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[[Datei:Flug über die Glocknergruppe im Jänner 2021 34.jpg|thumb|[[Flug über die Glocknergruppe im Jänner 2021]], der Wolfgang Seifert ja bis in die [[Südtirol]]er Dolomiten führte - hier die Drei Zinnen.]]
 
[[Datei:Flug über die Glocknergruppe im Jänner 2021 34.jpg|thumb|[[Flug über die Glocknergruppe im Jänner 2021]], der Wolfgang Seifert ja bis in die [[Südtirol]]er Dolomiten führte - hier die Drei Zinnen.]]
'''{{PAGENAME}}''' ist eine der 108 Provinzen der [[Italien|Republik Italien]] und grenzt im Nordosten mit dem [[Ahrntal]] an [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. Als politische Verwaltungseinheit wird das Land als '''Autonome Provinz Bozen – Südtirol''' (Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige) bezeichnet. Im alltäglichen Sprachgebrauch spricht man aber vom "''Land Südtirol''".
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'''Südtirol''' ist eine der 108 Provinzen der [[Italien|Republik Italien]] und grenzt im Nordosten mit dem [[Ahrntal]] an [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. Als politische Verwaltungseinheit wird das Land als '''Autonome Provinz Bozen – Südtirol''' (''Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige'') bezeichnet. Im alltäglichen Sprachgebrauch spricht man aber vom "Land Südtirol".
    
== Geografie ==
 
== Geografie ==
 
[[Datei:Grenzstein von 1920 am Krimmler Tauern.jpg|thumb|Grenzstein von 1920 am Krimmler Tauern]]
 
[[Datei:Grenzstein von 1920 am Krimmler Tauern.jpg|thumb|Grenzstein von 1920 am Krimmler Tauern]]
Südtirol (it. ''Alto Adige'', Hochetsch) ist ein Gebirgs- und Durchgangsland mit vielfältigen Landschaftsformen auf engem Raum. Über 85 % seiner Fläche liegen über 1 000, fast 65 % sogar höher als 1 500 [[m ü. A.]]. Im Talbecken des Eisack um [[Brixen]] und in der breiten Etschtalfurche von Meran über Bozen bis Salurn gedeiht eine üppige Vegetation mit reichem Edelobstbau und Weinbau. Im Osten hat Südtirol Anteil an dem aus Kalken aufgebauten Felsland der [[Dolomit]]en. Der Brenner ist die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer im Osten und der Adria im Süden, der mit 1 375 m ü. A. niedrigste Übergang über die [[Zentralalpen]] und die verkehrsreichste Grenzstation Italiens.
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Im Norden grenzt Südtirol an [[Nordtirol]]; im Nordosten an das [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]]; im Osten an [[Osttirol]]; im Südosten an die italienische Region Veneto (Venezien) - dort gibt es mit [[Venedig]] Salzburgbezüge; im Süden an die italienische Provinz Trient ([[Trentino]]), die zusammen mit Südtirol die Region ''Trentino-Südtirol'' (Trentino-Alto Adige) bildet, sowie an die italienische Region Lombardei und im Westen an die [[Schweiz]] ([[Schweiz#Graubünden|Graubünden]]);
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Südtirol (it. ''Alto Adige'', Hochetsch) ist ein Gebirgs- und Durchgangsland mit vielfältigen Landschaftsformen auf engem Raum. Über 85 % seiner Fläche liegen über 1 000, fast 65 % sogar höher als 1 500 [[m ü. A.]]. Im Talbecken der Eisack um [[Brixen]] und in der breiten Etschtalfurche von Meran über Bozen bis Salurn gedeiht eine üppige Vegetation mit reichem Edelobstbau und Weinbau. Im Osten hat Südtirol Anteil an dem aus Kalken aufgebauten Felsland der [[Dolomit]]en. Der Brenner ist die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer im Osten und der Adria im Süden, der mit 1 375 m ü. A. der niedrigste Übergang über die [[Zentralalpen]] und die verkehrsreichste Grenzstation Italiens.
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Im Norden grenzt Südtirol an [[Nordtirol]]; im Nordosten an das [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]]; im Osten an [[Osttirol]]; im Südosten an die italienische Region [[Veneti|Veneto]] (Venetien) - dort gibt es mit [[Venedig]] Salzburgbezüge; im Süden an die italienische Provinz Trient ([[Trentino]]), die zusammen mit Südtirol die Region Trentino-Südtirol (''Trentino-Alto Adige'') bildet, mit der es auch Salzburger Verbindungen (Heimat des Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]], Friedhof der Gefallenen des [[Rainerregiment]]s), sowie an die italienische Region Lombardei und im Westen an die [[Schweiz]] ([[Schweiz#Graubünden|Graubünden]]);
 
   
 
