Jakob Adlhart (Bildhauer): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 26: Zeile 26:
  
 
* In der [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Obertrum am See)|Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren]] in [[Obertrum am See]] die Skulpturen im Langhaus im Jahr [[1924]]–[[1925]], den expressionistischen Deckenplafonds [[1929]], die Doppelempore und des Orgelgehäuse [[1935]] und den Hochaltar [[1956]]/[[1957]].
 
* In der [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Obertrum am See)|Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren]] in [[Obertrum am See]] die Skulpturen im Langhaus im Jahr [[1924]]–[[1925]], den expressionistischen Deckenplafonds [[1929]], die Doppelempore und des Orgelgehäuse [[1935]] und den Hochaltar [[1956]]/[[1957]].
* Das [[Denkmal Franz Rehrl am Max-Reinhardt-Platz in der Altstadt von Salzburg|Denkmal Franz Rehrl am Max-Reinhardt-Platz]], welches aus einer Marmortafel und der eigentlichen Büste besteht, 1958 von Jakob Adelhart (Marmortafel) und [[Hans Pacher]] (Büste)
+
* 1958: Das [[Denkmal Franz Rehrl am Max-Reinhardt-Platz in der Altstadt von Salzburg|Denkmal Franz Rehrl am Max-Reinhardt-Platz]], welches aus einer Marmortafel und der eigentlichen Büste besteht, Marmortafel von Jakob Adelhart und Büste von [[Hans Pacher]],
* In der [[Halleiner Altstadt]] am [[Mathias Bayrhamer-Platz (Hallein)|Bayrhamerplatz]] [[Zeiserlbrunnen]] ([[1968]])
+
* 1968: In der [[Halleiner Altstadt]] am [[Mathias Bayrhamer-Platz (Hallein)|Bayrhamerplatz]] [[Zeiserlbrunnen]],
 
* In der [[Pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Johannes des Täufers und Johannes Evangelista|Pfarrkirche]] in [[St. Johann im Pongau]] die Skulptur „Christus im Grab“
 
* In der [[Pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Johannes des Täufers und Johannes Evangelista|Pfarrkirche]] in [[St. Johann im Pongau]] die Skulptur „Christus im Grab“
* In der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Filzmoos]] ein ausdrucksvolles Kruzifix  
+
* 1959?: In der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Filzmoos]] ein ausdrucksvolles Kruzifix  
* Das das gotische Vesperbild in Stein in der [[Lourdeskapelle (Altenmarkt im Pongau)|Lourdeskapelle]] in [[Altenmarkt im Pongau]]
+
* 1974: Das das gotische Vesperbild in Stein in der [[Lourdeskapelle (Altenmarkt im Pongau)|Lourdeskapelle]] in [[Altenmarkt im Pongau]]
* Ein Krippenrelief in der [[Pfarrkirche zum hl. Rupert Wagrain]] in [[Wagrain]] sowie zwei alte Kunstwerke aus der Pfarrkirche, die sich jetzt im [[Dommuseum]] in der [[Stadt Salzburg]] befinden.
+
* 1951: Krippenrelief in der [[Pfarrkirche zum hl. Rupert Wagrain]] in [[Wagrain]] sowie zwei alte Kunstwerke aus der Pfarrkirche, die sich jetzt im [[Dommuseum]] in der [[Stadt Salzburg]] befinden.
* [[Sandsteinadler Schloss Kleßheim]]
+
* 1940: [[Sandsteinadler Schloss Kleßheim]],
* ein [[Kruzifix von Jakob Adlhart im Kolleg St. Peter|Kruzifix]] in der Eingangshalle des [[Kolleg St. Benedikt|Kollegs St. Benedikt]]
+
* 1941: Löwenfiguren für die [[Staatsbrücke|Dr.-Todt-Brücke]] in Salzburg, seit [[1949]] vor dem [[Linz]]er Hauptbahnhof,
 +
* 1925: [[Kruzifix von Jakob Adlhart im Kolleg St. Peter|Kruzifix]] in der Eingangshalle des [[Kolleg St. Benedikt|Kollegs St. Benedikt]] (''Adlhart-Kreuz''),
 
* Zahlreiche Statuen und das Kruzifix am Hauptaltar in der [[Dekanatspfarrkirche Saalfelden]]
 
