz und Geburtenbilanz der Landesbürger sind negativ.[3]
Wahlkarten
Rund 86 150 Wahlkarten wurden für den 29. September ausgestellt, das sind so viele wie noch nie. Im Jahr 2019 waren es noch 66 429, das heißt heuer wurden um rund 30 Prozent mehr Wahlkarten ausgegeben als noch vor fünf Jahren. Die gerundete Zahl der ausgestellten Wahlkarten nach Bezirken im Überblick:[4]
- Bundesland Salzburg: 86 150
- Flachgau: 24 450
- Stadt Salzburg: 21 500
- Pinzgau: 13 950
- Pongau: 12 650
- Tennengau: 8 750
- Lungau: 4 850
514 Wahllokale in allen Gemeinden
Am Wahlsonntag stehen 514 Wahllokale im Land Salzburg den Wählern offen. Rund 2 600 Wahlbeisitzer und noch einmal so viele in Reserve sorgen für einen reibungslosen und richtigen Ablauf. Die Zahl der Wahllokale:[4]
- Stadt Salzburg: 152
- Flachgau: 139
- Pongau: 74
- Pinzgau: 73
- Tennengau: 49
- Lungau: 27
Wahlwerbende Gruppen
Am 2. August 2024 standen die kandidierenden Wahlparteien fest. Es sind dies:[5]
- österreichweit
- die fünf schon seit der Nationalratswahl 2019 im Nationalrat vertretenen Parteien:
ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS - vier weitere Listen, die in allen Bundesländern eine ausreichende Zahl von Unterstützungsunterschriften erzielten: KPÖ, KEINE, Bierpartei und Liste Madeleine Petrovic (LMP)
- die fünf schon seit der Nationalratswahl 2019 im Nationalrat vertretenen Parteien:
- in einigen Bundesländern weitere Listen:
- im Land Salzburg (erforderliche Zahl an Unterstützungsunterschriften: 200):
MFG (Menschen-Freiheit-Grundrechte) - in anderen Bundesländern (jedoch nicht in Salzburg):
"Liste Gaza" (Stimmen gegen den Völkermord)
- im Land Salzburg (erforderliche Zahl an Unterstützungsunterschriften: 200):
Die genauen Listenbezeichnungen sind (in der Reihung des landesweiten Stimmzettels):[6]
- Karl Nehammer - Die Volkspartei (ÖVP)
- Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
- Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
- Die Grünen - Die Grüne Alternative (GRÜNE)
- NEOS - Die Reformkraft für dein neues Österreich (NEOS)
- Die Bierpartei (BIER)
- MFG - Österreich Menschen - Freiheit - Grundrechte (MFG)
- Kommunistische Partei Österreichs - KPÖ Plus (KPÖ)
- Liste Madeleine Petrovic (LMP)
- Keine von denen (KEINE)
Spitzenkandidaten der Landeslisten sind[6][7]
- bei der ÖVP Karoline Edtstadler, Bundesministerin,
- bei der SPÖ Andreas Haitzer, Bürgermeister von Schwarzach im Pongau,
- bei der FPÖ Volker Reifenberger, Nationalratsabgeordneter,
- bei den Grünen Leonhard Pius Hartinger, Umwelt-Projektmanager/Sekundarstufenlehrer und Sprecher der Initiative für den S-Link,
- bei NEOS Josef "Sepp" Schellhorn, Nationalratsabgeordneter,
- bei der Bierpartei Doris Liederer, AHS-Professorin/Universitätslektorin in Lieboch, [[|Steiermark|Stmk.]],
- bei MFG Patrick Prömer, Senior Projektmanager, Landessprecher,
- bei der KPÖ Bettina Prochaska, Pflegerin,
- bei der Liste Petrovic: Birgit Falkensteiner, Psychotherapeutin in Salzburg,
- bei "Keine von denen" Nadine Auris Kunisch, Ausstatterin in Wien.
Erzielbare Mandate
Vergeben werden (wie bei der Nationalratswahl 2019) im Land Salzburg (Landeswahlkreis 5) 11 Mandate; davon sind
- im Regionalwahlkreis 5A (Salzburg Stadt) drei,
- im Regionalwahlkreis 5B (Flachgau/Tennengau) vier und
- im Regionalwahlkreis 5C (Lungau/Pinzgau/Pongau) vier
Mandate erzielbar.[8]
Wahlkampf
Teilweise formulierten die Salzburger Wahlwerber Wahlziele für das Landesergebnis. Die ÖVP wollte den ersten Platz behaupten und mit einem möglichst guten Ergebnis dazu beitragen, dass dies auch bundesweit gelinge; FPÖ und SPÖ wollten ihre Mandatsanzahl von einem auf drei Mandate verdreifachen.[7] Die Grünen strebten einen zweistelligen Prozentanteil und ein Halten des Salzburger Mandates an.[9]
Aktuelle Wahlberichterstattung in ORF Salzburg
Das ORF-Landesstudio Salzburg bietet am Sonntag der Nationalratswahl umfangreiche Berichte auf allen seinen Kanälen in Fernsehen, Radio und Internet. Auf salzburg.ORF.at gibt es tagsüber aktuelle Berichte.
