Befestigung der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Kapuzinerberg Wehrmauer von Arenbergstraße.jpg|thumb|Kapuzinerberg Wehrmauer von der [[Arenbergstraße]]]]
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ie Wehrbauten aus der Zeit der ''3. Stadtbefestigungen'' bezogen auch den Garten des [[Kapuzinerkloster]]s in die Befestigungsanlagen ein, die [[Imbergstiege]] wurde aus der [[Steingasse]] (damals noch aus Holz gefertigt), und der [[Prügelweg]] von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.
  
 
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* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
 
* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
  
===Die Wehranlagen der Rechten Altstadt===
 
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg am Kapuzinerberg 01.jpg| thumb|Stadtbefestigung der Stadt Salzburg auf dem [[Kapuzinerberg]], gesehen von [[Hettwer-Bastei]] unterhalb des [[Kapuzinerkloster]] Ansicht: Nordwest nach Südost]]
 
[[Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg Kapuzinerberg 02.jpg | thumb| Wachetürmchen auf der [[Hettwer-Bastei]] auf dem [[Kapuzinerberg]] Ansicht: Ost nach West]]
 
[[Datei:Hettwerbastei Kapuzinerberg Blick auf Altstadt der Stadt Salzburg 20151105.jpg|thumb|[[Hettwer-Bastei]] auf dem Kapuzinerberg, Blick auf die [[Altstadt]],  Ansicht: Nord nach Süd]]
 
[[Datei:Kapuzinerberg Wehrmauer von Arenbergstraße.jpg|thumb|Kapuzinerberg Wehrmauer von der [[Arenbergstraße]]]]
 
Um in Kriegszeiten wie beispielsweise dem Dreißigjährigen Krieg dem [[Schloss Mirabell]] und den neu entstandenen Stadtteilen rechts der [[Salzach]], genannt die rechtsseite Altstadt, ausreichend zu schützen, ließ [[Erzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] im [[17. Jahrhundert]] die ersten Befestigungsanlagen in diesem Gebiet errichten.
 
Dieses ''Lodronsche Verteidigungssystem'' war ein groß angelegtes System von bestückten Bastionen, Wällen, Gräben und Vorwerken. Zur Verteidigung ließ er 4.000 Kanonen, Mörser und Wallbüchsen gießen.
 
Er versetzte das Stadttor ("[[Mirabelltor]]"), durch das die Strasse nach [[Bergheim]] führte, in Richtung des heutigen [[Salzburg Congress|Kongresshaus]]/[[Franz-Josef-Straße]]. Auf der Fahrstraße Richtung Linz wurde den (damals als Wehrbauwerk aufgelassenen und abgerissenen [[Inneres Ostertor|Inneren Ostertor]] und dem von Markus Sittikus neu erbauten [[Inneres Linzertor|Inneren Linzertor]] ein [[Äußeres Linzertor]] (sowie unter Ernest Thun ein [[Äußerstes Linzertor]]) in [[Schallmoos]] vorgebaut.
 
 
Dieser Teil der Stadtbefestigungen, an der man 26 Jahre baute, wurde etwa zeitgleich zum heute bestehenden [[Salzburger Dom]] errichtet. Innerhalb dieser erweiterten rechtsseitigen Stadt ließ Lodron auch Gebäude für seine Verwandten errichten, die er nach Salzburg holte und ihnen ausgezeichnete Stellungen verschaffte. Eines davon ist dem Namen nach noch erhalten geblieben - der Lodronsche Primogeniturpalast, auch als [[Borromäum|alte Borromäum]] bekaannt, in dessen teilweise neu errichteten Mauern sich heute ein Teil des [[Mozarteum]]s verbirgt.
 
  
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'''Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt'''
 
* Das [[Inneres Steintor|Innere Steintor]]
 
* Das [[Inneres Steintor|Innere Steintor]]
 
* Die [[Wasserbastei]] im [[Mirabellgarten]] und die das Heckentheater westlich begrenzende Wehrmauer, die sich - in der Basis ebenfalls stark eingeschüttet hinter dem [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] (Stiftungsgebäude und Großer Saal) fortsetzt.
 
* Die [[Wasserbastei]] im [[Mirabellgarten]] und die das Heckentheater westlich begrenzende Wehrmauer, die sich - in der Basis ebenfalls stark eingeschüttet hinter dem [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] (Stiftungsgebäude und Großer Saal) fortsetzt.
  
