Gnigl: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Bild:Stadtteil_gnigl.jpg|thumb|left|der Salzburger Stadtteil Gnigl]] | [[Bild:Stadtteil_gnigl.jpg|thumb|left|der Salzburger Stadtteil Gnigl]] | ||
[[Datei:Gnigl mit Heuberg.jpg|thumb|Gnigl mit Heuberg, Ansicht vom Kapuzinerberg aus]] | [[Datei:Gnigl mit Heuberg.jpg|thumb|Gnigl mit Heuberg, Ansicht vom Kapuzinerberg aus]] | ||
[[Datei:Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus.jpg|thumb|Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus, sehr eindrucksvoll die Begrenzung durch den Frachtenbahnhof, den Heuberg und Kühberg]]'''Gnigl''' ist [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] | [[Datei:Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus.jpg|thumb|Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus, sehr eindrucksvoll die Begrenzung durch den Frachtenbahnhof, den Heuberg und Kühberg]]'''Gnigl''' ist ein [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]], aber auch eine [[Katastralgemeinde]] im Nordosten der Stadt [[Salzburg]]. | ||
== Lage == | == Lage == | ||
| Zeile 14: | Zeile 14: | ||
Zur einstigen Gemeinde Gnigl gehörte auch die [[Baron-Schwarz-Villa]] im Stadtteil Schallmoos mit den zugehörigen weitläufigen Parkanlagen. Davon geblieben ist lediglich der Grünraum des heutigen [[Baron-Schwarz-Park]]es. | Zur einstigen Gemeinde Gnigl gehörte auch die [[Baron-Schwarz-Villa]] im Stadtteil Schallmoos mit den zugehörigen weitläufigen Parkanlagen. Davon geblieben ist lediglich der Grünraum des heutigen [[Baron-Schwarz-Park]]es. | ||
Gnigl wurde größtenteils [[1935]] in die [[Salzburg|Landeshauptstadt]] eingegliedert. Zu dieser Gemeinde hatte zuvor | Gnigl wurde größtenteils [[1935]] in die [[Salzburg|Landeshauptstadt]] eingegliedert. Zu dieser Gemeinde hatte zuvor auch [[Itzling]] gehört. Kleine randliche Teile von Gnigl wurden [[1939]] eingemeindet. | ||
[[Datei:SMD Besuche Kapuzinerbergblick nach Gnigl 14.5. 2003 002.jpg|thumb|Blick auf Gnigl vom Kapuzinerberg, Schwabenwirtsbrücke im Vordergrund]] | [[Datei:SMD Besuche Kapuzinerbergblick nach Gnigl 14.5. 2003 002.jpg|thumb|Blick auf Gnigl vom Kapuzinerberg, Schwabenwirtsbrücke im Vordergrund]] | ||
[[Datei:Gnigl, Turnerwirt.jpg|thumb| Turnerwirt]] | [[Datei:Gnigl, Turnerwirt.jpg|thumb| Turnerwirt]] | ||
| Zeile 33: | Zeile 33: | ||
[[Datei:P1010983.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl]] | [[Datei:P1010983.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl]] | ||
[[Datei:P1010987.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl, innen]] | [[Datei:P1010987.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl, innen]] | ||
Unter Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] wurde vermutlich nur ein Anbau an die bestehende Kapelle errichtet. Die Pläne für die neue Kirche stammten von Tobias Kendler. Dieser heute stehende Kirchbau wurde unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] [[1731]] begonnen, dann aber [[1732]] vorübergehend eingestellt. Ob die damals für den Weiterbau fehlenden Geldmittel mit hohen Ausgaben des Erzbischofs im Zusammenhang mit der [[Protestantenvertreibung]] standen, bleibt ungeklärt. Die Weihe der Kirche erfolgt [[1738]] durch Erzbischof Firmian. Die Kirche ist | Unter Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] wurde vermutlich nur ein Anbau an die bestehende Kapelle errichtet. Die Pläne für die neue Kirche stammten von Tobias Kendler. Dieser heute stehende Kirchbau wurde unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] [[1731]] begonnen, dann aber [[1732]] vorübergehend eingestellt. Ob die damals für den Weiterbau fehlenden Geldmittel mit hohen Ausgaben des Erzbischofs im Zusammenhang mit der [[Protestantenvertreibung]] standen, bleibt ungeklärt. Die Weihe der Kirche erfolgt [[1738]] durch Erzbischof Firmian. Die Kirche ist ein barocker Saalbau. Der dominante Turm mit Zwiebelhaube über dem Haupteingang ist als dominante Fassade vorgestellt. Der heutige Hochaltar von [[Sebastian Stumpfegger]] gefertigt, die Orgelempore und der Zwiebelturm wurden zwischen [[1732]] und [[1738]] ebenfalls unter Erzbischof Firmian errichtet. Einige Statuen stammen vom bekannten Bildhauer [[Josef Anton Pfaffinger]]. [[1852]] ist die Pfarre Gnigl selbständig. | ||
Im Jahr [[1700]] wurde unweit der Kirche in Obergnigl die Luggaukapelle ''Unsere liebe Frau am Schnoderbach'' errichtet. | Im Jahr [[1700]] wurde unweit der Kirche in Obergnigl die Luggaukapelle ''Unsere liebe Frau am Schnoderbach'' errichtet. | ||
| Zeile 59: | Zeile 59: | ||
=== Das ehemalige St.-Anna-Spital === | === Das ehemalige St.-Anna-Spital === | ||
Das St.-Anna-Spital (heute [[Grazer Bundesstraße]] 6) wurde [[1697]] von Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] als | Das St.-Anna-Spital (heute [[Grazer Bundesstraße]] 6) wurde [[1697]] von Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] als Pfleghaus (Gerichtshaus) erbaut und im [[19. Jahrhundert]] zu einem Krankenhaus erweitert. Über dem Portal des Gebäudes befindet sich heute noch das Wappen des Fürsterzbischofs. | ||
Hier ist das [[Sozial- und Gesundheitszentrum St. Anna]] untergebracht. | Hier ist heute das [[Sozial- und Gesundheitszentrum St. Anna]] der Diakonie Salzburg untergebracht. | ||
=== Die Gnigler Schule === | === Die Gnigler Schule === | ||