   
62 % der Bewohner des Landes gehören der deutschen, 23 % der italienischen, vier Prozent der ladinischen sowie zehn Prozent anderen Sprachgruppen an (Datenstand 2011). Die Ladiner, die ein rätoromanisches Idiom sprechen, wohnen im Gadertal und in Grödner Tal, ihr Sprachgebiet setzt sich jenseits der Landesgrenze im Trentino und im Veneto fort.
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57 % der Bewohner des Landes gehören der deutschen, 23 % der italienischen, vier Prozent der ladinischen sowie zehn Prozent anderen Sprachgruppen an (Datenstand 2024). Die Ladiner, die ein rätoromanisches Idiom sprechen, wohnen im Gadertal und in Grödner Tal, ihr Sprachgebiet setzt sich jenseits der Landesgrenze im Trentino und im Veneto fort.
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=== Geologie ===
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In den Jahren [[2024]] und [[2025]] gab es ungewöhnlich viele [[Erdbeben]] im Süden Italien (Golf von Neapel und auf Sizilien) mit vermehrten Vulkanausbrüchen des Ätnas und Strombolis. Am Pfingstsonntagabend, den [[8. Juni]] [[2025]],  hatte sich in Südtirol ein Erdbeben der Magnitude 3,2 ereignet. Laut Österreichischem Erdbebendienst ([[GeoSphere Austria]]) waren die Erschütterungen nordwestlich von Meran um 21:17 Uhr im Epizentralbereich stark zu spüren. Die Bevölkerung berichtete demnach "vom Klirren der Gläser und Grollen des Untergrunds", wie es in einer Aussendung hieß. Schäden an Gebäuden waren vorerst keine bekannt. Sie seien bei dieser Stärke auch nicht zu erwarten.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/erdbeben-bei-meran-in-suedtirol-zu-spueren-art-292605 9. Juni 2025]</ref>
 
   
 
   
==Salzburg-Bezüge==
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== Geschichte ==
===Geschichte===
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Südtirol ist das Kernland Tirols – das namengebende Schloss Tirol erhebt sich bei Meran.
* Über die Jahrhunderte gab es Zuwanderung von Südtirol nach Salzburg, etwa von Kaufleuten und [[Salzburger Domherren|Domherren]].
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* Das Südtiroler Bistum [[Brixen]] war mehr als neun jahrhundertelang [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistum]] des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]].
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Nach dem [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] wurde Südtirol von Tirol und Österreich abgetrennt und Italien zugeschlagen, das damit eine "natürliche" geografische Grenze am [[Alpen]]<nowiki>hauptkamm</nowiki> erhielt. Damals wohnten in Südtirol noch keine Italiener. In der Folge ging die Politik des italienischen Staates dahin, Südtirol zu italianisieren und die deutsche Sprache auszumerzen. Deren Gebrauch wurde verboten, alle Orte erhielten italienische Namen.
* Ab 1940 wurden [[Südtiroler]] auch in Salzburg angesiedelt, besonders in eigenen [[Südtiroler-Siedlung]]en.
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Im Jahr [[1939]] – Österreich war [[1938]] an das Deutsche Reich [[Anschluss|angeschlossen]] worden – schlossen die Diktatoren [[Adolf Hitler]] und Benito Mussolini das sogenannte Hitler-Mussolini-Abkommen: Dieses zwang die Südtiroler, sich zu entscheiden, ob sie in ihrer Heimat bleiben (und sich damit einer verschärften Italianisierung, womöglich sogar einer Umsiedlung nach Sizilien, aussetzen) oder ob sie für die Umsiedlung in das Deutsche Reich optieren wollten. 86,6&nbsp;Prozent (das waren 166&nbsp;488 Südtiroler) entschieden sich für die "Option", etwa 75&nbsp;000 übersiedelten tatsächlich (siehe den Artikel "[[Südtiroler]]"). Wenige Jahre später kam es zu einer teilweisen Rückwanderung. Die "Option" hinterließ tiefe Gräben in der Südtiroler Gesellschaft. In Salzburg entstanden in Folge mehrere [[Südtiroler-Siedlung]]en.
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] versuchte Österreich Südtirol zurückzugewinnen; dies gelang zwar nicht, aber immerhin gewährte Italien nach weiteren wechselhaften Entwicklungen Südtirol eine weitreichende Autonomie.
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=== Geschichtliche Bezüge zu Salzburg ===
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* Über die Jahrhunderte gab es Zuwanderung von Südtirol nach Salzburg, etwa von Kaufleuten und [[Salzburger Domherren|Domherren]]. Die Familie [[Spängler]] des heute bekannten [[Bankhaus Spängler|Bankhauses]] haben ihre Wurzeln in  Südtirol. Der erste aus der Familie Spängler in der [[Stadt Salzburg]] war [[Franz Anton Spangler]], der Sohn des Wirtshausbesitzers und Weinhändlers "Georg Sp'''a'''ngler" (* [[1681]]; † [[1759]]) aus Taufers im [[Ahrntal]], verheiratet mit Eva Maria Muz (* [[1681]]; † [[1719]]).  
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* Das Südtiroler [[Bistum Brixen]] war mehr als neun jahrhundertelang [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistum]] des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]].
 