===Auf dem Kapuzinerberg===
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'''Auf dem Kapuzinerberg'''  
Aus der Zeit der '''3. Stadtbefestigung''' ([[1621]] - [[1646]], Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]]) stammen:
 
 
* Der erhaltene Teil des Wehrmauernzuges auf dem [[Kapuzinerberg]] mit der größtenteils erhaltenen zwei Kilometer langen Wehrmauer (randliche Teile davon gehen auf die Zeit der 2. Befestigung zurück)   
 
* Der erhaltene Teil des Wehrmauernzuges auf dem [[Kapuzinerberg]] mit der größtenteils erhaltenen zwei Kilometer langen Wehrmauer (randliche Teile davon gehen auf die Zeit der 2. Befestigung zurück)   
 
* Die [[Felixpforte]] auf dem Kapuzinerberg
 
* Die [[Felixpforte]] auf dem Kapuzinerberg
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Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen, die beiden sogenannte Linzer ''Cavaliere''. Damit wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße überwacht.
 
Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen, die beiden sogenannte Linzer ''Cavaliere''. Damit wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße überwacht.
 
Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme, eine Roßmühle und verschiedene  Ziehbrunnen. Als Militärbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt.* Die [[Hettwer-Bastei]]
 
Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme, eine Roßmühle und verschiedene  Ziehbrunnen. Als Militärbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt.* Die [[Hettwer-Bastei]]
 
Die Bauten aus der Zeit der ''3. Stadtbefestigungen'' bezogen auch das [[Kapuzinerkloster]] in die Befestigungsanlagen ein, weshalb die [[Imbergstiege]] aus der [[Steingasse]], damals noch aus Holz, und der [[Prügelweg]] aus der Linzer Gasse mit wehrhaften Torbögen vor dem Kloster versperrbar waren.
 
  
 
==Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert==
 
==Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert==

Version vom 22. März 2016, 20:46 Uhr

Reste der Stadtmauer von Salzburg zwischen Mozartplatz und Salzach
Stadtmauer am Rudolfskai
Datei:Wappen an der Stadtmauer am Rudolfskai.jpg
Wappen an der Stadtmauer am Rudolfskai

Die Stadtbefestigungen rund um die Stadt Salzburg sicherten über Jahrhunderte die Bürger der Stadt. Unter Einschluss der Festung Hohensalzburg führte ein geschlossener Ring von Stadtmauern um die Stadt (d.h. die heutige Altstadt.

Die Wehrmauern der 1. Stadtbefestigung im 11. - 13. Jahrhundert

Erhaltene Teile dieser Befestigung sind

(siehe Hauptartikel: Stadttore in Salzburg)
  • Ein Stadtmauernrest in einem Hof der Lederergasse (Lederergasse 1 und 3)
  • der gut erhaltene Wehrmauerteil westlich der Franziskuspforte samt erhaltenen Zinnen (Linzer Gasse 14)

Die Wehrmauern der 2. Stadtbefestigung

Sie stammt aus der Zeit etwa 1465 - 1490. Erhaltene Teile der Wehranlagen sind:

Die 3. Stadtbefestigung

Sie stammt aus der Zeit um 1620 - 1648, während des Dreißigjährigen Krieges. Der weitaus größte Teil auch dieser Wehranlagen der Stadt sind nicht erhalten.

Rechtsseitige Altstadt

Die einstige Ausdehnung der einstigen Bollwerke kann im ringförmigen Verlauf von Franz-Josef-Straße und Auerspergstraße nachempfunden werden.

Vorgelagert waren zwischen den Bollwerken vier Ravelins:

Vor 1700 befanden sich zudem vor den Bollwerken noch vier Hornwerke, die weit nach Norden und Osten vorragten, im Westen reichten sie etwa bis zur heutigen Bahnlinie

Kapuzinerberg

Text wird ergänzt

Datei:Stadtbefestigung der Stadt Salzburg am Kapuzinerberg 01.jpg
Stadtbefestigung der Stadt Salzburg auf dem Kapuzinerberg, gesehen von Hettwer-Bastei unterhalb des Kapuzinerkloster Ansicht: Nordwest nach Südost

ie Wehrbauten aus der Zeit der 3. Stadtbefestigungen bezogen auch den Garten des Kapuzinerklosters in die Befestigungsanlagen ein, die Imbergstiege wurde aus der Steingasse (damals noch aus Holz gefertigt), und der Prügelweg von der Linzer Gasse auf wurde mit wehrhaften Torbögen versehen.