Ab 16.00 Uhr bricht Radio Salzburg in den Wahlabend auf. Diese Salzburger Sondersendung bringt Analysen des Politikwissenschafters Armin Mühlböck (Universität Salzburg und dauert bis 19.00 Uhr.
Auf salzburg.ORF.at wird die Berichterstattung bis in den späten Abend ständig aktualisiert, spät auch mit den Ergebnissen aus allen Salzburger Gemeinden.
Im Fernsehen beginnt dieser Wahlabend regional um 19.00 Uhr mit einer Sondersendung von "Salzburg heute" – mit Überlänge.
Um 21.35 Uhr folgt auf ORF2 ein Lokalausstieg im bundesweiten Fernsehprogramm mit aktualisierten Wahlergebnissen und Berichten aus Salzburg.
Der Livestream aus Salzburg ist auf ORF ON über das Icon der Österreich-Landkarte (roter Pfeil) auszuwählen und fix speicherbar.
Im TV-Teletext werden auf den Seiten 500 bis 599 die Resultate aller österreichischen Gemeinden nachzulesen sein.
Weblinks
- Wahlspezifische Webangebote des Bundes:
- Webangebote des Landes Salzburg:[2]
- Homepage des Landes
- Informationsseite zur Nationalratswahl
- Salzburger Landeskorrespondenz
- Land Salzburg App mit Push-Nachrichten
- Land Salzburg Ticker
- Land Salzburg Magazin
- Facebook-Seite des Landes
- Instagram-Seite des Landes
- YouTube-Kanal des Landes
- X-(Twitter)-Seite des Landes
- Bilddatenbank des Landes
- Videos zu Landesthemen
- Newsletter für Bürger
- Newsletter für Medienleute
- Webangebote (aktuelle Wahlberichterstattung) des ORF:
Quellen
- Salzburger Landeskorrespondenz vom 29. September 2024, abgefragt um 22 Uhr
- Kundmachung über die Landeswahlvorschläge
- Verlautbarung der Landeswahlbehörde über die Ergebnisse der Nationalratswahl 2024-->
Einzelnachweise
- ↑ www.bundeswahlen.gv.at
- ↑ 2,0 2,1 Salzburger Landeskorrespondenz, 8. August 2024: Zehn Parteien treten in Salzburg zur Nationalratswahl an
- ↑ ORF Salzburg, 11. Juli 2024: Unterschriftensammeln und weniger Wahlberechtigte
- ↑ 4,0 4,1 Salzburger Landeskorrespondenz vom 27. September 2024
- ↑ ORF News, 2. August 2024: Neun Parteien treten österreichweit an
- ↑ 6,0 6,1 Land Salzburg, August 2024: Land Salzburg > Politik > Wahlen > Nationalrat > Nationalratswahl 2024
- ↑ 7,0 7,1 ORF Salzburg, 11. Mai 2024: Nationalratswahl: Hartinger grüner Spitzenkandidat; 1. Juli 2024: NR-Wahl: Edtstadler führt VP-Landesliste an; 12. Juli 2024: NR-Wahl: Haitzer führt SPÖ-Landesliste an; 1. August 2024: KPÖ startet NR-Wahlkampf in Salzburg; Bezirksblätter Salzburg, 26. Juli 2024: Nationalratswahl 2024: Salzburger FPÖ hofft auf Mandatsverdreifachung; NEOS: Wahlen 2024 (abgerufen am 3. August 2024); Instagram-Auftritt "Patrick Prömer" (abgerufen am 3. August 2024)
- ↑ Kundmachung des Bundesministers für Inneres über die Zahl der auf jeden Wahlkreis entfallenden Mandate für die Wahl des Nationalrates gemäß § 5 Abs. 3 der Nationalrats-Wahlordnung 1992 – NRWO, BGBl. II Nr. 180/2023
- ↑ ORF Salzburg, 22. September 2024: Wahlkampfendspurt der Grünen am Rupertikirtag