* Über den [[Krimmler Tauern]] und die [[Birnlücke]] erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg die [[Krimmler Judenflucht]] ins [[Ahrntal]].
 
* Über den [[Krimmler Tauern]] und die [[Birnlücke]] erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg die [[Krimmler Judenflucht]] ins [[Ahrntal]].
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== Persönlichkeiten mit Salzburgbezug ==
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==Weitere Salzburg-Bezüge==
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=== Persönlichkeiten mit Salzburgbezug ===
 
* [[Johann Abertshauser]] war Organist, Mesner der [[Pfarrkirche zum hl. Ägydius|Vikatiatskirche zum hl. Ägydius]] und Schulmeister der [[Volksschule St. Gilgen|Vikariatsschule]] in [[St. Gilgen]].
 
* [[Johann Abertshauser]] war Organist, Mesner der [[Pfarrkirche zum hl. Ägydius|Vikatiatskirche zum hl. Ägydius]] und Schulmeister der [[Volksschule St. Gilgen|Vikariatsschule]] in [[St. Gilgen]].
 
* [[Alberta Ainhauser]] war von [[1841]] bis [[1856]] [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Benediktinenäbtissin]] der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]. Sie war die erste nichtadelige Äbtissin des Stifts.
 
* [[Alberta Ainhauser]] war von [[1841]] bis [[1856]] [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Benediktinenäbtissin]] der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]. Sie war die erste nichtadelige Äbtissin des Stifts.
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* Geistlicher Rat [[Anton Schguanin]]  war [[Katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Pfarrer von Dienten|Pfarrer]] von [[Pfarre Dienten|Dienten]], [[Pfarre Niederndorf|Niederndorf]] und [[Pfarre Rattenberg|Rattenberg]] sowie [[Tirol]]er [[Landesrat]]
 
* Geistlicher Rat [[Anton Schguanin]]  war [[Katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Pfarrer von Dienten|Pfarrer]] von [[Pfarre Dienten|Dienten]], [[Pfarre Niederndorf|Niederndorf]] und [[Pfarre Rattenberg|Rattenberg]] sowie [[Tirol]]er [[Landesrat]]
 
* [[Karl Schoßleitner (Schriftsteller)|Karl Schoßleitner]],  ein Salzburger Beamter, Schriftsteller und Höhlenforscher.
 
* [[Karl Schoßleitner (Schriftsteller)|Karl Schoßleitner]],  ein Salzburger Beamter, Schriftsteller und Höhlenforscher.
* [[Franz Anton Spangler]], der Ahnherr der bekannten [[Familie Spängler|Kaufmanns- und Bankiersfamilie Spängler]] in Salzburg, stammte aus in Dietenheim bei Bruneggen (Bruneck)
   
* Dr. iur. [[Hermann von Vilas]], Rechtsanwalt in Salzburg, Präsident der [[Salzburger Rechtsanwaltskammer]] und Mollusken-Sammler.
 
* Dr. iur. [[Hermann von Vilas]], Rechtsanwalt in Salzburg, Präsident der [[Salzburger Rechtsanwaltskammer]] und Mollusken-Sammler.
 
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* Die ursprünglich aus Salzburg stammende [[Blaskapelle Bieruschka]] ist besonders beim bäuerlichen Anteil der Südtiroler Bevölkerung sehr bekannt.
      
== Sport ==
 
== Sport ==
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* eine ''Südtiroler Gasse'' in [[Radstadt]] sowie
 
* eine ''Südtiroler Gasse'' in [[Radstadt]] sowie
 
* mehrere [[Südtiroler-Siedlung]]en im Bundesland Salzburg
 
* mehrere [[Südtiroler-Siedlung]]en im Bundesland Salzburg
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== Literatur ==
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* Das Buch "[[Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.]]" berichtet sehr ausführlich über die Bauernkriege [[1525]] in Südtirol, von den Südtirolern  [[Michael Gaismair]] und [[Peter Pässler]], die beide im [[Salzburger Bauernaufstände und -kriege|Salzburger Bauernkrieg]] [[1526]] eine Rolle spielten.
    
== Bilder ==
 
== Bilder ==
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [http://www.camcom.bz.it/5365.pdf Fremdenverkehr in Südtirol]
 
* [http://www.camcom.bz.it/5365.pdf Fremdenverkehr in Südtirol]
* Eigenartikel [[Benutzer:Peter Krackowizer]]
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* {{Quelle dieses Artikels|[[Peter Krackowizer]], Reise- und Italien-Experte}}
* Geschichte: Eigenartikelabschnitt [[Benutzer:Karl Irresberger|Karl Irresberger]]
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* {{Quelle dieses Artikels|[[Benutzer:Karl Irresberger|Karl Irresberger]], Abschnitt Geschichte}}
 
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]