Linksseitige Altstadt

Text wird ergänzt

Mönchsberg

Text wird ergänzt

Erhalten blieben aus dieser Zeit

  • Müllner Schanze als dreistufige Wehranlage mit Augustinerpforte und Monikapforte und nächstgelegen dem Klausen-Kavalier (Humboldtterrasse). Der vordere Wehrgraben ist heute zugeschüttet und durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt
  • durchgehender Wehrmauernzug und skarpierte Felsen des Mönchsbergs
  • das Torwächterhaus des Zwingers unterhalb der Richterhöhe
  • Die „Katze“ (in der ersten Anlage aus der Zeit der 2. Stadtbefestigung)
  • Stadtmauerrest am Rudolfskai, beidseits des ehemaligen Michaelstores gelegen, vgl. Wappen mit Jahr 1620
  • Stadtmauerrest in der Basteigasse
  • Das nur in Resten erhaltene Kajetaner Bollwerk (heute oft "Schanzl" genannt) mit dem Kajetanertor (1644), auch Erentrudistor genannt, als Ersatz für das abgebrochene Innere Nonntaler Tor.
  • Das Gstättentor (1618, erste Anlage 1280)
  • Das Klausentor (1612, erste Anlage um 1280)


Im Raum der Rechtsseitigen Altstadt

Auf dem Kapuzinerberg

  • Der erhaltene Teil des Wehrmauernzuges auf dem Kapuzinerberg mit der größtenteils erhaltenen zwei Kilometer langen Wehrmauer (randliche Teile davon gehen auf die Zeit der 2. Befestigung zurück)
  • Die Felixpforte auf dem Kapuzinerberg
  • Das Franziski-Schlössl auf dem Kapuzinerberg

Das klug angelegte Verteidigungssystem auf diesem Stadtberg besaß auch im Norden in den steilen Felsen hinein angelegte Verteidigungsstellungen, die beiden sogenannte Linzer Cavaliere. Damit wurden die von Osten in die Stadt führenden Hauptstraße überwacht. Weiters gab es auf dem Kapuzinerberg drei Pulvertürme, eine Roßmühle und verschiedene Ziehbrunnen. Als Militärbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gesperrt.* Die Hettwer-Bastei

Die Schleifung der Wehranlagen im 19. Jahrhundert

Mit dem Anschluss ( des Landes Salzburgs an die Monarchie Österreich (bzw. der größten Teile Salzburgs) mit Jahresbeginn 1816 gelangten die Anlagen in den kaiserlichen Besitz. Im Jahr 1860 wurden die Statuten der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. Die Festungsbauten entsprachen nicht mehr der Waffenentwicklung. Mit Allerhöchster Entschließung[1] wurden am 26. April 1866 die Festungswerke zwischen Schloss Mirabell und dem Linzer Tor anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Vereinigung von Salzburg mit dem Kaiserthum Österreich als Geschenk der Stadtgemeinde übergeben (nicht aber die Festung Hohensalzburg, die weiterhin im Besitz des Kaisers blieb!). Nun wurden die Festungswerke schrittweise abgerissen. Das Material wurde für die Salzachregulierung und für die Kanalisation verwendet.

Es taucht immer wieder die Meinung auf, der Salzburger Gemeinderat hätten in den folgenden Jahren einen Beschluss gefasst, nach der Schleifung dieser Befestigungsanlagen auch die Festung Hohensalzburg zu schleifen. Mit dem Begriff "Festung" wurde damals allerdings nicht nur Hohensalzburg verstanden, sondern die gesamte befestigte Stadt. Kaiser Franz Joseph I. schenkte nur große Teile der Befestigungsanlagen der Stadt, nicht jedoch die Festung Hohensalzburg. Diese blieb weiterhin Kaserne und Depot. Zudem blieb der Wert der Festung für die städtischen Gremien auch damals unbestritten.

Siehe auch

Weblinks

Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:

Fußnoten

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974