* Zahlreiche Statuen und das Kruzifix am Hauptaltar in der [[Dekanatspfarrkirche Saalfelden]]
* Ölberggruppe in der [[Greinwaldkirchlein|Unterkirche]] von [[Weitenau]] ([[Pfarre Abtenau]])
+
* 1929?: Ölberggruppe in der [[Greinwaldkirchlein|Unterkirche]] von [[Weitenau]] ([[Pfarre Abtenau]])
* [[Kriegerdenkmal Bad Vigaun|Kriegerdenkmal]] in [[Bad Vigaun]]
+
* 1953: [[Kriegerdenkmal Bad Vigaun|Kriegerdenkmal]] in [[Bad Vigaun]]
* Vermutlich die Statue des [[Heiliger Florian von der Erentrudisalm|hl. Florian von der Erentrudisalm]]
+
* 1954: ''[[Plastiken am Salzburger Kommunalfriedhof|Die Klagende]]'' auf dem Urnenfriedhof des [[Salzburger Kommunalfriedhof]]s
* [[Sonnenuhr am Herz-Jesu-Heim]] im Stadtteil [[Riedenburg]]
+
* 1957: Holz-Skulptur ''Der [[Salzträger]]'' in den [[Salzwelten Hallein bei Salzburg]].
 +
* 1928?: Vermutlich die Statue des [[Heiliger Florian von der Erentrudisalm|hl. Florian von der Erentrudisalm]]
 +
* 1969: Betonrelief im Stiegenhaus der Gebietskrankenkasse Hallein <!--[[Burgfriedstraße (Hallein)|Burgfriedstraße]] 2-->
 +
* 1973: Betonrelief im [[Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Hallein]] ''Symbole und Szenen der Geschichte Halleins''
 +
* 1979: [[Sonnenuhr am Herz-Jesu-Heim]] im Stadtteil [[Riedenburg]].
  
 
== Bilder von Werken von Jakob Adlhart ==
 
== Bilder von Werken von Jakob Adlhart ==
Zeile 56: Zeile 61:
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Jakob Adlhart (Bildhauer)|Adlhart, Jakob]]: ''Mein Leben'', in: [[Adolf Hanl|Hanl, Adolf]]: ''Der Bildhauer Jakob Adlhart. Mit einer Autobiographie des Künstlers''. Salzburg ([[Otto Müller Verlag]]) 1980, S. 13ff.
+
* [[Jakob Adlhart (Bildhauer)|Adlhart, Jakob]]: ''Mein Leben'', in: [[Adolf Hahnl|Hahnl, Adolf]]: ''Der Bildhauer Jakob Adlhart. Mit einer Autobiographie des Künstlers''. Salzburg ([[Otto Müller Verlag]]) 1980, S. 13ff.
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
* Beiträge im Salzburgwiki
 
* Beiträge im Salzburgwiki

Version vom 29. April 2021, 07:41 Uhr

Prof. Jakob Adlhart (* 1. April 1898 in München, Bayern; † 12. August 1985 in Hallein) war Bildhauer.

Leben

Jakob Adlhart begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödnertal, Südtirol, wo er 1904 bis 1909 die Volksschule besuchte. Sein Vater, Jakob Adlhart d. Ä. (* 1871; † 1956) war Vergolder, Fassmaler und Restaurateur. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht.

1908 richtete Jakob Adlhart d. Ä. im Cordon-Haus in Burgfried 5 in Hallein seine Werkstätte für christliche Kunst und Kunstgewerbe ein. Von 1909 bis 1912 besuchte Jakob vormittags die Bürgerschule Hallein, nachmittags und abends die Bildhauerklasse der k.k. Fachschule für Holz- und Steinbearbeitung. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte Jakob Adlhart seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Der Beginn des Ersten Weltkrieges beendete diese Studienreise. Seinen Kriegsdienst leistete er von 1916 bis 1918 in einer Kaserne in Wels, wo er Schnitzarbeiten anfertigte und eine kleine Werkstatt unterhielt.

Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte Jakob Adlhart die breite Stilpalette historisierenden Kopierens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander. Im Frühjahr 1919 kehrte er nach Hallein zurück und trat 1920 dem Salzburger Kunstverein bei. Ab 4. August 1920 leitete er die "Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe" und studierte zugleich von 1921 bis 1923 bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er beendete sein Studium am 30. Juni 1923 mit der Note vorzüglich.

Jakob Adlhart schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in der Stadt Salzburg, Oberösterreich und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen Arbeiten für das Benediktinerstift St. Peter (Kollegskreuz[1], 1925) und in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister für das Festspielhaus (marmorne Mimenmaske über dem Haupteingang, 1926).

1928 erhielt der Salzburger Architekt Otto Strohmayr gemeinsam mit dem Bildhauer Jakob Adlhart einen Auftrag zum Umbau des "Zipfer Bierstübls". Zwei überlieferte Postkarten dokumentieren den Zustand vor und nach diesem Umbau.[2]

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste Jakob Adlhart 1943 nochmals einrücken und entkam durch großes Glück am 13. Februar 1945 bei der Bombardierung der Stadt Dresden dem Tod.

Jakob Adlhart arbeitete auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg (1957), Eisenstadt (1965) und Speyer, Deutschland, (1969) sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern mit. So befinden sich von ihm in Salzburg rund 30 Werke.

Ehrung

1952 wurde ihm der Professorentitel verliehen.

Familie

Sein Sohn Jakob Adlhart wurde Architekt.

Werke in Salzburg

Zeiserlbrunnen von Jakob Adlhart am Bayrhamerplatz in Hallein

Bilder von Werken von Jakob Adlhart

Bilder

 Bilder von seinen Werken – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Literatur

Quellen

  • Beiträge im Salzburgwiki
  • Ortschronik der Gemeinde Wagrain, Band I

Einzelnachweise